Kurzmeldungen-Archiv der TU Darmstadt

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Ein Blick zurück: Auf dieser Archivseite finden Sie die gesammelten Kurzmeldungen der vergangenen Monate.

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Februar 2018

Presseschau: Podcast des Deutschlandfunks zum Kolloquium Resilienz

12. Februar 2018

Anfang Dezember 2017 veranstaltete der TU-Sonderforschungsbereich 805 „Beherrschung von Unsicherheit in lasttragenden Systemen des Maschinenbaus“ ein interdisziplinäres Kolloquium zum Thema „Beherrschung von Unsicherheit durch Resilienz – multidisziplinäre Perspektiven“. Zum Kolloquium waren rund 80 Experten aus höchst unterschiedlichen Bereichen wie Ingenieurwissenschaften, Mathematik, Rechtswissenschaften, Ökonomie, Neurowissenschaften, Stadtentwicklung und der Informations- und Kommunikationstechnologie nach Darmstadt gekommen, um fachübergreifend über das Konzept der Resilienz zu diskutieren.

Deutschlandfunk Nova hat zum Thema „Resilienz in Städten“ vergangenen Sonntag (11. Februar) zwei Vorträge des Kolloquiums in seiner Reihe Hörsaal gesendet. Der Informatiker Professor Matthias Hollick von der TU Darmstadt erklärt, wie umgebaute Straßenlaternen, smarte Staubsauger oder intelligente Autos uns vor dem Kommunikationskollaps retten könnten. In einem zweiten Vortrag erzählt Professorin Annette Rudolph-Cleff vom Fachbereich Architektur an der TU Darmstadt, wie sie und ihr Team Strategien entwickeln, Großstädte resilienter zu machen. Die Sendung des Deutschlandfunks steht sowohl online und als Podcast zu Verfügung. pb

Politik zu Gast an der TU

09. Februar 2018

Im Rahmen eines regelmäßigen Austauschs zwischen TU Darmstadt und Bundes- und Landespolitik sind kürzlich mehrere Politikerinnen und Politiker zu Gast an der TU gewesen.

Die CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Astrid Mannes nutzte ihren Antrittsbesuch für ein Gespräch mit TU-Präsident Professor Hans Jürgen Prömel und TU-Kanzler Dr. Manfred Efinger sowie eine Campusführung. Mannes ist die direkt gewählte Abgeordnete des Wahlkreises Darmstadt.

Die FDP-Landtagsabgeordneten Dr. Jörg-Uwe Hahn und Wiebke Knell informierten sich im Dialog mit TU-Präsident Prömel über die TU. Der Austausch umfasste zentrale Themen der Hochschulpolitik wie Digitalisierung und Industrie 4.0. In beiden Bereichen ist die TU richtungweisend in der Forschung engagiert. sip

Gedenktafel für Professor Gerhard Pahl

Gedenktafel für Professor Gerhard Pahl im Lehrzentrum des Fachbereichs . Bild: Felipe Fernandes
Mit der Benennung würdigt die TU posthum die wissenschaftlichen Leistungen und das Engagement Gerhard Pahls. Bild: Felipe Fernandes

08. Februar 2018

Das Lehrzentrum im Fachbereich Maschinenbau trägt fortan prominent sichtbar den Namen Gerhard Pahl (1925-2015), der von 1964 bis 1990 als Professor für Maschinenelemente und Konstruktionslehre an der TH Darmstadt wirkte. Ihm zu Ehren wurde heute (8. Februar) feierlich eine Gedenktafel im Foyer des Gebäudes L1|10 in der Jovanka-Bontschits-Straße 7 enthüllt. Der vielfach ausgezeichnete Wissenschaftler gilt als Mitbegründer der modernen Konstruktionslehre.

In seinem Festvortrag schilderte der TU-Alumnus Michael Söding, Mitglied des Vorstandes der Schaeffler AG, Erinnerungen an sein Studium der Wirtschaftsingenieurwissenschaften an der damaligen TH Darmstadt in den 1980er-Jahren und würdigte Gerhard Pahl als herausragenden Hochschullehrer. Der TU-Vizepräsident für Studium und Lehre, Professor Ralph Bruder, sagte, das Lehrzentrum spiegele Pahls „moderne und interdisziplinäre Ideen für die Ausbildung der Maschinenbaustudierenden“ wider.

Das Präsidium der TU Darmstadt hatte im vorigen Jahr entschieden, posthum die wissenschaftlichen Leistungen und das Engagement Pahls in Forschung und Lehre mit der Benennung des Lehrzentrums zu würdigen. Das Multifunktionsgebäude des Fachbereichs Maschinenbau mit Computer-Pool-Räumen für 320 Studierende und drei Hallen für Forschung und Lehre wurde im Juni 2017 eröffnet. Vier Fachgebiete – „Angewandte Dynamik“, „Datenverarbeitung in der Konstruktion“, „Mechatronische Systeme im Maschinenbau“ sowie „Produktentwicklung und Maschinenelemente“ – nutzen das Gebäude. feu

Mehr Geld für Hilfskräfte

07. Februar 2018

Die Vergütung für studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte der TU Darmstadt steigt zum 1. April. Das hat das Präsidium der TU beschlossen. In seiner heutigen Sitzung (7.2.) stimmte auch der Senat der Universität zu.

Künftig bekommen studentische Hilfskräfte als Basisvergütung 10,00 Euro pro Stunde (bisher: 9,50 Euro), das entspricht einer Erhöhung um 5,3 Prozent. Hilfskräfte mit erhöhter Stundenvergütung erhalten künftig 11,75 Euro (bisher 11,50 Euro, plus 2,2 Prozent). Für wissenschaftliche Hilfskräfte schlägt die Erhöhung künftig mit einem Stundenlohn von 15,25 Euro zu Buche (bisher 14,50 Euro, plus 5,2 Prozent).

Zusätzlich gewährt die TU ihren Hilfskräften eine monatliche Sonderzahlung in Höhe von fünf Prozent. Mit der Erhöhung der Stundensätze honoriert die TU, dass die studentischen und wissenschaftlichen Hilfskräfte mit ihrer Arbeit zum Renommee und den Erfolgen der Universität beitragen. Zuvor war die Vergütung im Oktober 2015 angehoben worden. sip

Änderung des Vornamens und des Geschlechtseintrags jetzt möglich

06. Februar 2018

Seit dem 1. Februar können Studierende, die sich in einem Geschlechtsänderungsprozess befinden oder sich im binären Geschlechterverständnis nicht wiederfinden, ihre Angaben im Campusmanagement-System (TUCaN) entsprechend ändern lassen. Das hat das Präsidium der TU beschlossen.

Die TU möchte damit der Diversität Rechnung tragen und Benachteiligungen verhindern. Inter- und Trans*personen soll damit der Universitätsalltag erleichtert und Schwierigkeiten im Studium, die sich in Bezug auf Name und Personenstand ergeben, vermieden werden.

Für die Eintragung im Campusmanagement-System ist ein schriftlicher Änderungsantrag nötig (erhältlich im karo5), der zur Studierendenakte genommen wird. cst

Open-Access-Publikationen der TU9 schnell recherchiert

02. Februar 2018

Wissenschaftlicher Service der TU9-Universitäten: Über eine Suchmaske auf der TU9-Webseite ist seit Anfang Februar die gleichzeitige Suche über alle Open-Access-Publikationen der TU9-Universitäten möglich. Die Suche ist unter https://www.tu9.de/forschung/ zu finden. Die Ergebnisse können zudem nach Universität und Erscheinungsjahr gefiltert werden. Nutzerinnen und Nutzer können die gefundenen Publikationen dann direkt aus der Trefferliste aufrufen.

Die Infrastruktur hinter dem neuen Angebot entstand in Kooperation mit der Universitätsbibliothek Bielefeld und der Technischen Informationsbibliothek. Die Suchergebnisse liefert die Suchmaschine BASE.

TU9 ist die Allianz führender Technischer Universitäten in Deutschland: RWTH Aachen University, TU Berlin, TU Braunschweig, TU Darmstadt, TU Dresden, Leibniz Universität Hannover, Karlsruher Institut für Technologie, TU München, Universität Stuttgart. sip

Presseschau: Soziologe Hänzi in der 3sat-Kulturzeit

02. Februar 2018

Einen Beitrag in der #MeToo-Debatte liefert Dr. Denis Hänzi, Institut für Soziologie der TU Darmstadt. Im Live-Gespräch in der 3sat-Kulturzeit (ab 10‘00‘‘) spricht der Theatersoziologe über Strukturen im Theater- und Kulturbetrieb, die sexualisierte Übergriffe fördern. So spielten hier insbesondere die informellen Arbeitsbeziehungen, starke personelle Abhängigkeiten zwischen Regisseuren und Personal sowie auch Wettbewerb und Machtkämpfe zwischen verschiedenen Häusern und Regisseuren eine Rolle. Zum Tragen komme eine „vergeschlechtlichte Logik“, nach der ein großer weiblicher Anhang die Position etwa des Regisseurs stärke. Nach wie vor gelte vielfach ein aus früheren Jahrhunderten überliefertes, historisches Bild von der eher losen „Frau am Theater“, das zu Übergriffen beitrage.sip

Januar 2018

Umbau Atrium Physik-Institutsgebäude: Wettbewerb abgeschlossen

Atrium Institutsgebäude Physik. Bild: Referat Vc Baumanagement II
Das nicht mehr nutzbare Atrium des Physik-Institutsgebäudes wird zum Forum umgebaut. Bild: Referat Vc Baumanagement II

29. Januar 2018

Das historische Physik-Institutsgebäude S2|07 bekommt eine neue Mitte. Der derzeit nicht mehr nutzbare Bereich unter der historischen Atriumüberdachung wird umgebaut und neu gestaltet. In einem Wettbewerb gewann das Architekturbüro prosa Architektur + Stadtplanung, Darmstadt, den ersten Preis. Die Jury empfahl der TU einstimmig die Realisierung des Entwurfs „Tisch und Wolke“. Die dort skizzierte Raumgestaltung füge sich sinnfällig in den denkmalgeschützten Bestand ein, so das Urteil. „Hierdurch kann nicht nur eine Loslösung der Einbauten von den historischen Mauern, sondern auch eine im besten Sinne öffentliche Anbindung für einen zentralen Bereich erreicht werden.“

Der Entwurf „Tisch und Wolke“ sieht eine tischartig eingestellte, selbsttragende Holzkonstruktion im Raum vor, die über brückenartige Stege an den vier Seiten mit den umgebenden Gebäuden verbunden wird. Das Dach über dem Innenhof soll künftig als pneumatische Konstruktion ausgebildet werden. Der Entwurf sieht fest eingebaute Arbeitsplätze vor, die Mitte des neu entstehenden Forums kann als Ausstellungsfläche genutzt oder für Veranstaltungen flexibel bestuhlt werden.

Das Gebäude S2|07 wurde gemeinsam mit dem Gebäude S2|10 von Erwin Marx in den Jahren 1893 bis 1895 errichtet, im zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und bald nach Kriegsende – um ein Geschoss erhöht – wieder aufgebaut.

Im soeben abgeschlossenen Wettbewerb für den Umbau hatten elf Architekturbüros Arbeiten eingereicht. Den zweiten Preis gewannen Eßmann I Gärtner I Nieper Architekten, Darmstadt, den dritten Design in Architektur, Darmstadt. Eine lobende Erwähnung erhielten Sichau & Walter Architekten, Fulda.

Die Wettbewerbsbeiträge sind noch bis 8. Februar in einer Ausstellung im Erdgeschoss des Uhrturmgebäudes zu sehen (S2|08, Hochschulstraße 4, Raum 71). Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 9.00 bis 18.00 Uhr. Am 2. Februar bleibt die Ausstellung geschlossen. Der Eintritt ist frei.sip

TUD Schauspielstudio feiert 60-jähriges Bühnenjubiläum mit „Ein Phönix zuviel“

Das das TUD Schauspielstudio führt am 3. Februar 2018 sein neues Stück "Ein Phönix zu viel" zum ersten Mal auf. Bild: TUD Schauspielstudio
Das TUD Schauspielstudio führt am 3. Februar 2018 sein neues Stück „Ein Phönix zu viel“ zum ersten Mal auf. Bild: TUD Schauspielstudio

29. Januar 2018

Das TUD Schauspielstudio feiert im Februar sein 60-jähriges Bühnenjubiläum im neu renovierten Wilhelm-Köhler-Saal, der damit auch schauspielerisch eingeweiht wird. Gezeigt wird das gleiche Stück wie 1957 bei der ersten Aufführung der Schauspielgruppe auf dieser Bühne: „Ein Phönix zuviel“ von Christopher Fry – eine Komödie, die ihren Charme aus blumigen Versen gewinnt und ihren Witz aus Wortspielen, Timing und Zusammenspiel der Charaktere. Das Stück erfreute sich in den 1940er bis 1960er Jahren großer Beliebtheit, wurde vielerorts in Theatern aufgeführt und in zehn Versionen für das Fernsehen adaptiert.

„Ein Phönix zuviel“ handelt von Dynamene, einer jungen Frau aus besserem Hause, die ihren Gatten verloren hat und ihn in seiner Gruft beweint. Sie ist entschlossen, dort zu hungern und ihrer Liebe bis in den Tod zu folgen, mit Doto, ihrer loyalen Dienerin, an ihrer Seite. Doch während die beiden Frauen hungern und trauern, werden sie vom Soldaten Tegeus überrascht, der vor der Gruft sechs Gehängte bewachen soll und im Gemäuer nach dem Rechten sehen wollte. Er ist sehr angetan von der aufopfernden Treue Dynamenes, deren Liebe selbst der Tod nicht beenden kann. Doch gerade durch seine Verehrung der jungen Frau und die sich daraus entwickelnden Gefühle für sie beschreitet Tegeus einen Pfad, der sie von ihrem Weg abbringen könnte. Ist das moralisch? Ist das menschlich? Ist das gut oder ist das schlecht? Oder ist das einfach „Ein Phönix zuviel?“

Die Aufführungen finden am 03.02. und 04.02.2018, sowie am 08.02. und 09.02.2018 um 20 Uhr statt. Der Eintritt ist zur Feier des Jubiläums kostenlos (solange Plätze verfügbar), um Reservierung wird gebeten. Zusätzlich ermöglicht eine kleine Ausstellung im Forum des Wilhelm-Köhler-Saals Interessierten einen Einblick in die Geschichte des TUD Schauspielstudios. TUD Schauspielstudio / cst

hobit erneut Besuchermagnet

25. Januar 2018

Die Hochschul- und Berufsinformationstage (hobit) vom 23.-25. Januar erwiesen sich einmal mehr als Publikumsmagnet. Annähernd 20.000 Schülerinnen und Schüler aus Darmstadt und der Rhein-Main-Neckar-Region strömten während der drei Messetage ins Messe- und Kongresszentrum darmstadtium. In über 250 Vorträgen und an 130 Infoständen präsentierten Darmstädter Hochschulen, Gast-Universitäten und Wirtschaftsunternehmen den Besucherinnen und Besuchern ein breit gefächertes Angebot an Studien- und Ausbildungsmöglichkeiten.

Ein Trend, der sich auch bei der 22. hobit erneut gezeigt hat: Immer mehr Jugendliche wollen nicht gleich studieren oder eine Ausbildung beginnen, sondern ein so genanntes „Gap Year“ (Lückenjahr) verbringen. Uli Knoth, Projektleiter der hobit, spricht von einer „Haltungsänderung“ bei den Schülerinnen und Schülerin. Die Freiheit der Wahl werde für junge Menschen offenbar immer mehr zu einer Entscheidungsqual. „Viele Jugendliche entscheiden sich daher erst einmal für eine Zwischenzeit, um sich zu orientieren und ihre Wünsche zu sortieren.“ Das merken die hobit-Veranstalter auch auf der Messe und haben darauf reagiert: Work & Travel–Vorträge, Anbieter von Freiwilligendiensten wie FSJ (Freiwilliges Soziales Jahr) und FÖJ (Freiwilliges Ökologisches Jahr) hatten großen Zulauf.

Eine Änderung beobachteten die hobit-Macher in diesem Jahr auch beim Informationsverhalten der Abiturientinnen und Abiturienten: Eine Befragung von rund 3.500 hobit-Besuchern hatte noch im Vorjahr ergeben, dass zwar 60 Prozent die hobit für eine wichtige Größe halten und 80 Prozent sie weiterempfehlen, jedoch rund 80 Prozent der Schülerinnen und Schüler unvorbereitet die Messe besuchen. „In diesem Jahr berichteten uns die Aussteller hingegen, dass sie mit gezielten Fragen an die Stände kamen“, sagt Uli Knoth. h_da / cst

Erfolg für „MINT-Zentrum Südhessen“

Die Köpfe hinter dem Konzept "MINT-Zentrum Südhessen. Bild: MINT-Zentrum Südhessen
Die Köpfe hinter dem Konzept „MINT-Zentrum Südhessen“. Bild: MINT-Zentrum Südhessen

25. Januar 2018

Das Konzept „MINT-Zentrum Südhessen“ ist von der Stiftung Jugend forscht und der Joachim Herz Stiftung beim Wettbewerb zur Gründung neuer Schülerforschungszentren ausgezeichnet worden. Das Konzept – erarbeitet von Vertreterinnen und Vertretern der TU Darmstadt, der IHK Darmstadt und des Schulamts Darmstadt-Dieburg sowie des Schuldorfs Bergstraße – sieht neben anderen Standorten auch Räumlichkeiten im DLR_School_Lab an der TU Darmstadt vor. Dort können interessierte Kinder und Jugendliche auch außerhalb eines Schulklassenbesuchs an zwei Nachmittagen „frei forschen“, um sich beispielsweise auf Wettbewerbe vorzubereiten.

Christine Preuß, Geschäftsführerin Zentrum für Lehrerbildung / DLR_School_Lab TU Darmstadt, freut sich über die mit insgesamt 15.000 Euro dotierte Auszeichnung: „Mit der Erweiterung des DLR_School_Labs der TU Darmstadt zu einem der Standorte des neuen MINT-Zentrums Südhessen wird für interessierte Kinder und Jugendliche nun ein Ort geschaffen, an dem sie ihre eigenen Forschungsideen kreativ und interaktiv umsetzen können.“ IHK / bjb

Herausforderungen in einer digitalen Gesellschaft

18. Januar 2018

Die Präsidien der hessischen Hochschulen haben am Donnerstag in Wiesbaden ihre Erwartungen an eine künftige Landesregierung formuliert, die sich nach der Landtagswahl im Oktober 2018 bilden wird. Die Vertreterinnen und Vertreter der Universitäten, der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften sowie der Hochschule Geisenheim präsentierten in einer Pressekonferenz ihre gemeinsamen Wahlprüfsteine, die sich übergreifend an alle Parteien richten. Darin werden unter anderem das langfristig sehr hohe Niveau an Studierendenzahlen, der stetig härter werdende Forschungswettbewerb sowie die kommenden Herausforderungen beim Hochschulbau und der Digitalisierung thematisiert.

„Wenn die Hochschulen – wie es der Wissenschaftsrat formuliert hat – das Organisationszentrum des Wissenschaftssystems sind, dann müssen sie sowohl über die entsprechende Autonomie als auch über eine angemessene Finanzierungsgrundlage verfügen“, sagte Prof. Dr. Joybrato Mukherjee, Sprecher der Konferenz Hessischer Universitätspräsidien (KHU) und Präsident der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU).

Um den großen Bedarf im Bereich Neubauten zu decken und die Sanierungslücken zu schließen, seien die Hochschulen auf einen substantiellen Ausbau des HEUREKA-Programms II bis 2025/2026 sowie eine verlässliche Fortsetzung des bundesweit beachteten hessischen Bauinvestitionsprogramms als HEUREKA III angewiesen. KHU

Fünf Jahre Master-Studiengang „Sustainable Urban Development“ in Vietnam

Gruppenaufgabe: Bau des höchstmöglichen Turms aus Spaghetti und Marshmallows. Bild: Hans Joachim Linke
Gruppenaufgabe: Bau des höchstmöglichen Turms aus Spaghetti und Marshmallows. Bild: Hans Joachim Linke

17. Januar 2018

Seit 2012 bietet die TU Darmstadt den englischsprachigen Master-Studiengang „Sustainable Urban Development“ an der Vietnamese-German-University (VGU) in Ho-Chi-Minh-Stadt an. Er ist einer von sechs Master-Studiengängen, die von deutschen Hochschulen an dieser Universität angeboten werden. Zur Durchführung der Lehrveranstaltungen reisen die Professoren der TU Darmstadt nach Vietnam (Flying Faculty).

Die VGU wurde im Jahr 2008 gegründet, um das deutsche Modell der Kombination von Lehre und Forschung an Hochschulen in Vietnam zu etablieren. Gefördert wird die Universität durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie das Land Hessen.

Das fünfjährige Bestehen des Studiengangs war Anlass, um mit einem Alumni-Treffen den erfolgreichen Start des Studiengangs zu feiern. Mit mehr als 80 Gästen erfolgte ein Rückblick auf die Anfangsjahre, und auch die Weiterführung des Studiengangs als Joint-Degree-Programm zwischen der TU Darmstadt und der VGU wurde intensiv diskutiert. Ziel ist es, zum WS 2019/20 den Studiengang auf eine dauerhafte Basis zu stellen. Die Verbleibestatistik des Studienprogramms zeigt, dass alle Absolventen einen interessanten Arbeitsplatz finden konnten oder sich der Forschung verschrieben haben.

Außerdem wurde ein Forschungszentrum etabliert, dass Forschungsprojekte in Vietnam eigenständig oder in Kooperation mit Kollegen der TU Darmstadt durchführt. Diesem sind derzeit zehn Doktorandinnen und Doktoranden zugeordnet. Bereits drei internationale Konferenzen unter Beteiligung deutscher und Internationaler Forscher wurden bisher durchgeführt, zuletzt im Dezember 2017 zum Thema „Livability of Cities“. Hans Joachim Linke / cst

Open Access in den Ingenieurwissenschaften: BMBF fördert Projekt OpenIng

16. Januar 2018

Das Publikationsmodell des Open Access ist in den Ingenieurwissenschaften bisher vergleichsweise wenig verbreitet, zudem fehlen fachspezifische bundesweite Angebote in diesem Bereich. Das Projekt OpenIng, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Fördermaßnahme „Digitaler Wandel in Bildung, Wissenschaft und Forschung“ von 2018 bis 2019 mit rund 300.000 Euro gefördert wird, soll diese Lücke schließen.

Die Gesamtkoordination für OpenIng liegt an der TU Darmstadt, vertreten durch die Universitäts- und Landesbibliothek (ULB) und die Hochschuldidaktische Arbeitsstelle (HDA). Weiterhin sind die Universitätsbibliotheken Braunschweig und Stuttgart beteiligt, zudem ist OpenIng eingebettet in die bestehende Zusammenarbeit der Bibliotheken der führenden deutschen technischen Universitäten, TU9. Alle entwickelten Konzepte, Materialien und Dienste werden der ganzen Fachcommunity zur Verfügung stehen.

Das Projekt umfasst einen Forschungs- und einen Umsetzungsteil. Im ersten Jahr wird eine bundesweite Studie zum Open-Access-Publikationsverhalten in den Ingenieurwissenschaften durchgeführt und eine Serie von Workshops zur Erkundung konkreter Service-Wünsche an den drei beteiligten Universitäten durchgeführt. Im zweiten Projektjahr folgt die Umsetzung technischer und organisatorischer Maßnahmen, um fachspezifische Open-Access-Angebote und innovative Services und Dienste für die Ingenieurwissenschaften zu schaffen. Die neuen Services und Dienste sollen es Forschenden ermöglichen, ihre Ergebnisse schnell und einfach Open Access zu veröffentlichen. Gerald Langhanke / pb

Professor Christoph Glock mit Adjunct Professur gewürdigt

 Prof. Dr. Christoph Glock. Bild: Jakob Kaliszewski
Prof. Dr. Christoph Glock. Bild: Jakob Kaliszewski

15. Januar 2018

Professor Christoph Glock, Leiter des Fachgebiets Produktion und Supply Chain Management am Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, wurde von der Ryerson University in Toronto/Kanada zum Adjunct Professor am Department of Mechanical and Industrial Engineering ernannt. Als Adjunct Professor soll er nun einen regelmäßigen Kontakt zur Ryerson University halten und den wissenschaftlichen Austausch stärken.

Professor Glock arbeitet bereits seit mehreren Jahren mit verschiedenen Kolleginnen und Kollegen an der Ryerson University zusammen. Aus diesen Kooperationen sind mehrere gemeinsame Forschungsprojekte und gemeinsame Publikationen in renommierten Zeitschriften entstanden. Auch ein Austausch von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wurde bereits erfolgreich initiiert, so sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Ryerson University regelmäßig zu Gast am Fachgebiet von Professor Glock.

Mit der Adjunct Professur wird die gemeinsame Forschung zwischen dem Fachgebiet Produktion und Supply Chain Management und der Ryerson University gewürdigt und die Zusammenarbeit weiter intensiviert. Die Ernennung geht einher mit einer Prüfungsberechtigung und der Möglichkeit, offiziell Doktorandinnen und Doktoranden betreuen zu dürfen. Ariana Neves

Professor Durth in Historikerkommission berufen

05. Januar 2018

Prof. Werner Durth wurde in die von Bundesbauministerin Barbara Hendricks ins Leben gerufene Historikerkommission zur Erforschung der NS-Vergangenheit „Kontinuitäten, Diskontinuitäten – Nationale Bau- und Planungspolitik von 1933 bis 1945“ berufen.

Die zur Erforschung der NS-Vergangenheit der für Stadtentwicklung, Wohnungswesen und Bauen zuständigen Institutionen gebildete, unabhängige Historikerkommission wird Forschungsfragen präzisieren und einzelne Forschungsaufträge definieren. Weitere Aufgaben der Kommission werden die fachliche Steuerung und Qualitätssicherung während der ganzen, auf mehrere Jahre angelegten Dauer des Forschungsvorhabens bis zur Vorlage des öffentlichen Abschlussberichtes sein. Im Forschungsvorhaben soll neben dem Schwerpunkt NS-Zeit auch ein Blick auf die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg und die Entwicklung in der jungen Bundesrepublik und der DDR geworfen werden.

Werner Durth wurde im vergangenen Dezember vom TU-Fachbereich Architektur in den Ruhestand verabschiedet. map / bjb

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