Kurz gemeldet

TU Darmstadt – Kurz gemeldet

Zurück: Neues aus der TU Darmstadt Zum Archiv: Kurz gemeldet – vergangene Monate
 

Zertifikate für Stadtbedienstete

20. November 2018

38 städtische Bedienstete aus dem Bürger- und Ordnungsamt haben heute ihre Zertifikate über die erfolgreich absolvierte „Inhouse Schulung Englisch“ entgegengenommen. Die Schulungen finden seit 2016 im Rahmen einer Kooperation mit der TU Darmstadt statt, etwa 60 Personen haben bislang teilgenommen. Die Urkunden wurden überreicht von Regina Sonntag-Krupp, Leiterin des Dezernats Internationales der TU, und Bürgermeister Rafael Reißer.

Fremdsprachen werden in einer zunehmend internationalen Stadt im täglichen Amtsgeschäft immer wichtiger. Durch die Kooperation zwischen dem Dezernat Internationales der TU, dem TU-Sprachenzentrum und dem Bürger- und Ordnungsamt der Wissenschaftsstadt Darmstadt konnte bisher bereits eine große Anzahl der Mitarbeitenden aus den Bereichen Ausländerbehörde, Einwohnerwesen und Wahlen und der KFZ-Zulassungsbehörde in der Anwendung von englischem Fachvokabular geschult werden. Durch die Schulungen soll die Kommunikation zwischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Kunden und Kundinnen verbessert und so die Zufriedenheit erhöht werden. Schwierige Arbeitssituationen, bedingt durch sprachliche Barrieren, können dadurch vermindert oder ganz vermieden werden, so die Stadt Darmstadt.

Im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen der TU und der Stadtverwaltung wird auch ein digitales Wörterbuch „Deutsch – Englisch des Verwaltungsvokabulars“ entwickelt. Die Übersetzungshilfe soll im nächsten Jahr den Mitarbeitenden zur Verfügung gestellt werden. Stadt Darmstadt/sip

Prof. Hornig zu Koalitionsbildung Hessen

20. November 2018

In einem ausführlichen Interview mit HR Info beleuchtet TU-Professor Eike Christian Hornig (Institut für Politikwissenschaft) die gerade anlaufenden Koalitionsgespräche zwischen CDU und Grünen in Hessen und gibt eine Einschätzung zu den Chancen eines zweiten schwarz-grünen Regierungsbündnisses. Im Rückblick auf die abgelaufene Legislaturperiode sei „beachtlich, wie es in Hessen geschafft wurde, inhaltliche Differenzen geräuschlos zu lösen“, so Hornig. Dennoch sieht Hornig auch Konfliktpotenzial etwa bei den Themen Energiewende und sichere Herkunftsstaaten. Zudem hätten sich bei den jüngsten Wahlen die Stimmanteile beider Parteien verschoben, was Einfluss auf die Verhandlungen haben könnte: „Koalitionen sind immer Kräftemessen.“ sip

Kulturstiftung fördert Kunstforum

Dr. Manfred Efinger, Kanzler der TU Darmstadt, und die Vorsitzende der BS Kulturstiftung Dr. Brigitte Scheinert, bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags. Bild: Patrick Bal
Dr. Manfred Efinger, Kanzler der TU Darmstadt, und die Vorsitzende der BS Kulturstiftung Dr. Brigitte Scheinert, bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags. Bild: Patrick Bal

20. November 2018

Die BS Kulturstiftung Darmstadt übernimmt ab 2019 eine institutionelle Förderung des Kunstforums der TU Darmstadt für vier Jahre. Sie unterstützt mit insgesamt 40.000 Euro den Dialog zwischen Kunst, Kultur und Wissenschaft und die künstlerische Auseinandersetzung mit gesellschaftlich relevanten Themen.

„Der Zugang zu Kunst und Kultur ist für mich ein zentraler Bestandteil ganzheitlicher Bildung. Ich möchte dazu beitragen, diese Erfahrung auch nachfolgenden Generationen zu ermöglichen. Das Kunstforum der TU Darmstadt als Schnittstelle zwischen Kunst, Kultur und Wissenschaft ist dazu der ideale Ort", so Dr. Brigitte Scheinert, Vorsitzende der BS Kulturstiftung. „Ich bin hocherfreut, dass sich die BS Kulturstiftung bereit erklärt hat, das Kunstforum der TU zu unterstützen. Damit erhält das Kunstforum nicht nur eine finanzielle Förderung, sondern wird auch in seinem Engagement bestärkt“, sagte TU-Kanzler Dr. Manfred Efinger. Sarah Panczyk/sip

Prof. Peters zur Nationalen KI-Strategie

19. November 2018

Die Bundesregierung hat ihre Strategie zur Künstlichen Intelligenz vorgestellt. Deutschland soll zu einem weltweit führenden Standort in der Entwicklung und Anwendung künstlicher Intelligenz werden. Dazu wurden zwölf Handlungsfelder benannt. Unter anderem ist geplant, die Forschung für Künstliche Intelligenz breit auszubauen und 100 zusätzliche neue Professuren zu schaffen.

Vor- und Nachteile dieses Vorgehens hat TU-Professor Jan Peters eingeordnet. „Der Aufbau der Zentren und die 100 neuen Professuren sind sehr begrüßenswert. Aber schon jetzt fehlen die Köpfe für diese Zentren und Professuren: Die derzeit offenen 15 KI Professuren an den deutschen Universitäten werden voraussichtlich großteilig nicht – oder wenn – nur durch themenfremde Forscher besetzt werden. Es müsste erst mehr KI-Mittelbau- und KI-Nachwuchsforscher herangezogen werden, bevor dies eine Chance hätte.“ Zum Thema KI-Strategie kam Peters auch in der Zeit und im Deutschlandfunk zu Wort. cst

Sosman Award für Professor Rödel

16. November 2018

Im Rahmen der 120. Jahrestagung der American Ceramic Society in Columbus, USA, wurde Prof. Jürgen Rödel mit dem Robert B. Sosman Award geehrt. Der Sosman Award ist die höchste Auszeichnung für wissenschaftliche Erkenntnisse in den Grundlagenwissenschaften, die große Auswirkungen auf das Feld der Keramik haben. Er wird seit 45 Jahren vergeben.

Im Rahmen der Preisübergabe halten die so Geehrten einen Vortrag. Prof. Rödel ging bei seiner Festrede auf die Entwicklung von Materialien unter sozioökonomische Zwänge ein. Er ist der achte Wissenschaftler, der diese Auszeichnung für Arbeiten erhielt, die nicht in den USA durchgeführt wurden. pg

Darmstädter Schülerinnen und Schüler erinnern und gedenken

Zwei Schülerinnen halten einen Vortrag vor einem vollen Hörsaal. Bild: Paul Glogowski
Bild: Paul Glogowski

16. November 2018

Am Freitag (16.11.) fand die Abschlussveranstaltung zum Projekt: „80 Jahre Reichspogromnacht: Darmstädter Schülerinnen und Schüler erinnern und gedenken“ an der TU Darmstadt statt.

Die Reichspogromnacht jährte sich am 9. November 2018 zum 80. Mal. Mit dem Sterben der letzten Zeitzeugen und dem immer geringeren familiären Bezug heutiger Schülerinnen und Schüler stellt sich die Frage, wie man mit diesem Ereignis umgehen sollte. Welche Ideen haben Schülerinnen und Schüler, um der Novemberpogrome zu gedenken? Wie sollte eine zeitgemäße Erinnerung aussehen und welche Aufgabe haben Lehrkräfte in den Schulen?

Im Rahmen des interdisziplinären Projekts Darmstädter Schulen und des Zentrums für Lehrerbildung haben Lehramtsstudierende der TU ein halbes Jahr lang zusammen mit Schülerinnen und Schülern Projekte entwickelt, mit denen sie an die Novemberpogrome vor 80 Jahren erinnern möchten. Die Projekte bieten unterschiedliche Zugänge zum Thema. So haben Schülerinnen und Schüler u.a. musikalische, filmische, literarische und künstlerische Formen des Erinnerns gefunden und bei der Abschlussveranstaltung gemeinsam mit Lehramtsstudierenden und Lehrkräften im Vorbereitungsdienst präsentiert.

An dem Projekt waren Schülerinnen und Schüler der Stadtteilschule Arheilgen, der Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule Ober-Ramstadt sowie der Darmstädter Lichtenbergschule, Bertolt-Brecht-Schule, Eleonorenschule und des Ludwig-Georgs-Gymnasiums beteiligt. ZfL / pg

Konstruktive Bestandsaufnahme zum Fachbereich Architektur

Außenaufnahme des Gebäudes des Fachbereichs Architektur. Bild: Thomas Ott
Gebäude des Fachbereichs Architektur. Bild: Thomas Ott

15. November 2018

TU-Präsident Professor Hans Jürgen Prömel hat in einem Gespräch mit rund 25 Studierenden des Fachbereichs Architektur die von den Studierenden als kritisch beschriebene Situation in Studium und Lehre erörtert. Der rund eineinhalb Stunden dauernde Austausch im Senatssaal verlief in sachlicher und konstruktiver Atmosphäre. In dem Gespräch ging es teils sehr konkret um aus studentischer Sicht unbefriedigende Studienbedingungen, Stellenausstattung und Betreuungsintensität, aber auch um den dringenden Sanierungsbedarf des Architektur-Gebäudes. Anfang November hatten die Studierenden eine Woche lang ihren Protest artikuliert, alternative Lehrveranstaltungen und einen Demonstrationszug organisiert.

Präsident Prömel erläuterte während des Treffens, dass das Präsidium bereits seit längerem intensive Gespräche mit dem Dekanat führt, wie der Fachbereich sich in Lehre und Forschung dynamisch und profiliert weiterentwickeln kann. Der Präsident verwies auf die Autonomie und Eigenverantwortung aller TU-Fachbereiche für die Verwendung ihrer dezentralen Budgets. Sämtliche Fachbereiche erhalten ihren jährlichen Etat auf Basis einheitlicher Regeln. Dieses parametergestützte Mittelverteilungsmodell ist Ergebnis einer seit Jahren einvernehmlich akzeptierten Vereinbarung zwischen Fachbereichen und Universitätsleitung.

Dass das Architektur-Gebäude sanierungsbedürftig ist, ist nach Meinung von Präsident Prömel unbestritten. Mit dem Fachbereich, so der Präsident, wurde Einigkeit darüber erzielt, abschnittsweise und bei laufendem Betrieb zu sanieren. Aktuell stehen mehr als vier Millionen Euro für Baumaßnahmen bereit.

Präsident Prömel sagte zu, die Studierenden zeitnah über die weitere bauliche Planung zu informieren. Außerdem lud er sie zu Folgegesprächen ein, um die aktuelle Diskussion über eine Zielvereinbarung mit dem Fachbereich Architektur zu begleiten. feu

Konferenz zu Unsicherheit

12. November 2018

Zum dritten Mal findet am 15. und 16. November im Darmstadtium die internationale Konferenz über Unsicherheit im Maschinenbau (3rd International Conference on Uncertainty in Mechanical Engineering – ICUME) statt. Organisiert wird diese Konferenz von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Sonderforschungsbereichs (SFB) 805 – Beherrschung von Unsicherheit in lasttragenden Systemen des Maschinenbaus.

In 18 interdisziplinären Teilprojekten des SFB 805 arbeiten insgesamt 40 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Fachbereichen Maschinenbau, Mathematik und Rechts- und Wirtschaftswissenschaften der TU Darmstadt gemeinsam an zukunftsweisenden Fragestellungen zur Beherrschung von Unsicherheit in lasttragenden Systemen.

Der Fokus in der aktuellen Förderperiode des auf Grundlagenforschung ausgerichteten SFB 805 liegt auf der Beherrschung von Unwissen, einer wichtigen Kategorie von Unsicherheit. Die Konferenz greift diese zentrale Fragestellung auf und ermöglicht einem internationalen Publikum den wissenschaftlichen Austausch zu diesem Thema. In neun thematisch ausgerichteten Sessions finden an zwei Tagen insgesamt 34 Vorträge von internationalen Vortragenden sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des SFB 805 statt. Entscheidende Zukunftsthemen, wie beispielsweise die Digitalisierung im Maschinenbau oder mathematische Optimierungsverfahren unter Unsicherheit, werden auf der Konferenz genauso angesprochen wie die Beherrschung von Unwissen in Fertigungsverfahren oder die systematische Entwicklung von resilienten technischen Systemen.

Im Rahmen der Session „Responsibility for Autonomous Systems“ wirft TU-Präsident Professor Hans Jürgen Prömel als Gastredner einen Blick auf Autonome Systeme aus einer anderen Warte. Prömels Vortrag unter dem Titel „TU Darmstadt: Germany’s first autonomous university“ zeigt auf, dass Autonomie an der TU einen Wechsel zu einer Kultur des Möglich-Machens eingeleitet hat – und dass sie ein stetiger Prozess ist, der Zeit braucht und von allen getragen werden muss. SFB 805 / sip

Mercator-Fellows besuchen Rhein-Main-Universitäten

Den Brückenschlag stärken – Mercator-Fellows zu Gast an den Rhein-Main-Universitäten. Bild: RMU
Den Brückenschlag stärken – Mercator-Fellows zu Gast an den Rhein-Main-Universitäten. Bild: RMU

9. November 2018

Die Rhein-Main-Universitäten fördern den Dialog zwischen der Wissenschaft und dem Policy-Sektor: Im Rahmen des Mercator Science-Policy Fellowship-Programms besuchten vom 6. bis zum 8. November Führungskräfte aus Ministerien, der EU-Kommission, Medien und der Zivilgesellschaft die Rhein-Main-Universitäten. An der TU Darmstadt führten die Fellows über 40 Gespräche mit 37 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu von ihnen selbst definierten Themenfeldern. Insgesamt fanden in den drei Tagen über 200 Gespräche mit knapp 150 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Frankfurt, Darmstadt und Mainz statt.

Die Interessen der in 2018 neu aufgenommenen Fellows reichten dabei von der Digitalisierung bis hin zur Künstlichen Intelligenz, von Fragen zum deutschen Parteiensystem bis hin zu Zusammenarbeit und Entwicklung, Bildung, Kulturvermittlung, Mobilität, Zukunft der Arbeit, neuen Trends in den Lebenswissenschaften sowie Medien und Kommunikation.

Das Mercator Science-Policy Fellowship-Programm an den Rhein-Main-Universitäten fördert seit 2016 den Brückenschlag zwischen Wissenschaft, Politik, Medien und der Zivilgesellschaft. Mit dem dritten Jahrgang hat sich das Fellowship-Programm als eine in Deutschland einzigartige Dialogform zwischen der Wissenschaft und dem Policy-Sektor an den Rhein-Main-Universitäten etabliert, von der beide Seiten profitieren. Die Führungskräfte erhalten neue wissenschaftliche Perspektiven auf ihre Arbeitsgebiete und die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der drei forschungsstarken Universitäten erfahren mehr über die Praxis und gewinnen so wichtige Impulse für ihre eigene Arbeit. Rhein-Main-Universitäten / pb

Elektrotechnik-Student gewinnt Hessischen Gründerpreis

9. November 2018

Zuverlässige Wetterdaten sind nicht überall auf der Welt vorhanden. Gerade für Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in Kenia stellt das ein großes Problem dar. Mit intelligenten Wetterstationen möchte Kizito Odhiambo, Student am Fachbereich Elektro- und Informationstechnik sowie Gründer des Startups „agriBORA“, Abhilfe schaffen. Für seine Unternehmensgründung erhielt er am 7. November 2018 in Wiesbaden den Hessischen Gründerpreis in der Kategorie „Gründung aus der Hochschule“.

Kizito Odhiambo lebt seit fast zehn Jahren in Deutschland und studiert am Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik der TU Darmstadt. Aufgewachsen ist er im ostafrikanischen Kenia. Deshalb kennt er die Probleme von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern dort sehr genau. Odhiambos Unternehmensgründung „agriBORA“ möchte zwei Problembereiche der Bauern dort miteinander in Verbindung bringen und lösen: bessere Wetterprognosen und darauf aufbauende Anbau- und Erntetipps sowie eine bessere Finanzierung der Kleinbäuerinnen und Kleinbauern.

Während seines Studiums der Elektro- und Informationstechnik entwickelt Odhiambo im Rahmen seiner Bachelorarbeit am Fachgebiet Mess- und Sensortechnik eine autarke, robuste und kostengünstige Wetterstation. Stationen wie diese sollen in Kenia aufgebaut und betrieben werden und zusammen mit den meteorologischen Daten von Erdbeobachtungssatelliten verknüpft werden. Am Ende soll dies zu besseren Wettervorhersagen führen. Diese werden der Bevölkerung zur Verfügung gestellt und dazu genutzt Anbau-, Bewässerung- und Erntetipps zu erstellen, damit die Produktivität der Kleinbäuerinnen und Kleinbauern steigt und sie ihre Tagesabläufe besser planen können. Gleichzeitig werden die generierten Daten dazu genutzt, die Vergabekriterien der lokalen Finanzierungsdienstleister zu verbessern, um ihr Ausfallrisiko zu minimieren und mehr Menschen den Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten zu eröffnen.

Das Startup „agriBORA“ wird aktuell von der Europäischen Raumfahrtbehörde (ESA) und dem Europäischen Fond für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Derzeit arbeitet Odhiambo mit einem kenianischen Projektkoordinator zusammen, der vor Ort ein Pilotprojekt mit 200 Kleinbäuerinnen und Kleinbauern leitet. Odhiambo plant 2019 an den Markt zu gehen und ist auf der Suche nach Investoren. has / pb

Informationstechnische Gesellschaft würdigt Gerhard Sessler

gerhard_sessler
Professor Gerhard Sessler. Bild: privat

8. November 2018

Professor Dr. Dr. h.c. Gerhard Sessler, emeritierter Professor am Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik, ist am 5. November in Berlin mit dem Wissenschaftspreis der Informations- und Kommunikationstechnik der Informationstechnischen Gesellschaft (ITG) im VDE ausgezeichnet worden. Der mit 5.000 Euro dotierte Wissenschaftspreis wird nur alle drei Jahre vergeben und ist die höchste Auszeichnung der Fachgesellschaft. Mit dem Preis wird eine herausragende, persönliche technisch-wissenschaftliche Leistung auf dem Gebiet der Nachrichten- und Informationstechnik gewürdigt.

Gerhard Sessler, 1931 in Rosenfeld geboren, zählt zu den Pionieren der Elektroakustik. Nach seiner Promotion im Jahr 1959 wechselte Sessler in die renommierten Bell Laboratories in den Vereinigten Staaten. Von 1967 bis 1975 leitete er dort das Acoustic Research Department. Mit seinem Mitarbeiter James E. West entwickelte er 1962 das Folien-Elektretmikrofon. Aufgrund der kompakten Bauweise sowie seiner Leistungsstärke und günstigen Herstellungskosten hält dieses Mikrofon heute einen Marktanteil von rund 90 Prozent und wird unter anderem in Smartphones und Videokameras verbaut.

Im Jahr 1975 wurde Gerhard Sessler Professor und Fachgebietsleiter für Elektroakustik an der TU Darmstadt. Dort entwickelte er mit seinen Mitarbeitern in den 1980er Jahren ein weiteres Mikrofon: das Siliziummikrofon. Auch nach seiner Emeritierung 1999 leitet er weiterhin die Forschungsgruppe Elektroakustik am Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik.

Gerhard Sessler ist Träger zahlreicher Auszeichnungen. Er wurde im Jahr 1999 in die amerikanische Inventors Hall of Fame aufgenommen und erhielt 2010 die Benjamin Franklin Medaille. 2016 erhielt Sessler für sein Lebenswerk das Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens. pb

Jakob-Wilhelm-Mengler-Preise verliehen

8. November 2018

Im Rahmen der Eröffnung der 22. Sichten-Ausstellung des Fachbereichs Architektur der TU Darmstadt ist der diesjährige Jakob-Wilhelm-Mengler-Preis an Studierende des Fachbereichs verliehen worden. Die Jury vergab drei Preise sowie zwei Anerkennungen. Die drei mit jeweils 1500 Euro dotierten Hauptpreise gingen an Marie‐Louise Brand, Vanessa Kunkel, Johanna Schmid für ihre Arbeit „Les Groues – Manufaktur“ im Rahmen des Entwurfs „Stadt als Labor – Urbane Transformation in Nanterre“, Max Nohé für die Arbeit „Hafenoper Frankfurt“ im Rahmen des Entwurfs „Neue Oper Frankfurt“ und Cora Wählt für den Entwurf „Haus des Deutschen Werkbundes“. Mit Anerkennungen und jeweils 750 Euro wurden ausgezeichnet Nina Christl für den Entwurf „Neue Oper Frankfurt“ und Mathias Wolf für „Schule Gallus“ im Rahmen des Entwurfs „Haus der Bildung – Eine Schule in Frankfurt“.

Die Mengler-Stiftung zeichnet jedes Jahr Arbeiten aus, „die sich durch ihre Anwendungsorientiertheit, die Durchgängigkeit der Lösung bis ins letzte Detail und ein eigenes Profil in besonderem Maße auszeichnen.“ Der Jury wurden in diesem Jahr 18 Arbeiten zur Begutachtung vorgelegt. Alle prämierten Arbeiten werden noch bis Freitag, 9. November, in der Ausstellung SICHTEN des Fachbereichs Architektur in der Centralstation präsentiert. sip

Giersch-Excellence-Preise vergeben

 Die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger der Giersch-Excellence-Grants und -Awards. Bild: Uwe Dettmar / Goethe-Universität Frankfurt
Die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger der Giersch-Excellence-Grants und -Awards. Bild: Uwe Dettmar / Goethe-Universität Frankfurt

8. November 2018

Zum vierten Mal hat in diesen Tagen die Stiftung Giersch in Kooperation mit der Graduiertenschule HGS-HIRe die Giersch-Excellence-Awards und Giersch-Excellence-Grants an wissenschaftlichen Nachwuchs der Universitäten Darmstadt und Frankfurt vergeben. Insgesamt wurde ein Preisgeld in Höhe von 100.000 Euro vergeben. Ausgewählt wurden die Preisträgerinnen und Preisträger von Fachvertretern der Technischen Universität Darmstadt und der Goethe-Universität Frankfurt.

Mit einem Giersch Excellence Award in Höhe von 6.000 Euro wurden in diesem Jahr sechs junge Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler für ihre fertiggestellten Dissertationen ausgezeichnet, die ihre außergewöhnliche wissenschaftliche Begabung unter Beweis gestellt haben. Darunter waren Dr. Julius Gronefeld, Dr. Alexander Tichai und Dr. Olga Sokol, die an der TU Darmstadt promoviert haben. Weitere 21 vielversprechende junge Forscherinnen und Forscher, die sich derzeit in der Promotionsphase befinden, durften einen Giersch-Excellence-Grant jeweils in Höhe von 2.500 Euro in Empfang nehmen. Von der TU Darmstadt wurden ausgezeichnet Sajjad Hussain Mirza, Lukas Rammelmüller, Jan-Paul Hucka, Alexey Prosvetov, Philipp Bolz, Bernhard Maaß und Frederic Kornas. Stiftung Giersch / sip

2. Tag der Interdisziplinarität

5. November 2018

Interdisziplinarität zählt zu den Stärken und prägenden Merkmalen der TU Darmstadt. Das Forum interdisziplinäre Forschung (FiF) ist dafür seit zehn Jahren ein wichtiger Katalysator. Am 5. November 2018 veranstaltet das FiF zum zweiten Mal den Tag der Interdisziplinarität mit einer Vielzahl von Angeboten an der TU Darmstadt.

Unter dem Stichwort „Interdisziplinärer Forschung begegnen" präsentieren mehr als 35 Forschungsgruppen ihre Projekte in einer Messe, in Workshops und Führungen. Sie geben Einblicke in ihre Arbeiten an der TU Darmstadt und stehen für Gespräche bereit. Im Anschluss an die Messe und Workshops wird mit einem Festakt das zehnjährige Bestehen des FiF feierlich gewürdigt. cst

Saturday Morning Physics 2018

2. November 2018

Man kann bereits von einer Tradition sprechen: Am Samstag (3. November) startet die Reihe Saturday Morning Physics bereits zum 20. Mal. Anlässlich dieses Jubiläums wird TU-Präsident Hans Jürgen Prömel die morgige Veranstaltung eröffnen. Die Reihe bietet vor allem Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 12 und 13 Einblicke in aktuelle Themen der Physik. Dabei bekommen die Zuhörerinnen und Zuhörer etwas Außergewöhnliches geboten: etwa aktuelle Erkenntnisse aus der Wissenschaft, die noch nicht in Lehrbüchern stehen, oder Einblicke in die Tätigkeiten von Physikerinnen und Physikern in Darmstadt. Das Programm in diesem Jahr steht unter dem Motto „Verständnis der modernen Physik“. Die Vorträge decken eine weite Bandbreite ab: So geht es um Licht und optische Datenspeicherung, die Physik von Star Trek oder Physik in Luft und Raumfahrt.

Die Nachfrage an der Reihe ist seit Jahren ungebrochen: Dieses Jahr gingen über 440 Anmeldungen ein von Interessierten, die bereit sind, an einem Samstagmorgen um neun Uhr im Hörsaal zu sitzen. Ebenso erfreulich: 30 Prozent der Teilnehmenden sind Schülerinnen. Und vielleicht ist die Veranstaltung nur der Anfang und am Ende entscheidet sich der eine oder die andere für ein Physikstudium an der TU Darmstadt. pg

Grundlagen für offenes Wissen schaffen

2. November 2018

Auch an der TU Darmstadt fand anlässlich der Internationalen Open-Access-Woche (22. bis 28. Oktober) eine Reihe von Veranstaltungen statt. Das Generalthema lautete „Gleichberechtigte Grundlagen für offenes Wissen schaffen„.

Zum Auftakt gab es eine Gesprächsrunde mit der TU-Vizepräsidentin, Prof. Dr. Andrea Rapp, dem Leitenden Bibliotheksdirektor der Universitäts- und Landesbibliothek (ULB), Prof. Dr. Thomas Stäcker, sowie dem Direktor des Forums interdisziplinäre Forschung (FiF), Prof. Dr. Joseph Wiemayer. So wies die Vizepräsidentin darauf hin, dass sich die Wissenschaft immer intensiver zu einer „Datenwissenschaft“ (Primärdaten, Forschungsdaten etc.) entwickle.

Am zweiten Tag der Open-Access-Woche referierte Dr. Gernot Deinzer, Open-Access-Beauftrager der Uni-Bibliothek Regensburg und Spezialist für Elektronisches Publizieren, zu „Open Researcher and Contributor ID“ (ORCIDs). Dieses Instrument sorgt für eindeutige Zuordnung von Autorinnen und Autoren zu Veröffentlichungen etwa für Repositorien, Universitäten und Forschungsförderer. Weitere Grundprinzipien sind Offenheit im Sinne einer kostenfreien Nutzung durch Autorinnen und Autoren, Internationalität, der Verbleib der Rechte eingegebener Daten und deren alleinige Freigabe durch den Nutzer, sowie die Verringerung des Verwaltungsaufwandes durch die Pflege der Daten an einer Stelle. ORCIDs werden mittlerweile von rund 5,5 Millionen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern weltweit genutzt und zum Publikationsmanagement seitens Forschungsförderern, Verlagen, fachlichen und universitätseigenen Repositorien, sowie Forschungsinformationssystemen im Sinne einer eindeutigen Zuordnung akzeptiert beziehungsweise von einigen Verlagen bereits zur verpflichtenden Angabe gemacht. Einen Überblick zum aktuellen Stand der Einführung von ORCID an der TU Darmstadt gab Dr. Wolfgang Stille, Leiter der Elektronischen Informationsdienste an der ULB.

Schließlich fanden der Workshop OpenIng (Open Access und Open Educational Resources in den Ingenieurwissenschaften) und eine öffentliche Sitzung der AG Open Access statt, in der der Entwurf für die Open-Access-Policy der TU Darmstadt diskutiert wurde. Zu Gast war die Juristin und Professorin für Open Access und Open Data an der FH Potsdam, Ellen Euler. Nicole Rosenke

Presseschau: Professor Hornig zur Zukunft der CDU

31. Oktober 2018

Professor Eike-Christian Hornig, Politikwissenschaftler an der TU Darmstadt, hat im Interview bei Phoenix über den Rückzug von Angela Merkel aus der CDU-Parteispitze und die Chancen der Bewerber um den CDU-Vorsitz gesprochen. Weitere Themen des Gesprächs waren die Zukunft von CSU-Chef Horst Seehofer sowie eine Nachlese der Hessenwahl. bjb

Presseschau: Insektenparfüm gegen Schädlinge

29. Oktober 2018

Umweltverträgliche Alternativen zu konventionellen Pestiziden gibt es bislang kaum. Ein Team um Professor Heribert Warzecha, Arbeitsgruppe Plant Biotechnology and Metabolic Engineering am Fachbereich Biologie der TU, verfolgt in der Forschung einen neuen Ansatz: das Insektenparfüm für Pflanzen. Hier kommen Sexuallockstoffe der Plagegeister zum Einsatz. Wie das genau funktioniert, hat sich jetzt „Sat.1 17.30 Live“ zeigen lassen. Vertiefende Informationen zu der innovativen Pflanzenschutz-Forschung finden sich in der aktuellen Ausgabe der „hoch3FORSCHEN“. sip

Brasilianische Schülergruppe besucht TU Darmstadt

Die Schülergruppe vor dem Solarhaus surPLUShome auf dem Campus Lichtwiese. Bild: Katharina Dehn
Die Schülergruppe vor dem Solarhaus surPLUShome auf dem Campus Lichtwiese. Bild: Katharina Dehn

26. Oktober 2018

Im Rahmen der Kooperation des Studienkollegs der TU Darmstadt mit Deutschen Schulen im Ausland haben 30 brasilianische Schülerinnen und Schüler der Deutschen Schule Porto Seguro aus Sao Paulo kürzlich die Universität besucht. Die Gruppe zeigte großes Interesse am Studienstandort Darmstadt und informierte sich über das Studienangebot sowohl in den Ingenieur- und Naturwissenschaften als auch in den Geisteswissenschaften. So war die Gruppe tief beeindruckt von der Führung durch die Solarhäuser und dem Besuch im Fachbereich Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften.

Nach dem Campusrundgang konnten die Abiturientinnen und Abiturienten der Zentralen Studienberatung Fragen stellen und sich individuell beraten lassen. Neben der fachlichen Beratung standen der Besuchergruppe zudem ein Studienkollegiat sowie ein Wirtschaftsinformatik-Student aus Brasilien für alltägliche und praktische Fragen zur Seite. Studienkolleg / pb

Mikroplastik: Forschung für sauberes Abwasser

24. Oktober 2018

In einer Pilotstudie haben Forscher aus Österreich nach eigenen Angaben erstmals Mikroplastik in Stuhlproben von Menschen nachgewiesen. Mikroplastik gelangt auf verschiedenen Wegen ins Wasser und in den menschlichen Körper. Forscherinnen und Forscher der TU Darmstadt entwickeln Nachweisverfahren für Kunststoffpartikel in industriellen Abwässern. In Zusammenarbeit mit der Industrie arbeiten sie zudem an Methoden, den Eintrag der Partikel ins Wasser zu verhindern.

Die Darmstädter Forschungsteams um Professorin Dr. Susanne Lackner (Fachgebiet Abwasserwirtschaft, Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften) und Prof. Dr.-Ing. Markus Engelhart (Fachgebiet Abwassertechnik, Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften) analysieren mit ihrem Projekt industrielle Abwässer, um herauszufinden, welchen Anteil sie an der Verschmutzung der Umwelt mit Mikroplastik haben. Das Vorhaben ist komplex, da Betriebe sich nicht nur in ihren Produktionsprozessen unterscheiden, sondern auch in den Kanalsystemen und im Wassermanagement. Und nicht nur in der Herstellung, vor allem auch beim Weiterverarbeiten, Umfüllen und beim Transport gelangt Mikroplastik in die Umwelt. Das Projekt „EmiStop“ schlägt daher einen weiten Bogen von der Mikroplastikanalytik über die Massenbilanzierung und die Untersuchung von Eintragswegen ins Wasser bis zu emissionsmindernden Maßnahmen in der Industrie, die ebenfalls erforscht und begleitet werden.

Das Verbundprojekt „EmiStop“ ist Teil der Initiative „Plastik in der Umwelt“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Als einziges von insgesamt 18 Projekten befasst sich das Darmstädter Vorhaben mit industriellen Abwässern und erhält bis Ende 2020 Fördermittel in Höhe von insgesamt 1,83 Millionen Euro.

Die Kunststoffpartikel wurden in den Proben von allen acht Studienteilnehmern im Alter zwischen 33 und 65 Jahren gefunden, wie die Medizinische Universität Wien und das österreichische Umweltbundesamt mitteilten. Die Probanden leben auf verschiedenen Kontinenten. Eine wissenschaftliche Publikation und eine erweiterte Studie sind geplant.. Neubauer/sip

RMU-Initiativfonds Lehre geht in die zweite Runde

24. Oktober 2018

Der Verbund der Rhein-Main-Universitäten (RMU) schreibt zum zweiten Mal nach 2017 den RMU-Initiativfonds Lehre aus. Die drei Universitäten unterstützen damit insbesondere Kooperationsprojekte mit dem Fokus auf fachwissenschaftlicher oder didaktischer Neu- oder Weiterentwicklung. Dafür stehen 150.000 Euro zur Verfügung.

Der RMU-Initiativfonds Lehre bietet eine Anschubfinanzierung für Kooperationsprojekte, an denen Lehrende von mindestens zwei der drei RMU beteiligt sind. Zudem legt die Ausschreibung einen Schwerpunkt auf gemeinsame Vorhaben, die das bestehende Lehrangebot inhaltlich, methodisch oder didaktisch sinnvoll erweitern und die eine nachhaltige Perspektive aufzeigen können. Anträge können bis zum 24.01.2019 eingereicht werden. RMU/cst

Presseschau: Prof. Hornig zu Social-Media-Wahlkampf

24. Oktober 2018

Wie läuft der Wahlkampf in Sozialen Medien ab? Wie authentisch sind Politikerinnen und Politiker auf ihren Facebook- und Twitter-Accounts? Und: Funktioniert das? Mit diesen Fragen beschäftigt sich TU-Politikwissenschaftler Professor Eike-Christian Hornig in einem Artikel auf zdf.de. Die unterschiedliche Social-Media-Handschrift der einzelnen Kandidatinnen und Kandidaten wird dabei ebenso analysiert wie Grenzen dieser Medien. sip

Team Hector siegt beim World Robot Summit 2018 in Japan

Gruppenfoto mit dem Team Hector. Bild: Hiroko Tadokoro / World Robot Summit
Das siegreiche Team Hector vor dem Wettbewerbsgelände in Tokyo. Bild: Hiroko Tadokoro / World Robot Summit

22. Oktober 2018

Erfolgreiche Premiere: Das Rettungsroboterteam Hector der TU Darmstadt hat beim erstmals in Tokyo ausgetragenen World Robot Summit den ersten Platz in der Plant Disaster Prevention Challenge errungen.

Der World Robot Summit wird vom japanischen Ministerium für Economy, Trade and Industry (METI) und der japanischen New Energy and Industrial Technology Development Organization (NEDO) durchgeführt, um durch internationale Wettbewerbe in drei Kategorien die technologische Entwicklung in der Robotik für wichtige neue Anwendungen zu beschleunigen.

In der viertägigen Vorrunde der Plant Disaster Prevention Challenge in der Kategorie Disaster Robotics mussten die Teams durch Einsatz ihrer Roboter in vier Missionen, die jeweils zweimal durchlaufen wurden, unterschiedliche Aufgaben durchführen. Diese umfassten einerseits für eine industrielle Anlage repräsentative visuelle, thermische, akustische Inspektionen und Gaskonzentrationsmessungen. Andererseits waren unterschiedlicher Ventile zu bedienen sowie Maßnahmen zur Gefahrenabwehr in Notfällen einzuleiten.

Team Hector setzte dazu zwei Flug- und einen Bodenroboter ein. Mit der besten Punktzahl aller teilnehmenden Teams ging Hector als Favorit in das Finale. Dort war eine besonders komplexe Mission mit mehreren vorher nicht bekannten Teilaufgaben, u.a. dem Vermeiden von Trümmerteilen und dem Auffinden simulierter Opfer, zu lösen. Diese wurden den Finalisten erst kurz vor Beginn mitgeteilt und es gab nur einen einzigen und alles entscheidenden Durchlauf von 20 Minuten, welcher alle Teams im Finale unter sehr große Anspannung setzte. Da die konkurrierenden Teams aus Japan und Polen im Finale ebenfalls sehr gute Leistungen ablieferten, war die Freude sehr groß, als bei der Siegerehrung Team Hector als das auch im Finale punktbeste Team und damit als Sieger des Wettbewerbs verkündet wurde.

Der nächste World Robot Summit wird 2020 stattfinden. Die Disaster Robotics Category wird dann auf einem neuen und weltweit einzigartigen Robotertestgelände bei Fukushima ausgetragen werden.

Gold in der ERCOFTAC da Vinci Competition 2018

Markus Schremb (l.) und Prof. Stefan Hickel (Vorsitzender des ERCOFTAC Scientific Programme Committee) bei der Preisverleihung am 18. Oktober 2018 in Warschau. Bild: Fachbereich Maschinenbau
Markus Schremb (l.) und Prof. Stefan Hickel (Vorsitzender des ERCOFTAC Scientific Programme Committee) bei der Preisverleihung am 18. Oktober 2018 in Warschau. Bild: Fachbereich Maschinenbau

19. Oktober 2018

Für seine Arbeiten zur Vereisung aufgrund unterkühlter Wassertropfen ist Markus Schremb vom Fachgebiet Strömungslehre und Aerodynamik am Fachbereich Maschinenbau in der ERCOFTAC da Vinci Competition am 18. Oktober 2018 in Warschau mit der Goldmedaille ausgezeichnet worden.

Das Vereisen von Oberflächen ist in vielen technischen Bereichen eine Gefahr für die Sicherheit. In der Luftfahrt, im Straßen- und Schiffsverkehr sowie an Windkraftanlagen und Hochspannungsleitungen bereiten vor allem unterkühlte Wassertropfen Probleme: Die Vereisung beinhaltet hier verschiedenste physikalische Vorgänge und wird durch den Aufprall von Wassertropfen im thermodynamisch metastabilen Zustand initiiert. Die Nukleation der aufprallenden Tropfen führt schließlich zur Erstarrung der Flüssigkeit. Obwohl diese Teilprozesse im einzelnen jeweils seit einigen Jahrzehnten Gegenstand experimenteller, theoretischer und numerischer Untersuchungen sind, stellt Markus Schrembs Dissertation den ersten Versuch einer umfangreichen Untersuchung aller Teilprozesse vor dem Hintergrund der Vereisung dar.

Die European Research Community on Flow, Turbulence and Combustion (ERCOFTAC) ist eine wissenschaftliche Vereinigung im Bereich der Strömungsmechanik, Turbulenz- und Verbrennungsforschung. Der jährlich stattfindende da Vinci Wettbewerb ist einer der wichtigsten ERCOFTAC Veranstaltungen, da er ein wichtiges Forum für junge, talentierte Forscher in Europa darstellt, auf dem Produkte und Forschungsergebnisse präsentiert werden. Fachbereich Maschinenbau

Die Erforschung ultrakalter Atome im Raketen-Labor

19. Oktober 2018

Anfang 2017 hatte ein Forschungsverbund unter Federführung der Leibniz Universität Hannover die Forschungsrakete MAIUS-1 erfolgreich ins All geschossen. Nun wurden erste Ergebnisse dieser Mission in der renommierten Fachzeitschrift Nature veröffentlicht. Neben mehreren deutschen Universitäten und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt ist auch ein Team um Professor Reinhold Walser vom Institut für Angewandte Physik an der TU Darmstadt an dem Kooperationsprojekt beteiligt.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der MAIUS-1 Mission untersuchten während des Flugs in mehr als 100 Experimenten das Verhalten von Materiewellen und erstmals Bose-Einstein-Kondensate im Weltall. Die Autorinnen und Autoren berichten darin über die Erzeugung und Beobachtung der sogenannten Bose-Einstein-Kondensation, einem extremen Zustand nahe dem Temperatur-Nullpunkt in dem Materie eine Welle formt.

Neben der Erzeugung des Bose-Einstein-Kondensats haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit seiner Hilfe die entstehenden Materiewellen geführt, geformt und ihr Verhalten im freien Fall studiert. Im All konnten diese Experimente ungestört von der Schwerkraft durchgeführt und anschließend mit theoretischen Modellen verglichen werden. Mit den Modellen können nun Strategien entwickelt werden, um zukünftige Weltraumexperimente am Boden schneller und besser vorzubereiten.

Das Team um Professor Walser von der TU Darmstadt hat an verschiedenen Vorprojekten seit 2004 bis heute mitgearbeitet und die theoretischen Simulationen für die Dynamik der atomaren Wolke durchgeführt. Im Besonderen hat das Team ein Modell des verwendeten atomaren magnetischen Chips entworfen, um Materiewellenoptik im realen Umfeld auf der Erde und in Schwerelosigkeit zu beschreiben. Ein baugleicher Atomchip kam nun auch in der MAIUS-Rakete zum Einsatz. Leibniz Universität Hannover / pb

Presseschau: Barrierefreie Buchmesse

18. Oktober 2018

Architekturprofessor Martin Knöll hat auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse erste Ergebnisse seines Forschungsprojekts „Frankfurter Buchmesse für Alle“ präsentiert. In einem ausführlichen Interview mit der Deutschen Welle stellt er das Projekt der Forschungsgruppe Urban Health Games vor, gibt einen Ausblick in eine barrierefreie (Messe-)Zukunft und verrät, wie ein Messebesuch auch für Blinde zu einer guten Erfahrung werden kann. cst

Zirkonium-Isotop als Rugbyball

Experiment am Argonne National Laboratory. Bild: V. Werner/W.Witt
Experiment am Argonne National Laboratory. Bild: V. Werner/W.Witt

17. Oktober 2018

Forscher der TU Darmstadt haben nachgewiesen, dass das radioaktive Isotop Zirkonium-98 in seinem energetisch günstigsten Zustand sphärisch wie ein Fußball ist. In seinem ersten angeregten Zustand gleicht das Isotop aber mehr einem Rugbyball. Dies haben Volker Werner und Waldemar Witt vom Institut für Kernphysik mit einem internationalen Forscherteam am Argonne National Laboratory in den USA herausgefunden. Hier wurden Zirkonium-98 Kerne aus der spontanen Spaltung einer starken Californium-Quelle gewonnen, ionisiert, und danach durch den supraleitenden ATLAS-Beschleuniger des Labors auf etwa acht Prozent der Lichtgeschwindigkeit beschleunigt. Die an einer Platinfolie gestreuten Kerne wurden elektromagnetisch in angeregte Zustände gebracht, und die bei deren Zerfall ausgehende Gammastrahlung vermessen.

Hierbei kamen das moderne, hochsegmentierte GRETINA-Dektektorsystem in Verbindung mit dem CHICO2-Teilchendetektor zum Einsatz. So war eine genaue Korrektur der bei diesen hohen Geschwindigkeiten auftretenden relativistischen Verschiebungen der Gammaenergien möglich. Nur durch die einzigartige Kombination dieser am Argonne National Laboratory vorhandenen Apparaturen war es möglich, die elektromagnetische Anregungswahrscheinlichkeit von Zirkonium-98 einzugrenzen und so die Deformation des Kerns im Grundzustand und im ersten angeregten Zustand zu vermessen. Dieses Resultat ist im Kontext eines Phasenübergangs der Kernform in der Zirkonium Isotopenkette, sowie der Koexistenz verschieden deformierter Zustände in den Isotopen um Zirkonium-98 von Bedeutung. Dies gibt wichtige Randbedingungen für Kernmodelle und trägt zum Verständnis der starken Wechselwirkung zwischen Protonen und Neutronen in diesen komplexen Vielteilchensystemen bei.

Die Forschungsergebnisse wurden in Physical Review C veröffentlicht und von Welt der Physik aufgegriffen. Volker Werner / sip

Startup & Innovation Day am 22. Oktober

Jan Schaffner. Bild: Kay Herschelmann
Jan Schaffner – einer der Keynote-Speaker beim Startup & Innovation Day. Bild: Kay Herschelmann

17. Oktober 2018

Die TU Darmstadt setzt als Gründerhochschule seit Jahren aktiv auf die Förderung der Gründungskultur. Der inzwischen traditionelle „Startup & Innovation Day“, der in diesem Jahr am 22. Oktober im Darmstadtium stattfindet, hat das Ziel, die Startup-Szene in der Region zu unterstützen, Akteure aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft zusammenzubringen und das besondere Innovationspotenzial der Technischen Universität Darmstadt zu präsentieren.

„Eine innovative Technologie oder ein innovatives Produkt kann ganze Industrien oder Märkte verändern“, zeigt sich Dr. Jan Schaffner, Head of SAP Innovation Center Network, überzeugt, der einen der beiden Keynote-Vorträge halten wird. Professor Amin Shokrollahi, Gründer und CEO der Firma Kandou Bus, ebenfalls Keynote-Speaker, sieht Startups vor allem als Experiment an: „Man braucht sie, um ein gesundes Ökosystem zu kreieren und aufrecht zu erhalten.“

Zusätzlich bietet während des Startup & Innovation Days eine umfangreiche Gründermesse Startups, Unternehmen und Gründungsförderern die Chance, sich vorzustellen. Abgerundet wird die Veranstaltung durch eine „Speakers Corner“ mit kurzen Präsentationen von Geschäftsideen, bewertet von erfahrenen Gründern. cst

Presseschau: Geschichte der Verhütung

17. Oktober 2018

Mit dem Thema „What to Know About the Surprising Modern History of Contraception“ setzt sich das Time Magazine auseinander. Im englischsprachigen Interview spricht Historikerin Dr. Donna Drucker über die Geschichte der Verhütung, den unterschiedlichen Umgang damit in verschiedenen Ländern, den Einfluss von Politik und Kirche und darüber, was Verhütung interessant für die Geschichts- und Gesellschaftsforschung macht: Das Thema stelle einen neuen Zugang dar zu vielen anderen: Heterosexualität, Ehe, Feminismus, aber auch Produktion und Technologie von Verhütungsmitteln. Und es öffne einen Blick darauf, wie ein bestimmtes Land zu einer bestimmten Zeit in der Geschichte Frauenrechte und – weiter gefasst – Menschenrechte wertgeschätzt habe.

Drucker war KIVA-Gastprofessorin an der TU Darmstadt und leitet nun das Projekt English as the Language for Instruction im Sprachenzentrum der TU. Sie ist unter anderem Autorin des Buchs „The Classification of Sex: Alfred Kinsey and the Organization of Knowledge“ und arbeitet derzeit an einem Buch über die Geschichte der Verhütung. sip

Presseschau: Moller-Preise vergeben

17. Oktober 2018

Oberbürgermeister Jochen Partsch hat fünf Studierende der Technischen Universität mit dem Georg-Moller-Preis geehrt. Die zum 28. Mal vergebene Auszeichnung, die herausragende Arbeiten am Fachbereich Architektur würdigt, ging an Fabio Vonrhein Teixeira da Fonseca, Nele Riecks und Cora Wählt; Anna Konopka und Margaret Park wurden jeweils mit einer Anerkennung bedacht. Ausführlich berichtet die Wissenschaftsstadt Darmstadt. sip

Premiere im TUD Schauspielstudio

Bild: TUD Schauspielstudio
Szene aus „Cash – Und ewig rauschen die Gelder“. Bild: TUD Schauspielstudio

16. Oktober 2018

Am 19. Oktober findet im TUD Schauspielstudio die Premiere des Stücks „Cash – Und ewig rauschen die Gelder“ statt. Dank britisch schwarzem Humor, absurden Verwechslungen und liebenswerten Figuren bietet die Farce von Michael Cooney dem Zuschauer einen unbeschwerten Abend. Eric Swan, der Protagonist des Stücks, ist seit zwei Jahren arbeitslos, hat aber bereits eine neue Einnahmequelle gefunden: Da er beim Sozialamt jede Menge ausgedachte Untermieter angemeldet hat, die allesamt arbeitslos, verwitwet oder krank sind, bekommt er vom Amt jeden Monat genug Geld zum Leben. Gerade als er sich eine neue Arbeit suchen und seine falschen Untermieter abmelden will, steht eine Außenprüferin vor der Tür…

Die Aufführungen finden im Wilhelm-Köhler-Saal an der TU und im Theater Moller Haus statt. Studierende der TU Darmstadt haben gegen Vorlage des Studienausweises an der Abendkasse freien Eintritt. TUD Schauspielstudio/cst

Kinopreis für Studentischen Filmkreis

Audimax mit dem Filmkreis-Logo auf der Leinwand. Bild: Paul Glogowski
Bild: Paul Glogowski

15. Oktober 2018

Der Studentische Filmkreis an der TU ist zum zweiten Mal in Folge mit dem hessischen Film- und Kinopreis in der Kategorie „Hessischer Kinokulturpreis für nicht gewerbliche Kinos und Kinoinitiativen“ ausgezeichnet worden. Die Hessischen Film- und Kinopreise werden seit 1990 jährlich vom Land Hessen als Förderpreise und Auszeichnungen für Filmemacher und Kinobetreiber verliehen. Der Preis für nicht gewerbliche Kinoinitiativen ist mit 2000 Euro dotiert.

Der Studentische Filmkreis an der TU Darmstadt e.V. ist eine Hochschulgruppe, die seit 1954 an der TU Darmstadt besteht. Unter anderem mit ihren zwei Spielzeiten im Audimax (Dienstag und Donnerstag), sowie mittwochs im Programmkino Rex fördert sie die Kinokultur. Im Audimax der TU Darmstadt kann der Filmkreis dabei auf umfassende Projektionstechnik von 16 Millimeter über 35 Millimeter bis hin zu einem 4K-Digitalprojektor sowie eine 7.1-Sourround-Anlage zurückgreifen. Das Programm wird dabei im Filmkreis durch die ehrenamtlichen Mitglieder ausgewählt und bestimmt. Dadurch entsteht ein vielfältiges Programm, das von Blockbuster bis Arthousefilme vieles umfasst. sip

Presseschau: Prof. Boltze über Teststrecke Elektro-LKW

Über die Teststrecke für E-Lastwagen auf der A5 zwischen Darmstadt und Frankfurt berichtet das Darmstädter Echo. 2019 soll der Testbetrieb starten. Eine Studie des Öko-Instituts dazu hat gezeigt, dass E-Lastwagen, die über Oberleitungen mit Strom versorgt werden, nicht nur den Kohlendioxid-Ausstoß des Güterverkehrs reduzieren, sondern auch preiswerter als Diesel-Lkw sind. Wissenschaftlich begleitet wird das Großprojekt ELISA (Elektrifizierter innovativer Schwerlastverkehr auf Autobahnen) von Professor Manfred Boltze, Institut für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik an der TU. Boltze erläutert im Artikel Hintergründe des Vorhabens und Chancen für den künftigen Einsatz des getesteten Systems. sip

BMBF fördert Erforschung exotischer Atomkerne

12. Oktober 2018

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt mit über 2,4 Millionen Euro sechs deutsche Universitäten für ihre kernphysikalischen Untersuchungen an der Forschungsanlage ISOLDE des Europäischen Kernforschungszentrums CERN in Genf. Dort werden exotische Atome erzeugt und zu verschiedenen Experimenten geleitet.

Das BMBF stellt die Mittel im Rahmen der Verbundforschungs-Förderung für drei Jahre bereit. Gefördert werden unter anderem Projekte der Arbeitsgruppen von Professor Wilfried Nörtershäuser und Professor Norbert Pietralla, Institut für Kernphysik am Fachbereich Physik der TU. Außerdem werden Gruppen der Universität Greifswald, der Friedrich-Schiller-Universität Jena, der Universität zu Köln, der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Technischen Universität München unterstützt.

Forschungsgegenstand sind exotische, kurzlebige Atomkerne. Selbst mit modernsten Methoden gelingt ihre Herstellung am CERN oft nur mit sehr geringen Teilchenzahlen. Daher müssen hochempfindliche Detektoren entwickelt werden. Darüber hinaus werden neue Akzente im Bereich der hochaufgelösten Kernspektroskopie nach Kernstößen und -zerfällen gesetzt werden. Ziel ist ein umfassendes Verständnis der Kernstrukturen und der sie erzeugenden Kräfte. Von den Experimenten erhoffen sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler neue Erkenntnisse, zum Beispiel über die kernphysikalischen Vorgänge in Sternen. Über die kern- und astrophysikalische Grundlagenforschung hinaus werden die von ISOLDE zur Verfügung gestellten radioaktiven Kerne und die dort entwickelten experimentellen Methoden auch bei der Untersuchung von Festkörpern sowie medizinischen Fragestellungen genutzt. Universität Greifswald/sip

„Frankfurter Buchmesse für Alle“

Testlabor für eine barrierearme Messe auf der Frankfurter Buchmesse. Bild: Martin Knöll
Bild: Martin Knöll

12. Oktober 2018

Die Zugänglichkeit der Buchmesse für alle Besucherinnen und Besucher zu verbessern – dies ist das Ziel des Forschungsprojekts „Frankfurter Buchmesse für Alle“ der Frankfurter Buchmesse und der TU Darmstadt. Das Projekt ist auf der diesjährigen Messe mit einem eigenen Stand (Halle 3.0 K 83) vertreten, der gleichzeitig ein Testlabor für inklusive Gestaltung ist. Das Team der Forschungsgruppe Urban Health Games um Junior-Prof. Martin Knöll präsentiert hier die bisherigen Ergebnisse sowie Ideen zum weiteren Barriereabbau auf der Messe. Am Stand können sich alle Besucher informieren und Feedback geben. Durch ein Tastmodell kann die Perspektive eines Blinden eingenommen werden, der sich Orientierung auf dem Messegelände verschafft. Der Stand steht zudem mit einem barrierearmen Café verbunden. Fachbereich Architektur /pg

Sechs neue Vorhaben werden aus dem RMU-Initiativfonds gefördert

04. Oktober 2018

Die Goethe-Universität Frankfurt am Main, die Johannes Gutenberg-Universität Mainz und die Technische Universität Darmstadt bilden als renommierte Forschungsuniversitäten die Rhein-Main-Universitäten. Gemeinsam fördern sie über ihren „Initiativfonds Forschung“ sechs neue Projekte zwei Jahre lang mit insgesamt rund 900.000 Euro. Die neu zur Förderung aufgenommenen Vorhaben haben ihre Schwerpunkte in der Informatik, der Pharmazie, der Meteorologie, der Bildungsforschung, der Afrikanistik und der Wirtschaftspädagogik.

Der „RMU-Initiativfonds Forschung“, mit dem die drei Partner ihre wechselseitige wissenschaftliche Vernetzung langfristig weiter stärken wollen, erweist sich als Erfolgsmodell: In der inzwischen dritten Ausschreibungsrunde gingen 49 Förderanträge für vielversprechende universitätsübergreifende Forschungskooperationen ein – etwa doppelt so viele wie in den vorausgegangenen Runden zusammen. Eine nachhaltige Perspektive, etwa durch die angestrebte Einmündung in große drittmittelgeförderte Anschlussvorhaben, war bei der Auswahl der nunmehr geförderten Projekte ein maßgebliches Kriterium. Ebenso wurde das Innovationspotenzial beziehungsweise der Pilotcharakter des Forschungsprojekts begutachtet. Außerdem wurde auch eine fundierte Begründung oder Vertiefung der Kooperation im Rahmen der RMU berücksichtigt.

Die komplette Meldung zum Initiativfonds können Sie im Webauftritt der Rhein-Main-Universität lesen. RMU/pg

 
Zurück: Neues aus der TU Darmstadt Zum Archiv: Kurz gemeldet – vergangene Monate