Kurzmeldungen-Archiv der TU Darmstadt

Kurzmeldungen-Archiv der TU Darmstadt

Ein Blick zurück: Auf dieser Archivseite finden Sie die gesammelten Kurzmeldungen der vergangenen Monate.

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Juli 2018

International Summer School an der TU Darmstadt

20. Juli 2018

Zum zweiten Mal findet die International Summer School „German Engineering and Language” an der TU Darmstadt statt. Noch bis zum 28. Juli nutzen insgesamt 24 Studierende aus den Ländern Australien, China, Frankreich, Irland, Kanada, Taiwan und USA das Programm, um Einblicke in die deutsche Sprache und in ingenieurspezifische Themen zu erhalten. Das Programm für die internationalen Studierenden besteht aus einem Intensivsprachkurs Deutsch, interkulturellen Trainings, Projektarbeiten sowie Besichtigungen von Unternehmen wie Continental, Donges Steeltec, Eumetsat und Mercedes Benz. Zudem werden ein Rahmenprogramm mit sozialen und kulturellen Veranstaltungen sowie Exkursionen – rund um Darmstadt, nach Frankfurt und ins BMW-Museum nach München – angeboten.

Gerade Studierende aus dem englischsprachigen Ausland zeigen ein stetig wachsendes Interesse an internationalen Kurzzeitprogrammen. Dieser Trend ist insbesondere in englischsprachigen Hochschulsystemen wie USA, Kanada, Australien und Neuseeland feststellbar. Aber auch Studierende in Russland, China und Indien beginnen sich verstärkt für Kurzzeitprogramme, vor allem in Deutschland, zu interessieren. Im Gegenzug können Studierende der TU Darmstadt Austauschplätze an Universitäten im Ausland erhalten.

Finanziell unterstützt wird das Programm von der Carlo und Karin Giersch-Stiftung. Beteiligte Fachgebiete waren: Fahrzeugtechnik, Flugsysteme und Regelungstechnik, Strömungslehre und Aerodynamik, Institut für Mechatronische Systeme im Maschinenbau, Institut für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen, Institut für Produktionstechnik und Umformmaschinen. Derzeit laufen schon die Planungen für die nächste Summer School. Christoph Göbel / bjb

Hessische Abgeordnete besuchen Teilchenbeschleuniger

Hessische Landtagsabgeordnete besuchen den Teilchenbeschleuniger im Fachbereich Physik (v.l.): Prof. Norbert Pietralla, Prof. Hans Jürgen Prömel, Dr. Alexandre Obertelli, Karin Wolff, Daniel May, Hildegard Förster-Heldmann, Irmgard Klaff-Isselmann. Foto: Claus Völker
Prof. Norbert Pietralla, Prof. Hans Jürgen Prömel, Dr. Alexandre Obertelli, Karin Wolff, Daniel May, Hildegard Förster-Heldmann, Irmgard Klaff-Isselmann (v.l.). Bild: Claus Völker

17. Juli 2018

Am 13. Juli 2018 bot die TU Darmstadt Abgeordneten des Hessischen Landtags zum dritten Mal die Möglichkeit, einen der sechs Profilbereiche der TU auch in der Praxis zu erleben. Nach Besuchen in den Profilbereichen Energiesysteme der Zukunft und Cybersecurity in den vergangenen beiden Jahren, gewährte in diesem Jahr der Profilbereich Teilchenstrahlen und Materie den Gästen exklusive Einblicke.

TU-Präsident Professor Hans Jürgen Prömel und Professor Norbert Pietralla, Sprecher des Profilbereichs, begrüßten die Gäste an der TU Darmstadt und führten in die Arbeit des Profilbereichs Teilchenstrahlen und Materie ein. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Besichtigung des Teilchenbeschleunigers S-DALINAC. Diese stieß auf großes Interesse bei den Landtagsabgeordneten Irmgard Klaff-Isselmann, Karin Wolff (beide CDU), Hildegard Förster-Heldmann und Daniel May (beide Bündnis 90/Die Grünen) sowie beim Vorsitzenden des FDP-Kreisverbands Darmstadt, Leif Blum, und bei Daniel Köfer als Vertreter des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst. Nach einer umfangreichen Erweiterung der Teilchenbeschleuniger-Anlage ist der S-DALINAC der erste energierückgewinnende Teilchenbeschleuniger in Deutschland. Zum Abschluss des Rundgangs wurde er durch einen Knopfdruck offiziell in Betrieb genommen. Tanja Klein

Presseschau: Uni-Challenge 2018

Bild: Sarka Bruns
Checküberhabe in Darmstadt mit Vizepräsident Prof. Ralph Bruder. Bild: Sarka Bruns

05. Juli 2018

Die TU Darmstadt verteidigte erneut den Titel der sportlichsten Universität: Wie im Vorjahr gewinnt sie die Sportabzeichen-Uni-Challenge vor den Universitäten Hannover und Leipzig, der Technischen Universität Braunschweig, der Humboldt-Universität zu Berlin und der Universität Paderborn. 3.416 Punkte hatten die TU-Studierenden, Alumni und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einem spannenden dreistündigen Wettkampf geholt.

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten sichtlich Spaß; viele erhielten am Ende ein Deutsches Sportabzeichen und jede Hochschule bekam eine Finanzspritze: Die BKK24 verlieh für die Platzierungen im Wettbewerb Preise an alle teilnehmenden Unis in Höhe von 1.500 bis 500 Euro. Auch den zusätzlich ausgeschriebenen Engagementpreis der BKK24 ging an die TU Darmstadt, bei dem die erreichte Punktzahl in Bezug zur Anzahl der Studierenden an den Unis gesetzt wurde. Dazu Jonas Naumann, Student der Mechatronik in Darmstadt, der schon letztes Jahr mitgemacht hat: „Klar bin ich wieder mit dabei, das war super. Es ist toll, wie alle hier zusammenhalten, um sportliche Höchstleistungen zu bringen“, fasste der Student den gelungenen Nachmittag zusammen.

Auch das Darmstädter Echo hat der Challenge in seiner Ausgabe vom 5. Juli 2018 einen Artikel gewidmet. Ebenfalls ausführlich berichtet der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) über die Challenge. map

Darmstadt – die „Digitalstadt“

04. Juli 2018

Am 18. Juli 2018 veranstaltet das Forum interdisziplinäre Forschung (FiF) der TU Darmstadt in Kooperation mit der Stadt Darmstadt die Tagung „Digitalstadt“. Im Jahr 2017 hat die Wissenschaftsstadt Darmstadt den Wettbewerb des IT-Branchenverbands BitKom und des Deutschen Städte- und Gemeindebundes zur digitalen Stadt der Zukunft gewonnen. Seitdem ist Darmstadt bestrebt, in vielen Bereichen den Prozess der Digitalisierung umzusetzen und voranzubringen.

Das Forum interdisziplinäre Forschung will mit der Tagung die Diskussion um Herausforderungen, Chancen und Probleme dieses Prozesses anregen: Was ist der Status quo? Welches sind die Perspektiven einer „smart city“? Wie kann es gelingen, Formate der Teilhabe von Bürgern in den Prozessen der Digitalisierung und Automatisierung mitzudenken und zu etablieren? Und inwiefern ist auch Entschleunigung im Sinne des Konzepts einer „slow city“ als Möglichkeit für die Stadtentwicklung zu verstehen und im Rahmen einer Digitalstrategie zu bedenken?

Diese und andere Fragen erörtern Wissenschaftler der TU Darmstadt und der TU Berlin im Gespräch mit städtischen Akteuren. Die Tagung findet im Georg-Christoph-Lichtenberg-Haus von 9.00 bis 16.30 Uhr statt. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung unter erforderlich (Betreff: Digitalstadt). Die (begrenzten) Plätze werden nach Eingang der Anmeldungen vergeben. FiF/map

App reserviert Parkplatz

03. Juli 2018

Einfacher Parken per Smartphone: Das Startup „Smart Parking“ an der TU Darmstadt hat intelligente Parkbügel entwickelt, die man mit einer App steuern und herunterklappen kann. Damit werden Reservierungen und das Parken enorm vereinfacht. Zur Reservierung eines Parkplatzes braucht man lediglich ein Smartphone mit Internetzugang, das die Steuerung des elektronischen Parkbügels vor Ort übernimmt. Wie das Ganze funktioniert, erklären die Gründer in einem anschaulichen Video. Das Team von „Smart Parking“ besteht aus Torsten Uhlig, derzeit als Projektleiter bei der Einführung der Parkbügel auf den Besucherparkplätzen der TU Darmstadt tätig, Mathias Hornjak und Michael Schaab, zuständig für die Bereiche Vertrieb, Marketing und Unternehmensorganisation. „Smart Parking“ ist eine Ausgründung des Fachgebiets Multimedia Kommunikation (KOM), Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik der TU Darmstadt, und wird mit einem EXIST-Gründerstipendium gefördert. sip

Juni 2018

Presseschau: Prof. Schiereck für Ausweitung des Dax

29. Juni 2018

Der Deutsche Aktienindex Dax wird 30. Am 1. Juli 1988 wurde er erstmals berechnet, als einheitlicher Börsenindex für den Finanzplatz Deutschland. Auf der „Deutschen Welle“ zieht Professor Dr. Dirk Schiereck, Leiter des Fachgebiets Unternehmensfinanzierung am Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften der TU, kritisch Bilanz. Maschinenbau und Bauwirtschaft seien im Dax bislang nur unzureichend vertreten. Schiereck plädiert für eine Ausweitung des 30 Werte umfassenden Dax auf 50 Werte, um die besondere Struktur und Zusammensetzung der deutschen Wirtschaft besser abzubilden – „keine Revolution, sondern eine langsame Anpassung“. sip

Video bewirbt neuen Studiengang

Vorschaubild

28. Juni 2018

Zum Wintersemester startet der gemeinsame Kooperationsstudiengang Medizintechnik der TU Darmstadt und der Goethe-Universität Frankfurt. Unter dem Claim „20 Prozent Medizin – 80 Prozent Technik – 100 Prozent mein Studium“ wirbt der Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik der TU seit heute in einem humoristischen Video für das neue Angebot. Und zeigt: Es braucht künftig Expertinnen und Experten, die die „Sprachen“ beider Fachdisziplinen sprechen, um zwischen Medizin und Elektrotechnik zu vermitteln und das hoch innovative und zunehmend gefragte Feld der Medizintechnik zu bedienen. Für diese Anforderungen macht der neue interuniversitäre und interdisziplinäre Studiengang ab Herbst fit. sip

Nobelpreisträger-Autograph für das Universitätsarchiv

Georg Wickop (rechts) übergibt TU-Kanzler Dr. Manfred Efinger das Autograph. Bild: Patrick Bal
Achim Wickop (rechts) übergibt TU-Kanzler Dr. Manfred Efinger das Autograph. Bild: Patrick Bal

28. Juni 2018

Achim Wickop, Enkel des bekannten Professors und Hochschularchitekten Georg Wickop, hat der TU Darmstadt ein Autograph aus dem Briefwechsel zwischen dem Darmstädter Professor der Chemie Hermann Finger (1854 – 1940) und dem Nobelpreisträger Emil Fischer (1852 – 1919) übergeben.

In dem 1901 verfassten Brief ermutigte Professor Fischer den Freund seine Forschungsergebnisse bald zu veröffentlichen bevor es jemand anderes täte. Das Schriftstück wurde über die mit Finger befreundete Familie Ernst Hueters, der bis 1954 Professor für Elektrotechnik an der damaligen TH Darmstadt war, an die Familie Wickop weitervererbt und wird nun im Universitätsarchiv aufbewahrt. Sarah Pancyzk

Würdigung für Filmkreis an der TU

Mitglieder des Filmkreises freuen sich über die Würdigung im Wettbewerb "Nachhaltiges Kino". Bild: Filmkreis
Mitglieder des Filmkreises freuen sich über die Würdigung im Wettbewerb „Nachhaltiges Kino“. Bild: Filmkreis

27. Juni 2018

Der studentische Filmkreis an der TU Darmstadt e.V. hat gestern eine von fünf Würdigungen im Wettbewerb „Nachhaltiges Kino“ des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst (HMWK) erhalten. In der Pressemitteilung des HMWK heißt es zur Begründung: „Der studentische Filmkreis an der TU Darmstadt setzt auf basisdemokratische Organisation, Foodsharing und fährt mit Lastenrad und öffentlichen Verkehrsmitteln zum Einkaufen für die Filmpräsentationen.“

Den mit 5.000 Euro dotierten Hauptpreis erhielten die BALI Kinos in Kassel. Für den Preis „Nachhaltiges Kino“ bewertete eine Jury die eingereichten Vorschläge zum Beispiel danach, ob fair gehandelte Speisen und Getränke verkauft werden, es Mitarbeiterfortbildungen gibt oder das Programm die Auseinandersetzung mit umweltpolitischen Themen fördert. Sie setzt sich aus Fachleuten der Kinobranche sowie Vertretern des Film- und Kinobüros Hessen e.V. und der Lust auf besser leben gGmbH zusammen, die Unternehmen in Nachhaltigkeitsstrategien berät. HMWK / bjb

Wahl zum Studierendenparlament

18. Juni 2018

Die Listen „Campusgrüne“ und „Fachwerk“ bleiben die stärksten Gruppierungen im 31 Sitze zählenden Studierendenparlament der TU Darmstadt. Bei den diesjährigen Hochschulwahlen erhielten die „Campusgrünen“ neun Sitze – sie büßten damit im Vergleich zum Vorjahr zwei Mandate ein. Ihr Vorjahresergebnis halten konnte die Liste „Fachwerk“, die ebenfalls auf neun Sitze kommt. Im neuen Studierendenparlament sind außerdem „Jusos und Unabhängige“ mit drei Sitzen vertreten – das entspricht einem Verlust von zwei Sitzen im Vergleich zum Vorjahr. Die „Linke Liste – SDS“ und die „DU: Die Unabhängigen“ wiederholten ihr Vorjahresergebnis – beide ziehen mit jeweils zwei Mandaten ins Parlament ein. Neu vertreten sind die „Liberale Hochschulgruppe“ und „Die Partei Hochschulgruppe“, die jeweils drei Mandate erzielten. Die Wahlbeteiligung lag mit 14,7 Prozent rund anderthalb Prozent unter dem Niveau des Vorjahres.

Die Wahlen zur Universitätsversammlung, in der die Studierenden 15 der 61 Sitze stellen, ergaben im Vergleich zu 2017 keine Veränderungen: Jeweils fünf Mandate entfallen auf „Campusgrüne“ und „Fachwerk“. „Jusos und Unabhängige“ entsenden zwei Gremienmitglieder, ebenso wie die Liste „Die Unabhängigen“. Die „Linke Liste – SDS“ erringt erneut ein Mandat. feu

TU beim „Tag der Architektur“ dabei

Keller-Klub im Darmstädter Residenzschloss. Bild: Claudia Witte
Keller-Klub im Darmstädter Residenzschloss. Bild: Claudia Witte

18. Juni 2018

Die TU Darmstadt stellt im Rahmen des bundesweiten „Tag der Architektur“ am 23. und 24. Juni drei ausgezeichnete Projekte der Öffentlichkeit vor: Am Samstag, 23. Juni, besteht um 11.00 und um 13.00 Uhr Gelegenheit, sich den Neubau des Gerhard-Pahl-Zentrums auf dem Campus Lichtwiese bei Führungen anzuschauen. Das Multifunktionsgebäude des Fachbereichs Maschinenbau mit Computer-Pool und drei Hallen für Forschung und Lehre wurde im Juni vergangenen Jahres feierlich eröffnet (Gebäude L1|10, Jovanka-Bontschits-Straße 7). Der Neubau bietet beste Infrastruktur für die Forschung und ermöglicht das Schaffen neuer Versuchseinrichtungen. Zudem fügt er sich durch seine Höhe und seine vorgehängte Sichtbetonplatten-Fassade in die überwiegend denkmalgeschützte Umgebung der 1970er Jahre ein.

Das Karl-Plagge-Haus (Gebäude S1|22, Alexanderstraße 2) auf dem Campus Stadtmitte öffnet am Samstag, 23. Juni, von 11.00 bis 15.00 Uhr. Jeweils um 12.00 Uhr und um 13.30 Uhr finden Führungen durch den 2017 fertiggestellten Bau statt, der Büroräume, ein Lernzentrum, ein vom Allgemeinen Studierendenausschuss betriebenes Café und einen Veranstaltungsbereich des studentischen Kulturbetriebs beherbergt. Erd- und Untergeschoss wurden als geschlossener Sockel ausgebildet und heben sich von den oberen Bürogeschossen ab, die ein klares Raster aus Fenstern und bronzefarbenen Metallelementen aufweisen. Über eine Brücke, die die Abfahrt in die Tiefgarage überspannt, ist das Karl-Plagge-Haus mit dem zentralen Bereich zwischen Universitätszentrum, Mensa und Bibliothek verbunden.

Der frisch renovierte und erst kürzlich wiedereröffnete Keller-Klub im Darmstädter Residenzschloss öffnet beim diesjährigen „Tag der Architektur“ ebenfalls seine Pforte. Am Sonntag, 24. Juni, erläutern die für den Umbau Verantwortlichen von 15.00 bis 18.00 Uhr Einzelheiten der Arbeiten (Gebäude S3|12, Zugang über die Brücke am Friedensplatz). Bei Innenausbau und Sanierung, die die TU Darmstadt als Bauherrin beauftragte, wurden die Räume behutsam und baudenkmalgerecht revitalisiert und an die Anforderungen einer Gastronomie angepasst.Das alte Gewölbe kommt nun besser zur Geltung – ein Eindruck, der durch ein neues Lichtkonzept unterstrichen wird.

Zum jährlichen „Tag der Architektur“ wählt ein Fachgremium aus berufsständischen Organisationen mustergültig realisierte öffentliche und private Bauten aus. Architekten und Bauherren erläutern vor Ort ihre Projekte, seien es neue oder erneuerte Gebäude, Quartiere und Grünanlagen, und laden zum Austausch über Architektur und Stadtplanung ein. Hessenweit stehen dieses Mal 87 gelungene Beispiele guter Alltagsarchitektur offen. sip/feu

Japanische Generalkonsulin zu Gast an der TU

Japanische Generalkonsulin Setsuko Kawahara zu Besuch an der TU Darmstadt bei TU-Präsident Hans Jürgen Prömel. Bild: TU Darmstadt
Generalkonsulin Setsuko Kawahara und TU-Präsident Hans Jürgen Prömel. Bild: TU Darmstadt

15. Juni 2018

Die japanische Generalkonsulin in Frankfurt am Main, Setsuko Kawahara, hat sich anlässlich ihres Antrittsbesuchs an der TU Darmstadt mit TU-Präsident Professor Hans Jürgen Prömel über die aktuellen Beziehungen der Universität zu japanischen Partnerhochschulen und Forschungsinstitutionen ausgetauscht. In dem Gespräch hob Präsident Prömel hervor, die TU Darmstadt sei daran interessiert, mehr Studierende aus Japan anzuziehen. Derzeit ist die Gesamtzahl der an Hochschulen in Deutschland eingeschrieben japanischen Studierenden mit rund 2.000 recht gering. Aktuell kommen nur vereinzelt Studierende aus dem asiatischen Land nach Darmstadt, umgekehrt reisen jährlich rund ein Dutzend TU-Studierende zum Gastaufenthalt an eine japanische Partner-Uni. Inzwischen hat die TU Darmstadt ihre Austausch- und Kurzaufenthalts-Programme mit japanischen Partneruniversitäten um ein besonderes Angebot zur Teilnahme an der Summerschool „German Engineering and Language“ erweitert.

Seit diesem Jahr zählen auch die Osaka University (mit besonderem Kooperations-Fokus auf Computational Engineering und Intelligent Autonomous Systems) sowie die Kobe University zum Partner-Netzwerk der TU Darmstadt mit Japan. Damit unterhält die TU nunmehr Beziehungen mit elf Universitäten in dem Land, darunter sind die University of Tokyo und die Tohoku University. Etliche herausragende japanische Universitäten zählen zur Weltspitze in der Forschung. Die von Japan offiziell verfolgte Strategie zur Entwicklung von Innovationen in den Informationstechnologien, in Künstlicher Intelligenz und Robotik passt gut zum Forschungsprofil der TU Darmstadt.

Die Konsulin wurde bei ihrem Besuch begleitet von Vizekonsul Ryo Kogurē. feu

TU-Präsident berichtet im Hessischen Landtag

14. Juni 2018

TU-Präsident Professor Hans Jürgen Prömel und die Vorsitzende des Hochschulrats, Professorin Heidi Wunderli-Allenspach, haben heute (14. Juni) im Wissenschaftsausschuss des hessischen Landtags die Fortschritte der Universität in den zurückliegenden Monaten bilanziert. Schwerpunktthema ihres diesjährigen Berichts war die Internationalisierung der TU Darmstadt. Präsident Prömel berichtete über Ziele, Maßnahmen und Ergebnisse der 2013 verabschiedeten Internationalisierungsstrategie und über deren aktuell laufende Fortschreibung.

Die Abgeordneten diskutierten ausführlich die Zielsetzungen der TU Darmstadt, das Angebot an englischsprachigen Masterstudiengängen deutlich auszubauen und die Universität mittelfristig durchgängig zweisprachig auszurichten. Prömel und Wunderli verwiesen dazu auf entsprechende Anforderungen an Absolventinnen und Absolventen in Wissenschaft wie Wirtschaft, und betonten die Chancen für die Gewinnung geeigneter Studierender und Forschender.

Zu den weiteren Themen der Diskussion zählten die strategische Kooperation der TU Darmstadt mit Hessenmetall sowie – angesichts eines neuen TU-Programms für Gastprofessorinnen aus der Industrie – die weitere Förderung der Gleichstellung in den Ingenieurwissenschaften. Matthias Adam

TU-Preis für Auszubildende

13. Juni 2018

Alissa Krause und Jan Heller haben in diesem Jahr den Preis für besondere Leistungen während der Ausbildung erhalten. Beide Auszubildende arbeiten am Institut für Kernphysik im Ausbildungsberuf Elektroniker/in Geräte und Systeme. Sie erhalten die Auszeichnung für das Projekt „Planung und Bau eines LED-Cubes“. Mit dem Preis für besondere Leistungen während der Ausbildung ehrt die TU Darmstadt ihre außergewöhnlichen Leistungen und ihr Engagement. Der Preis wird jährlich vom Präsidium der TU Darmstadt für besondere Leistungen während der Ausbildung verliehen. Mit dem Preis soll die Bedeutung der Ausbildung an der TU Darmstadt unterstrichen und ein Anreiz geschaffen werden, im Rahmen der Ausbildung Eigeninitiative und besonderes Engagement zu zeigen. Die Auszeichnung ist verbunden mit einem Preisgeld von 1.500 Euro. map

Presseschau: Prof. Buchmann als Experte in Ausschuss

08. Juni 2018

Professor Johannes Buchmann, Fachbereich Informatik sowie Sprecher von CRISP und des Profilbereichs CYSEC, hat als Experte dem Bundestags-Ausschuss „Digitale Agenda“ Auskunft gegeben. Gemeinsam mit sechs weiteren geladenen Expertinnen und Experten diskutierte er in der Sitzung am vergangenen Mittwoch (6. 6.) mit den Politikerinnen und Politikern. Dabei wurde deutlich, dass derzeit noch nicht absehbar ist, wann es den ersten leistungsfähigen Quantencomputer geben wird, der statt mit Bits mit sogenannten Qubits arbeitet. Buchmann ging in seinem Beitrag vor allem auf das Thema IT-Sicherheit ein und wies darauf hin, dass Quantenkryptographie einen wichtigen Beitrag leisten könne, langfristig sichere Systeme zu entwickeln. Die komplette Sitzung findet sich im Youtube-Kanal des Bundestags (Buchmann-Beitrag: ab 23‘00‘‘), eine Zusammenfassung bietet die Internet-Plattform Secupedia. sip

TU-Vizepräsidentin für Forschung in Brüssel

Prof. Dr. Mira Mezini. Bild: Katrin Binner
Prof. Dr. Mira Mezini. Bild: Katrin Binner

11. Juni 2018

Professorin Mira Mezini, Vizepräsidentin der TU Darmstadt für Forschung und Innovation, hat sich in Brüssel mit hochrangigen Vertretern der Europäischen Kommission über das neue mehrjährige Forschungsrahmenprogramm „Horizont Europa“ ausgetauscht. Das Treffen war Teil einer Informationsreise, zu der der Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Patrick Burghardt, die hessischen Hochschulleitungen eingeladen hatte.

Begrüßt wurden die Teilnehmer in der Vertretung des Landes Hessen bei der EU durch deren Leiter, Friedrich von Heusinger. Die Delegation diskutierte ferner mit den Repräsentanten der Europäischen Kommission über zukünftige (Forschungs-)Missionen und Arbeitsprogramme und stellte die Forschungsleistungen der hessischen Hochschulen vor. feu

TU beim „Tag der Geodäsie“: Fußball von oben

08. Juni 2018

Das Institut für Geodäsie der TU, Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften, beteiligt sich mit einem Informationsstand auf dem Darmstädter Ludwigsplatz an den Aktionen zum deutschlandweiten „Tag der Geodäsie“ am 9. Juni. TU-Die Expertinnen und -Experten widmen sich in diesem Jahr dem Thema „Galileo – ein Vermessungssystem revolutioniert den Alltag“. Aus aktuellem Anlass geht es zudem um „Die Fußball-WM in Satellitenbildern“. Daneben werden allgemeine Informationen zu Ausbildung, Studium und Beruf im Bereich Geodäsie und zu laufenden Forschungsprojekten geboten. Der Informationsstand ist von 11.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.

Der bundesweite Tag der Geodäsie will die breite Öffentlichkeit über Aufgaben und Berufsfelder der Geodäsie und Geoinformation informieren und Schülerinnen und Schüler für diese Themen begeistern. Initiiert wird der Tag von den Universitäts- und Hochschulstandorten mit den Studiengängen Geodäsie und Geoinformation in Deutschland, die im Ausschuss Geodäsie der Bayerischen Akademie der Wissenschaften oder im Fachbereichstag Geoinformation, Vermessung und Kartographie organisiert sind. sip

TU-Exponate auf der Achema

07. Juni 2018

Die Technische Universität Darmstadt ist auf der diesjährigen Achema vom 11. bis 15. Juni 2018 mit drei Projekten vertreten. Die TU-Projekte SprayPatternator, ein Messgerät, das Düsen und Sprayprozesse überwacht, FibrinoQuick, ein Schnelltest für das Blutungsmanagement, und THzBIOVision, eine miniaturisierte GaN-Terahertz-Bauelement, sind auf der Achema 2018 am Stand der Hessischen Hochschulen (Stand C74) in der Halle 9.2, Messegelände Frankfurt, Ludwig-Erhard-Anlage1, zu finden. map

LOEWE-Schwerpunkt „BAMP!“ bei Hessentag und hellwach!

06. Juni 2018

Der LOEWE Schwerpunkt „BAMP! – Bauen mit Papier“ unter Federführung der TU Darmstadt hat einen Messestand für den diesjährigen Hessentag in Korbach realisiert. Begleitet durch das Team von ProLOEWE konnten die Darmstädter Forscherinnen und Forscher einen bestehenden Messestand komplett mit einem Standkonzept aus Papierwerkstoffen beplanen. Der Aufbau erfolgte in Eigenregie durch das Team BAMP! des Fachgebiets Plastisches Gestalten, Fachbereich Architektur. Innerhalb weniger Stunden stellte das Team den Messestand vor Ort handwerklich her und installierte ihn.

So war das Thema „Bauen mit Papier“ optisch wie inhaltlich beim 58. Hessentag vertreten und stieß auf großes Interesse von Besucherinnen und Besuchern aus ganz Hessen sowie der Medien (ab 1‘50‘‘). Das BAMP!-Team begleitete den Stand während der Ausstellungstage mit Aktionen und Vorführungen. Der Einsatz von Papier wurde in Form von Fügungs- und Verbindungsmodellen, Raum-Strukturen und Experimentalbauten gezeigt. Kleinere Bastelmodelle für die Jüngeren regten zum Mitmachen und Mitdenken an.

Wer den Hessentag verpasst hat, hat schon bald beim Wissenschaftstag „hellwach!“ der TU am 10. Juni die Gelegenheit, sich die Forschungsarbeiten rund um das Thema Papier als Bauwerkstoff in Führungen ausführlich anzuschauen. Eine Anmeldung ist erforderlich. Fabian Luttropp/sip

Startup „FeetBack“ erreicht Finale im Gründerwettbewerb „Global Challenge“

05. Juni 2018

Beim jährlichen internationalen Gründungswettbewerb „Global Challenge“ der Virginia Tech hat das Team „FeetBack“ der TU Darmstadt die erste Hürde genommen und sich für die Teilnahme an der Endrunde qualifiziert. In der Vorrunde stellten studentische Teams aus aller Welt online ihre Geschäftsidee vor. “Feetback" konnte überzeugen und gewann den Vorrundenpreis. Zwölf weitere Teams wurden ausgewählt und eingeladen, um im August in Blacksburg, Virginia, vor großem Publikum ihre Projekte zu präsentieren. Der Gewinner der Hauptrunde erhält einen Preis, der mit 30.000 Dollar dotiert ist.

Im Team „FeetBack” arbeiten die Studenten Lukas Braisz (Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik), Simon Staffa und Patrick Scholl (beide Fachbereich Maschinenbau) an einer Schuhorthese, die mittels Sensoren und Smartphone Parkinson-Patienten helfen soll, ihr Gangbild zu stabilisieren und zu verbessern. cst

Experimentierfeld „Altstadtwiesen“: Gemeinsames Projekt von Stadt und TU

05. Juni 2018

Durch das Stadtumbaugebiet Darmstadt Ost führt eine Kette verschiedener Grünflächen inklusive der Rudolf-Müller-Anlage und dem Woog. Diese Freiflächen sollen zukünftig stärker vernetzt und belebt werden. Dazu arbeitet die Stadt mit Studierenden der Architektur zusammen. „Aus der Fußgängerperspektive, sind die einzelnen Perlen dieser Kette bisher wenig untereinander vernetzt“, erklärt Professor Martin Knöll von der Forschungsgruppe Urban Health Games. Beobachtungen im Forschungsprojekt PREHealth hätten gezeigt, dass der Flow von Fußgängern, Radfahrern oder Joggern immer wieder aufgehalten werde, etwa durch stark befahrene Straßen, oder durch weniger attraktive Abschnitte. „Die Ideen der Studierenden zeigen Perspektiven auf, wie man die Altstadtanlage weiter qualifizieren könnte, zum Beispiel als Auftakt einer grünen Bewegungs-Route, die aus der Innenstadt heraus in die stadtnahen Naherholungsgebiete führt“, so Knöll.

„Studierende des Fachbereichs Architektur haben dort die Möglichkeit, ihre Vorstellungen zu öffentlichen Räumen einmal nicht nur als Konzept zu entwickeln, sondern auch umzusetzen“, erklärt Bau- und Planungsdezernentin Barbara Boczek. Vom 7. bis zum 9. Juni sollen sich die Grünflächen in die „Altstadtwiesen“ verwandeln – ein Experimentierfeld für Nutzung urbaner Freiräume durch Sport, Fitness und Erholung. Gezeigt werden die Ergebnisse des Stadtgestaltungsseminars „Stimulate!“ am TU-Fachgebiet Urban Health Games. cst

Mira Mezini als herausragende Persönlichkeit mit Migrationshintergrund geehrt

Prof. Dr.-Ing. Mira Mezini. Bild: Katrin Binner
Prof. Dr. Mira Mezini. Bild: Katrin Binner

05. Juni 2018

Am 05. Juni 2018 wird die Vizepräsidentin der TU, Professorin Dr. Mira Mezini, als herausragende Persönlichkeit mit Migrationshintergrund durch den Hessischen Minister für Soziales und Integration, Stefan Grüttner, im Schloss Biebrich in Wiesbaden geehrt. Die Initiative zur Veranstaltung geht von Jumas Medoff aus, dem Vorsitzenden der Kommunalen Ausländerinnen- und Ausländervertretung der Stadt Frankfurt am Main (KAV). Die KAV vergibt diese Würdigung seit dem Jahr 2016 an herausragende Persönlichkeiten mit Migrationshintergrund aus den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft und Bildung. Ziel ist, insbesondere die Erfolge von Migrantinnen und Migranten in Hessen hervorzuheben und damit vor allem der jungen Generation erfolgreiche Vorbilder aufzuzeigen. Esther Berghoff

Mai 2018

Fortschrittsbericht 2017 der TU Darmstadt erschienen

Fortschrittsbericht 2017. Bild: Jan-Christoph Hartung
Fortschrittsbericht 2017. Bild: Jan-Christoph Hartung

30. Mai 2018

Mit dem soeben erschienenen Fortschrittsbericht 2017 gibt die TU Darmstadt erneut einen umfassenden Einblick in ihre Entwicklung und ihre Leistungen. Im Jahr 2017 hat die TU in den Bereichen Studium, Lehre, Forschung und Transfer vielfältige Erfolge erzielt und ihre Reputation national wie international ausgebaut.

Der aktuelle Fortschrittsbericht zeigt diese fachbereichsübergreifende Entwicklung und Leistungen der Universität anhand von Reportagen und Nachrichten, Interviews und Bilderstrecken. Das Sonderkapitel „Die junge Generation“ beleuchtet die gezielte Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses auf allen Qualifikationsstufen. Hierzu hat die Universität im vorigen Jahr ein klares Strategieprogramm vorgestellt, das auch bundesweit hohe Aufmerksamkeit findet.

Der Fortschrittsbericht 2017 ist unter dem Titel „Progress Report“ auch auf Englisch erhältlich. pb

Neu: Sprechstunde für Erfinderinnen und Erfinder

29. Mai 2018

Das Referat Forschungstransfer bietet ab Juni allen Mitgliedern der TU Darmstadt, vor allem wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und Studierenden, eine Sprechstunde zu den Themen geistiges Eigentum (englisch: intellectual property, kurz IP), Erfindungen, Patentanmeldungen sowie Schutzrechte und Verwertungsstrategien an. Die Sprechstunde findet an jedem ersten Donnerstag des Monats von 15:00 – 16:30 Uhr in der Schleiermacherstraße 10-12 statt. An diesen Nachmittagen kann unkompliziert, vertraulich und unabhängig die Gelegenheit genutzt werden, um Fragen aller Art zu besprechen, wie zum Beispiel:

  • Ich habe eine Idee – ist sie überhaupt erfinderisch und was kann ich tun?
  • Wie kann ich die Erfindung schützen lassen und worauf ist zu achten?
  • Wie ist der Weg von der Erfindung zum Patent an der TU Darmstadt?
  • Was muss ich bei Gesprächen über meine Idee/Erfindung beachten?
  • Welche Verwertungsmöglichkeiten habe ich?

Interessierte erhalten Feedback zu ihrer Idee oder Erfindung und zum IP-Prozess sowie einen Überblick über Unterstützungsmöglichkeiten, zum Beispiel des Innovations- und Gründungszentrums HIGHEST und Förderprogrammen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Robert Heitzmann

Presseschau: Streit um neue Stromtrassen

22. Mai 2018

Mit dem Thema „Streit um neue Stromtrassen“ beschäftigt sich das ZDF ausführlich in der neuesten Folge von „planet e.“ Die Autoren waren unter anderem zu Besuch am Institut für Angewandte Geowissenschaften der TU bei Professor Dr. Ingo Sass und seinem Team (ab 16'26'' im Film). Im Labor und auf dem Erdkabeltestfeld in Griesheim gehen die Forschenden den komplexen Prozessen nach, die beim Hochspannungs-Gleichstromtransport unter der Erde in Gang kommen. Die zentrale Frage, der sich auch die ZDF-Dokumentation widmet: Wie gefährlich sind die Stromflüsse für Menschen, Tiere und Pflanzen? sip

Thomas Reiter eröffnet TU-Raumfahrtkolloquium

Prominienter Redner zur Auftaktveranstaltung: Dr. h.c. Thomas Reiter. Bild: Reinhold Bertrand
Prominienter Redner zur Auftaktveranstaltung: Dr. h.c. Thomas Reiter. Bild: Reinhold Bertrand

16. Mai 2018

Weit über 120 Besucherinnen und Besucher haben gestern (15. Mai) im Rahmen des Raumfahrtkolloquiums „Space @TU Darmstadt“ gespannt den Vortrag von Dr. h.c. Thomas Reiter über Experimente auf der Internationalen Raumstation verfolgt.

Reiter, mit über 350 Tagen im Weltraum einer der erfahrensten europäischen Astronauten, vermochte es, ein spannendes Bild über die Forschungsdisziplinen dieser Großforschungsanlage im Erdorbit zu zeichnen. Er präsentierte zahlreiche Experimentbeispiele aus den Gebieten der Physik, Materialwissenschaften, Biologie und Lebenswissenschaften. Insbesondere verblüffte er die Gäste mit den vielfältigen Nutzanwendungen und -perspektiven für die „gewöhnlichen Erdenbürger“, so z. B. die direkte Relevanz der Forschung über das Verhalten des menschlichen Organismus in Schwerelosigkeit im Hinblick auf verschiedene Phänomene oder Krankheitsbilder des alternden Menschen auf der Erde.

Natürlich durften auch Geschichten aus dem Nähkästchen eines Astronauten nicht fehlen, etwa über die Vorzüge des russischen oder amerikanischen Raumanzugs oder die Problematik des Verlierens einer Kamera während eines Außenbordeinsatzes. „Da gibt es schon einige Hasselblads im Orbit“, meinte Reiter verschmitzt und erntete so manches Schmunzeln.

Im laufenden Sommersemester stehen noch vier weitere Termine des Raumfahrtkolloquiums an. Die Themen umfassen die zukünftigen Missionen der ESA ins Sonnensystem (19.06.), Satellitenanwendungen für die Landwirtschaft (03.07.), Wiederverwendbarkeit für Trägersysteme (09.07.) sowie eine Sonderveranstaltung zum „Asteroid Day“ (29.06.). Die Vorträge finden alle im „Uhrturmhörsaal“ (S2|08 / 171) in der Hochschulstraße 4 statt und beginnen jeweils um 18:00. Reinhold Bertrand / pb

Fotoprojekt „990 Faces“ in der ULB Stadtmitte

Foto aus der Serie „990 Faces“. Bild: Hans-Jürgen Raabe
Foto aus der Serie „990 Faces“. Bild: Hans-Jürgen Raabe

14. Mai 2018

„990 Faces“ ist ein Langzeit-Fotoprojekt mit Mammutcharakter, das im Jahr 2010 vom Fotografen Hans-Jürgen Raabe zum Leben erweckt wurde. Über einen Zeitraum von zehn Jahren entstehen an 33 Orten der Welt 30 spontane Fotos von Menschen aller Couleur und jedes Alters.

Aus dieser Formel ergeben sich 990 einzelne Gesichter, die zu einem Porträt der Menschheit im 21. Jahrhundert verschmelzen und das Menschliche, Normale, Ungeschönte in den Fokus rücken. Kategorien, die in einer Zeit der unendlichen Möglichkeiten an Bedeutung zu verlieren scheinen. 540 Porträts sind bereits entstanden und werden vom 24. April bis 08. Juli 2018 in der Kunsthalle Darmstadt gezeigt.

Vor allem aber auch – und das ist das besondere Ausstellungskonzept – an ausgewählten Orten über ganz Darmstadt hinweg. Einer dieser Orte ist die Universitäts- und Landesbibliothek in der Stadtmitte; dort sind einige Fotografien im Erdgeschoss des Gebäudes zu sehen. Auf diese Weise gelangen die Fotos wieder an den Ort ihres Entstehens zurück, in den öffentlichen Raum, unter die Menschen und in deren Alltag. Auf Plakatwänden, Displays, in öffentlichen Gebäuden können die Fotos auf Blickfang gehen, zum Innehalten einladen oder etwas Tröstliches vermitteln in einer verfremdeten Welt, die von irreführenden, nachbearbeiteten Bildern dominiert wird. ULB

FiNuT-Tagung zu Besuch in der Prozesslernfabrik CiP

Gruppenfoto der Teilnehmerinnen in der Prozesslernfabrik CiP. Bild: Sibylle Scheibner
Gruppenfoto der Teilnehmerinnen in der Prozesslernfabrik CiP. Bild: Sibylle Scheibner

14. Mai 2018

Im Rahmen der jährlichen Tagung „Frauen in Naturwissenschaften und Technik (FiNuT)“ besuchten die Teilnehmerinnen vergangenen Freitag (11. Mai) die Prozesslernfabrik CiP und diskutierten über die Auswirkungen der Industrie 4.0 für die Praxis und Lehre.

Das wesentliche Instrument von Industrie 4.0 ist der wertstromübergreifende Informationsaustausch zwischen beliebigen Endpunkten der Wertkette in Echtzeit. Dies geschieht auf der Basis von Digitalisierung und Internettechnologien. Aber wie lassen sich die Prinzipien der Industrie 4.0 auf die unternehmerische Praxis übertragen und welche Auswirkungen haben diese Prinzipien für die universitäre Lehre? Genau dies diskutierten die Teilnehmerinnen der FiNuT-Tagung bei Ihrem Besuch. Neben einer Vorstellung der Prozesslernfabrik CiP und des angeschlossenen Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrums Darmstadt stand für die Teilnehmerinnen auch ein Besuch der ETA-Lernfabrik auf dem Programm. Dabei konnten Sie sich über die verschiedenen Lösungen für die industrielle Produktion informieren, die am Institut für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen (PTW) entwickelt wurden.

Die FiNuT-Tagung findet jedes Jahr am Himmelfahrtswochenende für vier Tage statt. Die Themen spannen sich vom Erfahrungsaustausch über Fachvorträge bis zu politischen Diskussionen. Die Besucherinnen kommen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. Das Spektrum reicht dabei von der Schülerin bis zur Rentnerin und von der Handwerkerin bis zur Professorin. Jens Hambach / pb

Wildbirnen für den Campus

TU-Kanzler Manfred Efinger mit den neu gepflanzten Bäumen in der Rundeturmstraße. Bild: Paul Glogowski
TU-Kanzler Manfred Efinger mit den neu gepflanzten Bäumen in der Rundeturmstraße. Bild: Paul Glogowski

03. Mai 2018

Grüner Zuwachs für den Innenstadtcampus: Zehn hochstämmige Chinesische Wildbirnen hat die TU jüngst an der Rundeturmstraße entlang der Ernst-Neufert-Halle gepflanzt. Die zehn Exemplare Pyrus calleryana „Chanticleer“ bilden nun zusammen mit den bereits vorhandenen Bäumen auf der anderen Staßenseite eine Allee. Die Gestaltung des Straßenbildes war allerdings nicht allein maßgeblich für die Auswahl. Die neuen Bäume werden ihren kleinen, doch wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten und durch Sauerstoffproduktion, CO2-Bindung und Staubfilterung das Stadtklima verbessern. Pyrus calleryana „Chanticleer“ gilt als anpassungsfähiger, unempfindlicher Stadtbaum und als gute Nährpflanze für Bienen und Vögel. Zudem sollen die schnellwüchsigen Wildbirnen möglichst bald mit ihrem Laubwerk die Blendung durch die Edelstahlfassade des Fraunhofer-Instituts abmildern. sip

Weiland-Stiftung ehrt Stipendiatinnen und Stipendiaten

Die Teilnehmenden der Urkundenverleihung (v.l.n.r.): Karl Ulrich Saß (Stiftungsvorstand), Felicia Müller, Nikolas Hohmann, Susanne Trick, Philipp Schaub, Thomas Weiland, Lukas Stäcker, Präsident Hans J. Prömel, Alexander Maier, Magdalena Wache, Simon Görtz, Aaron Ratschow, Robin Köster, Max Weigert, Wolfgang Müller (Stiftungsvorstand). Foto: Claus Völker
Urkundenverleihung: Die Stipendiatinnen und Stipendiaten mit Stiftungsvorsitzenden und Stiftungsvorständen. Bild: Claus Völker

02. Mai 2018

Elf Absolventinnen und Absolventen von Bachelorstudiengängen mit MINT-Ausrichtung haben ihre Stipendienurkunden der Thomas Weiland-Stiftung erhalten. Sie hatten sich in der aktuellen und in früheren Förderrunden gegen zahlreiche Bewerberinnen und Bewerber durchsetzen können und werden nun in ihren Masterstudiengängen an der Technischen Universität Darmstadt durch die Stiftung unterstützt. Hierdurch entstehen den Studierenden finanzielle Freiräume, welche zum Beispiel für Auslandsaufenthalte und Praktika im Rahmen des Studiums genutzt werden können.

Der Stifter und Vorsitzende des Stiftungskuratoriums, Professor Dr.-Ing. Thomas Weiland, ehrte die Stipendiatinnen und Stipendiaten gemeinsam mit dem TU-Präsidenten und stellvertretenden Kuratoriumsvorsitzenden Professor Dr. Hans Jürgen Prömel.

Die Thomas Weiland-Stiftung an der Technischen Universität Darmstadt vergibt seit 2015 regelmäßig Stipendien zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in MINT-Fächern, also Fächern mit Bezug zur Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, an künftige Masterstudierende der TU Darmstadt. Gefördert werden jährlich acht Stipendiatinnen und Stipendiaten über jeweils vier Semester. Zu diesem Zweck stellt die Stiftung eine jährliche Fördersumme von 100.000 Euro zur Verfügung. Interessierte können sich bis zum 30. Juni für die nächste Förderrunde bewerben. Jürgen Erzgräber/sip

April 2018

Ameisen-Experte bei „1, 2 oder 3“

Gruppenfoto von Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Sendung "1, 2 oder 3". Bild: ZDF/Ralf Wilschewski
Die Rateteams mit Kamerakind, Moderator Elton und TU-Experte Dr. Christoph von Beeren (hinten Mitte). Bild: ZDF/Ralf Wilschewski

30. April 2018

Um das „Wunderwesen Ameise“ dreht sich die jüngste Ausgabe der ZDFtivi-Kinderquizshow „1, 2 oder 3“. Unterstützung bekam Moderator Elton diesmal von der TU Darmstadt: Dr. Christoph von Beeren, Fachbereich Biologie, war zu Gast in der Sendung und gab Rateteams und Publikum spannende Einblicke in die Welt der kleinen Krabbler und der Ameisenforschung. Mit Filmclips stellte der Ameisenexperte beeindruckende Nestbauwerke vor und eine von ihm mitentdeckte Käferart. Sie tarnt sich als Hinterteil einer Treiberameisenart und lässt sich dann huckepack von Nest zu Nest transportieren. sip

Auszeichnung für den „Walkerchair“

25. April 2018

Herausragende Ideen für digitale Start-ups wurden gestern vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) auf der Hannover Messe ausgezeichnet. Dr. Andreas Goerdeler, Unterabteilungsleiter nationale und europäische Digitale Agenda im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, kürte die Preisträgerteams des „Gründerwettbewerb – Digitale Innovationen“. Einer der sechs Hauptpreise ging an das Projekt „Walkerchair“ von Freemotion Systems, an dem Oskar von Stryk, Informatik-Professor an der TU Darmstadt, sowie seine wissenschaftlichen Mitarbeiter Felix Biemüller und Johannes Geisler beteiligt sind. Es ist bereits die dritte derartige Auszeichnung für ein TU-Team in Folge: 2017 erhielten die TU-Projekte Compredict und Meshcloud diesen Preis.

Zum Projekt „Walkerchair“: Ein Rollstuhl, der bei Bedarf Hindernisse laufend überwinden kann? Der Walkerchair. Ist die Fläche eben, rollt er, ist ein Hindernis wie eine Treppe oder der Einstieg in einen Bahnwaggon zu überwinden, kann er Beine einsetzen. Die Steuerungssoftware erkennt das Hindernis automatisch, übernimmt autonom die Bewegungssteuerung und sorgt für einen jederzeit sicheren Stand. Eine Akku-Ladung ermöglicht einen ganzen Tag Barrierefreiheit und damit selbstbestimmte Teilhabe am beruflichen und sozialen Leben. Freemotion Systems / bjb

Forschungsministerin zu Gast am SynErgie-Stand auf der Hannover Messe

Bildungsministerin Anja Karliczek zu Besuch am Stand des Kopernikus-Projektes SynErgie. Bild: BMBF/Hans-Joachim Rickel
Bildungsministerin Anja Karliczek zu Besuch am Stand des Kopernikus-Projektes SynErgie. Bild: BMBF/Hans-Joachim Rickel

24. April 2018

Als eines von zehn ausgewählten Projekten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) präsentiert sich das vom Institut für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen (PTW) an der TU Darmstadt geleitete Kopernikus-Projekt SynErgie auf dem BMBF-Gemeinschaftsstand auf der diesjährigen Hannover Messe vom 23. bis 27. April 2018 in der Halle 2, Stand B22. Am Eröffnungstag informierte sich auch die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek, über den aktuellen Stand des Projekts.

Das zukünftige Stromsystem in Deutschland wird stark durch die Energiewende geprägt sein. Auf Grund des immer größer werdenden Anteils erneuerbarer Energien und der damit verbundenen schwankenden Stromerzeugung müssen Lösungen entwickelt werden, welche das Stromnetz stabilisieren, also die Stromabnahme mit der Stromerzeugung in Einklang bringen. Dabei muss die zukünftige Stromversorgung natürlich auch weiterhin bezahlbar bleiben. In diesem Rahmen soll mit dem Projekt SynErgie in einem Konsortium aus über 100 Partnern erstmals branchenübergreifend erforscht und demonstriert werden, wie gerade energieintensive Produktionsprozesse an eine schwankende Stromversorgung anzupassen sind. Eigens für die Hannover Messe wurde hierfür ein anschaulicher Demonstrator entwickelt, mit dem die Standbesucher die Schwankungen bei der Energieerzeugung selbst generieren und erfahren können. Im direkten Vergleich wird gezeigt, welche Auswirkungen sich ohne und mit Flexibilitätsmöglichkeiten durch die Nutzung industrieller Produktionsprozesse bieten.

In den „Kopernikus-Projekten für die Energiewende“ werden gemeinsam von Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft technologische und wirtschaftliche Lösungen für den Umbau des Energiesystems entwickelt. Durch die zehnjährige Ausrichtung der Projekte und die enge Zusammenarbeit mit der Industrie sollen Ergebnisse aus der Grundlagenforschung bis hin zur Anwendung geführt werden. Stefan Seifermann / bjb

TU-Vizepräsident Bruder zu Gast im Ausschuss für Wissenschaft und Kunst

20. April 2018

Am 19. April hat der Vizepräsident für Studium, Lehre und wissenschaftlichen Nachwuchs, Professor Ralph Bruder, für die TU Darmstadt am Jahresgespräch der Hochschulpräsidien mit dem Ausschuss für Wissenschaft und Kunst des Hessischen Landtags teilgenommen. Im Zentrum der Diskussion standen die Themen Third Mission und Teilzeitstudium. Hinsichtlich des Themas Third Mission wurden in dem Gespräch die vielfältigen Aktivitäten der hessischen Hochschulen auf diesem Gebiet deutlich. Außerdem haben die Hochschulen Anregungen zur Verbesserung der rechtlichen Rahmenbedingungen diskutiert, um das Teilzeitstudium attraktiver zu machen. Dazu zählen die Option, das Teilzeitstudium auch für zulassungsbeschränkte Studiengänge anbieten zu können sowie eine Flexibilisierung der maximal zulässigen Creditpoints pro Semester. Melanie Hanel

Antrittsbesuch Staatssekretär Burghardt

16. April 2018

Patrick Burghardt ist am 12. April zu seinem Antrittsbesuch an die TU Darmstadt gekommen. Burghardt ist seit dem 1. Januar 2018 Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst. Zuvor war er Oberbürgermeister der Stadt Rüsselsheim am Main. TU-Präsident Professor Hans Jürgen Prömel und Kanzler Dr. Manfred Efinger stellten Burghardt die TU Darmstadt vor und tauschten sich mit ihm über zentrale Themen der Hochschulpolitik aus. An das Gespräch schloss sich ein Rundgang über den Campus Stadtmitte an. Das Präsidium der TU Darmstadt steht in regelmäßigem Austausch mit Bundes- und Landespolitik. Tanja Klein

Internationale Fachtagung zu Lüftungs- und Ventilatortechnik

16. April 2018

Der Betrieb von Kühlventilatoren und Kompressoren etwa in Windrädern oder Kraftwerken verschlingt weltweit ein Viertel der produzierten elektrischen Energie. Neue ingenieurwissenschaftliche Entwicklungen in der Lüftungs- und Ventilatortechnik stehen im Mittelpunkt der internationalen Fachtagung „FAN 2018“, die vom 18. bis 20. April im Kongresszentrum darmstadtium in Darmstadt stattfindet und zu der rund 300 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus 30 Ländern erwartet werden. Auf dem Programm stehen Demonstrationen und Vorträge zu Themen wie Aerodynamik, Geräuschminderung, neue Anwendungen und Systemlösungen. Die Veranstaltung führt Industrie und Wissenschaft, Anwender und Hersteller zusammen.

Professor Peter Pelz, Leiter des Instituts für Fluidsystemtechnik an der TU Darmstadt, gehört dem wissenschaftlichen Komitee der Konferenz an und ist einer der verantwortlichen Organisatoren. Er übernimmt auch die Moderation einer von drei Diskussionsrunden, bei denen es internationale Normen, Marktüberwachung und Funktionsüberbrückung geht.

Darüber hinaus steuern Wissenschaftler der TU Darmstadt acht Vorträge bei. Die Vizepräsidentin für Forschung und Innovation der TU Darmstadt, Professorin Mira Mezini, wird zum Auftakt der Tagung ein Grußwort halten.

Die Tagung FAN fand zuletzt 2015 in Lyon, Frankreich statt. feu

Spenderinnen und Spender mit „Schlossgärtner“ unterwegs

Gruppenfoto der Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Krönchen-Führung. Bild: Mareile Vogler
Gruppenfoto der Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Krönchen-Führung. Bild: Mareile Vogler

16. April 2018

Bei strahlender Frühlingssonne begrüßte TU-Kanzler Manfred Efinger 45 Gäste im Darmstädter Schlossgraben zur vierten Krönchenführung. Während des Rundgangs mit „Schlossgärtner“ Johannes Ehlers lernten die Besucher, welche Pflanzen, Blumenbeete und Bäume durch ihre Spende heute den Schlossgraben verschönern. Als Besitzerin des Schlosses konnte die TU Darmstadt dank der großzügigen Spendenbereitschaft von über 550 Darmstädterinnen und Darmstädtern den Schlossgraben, der seit Ende des zweiten Weltkriegs verschüttet war, wieder in einen Garten verwandeln.

Nach dem Besuch der nach historischem Vorbild angelegten Gartenabschnitte im östlichen Graben, führte der Weg unter der Wallbrücke zum jungen Geweihbaum im westlichen Garten. Der dort angedeutete Bachlauf nimmt als kleines Biotop Regenwasser auf, um seine Umgebung zu versorgen. Besondere Bewunderung fand unter den Besuchern die Eiche, die oben auf der Bastion ihren Platz hat: Sie steht, so „Schlossgärtner“ Ehlers exakt an dem Ort, wo vor vielen Jahrzehnten ebenfalls eine solche Eiche ihre Wurzeln schlug. Zum Abschluss der Führung öffnete Kanzler Efinger die ehemalige Schlosskirche für seine engagierten Gäste. Im Kirchenbau soll zum Abschluss der Schlosssanierung ein Veranstaltungsraum geschaffen werden, der allen Darmstädterinnen und Darmstädtern zur Verfügung steht. Im Anklang an seine Vergangenheit soll dort wieder eine Orgel ihren Platz finden. Für Transport und Restaurierung eines einzigartigen Instruments sammelt die Technische Universität Darmstadt erneut Spenden.

Mit den Krönchenführungen möchte die Universität der Bevölkerung „Danke“ sagen und allen Darmstädterinnen und Darmstädtern die Möglichkeit geben, über Neuigkeiten rund ums Schloss informiert zu bleiben. Auch das Darmstädter Echo berichtete. Wer an der Verlosung für die Teilnahme an der nächsten Krönchenführung am Freitag, 14. September 2018 mitmachen möchte, kann sich auf der Webseite oder telefonisch unter 06151-16 27 591 anmelden. Mareile Vogler

TU Darmstadt übernimmt die Präsidentschaft im europäischen Netzwerk CLUSTER

Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Generalversammlung des Netzwerks Cluster in Darmstadt. Bild: Patrick Bal
Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Generalversammlung des Netzwerks Cluster in Darmstadt. Bild: Patrick Bal

13. April 2018

Die Generalversammlung des Netzwerks führender technischer Universitäten Europas (CLUSTER) hat TU-Präsident Hans Jürgen Prömel zum Vorsitzenden des Netzwerks gewählt. Für einen Zeitraum von zwei Jahren wird Prömel von Juli an als gewählter Präsident zusammen mit einem Team der TU das Netzwerk leiten und dessen inhaltliche Ausrichtung prägen. CLUSTER ist für die TU Darmstadt strategisch bedeutsam. Die Generalversammlung fand in diesem Jahr in Darmstadt statt. Die teilnehmenden Hochschulleitungen, Lehrende und Mitarbeitende aus Hochschulverwaltungen nutzten die Gelegenheit zur Vernetzung.

CLUSTER zielt auf exzellente Lehre durch gemeinsame Maßnahmen wie Doppelabschlussprogramme, strukturierten Studierendenaustausch, gemeinsame PhD-Programme, koordinierte PhD-Rahmenbedingungen sowie Einbindung von Forschung und Entrepreneurship in die Lehre. Wichtig sind auch die bessere Vernetzung in der universitären Lehre, der Austausch zu best practices sowie enge Kontakte zu Entscheidungsträgern in der EU. Um diese Ziele mit Leben zu füllen, laufen verschiedene EU-geförderte Kooperationsprojekte unter der Schirmherrschaft von CLUSTER. Zudem besteht auch eine enge Kooperation mit einem vergleichbaren chinesischen Universitätsnetzwerk, die sich in neuen Initiativen zum Doktorandenaustausch zwischen Europa und China zeigt. Diese Einzelinitiativen wurden unmittelbar vor der Generalversammlung im Netzwerk besprochen und auf den aktuellen Stand gebracht.

Das Consortium Linking Universities of Science and Technology for Education and Research (CLUSTER) besteht aus zwölf führenden technischen Universitäten in Europa, darunter der TU Darmstadt. Die TU koordiniert im Rahmen von CLUSTER ein strategisches Erasmus+-Partnerschaftsprojekt EUCRITE zur Entwicklung eines europäischen Kompetenzzentrums für Flüchtlingsintegration und ist ferner Projektpartner im EU-Projekt EU4T mit Schwerpunkt Entrepreneurial Engineering Education. Dezernat Internationales / sip

Korkgeld für Kulturförderung: TU übergibt Scheck an Studierendenwerk

Bei der Scheckübergabe (v.li.n.re.): Volker Rettig (Leitung Hochschulgastronomie), Ursula Lemmertz (Leitung Beratung und Soziales), Ulrike Laux (Geschäftsführerin des Studierendenwerks Darmstadt) und Professor Matthias Rehahn (Vizepräsident für Wissens- und Technologietransfer, Alumni und Universitätsförderung). Bild: Dezernat 3F
Bei der Scheckübergabe (v.li.n.re.): Volker Rettig (Leitung Hochschulgastronomie), Ursula Lemmertz (Leitung Beratung und Soziales), Ulrike Laux (Geschäftsführerin des Studierendenwerks Darmstadt) und Professor Matthias Rehahn (Vizepräsident für Wissens- und Technologietransfer, Alumni und Universitätsförderung). Bild: Dezernat 3F

13. April 2018

Vor blühenden Kirschbäumen fand die offizielle „Korkgeldübergabe“ von Professor Dr. Matthias Rehahn, Vizepräsident für den Wissens- und Technologietransfer, Alumni und Fundraising der TU Darmstadt, an Ulrike Laux, Geschäftsführerin des Studierendenwerks Darmstadt, statt. Das Korkgeld ist Teil einer Kooperationsvereinbarung beider Einrichtungen in Bezug auf Campuswerbung und Werbe-Aktivitäten. Für 2017 beläuft es sich auf 3303,50 Euro.

Die TU Darmstadt bietet werbliche Flyerverteilung, Plakataufhängungen und Promotionen-Aktivitäten seit 2017 gemeinsam mit ihrem neuen Partner UAM Media Group GmbH an. Mittels transparenter Rahmenbedingungen wird einerseits angestrebt, die Menge an Werbung zu begrenzen, andererseits werden Einnahmen generiert, die auch den Studierenden zu Gute kommen. Gelegentlich werden bei Werbeaktionen Getränke oder Snacks an Studierende verschenkt. Damit alle Akteure der TU von solchen Aktionen profitieren und auch dem Studierendenwerk keine Einbußen entstehen, erhält letzteres einen finanziellen Ausgleich, das sogenannte Korkgeld. Dieses kommt wiederum dem Bereich Kulturförderung des Studierendenwerks zu Gute, welcher über kulturelle Projekte das studentische Leben unterstützt. Vizepräsident Rehahn begrüßte daher insbesondere die fruchtbare Zusammenarbeit von Studierendenwerk und TU Darmstadt zum Vorteil aller. ib / bjb

Physiker Peter Grünberg ist tot

Peter A. Grünberg. Bild: FZ Jülich
Peter A. Grünberg. Bild: FZ Jülich

12. April 2018

Die TU Darmstadt trauert um den Nobelpreisträger Peter A. Grünberg. Er verstarb Anfang April im Alter von 78 Jahren. Der herausragende Physiker war Alumnus unserer Universität. Er studierte von 1963 bis 1966 an der TH Darmstadt. Nach seinem Diplom 1966 arbeitete er als Doktorand an der Physik-Fakultät der TH und promovierte 1969 hier zum Thema „Spektroskopische Untersuchungen an einigen Selten-Erd-Granaten“. 2007 wurde ihm und Albert Fert der Nobelpreis für Physik zu gleichen Teilen zuerkannt. Die beiden Wissenschaftler wurden damit für ihre unabhängig voneinander gelungene Entdeckung des Riesenmagnetowiderstands (Giant Magnetoresistance – GMR) in den 1980er Jahren ausgezeichnet. Dieser Effekt brachte den Durchbruch zu Giga-Byte-Festplatten, die heutzutage in jedem PC eingebaut sind.

Bereits 1989 wurde Grünberg mit dem Zukunftspreis des Bundespräsidenten und 2006 mit dem Erfinderpreis der Europäischen Kommission ausgezeichnet. Im März 2007 erhielt er die Stern-Gerlach-Medaille, die höchste DPG-Auszeichnung für Experimentelle Physik. Zu seinen weiteren Auszeichnungen zählen der Japan-Prize der Science and Technology Foundation of Japan (JSTF) und der Wolf-Foundation-Prize, ebenfalls beide 2007. Die RWTH Aachen, die Universitäten Bochum, Köln, Saarbrücken, Athen, Sendai (Japan) sowie das Gebze Institute of Technology in der Türkei verliehen ihm die Ehrendoktorwürde. Im Jahr 2008 ernannte ihn die Stadt Jülich zum Ehrenbürger. 2011 wurde er Ehrenmitglied der DPG. map

„Real Lounge“: Studierende entwerfen Pavillon aus Pappe

Im HMZ steht die von Studierenden entworfene "Real Lounge". Bild: Maximilian Rühl.
Im HMZ steht die von Studierenden entworfene „Real Lounge“. Bild: Maximilian Rühl

12. April 2018

Im Hörsaal und Medienzentrum (HMZ) auf dem Campus Lichtwiese ist noch bis zum 30.04.2018 der realisierte Entwurf „Real Lounge“ zu sehen. Im Rahmen einer Lehrveranstaltung des Instituts für Konstruktives Gestalten und Baukonstruktion (KGBauko) sollten Studierende der Bau- und Umweltingenieurwissenschaften einen Pavillon konzipieren, der zwischen Lehrveranstaltungen zu einer kurzen Pause einlädt.

Das Besondere dabei: alle Einzelteile des Pavillons sollten vollständig aus Pappe bestehen und zudem schnell auf- und abbaubar sein. Außerdem sollten stabile Strukturen entstehen, die ein Höchstmaß an Tragfähigkeit gewährleisten. Durch Faltungen wurde dem Papier einerseits Steifigkeit verliehen, andererseits ergaben sich aus dem zweidimensionalen Werkstoff räumliche Strukturen mit erstaunlicher Formvielfallt und Komplexität.

Aus einer Vielzahl von Einzelentwürfen der Studierenden Saskia Erler, Oliver Fijas, Sarah-Lisa Litzendorff, Fatih Karabulut, Anna Weber wurde schließlich die „Real Lounge“ entwickelt – eine geodätische Kuppel aus unterschiedlichen stabartigen Dreiecken, Fünfecken und Sechsecken, die durch ein Raum-im-Raum-Prinzip und große Lichtdurchlässigkeit besticht. Pick/map

TU Ideenwettbewerb geht in die nächste Runde

TU Darmstadt Ideenwettbewerb 2018. Bild: Highest
Der TU Darmstadt Ideenwettbewerb 2018 hat begonen. Bild: Highest

10. April 2018

Bis zum 14.08.2018 können von Mitgliedern der TU Darmstadt wieder Produkt- und Geschäftsideen für den TU Ideenwettbewerb vorgeschlagen werden. Eine unabhängige Expertenjury aus Wirtschaft und Wissenschaft testet die eingereichten Ideen auf ihr Vermarktungs- beziehungsweise Innovationspotential. Die vielversprechendsten Vorschläge aus den Kategorien „Studierende“ und „Wissenschaftler/-innen“ werden im Rahmen des TU Innovation Day 2018 am 22. Oktober mit Preisgeldern in Höhe von 12.000€ ausgezeichnet.

Wer teilnehmen möchte, wird gebeten, die Idee online einzureichen. Das Anmeldeformular und weitere Informationen finden sich auf der Webseite zum Wettbewerb. Highest/cst

Bundestagsabgeordneter zu Gast

04. April 2018

Heute hat TU-Präsident Hans Jürgen Prömel den Bundestagsabgeordneten Jens Zimmermann an der TU Darmstadt empfangen. Zimmermann ist ordentliches Mitglied im Finanzausschuss des Bundestags und im Ausschuss Digitale Agenda. Er ist zudem digitalpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion. Im Gespräch mit TU-Präsident Prömel informierte er sich über zentrale Themen der Hochschulpolitik. Gegenstand des Gesprächs waren auch die Entwicklung des Standorts Darmstadt sowie die Themen Digitalisierung und Industrie 4.0. Das Präsidium der TU Darmstadt steht in regelmäßigem Austausch mit der Bundes- und Landespolitik. Hechler/sip

Die Zukunft von digitalem Lehren und Lernen

TU- Vizepräsident Professor Bruder stellt Zukunftsperspektiven vor. Bild: Christian Hoppe
TU- Vizepräsident Professor Bruder stellt Zukunftsperspektiven vor. Bild: Christian Hoppe

03. April 2018

Am 14.03. fand zum zweiten Mal der Tag der Digitalen Lehre an der TU Darmstadt statt. Lehrende, Mitarbeitende und Studierende diskutierten über aktuelle Herausforderungen und Projekte der digital-unterstützten Lehre. TU-Vizepräsident Professor Ralph Bruder präsentierte den Stand und die Perspektiven der digitalen Lehre an der TU Darmstadt. Professor Gerd Gidion vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) berichtete über Erfahrungen des KIT durch begleitende Videoaufzeichnungen großer Lehrveranstaltungen.

Außerdem stellten Studierende im Rahmen des Wettbewerbs „Inspire Us“ ihre Ideen für Lernvideos vor, die schwierige Fachinhalte aus dem Studium einfach und anschaulich erklären sollen. Von den Anwesenden wurde die Idee „Old but Gold?! Die PCR früher und heute“ als Gewinnerprojekt ausgewählt.

Die Einzelheiten vom Tag der Digitalen Lehre 2018 sind im E-Learning-Blog zusammengefasst. cst

März 2018

Professoren analysieren UBER-Unfall

28. März 2018

Professor Dr. Hermann Winner vom Fachgebiet Fahrzeugtechnik an der TU Darmstadt hat zusammen mit Kollegen von Uni-DAS e.V. – einem Zusammenschluss von sechs deutschen Universitätsinstituten mit den Forschungsschwerpunkten Fahrzeugtechnik, Fahrerergonomie, Fahrerassistenzsystem und Automatisiertes Fahren – eine Einschätzung zu dem Unfall eines automatisierten Fahrzeugs in den USA veröffentlicht. Die Wissenschaftler weisen darauf hin, dass im nicht automatisierten Verkehr tödliche Kollisionen keine Seltenheit sind. Für automatisierte Fahrzeuge erwarten die Autoren mittel- bis langfristig, dass sorgfältig entwickelte und abgesicherte automatisierte Fahrzeuge dazu führen, dass die Unfallzahlen gegenüber dem heutigen Stand sinken. Deshalb hoffen sie, dass dieser bedauernswerte Unfall nicht dazu führt, die Akzeptanz der Gesellschaft für die Technologie zu vermindern. . Uni-DAS / map

Google Faculty Research Award für Mira Mezini

Prof. Dr. Mira Mezini. Bild: Katrin Binner
Prof. Dr. Mira Mezini. Bild: Katrin Binner

27. März 2018

Informatik-Professorin Mira Mezini hat einen der Google Faculty Research Awards 2017 für ein Projekt zu problematischen Kinder-Apps erhalten. Die Förderung in Höhe von circa 70.000 Euro wurde für das Projekt „Identifying Problematic Children Apps“ bewilligt. Die Förderung ermöglicht es laut Google einem Doktoranden, ein ganzes Jahr an diesem Projekt zu arbeiten, außerdem können die Forscherinnen und Forscher der Arbeitsgruppe der jeweiligen Universität mit den Wissenschaftlern und Ingenieuren von Google direkt zusammenarbeiten und so Synergien nutzen. Aus 1033 Anträgen von 360 Universitäten wurden nach mehreren Auswahlrunden 152 Projekte zur Förderung ausgewählt.

Zum Projekt „Identifying Problematic Children Apps“: Die Herausforderungen von Smartphones und deren Fähigkeit, quasi beliebige Apps auszuführen, stellen viele Eltern vor große Herausforderungen im Hinblick darauf, welche Apps für ihre Kinder geeignet sind. Deswegen wurden von den Herstellern explizit Gütesiegel (“Familie”, ab 5 Jahre, etc.) eingeführt, die es Eltern ermöglichen solche Apps zu identifizieren, die die Privatheit der Daten ihrer Kinder nicht verletzen. Leider hat sich jedoch gezeigt, dass es immer wieder Apps in die großen App-Märkte schaffen, die Kinder in unangemessener Weise nachverfolgen trotz entsprechender Auszeichnung. Das Ziel des Projekts ist es, eine bessere Erkennung von solchen Apps mit Mitteln der automatisierten Analysen von Softwareverhalten zu ermöglichen und somit das Vertrauen in entsprechende Auszeichnungen wieder herzustellen. CYSEC / bjb

Land Hessen fördert sechs TU-Gründerteams

20. März 2018

Die ersten Gründerteams haben die Förderurkunden des „Hessen Ideen Stipendiums“ entgegengenommen. Die TU Darmstadt konnte dabei besonders punkten: Sechs der 14 geförderten Teams der ersten Runde kommen von der TU.

Eine unabhängige Jury wählte die TU-basierten Projekte „Digitales Shopfloor Management“, „Floating Office“, „Harvey“, „Karuna“, „Process Control Unit für additive Fertigung im FDM-Verfahren“ sowie „Quodera“ zur Förderung aus. Beworben hatten sich 40 Teams aus zehn hessischen Hochschulen. „Die große Resonanz auf das ,Hessen Ideen Stipendium‘ zeigt, welches Potenzial für Gründungsideen an den hessischen Hochschulen vorhanden ist“, so der hessische Wissenschaftsminister Boris Rhein. „Die hessischen Hochschulen sind ein schier unerschöpflicher Pool an kreativen und engagierten Menschen mit unkonventionellen und innovativen Ideen.“

Die Förderung umfasst einen Zuschuss zum Lebensunterhalt und die Teilnahme am „Ideen Akzelerator“, einem Coaching- und Qualifizierungsprogramm. Zum Ende der Förderung sollen die Gründerteams idealerweise den erfolgreichen Markteintritt geschafft haben. Das „Hessen Ideen Stipendium“ ist Teil von „Hessen Ideen“, einer Initiative des Landes Hessen, der hessischen Hochschulen und hessischer Unternehmen. Das Land unterstützt die Gesamtinitiative mit rund 2,9 Millionen Euro in fünf Förderrunden bis 2020. Die nächste Ausschreibung wird am 1. Juli veröffentlicht.

Die TU Darmstadt versteht sich als Gründeruniversität und bietet über das Innovations- und Gründungszentrum HIGHEST eine Vielzahl von Beratungs- und Unterstützungsleistungen an. sip

Studie „Stolpersteine und Erfolgsbedingungen im Studium“

19. März 2018

Mit welchen Problemen sind Studierende mit Migrationshintergrund konfrontiert? Welche Unterstützungsangebote ermöglichen einen erfolgreichen Studienverlauf? Im Auftrag des Studierendenwerks Darmstadt befragten Marek Fuchs, Professor für Empirische Soziologie an der TU Darmstadt, und seine Mitarbeiterin Elena Lupu Darmstädter Studierende mit und ohne Migrationshintergrund qualitativ hierzu. Vergangenen Freitag (19. März) wurden die Ergebnisse der Studie „Stolpersteine und Erfolgsbedingungen im Studium“ im Rahmen eines Pressegesprächs am Studierendenwerk Darmstadt vorgestellt und diskutiert.

Die Interviews mit den Studierenden mit Migrationshintergrund konnten aufzeigen, dass Eltern einen starken Einfluss auf den zweiten Bildungsweg und das gewählte Studienfach ausüben würden. Wem von zu Hause aus eine Fokussierung auf typische „A-Berufe“ wie Arzt, Anwalt, Architekt mitgegeben werde, der oder die habe es schwerer, sich in Richtung eigener fachlicher Neigungen Selbstbewusstsein und Freiräume zu erobern, die den Studien-Erfolg wahrscheinlicher machen, so eine der Schlussfolgerungen der Studie. pb

Tests zu automatisiertem Fahren auf dem August-Euler-Flugplatz

Datenerhebung zu automatisiertem Fahren auf dem August-Euler-Flugplatz. Bild: FZD
Datenerhebung zu automatisiertem Fahren auf dem August-Euler-Flugplatz. Bild: FZD

14. März 2018

Das Fachgebiet Fahrzeugtechnik (FZD) am Fachbereich Maschinenbau der TU Darmstadt ist einer der Projektpartner des von der EU und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts „ENABLE-S3“, das sich mit dem Testen automatisierter Systeme sowohl in der Automobilindustrie als auch in anderen Mobilitätsbereichen befasst. Nun wurden im Rahmen dieses Projekts Versuchsfahrten auf dem August-Euler-Flugplatz in Griesheim durchgeführt. In unterschiedlichen Autobahn- und Parkszenarien wurden dabei Daten von Radar- und Lidarsensorik erhoben, die als Grundlage für die Entwicklung von Simulationsmodellen der Umfeldsensorik dienen.

Ziel dieser Forschungsaktivität bei FZD ist es, durch valide Simulationsmodelle den Sicherheitsnachweis automatisierter Fahrfunktionen auch durch virtuelle Testfahrten zu ermöglichen, um damit den Testaufwand erheblich zu reduzieren. Die nun vorhandene Datenbasis wird eine wichtige Grundlage für die weitere Forschung auf dem Gebiet der Sensormodelle bei FZD bilden.

Insgesamt kamen sechs Fahrzeuge zum Einsatz, die jeweils mit Messtechnik zur hochgenauer Positionierung ausgestattet waren. Das Fahrzeugkollektiv umfasste neben verschiedener Pkw auch den fachgebietseigenen Lkw, einen Anhänger, sowie ein Motorrad. Die Versuchsreihe wurde zusammen mit internationalen Projektpartnern aus Industrie und Wissenschaft durchgeführt. Neben dem FZI aus Karlsruhe war mit der TU Graz auch eine der Partneruniversitäten der TU Darmstadt eingebunden. Von Seiten der Industrie waren AVL Deutschland aus Karlsruhe, Siemens Industry Software aus Leuven, Belgien, und die TWT GmbH aus Stuttgart beteiligt. Enable / bjb

Ionenkanal-Signalen auf der Spur

Porträt von Dr. Indra Schröder. Bild: Katrin Binner
Dr. Indra Schröder. Bild: Katrin Binner

12. März 2018

Ionenkanäle regulieren viele Vorgänge in unserem Körper, wie Nervenleitung, Muskelaktivität, Insulinausschüttung und Zellteilung. Für den direkten Nachweis des Öffnens und Schließens einzelner Kanäle in der Zellmembran erhielten Erwin Neher und Bert Sakman 1991 den Nobelpreis für Medizin. Oft sind diese elektrischen Schaltsignale jedoch schwer zu deuten, weil sie schneller sind, als man messen kann. Darum haben Ingenieurinnen und Ingenieure im Team von Kenneth Shepard an der Columbia University in New York und Indra Schröder vom Fachbereich Biologie an der TU Darmstadt in einem gemeinsamen Projekt die zeitliche Auflösung der Messungen verbessert. Dies gelang durch die Kombination extrem rauscharmer Tranzimpedanzverstärker basierend auf integrierter CMOS-Technologie (New York) und einer neuen Methode zur Analyse der Daten (Darmstadt).

In einem im Februar diesen Jahres bei der Zeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America (PNAS) veröffentlichten Artikel wurden die Signale des Calciumkanals „RyR1“, der an der Muskelaktivität beteiligt ist, untersucht. Dabei konnten extrem schnelle Ereignisse mit einer Dauer von nur 50 Nanosekunden aufgelöst werden. Dies ist mehrere Tausend mal schneller als die Auflösungsgrenze herkömmlicher Messsysteme und nahe der Durchtrittszeit eines einzelnen Ions durch einen Ionenkanal. Schröder / bjb

Fachbereich Architektur beteiligt sich an Messe „Light+Building“ und „Luminale“

Partizipative Skulptur „Willst Du sehen, so lerne zu handeln“ des Fachgebiets Digitales Gestalten. Bild: DDU
Partizipative Skulptur „Willst Du sehen, so lerne zu handeln“ des Fachgebiets Digitales Gestalten. Bild: DDU

8. März 2018

Der Fachbereich Architektur ist auch in diesem Jahr wieder mit zahlreichen Projekten, Präsentationen und Vorträgen vom 18. bis 23. März auf der Fachmesse „Light+Building“ und der begleitenden Lichtkunst-Biennale „Luminale“ in Frankfurt vertreten. Rund 2.600 Aussteller präsentieren im Rahmen von „Light+Building“ auf dem Frankfurter Messegelände ihre Weltneuheiten für Licht, Elektrotechnik sowie Haus- und Gebäudeautomation. Die Arbeitsgruppe Licht des Fachgebietes Entwerfen und Gebäudetechnologie (Prof. Anett-Maud Joppien) präsentiert sich dort am Messestand der Hochschulen bei der Deutsche Lichttechnischen Gesellschaft e.V. und stellt ihre Projekte am 22. März mit mehreren Vorträgen vor.

Im Rahmen der Lichtkunst-Biennale „Luminale“ präsentiert der Fachbereich in der Frankfurter Innenstadt zudem zwei Lichtinstallationen. Die raumbildende, aus vielen Bausteinen zusammengesetzte, Skulptur „Willst Du sehen, so lerne zu handeln“ des Fachgebiets Digitales Gestalten lädt zum Verweilen ein, trägt aber auch eine versteckte Botschaft in sich: Die scheinbar zufällig auf dem Objekt verteilten Farb- und Lichttupfer ergeben erst Sinn, wenn man den „richtigen“ Standpunkt gefunden hat. Dann setzen sie sich zu einem lesbaren Bild zusammen und geben ihr Geheimnis preis. Doch nur für einen kurzen Moment, denn ein Roboterarm baut die digitale Aggregation permanent um, indem er Bausteine ergreift und sie an einem anderen Ort wieder absetzt. Die Installation macht Betrachtende zu aktiv Teilhabenden. Die Skulptur ist von 18 bis 22 Uhr auf dem Markt im Hof, Wallstraße 9-13 zu sehen.

Die Lichtinstallation PULSE besteht aus einem Raster aus Lichtpunkten, das durch Sensoren interaktiv mit den Passanten der Taunusanlage kommuniziert. So wird der beständige Strom der Pendler erfahrbar gemacht. Die Bewegungen der Passanten und Besucher werden zum Lichtspiel. PULSE ist ein Projekt der Studierenden Malte Spalink, Falk Moritz Lüpke und Björn Büchler. Es wurde vom Fachgebiet Plastisches Gestalten (Prof. Ariel Auslender) betreut. Die Lichtinstallation ist ganztägig in der S-Bahnstation Taunusanlage zu sehen. Metzger / pb

Presseschau: Warum die Uhren nachgehen

7. März 2018

Mit Strom versorgte Uhren gehen derzeit nach. Grund dafür sind Schwankungen im Stromnetz, die wiederum auf einen Streit zwischen dem Kosovo und Serbien zurückzuführen sind. Das Thema wurde von vielen Medien aufgegriffen, unter anderem von Spiegel online, der Süddeutschen Zeitung und hr-info. Die fachliche Expertise wurde von Professorin Jutta Hanson vom Fachbereich etit eingeholt. cst

Presseschau: Wie Roboter lernen

6. März 2018

Wo und wie entsteht unsere Zukunft? Diesen Fragen ging die hr-Sendung „Der Hessenreporter“ in Darmstadt nach – unter anderem im TU-Fachbereich Informatik. Im Beitrag Ortsreportage Darmstadt – wo unsere Zukunft entsteht erklärt Professor Jan Peters, wie Roboter zu intelligenten Helfern werden, wie sie Bewegungen lernen können und was den halbhumanoiden Roboter Darias so besonders macht. cst

Zusammenarbeit mit der Extreme Light Infrastructure wird intensiviert

Unterzeichung der Vereinbarung: Generaldirektor Nicolae-Victor Zamfir, TU-Präsident Hans Jürgen Prömel und Robert Roth vom IKP (v.l.n.r.). Bild: Volker Werner
Unterzeichung der Vereinbarung: Generaldirektor Nicolae-Victor Zamfir, TU-Präsident Hans Jürgen Prömel und Dekan Michael Vogel (v.l.n.r.). Bild: Volker Werner

6. März 2018

Am Rande der Vor-Ort-Begutachtung des beantragten LOEWE-Schwerpunkts „Nukleare Photonik“ haben TU-Präsident Hans Jürgen Prömel und Nicolae-Victor Zamfir, Generaldirektor des Horia Hulubei National Institute of Physics and Nuclear Engineering (Magurele, Rumänien), am 5. März eine Vereinbarung zur Intensivierung der Zusammenarbeit im Rahmen der aus Mitteln der Europäischen Strategie für die Großgeräteforschung (ESFRI) finanzierten „Extreme Light Infrastructure (ELI)“ unterzeichnet.

Die „Extreme Light Infrastructure“ ist ein standortverteiltes europäisches Großgeräteprojekt der Grundlagenforschung zur Erweiterung der experimentellen Rahmenbedingungen für laserbasierte Nuklearforschung. Die Kooperation mit dem „National Institute of Physics and Nuclear Engineering“ im Rahmen des „ELI“-Forschungsinfrastrukturprojekts wurde im Jahr 2014 initiiert. Darmstädter Wissenschaftler um die Professoren Markus Roth und Norbert Pietralla am Institut für Kernphysik haben sich in diesem Rahmen in die Konzeption der Experimentieraufbauten und des zugehörigen Forschungsprogramms eingebracht. Neubrand

QS-Ranking: TU drei Mal in den Top-100

2. März 2018

Im kürzlich erschienenen QS-Fächerranking erreichen die Ingenieur- und Naturwissenschaften der TU Darmstadt wie im vergangenen Jahr gute Platzierungen. Die TU Darmstadt gehört danach in der Fächergruppe Ingenieurwissenschaften sowie im Fach Maschinenbau weiterhin zu den 100 besten Universitäten weltweit. Verbessert hat sich das Fach Physik, das nun auch zur Spitzengruppe gehört. Damit hat sich die Zahl der internationalen Top-100-Positionierungen der TU im Jahr 2018 auf drei erhöht.

Auch die weiteren profilbildenden Fächer der TU Darmstadt schneiden gut ab. Deutschlandweite Top-10-Plätze erreichen neben Maschinenbau und Physik auch Informatik, Elektrotechnik und Materialwissenschaften.

Das Ranking, das jährlich vom britischen Unternehmen Quacquarelli Symonds (QS) veröffentlicht wird, zählt zu den bekanntesten internationalen Universitätsrankings und enthält diesmal Ranglisten für fünf Fächergruppen sowie 48 Fächer. Die Bewertungen des Rankings basieren auf Reputationsumfragen in Wissenschaft und Unternehmen sowie auf Publikations- und Zitationsdaten. Zielbauer/sip

Februar 2018

Forschungstransfer-Organisation zu Gast an der TU

28. Februar 2018

Die TU Darmstadt war Gastgeberin für die Kuratoriums- und Ehrenmitgliedersitzung der Gemeinnützigen Gesellschaft zur Förderung des Forschungstransfers (GFFT) e.V. TU-Präsident Professor Hans Jürgen Prömel, der auch stellvertretender Kuratoriumsvorsitzender der GFFT ist, begrüßte die Gäste. Den Impulsvortrag mit dem Titel „Das intelligente Unternehmen“ hielt Bernhard Koch, Geschäftsführer der GFFT Innovationsförderung GmbH.

Die GFFT vermittelt nach eigenen Angaben den effizienten und effektiven Transfer von innovativen Ideen und Lösungen. Im Themenfokus der GFFT stehen Digitalisierung und Informationstechnologie. Der Verein möchte einen Beitrag dazu leisten, dass Deutschland in Zukunft im globalen Wettbewerb im Spitzenfeld wirken und gestalten kann.

Zu den Ehrenmitgliedern der GFFT zählen unter anderem die TU-Professoren Johannes Buchmann, José L. Encarnação und Johann-Dietrich Wörner. feu

Presseschau: TU-Wissenschaftler über das Urteil zu Dieselfahrverboten

27. Februar 2018

Das Bundesverwaltungsgericht hat entschieden, dass Fahrverbote für Dieselfahrzeuge grundsätzlich zulässig sind. Auch Wissenschaftler der TU haben zur aktuellen Diskussion beigetragen.

Manfred Boltze, Professor für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik (IVV), begrüßt das Urteil und fordert ein entschiedenes Handeln der Bundesregierung: „Mit dem jüngsten Gerichtsentscheid über Diesel-Fahrverbote wurde in der Abwägung eine folgerichtige Entscheidung zu Gunsten des Gesundheitsschutzes ergriffen. Damit wird zumindest eine der Maßnahmen der Umsetzung etwas näher gebracht, die tatsächlich etwas zur Verbesserung der Situation beitragen und die Anzahl der Verkehrstoten durch Luftschadstoffe reduzieren können. Davon profitieren wir alle und besonders die Autofahrer, die den Schadstoffen besonders ausgesetzt sind und deren eigene Gesundheitsgefährdung bisher viel zu wenig beachtet wird. Zu den Maßnahmen, von denen man zeitnah eine hinreichende Wirkung erwarten darf, gehören neben Fahrverboten vor allem Verpflichtungen zur technischen Nachbesserung an den Fahrzeugen sowie finanzielle Anreize zum Umsteigen auf verträglichere Verkehrsmittel. Zu Letzterem gehören der jüngst in die Diskussion gekommene Nulltarif für Busse und Bahnen im Nahverkehr oder auch City-Maut-Konzepte.

Für alle diese Maßnahmen braucht es aber endlich ein entschiedenes Handeln der Bundesregierung. Dies gilt auch für die Fahrverbote, deren bundesweit einheitliche, effiziente Umsetzung die rechtliche Einführung der „blauen Plakette“ erfordert. Die Städte allein werden ihre Bürgerinnen und Bürger nicht ausreichend schützen können, und die Bundesregierung kann ihre Verantwortung auch mit dem milliardenschweren Fördertopf „Saubere Luft“ nicht an die Städte abtreten. Natürlich sollte unbedingt viel getan werden, um die „Verkehrswende“ zu erreichen und das Zufußgehen, Fahrradfahren und die Nutzung des ÖPNV attraktiver zu machen. Das setzt aber alles auf Freiwilligkeit und braucht einige Zeit, um unser Verhalten zu ändern. Ein Grundproblem liegt dabei darin, dass den meisten Menschen bisher kaum bewusst ist, wie sehr sie den Luftschadstoffen als Anlieger und als Verkehrsteilnehmer tatsächlich ausgesetzt sind und wie sich das auf ihre Gesundheit und Lebenserwartung auswirkt. Auch in dieser Hinsicht leistet der Leipziger Gerichtsentscheid zu Fahrverboten einen wichtigen Beitrag. Er sollte uns klar machen, dass es letztlich nicht um abstrakte Grenzwerte geht, sondern um Menschenleben. Und das muss uns wichtiger sein als Einschränkungen in der Fahrzeugnutzung für getäuschte Diesel-Pkw-Besitzer oder wirtschaftliche Nachteile für die Automobilindustrie zur Nachrüstung manipulierter Fahrzeuge.“

Professor Christian Beidl vom Institut für Verbrennungskraftmaschinen und Fahrzeugantriebe (VKM) hat sich im Rahmen der ZDF-Doku „planet e.“ geäußert. Unter Deutschland im Abgas-Stress spricht er unter anderem über Versäumnisse des Gesetzgebers und Motoren, die die strengen Abgasrichtlinien einhalten. cst

Energiekonferenz im Zeichen von „Kopernikus“

21. Februar 2018

Bei der diesjährigen Darmstädter Energiekonferenz, die am 1. März im Hörsaal- und Medienzentrum stattfindet, stehen die „Kopernikus-Projekte für die Energiewende“ im Mittelpunkt. An drei Initiativen dieses Förderprogramms des Bundes ist die TU Darmstadt beteiligt: Als Konsortialführerin im Projekt „SynErgie“ sowie als Beteiligte in den Projekten „ENavi“ und „ENSURE“. Die drei Initiativen werden auf der Konferenz mit Überblicks- und Projektvorträgen vorgestellt. Weitere Beiträge etwa über Darmstadt als Stadt der Energie- und Verkehrswende, über technische Photosynthese, Mobilität im ländlichen Raum oder Blockchains im Energiemarkt runden das Programm ab.

Das 2016 aufgelegte Kopernikus-Programm ist die bislang größte Forschungsinitiative des Bundes zur Energiewende. Die vier ausgewählten Projekte wurden in der ersten, dreijährigen Förderphase mit 120 Millionen Euro ausgestattet. Das Programm soll bis 2025 laufen.

Das an der TU koordinierte Projekt „SynErgie“ soll branchenübergreifend demonstrieren, wie energieintensive Produktionsprozesse an eine schwankende Energieversorgung angepasst, Versorgungskosten gesenkt und CO2-Emissionen reduziert werden. Dr.-Ing. Stefan Seifermann, Institut PTW der TU und Leiter der Koordinierungsstelle „SynErgie“ wird das das Projekt bei der Konferenz vorstellen: „Das produzierende Gewerbe hat in Deutschland den größten Anteil am Strombedarf und auch einen sehr hohen Wärmebedarf. Aus diesem Grund bietet die Industrie einen großen Hebel für das sogenannte Demand-Side Management bei gleichzeitiger hoher gesellschaftlicher Akzeptanz.“ Aufgrund der hohen Heterogenität industrieller Produktionsprozesse bestehe in den kommenden Jahren hoher Forschungsbedarf. Das Kopernikus-Projekt „ENavi“, in das die TU ihre Expertise einbringt, betrachtet die Energiewende als einen gesamtgesellschaftlichen Veränderungsprozess. Auf diesem Wege wird das Projekt dazu beitragen, die Energiewende mit größtmöglicher Akzeptanz voran zu treiben. „ENSURE“, an dem die TU ebenfalls richtungweisend beteiligt ist, will zeigen, wie durch eine Kombination von dezentral und zentral erzeugtem Strom die Kosten für den Netzumbau verringert werden können.

Veranstalter der 10. Darmstädter Energiekonferenz sind das TU Darmstadt Energy Center, der Profilbereich „Energiesysteme der Zukunft“ und der Beirat des TU Darmstadt Energy Center. sip

Lernen und Arbeiten auf 420 Quadratmetern

Das neue Lernzentrum im Alten Hauptgebäude. Bild: Thomas Eicken
Das neue Lernzentrum im Alten Hauptgebäude. Bild: Thomas Eicken

20. Februar 2018

Das neue Lernzentrum im ersten Untergeschoss des Alten Hauptgebäudes wird von den Studierenden der Universität gut angenommen. Seit Mitte November 2017 finden Studierende dort zentral auf dem Campus Stadtmitte auf 420 Quadratmetern rund 135 Lernplätze. Zum Lernen stehen ihnen neben Gruppenarbeitsräumen sowohl offene als auch geschlossene Bereiche an einem zentralen Ort auf dem Campus Stadtmitte zur Verfügung. Das Zentrum ist täglich von 8 bis 22 Uhr geöffnet.

Die Raumflächen im ersten Untergeschoss des Alten Hauptgebäudes – dem sogenannten Sockelgeschoss – wurden bis Ende 2013 von den betriebsinternen Werkstätten der TU Darmstadt genutzt. Durch den Umzug der Werkstätten in die Ernst-Neufert-Halle wurden diese Raumflächen frei und für eine anschließende Umnutzung entkernt und von Grund auf saniert. Neben dem Lernzentrum sind im Sockelgeschoss Seminarräume sowie Büro- und Laborflächen entstanden. pb

Professor Sadeghi beim „Future Security Science Match“

14. Februar 2018

Professor Dr.-Ing. Ahmad-Reza Sadeghi nimmt am „Future Security Science Match 2018“ als Sprecher der TU Darmstadt, einem Wissenschaftspartner der Konferenz, teil. Das “Future Security Science Match” findet am Donnerstag, 15. Februar, am Vortag der 54. Münchner Sicherheitskonferenz (MSC), statt. Ziel der Veranstaltung ist es, einen umfassenden Einblick in alle sicherheitsrelevanten Themen zu geben und den internationalen Austausch zwischen Regierungsvertretern, Nichtregierungsorganisationen, Wirtschaft und Wissenschaft zu intensivieren. Ahmed-Reza Sadeghi ist Leiter des System Security Lab und Direktor des Intel Collaborative Research Institute for Secure Computing an der TU Darmstadt. Seine Forschungsgebiete sind Cloud-Sicherheit, Sicherheit des Internets und kritischer Infrastrukturen sowie Sicherheit mobiler und cyber-physikalischer Systeme. map

Presseschau: Podcast des Deutschlandfunks zum Kolloquium Resilienz

12. Februar 2018

Anfang Dezember 2017 veranstaltete der TU-Sonderforschungsbereich 805 „Beherrschung von Unsicherheit in lasttragenden Systemen des Maschinenbaus“ ein interdisziplinäres Kolloquium zum Thema „Beherrschung von Unsicherheit durch Resilienz – multidisziplinäre Perspektiven“. Zum Kolloquium waren rund 80 Experten aus höchst unterschiedlichen Bereichen wie Ingenieurwissenschaften, Mathematik, Rechtswissenschaften, Ökonomie, Neurowissenschaften, Stadtentwicklung und der Informations- und Kommunikationstechnologie nach Darmstadt gekommen, um fachübergreifend über das Konzept der Resilienz zu diskutieren.

Deutschlandfunk Nova hat zum Thema „Resilienz in Städten“ vergangenen Sonntag (11. Februar) zwei Vorträge des Kolloquiums in seiner Reihe Hörsaal gesendet. Der Informatiker Professor Matthias Hollick von der TU Darmstadt erklärt, wie umgebaute Straßenlaternen, smarte Staubsauger oder intelligente Autos uns vor dem Kommunikationskollaps retten könnten. In einem zweiten Vortrag erzählt Professorin Annette Rudolph-Cleff vom Fachbereich Architektur an der TU Darmstadt, wie sie und ihr Team Strategien entwickeln, Großstädte resilienter zu machen. Die Sendung des Deutschlandfunks steht sowohl online und als Podcast zu Verfügung. pb

Politik zu Gast an der TU

09. Februar 2018

Im Rahmen eines regelmäßigen Austauschs zwischen TU Darmstadt und Bundes- und Landespolitik sind kürzlich mehrere Politikerinnen und Politiker zu Gast an der TU gewesen.

Die CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Astrid Mannes nutzte ihren Antrittsbesuch für ein Gespräch mit TU-Präsident Professor Hans Jürgen Prömel und TU-Kanzler Dr. Manfred Efinger sowie eine Campusführung. Mannes ist die direkt gewählte Abgeordnete des Wahlkreises Darmstadt.

Die FDP-Landtagsabgeordneten Dr. Jörg-Uwe Hahn und Wiebke Knell informierten sich im Dialog mit TU-Präsident Prömel über die TU. Der Austausch umfasste zentrale Themen der Hochschulpolitik wie Digitalisierung und Industrie 4.0. In beiden Bereichen ist die TU richtungweisend in der Forschung engagiert. sip

Gedenktafel für Professor Gerhard Pahl

Gedenktafel für Professor Gerhard Pahl im Lehrzentrum des Fachbereichs . Bild: Felipe Fernandes
Mit der Benennung würdigt die TU posthum die wissenschaftlichen Leistungen und das Engagement Gerhard Pahls. Bild: Felipe Fernandes

08. Februar 2018

Das Lehrzentrum im Fachbereich Maschinenbau trägt fortan prominent sichtbar den Namen Gerhard Pahl (1925-2015), der von 1964 bis 1990 als Professor für Maschinenelemente und Konstruktionslehre an der TH Darmstadt wirkte. Ihm zu Ehren wurde heute (8. Februar) feierlich eine Gedenktafel im Foyer des Gebäudes L1|10 in der Jovanka-Bontschits-Straße 7 enthüllt. Der vielfach ausgezeichnete Wissenschaftler gilt als Mitbegründer der modernen Konstruktionslehre.

In seinem Festvortrag schilderte der TU-Alumnus Michael Söding, Mitglied des Vorstandes der Schaeffler AG, Erinnerungen an sein Studium der Wirtschaftsingenieurwissenschaften an der damaligen TH Darmstadt in den 1980er-Jahren und würdigte Gerhard Pahl als herausragenden Hochschullehrer. Der TU-Vizepräsident für Studium und Lehre, Professor Ralph Bruder, sagte, das Lehrzentrum spiegele Pahls „moderne und interdisziplinäre Ideen für die Ausbildung der Maschinenbaustudierenden“ wider.

Das Präsidium der TU Darmstadt hatte im vorigen Jahr entschieden, posthum die wissenschaftlichen Leistungen und das Engagement Pahls in Forschung und Lehre mit der Benennung des Lehrzentrums zu würdigen. Das Multifunktionsgebäude des Fachbereichs Maschinenbau mit Computer-Pool-Räumen für 320 Studierende und drei Hallen für Forschung und Lehre wurde im Juni 2017 eröffnet. Vier Fachgebiete – „Angewandte Dynamik“, „Datenverarbeitung in der Konstruktion“, „Mechatronische Systeme im Maschinenbau“ sowie „Produktentwicklung und Maschinenelemente“ – nutzen das Gebäude. feu

Mehr Geld für Hilfskräfte

07. Februar 2018

Die Vergütung für studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte der TU Darmstadt steigt zum 1. April. Das hat das Präsidium der TU beschlossen. In seiner heutigen Sitzung (7.2.) stimmte auch der Senat der Universität zu.

Künftig bekommen studentische Hilfskräfte als Basisvergütung 10,00 Euro pro Stunde (bisher: 9,50 Euro), das entspricht einer Erhöhung um 5,3 Prozent. Hilfskräfte mit erhöhter Stundenvergütung erhalten künftig 11,75 Euro (bisher 11,50 Euro, plus 2,2 Prozent). Für wissenschaftliche Hilfskräfte schlägt die Erhöhung künftig mit einem Stundenlohn von 15,25 Euro zu Buche (bisher 14,50 Euro, plus 5,2 Prozent).

Zusätzlich gewährt die TU ihren Hilfskräften eine monatliche Sonderzahlung in Höhe von fünf Prozent. Mit der Erhöhung der Stundensätze honoriert die TU, dass die studentischen und wissenschaftlichen Hilfskräfte mit ihrer Arbeit zum Renommee und den Erfolgen der Universität beitragen. Zuvor war die Vergütung im Oktober 2015 angehoben worden. sip

Änderung des Vornamens und des Geschlechtseintrags jetzt möglich

06. Februar 2018

Seit dem 1. Februar können Studierende, die sich in einem Geschlechtsänderungsprozess befinden oder sich im binären Geschlechterverständnis nicht wiederfinden, ihre Angaben im Campusmanagement-System (TUCaN) entsprechend ändern lassen. Das hat das Präsidium der TU beschlossen.

Die TU möchte damit der Diversität Rechnung tragen und Benachteiligungen verhindern. Inter- und Trans*personen soll damit der Universitätsalltag erleichtert und Schwierigkeiten im Studium, die sich in Bezug auf Name und Personenstand ergeben, vermieden werden.

Für die Eintragung im Campusmanagement-System ist ein schriftlicher Änderungsantrag nötig (erhältlich im karo5), der zur Studierendenakte genommen wird. cst

Open-Access-Publikationen der TU9 schnell recherchiert

02. Februar 2018

Wissenschaftlicher Service der TU9-Universitäten: Über eine Suchmaske auf der TU9-Webseite ist seit Anfang Februar die gleichzeitige Suche über alle Open-Access-Publikationen der TU9-Universitäten möglich. Die Suche ist unter https://www.tu9.de/forschung/ zu finden. Die Ergebnisse können zudem nach Universität und Erscheinungsjahr gefiltert werden. Nutzerinnen und Nutzer können die gefundenen Publikationen dann direkt aus der Trefferliste aufrufen.

Die Infrastruktur hinter dem neuen Angebot entstand in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Bielefeld und der Technischen Informationsbibliothek. Die Suchergebnisse liefert die Suchmaschine BASE.

TU9 ist die Allianz führender Technischer Universitäten in Deutschland: RWTH Aachen University, TU Berlin, TU Braunschweig, TU Darmstadt, TU Dresden, Leibniz Universität Hannover, Karlsruher Institut für Technologie, TU München, Universität Stuttgart. sip

Presseschau: Soziologe Hänzi in der 3sat-Kulturzeit

02. Februar 2018

Einen Beitrag in der #MeToo-Debatte liefert Dr. Denis Hänzi, Institut für Soziologie der TU Darmstadt. Im Live-Gespräch in der 3sat-Kulturzeit (ab 10‘00‘‘) spricht der Theatersoziologe über Strukturen im Theater- und Kulturbetrieb, die sexualisierte Übergriffe fördern. So spielten hier insbesondere die informellen Arbeitsbeziehungen, starke personelle Abhängigkeiten zwischen Regisseuren und Personal sowie auch Wettbewerb und Machtkämpfe zwischen verschiedenen Häusern und Regisseuren eine Rolle. Zum Tragen komme eine „vergeschlechtlichte Logik“, nach der ein großer weiblicher Anhang die Position etwa des Regisseurs stärke. Nach wie vor gelte vielfach ein aus früheren Jahrhunderten überliefertes, historisches Bild von der eher losen „Frau am Theater“, das zu Übergriffen beitrage.sip

Januar 2018

Umbau Atrium Physik-Institutsgebäude: Wettbewerb abgeschlossen

Atrium Institutsgebäude Physik. Bild: Referat Vc Baumanagement II
Das nicht mehr nutzbare Atrium des Physik-Institutsgebäudes wird zum Forum umgebaut. Bild: Referat Vc Baumanagement II

29. Januar 2018

Das historische Physik-Institutsgebäude S2|07 bekommt eine neue Mitte. Der derzeit nicht mehr nutzbare Bereich unter der historischen Atriumüberdachung wird umgebaut und neu gestaltet. In einem Wettbewerb gewann das Architekturbüro prosa Architektur + Stadtplanung, Darmstadt, den ersten Preis. Die Jury empfahl der TU einstimmig die Realisierung des Entwurfs „Tisch und Wolke“. Die dort skizzierte Raumgestaltung füge sich sinnfällig in den denkmalgeschützten Bestand ein, so das Urteil. „Hierdurch kann nicht nur eine Loslösung der Einbauten von den historischen Mauern, sondern auch eine im besten Sinne öffentliche Anbindung für einen zentralen Bereich erreicht werden.“

Der Entwurf „Tisch und Wolke“ sieht eine tischartig eingestellte, selbsttragende Holzkonstruktion im Raum vor, die über brückenartige Stege an den vier Seiten mit den umgebenden Gebäuden verbunden wird. Das Dach über dem Innenhof soll künftig als pneumatische Konstruktion ausgebildet werden. Der Entwurf sieht fest eingebaute Arbeitsplätze vor, die Mitte des neu entstehenden Forums kann als Ausstellungsfläche genutzt oder für Veranstaltungen flexibel bestuhlt werden.

Das Gebäude S2|07 wurde gemeinsam mit dem Gebäude S2|10 von Erwin Marx in den Jahren 1893 bis 1895 errichtet, im zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und bald nach Kriegsende – um ein Geschoss erhöht – wieder aufgebaut.

Im soeben abgeschlossenen Wettbewerb für den Umbau hatten elf Architekturbüros Arbeiten eingereicht. Den zweiten Preis gewannen Eßmann I Gärtner I Nieper Architekten, Darmstadt, den dritten Design in Architektur, Darmstadt. Eine lobende Erwähnung erhielten Sichau & Walter Architekten, Fulda.

Die Wettbewerbsbeiträge sind noch bis 8. Februar in einer Ausstellung im Erdgeschoss des Uhrturmgebäudes zu sehen (S2|08, Hochschulstraße 4, Raum 71). Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 9.00 bis 18.00 Uhr. Am 2. Februar bleibt die Ausstellung geschlossen. Der Eintritt ist frei.sip

TUD Schauspielstudio feiert 60-jähriges Bühnenjubiläum mit „Ein Phönix zuviel“

Das das TUD Schauspielstudio führt am 3. Februar 2018 sein neues Stück "Ein Phönix zu viel" zum ersten Mal auf. Bild: TUD Schauspielstudio
Das TUD Schauspielstudio führt am 3. Februar 2018 sein neues Stück „Ein Phönix zu viel“ zum ersten Mal auf. Bild: TUD Schauspielstudio

29. Januar 2018

Das TUD Schauspielstudio feiert im Februar sein 60-jähriges Bühnenjubiläum im neu renovierten Wilhelm-Köhler-Saal, der damit auch schauspielerisch eingeweiht wird. Gezeigt wird das gleiche Stück wie 1957 bei der ersten Aufführung der Schauspielgruppe auf dieser Bühne: „Ein Phönix zuviel“ von Christopher Fry – eine Komödie, die ihren Charme aus blumigen Versen gewinnt und ihren Witz aus Wortspielen, Timing und Zusammenspiel der Charaktere. Das Stück erfreute sich in den 1940er bis 1960er Jahren großer Beliebtheit, wurde vielerorts in Theatern aufgeführt und in zehn Versionen für das Fernsehen adaptiert.

„Ein Phönix zuviel“ handelt von Dynamene, einer jungen Frau aus besserem Hause, die ihren Gatten verloren hat und ihn in seiner Gruft beweint. Sie ist entschlossen, dort zu hungern und ihrer Liebe bis in den Tod zu folgen, mit Doto, ihrer loyalen Dienerin, an ihrer Seite. Doch während die beiden Frauen hungern und trauern, werden sie vom Soldaten Tegeus überrascht, der vor der Gruft sechs Gehängte bewachen soll und im Gemäuer nach dem Rechten sehen wollte. Er ist sehr angetan von der aufopfernden Treue Dynamenes, deren Liebe selbst der Tod nicht beenden kann. Doch gerade durch seine Verehrung der jungen Frau und die sich daraus entwickelnden Gefühle für sie beschreitet Tegeus einen Pfad, der sie von ihrem Weg abbringen könnte. Ist das moralisch? Ist das menschlich? Ist das gut oder ist das schlecht? Oder ist das einfach „Ein Phönix zuviel?“

Die Aufführungen finden am 03.02. und 04.02.2018, sowie am 08.02. und 09.02.2018 um 20 Uhr statt. Der Eintritt ist zur Feier des Jubiläums kostenlos (solange Plätze verfügbar), um Reservierung wird gebeten. Zusätzlich ermöglicht eine kleine Ausstellung im Forum des Wilhelm-Köhler-Saals Interessierten einen Einblick in die Geschichte des TUD Schauspielstudios. TUD Schauspielstudio / cst

hobit erneut Besuchermagnet

25. Januar 2018

Die Hochschul- und Berufsinformationstage (hobit) vom 23.-25. Januar erwiesen sich einmal mehr als Publikumsmagnet. Annähernd 20.000 Schülerinnen und Schüler aus Darmstadt und der Rhein-Main-Neckar-Region strömten während der drei Messetage ins Messe- und Kongresszentrum darmstadtium. In über 250 Vorträgen und an 130 Infoständen präsentierten Darmstädter Hochschulen, Gast-Universitäten und Wirtschaftsunternehmen den Besucherinnen und Besuchern ein breit gefächertes Angebot an Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten.

Ein Trend, der sich auch bei der 22. hobit erneut gezeigt hat: Immer mehr Jugendliche wollen nicht gleich studieren oder eine Ausbildung beginnen, sondern ein so genanntes „Gap Year“ (Lückenjahr) verbringen. Uli Knoth, Projektleiter der hobit, spricht von einer „Haltungsänderung“ bei den Schülerinnen und Schülerin. Die Freiheit der Wahl werde für junge Menschen offenbar immer mehr zu einer Entscheidungsqual. „Viele Jugendliche entscheiden sich daher erst einmal für eine Zwischenzeit, um sich zu orientieren und ihre Wünsche zu sortieren.“ Das merken die hobit-Veranstalter auch auf der Messe und haben darauf reagiert: Work & Travel–Vorträge, Anbieter von Freiwilligendiensten wie FSJ (Freiwilliges Soziales Jahr) und FÖJ (Freiwilliges Ökologisches Jahr) hatten großen Zulauf.

Eine Änderung beobachteten die hobit-Macher in diesem Jahr auch beim Informationsverhalten der Abiturientinnen und Abiturienten: Eine Befragung von rund 3.500 hobit-Besuchern hatte noch im Vorjahr ergeben, dass zwar 60 Prozent die hobit für eine wichtige Größe halten und 80 Prozent sie weiterempfehlen, jedoch rund 80 Prozent der Schülerinnen und Schüler unvorbereitet die Messe besuchen. „In diesem Jahr berichteten uns die Aussteller hingegen, dass sie mit gezielten Fragen an die Stände kamen“, sagt Uli Knoth. h_da / cst

Erfolg für „MINT-Zentrum Südhessen“

Die Köpfe hinter dem Konzept "MINT-Zentrum Südhessen. Bild: MINT-Zentrum Südhessen
Die Köpfe hinter dem Konzept „MINT-Zentrum Südhessen“. Bild: MINT-Zentrum Südhessen

25. Januar 2018

Das Konzept „MINT-Zentrum Südhessen“ ist von der Stiftung Jugend forscht und der Joachim Herz Stiftung beim Wettbewerb zur Gründung neuer Schülerforschungszentren ausgezeichnet worden. Das Konzept – erarbeitet von Vertreterinnen und Vertretern der TU Darmstadt, der IHK Darmstadt und des Schulamts Darmstadt-Dieburg sowie des Schuldorfs Bergstraße – sieht neben anderen Standorten auch Räumlichkeiten im DLR_School_Lab an der TU Darmstadt vor. Dort können interessierte Kinder und Jugendliche auch außerhalb eines Schulklassenbesuchs an zwei Nachmittagen „frei forschen“, um sich beispielsweise auf Wettbewerbe vorzubereiten.

Christine Preuß, Geschäftsführerin Zentrum für Lehrerbildung / DLR_School_Lab TU Darmstadt, freut sich über die mit insgesamt 15.000 Euro dotierte Auszeichnung: „Mit der Erweiterung des DLR_School_Labs der TU Darmstadt zu einem der Standorte des neuen MINT-Zentrums Südhessen wird für interessierte Kinder und Jugendliche nun ein Ort geschaffen, an dem sie ihre eigenen Forschungsideen kreativ und interaktiv umsetzen können.“ IHK / bjb

Herausforderungen in einer digitalen Gesellschaft

18. Januar 2018

Die Präsidien der hessischen Hochschulen haben am Donnerstag in Wiesbaden ihre Erwartungen an eine künftige Landesregierung formuliert, die sich nach der Landtagswahl im Oktober 2018 bilden wird. Die Vertreterinnen und Vertreter der Universitäten, der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften sowie der Hochschule Geisenheim präsentierten in einer Pressekonferenz ihre gemeinsamen Wahlprüfsteine, die sich übergreifend an alle Parteien richten. Darin werden unter anderem das langfristig sehr hohe Niveau an Studierendenzahlen, der stetig härter werdende Forschungswettbewerb sowie die kommenden Herausforderungen beim Hochschulbau und der Digitalisierung thematisiert.

„Wenn die Hochschulen – wie es der Wissenschaftsrat formuliert hat – das Organisationszentrum des Wissenschaftssystems sind, dann müssen sie sowohl über die entsprechende Autonomie als auch über eine angemessene Finanzierungsgrundlage verfügen“, sagte Prof. Dr. Joybrato Mukherjee, Sprecher der Konferenz Hessischer Universitätspräsidien (KHU) und Präsident der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU).

Um den großen Bedarf im Bereich Neubauten zu decken und die Sanierungslücken zu schließen, seien die Hochschulen auf einen substantiellen Ausbau des HEUREKA-Programms II bis 2025/2026 sowie eine verlässliche Fortsetzung des bundesweit beachteten hessischen Bauinvestitionsprogramms als HEUREKA III angewiesen. KHU

Fünf Jahre Master-Studiengang „Sustainable Urban Development“ in Vietnam

Gruppenaufgabe: Bau des höchstmöglichen Turms aus Spaghetti und Marshmallows. Bild: Hans Joachim Linke
Gruppenaufgabe: Bau des höchstmöglichen Turms aus Spaghetti und Marshmallows. Bild: Hans Joachim Linke

17. Januar 2018

Seit 2012 bietet die TU Darmstadt den englischsprachigen Master-Studiengang „Sustainable Urban Development“ an der Vietnamese-German-University (VGU) in Ho-Chi-Minh-Stadt an. Er ist einer von sechs Master-Studiengängen, die von deutschen Hochschulen an dieser Universität angeboten werden. Zur Durchführung der Lehrveranstaltungen reisen die Professoren der TU Darmstadt nach Vietnam (Flying Faculty).

Die VGU wurde im Jahr 2008 gegründet, um das deutsche Modell der Kombination von Lehre und Forschung an Hochschulen in Vietnam zu etablieren. Gefördert wird die Universität durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie das Land Hessen.

Das fünfjährige Bestehen des Studiengangs war Anlass, um mit einem Alumni-Treffen den erfolgreichen Start des Studiengangs zu feiern. Mit mehr als 80 Gästen erfolgte ein Rückblick auf die Anfangsjahre, und auch die Weiterführung des Studiengangs als Joint-Degree-Programm zwischen der TU Darmstadt und der VGU wurde intensiv diskutiert. Ziel ist es, zum WS 2019/20 den Studiengang auf eine dauerhafte Basis zu stellen. Die Verbleibestatistik des Studienprogramms zeigt, dass alle Absolventen einen interessanten Arbeitsplatz finden konnten oder sich der Forschung verschrieben haben.

Außerdem wurde ein Forschungszentrum etabliert, dass Forschungsprojekte in Vietnam eigenständig oder in Kooperation mit Kollegen der TU Darmstadt durchführt. Diesem sind derzeit zehn Doktorandinnen und Doktoranden zugeordnet. Bereits drei internationale Konferenzen unter Beteiligung deutscher und Internationaler Forscher wurden bisher durchgeführt, zuletzt im Dezember 2017 zum Thema „Livability of Cities“. Hans Joachim Linke / cst

Open Access in den Ingenieurwissenschaften: BMBF fördert Projekt OpenIng

16. Januar 2018

Das Publikationsmodell des Open Access ist in den Ingenieurwissenschaften bisher vergleichsweise wenig verbreitet, zudem fehlen fachspezifische bundesweite Angebote in diesem Bereich. Das Projekt OpenIng, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Fördermaßnahme „Digitaler Wandel in Bildung, Wissenschaft und Forschung“ von 2018 bis 2019 mit rund 300.000 Euro gefördert wird, soll diese Lücke schließen.

Die Gesamtkoordination für OpenIng liegt an der TU Darmstadt, vertreten durch die Universitäts- und Landesbibliothek (ULB) und die Hochschuldidaktische Arbeitsstelle (HDA). Weiterhin sind die Universitätsbibliotheken Braunschweig und Stuttgart beteiligt, zudem ist OpenIng eingebettet in die bestehende Zusammenarbeit der Bibliotheken der führenden deutschen technischen Universitäten, TU9. Alle entwickelten Konzepte, Materialien und Dienste werden der ganzen Fachcommunity zur Verfügung stehen.

Das Projekt umfasst einen Forschungs- und einen Umsetzungsteil. Im ersten Jahr wird eine bundesweite Studie zum Open-Access-Publikationsverhalten in den Ingenieurwissenschaften durchgeführt und eine Serie von Workshops zur Erkundung konkreter Service-Wünsche an den drei beteiligten Universitäten durchgeführt. Im zweiten Projektjahr folgt die Umsetzung technischer und organisatorischer Maßnahmen, um fachspezifische Open-Access-Angebote und innovative Services und Dienste für die Ingenieurwissenschaften zu schaffen. Die neuen Services und Dienste sollen es Forschenden ermöglichen, ihre Ergebnisse schnell und einfach Open Access zu veröffentlichen. Gerald Langhanke / pb

Professor Christoph Glock mit Adjunct Professur gewürdigt

 Prof. Dr. Christoph Glock. Bild: Jakob Kaliszewski
Prof. Dr. Christoph Glock. Bild: Jakob Kaliszewski

15. Januar 2018

Professor Christoph Glock, Leiter des Fachgebiets Produktion und Supply Chain Management am Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, wurde von der Ryerson University in Toronto/Kanada zum Adjunct Professor am Department of Mechanical and Industrial Engineering ernannt. Als Adjunct Professor soll er nun einen regelmäßigen Kontakt zur Ryerson University halten und den wissenschaftlichen Austausch stärken.

Professor Glock arbeitet bereits seit mehreren Jahren mit verschiedenen Kolleginnen und Kollegen an der Ryerson University zusammen. Aus diesen Kooperationen sind mehrere gemeinsame Forschungsprojekte und gemeinsame Publikationen in renommierten Zeitschriften entstanden. Auch ein Austausch von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wurde bereits erfolgreich initiiert, so sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Ryerson University regelmäßig zu Gast am Fachgebiet von Professor Glock.

Mit der Adjunct Professur wird die gemeinsame Forschung zwischen dem Fachgebiet Produktion und Supply Chain Management und der Ryerson University gewürdigt und die Zusammenarbeit weiter intensiviert. Die Ernennung geht einher mit einer Prüfungsberechtigung und der Möglichkeit, offiziell Doktorandinnen und Doktoranden betreuen zu dürfen. Ariana Neves

Professor Durth in Historikerkommission berufen

05. Januar 2018

Prof. Werner Durth wurde in die von Bundesbauministerin Barbara Hendricks ins Leben gerufene Historikerkommission zur Erforschung der NS-Vergangenheit „Kontinuitäten, Diskontinuitäten – Nationale Bau- und Planungspolitik von 1933 bis 1945“ berufen.

Die zur Erforschung der NS-Vergangenheit der für Stadtentwicklung, Wohnungswesen und Bauen zuständigen Institutionen gebildete, unabhängige Historikerkommission wird Forschungsfragen präzisieren und einzelne Forschungsaufträge definieren. Weitere Aufgaben der Kommission werden die fachliche Steuerung und Qualitätssicherung während der ganzen, auf mehrere Jahre angelegten Dauer des Forschungsvorhabens bis zur Vorlage des öffentlichen Abschlussberichtes sein. Im Forschungsvorhaben soll neben dem Schwerpunkt NS-Zeit auch ein Blick auf die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg und die Entwicklung in der jungen Bundesrepublik und der DDR geworfen werden.

Werner Durth wurde im vergangenen Dezember vom TU-Fachbereich Architektur in den Ruhestand verabschiedet. map / bjb

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