Kurz gemeldet

TU Darmstadt – Kurz gemeldet

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Rundfunk-Intendant und langjähriger Uni-Rektor im Hochschulrat

18. September 2018

Wechsel im Hochschulrat der TU Darmstadt: Manfred Krupp, Intendant des Hessischen Rundfunks, und Professor Ernst Schmachtenberg, von 2008 bis 2018 Rektor der RWTH Aachen, gehören künftig dem Gremium der TU Darmstadt an, das sich aus zehn Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft zusammensetzt. Manfred Krupp nahm heute erstmals an einer Hochschulratssitzung teil; die Amtszeit von Professor Ernst Schmachtenberg beginnt am 1. November. pb

TU-Präsident zu Gast in USA und Kanada

An der University of Massachusetts at Amherst (v.li.): Patrick Stärke, Dezernat Internationales der TU, Chancellor Kumble Subbaswamy und TU-Präsident Hans Jürgen Prömel. Bild: University of Massachusetts at Amherst
An der University of Massachusetts at Amherst (v.li.): Patrick Stärke, Dezernat Internationales der TU, Chancellor Kumble Subbaswamy und TU-Präsident Hans Jürgen Prömel. Bild: University of Massachusetts at Amherst

14. September 2018

TU-Präsident Hans Jürgen Prömel besucht derzeit mehrere amerikanische Universitäten, um die internationale Zusammenarbeit zwischen Forschenden und Studierenden der TU und Partnereinrichtungen in Übersee weiter auszubauen und zu stärken. An der University of Massachusetts at Amherst traf er sich mit dem Dekan und Vize-Dekanen des renommierten „College of Engineering“, das vor allem in den Ingenieurwissenschaften und der Informatik forschungsstark ist. Ziel ist, die bilaterale Partnerschaft zu erneuern und auch für Forschende auszuweiten. Im Gegenzug plant Martina Nieswandt, Associate Vice Chancellor Research and Engagement, im Oktober einen Aufenthalt an der TU.

An der University of Toronto besuchte Präsident Prömel die „Faculty of Applied Science and Engineering“ sowie die „Faculty of Arts and Science“ und traf mit Christopher Yip, Associate Vice-President International Partnerships zusammen. Die University of Toronto gehört mit der University of British Columbia in Vancouver, mit der die TU Darmstadt ebenfalls eine Kooperation pflegt, zu den beiden forschungsstärksten Universitäten Kanadas. Besonderer Fokus der Gespräche lag auf dem „International Research Experience Program“ (IREP), in dessen Rahmen die University of Toronto seit 2012 Studierende in stetig wachsender Zahl entsendet.

Den Abschluss der Reise bildete ein Aufenthalt an der „School of Engineering and Applied Science” und der „Graduate School” an der University of Princeton. In Gesprächen mit Cole Crittenden, stellvertretender Dekan der „Graduate School” und Aly Kassam-Remtulla, Assistant Provost International Affairs und Assistant Provost for Institutional Equity and Diversity, wurde über Möglichkeiten einer Vereinbarung für Forschungsaufenthalte von Promovierenden der TU-Darmstadt an der University of Princeton gesprochen. Seit 2016 empfängt die TU Darmstadt als landesweit einzige Universität, die an dem Programm beteiligt ist, jährlich Studierende aus Princeton im Rahmen eines hessenweiten Sommerpraktikumsprogramms, die insbesondere im Bereich der Geflüchtenenkoordination tätig sind. Patrick Stärke/cst

Drei TU-Gründungsteams bei „Hessen Ideen“

10. September 2018

Drei Gründungsteams aus dem Umfeld der TU sind beim diesjährigen „Hessen Ideen“-Wettbewerb dabei. Noch bis zum 20. September können Besucherinnen und Besucher der Webseite abstimmen und damit ihre favorisierten Projekte ins Finale schicken. Insgesamt stehen 28 Teams der hessischen Hochschulen im Voting.

Die TU-Gründungsideen:
Das Team von „FeetBack“ möchte Parkinsonpatientinnen und –patienten mit sensorisierten Schuheinlegesohlen dabei unterstützen, ihr Gangbild zu verbessern. Die Gründer von „OSMAKO“ entwickeln eine innovative Mittelformatkamera für den Profikameramarkt, die unter anderem durch herausragende Bildqualität und mühelose Erweiterbarkeit besticht. Und mit „Harvey“ kümmert sich ein Gründungsteam um Pflanzen, die in einem intelligenten Pflanzgefäß automatisch bewässert und beleuchtet werden.

Beim „Hessen Ideen – Wettbewerb“ treten unternehmerische Gründungsideen aus hessischen Hochschulen gegeneinander an. Der Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft des Hessischen Ministers für Wissenschaft und Kunst Boris Rhein. Das Ziel des Wettbewerbs ist es, die Gründungskultur auszubauen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekommen sachkundige Impulse zur Weiterentwicklung und Umsetzung ihrer Ideen. Die drei Ideen mit den meisten Stimmen ziehen direkt ins Finale ein. Die restlichen zehn Finalisten werden durch ehrenamtliche Gutachterinnen und Gutachter aus der Wirtschaft bestimmt. Im Finale präsentieren die Teams ihre Ideen einer Jury. Als erster Preis sind 5000 Euro ausgelobt. sip

Presseschau: TU-Expertin über Bore-out

7. September 2018

In einem Beitrag der „3sat-Kulturzeit“ (ab 3‘55“) über das Buch „Bullshit-Jobs“ kommt TU-Professorin Ruth Stock-Homburg (Fachgebiet Marketing & Personalmanagement, Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften) als Expertin zu Wort. Stock-Homburg erläutert, warum das Phänomen „Bore-out“ – Krankheit durch fehlende Aufgaben oder fehlenden Sinn der Arbeit – im Zeitalter der Leistungsgesellschaft ein Tabuthema ist. sip

TU auf der GAIN-Jahrestagung in Boston

6. September 2018

An der diesjährigen Jahrestagung der Initiative GAIN nehmen auch Mitglieder der TU teil. TU-Präsident Professor Hans Jürgen Prömel vertritt die TU. Nachwuchsgruppenleiterin Dr. Christina Birkel, Fachbereich Chemie, wird in einer Impulssession im Rahmen des Programms der TU9-Universitäten über ihre „Erfahrungen mit Rückkehrerinnen“ berichten.

GAIN ist eine Gemeinschaftsinitiative der Alexander von Humboldt-Stiftung, des Deutschen Akademischen Austauschdienstes und der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Die Initiative hat sich als Forum zur Vernetzung der deutschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Nordamerika und als Plattform für einen guten Informationsfluss in beide Richtungen über den Atlantik etabliert. Die Jahrestagung mit einem Talent Fair findet vom 7. bis 9. September in Boston, Massachusetts, statt. Die Allianz führender Technischer Universitäten in Deutschland, TU9, präsentiert sich dort unter anderem mit Ständen, Voträgen und Workshops und informiert über Karrieremöglichkeiten in Deutschland. sip

Minister Rhein zu Gast in der Materialprüfungsanstalt

Minister Boris Rhein (links) und Tom Engler M.Sc.von der Materialprüfungsanstalt. Bild: Claus Völker
Minister Boris Rhein (links) und Tom Engler M.Sc.von der Materialprüfungsanstalt. Bild: Claus Völker

05. September 2018

Der hessische Wissenschaftsminister Boris Rhein hat heute im Rahmen seiner Sommerreise das Zentrum für Konstruktionswerkstoffe der TU Darmstadt, bestehend aus der Materialprüfungsanstalt Darmstadt und dem Institut für Werkstoffkunde, besucht. TU-Präsident Professor Hans Jürgen Prömel begrüßte den Minister „an einem Ort hochgradig interdisziplinärer Forschung“. Professor Matthias Oechsner, Leiter des Zentrums, stellte die Einrichtung vor, die zu den größten Forschungseinrichtungen der TU gehört und die Prüfung von Bauteilen mit der Entwicklung von Prüfverfahren verbindet.

Bei einem Laborrundgang erläuterten Mitarbeiter der Kompetenzbereiche Oberflächentechnik und Hochtemperaturwerkstoffe ihre Versuche und Forschungsfragen. So werden etwa die Materialverträglichkeit von regenerativen Kraftstoffen, das Werkstoffverhalten in Kühlmittelkreisläufen und die Möglichkeiten von digitalen Zwillingen von Objekten untersucht.

Minister Rhein zeigte sich beeindruckt: „Hier wird Interdisziplinarität anschaulich vor Augen geführt.“ bjb

Tag der offenen Tür in der Universitäts- und Landesbibliothek

04. September 2018

Am Sonntag, den 9. September 2018, lädt die Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt im Rahmen des bundesweiten „Tags des offenen Denkmals“ zu einem „Tag der offenen Tür“ in ihren Standort Stadtmitte ein. Von 11.00 bis 17.00 Uhr bietet sie ein vielfältiges Programm rund um das Thema Bibliothek und ermöglicht einen Blick hinter ihre Kulissen. Rundgänge führen unter anderem in die unterirdischen Magazine, die Buchbinderei, die Restaurierwerkstatt und das Digitalisierungszentrum der ULB. Gezeigt werden zudem ausgewählte Schätze aus den historischen Buch- und Kartenbeständen. In Vorträgen werden Vergangenheit und Zukunft der Bibliothek beleuchtet und die Abteilungen Europäisches Dokumentationszentrum, Patentinformationszentrum und TU-Archiv näher vorgestellt.

Ein Spiel- und Kreativprogramm garantiert Bastel-, Mal- und Rallyespaß für alle Altersgruppen. Für die Kleinen steht eine Hüpfburg für Wissenssprünge bereit, Jugendliche können in der Chill-Out-Zone lesen und entspannen. Das Bibliothekskino im 1. OG unterhält mit Filmen rund ums Buch und die Bibliothek – von „Tintenherz“ über den „Namen der Rose“ bis hin zu „Hollywood Librarian“. Natürlich werden hier auch Snacks bereitgehalten. Antiquariatsbestände und nicht mehr benötigte Lehrbücher werden auf einem Bücherflohmarkt gegen eine freiwillige Spende abgegeben. Das komplette Programm sowie das Anmeldeformular findet sich auf der Webseite der ULB. Lengauer/sip

TU-Ausgründung Xelera gewinnt Gründerwettbewerb

04. September 2018

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat die Preisträger des „Gründerwettbewerbs – Digitale Innovationen“ gekürt. Einer der sechs Hauptpreise, die jeweils mit 32.000 Euro dotiert sind, ging an das TU-Start-up Xelera. Zum wiederholten Male gehörte damit ein Team unserer Universität zu den Gewinnern des renommierten Ideenwettbewerbs. Zuletzt wurde die TU-Ausgründung COMPREDICT auf der diesjährigen Cebit beim Preis „Digitales Start-up des Jahres“ (ebenfalls vom BMWi verliehen) mit dem zweiten Platz ausgezeichnet.

Die Software von Xelera ermöglicht eine bis zu 80-fach schnellere Datenverarbeitung für kommerzielle Anwendungen im Bereich Big Data und Internet der Dinge. Mit der Xelera Suite können rechenintensive Algorithmen in Datenformate übersetzt werden, die von Grafikprozessoren oder programmierbaren Schaltkreisen (FPGA) verarbeitet werden können. Die Hauptprozessoren (CPUs) können so von Routineaufgaben entlastet werden und ihre Rechenleistung für andere Zwecke eingesetzt werden. Zugleich sinkt der Energieverbrauch der Server dabei um ein Drittel. cst

1. HESSENMETALL Energieeffizienzkongress an der TU Darmstadt

30. August 2018

Energiekosten sind für Unternehmen in Deutschland ein enormer Kostenfaktor. Im Rahmen der strategischen Zusammenarbeit von TU Darmstadt und HESSENMETALL trafen sich Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der ETA-Fabrik der TU mit rund 50 Unternehmern der hessischen Metall- und Elektroindustrie beim ersten Energieeffizienzkongress zu einem Erfahrungsaustausch. Gemeinsam wurde diskutiert, wie mit Künstlicher Intelligenz, Industrie 4.0 und dem Internet der Dinge Energie eingespart werden kann. Im Mittelpunkt standen Lösungsansätze aus Wissenschaft und Praxis in Form von Best-Practice-Beispielen.

Professor Dr.-Ing. Joachim Metternich, Leiter des Institut für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen (PTW) sagte zusammenfassend: „Energieeffizienz in der Industrie nimmt künftig weiter an Bedeutung zu, da gerade produzierende Unternehmen einen großen Beitrag für den Klimaschutz leisten und dabei auch noch Kosten senken können. Der Großdemonstrator ETA-Fabrik zeigt, dass ein systemorientierter Ansatz am erfolgversprechendsten ist. Dies betrifft einerseits die Fabrik mit ihren Anlagen, Energiespeichern und der Gebäudetechnik. Andererseits ist das Zusammenspiel aus Verbrauchern und Anbietern zu betrachten, zum Beispiel, um Netze zu stabilisieren und unterschiedliche Energieträger besser zu nutzen. Zielgerichtetes Investieren in neue Technologien ist hierfür sicher notwendig. Um jedoch das volle Potential dieser Technologien zu erschließen, muss eine passgenaue Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter erfolgen. Hier bietet das PTW im einmaligen Umfeld der ETA-Fabrik ein zielgruppengerechtes Weiterbildungsangebot für die Industrie, welches unabhängig und auf dem neusten Stand der Wissenschaft die notwendigen Kompetenzen vermittelt.“ cst

„Innungsbester“ kommt von der TU

Anton Engel. Bild: Fachbereich Chemie
Anton Engel. Bild: Fachbereich Chemie

29. August 2018

Bei der Freisprechungsfeier der jungen Handwerker und Handwerkerinnen des Landkreises Darmstadt-Dieburg erhielten 101 Auszubildende ihren Gesellenbrief. Zu den „Innungsbesten“, die besonders geehrt wurden, gehört auch der Feinwerkmechaniker Anton Engel, der an der TU Darmstadt in der Feinmechanik-Werkstatt des Fachbereichs Chemie unter Leitung von Martin Schwarz ausgebildet wurde. Der frischgebackene Geselle bleibt der TU erhalten: Im kommenden Semester wird er ein Studium im Fachbereich Maschinenbau beginnen. cst

Start-up „FeetBack“ gewinnt Preis bei Gründerwettbewerb „Global Challenge“

Glückliche Gewinner: Patrick Scholl, Simon Staffa und Lukas Braisz (von links) konnten mit Idee überzeugen. Bild: Virginia Tech
Glückliche Gewinner: Patrick Scholl, Simon Staffa und Lukas Braisz (von links) konnten mit ihrer Idee überzeugen. Bild: Virginia Tech

28. August 2018

Gute Nachrichten für das TU-Start-up „FeetBack“: In der Endrunde des jährlich stattfindenden Gründerwettbewerbs „Global Challenge“ der Virginia Tech hat das Darmstädter Team den Information Technology Award gewonnen. Der Preis ist mit 10.000 US-Dollar dotiert.

Bereits im Mai konnten die Studenten Lukas Braisz (Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik), Simon Staffa und Patrick Scholl (beide Fachbereich Maschinenbau) die Vorrunde des Wettbewerbs für sich entscheiden. In der Endrunde stellten insgesamt 13 studentische Teams aus aller Welt ihre Geschäftsideen vor. „FeetBack“ überzeugte mit der Idee einer Schuhorthese, die mittels Sensoren und Smartphone Parkinson-Patienten helfen soll, ihr Gangbild zu stabilisieren und zu verbessern. cst

TU-Mitglieder im Rat für Digitalethik

22. August 2018

Das hessische Kabinett hat in einer Sitzung mit dem Schwerpunkt Digitalisierung beschlossen, einen Rat für Digitalethik einzurichten. Als Mitglieder des Rates wurden auch Professor Ralf Steinmetz, Fachgebiet Multimediakommunikation, Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik, und Professorin Ruth Stock-Homburg, Fachgebiet Marketing und Personalmanagement, Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, berufen.

Der Rat für Digitalethik, dem hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft angehören, wird sich unter dem Vorsitz des Ministerpräsidenten im September konstituieren und soll die Landesregierung in den relevanten ethischen Fragen beraten, wie die Landesregierung mitteilt. Dabei sollen zukunftsgerichtete und innovative Antworten auf sich stellende Herausforderungen gefunden werden.

Grundsätzlich, betonte Ministerpräsident Volker Bouffier, müssten bei allem Fortschritt auch Bedenken und Befürchtungen der Menschen ernstgenommen werden. „Nicht alles, was technisch machbar ist, ist auch wünschenswert. Die Maschine darf den Menschen nicht ersetzen.“ Mit dem ,Rat für Digitalethik‘ habe man wichtige Voraussetzungen dafür geschaffen, dass Hessen zum deutschen TOP-Standort für ethische Fragen im Zusammenhang mit der Digitalisierung werde. bjb

Presseschau: TU-Student entdeckt antiken Mauerziegel mit Homerversen

20. August 2018

HR maintower weekend berichtet in einem ausführlichen Beitrag (ab 22‘08‘‘) über einen Sensationsfund, den TU-Student Florian Roßbach während eines Forschungsprojektes in der Nähe von Olympia machte: Einen römischen Mauerziegel mit Inschrift. Der ungewöhnlich lange Text stellte sich nach genauerer Untersuchung als Ausschnitt aus Homers Odyssee heraus – die ersten 13 Verse des 14. Gesangs. Damit ist zum ersten Mal belegt, dass ein römischer Mauerziegel als Textträger für Homerverse verwendet wurde. Im Beitrag berichtet Roßbach über die Umstände des Fundes. Professorin Franziska Lang, Leiterin des Fachgebiets Klassische Archäologie am Fachbereich Architektur, erklärt die Bedeutung für die Wissenschaft. sip

Grüne Politik trifft grüne Chemie

von links: Stadtverordneter Philip Krämer, Sascha Knauer (Sulfotools), Daniela Wagner MdB, Dr. Christina Uth (Sulfotools), Prof. Dr. Harald Kolmar (TU Darmstadt), Dr. Niklas Koch (Sulfotools)
Von links: Stadtverordneter Philip Krämer, Sascha Knauer (Sulfotools), Daniela Wagner MdB, Dr. Christina Uth (Sulfotools), Prof. Dr. Harald Kolmar (TU Darmstadt), Dr. Niklas Koch (Sulfotools). Bild: Sulfotools

20. August 2018

Am Freitag, den 17. August 2018 besuchten die Abgeordnete Daniela Wagner, MdB, und der Stadtverordnete Philip Krämer (Direktkandidat für den Wahlkreis 50) von den Grünen die Sulfotools GmbH am Fachbereich Chemie der TU Darmstadt, um sich ein Bild von den gegenwärtigen Bedürfnissen und Herausforderungen des Start-ups zu machen. In Anwesenheit des kompletten Teams stellte Frau Dr. Christina Uth das Unternehmen vor. Die Sulfotools GmbH hat einen ressourcenschonenden und umweltfreundlicheren Prozess für die grüne Herstellung von Peptiden entwickelt, mit Kosteneinsparungen von bis zu 50% – verglichen mit dem Stand der Technik.

Die Sulfotools Clean Peptide Technology erlaubt es dem Anwender, umweltschädliche organische Lösungsmittel während des Herstellungsprozesses durch Wasser zu ersetzen und somit Nachhaltigkeit mit Kostenoptimierung zu verbinden. Peptide sind aktive Biomoleküle, die als Wirkstoffe in einem breiten Spektrum von Produkten eingesetzt werden, zum Beispiel als Therapeutika, in Kosmetika oder auch in Nahrungsergänzungsmitteln. Das Unternehmen wurde im März 2016 als Spin-off des Fachbereichs Chemie der TU Darmstadt gegründet und wird seit Anfang September 2017 über das Programm EXIST-Forschungstransfer II des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert. Nach der kurzen Vorstellung folgte eine angeregte Diskussion über die Herausforderungen und Anforderungen von Chemie Start-ups, sowie eine Führung durch das Labor. Harald Kolmar

Presseschau: TU-Professor Jörg Lange zum Brückeneinsturz in Genua

16. August 2018

Die Welt ist fassungslos über das Unglück in Genua. Während die Ursachen für den Einsturz noch nicht geklärt sind, stellt sich für viele die Frage: Wie steht es um die Sicherheit der rund 100.000 Straßen- und gut 25.000 Eisenbahnbrücken in Deutschland? Einschätzungen zu Genua und zu den Sicherheitsstandards in Deutschland gibt Prof. Jörg Lange vom Fachgebiet Stahlbau – im TV in der Hessenschau (Beitrag ab 3:19), im Hörfunk-Interview bei hr-INFO und gegenüber dem Darmstädter Echo. pg

Presseschau: 25 Jahre TU-Ausgründung Brain-AG

15. August 2018

Eine der erfolgreichsten Ausgründungen der TU Darmstadt, die Brain AG, wird 25 Jahre alt. Anlässlich des Jubiläums haben die Gründer Professor Hans-Günter Gassen und Dr. Holger Zinke sowie CEO Jürgen Eck dem Darmstädter Echo ein ausführliches Interview gegeben. Im Gespräch blicken sie zurück auf die Anfänge des Unternehmens, den damals schwierigen Stand der Biotechnologie und die unterschiedliche Herangehensweise von Kapitalgebern in Deutschland und den USA. cst

Besuch aus dem Landtag

14. August 2018

In den vergangenen Tagen begrüßte TU-Präsident Hans Jürgen Prömel verschiedene Landespolitikerinnen und -politiker an der TU Darmstadt. Am Freitag (10. August) waren die beiden Landtagsabgeordneten Hildegard Förster-Heldmann und Daniel May (beide Bündnis 90/Die Grünen) zu einem Gespräch an der Universität. Hildegard Förster-Heldmann ist seit Oktober 2017 Landtagsabgeordnete und unter anderem zuständig für die Wahlkreise Darmstadt-Stadt I und II. Daniel May ist Sprecher der Fraktion für Wissenschaft, Hochschule, Weiterbildung und Forschung und Mitglied im Ausschuss für Wissenschaft und Kunst des Hessischen Landtags.

Das Präsidium der TU steht in einem regelmäßigen Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern der Bundes- und Landespolitik. Die beiden Abgeordneten sprachen mit dem Präsidenten über die Themen Internationalisierung, wissenschaftlicher Nachwuchs, Gründungen und Digitalisierung sowie über die Kooperation der Rhein-Main-Universitäten.

Am Montag (13. August) besuchte Leif Blum, Kreisvorsitzender der FDP in Darmstadt und seit dem 1. August Geschäftsführer der FDP-Landtagsfraktion, die TU. Im Rahmen des Treffens diskutierten Präsident Prömel und der FDP-Politiker die Themen Innovationsförderung und Digitalisierung und tauschten sich zu den positiven Erfahrungen der TU Darmstadt mit ihrer (Bau-)Autonomie aus. kl/he

Kernforderungen der hessischen Hochschulen

07. August 2018

Nach der hessischen Landtagswahl beginnen die Gespräche über den nächsten Hessischen Hochschulpakt 2021 bis 2025. Die hessischen Hochschulen möchten die bestehenden wissenschaftspolitischen Leitlinien bestätigen und weiterentwickeln. Sie gehen daher mit drei Kernforderungen in die Verhandlungen: Aufwuchs des hessischen Hochschulbudgets von jährlich mindestens fünf Prozent für fünf Jahre ab 2021, insgesamt eine Milliarde Euro mehr für den Hochschulbau sowie fünf Jahre lang pro Jahr 50 Millionen Euro für Digitalisierung und digitale Infrastruktur.

„Um der wichtigen Rolle des Entwicklungs- und Integrationsmotors der Region nachkommen zu können, braucht es für die hessischen Hochschulen eine entsprechend auskömmliche Finanzierung. Dann gewinnen alle: Hochschulen, Wirtschaft und Gesellschaft“, sagt Prof. Dr. Frank E.P. Dievernich, Vorsitzender der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften Hessen (HAW Hessen) und Präsident der Frankfurt University of Applied Sciences.

Die hessischen Universitäten werden ihre Positionen mit einer Reihe von öffentlichen Veranstaltungen im Vorfeld der Landtagswahl in die politische Diskussion einbringen. An der TU Darmstadt findet dazu am 9. Oktober die Podiumsdidkussion „(neu)gierig auf morgen? Wie Digitalisierung Wissenschaft und Wirtschaft verändert“ statt. cst

Presseschau: Prof. Hornig über den hessischen Wahlkampf

07. August 2018

In knapp zwölf Wochen wird in Hessen ein neuer Landtag gewählt. Der Wahlkampf der Parteien nimmt somit nun Fahrt auf. HR-Info sprach mit Professor Dr. Eike-Christian Hornig, Demokratieforscher und Politologe am Fachbereich Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften der TU, über die Ausgangslage für den hessischen Wahlkampf und was die Wählerinnen und Wähler in den kommenden Wochen erwartet. pb

Verzahnung von Theorie und Praxis: Minister Rhein besucht Prozesslernfabrik

Wissenschaftsminister Boris Rhein besucht die CiP-Fabrik. Bild: Christopher Tröster
Bild: Christopher Tröster

27. Juli 2018

In der Prozesslernfabrik CiP (Center für industrielle Produktivität) an der TU Darmstadt lernen Studierende die komplette Wertschöpfungskette eines Unternehmens kennen – vom Wareneingang des Rohmaterials bis zum Versandprozess der Fertigwaren. Am Donnerstag (26. Juli) überzeugte sich davon auch der hessische Wissenschaftsminister Boris Rhein.

TU-Vizepräsidentin Professorin Andrea Rapp und Professor Joachim Metternich vom Institut für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen (PTW) begrüßten den Gast und stellten die Aus- und Weiterbildungsstätte als Bindeglied, Schnittstelle und Katalysator für innovative Entwicklungen vor.

„Digitalisierung, Industrie 4.0, digitale Produktion und digitale Strategien sind aktuelle, drängende Zukunftsthemen, mit denen vielfältige Herausforderungen für alle Bereiche von Gesellschaft, Wirtschaft, Bildung und Kultur verbunden sind. Es ist die ureigene Aufgabe einer Universität, diese Herausforderungen anzunehmen und die Zukunft aktiv mitzugestalten“, erklärte Rapp. Das CiP sei dafür ein herausragendes Beispiel – sowohl für eine innovative und disziplinenübergreifende Forschung und Lehre als auch für die Wirkung der Universität in die Gesellschaft und Wirtschaft hinein.

Boris Rhein zeigte sich beeindruckt: „In der Prozesslernfabrik sind ‚Industrie 4.0‘ oder ‚schlanke Produktion‘ keine Worthülsen der modernen Arbeitswelt, sondern werden greifbar gemacht: Die Studierenden stellen ein reales Produkt her, erleben Bearbeitung, Montage, Logistik und Qualitätssicherung. Es ist beeindruckend zu sehen, wie Industrie und Praxis eng miteinander verzahnt werden. Ein solches Konzept reduziert auch die Studienabbruchquote: Die Studierenden lernen ihre zukünftigen Aufgaben hautnah kennen und wissen, was im Berufsalltag auf sie zukommt.“

cst

Forschung aus Kraftfahrzeug- und Motorentechnik beim WKM-Symposium 2018

WKM-Sympodium im Lichterberg-Haus. Bild: Max Herold
Bild: Max Herold

25. Juli 2018

Fahrwerk, Hybridsysteme, Schwingungen, Brennverfahren und Ladesäulen – wie passt das zusammen? Im Juli hat die Wissenschaftliche Gesellschaft für Kraftfahrzeug- und Motorentechnik e.V. (WKM) ihr jährliches Symposium für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Darmstadt veranstaltet. Perfektes Sommerwetter und ein malerisches Lichtenberghaus stellten den Rahmen für fachliche Diskussionen rund um die Zukunft der Mobilität. Die jungen Dissertanten haben sich über Ergebnisse ihrer laufenden oder vor kurzem abgeschlossenen Dissertationen ausgetauscht. Neben den Vorträgen wurde das Rahmenprogramm und die Fachausstellung für tiefgehende Fachdiskussionen genutzt.

Die Veranstaltung selbst wurde aufgrund der hohen Nachfrage in zwei Sessions unterteilt. Die Antriebstrangsession wurde von Prof. Christian Beidl vom Institut für Verbrennungskraftmaschinen und Fahrzeugantriebe der TU begleitet. Antriebsstrangthemen wie weiterentwickelte Brennverfahren, Aufladung und Einspritzung und Themen der Elektromobilität wie Standortkriterien von Ladesäulen und Optimierungen des Aufladeprozesses wurden präsentiert und intensiv diskutiert.

Die Gesamtfahrzeugsession leitete der WKM-Vorsitzende Prof. Hermann Winner vom Fachgebiet Fahrzeugtechnik. Themenschwerpunkte waren Assistenzsysteme, Fahrwerksauslegung sowie das Schwingungsverhalten des Gesamtfahrzeugs. Die einzelnen Vorträge beider Sessions wurden von zahlreichen WKM-Professoren moderiert.

Der erste Tagungstag wurde mit einer Podiumsdiskussion zu dem Thema „Die Rolle der Wissenschaft in der automotiven Entwicklung“ abgerundet. Das Podium setzte sich aus Professoren, Vertretern der Industrie sowie eines vortragenden Teilnehmers zusammen. In einer lebhaften Diskussion, an der das gesamte Auditorium beteiligt war, wurden Herausforderungen und Handlungsoptionen für die nächsten Jahre thematisiert.

Johannes Hipp / pg

 
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