Ein Werk des Orgelbauers Christoph Ludwig Goll

Unsere „neue“ historische Schlossorgel

Ein passendes Instrument für den neuen Veranstaltungsort im Darmstädter Schloss ist mit der Orgel der ehemaligen Dorfkirche Lonsingens (heute ein Ortsteil von St. Johann im Kirchenbezirk Urach) bereits gefunden, denn …

Unsere Goll-Orgel

1883 von Orgelbau Christoph Ludwig Goll in Kirchheim unter Teck im neogotischen Stil erbaut, ist die Orgel nur fünf Jahre jünger als Darmstadts letzte Schlossorgel. Mit ihrer wechselvollen Geschichte passt sie perfekt zur wechselvollen Geschichte der ehemaligen Schlosskirche.

  • Romantische Goll-Orgel, die einmanualige Hauptorgel aus der Reifezeit von Christoph Ludwig Goll. Hierbei handelt es sich um ein interessantes klangliches und mechanisches Zeugnis süddeutschen Orgelbaus aus der Zeit der Romantik.
  • „Barocke“ Orgel-Erweiterung” um ein eigenständiges Rückpositiv ermöglicht u.a. das Spielen der Werke von Christoph Graupner, der ab 1711 als Hofkapellmeister am Darmstädter Hof wirkte.

Das einzigartige Mischkonzept aus Hauptorgel und Erweiterung ermöglicht ein breites Repertoire an Stücken für

  • Studierende kooperierender (Musik)-Hochschulen, die an der Orgel üben
  • außergewöhnliche Konzerte

Orgeln, die ein ähnliches Mischkonzept verfolgen, oder auch vergleichbare romantische Orgeln, sind um einiges größer als die Goll-Orgel.

Cord Meijering,
Leiter der Akademie für Tonkunst

„Die Akademie für Tonkunst und die TU Darmstadt kooperieren seit mehreren Jahren im Studiengang 'Musikalische Kultur'. Nun gibt es im Schloss eine säkularisierte Kirche. Diese ist Teil der TU. Sie enthält eine Orgel, ein Instrument, das der Renovierung bedarf. Darum kümmern wir uns gemeinsam. Als Komponist wie auch als Leiter der Akademie für Tonkunst freue ich mich auf diesen neuen Ort, an dem wunderbare Musik für diese großartige, weltoffene, tolerante Stadt entstehen wird.“

Der vorherige Besitzer der Goll-Orgel, Joachim Wilhelmy, hatte das wertvolle Instrument vor 45 Jahren quasi „von der Straße geholt“, als die alte Dorfkirche einer Ortsdurchfahrt weichen musste. In Einzelteile zerlegt transportierte Wilhelmy das historische Instrument auf dem Dachträger seines Autos und brachte es in einem Schuppen unter, wo es bei Studentenpartys seinen Zweck erfüllte. Nach Jahren der Renovierung und Wartung installierte der Orgelfreund die Lonsinger Orgel zuletzt im heimischen Wohnzimmer, wobei er sie an die veränderten Aufstellbedingungen anpasste. Zudem ergänzte er sie um ein eigenständiges Rückpositiv der Orgelbaufirma Braun, welches die musikalischen Möglichkeiten über das Spielen romantischer Kompositionen hinaus beträchtlich erweiterte.

Altersbedingt möchte Wilhelmy seine Orgel nun wieder einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Dafür soll diese mit Ihrer Hilfe nun fachgerecht restauriert werden. Insbesondere die Originalsubstanz der Hauptorgel soll erhalten und gestärkt werden, als interessantes klangliches und mechanisches Zeugnis süddeutschen Orgelbaus aus der Zeit der Romantik.

Foto der historischen Orgel in der ehemaligen Lonsinger Dorfkirche St. Johann, Urheber nicht ermittelbar

Daten und Fakten kompakt

  • Baujahr: 1883 / Sanierung und Erweiterung : 1980er
  • Hersteller: Christoph Ludwig Goll in Kirchheim unter Teck / Orgelbau Braun

Kosten für Transport und Restaurierung:
ca. 220.000,- Euro

Image: Katja Jakob

Spendenstand

Zahlreiche Darmstädter_innen und Orgelfreund_innen haben sich bereits für unser Orgelprojekt eingesetzt. Gerne gestalten wir Ihr Engagement nach Ihren Wünschen als Spende oder als Sponsoring. In jedem Fall würdigen wir Ihre besondere Unterstützung für unser ehemaliges Residenzschloss.

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