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Zur Vorlesungsreihe

Naturwissenschaftler:innen sind auch (nur) Menschen und diese Tatsache beeinflusst ihre Forschung und ihr Zusammenleben und -arbeiten. Die studentisch organisierte Ringvorlesung umfasst Themen wie Ethik, Kommunikation und Arbeitskultur in den Wissenschaften; die Rolle von Naturwissenschaftler:innen in der Gesellschaft; psychische Gesundheit; verschiedene Formen von Diskriminierung in akademischer Forschung und Industrie sowie Möglichkeiten, diese zu überwinden und gemeinsam (berufliche) Wege zu gehen, die es allen erlauben, sich bestmöglich zu entfalten.

Die Vorlesung findet ab dem 20.10.21 mittwochs um 11:40 Uhr statt und wird via Zoom abgehalten.

Einbringen können sie alle Studierenden in den Wahlbereichen der Bachelor- und Master-Studiengänge, auf TUCaN ist sie unter der Veranstaltungsnummer 07-00-0052-vl zu finden. Willkommen sind nicht nur Studierende, sondern alle Interessierten aus der TU und von außerhalb.

Nähere Informationen sind auf der zugehörigen Website und auf der Moodle-Veranstaltungsseite zu finden; TU-Interne können außerdem auf Vortragsaufzeichnungen und Leitfragen aus der ersten Runde der Vorlesung im Moodle-Kurs aus dem letzten Jahr zugreifen.

Sitzung 07: Hierarchien, Klassismus und Machtmissbrauch

Dr. Riccardo Altieri: Klassismus und Wissenschaft

Abstract: Seit 2020 ist eine Vielzahl von Publikationen zum Thema "Klassismus" erschienen, darunter auch mit einem speziellen Fokus auf die akademische Welt. Klassismus bezeichnet die gesellschaftliche Hierarchisierung in Arm und Reich auf Basis eines Klassenmodells, wie es bspw. von Pierre Bourdieu vertreten wurde. Das Individuum erfährt Klassismus vornehmlich durch das Gegensatzpaar "Privileg vs. Diskriminierung" - und da gibt es überraschender Weise auch im Bildungs- und Hochschulsystem einige Probleme, die in diesem Kurzvortrag angesprochen werden sollen: Welche Formen nimmt Klassismus in der Hochschullandschaft an? Wer ist davon betroffen und wie kann diesem Missstand begegnet werden?

Lebenslauf: Riccardo Altieri ist unabhängiger, kritischer Historiker. Er studierte in Würzburg Geschichte und Germanistik und promovierte anschließend bei Mario Keßler und Frank Jacob an der Universität Potsdam. Er arbeitet für das Johanna-Stahl-Zentrum für jüdische Geschichte und Kultur in Unterfranken und ist Autor diverser Publikationen. Zuletzt erschien im Frühjahr 2021 die zweite Auflage des Sammelbandes "Klassismus und Wissenschaft", den er mit Bernd Hüttner herausgegeben hat.

Martin Schrader (N², Helmholtz Juniors): Hierarchien & Machtmissbrauch in der akademischen Welt

Abstract: Anhand typischer Beispiele für Machtmissbrauch innerhalb der Hierarchien der akademischen Welt werden die Handlungsempfehlungen von N² erklärt. Ziel ist es, ein Gefühl für den notwendigen Wandel hin zu einer nachhaltigeren Wissenschaft zu vermitteln und dafür wichtige Werkzeuge mitzugeben. Denn die Veränderung der akademischen Welt beginnt mit dem wissenschaftlichen Nachwuchs.

Lebenslauf: Martin Schrader wurde 1990 geboren und war langjährig selbständig tätig, bevor er 2013 zunächst an der Universität Leipzig Chemie studierte. 2018 absolvierte er seinen Master in Chemie an der Technischen Universität Dresden. Heute promoviert er am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf über Recyclingmethoden für Seltene Erden enthaltenden Elektroschrott.
Seit 2019 engagiert er sich in der Promovierenden-Vertretung seines Zentrums und vertritt dieses seit 2020 deutschlandweit innerhalb der Helmholtz Juniors, der Vertretung aller etwa 8000 Helmholtz Doktorand:innen. Dort übernahm er 2020 die Position als Sprecher der Arbeitsgruppe „Arbeitsbedingungen“ und ist seit 2021 Sprecher der Helmholtz Juniors und Vorstandsmitglied bei N² - dem Zusammenschluss der Helmholtz und Leibniz Gemeinschaft, der Max-Planck-Gesellschaft sowie dem IPP Mainz. Gemeinsam vertritt N² damit über 16.000 Promovierende in ganz Deutschland. N² koordiniert dabei die größte Doktorand:innenumfrage Deutschlands, vertritt die Interessen der Promovierenden in Fachausschüssen im Bundestag, in Diskussionsrunden mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie in der Evaluierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes und veröffentlicht Fachbeiträge und Handlungsempfehlungen zu den Themen Machtmissbrauch sowie mentale Gesundheit.

Wann?

01. Dezember 2021, 11:40

Wo?

https://tu-darmstadt.zoom.us/j/81459933661?pwd=YWpNRHRDdkw0RWZtaGZVeHduUVlZZz09
Meeting ID: 814 5993 3661
Passcode: 877980

Veranstalter

Han Dittmar, Kilian Heckenberger, Melissa Meinel, Miriam Seebach (FB07)

Kontakt

 

01
Dezember
2021
11:40

Tags

Ringvorlesung, NaGAI, Feminismus, equity, equality, Gleichstellung, Gleichberechtigung, Diversität, diversity, srd