Für mehr Professorinnen an der TU Darmstadt!

Neue Handreichung zur aktiven Rekrutierung von Professorinnen

04.03.2020

An technischen Universitäten liegt der Frauenanteil an Professuren bei 19% (Stand: 2019) und somit unter dem Bundesdurchschnitt (23%). Die Steigerung des geringen Anteils von Frauen in Professuren spielt eine wichtige Rolle in der Gesamtstrategie, da sie die Gleichberechtigung und Chancengleichheit unterstützt sowie die Qualitätssicherung und Transparenz der Berufungsverfahren gewährleistet. Zur aktiven Rekrutierung von Professorinnen wurde nun an der TU-Darmstadt eine neu überarbeitete Handreichung entwickelt.

An der TU-Darmstadt bilden Ingenieur- und Naturwissenschaften den Schwerpunkt – vor allem in den Ingenieurwissenschaften sind Professorinnen deutlich unterrepräsentiert. Um den Anteil von Professorinnen (18%) zu erhöhen, wird die aktive Rekrutierung in den Berufungsprozess miteingebunden. Die Handreichung gibt einen Überblick, was beim Umsetzen der aktiven Rekrutierung zu beachten ist: Als Voraussetzung für die Freigabe einer Professur gilt die Nennung potenzieller Kandidatinnen im Freigabeantrag. Dabei ist eine frühzeitige und gezielte Suche nach geeigneten Bewerberinnen unerlässlich, die im Berufungsbericht dokumentiert wird. Zur Bewertung wissenschaftlicher Leistungen sollten geschlechtergebundene Stereotype hinterfragt werden. Insgesamt umfasst die Umsetzung einer aktiven Rekrutierung folgende Punkte:

  • Strategische Berufungsplanung (Ausschau nach Kandidatinnen)
  • Management (deutliche Botschaften)
  • Identifikation von Kandidatinnen (Netzwerke aktivieren)
  • Ansprache (persönlich)
  • Gewinnung und Imagebildung (eigene Motivationslage erkennen)
  • Transparenz über die Verfahrensschritte (fair & transparent)
  • Berufungsverhandlungen (Motivationslagen der Kandidatinnen nutzen)