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28.09.2015

Fingerabdrücke für die Autonomie

Zehn Jahre Eigenverantwortung der TU Darmstadt ist ein Grund zur Freude

Die TU Darmstadt hat zehn Jahre Autonomie gefeiert – und mit einem bunten Programm auf dem universitätseigenen August-Euler-Flugplatz ihren Mitgliedern „Danke“ gesagt für das Engagement in den zurückliegenden Jahren.

10 Jahre Autonomie: Beschäftigte und Studierende der Universität zeigen ihre Verbundenheit mit einem Fingerabdruck. Bild: Chris Hartung
10 Jahre Autonomie: Beschäftigte und Studierende der Universität zeigen ihre Verbundenheit mit einem Fingerabdruck. Bild: Chris Hartung

Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch Studierende wollten unbedingt ihre Spuren hinterlassen: Auf einem großformatigen, im Graffiti-Stil erstellten Gemälde verewigten sie sich mit bunten Fingerabdrücken und zeigten so ihre Verbundenheit mit der Universität. Sie gehörten zu den rund 500 TU-Mitgliedern und Ehemaligen, die am Mittwoch (23. September) der Einladung des Präsidiums gefolgt waren, den seit zehn Jahre bestehenden Autonomie-Status auf dem Gelände des August-Euler-Flugplatzes gemeinsam zu feiern.

Viele Wege zum Flugplatz

Und sie rollten auf unterschiedlichen Wegen heran: Ein mit „Schnitzeljagd“-Orientierungsaufgaben betrauter Fahrrad-Korso startete gegen 11 Uhr auf dem Karolinenplatz. Ein Shuttle-Bus transportierte im Takt größere Gruppen zum 1908 eröffneten und damit ältesten Flugplatz in Deutschland, der auch dank der Autonomie seit einigen Jahren im Eigentum der TU Darmstadt ist. Um die Mittagszeit bildeten sich Warteschlangen vor den Ständen mit köstlichen Leckereien. Und als Präsident Professor Hans Jürgen Prömel zur Begrüßungsrede anhob, waren die Sitzbänke im Hangar komplett besetzt.

Impressionen vom Fest

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Spiel und Spaß

Dass der Präsident nach dem Anschneiden der tischgroßen, üppig dekorierten „Autonomie“-Cremetorte das erste Stück der Griesheimer Bürgermeisterin Gabriele Winter reichte, war natürlich Ehrensache. Kurz darauf machten sich, begleitet von der Musik des Sänger-Quintetts „Schoppeamseln“, jede Menge Grüppchen auf, um den Spiele-Parcours zu meistern und sich Chancen auf versprochene Siegerpreise auszurechnen. So manche Hoffnung keimte auf oder wurde vom Winde verweht, als es darum ging, im Team geschickt als „Strippenzieher“ zu agieren, „endlos lang zu addieren“, sich strategisch denkend mit Pylonen zu befassen oder mit wechselndem Erfolg am „Löffelkatapult“ zu hantieren.

Forschung und Führungen

Mitglieder und Freunde der TU Darmstadt feiern 10 Jahre Autonomie. [Klicken Sie auf das Bild, um die Galerie zu starten]
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Mitglieder und Freunde der TU Darmstadt feiern 10 Jahre Autonomie. [Klicken Sie auf das Bild, um die Galerie zu starten]

Spannende Einblicke in ihre Projekte gaben Mitarbeiter der Fachgebiete und Institute, die auf dem natur- und denkmalgeschützten Flugplatz-Gelände forschen – von Strömungslehre und Aeroydnamik über Fahrzeugtechnik und Lichttechnik bis zu Arbeitswissenschaften, Biologie und Angewandte Geowissenschaften. Und dass die TU-Mitglieder wissensdurstig sind, bewiesen sie auch während der Führungen zur Historie des Flugplatzes (mit grandiosem Ausblick von der Plattform des Towers) und zur einmaligen Biodiversität des Geländes. Und auch im Windkanal vor den Toren des Flugplatzes war der Andrang groß.

Schließlich – nach dem Auftritt der Musik-Gruppe Patti Shen, die zu Recht mit starkem Applaus verabschiedet wurde, und vor einer wunderbaren Feuer-Show – wurden die Gäste Zeugen eines Moments des Glücks: Vier internationale Informatik-Studierende, die sich vor kurzem im Deutsch-Sprachkurs kennen gelernt hatten, konnten es kaum fassen, als Siegergruppe aus dem Spiele-Wettbewerb hervorgegangen zu sein. Bewegt nahmen sie von Präsident Prömel die gefüllten TU-Rucksäcke als Preis entgegen. Sie waren nicht nur einfach die Besten und hatten es verdient. Ihnen hatten insgeheim wohl auch die Meisten die Daumen gedrückt.

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