Harald Rose-Preis

Mit dem Harald Rose-Preis werden hervorragende Masterarbeiten oder Dissertationen ausgezeichnet, die einen Bezug zur Elektronenmikroskopie haben.

Die Firma CEOS – Correlated Electron Optical Systems – GmbH hat 2015 anlässlich des achtzigsten Geburtstags von Herrn Professor Dr. Harald Rose und zu Ehren seiner wegweisenden Forschung bei der Entwicklung der Elektronenmikroskopie den Harald Rose-Preis gestiftet.

Mit dem Harald Rose-Preis werden herausragende Abschlussarbeiten aus den Bereichen Bildgebende oder Analytische Verfahren, Angewandte Physik, Materialwissenschaft oder Chemie, die einen Bezug zur Elektronenmikroskopie haben, ausgezeichnet. Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert und wird jährlich im Wechsel an der TU Darmstadt und der Universität Ulm, den früheren Wirkungsstätten von Professor Rose, vergeben.

Preisträger 2017

Masterarbeit von Herrn Maximilian Trapp
(Fachbereich Material- und Geowissenschaften)

Für den Preis können Masterarbeiten und Dissertationen, die an der ausschreibenden Universität angefertigt wurden und zum Zeitpunkt der Einreichungsfrist nicht älter als zwei Jahre sind, vorgeschlagen werden. Eigenbewerbungen sind zulässig. Über die Preisvergabe entscheidet eine Auswahlkommission, der ein/e Vertreter/in der Firma CEOS GmbH, je ein/e Professor/in aus den Bereichen Angewandte Physik, Materialwissenschaft und der Chemie sowie der Kanzler.

Folgende Auswahlkriterien werden im Hinblick auf die zu bewertende Arbeit und den/die Kandidaten/in zugrunde gelegt:

Abschlussarbeit:

  • Wissenschaftliche Exzellenz und Originalität
  • Innovationsgehalt
  • Transferpotenzial

Lebenslauf:

  • Überdurchschnittliche Studienleistungen bei angemessener Studiendauer
  • Hervorragendes Engagement oder zusätzliche Leistungen des/der Nominierten in fachlichen, überfachlichen oder sozialen Belangendruckter als auch in elektronischer Form

Die Entscheidung der Auswahlkommission erfolgt unter Ausschluss des Rechtswegs. Eine Begründung für die Entscheidung muss nicht bekannt gegeben werden.

Bewerbungen für den Harald Rose-Preis 2019 sind bis zum 15. August 2019 an Esther Berghoff, Präsidialbereich zu richten. Folgende Unterlagen sind einzureichen:

  • Nominierungsschreiben inklusive einer Begründung des Vorschlags
  • Gutachten/Würdigung durch eine/n Hochschullehrer/in
  • Lebenslauf der Kandidatin/des Kandidaten
  • Nachweis der Benotung (Abiturnote, Benotung der Abschlussarbeit, Gesamtnote Abschluss)
  • Ein Exemplar der wissenschaftlichen Arbeit

Der Preis wird neben anderen studentischen Preisen im Rahmen des Veranstaltungsformats „Ausgezeichnet!“ am 12. November 2019 verliehen.

Über Harald Rose

Der Harald Rose-Preis soll an das wissenschaftliche Werk von Harald Rose erinnern. Der Physiker schlug Ende der 1980er Jahre ein geniales Konzept vor, das es erlaubt, Atome für Elektronenmikroskopie sichtbar zu machen. Bis dahin waren die unvorstellbar winzigen Bausteine der Materie unsichtbar geblieben. Rose entwarf eine Art Brille für das Elektronenmikroskop, die jene fehlgeleiteten Elektronenstrahlen auf die richtige Bahn lenkten, die das Bild unscharf machten. Mit seinen Kollegen Maximilian Haider und Knut Urban verwirklichte Rose sein Konzept. Die drei Wissenschaftler bekamen 2011 für diese Leistung den Wolf-Preis, der unter Physikern ähnlich angesehen ist wie der Nobelpreis.

Verleihungsjahr Preisträger/in Fachbereich Art der Arbeit
2017 Maximilian Trapp Material- und Geowissenschaften Masterarbeit
2015 Daniel Ohl de Mello Physik Masterarbeit