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25.09.2014

Mitteilungen des Präsidiums

Gemeinsame Sitzung von Hochschulrat und Senat am 24. September 2014

Am 24. September tagten und diskutierten Hochschulrat und Senat gemeinsam. Unter TOP2 berichtete das Präsidium über das aktuelle Universitätsgeschehen sowie über strategische Themen aus Hochschulpolitik, Lehre und Forschung.

Professor Dr. Hans Jürgen Prömel, Präsident der TU Darmstadt. Bild: Katrin Binner

Der Präsident berichtet in der Sitzung über das Urteil des Europäischen Gerichtshofes zur Digitalisierung von Büchern im Musterprozess der Universitäts- und Landesbibliothek gegen den Ulmer-Verlag. Der Gerichtshof hält es für zulässig, dass öffentlich zugängliche Bibliotheken ihre Printbestände digitalisieren, um sie den Nutzerinnen und Nutzern an einem „elektronischen Leseplatz“ als digitales Dokument zur Verfügung zu stellen.

Auf der jüngsten Hochschulleitertagung hätten Gespräche und erster Meinungsaustausch zum hessischen Hochschulpakt im Mittelpunkt gestanden, so Präsident Prömel. Auch erste Vorschläge des hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur dazu seien kommentiert worden.

Der Präsident geht in seinem weiteren Bericht auch auf das MINT-Fächerranking des Landes ein. Der Vergleich mit den übrigen hessischen Hochschulen in den Fächern Mathematik, Physik, Chemie/Materialwissenschaften sowie Elektrotechnik sei für die TU Darmstadt durchweg positiv ausgefallen. Insbesondere Punkte wie Nachwuchsförderung, Qualitätsmanagement und auch ein hoher Prozentsatz an internationalen Berufungen und Berufungen von Frauen seien gelobt worden.

Die Zeitschrift „Forschung & Lehre“ hatte in der Ausgabe 8/14 die angeblich auffällig große Zahl an summa cum laude-Promotionen im Fach Biologie an der TU Darmstadt vermeldet. Dazu erläutert Präsident Prömel, ein Softwarefehler bei der Datenübertragung habe zu der Angabe geführt. Der tatsächliche Anteil der summa cum laude-Promotionen liege im Bundesdurchschnitt. Die TU habe bereits Maßnahmen eingeleitet, um solchen Fehlübermittlungen in Zukunft vorzubeugen. In Form eines Leserbriefs in „Forschung & Lehre“, den wir hier zitieren, stelle die TU die Angaben richtig:

„In den Artikeln „Die Forschungspromotion“ und „Noten verlieren an Wert“ auf S. 606 – 609 in Forschung & Lehre 8/14 führen die Autoren des Instituts für Forschungsinformation und Qualitätssicherung (iFQ) das Fach Biologie an der TU Darmstadt als explizites Beispiel für eine vermeintlich inflationäre Vergabe von summa cum laude-Promotionsnoten an.

Diese Darstellung entspricht nicht den tatsächlichen Fakten und beruht auf einer fehlerhaften, von der TU Darmstadt zu verantwortenden Daten-Basis: Durch eine Software-Umstellung an der TU Darmstadt wurden im betrachteten Zeitraum 2010-2012 bedauerlicherweise in größerem Umfang fehlerhafte Promotionsnoten von der TU Darmstadt an das Statistische Bundesamt gemeldet und anschließend vom iFQ verwendet. Der tatsächliche Anteil von summa cum laude-Promotionen in Biologie im Durchschnitt der Jahre 2010-2012 beträgt nicht wie im Artikel genannt 63 % , sondern liegt bei 14 % und somit im Bundesdurchschnitt. Der Anteil der summa cum laude-Promotionen an der TU Darmstadt ist auch in anderen Fächern deutlich geringer als im „Informationssystem Promotionsnoten in Deutschland“ des iFQ dargestellt. Wir möchten betonen, dass die Beurteilung von Promotionen an der TU Darmstadt mit hohen Qualitätsansprüchen verbunden ist.

Prof. Dr. Hans Jürgen Prömel, Präsident der TU Darmstadt“

Im Bereich der wissenschaftlichen Weiterbildung habe die TU Darmstadt kürzlich einen wichtigen Förderimpuls erhalten. Zum 1. August sei das Projekt „Kontinuum – Wissenschaftliche Weiterbildung an der TU Darmstadt“ gestartet, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 1,3 Millionen Euro gefördert werde, so Präsident Prömel.

Einen Überblick über den Stand der Evaluation des Forschungsprofils gibt Jürgen Rödel, Vizepräsident für Forschung. Er steckt das Programm für den Ablauf der Evaluation im kommenden Jahr ab und erläutert Veränderungen im Forschungsprofil. Unter anderem solle die Zahl der Forschungscluster von vier auf sechs flexibilisiert und die Förderung der Forschungsschwerpunkte auf fünf Jahre (bisher: vier Jahre) verlängert werden.

Großen Raum im Bericht des Präsidenten nimmt der Bereich „Internationales“ ein. Präsident Prömel berichtet über Delegationsbesuche und internationale Tagungen. Die Zahl der Austauschstudierenden an der TU Darmstadt habe im Vergleich zum Vorjahr deutlich zugenommen. Auch für ausländische Wissenschaftler sei die TU Darmstadt attraktiv, so der Präsident. Er verweist auf das jüngst veröffentlichte Ranking der Alexander von Humboldt-Stiftung, bei dem die TU Darmstadt im Bereich Ingenieurwissenschaften ihren Spitzenplatz als beliebteste Universität für ausländische Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftler verteidigten konnte.

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