Ausstellung

RADAR. Aktuelle Projekte aus Kunsthochschulen

16. September bis 21. Oktober 2018

Mit RADAR. AKTUELLE PROJEKTE AUS KUNSTHOCHSCHULEN beginnt im Kunstforum der TU Darmstadt eine neue Ausstellungsreihe. Vom 16. September bis 21. Oktober 2018 zeigt RADAR ausgewählte künstlerische Arbeiten junger Studierender renommierter regionaler und überregionaler Kunsthochschulen.

RADAR ist die inzwischen 11. Ausstellung des im Februar 2016 gegründeten Kunstforums der TU Darmstadt. Seit seiner Gründung stehen auch junge Kunstschaffende im Fokus des Ausstellungsprogramms. So wurde im Sommer 2016 der Bildhauerin Carola Keitel mit OUT OF ORDER eine erste institutionelle Einzelausstellung ermöglicht, die auch im Außenraum des weitläufigen Geländes´der TU Darmstadt stattfand. ANGSTFREI. rückte die Arbeiten zehn Kunstschaffender,die sich um die Preise für junge Künstlerinnen und Künstler bewarben, in den Mittelpunkt (23. April bis 25. Juni 2017). Nazli Moripeks Videoinstallation Today I remember you wurde in der Ausstellung LOST IN TRANSITION (24. September bis 10. Dezember 2017) erstmals öffentlich gezeigt.

RADAR nimmt als neues – regelmäßig stattfindendes – Ausstellungsformat des Kunstforums der TU Darmstadt überraschende und originelle künstlerische Positionen in den Fokus, die während der jährlich stattfindenden Rundgänge an bekannten Kunsthochschulen aufgefallen sind. Im Rahmenprogramm wird erstmals zusammen mit dem Kulturzentrum 806qm ein neues Veranstaltungsformat etabliert: Führung und EXTRA, ausgerichtet von den beteiligten Künstler*innen.

Den Auftakt machen Guy Gormley und Lisa Gutscher der Städelschule Frankfurt, Isabell Ratzinger der Hochschule für Gestaltung Offenbach, Danae Hoffmann, Jonas Müller-Ahlheim und Dominic Scharfenberg der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe.

Die Arbeiten dieser sechs sehr unterschiedlich arbeitenden Künstler*innen und Künstler kreisen um die Frage des Raumes. Sie drücken sich in verschiedenen Medien aus, wie Malerei, Installation oder Skultptur – oder auch durch Aktion im öffentlichen Raum.

Guy Gormley (*1985, London) ist aktuell Absolvent der Städelschule Frankfurt. Der Künstler und Musiker studierte zuvor an der Fine Art at Goldsmiths College in London, ist Mitbegründer der London / Stockholm Club Night, des Schallplattenlabels Top Nice und des kuratorischen Projekts BRICKHOUSE. Sein künstlerisches Schaffen umfasst Fotografie, Skulptur und Sound. In der Ausstellung RADAR wird seine Installation 13a The Crescent zu sehen sein. Zusammen mit Lisa Gutscher wird er eine Kunstaktion im öffentlichen Raum umsetzen sowie musikalisch und performativ die Pre-Finissageparty von RADAR am 19. Oktober ab 22 Uhr im 806qm gestalten.

Ausstellungen (Auswahl)

  • 2014 Impossible Fade, Lima Zulu, London
  • 2018 Going Cold, Johanne, Städelschule Frankfurt
  • 2018 After Rubens, Städel Museum Frankfurt

Lisa Gutscher (*1991, Stuttgart) interessiert sich für das Verhältnis von konzeptuellen und physischen Aspekten von Formen, Objekten und Materialien. Sprache spielt in ihren zwischen Abstraktion und Konkretion changierenden Arbeiten eine wichtige Rolle und bildet zumeist deren Ausgangspunkt. Dies wird auch bei der Kunstaktion der Fall sein, die sie gemeinsam mit Guy Gormley im öffentlichen Raum plant. Lisa Gutscher studiert seit 2017 an der Städelschule in der Klasse von Judith Hopf. Ihre Arbeiten wurden schon an verschiedenen Ausstellungsorten gezeigt, wie W139 (2017, Amsterdam), Museum U, (2016, Dortmund 2016), SANAA (2016, Essen). Ihr Künstlerbuch über die Stadt Essen und deren Vergangenheit wurde 2016 vom Kulturbüro Essen gefördert. 2015 erhielt sie das Stipendium der Marianne Ingenwerth Stiftung für ihre Studien zur Abstraktion.

Die Skulpturen von Danae Hoffmann (*1994, Neustadt an der Weinstraße) drücken sich in abstrakten, installativen Kompositionen aus Stahl, Schaumstoff oder auch Plastikfolie aus. Sie lassen alltägliche Orte, Gegenstände oder Situationen assoziieren. Danae Hoffmann studiert seit 2013 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, erst bei Marijke van Warmerdam Malerei und Grafik, seit 2017 bei Ulla von Brandenburg. 2017 führte sie das Studium mit einem Erasmusstipendium an die École nationale supérieure des beaux arts Paris zu Bojan Sarcevic.

Auszeichnung und Ausstellungen: 2016 Akademiepreis der Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe 2015 Self Titled, Galerie Ciao, Karlsruhe 2016 Junge Künstler in der Villa Böhm, Kunstverein Neustadt an der Weinstraße, 2016 Beyond the real, Kunsthalle Basel, Basel (CH) 2017 Exchange exhibition, Galerie Droite, Ensba, Paris

Jonas Müller Ahlheim (*1993, Wiesbaden) studiert freie Malerei und Grafik an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Marcel van Eeden (2014-2016), seit 2016 bei Corinne Wasmuht. Seit 2017 ist er Mitglied und Mitbegründer des Projektraums ßpatz in Karlsruhe, wo er selbst Ausstellungen kuratiert und internationale Künstler*innen einlädt. Ausgehend von der klassischen Malerei entwickelt sich das künstlerische Schaffen von Jonas Müller-Ahlheim zunehmend interdisziplinärer. Er nutzt Skulptur und auch Video um eine Raumwahrnehmung zu schärfen.

Ausstellungen (Auswahl)

  • 2017 Kunst hoch 45, Auswahlausstellung des Cusanuswerks HfBK Dresden
  • 2017 Echo, Junge Kunsthalle, Karlsruhe
  • 2016 Auf der Suche nach Orgon, ßpace, Karlsruhe
  • 2015 Klasse Marcel van Eeden zu Gast, Berlin

Auszeichnung

  • 2017 erhielt Jonas Müller-Ahlheim das Stipendium des Cusanuswerks, Bonn

Isabell Ratzinger (*1996, Mainz) studiert seit 2015 an der Hochschule für Gestaltung Offenbach Konzeptionelle Raumgestaltung bei Heiner Blum. Sie ist Mitherausgeberin der 2018 entstandenen Publikation „Montag Dienstag“ 2018, für die sie auch Beiträge geschrieben hat. Aus Elementen des unmittelbaren Alltags erfindet und baut sie irrwitzigfuturistische Apparate, die eine zweckgerichtete Funktion haben. In der Ausstellung RADAR zeigt sie erstmals umfassend Arbeiten ihrer Serie BÜRO und gestaltet einen zusätzlichen Ausstellungsraum.

Ausstellungen (Auswahl)

  • 2015 Ring Ring Ring Hochschule für Gestaltung, Offenbach am Main
  • 2017 Gruppenausstellung, Akademie der Künste, Dresden
  • 2018 Motives of received roses, Zollamt Studios, Offenbach am Main
  • 2018 Rinnzekete bee bee nnz krr müü, Nassauischer Kunstverein Wiesbaden

Die abstrakten Malereien von Dominic Scharfenberg (*1988, München) suchen, was hinter einer vermeintlichen Realität verborgen liegt. Durch Fläche und Schichtung, durch Farbe und Komposition entstehen Räume, die auf entropische Orte verweisen und die sich einer eindeutigen Kartographie entziehen. Dominic Scharfenberg kommt ursprünglich aus dem Gestalterischen. Von 2009 bis 2012 studierte er an der University of Brighton, UK, und ist seit 2014 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Kalin Lindena. Zusammen mit Thomas Blank und Jonas Müller-Ahlheim ist er seit 2017 Begründer und Kurator des Projektraums ßpatz in Karlsruhe.

Ausstellungen (Auswahl)

  • 2016 Auf der Suche nach Orgon, ßpace, Karlsruhe
  • 2015 Phoenix-BB, Berlin 2013 Secret Behavior (curated by James Gallagher)
  • MoMA PS1, New York 2012 Now What, Netil House, London
  • 2011 Up to Now, RED Gallery, London

Sa, 15.09.2018, 18:00

Ausstellungseröffnung in der Ausstellungshalle des Kunstforums der TU Darmstadt im Alten Hauptgebäude, Hochschulstraße 1, 2. OG. Es sprechen Dr. Manfred Efinger (Kanzler der TU Darmstadt), Prof. Axel Heil (Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe) und Julia Reichelt, M.A. (Kuratorin des Kunstforums der TU Darmstadt).

Fr., 21.09.2018, 18:00

FÜHRUNG UND EXTRA mit Jonas Müller-Ahlheim, anschließend im 806qm

Fr., 28.09.2018, 18:00

FÜHRUNG UND EXTRA mit Dominic Scharfenberg, anschließend im 806qm

Fr., 05.10.2018, 18:00

FÜHRUNG UND EXTRA mit Isabell Ratzinger, anschließend Workshop “Bürofantasien – Fantastisches im geregelten Arbeitsalltag. Was passiert, wenn nichts los ist im Büro?” Anmeldung unter

Fr. 12.10.2018, 18:00

FÜHRUNG UND EXTRA mit Danae Hoffmann, anschließend 806qm

Fr. 19.10.2018, 22:00

PRE-FINISSAGEPARTY mit Guy Gormley und Lisa Gutscher im 806qm