Auf den Punkt gebracht

Coffee Lectures und andere Veranstaltungen der ULB Darmstadt

03.07.2019

In einer Viertelstunde Impact Factor und h-Index verstehen oder Literaturverwaltungsprogramme kennenlernen – das und noch viel mehr bietet die Universitäts- und Landesbibliothek (ULB) Darmstadt bei ihren Coffee Lectures an, noch dazu in gemütlicher Runde.

Coffee Lectures bieten wöchentlich kurze Präsentationen zu unterschiedlichen Themen.

Kann der Erfolg und die Bedeutung einer Wissenschaftlerin oder eines Wissenschaftlers durch bibliometrische Indikatoren gemessen werden? Welche systematischen Fehler treten bei der Nutzung von Impact Factor und h-Index auf? Warum sind dabei das Fach und der Ort der Publikation zu berücksichtigen? Keine Zeit für lange Vorträge und Workshops, um diese Fragen für sich zu beantworten, und trotzdem Interesse an Themen rund um wissenschaftliches Arbeiten und Recherche? Dann lohnt sich der Besuch der wöchentlich stattfindenden Coffee Lectures der ULB Darmstadt. „Bei der Coffee Lecture zum Thema Bibliometrie ist das Ziel, nicht nur die Indikatoren neutral zu erklären, sondern auch kritisches Denken anzuregen, wie aussagekräftig diese Indikatoren tatsächlich sind“, sagt Ulrike Lengauer, wissenschaftliche Bibliothekarin an der ULB Darmstadt.

Coffee Lectures sind kurze Präsentationen zu Themen wie Urheber- und Bildrecht, Textverarbeitungsprogramme oder digitales Publizieren. Diese Vorträge dauern circa 15 Minuten. Die Besucherinnen und Besucher erhalten neben nützlichen Informationen auch Kaffee und Kekse. Diese Art der Veranstaltung wurde von der ETH Zürich eingeführt und erfreut sich mittlerweile auch in Deutschland großer Beliebtheit. Die ULB Darmstadt bietet diese Veranstaltungen seit 2016 regelmäßig einmal in der Woche an ihren Standorten Lichtwiese und Stadtmitte an.

Coffee Lectures

ULB Lichtwiese Mi. 12:45-13:00 L4|02 Raum 104

ULB Stadtmitte Do. 12:45-13:00 S1|20 Raum 112

Manche Themen wiederholen sich jedes Semester, andere werden durch neue ersetzt. „Wir nutzen Coffee Lectures, um darauf aufmerksam zu machen, was wir anbieten. Wenn das Interesse da ist, können im Anschluss längere Workshops zu den einzelnen Themen besucht werden“, sagt Lengauer.

Regelmäßige Workshops zu Themen wie effektive Literaturrecherche, wissenschaftliches Zitieren, Textverarbeitungs- und Literaturverwaltungsprogramme finden mehrmals im Semester immer abwechselnd an den ULB-Standorten Stadtmitte und Lichtwiese statt. „Ab dem Wintersemester planen wir, unser Angebot für wissenschaftliche Beschäftigte der TU auszubauen“, sagt Lengauer. Es sollen Workshops zu den Themen Bibliometrie, Publizieren, Normen, Patente, Urheberrecht und Text and Data Mining angeboten werden. Obgleich sich diese Workshops eher an die wissenschaftlichen Beschäftigten richten, werden sie für alle Interessierten offen sein.

Ebenso sind für das Wintersemester englischsprachige Workshops in Kooperation mit dem internationalen Masterstudiengang „Tropical Hydrogeology and Environmental Engineering“ (TropHee) geplant. „Unser Ziel ist es, die Kooperation mit Fachbereichen auszubauen“, sagt Lengauer und betont die Orientierung an den internationalen Studiengängen.

Bei den Coffee Lectures sind die meisten Referentinnen und Referenten Beschäftigte der ULB. Zu den Kooperationspartnern für das Format gehören außerdem das SchreibCenter und die Hochschuldidaktische Arbeitsstelle (HDA). Mit SchreibCenter und HDA kooperiert die ULB auch bei der Organisation umfassender Veranstaltungen wie der Langen Nacht des Schreibens am ersten Donnerstag im März und dem Langen Nachmittag des Schreibens, der dieses Jahr am 29. August stattfindet.

Während bei der Langen Nacht des Schreibens hauptsächlich ein großer Schreibraum zur Verfügung gestellt wird und daneben Workshops und individuelle Beratung angeboten werden, wird beim Langen Nachmittag der Fokus auf die individuelle Beratung gelegt. Es soll mehrere Beratungstische geben. Jeder könne sich dabei zu seinen Schreibprojekten (von Bewerbungen über Hausarbeiten bis zur Bachelor- oder Masterthesis), zum Halten von Präsentationen und Verteidigen seiner Abschlussarbeiten, zu Zeitplanung und Selbstmanagement, zum Umgang mit LaTeX, zu allgemeiner und fachspezifischer Literaturrecherche, zu Literaturverwaltung mit Citavi, EndNote oder Zotero und zur Veröffentlichung von Texten beraten lassen. Pro Beratung seien maximal 45 Minuten eingeplant.

Die Veranstaltung wurde vor einem Jahr zum ersten Mal angeboten und sei sehr gut angenommen worden. „Es gab circa 80 Beratungen in vier Stunden“, so Lengauer. Auch dieses Jahr hoffen die Organisatoren, viele Hilfesuchende bei ihren Schreibprojekten unterstützen zu können.