Kurz gemeldet

TU Darmstadt – Kurz gemeldet

Zurück: Neues aus der TU Darmstadt Zum Archiv: Kurz gemeldet – vergangene Monate
 

Assistenzsysteme für die Straßenbahn

14. November 2017

Können Fahrerassistenz- und automatisierte Fahrsysteme, die in Autos längst üblich sind, auch auf den Straßenbahnverkehr übertragen werden? Das Fachgebiet Fahrzeugtechnik der TU Darmstadt lotet in einer Machbarkeitsstudie aus, inwieweit die neuen Technologien den Straßenbahnverkehr sicherer und effizienter machen können. Kooperationspartner des Forschungsprojekts ist das Darmstädter Verkehrsunternehmen HEAG mobilo.

Einparkassistenz, Spurwechselassistenz, automatische Notbremse – unterstützende oder gar autonome Fahrfunktionen im Auto zählen immer selbstverständlicher zur Standardausstattung. Im Straßenbahnverkehr werden solche Technologien weit seltener eingesetzt. In einer zunächst sechsmonatigen Pilotphase prüft ein Team der TU Darmstadt, welche Funktionen in die technische Infrastruktur und den Fuhrpark der HEAG mobilo integriert werden könnten, um Unfallrisiken zu minimieren, Schadenskosten zu senken und die Betriebsabläufe effizienter zu gestalten – etwa durch Automatisierung beim Rangieren der Bahnen oder bei der Bereitstellung auf den Betriebshöfen. Ein automatisierter Alltagsbetrieb ohne Fahrer ist als Ausblick in die Zukunft zu bewerten, aber nicht Ziel innerhalb dieses Projekts.

In den kommenden Monaten untersuchen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Detail das Gleisnetz, die Signal- und Sensortechnik sowie die elektronische Ausstattung der Trams und prüfen zudem den Einsatz passender neuer Hard- und Software. Sollten sich die Ansätze als vielversprechend und umsetzbar erweisen, wird das Kooperationsprojekt, das zur aktuellen Digitalisierungsstrategie der Wissenschaftsstadt Darmstadt passt, fortgeführt und im April 2021 abgeschlossen. feu

Presseschau: 450 Jahre Wissensspeicher

13. November 2017

Die Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt (ULB) wurde vor 450 Jahren als Hofbibliothek von Landgraf Georg I. gegründet. Anlässlich des Jubiläums machen mehrere Veranstaltungen und zwei Ausstellungen sowohl auf ihre Historie als auch auf ihre Perspektiven in einer digital geprägten Gesellschaft aufmerksam.

Im Hessischen Landesmuseum Darmstadt ist bis zum 4. Februar 2018 die Ausstellung „Bildwerke des Wissens“ zu sehen. Eine Auswahl der historischen Buchbestände kann zudem in der Ausstellung „Meilensteine der Bibliotheksgeschichte“ bewundert werden, die vergangenen Freitag in der ULB eröffnet wurde. Über diese Ausstellung berichtete heute das Darmstädter Echo. cst

Auszeichnung für Theologen Gerhard Schreiber

Dr. Gerhard Schreiber. Bild: Ralf Stieber / Ev. Akademie Baden
Dr. Gerhard Schreiber. Bild: Ralf Stieber / Ev. Akademie Baden

13. November 2017

Dr. Gerhard Schreiber, Akademischer Rat am Institut für Theologie und Sozialethik, hat am Sonntagmiitag (12. November) den Leonore-Siegele-Wenschkewitz-Preis 2017 für das von ihm im Jahr 2016 herausgegebene Grundlagenwerk „Transsexualität in Theologie und Neurowissenschaften. Ergebnisse, Kontroversen, Perspektiven“ erhalten. Die Preisverleihung fand an der Evangelischen Akademie in Frankfurt statt. Schreibers Forschungsengagement gilt der Akzeptanz und Inklusion transsexueller Menschen in Kirche und Gesellschaft.

Der mit 3.000 Euro dotierte Preis ist nach der 1999 verstorbenen Kirchenhistorikerin und langjährigen Direktorin der Evangelischen Akademie Arnoldshain benannt. Er dient der Auszeichnung von Beiträgen, die in besonderer Weise die Feministische Theologie oder die Gender Studies in der Theologie fördern, und wird alle zwei Jahre verliehen. Preisstifter sind neben dem Verein zur Förderung Feministischer Theologie in Forschung und Lehre e.V., die Evangelische Akademie Frankfurt, der Verein Evangelische Frauen in Hessen und Nassau und die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). pb

TU-Teams bei „Hessen Ideen“ erfolgreich

Das Team von "F-Technologies" mit TU-Vizepräsidentin Prof. Mira Mezini- Bild: Annette Miller-Suermann
Das Team von „F-Technologies“ mit TU-Vizepräsidentin Prof. Mira Mezini bei der Preisverleihung. Bild: Annette Miller-Suermann

10. November 2017

Der hessische Wissenschaftsminister Boris Rhein hat gestern die Preisträgerinnen und Preisträger des diesjährigen Hessischen Ideenwettbewerbs „Hessen Ideen“ ausgezeichnet. Zu den Siegern gehören, wie das Ministerium mitteilt, zwei Teams der TU Darmstadt: Den mit 3.500 Euro dotierten zweiten Preis erhielt das Projekt „F-Technologies“, das Team „Floating Office“ gewann den Publikumspreis.

„F-Technologies“ entwickelt hoch performante Anwendungen im Datencenter und in der Cloud auf der Basis von effizienten Beschleunigern wie Field-Programmable Gate Arrays (FPGAs), welche eine höhere Verarbeitungsgeschwindigkeit und eine höhere Energieeffizienz der Rechenprozesse ermöglichen. Die neu entwickelten technologischen Lösungen des Teams aus der TU Darmstadt adressieren die technologische Infrastruktur der Digitalisierung. „Floating Office“ ist der höhenverstellbare Schreibtisch der Zukunft. Der Clou: Der Tisch hat keine Beine, sondern ist mit Seilen an der Decke befestigt.

Der Wettbewerb für Hochschulgründungsideen „Hessen Ideen“ wurde in diesem Jahr zum zweiten Mal durchgeführt. Er richtet sich an gründungsaffine Hochschulangehörige, die mit ihrer Idee für ein Unternehmen noch am Anfang stehen. HMWK / bjb

Wissenschaft trifft Stadtwirtschaft

08. November 2017

Wie eng Wissenschaft und Stadtwirtschaft in Darmstadt zusammenwirken und welche Projekte dazu aktuell vorbereitet werden, beleuchtet das Symposium „Stadtleben“ am 13. November ab 16.30 Uhr an der TU Darmstadt. So wird die Nachwuchswissenschaftlerin Maren Henzel eine „Machbarkeitsstudie zu Assistenz und Automatisierung der Straßenbahn“ skizzieren – ein Kooperationsprojekt des Fachgebiets Fahrzeugtechnik der TU Darmstadt und der HEAG mobilo.

Zum Thema Gründungsmanagement sowie zur Entwicklung der innovativen und dynamischen Start-up-Szene in Darmstadt und der Region berichtet Carolin Bock, Professorin im Fachbereich Rechts.- und Wirtschaftswissenschaften der TU Darmstadt. Über die „Energieversorgung der Zukunft“ referieren Professor Klaus-Martin Graf (Hochschule Darmstadt) und Bernhard Fenn (ENTEGA AG). Die Einführung übernimmt der ESA-Generaldirektor und frühere TU-Präsident Professor Johann-Dietrich Wörner.

Das von der HEAG Holding AG veranstaltete öffentliche Symposium findet im Köhler-Hörsaal (Raum 283, Gebäude S1|03), Hochschulstraße 1, 64283 Darmstadt statt. feu

Jakob-Wilhelm-Mengler-Preise 2017 verliehen

07. November 2017

Im Rahmen der Eröffnung der 21. SICHTEN-Ausstellung des Fachbereichs Architektur wurden am Montagabend (06. November) fünf Projekte mit dem Jakob-Wilhelm-Mengler-Preis ausgezeichnet. Die Mengler-Stiftung zeichnet jedes Jahr Arbeiten aus, „die sich durch ihre Anwendungsorientiertheit, die Durchgängigkeit der Lösung bis ins letzte Detail und ein eigenes Profil in besonderem Maße auszeichnen.“

Der Jury, die von Studiendekan Prof. Dr.-Ing. Karsten Tichelmann moderiert wurde, wurden in diesem Jahr 44 Arbeiten zur Begutachtung vorgelegt. Die Jury vergab drei gleichwertige Preise mit einer Dotierung von je 1.500 Euro sowie zwei Anerkennungen, dotiert mit 500 Euro. Alle prämierten Arbeiten werden noch bis zum 10. November im Rahmen der Fachbereichs-Ausstellung SICHTEN in der Centralstation präsentiert.

Informationen zu den Preisträgerinnen und Preisträgern sowie ihren Projekten gibt es auf den Seiten des Fachbereichs Architektur. pb/bjb

Fachbereichs-Ausstellung „SICHTEN 21 — work in progress“

07. November 2017

Zum 21. Mal präsentieren Studierende des Fachbereichs Architektur bei der Fachbereichs-Austellung SICHTEN die spannendsten Arbeiten des vergangenen Jahres. Vom 6. bis 10. November werden unter dem Titel „work in progress“ unter anderem Entwürfe, Modelle und Zeichnungen ausgestellt, die einen umfassenden Einblick in die unterschiedlichen Aspekte des Architekturstudiums an der TU Darmstadt geben.

Am Dienstagabend (7. November) wird es eine ungezwungene Diskussionsrunde im Ausstellungswohnzimmer geben. Die alljährliche und immer gut besuchte Pecha-Kucha-Night wird dieses Jahr am Mittwoch, den 8. November, um 20.00 Uhr beginnen. Die Kreativen präsentieren innovative Projekte, Ideen und Inspirationen innerhalb eines kurzweiligen Vortragsformats: 20 Bilder à 20 Sekunden.

Am Donnerstag, 9. November, wird ab 19.00 Uhr der Ernst-May-Preis verliehen, der in diesem Jahr vom Fachgebiet Entwerfen und Wohnungsbau betreut wird. Die Finissage mit Live-Musik beginnt am Freitag, 10. November, um 19.00 Uhr. Die Ausstellung in der Centralstation ist täglich von 11 bis 23 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei. Frank Metzger / sip

Kolloquium Space@TU Darmstadt: Auftakt mit ESA-Generaldirektor Jan Wörner

Sentinel-Satellit. Bild: ESA
Das neue Kolloquium Space@TU Darmstadt wird aktuelle Themen aus der Raumfahrt präsentieren. Bild: ESA

07. November 2017

Die Wissenschaftsstadt Darmstadt ist als „Europas Tor zum Weltraum“ durch den Standort des Europäischen Raumfahrtkontrollzentrums ESOC und den Betreiber für europäische Wettersatelliten EUMETESAT gut bekannt. Nun startet an der TU Darmstadt mit dem neuen Raumfahrtskolloquium „Space@TU Darmstadt“ eine öffentliche Veranstaltungsreihe mit Schaufenstercharakter: An drei Terminen greifen hochkarätige Experten in diesem Wintersemester aktuelle und grundlegende Themen aus der Raumfahrt auf. Neben einem Vortrag wird zudem reichlich Platz für Diskussionen und Gespräche geboten.

„Für Themen und Vortragende können wir in der vielfältigen Raumfahrtszene in Darmstadt aus dem Vollen schöpfen", erklärt der Initiator des Kolloquiums Dr. Reinhold Bertrand, Leiter Research and Technology Development am ESOC und Lehrbeauftragter an der TU Darmstadt. „Insbesondere Themen mit interdisziplinären und gesellschaftsrelevanten Aspekten der Raumfahrt sollen im Brennpunkt der Veranstaltungen sein. Großen Wert legen wir auch auf die direkte Beteiligung der Studierenden bei der Themenauswahl und Organisation der Veranstaltung.“

Den Auftakt zum neuen Kolloquium bestreitet Prof. Dr. Jan Wörner, heute ESA-Generaldirektor und ehemaliger Präsident der TU Darmstadt. Diesen Freitag, den 10. November 2017, wird Professor Wörner um 10:00 Uhr im Wilhelm-Köhler-Saal (Altes Hauptgebäude, S1|03/283) zu den neuesten Entwicklungen, Strukturen und Aktivitäten in der Raumfahrt unter dem Titel „Space 4.0 – Activities, Structures, and Methods“ vortragen. Weitere Termine des Kolloquiums sind am 15. Januar und 5. Februar 2018. Studierende, Mitglieder der TU Darmstadt sowie interessierte Gäste sind zu diesen Veranstaltungen herzlich eingeladen. ESA / pb

Funkkolleg Biologie und Ethik gestartet

06. November 2017

Die Fortschritte in der biologischen Grundlagenforschung sind atemberaubend: Mit der Gen-Schere Crispr Cas zum Beispiel lassen sich Pflanzen, Tiere und auch die menschliche Keimbahn gezielt verändern. Leben wird immer mehr zu einem Projekt. Damit stellen sich große ethische Fragen neu: Wie wollen wir leben, was dürfen und sollen wir tun?

Das hr-iNFO-Funkkolleg „Biologie und Ethik“, das am 28. Oktober gestartet ist, vermittelt dazu in 24 halbstündigen Radiosendungen Basiswissen, bildet Auseinandersetzungen ab und gibt Denkanstöße. Ergänzend zu den Sendungen steht online ein Lern-Angebot bereit, mit Zusatzmaterialien, Querverbindungen und Denkanstößen.

Wissenschaftlich begleitet wird das Funkkolleg von Prof. Dr. Petra Gehring vom Institut für Philosophie an der TU Darmstadt und Prof. Dr. Dr. h. c. Volker Mosbrugger von der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung. pb

Bepflanzungsaktion im Hochschulstadion

Dimitrios Psoromitas (rechts) vom Unisportzentrum und Landschaftsgärtner hat mit seinem Kollegen Jonas Ehret (nicht im Bild) die Aktion vorbereitet. Bild: USZ TU Darmstadt
Dimitrios Psoromitas vom Unisportzentrum und Landschaftsgärtner hat mit seinem Kollegen Jonas Ehret (nicht im Bild) die Aktion vorbereitet. Bild: USZ

06. November 2017

Ausgestattet mit Spaten und Astschere in der Hand hat das Team des Unisportzentrums der TU Darmstadt im Rahmen eines Betriebsausflugs vergangenen Freitag (3. November), getreu dem Motto “Wir verschönern unter nachhaltigen ökologischen Aspekten unseren Arbeitsplatz“ , eine Bepflanzungsaktion auf dem Gelände des Hochschulstadions durchgeführt.

Bei der Auswahl der Pflanzen wurde darauf geachtet, ausschließlich Sträucher mit Nutzen für die Vögel- und Insektenwelt zu verwenden. Des Weiteren wurden Nistkästen an den Bäumen befestigt. Der Winter kann also kommen… Eva Münstermann

Open Access Week: Vielfältige Impulse

03. November 2017

Zum zweiten Mal beteiligte sich die TU Darmstadt in diesem Jahr an der internationalen Open Access Week. Bei der Auftaktveranstaltung mit Podiumsdiskussion besprachen TU-Vizepräsidentin Professorin Andrea Rapp, ULB-Direktor Professor Thomas Stäcker und Gäste aktuelle Entwicklungen. So wird Vizepräsidentin Rapp an der TU eine AG Open Access initiieren. Ab 2018 wird auch ein Repositorium für Forschungsdaten von der ULB angeboten.

Die Ergebnisse der Open Access Week 2017 an der TU Darmstadt sind auf im E-Learning-Blog zusammengefasst. bjb

Giersch-Award für Betrieb des ersten Energy-Recovery-Linacs in Deutschland

Bild: Jan-Christoph Hartung
Dr. Michaela Arnold. Bild: Jan-Christoph Hartung

03. November 2017

Dr. Michaela Arnold ist mit dem Giersch Award for an Outstanding Doctoral Thesis 2017 ausgezeichnet worden. Die Physikerin erhält den mit 6.000 Euro dotierten Preis für ihre herausragende Dissertation „Auslegung, Planung und Aufbau einer dritten Rezirkulation mit ERL-Modus für den S-DALINAC“.

Mit ihrer Dissertation hat Michaela Arnold die Voraussetzungen für den Betrieb des ersten Energy-Recovery-Linacs (ERL) in Deutschland geschaffen (Physik Journal 10/2017). In einem ERL werden die zuvor beschleunigten Teilchen wieder zum Anfang der Beschleunigungsstrecke zurück geleitet. Die Teilchen treffen auf das Minimum des in den Beschleunigungsstrukturen schwingenden hochfrequenten Wechselfeldes. Sie werden abgebremst und stellen ihre Energie für die Beschleunigung der nächsten Teilchen zur Verfügung, die bei herkömmlichen Beschleunigern verloren wäre.

Eine besondere Herausforderung war, Elektronen verschiedener Energie, die beschleunigt oder abgebremst werden müssen, punktgenau in die entsprechenden Bahnen abzulenken. Die nun als Betriebsleiterin des Uni-eigenen Beschleunigers S-DALINAC tätige Michaela Arnold löste in ihrer Arbeit unter der Anleitung von Betreuer Professor Norbert Pietralla am Institut für Kernphysik dieses Problem durch die Konstruktion eines hochkomplexen Magneten. Norbert Pietralla

TU-Präsident Prömel als Hochschulmanager des Jahres nominiert

Porträt von Hans Jürgen Prömel. Bild: Katrin Binner
TU-Präsident Professor Hans Jürgen Prömel. Bild: Katrin Binner

03. November 2017

TU-Präsident Professor Hans Jürgen Prömel ist einer von sechs Nominierten für den Titel Hochschulmanager des Jahres 2017, der vom CHE Centrum für Hochschulentwicklung und der Wochenzeitung „Die Zeit“ vergeben wird. Gemeinsam haben die Nominierten laut der CHE-Pressemitteilung, dass sie alle mit außergewöhnlicher Führungsleistung die Entwicklung ihrer Hochschule geprägt und innovative Veränderungsprozesse initiiert haben: „Erfolgreiche Hochschulen brauchen herausragende Persönlichkeiten. Alle sechs Nominierten haben eine starke Entwicklungsdynamik an ihren Hochschulen in Gang gesetzt, die zu einer klaren Profilierung und Positionierung geführt hat. Das zeigen die Fakten und bestätigen auch die Menschen, die sie beruflich umgeben“, sagt Frank Ziegele, Geschäftsführer des CHE.

In ihrer Nominierungsbegründung hebt die Jury den stringenten und strukturierten Führungsstil Prömels hervor: „Ein ruhiger und pragmatischer Macher, der die TU Darmstadt ohne lautes Getöse, aber beharrlich und fokussiert nach vorne bringt.“

„Führung heißt für mich ermöglichende Bedingungen schaffen und gezielte Impulse setzen", so Prömel. Die Erfolge seiner Hochschule zeigen laut CHE-Mitteilung, dass dieser Ansatz Früchte trage. Das Forschungsprofil der TU Darmstadt sei durch die Exzellenzinitiative sowohl 2007 als auch 2012 ausgezeichnet worden. Sie gehöre zu den führenden Technischen Universitäten in Deutschland.

Am 16. November 2017 wird im Rahmen der ZEIT-Konferenz „Hochschule & Bildung“ in Berlin der Hochschulmanager oder die Hochschulmanagerin des Jahres 2017 geehrt. bjb

Presseschau: Hessischer Gründerpreis für Wingcopter

02. November 2017

Der Hessische Gründerpreis in der Kategorie „Innovative Geschäftsidee“ geht in diesem Jahr an das Team von Wingcopter.

Das Darmstädter Unternehmen Wingcopter ging aus der TU Darmstadt und der studentischen Hochschulgruppe Akaflieg hervor.

Der Wingcopter ist eine Mischung aus einem Quadrocopter und einem Flächenflugzeug, verbunden über einen selbst entwickelten Schwenkrotor. Er vereint so die Vorteile beider Flugzeugtypen in einem, um gleichzeitig vertikal abheben und schweben zu können und effizient und dynamisch wie ein Flugzeug mit Flügeln fliegen zu können. Sowohl Unternehmen und Regierungsinstitutionen als auch Organisationen können den Wingcopter als Transportmittel für Güter oder Sensorik und deren Dienstleistung einsetzen.

Der Gründerpreis wird seit 2003 verliehen und vom Land sowie den Industrie- und Handelskammern unterstützt, die damit anderen Gründern Mut machen wollen.

In den Medien, etwa im Darmstädter Echo, der Welt oder auf Focus.de wurde über die Preisverleihung berichtet.

se

Geschichte: Semestereröffnung und Verleihung Freiherr-von-Aretin-Preis

01. November 2017

Fragen der Raumgeschichte und Kartenkompetenz standen im Zentrum des traditionellen Semestereröffnungsvortrags, zu dem das Institut für Geschichte vor allem die neuen Studierenden eingeladen hatte. Prof. Dr. Ute Schneider von der Universität Duisburg-Essen, die 2002 am Fachbereich der TU Darmstadt habilitiert hatte, stellte fest, dass es trotz einer Fülle an wissenschaftlicher Literatur zum Ersten Weltkrieg kaum Forschungsarbeiten gibt, die sich mit Fragen der räumlichen Orientierung und Kartenkompetenz im Krieg auseinandersetzten.

In ihrem Vortrag zeigte Frau Schneider dem Publikum, wie ein solches Forschungsdesiderat praktisch angegangen werden kann und wie ertragreich die Auseinandersetzung mit Raumfragen in der Geschichte sein kann. Gerade die deutsche Geschichtswissenschaft sei angesichts der politischen Indienstnahme von Geographie und Geschichtswissenschaft im Nationalsozialismus bis vor wenigen Jahren in besonderem Maße ‚raumblind‘ gewesen.

Karl-Otmar-Freiherr-von-Aretin-Preis

Anschließend wurden die besten Abschlussarbeiten der letzten zwölf Monate mit dem Karl-Otmar-Freiherr-von-Aretin-Preis ausgezeichnet, dessen Name an den „Gründer“ des Institut für Geschichte erinnert. Prof. Dr. Mikael Hård würdigte als Vorsitzender der Preisjury die ausgezeichneten Arbeiten.

Nina Göttmann erhielt den Preis für ihre Master-Thesis „US-amerikanische Hungerhilfe für Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg als politisches Instrument am Beispiel der Stadt Aschaffenburg“, in der sie zeigt, wie die US-amerikanische Lebensmittelhilfe für Deutschland nach Ende des Ersten Weltkriegs politisch instrumentalisiert wurde. Jan Henning erhielt die Auszeichnung für seine in englischer Sprache verfasste Master-Thesis „Tuberculosis and Race in the Nineteenth and Twentieth Century American Culture and Media“. Seine These, dass die Vorstellung einer speziellen „schwarzen Tuberkulose“ bis weit ins 20. Jahrhundert hinein wirkungsmächtig blieb, trägt wissenschaftshistorischen Sprengstoff.

Falko Fröhner wurde für seine wissenschaftliche Hausarbeit „Literarische Geschichtskultur? Das Mittelalter bei Heinrich von Kleist am Beispiel ausgewählter Werke“ ausgezeichnet. Darin zeigt er anhand Heinrich von Kleists 1811 erschienenem Werk „Der Zweikampf“, wie Literatur durch den Akt der Rezeption Eingang in das generationsübergreifende Geschichtsbewusstsein findet. Dieter Schott / pg

Georg-Donges-Preis 2017

Bild: Karl-Heinz Isselmann
Bild: Karl-Heinz Isselmann

30. Oktober 2017

Der mit insgesamt 6.000 Euro dotierte Georg-Donges-Preis geht in diesem Jahr an drei Studierende der TU Darmstadt. Eine weitere Bachelor-Arbeit erhält eine Belobigung. Die Preise wurden von der Donges SteelTech GmbH im Georg-Christoph-Lichtenberg-Haus der TU Darmstadt verliehen.

Ziel der Dissertation von Dr. Anja Renner war, das „Tragverhalten von Schrauben unter kombinierter Zug-Abscher-Belastung“ grundlegend zu erforschen. Auf Grundlage der Ergebnisse erarbeitete Renner einen Vorschlag für eine sichere und sinnvolle, zukünftige Nachweisregelung in der maßgebenden Norm. Marcel Lauscher, M.Sc. bearbeitete in seiner Master-Arbeit das Thema „Beulverhalten von Stegblechen bei Brücken im Auflagerbereich“. Aus den Ergebnissen werden Empfehlungen für den praxisnahen, wirtschaftlichen Beulnachweis abgeleitet. Johannes Walterbusch, B.Sc. erhält die Auszeichnung für den im Rahmen seiner Master-Thesis erstellten Entwurf „Deutsche Botschaft beim Heiligen Stuhl in Rom“. Im Rahmen ihrer Bachelor-Thesis hat Annalena Kühn, B. Sc. die „Kernmaterialien Polyurethan und Zellstoff in Bezug auf die Nachhaltigkeit von Sandwichelementen“ verglichen. Dafür erhält sie eine Belobigung. Die Untersuchungen ergaben, dass aus dem Einsatz von Wellpappe gegenüber Polyurthan-Hartschaum (PUR) sowohl geringere Umweltauswirkungen, als auch geringere Resourceneinsätze resultieren und somit eine zukunftsfähige Alternative im Sinne der Nachhaltigkeit ist.

Der mit insgesamt 6.000 Euro dotierte Förderpreis wird unter den Preisträgern geteilt; jeder Preisträger erhält 1.800 Euro. Die Belobigung ist mit 800 Euro dotiert. Den Festvortrag mit dem Titel „Bauen im und für das Weltall“ wurde von Prof. Johann-Dietrich Wörner, Generaldirektor der ESA und ehemaliger Präsident der TU Darmstadt, gehalten.

Das Darmstädter Stahlbauunternehmen hat den Georg-Donges-Förderpreis anlässlich seines 125-jährigen Firmenjubiläums 1997 gestiftet. Er dient der Erinnerung an den Gründer Georg Theodor Donges und wird alle zwei Jahr für hervorragende Studien-, Bachelor-, Master-, Diplom- oder Doktorarbeiten an der TU Darmstadt auf dem Gebiet des Stahlbaus in den Fachbereichen Bau- und Umweltingenieurwissenschaften und Architektur vergeben. map

Ringvorlesungen im Wintersemester 2017/18

24. Oktober 2017

Zum Start des Wintersemesters laufen in dieser und der kommenden Woche mehrere interessante Ringvorlesungen an. Die Themenbreite reicht von Geschichte („Jüdisches Erbe“) über Philosophie („Das Neue“) bis hin zu IT-Sicherheit („Neue Sicherheitskultur für die Industrie 4.0“). Alle Interessierten können daran teilnehmen – ob Fachkenner oder Fachfremde, ob an der TU Darmstadt eingeschrieben oder nicht.

Daneben finden in diesem Semester weitere öffentliche Vortragsreihen statt: Das Darmstädter Sportforum beschäftigt sich mit „Sport ohne Grenzen – Wege der Integration, der Inklusion und der individuellen Entwicklung“, die Reihe „Talk im Tower“ auf dem August-Euler-Flugplatz zeigt einen Querschnitt durch die Luftfahrtgeschichte und Luftfahrttechnik. Ferner gibt es Distinguished Lecture Series zu den Themen Cybersecurity sowie dem „Future Internet“.

Die Überblicksseite Öffentliche Vorlesungsreihen/Ringvorlesungen an der TU fasst die verschiedenen Veranstaltungen auf einen Blick praktisch zusammen. pb

Presseschau: TU-Forscher entwickeln Katastrophen-App

23. Oktober 2017

In einem Krisenszenario haben TU-Forscher um Prof. Dr.-Ing. Matthias Hollick (SEEMOO – Secure Mobile Networking Lab) und Prof. Ralf Steinmetz (KOM – Multimedia Communications Lab) am vergangenen Freitag die gemeinsam mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) neu entwickelte App „Smarter“ für Katastrophenfälle vorgestellt. Mit der App sollen Anwender perspektivisch in Katastrophenfällen auch dann Hilfe rufen können, wenn Stromzufuhr oder Mobilfunknetze ausfallen.

In zahlreichen Medien, etwa Spiegel Online, Echo Online oder RTL Hessen, wurde über den Testlauf berichtet. se

Leopoldina und DFG tagen in Darmstadt

23. Oktober 2017

„Freiheit und Verantwortung in den IT-Wissenschaften“ sind Themen eines Workshops, zu dem der Gemeinsame Ausschuss der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Nationalen Akademie der Wissenschaften, der Leopoldina, am Freitag (27.10.) im „darmstadtium“ in Darmstadt zusammenkommen wird.

Der Workshop wird führenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern eine Plattform für die Diskussion zum verantwortlichen Umgang mit dual-use-relevanter Forschung in den IT-Wissenschaften bieten. Das Augenmerk gilt dabei stets auch der Selbstverantwortung der Wissenschaft. Der Ausschuss plädiert dafür, Risiken zu minimieren, ohne die Freiheit der Forschung und deren Weiterentwicklung für friedliche Zwecke zum Wohle der Gesellschaft unverhältnismäßig einzuschränken.

TU-Präsident Professor Hans Jürgen Prömel wird die Eröffnungsrede halten. Der Workshop wird von der Leopoldina in Zusammenarbeit mit DFG und TU Darmstadt ausgerichtet. Mitorganisator ist Professor Johannes Buchmann (Fachbereich Informatik der TU), Sprecher des TU-Profilbereichs Cybersecurity und seit 2011 Mitglied der Leopoldina. sip

Erstes Konzert auf 221qm

Künstlerin TSEMBLA am DJ-Pult. Bild: Sorbus
Tsembla spielt im Café 221qm. Bild: Sorbus

20. Oktober 2017

Am Montag, 23. Oktober, findet das erste Konzert im Café 221qm, Alexanderstraße 2, statt: MARJA AHTI NÉE JOHANSSON alias TSEMBLA (www.tsembla.com) ist eine schwedisch-finnische Musik- und Klangkünstlerin aus Turku. Tsemblas raue und detailverliebte instrumentale Miniaturen verschmelzen Elektronik, modifizierte Samples von akustischen (Nicht-)Instrumenten und Geräuschen aus der Umwelt zu seltsam entrückten Kompositionen, getragen von abstrakten Stimmen und mutierten Texturen.

FM AETHER, Mitgründer des Frankfurter Kassettenlabels Mmodemm (www.mmodemm.com), eine Hälfte des Performance-Duos Les Trucs und Produzent von Tennisclubhouse-Hymnen unter dem Namen Rolande Garros, erforscht und manipuliert polyrhythmische Muster, Synthesizer-Sounds, Raw House und analoges Rauschen durch Zuhilfenahme von obsoleter Technologie.

Einlass: 20 Uhr, Beginn: 21 Uhr, Eintritt: 6 Euro (Abendkasse) sip

Open-Access-Woche 2017

18. Oktober 2017

Während der internationalen Open-Access-Woche finden auf der ganzen Welt zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen rund um das Thema Open Access – freier Zugang zu wissenschaftlichen Informationen, zu Quellen des menschlichen Wissens und des kulturellen Erbes – statt.

Auch die TU Darmstadt informiert vom 23. bis 25. Oktober über ihre Angebote und Aktivitäten im Bereich Open Access und diskutiert mit ihren Mitgliedern. Die Universitäts- und Landesbibliothek und die E-Learning-AG der Hochschuldidaktischen Arbeitsstelle bieten die ganze Woche über Workshops in den Fachbereichen zu den aktuellen Services und Angeboten im Bereich Open Access und Open Educational Resources an der TU an.

Am Montag, dem 23. Oktober, findet von 17:00 bis 20:30 Uhr im Wilhelm-Köhler-Saal, Altes Hauptgebäude (S1|03 / Raum 283) die Auftaktveranstaltung mit Open-Access-Messe statt. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion diskutieren Expertinnen und Experten mit dem Publikum über das Thema „Wie lässt sich Open Access an der TU Darmstadt besser verankern?“. pb

Schild nach Hogwarts geklaut

Archivaufnahme des Kunstwerks von Carola Keitel mit U-Bahn-Schild. Bild: André Hirtz
Archivaufnahme des Kunstwerks von Carola Keitel mit U-Bahn-Schild. Bild: André Hirtz

17. Oktober 2017

In der Nacht von Freitag auf Samstag, 13. auf 14. Oktober, wurde das U-Bahn-Schild zum Gleis 9 ¾ nach Hogwarts an dem Kunstwerk O25 von Carola Keitel mutwillig beschädigt und geklaut. Somit gibt es jetzt keine direkte Verbindung mehr zur Zauberschule von Harry Potter. Der Verbleib des Schildes sowie der oder die Täter sind bislang unbekannt.

Ein Unbekannter, der sich als P. Hagrid zu erkennen gab (ebenfalls eine Anspielung aus den Harry Potter Romanen), hatte Anfang August 2016 an das Werk 025 von Carola Keitel den Wegweiser angebracht – inspiriert von dem in den Untergrund führenden Geländer. Die Künstlerin zeigte sich amüsiert über diese Ergänzung ihres Werks.

Die Arbeiten 025 und 026 von Carola Keitel sind im Besitz der TU Darmstadt. Sie verbinden fiktiv den Schlossgraben mit der Erich-Ollenhauer-Promenade und waren vom 19. Juni bis 21. August Teil der Ausstellung „out of order“ des Kunstforums der TU Darmstadt. Julia Reichelt

 
Zurück: Neues aus der TU Darmstadt Zum Archiv: Kurz gemeldet – vergangene Monate