Synergie und Innovation für Energie

Bundeswirtschaftsminister Rösler besucht ETA-Fabrik an der TU Darmstadt

01.08.2013

Beim Thema „Energie“ hat die TU Darmstadt als eine der führenden Technischen Universitäten in Deutschland eine Spitzenposition in der Forschung inne. Davon hat sich Bundeswirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler am 1. August 2013 vor Ort ein Bild gemacht und informierte sich auf dem Campus Lichtwiese unter anderem über die ETA-Fabrik, das jüngste Modellprojekt der TU.

„Die Steigerung der Energieeffizienz ist ein Schlüsselelement bei der Umsetzung der Energiewende. Damit die Energiewende gelingt und bezahlbar bleibt, brauchen wir technologische Innovationen. Deshalb haben wir die Energieforschung deutlich gestärkt. Mit dem umfassenden Ansatz der ETA-Fabrik eröffnet das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie einen neuen Forschungsaspekt auf dem Gebiet der Energieeffizienz in der Industrie“, so Minister Rösler.

In der ETA-Fabrik werden künftig auf dem Campus Lichtwiese der TU Darmstadt Architekten, Bauingenieure, Fachplaner der technischen Gebäudeausrüstung und Produktionsingenieure daran arbeiten, ein Fabrikgebäude samt Anlagen – beispielhaft aus der metallverarbeitenden Industrie – so zu optimieren, dass diese Fabrik möglichst energieeffizient arbeiten kann. Dabei verspricht die ganzheitliche Betrachtung des Gebäudes, der technischen Infrastruktur und der Produktionsmaschinen eine deutlich höhere Energieersparnis, als wenn jede Komponente für sich auf den Energieverbrauch hin optimiert werden würde.

In der Praxis heißt das, dass beispielsweise die Abwärme, die Maschinen produzieren, direkt zur Klimatisierung des Gebäudes genutzt werden kann oder um den Wärmebedarf einer Reinigungsanlage zu decken. Man kann sie aber auch über eine Absorptionskälteanlage zur Kühlung der Werkzeugmaschinen weiterverwerten.

Interdisziplinäres und praxisnahes Pilotprojekt

Der Besuch in Bildern [Klicken Sie auf das Bild, um die Fotostrecke zu starten]

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TU bildet Energie-Experten der Zukunft aus

Die TU Darmstadt ist führend auf dem Gebiet der Energieforschung. Die im Rahmen der Exzellenzinitiative von Bund und Land geförderte und zum 1. November 2012 gegründete Graduiertenschule für Energiewissenschaft und Energietechnik bietet Doktorandinnen und Doktoranden mit ingenieur- und naturwissenschaftlichem Hintergrund eine exzellente Forschungsumgebung.

Dort erarbeiten sie eine wissenschaftliche Basis für eine kontinuierliche Umstellung der heute dominierenden kohlenstoffbasierten, nicht erneuerbaren Energiequellen auf eine zukünftige Energieversorgung durch erneuerbare und umweltfreundliche Energiequellen. Dabei geht es auch darum, die Effizienz klassischer Energietechnologien zu steigern und innovative und konkurrenzfähige neue Technologien zu entwickeln.

Im interdisziplinär ausgerichteten Masterstudiengang Energy Science und Engineering können sich Studierende auf das Thema Energie spezialisieren. Im TU Darmstadt Energy Center werden die ingenieur-, natur- und gesellschaftswissenschaftlichen Grundlagen für die Umgestaltung der Energieversorgung entwickelt. Dazu werden die vorhandenen interdisziplinären Strukturen und Fakultäten thematisch zusammengeführt.

„Wir bilden an der TU Darmstadt den Energie-Ingenieur, die Energie-Ingenieurin der Zukunft aus“, sagt Hans Jürgen Prömel. Dabei lege die TU auch großen Wert darauf, die künftigen Fachleute mit dem nötigen übergreifenden Weitblick auszustatten. „Unsere Absolventinnen und Absolventen tragen sowohl ingenieurwissenschaftliche Expertise in die Wirtschaft als auch die Fähigkeit und die Sensibilität, die ökonomischen, ökologischen und sozialen Folgen ihrer Arbeit zu bedenken.“