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18.01.2012

Über 30 Millionen Euro für LOEWE-Zentren

Wissenschaftsministerin Kühne-Hörmann übergibt Bewilligungsbescheide

Mit über 30 Millionen Euro fördert die hessische Landesregierung bis 2014 die LOEWE-Zentren CASED und AdRIA, der LOEWE-Schwerpunkt „Eigenlogik der Städte“ erhält eine Auslauffinanzierung von 1,4 Millionen Euro. In einer Feierstunde an der TU Darmstadt übergab Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann am Dienstagabend (17.01.2012) die Bewilligungsbescheide.

Die LOEWE-Bewilligungsbescheide sind überreicht: v.l.n.r. Martina Löw (Eigenlogik der Städte), Thilo Bein (AdRIA), Michael Waidner (CASED), Staatsministerin Eva Kühne-Hörmann, TU-Präsident Hans Jürgen Prömel. Bild: Jan-Christoph Hartung
Die LOEWE-Bewilligungsbescheide sind überreicht: v.l.n.r. Martina Löw (Eigenlogik der Städte), Thilo Bein (AdRIA), Michael Waidner (CASED), Staatsministerin Eva Kühne-Hörmann, TU-Präsident Hans Jürgen Prömel. Bild: Chris Hartung

„Die LOEWE-Zentren CASED und AdRIA haben sich in den vergangenen Jahren hervorragend entwickelt und sind wichtige Bausteine im Forschungsprofil der TU Darmstadt“, sagte TU-Präsident Prof. Dr. Hans Jürgen Prömel.

„Gerade die beiden LOEWE-Zentren, die von der TU Darmstadt gemeinsam mit zwei der am Standort Darmstadt ansässigen Fraunhofer-Institute – dem SIT-Fraunhofer-Institut für sichere Informationstechnologie und LBF-Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit – verfolgt werden, tragen ganz wesentlich zur weiteren Profil- und Strukturbildung der Universität in ihren Schwerpunktbereichen der Informationstechnologie und der Materialtechnologie bei“, sagte die Ministerin und wies darauf hin, dass an allen drei Projekten auch die Hochschule Darmstadt beteiligt ist.

Die drei Projekte zeichnen sich nach den Worten der Ministerin nicht nur durch innovative Grundlagenforschung aus, sondern auch durch starke Anwendungsnähe und konsequente Verfolgung des Transfergedankens: „Dieser Wissenstransfer, also die ziel- und ergebnisorientierte Umsetzung von Ergebnissen der Wissenschaft und öffentlich geförderter Forschung in die wirtschaftliche, unternehmerische Praxis, ist und bleibt eine für die Innovationskraft unseres Landes essentielle Aufgabe und Herausforderung.“

Die LOEWE-Projekte im Detail:

Prof. Michael Waidner stellt das LOEWE-Zentrum CASED vor. Bild: Chris Hartung
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Prof. Michael Waidner stellt das LOEWE-Zentrum CASED vor. Bild: Chris Hartung

Das Center for Advanced Security Research Darmstadt (CASED) hat sich mittlerweile zu einem in Deutschland einmaligen Zentrum entwickelt, das IT-Sicherheitsexperten aus verschiedenen Forschungsgebieten und Disziplinen zusammenbringt. Über 170 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler forschen in CASED daran, die Informationstechnologie in unserer Umgebung langfristig sicher zu gestalten.

Dabei betrachten sie die gesamte Sicherheitskette vom Schutz der Daten über die Sicherheit eingebetteter Hard- und Softwaresysteme, sichere Dienste und Geschäftsprozesse bis hin zum Schutz von Mensch und Umwelt. Unter Federführung der TU Darmstadt bündelt CASED dazu die an der TU, im Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT und an der Hochschule Darmstadt bestehende Sicherheits-Expertise. CASED wird bis 2014 mit 13,4 Millionen Euro gefördert.

Das Zentrum Adaptronik – Research, Innovation, Application (AdRIA) arbeitet daran, die wissenschaftlich-technischen Hürden der Schlüsseltechnologie Adaptronik zu überwinden und bietet Spitzenforschung für den Markt der Adaptronik an. Dazu integriert das Zentrum Maschinenbau, Material- und Geowissenschaften, Elektrotechnik und Informationstechnik, Informatik, Mathematik und Chemie.

An der TU Darmstadt wurde ein Forschungsschwerpunkt Adaptronik eingerichtet. Längerfristig soll ein neues Fraunhofer-Institut für Adaptronik entstehen. AdRIA wird koordiniert von Professor Holger Hanselka, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF in Kranichstein und Professor im Fachbereich Maschinenbau der TU Darmstadt. AdRIA erhält bis 2014 Fördermittel in Höhe von 18,4 Millionen Euro.

Der LOEWE-Schwerpunkt „Eigenlogik der Städte“ erarbeitet eine qualitative Typologie der Städte, die die Andersartigkeit von Städten aufgreift sowie Strategien der „eigenständigen“ Profilbildung deutlich macht. Untersucht werden besonders sozialökologische und informationsökonomische lokale Entwicklungen.

Zwei zentrale Fragen stehen im Zentrum der Analyse: Welche Strukturen lassen sich in Fallanalysen als das Besondere (das „Rückgrat“) von Städten bestimmen? Welche Städte lassen sich aufgrund von Ähnlichkeiten einem Typus zuordnen? Ziel ist es, Stadtentwicklung in ihrer Differenziertheit wissenschaftlich zu erfassen. Der LOEWE-Schwerpunkt wurde bislang mit jährlich 1,5 Millionen Euro gefördert und wird bis 2013 eine Auslauffinanzierung in Höhe von 1,4 Millionen Euro erhalten.

Das LOEWE-Programm an der TU Darmstadt

Mit dem Forschungsförderungsprogramm LOEWE (Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz) will das Land Hessen seit 2008 wissenschaftspolitische Impulse setzen und damit die hessische Forschungslandschaft nachhaltig stärken.

Die Landesregierung leistet eine Anschubfinanzierung, die den Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Hessen eine Schwerpunktbildung und damit eine weitere Profilierung erleichtern soll. Derzeit ist die TU Darmstadt an folgenden LOEWE-Projekten beteiligt:

LOEWE-Zentren

LOEWE-Schwerpunkte

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