Kurz gemeldet

TU Darmstadt – Kurz gemeldet

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Herausforderungen in einer digitalen Gesellschaft

18. Januar 2018

Sie brauchen auch nach der Landtagswahl 2018 die notwendigen Rahmenbedingungen – Vorstellung der Wahlprüfsteine in Wiesbaden

Die Präsidien der hessischen Hochschulen haben am Donnerstag in Wiesbaden ihre Erwartungen an eine künftige Landesregierung formuliert, die sich nach der Landtagswahl im Oktober 2018 bilden wird. Die Vertreterinnen und Vertreter der Universitäten, der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften sowie der Hochschule Geisenheim präsentierten in einer Pressekonferenz ihre gemeinsamen Wahlprüfsteine, die sich übergreifend an alle Parteien richten. Darin werden unter anderem das langfristig sehr hohe Niveau an Studierendenzahlen, der stetig härter werdende Forschungswettbewerb sowie die kommenden Herausforderungen beim Hochschulbau und der Digitalisierung thematisiert.

„Wenn die Hochschulen – wie es der Wissenschaftsrat formuliert hat – das Organisationszentrum des Wissenschaftssystems sind, dann müssen sie sowohl über die entsprechende Autonomie als auch über eine angemessene Finanzierungsgrundlage verfügen“, sagte Prof. Dr. Joybrato Mukherjee, Sprecher der Konferenz Hessischer Universitätspräsidien (KHU) und Präsident der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU).

Um den großen Bedarf im Bereich Neubauten zu decken und die Sanierungslücken zu schließen, seien die Hochschulen auf einen substantiellen Ausbau des HEUREKA-Programms II bis 2025/2026 sowie eine verlässliche Fortsetzung des bundesweit beachteten hessischen Bauinvestitionsprogramms als HEUREKA III angewiesen. KHU

Fünf Jahre Master-Studiengang „Sustainable Urban Development“ in Vietnam

Gruppenaufgabe: Bau des höchstmöglichen Turms aus Spaghetti und Marshmallows. Bild: Hans Joachim Linke
Gruppenaufgabe: Bau des höchstmöglichen Turms aus Spaghetti und Marshmallows. Bild: Hans Joachim Linke

17. Januar 2018

Seit 2012 bietet die TU Darmstadt den englischsprachigen Master-Studiengang „Sustainable Urban Development“ an der Vietnamese-German-University (VGU) in Ho-Chi-Minh-Stadt an. Er ist einer von sechs Master-Studiengängen, die von deutschen Hochschulen an dieser Universität angeboten werden. Zur Durchführung der Lehrveranstaltungen reisen die Professoren der TU Darmstadt nach Vietnam (Flying Faculty).

Die VGU wurde im Jahr 2008 gegründet, um das deutsche Modell der Kombination von Lehre und Forschung an Hochschulen in Vietnam zu etablieren. Gefördert wird die Universität durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie das Land Hessen.

Das fünfjährige Bestehen des Studiengangs war Anlass, um mit einem Alumni-Treffen den erfolgreichen Start des Studiengangs zu feiern. Mit mehr als 80 Gästen erfolgte ein Rückblick auf die Anfangsjahre, und auch die Weiterführung des Studiengangs als Joint-Degree-Programm zwischen der TU Darmstadt und der VGU wurde intensiv diskutiert. Ziel ist es, zum WS 2019/20 den Studiengang auf eine dauerhafte Basis zu stellen. Die Verbleibestatistik des Studienprogramms zeigt, dass alle Absolventen einen interessanten Arbeitsplatz finden konnten oder sich der Forschung verschrieben haben.

Außerdem wurde ein Forschungszentrum etabliert, dass Forschungsprojekte in Vietnam eigenständig oder in Kooperation mit Kollegen der TU Darmstadt durchführt. Diesem sind derzeit zehn Doktorandinnen und Doktoranden zugeordnet. Bereits drei internationale Konferenzen unter Beteiligung deutscher und Internationaler Forscher wurden bisher durchgeführt, zuletzt im Dezember 2017 zum Thema „Livability of Cities“. Hans Joachim Linke / cst

Open Access in den Ingenieurwissenschaften: BMBF fördert Projekt OpenIng

16. Januar 2018

Das Publikationsmodell des Open Access ist in den Ingenieurwissenschaften bisher vergleichsweise wenig verbreitet, zudem fehlen fachspezifische bundesweite Angebote in diesem Bereich. Das Projekt OpenIng, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Fördermaßnahme „Digitaler Wandel in Bildung, Wissenschaft und Forschung“ von 2018 bis 2019 mit rund 300.000 Euro gefördert wird, soll diese Lücke schließen.

Die Gesamtkoordination für OpenIng liegt an der TU Darmstadt, vertreten durch die Universitäts- und Landesbibliothek (ULB) und die Hochschuldidaktische Arbeitsstelle (HDA). Weiterhin sind die Universitätsbibliotheken Braunschweig und Stuttgart beteiligt, zudem ist OpenIng eingebettet in die bestehende Zusammenarbeit der Bibliotheken der führenden deutschen technischen Universitäten, TU9. Alle entwickelten Konzepte, Materialien und Dienste werden der ganzen Fachcommunity zur Verfügung stehen.

Das Projekt umfasst einen Forschungs- und einen Umsetzungsteil. Im ersten Jahr wird eine bundesweite Studie zum Open-Access-Publikationsverhalten in den Ingenieurwissenschaften durchgeführt und eine Serie von Workshops zur Erkundung konkreter Service-Wünsche an den drei beteiligten Universitäten durchgeführt. Im zweiten Projektjahr folgt die Umsetzung technischer und organisatorischer Maßnahmen, um fachspezifische Open-Access-Angebote und innovative Services und Dienste für die Ingenieurwissenschaften zu schaffen. Die neuen Services und Dienste sollen es Forschenden ermöglichen, ihre Ergebnisse schnell und einfach Open Access zu veröffentlichen. Gerald Langhanke / pb

Professor Christoph Glock mit Adjunct Professur gewürdigt

 Prof. Dr. Christoph Glock. Bild: Jakob Kaliszewski
Prof. Dr. Christoph Glock. Bild: Jakob Kaliszewski

15. Januar 2018

Professor Christoph Glock, Leiter des Fachgebiets Produktion und Supply Chain Management am Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, wurde von der Ryerson University in Toronto/Kanada zum Adjunct Professor am Department of Mechanical and Industrial Engineering ernannt. Als Adjunct Professor soll er nun einen regelmäßigen Kontakt zur Ryerson University halten und den wissenschaftlichen Austausch stärken.

Professor Glock arbeitet bereits seit mehreren Jahren mit verschiedenen Kolleginnen und Kollegen an der Ryerson University zusammen. Aus diesen Kooperationen sind mehrere gemeinsame Forschungsprojekte und gemeinsame Publikationen in renommierten Zeitschriften entstanden. Auch ein Austausch von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wurde bereits erfolgreich initiiert, so sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Ryerson University regelmäßig zu Gast am Fachgebiet von Professor Glock.

Mit der Adjunct Professur wird die gemeinsame Forschung zwischen dem Fachgebiet Produktion und Supply Chain Management und der Ryerson University gewürdigt und die Zusammenarbeit weiter intensiviert. Die Ernennung geht einher mit einer Prüfungsberechtigung und der Möglichkeit, offiziell Doktorandinnen und Doktoranden betreuen zu dürfen. Ariana Neves

Professor Durth in Historikerkommission berufen

05. Januar 2018

Prof. Werner Durth wurde in die von Bundesbauministerin Barbara Hendricks ins Leben gerufene Historikerkommission zur Erforschung der NS-Vergangenheit „Kontinuitäten, Diskontinuitäten – Nationale Bau- und Planungspolitik von 1933 bis 1945“ berufen.

Die zur Erforschung der NS-Vergangenheit der für Stadtentwicklung, Wohnungswesen und Bauen zuständigen Institutionen gebildete, unabhängige Historikerkommission wird Forschungsfragen präzisieren und einzelne Forschungsaufträge definieren. Weitere Aufgaben der Kommission werden die fachliche Steuerung und Qualitätssicherung während der ganzen, auf mehrere Jahre angelegten Dauer des Forschungsvorhabens bis zur Vorlage des öffentlichen Abschlussberichtes sein. Im Forschungsvorhaben soll neben dem Schwerpunkt NS-Zeit auch ein Blick auf die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg und die Entwicklung in der jungen Bundesrepublik und der DDR geworfen werden.

Werner Durth wurde im vergangenen Dezember vom TU-Fachbereich Architektur in den Ruhestand verabschiedet. map / bjb

Einblick in Kernfusion durch neue Visualisierungsmethode

21. Dezember 2017

Kernphysiker der TU Darmstadt und der Michigan State University (USA) haben erfolgreich eine Methode übertragen, mit der die Clusterbildung von Neutronen und Protonen in dem Zwischenkern, der direkt nach dem Verschmelzen zweier Atomkerne entsteht, visualisiert werden kann. Die Forschungsergebnisse wurden soeben im Magazin Physical Review C publiziert.

Wenn zwei Kerne mit genügend großer Energie zusammentreffen, bildet sich ein kurzlebiger zusammengesetzter Kern. Dieser Compound- oder Zwischenkern ist zunächst angeregt und seine Struktur ist abhängig vom genauen Ausgangszustand. Dieser Kern kann nach kurzer Zeit wieder zerfallen, etwa durch Kernspaltung. Eine genaue Kenntnis dieses Zwischenkerns ist wichtig, um Kernreaktionen zu verstehen, wie sie zum Beispiel in der Sonne stattfinden und auch experimentell an der TU Darmstadt und dem Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt untersucht werden.

Wissenschaftler der TU Darmstadt und der Michigan State University haben nun ein mathematisches Werkzeug für Atomkerne adaptiert, das ursprünglich zum Visualisieren von Elektronenbindungen in der Chemie verwendet wurde. Damit können beispielsweise Helium, aber auch schwerere Cluster wie Kohlenstoff oder Sauerstoff, in theoretischen Simulationen identifiziert werden. Solche Cluster wurden von experimenteller wie auch von theoretischer Seite vorhergesagt; mit dieser neuen Methode kann man ihre Position und Entwicklung in dem Zwischenkern analysieren.

In ihrer Veröffentlichung haben die Forscher sich auf Kernkollisionen von Sauerstoff-, Kohlenstoff- und Kalziumkernen beschränkt, die Methode kann aber auch auf andere Reaktionen angewandt werden und hilft dabei, Clusterbildung in theoretischen Modellen richtig zu beschreiben. Bastian Schütrumpf

Weihnachtsvorlesung Chemie treibt Geister aus

21. Dezember 2017

Experimente misslingen, Praktikanten verschwinden – im Fachbereich Chemie gehen unheimliche Dinge vor sich. Die diesjährige Weihnachtsvorlesung hat dem Spuk, der „Chemical Horror Story“, jedoch ein spektakuläres Ende bereitet. Seit 2002 organisieren und veranstalten die Professoren Michael Reggelin und Reinhard Meusinger alljährlich die Vorlesung gemeinsam mit Stefan Immel und anderen Mitarbeitern des Instituts für Organische Chemie. Auch zahlreiche Studierende wirken mit. Die Vorbereitungsarbeiten und Proben dazu beginnen bereits im Oktober, und mittlerweile trägt fast der gesamte Fachbereich zu der fulminanten Experimentalshow bei, die jedes Jahr unter einem neuen Motto steht. Für die, die nicht dabei sein konnten: Impressionen der „Chemical Horror Story“ finden sich im Darmstädter Echo.sip

Erfolg für Reiterverein an der TU Darmstadt

Mitglieder des Reitervereins an der TU Darmstadt bei der Preisverleihung anlässlich des Wettbewerbs um das beste hessische Schulpferdekonzept. Bild: Reiterverein an der TU Darmstadt
Mitglieder des Reitervereins an der TU Darmstadt bei der Preisverleihung anlässlich des Wettbewerbs um das beste hessische Schulpferdekonzept. Bild: Reiterverein an der TU Darmstadt

20. Dezember 2017

Der Reiterverein an der TU Darmstadt hat den Wettbewerb um das beste hessische Schulpferdekonzept gewonnen. Der vom Hessischen Innenministerium, dem Pferdesportverband Hessen und dem Veranstalter des Frankfurter Festhallenturniers ausgelobte Wettbewerb fand 2017 zum zwölften Mal statt. Bereits 2007 – bei seiner ersten Teilnahme – konnte der Reiterverein an der TU Darmstadt den Wettbewerb für sich entscheiden; bei seiner diesjährigen zweiten Teilnahme gewann der Verein erneut.

Das besondere Konzept des Vereins: Seit mehr als fünfzehn Jahren wird der umfangreiche Reitunterricht nicht von einem einzigen Reitlehrer angeboten, sondern von einem größeren Lehrteam, das sich die Aufgaben aufteilt und ein umfangreiches Angebot auf die Beine stellt. Die erhöhte Flexibilität und Unterrichtsvielfalt kommt unmittelbar den Reitschülern zugute.

Den Preis für das beste Schulpferdekonzept nahmen der Vorsitzende des Reitervereins, Dr. Volker Schultz, und Mitglieder des Vereins in der Frankfurter Festhalle entgegen. bjb

Presseschau: TU-Präsident Prömel im Echo-Interview

Professor Dr. Hans Jürgen Prömel, Präsident der TU Darmstadt. Bild: Katrin Binner
Professor Dr. Hans Jürgen Prömel, Präsident der TU Darmstadt. Bild: Katrin Binner

20. Dezember 2017

Seit zehn Jahren ist Professor Hans Jürgen Prömel Präsident der TU Darmstadt. Zu diesem Anlass gab er dem Darmstädter Echo ein ausführliches Interview. Darin beschreibt er die Meilensteine, die seit 2007 erreicht wurden, und blickt auf den laufenden Exzellenzwettbewerb sowie die Zusammenarbeit mit der Stadt und die strategische Entwicklung der Universität.

Im Hinblick auf die Zusammenarbeit der Rhein-Main-Universitäten kündigt Prömel einen neuen Studiengang Medizintechnik an, der ab Herbst gemeinsam mit den Universitäten Frankfurt und Mainz angeboten werden soll. bjb

Teststrecke für Oberleitungs-LKW

18. Dezember 2017

Auf der A 5 zwischen den Anschluss-Stellen Langen/Mörfelden und Weiterstadt entsteht Deutschlands erste Teststrecke für Oberleitungs-LKW. Im Beisein von Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir wurde das Projekt „ELISA“ in Frankfurt vorgestellt. Zugleich wurden offiziell die Bauarbeiten eingeleitet. Am Projekt beteiligt ist auch das Institut für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik der TU Darmstadt. Seinem Leiter Prof. Dr.-Ing. Manfred Boltze obliegt die wissenschaftliche Begleitung.

Der fünf Kilometer lange Autobahn-Abschnitt soll in beide Fahrtrichtungen mit einer Oberleitung für Hybrid-Lkws ausgestattet werden. Im Vergleich zu Verbrennungsmotoren ist dies doppelt so effizient. Die Lastwagen verbrauchen also weniger Energie und erzeugen – wenn der Strom aus erneuerbaren Quellen kommt – kein CO2 und keine Schadstoffe. Über die Oberleitung können sie auch ihre Batterien aufladen, so dass sie auch außerhalb der Teststrecke elektrisch fahren können. Ist die Batterie erschöpft, nutzen sie den Dieselmotor. Von 2019 an soll auf der Teststrecke ein mehrjähriger Feldversuch durchgeführt werden, bei dem Speditionen die Strecke im täglichen Betrieb nutzen.

Das hessische Verbundprojekt „ELISA“ (Elektrifizierter, innovativer Schwerlastverkehr auf Autobahnen) wird von Hessen Mobil geleitet und vom Bundesumweltministerium gefördert. sip

Erfolgreiche DSH-Prüfungen an der Tongji Universität Shanghai

DSH-Zeugnisausgabe an der Deutschen Fakultät der Tongji Universität. Bild: Martin Gromes
DSH-Zeugnisausgabe an der Deutschen Fakultät der Tongji Universität. Bild: Martin Gromes

18. Dezember 2017

Im Rahmen der Strategischen Partnerschaft mit der Tongji Universität in Shanghai führt das Studienkolleg der TU Darmstadt seit vier Jahren dort im Dezember die „Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang“ (DSH) durch. In diesem Jahr wurden in Shanghai 40 zukünftige Masterstudierende von Martin Gromes und Katharina Dehn geprüft.

In der DSH werden sowohl die schriftlichen als auch die mündlichen Fertigkeiten in der deutschen Sprache abgeprüft. Ein Großteil der Teilnehmenden hat die Prüfung mit guten Ergebnissen abgeschlossen, so dass sie damit sprachlich für ein Studium in Deutschland befähigt sind und sich für ein technisch-ingenieurwissenschaftliches Studium an der TU Darmstadt bewerben können.

Bei der feierlichen Zeugnisausgabe hielt Isabelle Harbrecht vom TU-Verbindungsbüro an der Tongji Universität eine Präsentation über das Leben und Studieren an der TU Darmstadt. Die Studieninteressierten erhielten somit Informationen aus erster Hand. Die erfolgreiche Kooperation wird auch 2018 mit der Deutschen Fakultät fortgesetzt werden. Katharina Dehn

Flexibles Wohnen in Frankfurt – Die Ernst-May-Preise 2017

13. Dezember 2017

Der Ernst-May-Preis 2017 für Studierende des Fachbereichs Architektur der TU Darmstadt geht in diesem Jahr an die Studierenden-Teams Nathalia Nehm und Ulrich Müller sowie Christian Eckes und David Hunter. Die beiden Teams werden mit je 2.000 Euro ausgezeichnet. Der mit 1.000 Euro dotierte Sonderpreis geht an Dorothee Glaab und Christine Sattler. Die Architektur-Studierenden hatten die Aufgabe, einen Entwurf zum Thema „Flexibles Wohnen in Frankfurt“ zu entwickeln.

Ausgangspunkt war die Beobachtung, dass aktuell vermehrt nach anpassungsfähigen und nutzungsoffenen Räumen im Wohnungsbau gesucht wird. Die Herausforderung für die Studierenden bestand nun darin, aus der Offenheit flexibler Anlagen spezifische Architekturen zu entwickeln: ist es möglich, Wohnungen zu entwerfen, die sich den wechselnden Bedürfnissen der Bewohner anpassen können, ohne gleich anonym und eigenschaftslos zu sein? Die Entwürfe zum Ernst-May-Preis werden noch bis 15. Januar 2018 im Atrium des Stadtplanungsamts Frankfurt, Kurt-Schumacher-Str. 10, 60311 Frankfurt ausgestellt.

Der Ernst-May-Preis wurde 1988 von der Nassauischen Heimstätte GmbH, Staatliche Treuhandstelle für Wohnungs- und Kleinsiedlungswesen in Frankfurt am Main, für Studierende der TU Darmstadt gestiftet. Er erinnert an den Architekten und Stadtplaner Ernst May (1886–1970), der von 1925 bis 1930 das „Neue Frankfurt” prägte und nach seiner Rückkehr aus der Emigration mit der Ehrendoktorwürde der TU Darmstadt ausgezeichnet worden war. Der Schwerpunkt des Preises liegt auf sozial orientiertem Wohnungsbau. Ziel ist es einerseits die Studierenden mit den Problemen des Sozialen Wohnungsbaus und konkreten Anforderungen aus der Planungspraxis zu konfrontieren, andererseits den „Praktikern“ unkonventionelle Ideen zur Weiterentwicklung von Reformkonzepten zu eröffnen. map

Heinz-Stillger-Preis an Architekturstudierende verliehen

08. Dezember 2017

Anfang Dezember ist erstmals der Heinz-Stillger-Preis an Studierende des Fachbereichs Architektur der TU Darmstadt verliehen worden. Der mit 1.600 Euro dotierte erste Preis ging an Samim Mehdizadeh, der mit 1.200 Euro dotierte zweite Preis an Philipp Altschuck und der mit 1.000 Euro dotierte dritte Preis an Dorothee Glaab. Jeweils 400 Euro und eine Anerkennung erhielten Felix Dannecker, Anna-Mira Lüssow und Laura Stock.

Mit dem Preis will die in Wiesbaden ansässige Heinz-Stillger-Stiftung „die Finanzierung von Forschung und Wissenschaft auf dem Gebiet der Architektur“ unterstützen und „die Unterstützung begabter und förderungswürdiger Studierender der Architektur“ stärken. Ihr Stifter ist der freie Architekt und TU-Alumnus Dr.-Ing. Heinz Stillger (1922–2008). map/sip

VDE ehrt TU-Wissenschaftler in der Informationstechnik

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07. Dezember 2017

Im Rahmen des VDE-Hauptstadtforums verlieh die Informationstechnische Gesellschaft im VDE (VDE|ITG) Preise für hervorragende wissenschaftliche Publikationen in der Informationstechnik.

Mit dem ITG-Fellow ausgezeichnet wurden Professor Prof. Dr.-Ing. Ralf Steinmetz, TU Darmstadt, Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik, Fachgebiet Multimedia Kommunikation, und Prof. Dr. rer. nat. Gerhard M. Sessler, TU Darmstadt, Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik, Institut für Nachrichtentechnik. Die VDE|ITG verleiht den ITG-Fellow für hervorragende wissenschaftliche oder technische Leistungen auf dem Gebiet der Informationstechnik, die grundlegende Erkenntnisse in wissenschaftlicher oder technischer Hinsicht wesentlich gefördert haben.

Den Dissertationspreis der VDE|ITG erhielt Dr.-Ing. Michael Fauß, Fachgebiet Signalverarbeitung, für seine Arbeit „Design and Analysis of Optimal and Minimax Robust Sequential Hypothesis Test“.

Weitere Informationen zu den Preisträgern gibt es in der Pressemitteilung der Informationstechnischen Gesellschaft im VDE.

Im Video wird unterhaltsam erklärt, was gute Forschung ausmacht, warum das Silizium-Mikrophon aus Darmstadt kommt und wieso Big Data nicht die einzige Lösung ist. VDE / bjb

Informatik-Team beim ersten Hessischen Innovationskongress vertreten

Interessierte Besucher können während eines Computerspiels mittels Gedankenübertragung Hindernisse überwinden. Bild: Natalie Wocko
Interessierte Besucher können während eines Computerspiels mittels Gedankenübertragung Hindernisse überwinden. Bild: Natalie Wocko

07. Dezember 2017

Der erste Hessische Innovationskongress fand am 6. Dezember unter dem Slogan „Vernetzt. Zukunft. Gestalten.“ im Kap Europa in Frankfurt statt und wurde vom hessischen Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir eröffnet. Der Kongress startete mit rund 680 Teilnehmern aus Wirtschaft und Wissenschaft, um über die hessische Innovationskultur zu debattieren. Zahlreiche Ausstellungen und Vorträge verschiedener Unternehmen, darunter auch viele Start-Ups sowie Forschungsinstitute rundeten das Programm ab.

Unter den visionären Querdenkern befand sich auch Informatikstudent Karl-Heinz Fiebig, der für seine Forschungsarbeit zu Transferlernen in Computer-Hirn-Schnittstellen mit dem IEEE Brain Initiative Best Paper Award ausgezeichnet wurde. Fiebig hielt im Speakers Corner den Impulsvortrag „Steuerung durch Gedanken – Mensch lenkt Maschine“ und berichtete über den aktuellen Stand der Forschung an Gehirn-Computer-Schnittstellen. Seine theoretische Darstellung der Forschung fand während des Kongresses auch praktische Verwendung. Mit seiner Bachelor-Praktikumsgruppe, dem Athena-Minerva Team des Fachgebiets Intelligente Autonome Systeme der TU Darmstadt und dem Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme in Tübingen, entwickelte er ein „BCI Online Gaming Framework“ – eine virtuelle Spielwiese, auf der Mensch und Maschine lernen, autonom über Gedanken zu kommunizieren. Interessierte Besucher konnten hierbei gegeneinander antreten und mittels EEG-Headsets Spiele per Gedanken spielen.

Auf dem Kongress war ebenfalls ein Start-Up des Fachbereichs Informatik vertreten, die IT-Seal GmbH aus Darmstadt, die es Unternehmen ermöglicht, Cyberattacken auf ihre Mitarbeiter vorzubeugen, indem diese durch simulierte Angriffe auf potentielle Gefahren aufmerksam gemacht werden. Darüber hinaus stand HIGHEST, das Innovations- und Gründungszentrum der Technischen Universität Darmstadt Gründungsinteressierten in der Coaching-Area des Kongresses Rede und Antwort. Jessica Bagnoli / nw

Presseschau: Gastbeitrag zum Katalonien-Konflikt

06. Dezember 2017

In der aktuellen Ausgabe der Frankfurter Rundschau findet sich ein Gastbeitrag von Professorin Michèle Knodt zum Konflikt um Katalonien. Knodt leitet den Arbeitsbereich „Vergleichende Analyse politischer Systeme und Integrationsforschung“ am Institut für Politikwissenschaft der TU Darmstadt. Dort ist sie auch Direktorin des Jean Monnet Centres of Excellence „EU in Global Dialogue“. Knodt merkt in ihrem Beitrag an, dass der Konflikt um Katalonien noch lange nicht gelöst sei. Sie spricht sich dafür aus, dass die Europäische Union dort in finanzpolitischen Konfliktfragen vermitteln solle, da ansonsten eine neue Welle des Erstarkens regionaler Bestrebungen in Europa bevorstehe. pb

Auslauffinanzierung für NICER

06. Dezember 2017

Der LOEWE-Schwerpunkt NICER erhält ab Januar 2018 vom Land Hessen eine Auslauffinanzierung über rund 700.000 Euro. Insgesamt stellt das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kultur rund 22 Millionen Euro für fünf bestehende LOEWE-Forschungsprojekte bereit sowie weitere 22 Millionen Euro zur Errichtung eines neuen Fraunhofer-Forschungsgebäudes in Frankfurt am Main.

„In den geförderten Projekten arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Medizin, Biologie, Chemie, Ingenieurswissenschaften sowie den Geistes- und Sozialwissenschaften gemeinsam an drängenden Fragen unserer Zeit. Diese exzellente Arbeit der hessischen Hochschulen und der außeruniversitären Forschungseinrichtungen trägt dazu bei, die Zukunftsfähigkeit unseres Landes zu sichern. Deshalb setzen wir die Erfolgsgeschichte des Forschungsförderungsprogramms LOEWE konsequent fort. Von 2008 bis 2016 hat das Land für herausragende Forschungsvorhaben insgesamt rund 671 Millionen Euro bereitgestellt. Im laufenden Jahr beträgt das LOEWE-Budget rund 58 Millionen Euro. Das ist einmalig in Deutschland“, sagte Wissenschaftsminister Boris Rhein.

Der LOEWE-Schwerpunkt NICER (von Englisch „Networked Infrastructureless Cooperation for Emergency Response“) erforscht, wie infrastrukturlose Informations- und Kommunikationstechnologie im Krisenfall Menschen vernetzen und damit eine Kooperation zur Bewältigung der Krise ermöglichen kann. Hierzu adressiert NICER drei Leitthemen: die Etablierung autonomer, dezentraler und robuster „Kommunikationsinseln“; den Aufbau von „Kommunikationsbrücken“ zwischen Kommunikationsinseln sowie den Betrieb eines „Gesamtnetzes“ mit Diensten und Anwendungen zur Ermöglichung einer Kooperation in der Krisensituation. Für die genannten Themen erarbeitet NICER wissenschaftliche und technologische Grundlagen, um langfristig die Leistungsfähigkeit von infrastrukturloser Kommunikation zu steigern. Damit ermöglicht NICER für großflächige und komplexe Schadenslagen – trotz Infrastrukturausfall – die Kooperation zwischen den direkt betroffenen Menschen sowie zwischen diesen und Rettungskräften sowie technischen Rettungs- und Hilfssystemen wie beispielsweise Rettungsrobotern. cst

Führungen über TU-Campus sind beliebt

Campusführung an der TU Darmstadt. Bild: Sandra Junker
Campusführung an der TU Darmstadt. Bild: Sandra Junker

05. Dezember 2017

Wie ging es damals los mit der Technischen Hochschule? Welche Architekten haben unseren Campus gestaltet? Was ist neu an der TU Darmstadt? Wer sich diese oder ähnliche Fragen stellt, ist bei Führungen über das Gelände der TU Darmstadt richtig. Studierende und Beschäftigte stellen bei 90-minütigen Rundgängen ihre TU vor und geben Auskunft über Geschichte, Persönlichkeiten und Erfindungen der Universität.

Diese TU-Führungen sind beliebt: Im Jahr 2014 fanden 25 Führungen mit 447 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt, 2015 waren es 24 Führungen. Der Teilnehmer-Spitzenwert wurde 2016 mit 528 Personen erreicht, die meisten Führungen (34) fanden 2017 statt.

Die Führungen über den Campus Stadtmitte, den Campus Lichtwiese sowie die Führung „Die TU baut“ können über die Wissenschaftsstadt Darmstadt Marketing GmbH gebucht werden. Die aktuellen Termine für 2018 sind auch auf den Seiten der TU zu finden. bjb

 
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