Energiesparen in Coronazeiten

26.02.2021

Der Winter ist längst vorbei, aber auch in der Übergangsphase nach der kalten Jahreszeit gibt es noch viele Veränderungen im Vergleich zu den letzten Jahren. Wie können wir auch in Zeiten von Corona möglichst nachhaltig und energieeffizient arbeiten?

Richtiges Lüften: Fenster auf und Heizung aus

Zur Vorbeugung von Infektionen wird ein regelmäßiges Lüften empfohlen: alle 60 Minuten in Büroräumen und alle 20 Minuten in Besprechungsräumen für jeweils 5-10 Minuten.[1] Um unnötigen Energiekosten vorzubeugen, sollten vor allem in den kalten Monaten das Stoß- oder Querlüften dem (dauerhaften) Kipplüften vorgezogen werden. Das heißt, dass Fenster oder Balkontüren für wenige Minuten komplett geöffnet werden. Wichtig dabei ist, dass die Heizung währenddessen ausgeschaltet wird, ansonsten verschwindet durch den Kamineffekt die erzeugte Heizenergie direkt nach draußen.[2]

Wir wissen um die Probleme des Gebäude-Altbestandes und des aufgestauten Sanierungsbedarfs. Falls ein energiesparendes Lüften durch Defekte im Büro oder andere akute Probleme nicht möglich ist, können TU-Angehörige mit TU-ID eine Störmeldung absetzen.

Das Büro für längere Abwesenheit vorbereiten

Viele der Beschäftigten nutzen derzeit die Möglichkeit mobil zu arbeiten und verlassen für längere und teilweise unbestimmte Zeit ihr Büro an der TU. Die Heizkörper können für diese Zeit auf die Stufen 1-2 heruntergedreht werden, um ein zu starkes Auskühlen der Räume und Wände zu verhindern. Abschaltbare Steckdosenleisten, Bildschirme und Co. sollten ausgeschaltet oder komplett vom Strom getrennt werden.

Auch unabhängig von Corona auf Energiesparen achten

Folgendes Rechenbeispiel soll verdeutlichen, welche Einsparung schon beim Vermeiden des Stand-by-Betriebs erzielt werden kann:

Wenn alle rund 1.900 administrativ-technischen Beschäftigten der TU ihren Büro-Laptop nach der Arbeit nicht in den Stand-by-Betrieb versetzen, sondern komplett herunterfahren, würden dadurch pro Jahr rund 12.800 kWh Strom eingespart werden (bei einem Stand-by-Verbrauch von nur einem Watt).* Dies entspricht in etwa einem Strombedarf von drei Einfamilienhäusern mit jeweils einer vierköpfigen Familie (ohne Warmwasser).

Als kleine Gedankenstütze haben wir einige Tipps zum Energiesparen im Arbeitsalltag in dieser Checkliste zusammengefasst.

Warum ist Energiesparen immer noch wichtig?

„Der Klimawandel hat nicht für Covid-19 gestoppt“ – so heißt es in einer Pressemitteilung zum kürzlich veröffentlichten Bericht United in Science 2020 zu den neusten klimawissenschaftlichen Daten. Nachdem die Treibhausgas-Emissionen infolge von Lockdowns und verlangsamter Wirtschaft im Rahmen der Maßnahmen gegen die Verbreitung von Corona zunächst gesunken sind, bewegen sie sich nun wieder Richtung prä-pandemischer Verhältnisse. Wir vom Büro für Nachhaltigkeit denken, dass jeder kleine Schritt hilft, dem Klimawandel etwas entgegenzusetzen.

Pressemitteilung United in Science 2020 (auf Englisch)

Quellen

[1] Hygiene- und Infektionsschutzkonzept der TU Darmstadt zu SARS-CoV-2

[2] Tipp Umweltbundesamt: Richtig lüften

* Berechnung für 224 Arbeitstage im Jahr mit einer Beschäftigung von 75 %.