Architektinnen und Architekten beschäftigen sich mit der Planung, dem Entwurf, der Gestaltung und der Bauausführung von Wohnhäusern, öffentlichen Gebäuden und Industriebauten. Des weiteren zählen zu ihren Aufgaben der Entwurf komplexer städtebaulicher Anlagen im In- und Ausland sowie die Übernahme von Sanierungen. Zu berücksichtigen sind dabei technisch-konstruktive Belange ebenso wie z.B. gestalterische, wirtschaftliche, kulturell-soziale, ökologische und rechtliche Aspekte und Vorgaben. Im Idealfall gehen in der Arbeit der Architekten Funktionalität, Ästhetik und Umfeld-/Zielgruppenbezug eine enge Verbindung ein.
Der Berufseinstieg ist für Architektinnen und Architekten leider nicht immer ganz einfach, da in den letzten Jahren bereits eine große Zahl Architekten ausgebildet wurden, die Stellenangebote bzw. die Bautätigkeit damit jedoch nicht Schritt gehalten haben. So sind Architekten mittlerweile auf vielen Gebieten tätig. Sehr häufig machen sich Architekten als „Generalisten“ mit eigenem Büro selbständig. Daneben besteht aber auch die Möglichkeit, als angestellter Architekt in großen Büros mitzuarbeiten, dann ggf. in der Spezialisierung auf nur einen oder wenige Bereiche (z.B. Ausschreibungen). Weitere Felder, auf denen Architekten tätig sein können, sind kommunale und andere Behörden (z.B. Bauämter), Ingenieur- und Konstruktionsbüros, die Immobilienwirtschaft, Beratungs- und Gutachertätigkeiten (selbständig oder z.B. für Versicherungen) und die Bauindustrie/Bauträgerunternehmen. Als „Facility Manager“ optimieren Architektinnen und Architekten die Wirtschaftlichkeit von Gebäuden. Manche Architekten spezialisieren sich auf bestimmte Bereiche wie Sanierung und/oder energieeffizientes Bauen o.ä. Aufgrund der ästhetisch-künstlerischen Seite des Architektur-Studiums ergeben sich Schnittstellen zu Berufsfeldern wie Fotografie, Design, Werbung und Grafik. Und schließlich können Architektinnen auch bei Denkmalschutzämtern, in Museen, im Journalismus, im Kunsthandel oder in der (geistes-)wissenschaftlichen Forschung (z.B. Kunstgeschichte) beschäftigt sein.
Wichtig ist es deshalb, neben dem Studium frühzeitig in Architekturbüros oder anderen einschlägigen Einrichtungen eigene praktische Erfahrungen zu sammeln, seine allgemeine Praxistauglichkeit unter Beweis zu stellen und Kontakte zu knüpfen. Die Aussicht auf eine gute Stellung wird durch die Bereitschaft zu beruflicher Mobilität, auch ins Ausland, erhöht. Insbesondere bei einer internationalen Ausrichtung sind sichere englische Sprachkenntnisse sehr zu empfehlen.
TU Darmstadt Career Service