Integriertes Qualitätsmanagement

Dem integrierten Qualitätsmanagement der TU Darmstadt kommt durch den Autonomiestatus der Universität und seit der Systemakkreditierung (im März 2017) eine besondere Bedeutung zu. Es unterstützt die Entwicklung der Universität, indem die Ergebnisse von Qualitätssicherungsmaßnahmen für strategische Entscheidungen genutzt werden.

Professor Hans Jürgen Prömel,
Präsident der TU Darmstadt

„Die Systemakkreditierung ist ein toller Erfolg. Sie war ein konsequenter Schritt für die TU Darmstadt als autonome Universität. Das Ergebnis bestätigt unseren integrierten Ansatz, in der Qualitätsentwicklung Forschung und Lehre eng zu verknüpfen. Diesen Weg verfolgen wir seit knapp zehn Jahren, und er ist weiterhin zukunftsweisend.“

Bild: Katrin Binner

Das integrierte Qualitätsmanagement umfasst die Bereiche Forschung, Studium und Lehre, Nachwuchsförderung, Leitung sowie Verwaltung und bezieht Fachbereiche, zentrale Einrichtungen und die zentrale Verwaltung ein. Als systemakkreditierte Hochschule übernimmt die TU Darmstadt noch mehr Eigenverantwortung für die Qualitätsentwicklung insbesondere im Bereich Studium und Lehre.

Im Rahmen des integrierten Qualitätsmanagements werden Zielvereinbarungen zwischen Fachbereichen und zentralen Einrichtungen mit dem Präsidium geschlossen. Dadurch ist eine enge Kopplung von Qualitätssicherung und -entwicklung und Strategiebildung möglich. Ein Monitoring sichert die nachhaltige Umsetzung der Zielvereinbarungen.

Strategie-Qualitätskreislauf im integrierten Qualitätsmanagement

Die Verbindung zwischen Qualitätssicherung und Strategie lässt sich anhand der vier Phasen des Strategie-Qualitätskreislaufs darstellen. Fragen einer Qualitätsbewertung ergeben sich aus der strategischen Analyse (1). Befunde und Empfehlungen der Bewertung werden in Handlungsziele überführt (2). Die Wirksamkeit der Qualitätssicherung ergibt sich mit der Umsetzung konkreter Maßnahmen (3), deren Erfolg überprüft wird (4). Die Ergebnisse des Monitorings/Controllings fließen in eine erneute strategische Analyse ein (1).

Das integrierte Qualitätsmanagement an der TU Darmstadt:

  • nutzt die Autonomie der Universität verantwortlich, indem es Ergebnisse aus Qualitätssicherungsmaßnahmen für strategische Entscheidungen auf allen Ebenen einsetzt und somit die Entwicklung der Universität vorantreibt,
  • unterstützt damit die strategische Entwicklung von Fachbereichen und zentralen Einheiten,
  • sorgt für Transparenz über die Entwicklungen von Fachbereichen, zentralen Einheiten und der zentralen Verwaltung,
  • trägt maßgeblich dazu bei, auch Studiengänge in Einklang mit den strategischen Schwerpunkten der Fachbereiche zu entwickeln.

Transparenz und Partizipation sind zentrale Grundsätze des integrierten Qualitätsmanagements der TU Darmstadt. Die Universität hat Entscheidungsprozesse, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten in ihrem Steuerungssystem und im internen Qualitätssicherungssystem klar definiert. Die zentralen Akteure des integrierten Qualitätsmanagements sind:

2004
  • Einführung von Lehrveranstaltungsevaluationen
2008
  • Einführung der AbsolventInnenbefragung (über INCHER)
2009
  • Einführung der institutionellen Evaluation
  • Verabschiedung der Grundsätze für Studium und Lehre
  • Einführung des Verfahrens zur Reakkredierung von Studiengängen, Freigabe von Studiengängen und zum Genehmigungsprozess
2010
  • Verabschiedung der Richtlinien für den Bereich der Lehrveranstaltungsevaluationen der TU Darmstadt
2012
  • Verabschiedung der Grundsätze für ein integriertes Qualitätsmanagement der TU Darmstadt
2014
  • Start der Vorbereitung auf eine Systemakkreditierung der TU Darmstadt
  • Verabschiedung der zweiten Richtlinien für den Bereich der Lehrveranstaltungsevaluation der TU Darmstadt
2015
  • Weiterentwicklung des integrierten Qualitätsmanagements mit universitätsweiter Beteiligung
2016
  • Start des zweiten Zyklus der institutionellen Evaluationen der Fachbereiche
  • Verabschiedung von TU-Kriterien für die Qualitätssicherung von Studiengängen
2017
  • Verleihung des Gütesiegels Systemakkreditierung an die TU Darmstadt
  • Einführung der TU-Studierendenbefragung