Rhein-Main-Universitäten in der Exzellenzstrategie ausgezeichnet

Die Rhein-Main-Universitäten (RMU) – die Allianz aus Technischer Universität Darmstadt , Goethe-Universität Frankfurt und Johannes Gutenberg-Universität Mainz – werden ab 2027 als Exzellenzverbund im Rahmen der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder mit einem hohen Millionen-Betrag gefördert. Damit gehört die Allianz nun zum Kreis der zwölf Einzeluniversitäten und drei Universitäts-Verbünde in Deutschland, die in der Exzellenzstrategie ausgezeichnet worden sind. Die RMU erhalten eine zusätzliche Förderung aus Mitteln des Bundes und der Länder Hessen und Rheinland-Pfalz für ihre ambitionierte Strategie, Frankfurt-Rhein-Main zu einer international führenden Wissenschaftsregion zu entwickeln.

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„Wir haben es geschafft!“ – Videobotschaften zur Exzellenz

Unter dem Titel RMU-EXCITE – Excellent. Collaborative. Transformative hat sich die Allianz der Rhein-Main-Universitäten (RMU) um den Exzellenztitel beworben. Der Antrag wurde am 12. November 2025 beim Wissenschaftsrat eingereicht.

Voraussetzung dafür war das erfolgreiche Abschneiden in der Förderlinie Exzellenzcluster. Mit der Förderung von insgesamt fünf Exzellenzclustern, von denen jeweils mindestens einer unter der Federführung der Goethe-Universität Frankfurt, der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Technischen Universität Darmstadt liegt, erfüllen die Rhein-Main-Universitäten hierfür die Voraussetzungen.

Im April 2026 wurde RMU-EXCITE im Rahmen eines Ortsbesuchs von einem Panel internationaler Reviewer:innen begutachtet.

Am 2. Oktober 2026 wurde von der Exzellenzkommission über die Förderung der Allianz der Rhein-Main-Universitäten als Exzellenzverbund entschieden. Die Rhein-Main-Universitäten werden ab dem 1. Januar 2027 als Exzellenzverbund im Rahmen der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder gefördert.

Über die Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder

Um die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Forschung an deutschen Universitäten weiter zu stärken, haben Bund und Länder die Exzellenzstrategie als Förderprogramm etabliert. Zentrales Ziel ist es, die Forschungsexzellenz in international wettbewerbsfähigen Bereichen zu fördern, die deutschen Universitäten institutionell zu stärken und das deutsche Hochschulsystem weiterzuentwickeln.

Zu diesem Zweck umfasst die Exzellenzstrategie zwei Förderlinien, die aufeinander aufbauen. In der Förderlinie „Exzellenzcluster“ werden, koordiniert von der DFG, international wettbewerbsfähige Forschungsbereiche an deutschen Universitäten projektbezogen gefördert. In der Förderlinie „Exzellenzuniversitäten“, koordiniert vom Wissenschaftsrat (WR), werden institutionelle Gesamtstrategien gefördert, die die wissenschaftliche Leistungsfähigkeit der geförderten Institutionen verbessern und hervorragende Rahmenbedingungen für exzellente Forschung schaffen.

Exzellenzcluster der TU Darmstadt

Antragstellende Universität

Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Goethe-Universität Frankfurt am Main

Universität des Saarlandes

Universität Bremen

Universität Tübingen

Der Exzellenzcluster RAI unter Federführung der Technischen Universität Darmstadt widmet sich der Entwicklung einer neuen Generation von KI-Systemen, die auf vernünftiger Ressourcennutzung, Datenschutz und kontinuierlicher Verbesserung basieren. Mit vier Forschungsbereichen arbeiten multidisziplinäre Teams an der Gestaltung der Zukunft der KI. In den vergangenen zehn Jahren hat Deep Learning bedeutende Fortschritte in der Künstlichen Intelligenz ermöglicht. Dennoch weisen aktuelle KI-Systeme Schwächen auf, darunter mangelndes logisches Denkvermögen, Schwierigkeiten im Umgang mit neuen Situationen und die Notwendigkeit kontinuierlicher Anpassungen. Nicht zuletzt erfordern aktuelle KI-Systeme umfangreiche Ressourcen. Das Exzellenzclusterprojekt strebt daher die Entwicklung der nächsten Generation von KI an, der „Reasonable Artificial Intelligence“ (RAI).

Projektpartner

Projektpartner

Projektpartner

Goethe-Universität Frankfurt am Main

Frankfurt Institute for Advanced Studies

Forschende unter anderem des Centre for Cognitive Science der TU Darmstadt steuern in diesem Forschungscluster unter Federführung der Universität Gießen ihre Expertise auf den Gebieten der Kognitionswissenschaft und Künstlichen Intelligenz bei. „The Adaptive Mind“ untersucht menschliches Verhalten unter sich verändernden äußeren Bedingungen – in etlichen Situationen reagieren Menschen durch Stabilität, in anderen durch Anpassung. Eine zentrale Fragestellung im Cluster ist die nach der Balance zwischen diesen Strategien im Rahmen von adaptiven und lernenden Systemen. Und es geht um neue Zugänge, wie menschliches Wahrnehmen, Denken, Entscheiden, Handeln und Lernen verstanden und computational modelliert werden kann. Das Thema ist in vielen Wissenschaften relevant – in den Kognitions- und Neurowissenschaften, der Psychologie, bei lernenden Robotern oder beim Training neuronaler Netze.

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