We engineer future – ihr bald auch?

Mit Maschinenbau die Zukunft gestalten

Passagier-Flugzeuge aus Papier, unendlich nutzbare Mond-Energie und Menschen mit Superkräften wie Iron Man – das klingt für euch wahrscheinlich nach Science-Fiction! Aber tatsächlich forscht der Fachbereich Maschinenbau gerade an diesen und noch vielen weiteren Themen! Maschinenbau ist nämlich so viel mehr als Zahnräder und Autos. Was alles dazugehört und wie ihr schon im Studium an den Lösungen für eine lebenswerte Welt von morgen arbeiten könnt, das erzähle ich euch hier!

Von Autos und Zahnrädern…

„Maschinenbau“ – das Wort sagt ja eigentlich schon alles… da entwickelt und konstruiert man alle möglichen Maschinen. Und nach dem Studium arbeitet man dann in der Automobilindustrie oder für einen Hidden Champion, der Zahnräder oder Schrauben herstellt. Dieses Bild von Maschinenbau haben die meisten Menschen. Dass aber noch so viel mehr dazugehört, das war mir vor meinem Studium auch nicht klar.

Nachhaltige Energieversorgung, innovative Flugsysteme, moderne Papierfabrikation, 3D-Druckverfahren und autonomes Fahren – das alles gehört auch zum Maschinenbau. Schon heute innovative Lösungen für die Welt von morgen zu entwickeln, dieses Ziel hat sich der Fachbereich Maschinenbau der TU Darmstadt gesetzt. Und das merkt man auch! Ab dem ersten Semester gehören Projektarbeiten zu aktuellen Fragestellungen in Teams zum Studium einfach dazu! Das Gute ist: Ihr merkt dadurch echt schnell, welcher Bereich des Maschinenbaus euch am meisten gefällt. Bei mir ist es die Energie- und Kraftwerkstechnik – die Themen sind nicht nur total aktuell, sondern auch echt politisch – spannend!

Stefan Hackelbörger

Mein Vater hat vor über 30 Jahren Maschinenbau an der TU Darmstadt studiert! Seitdem hat sich aber super viel getan! Klar, die mechanischen Grundlagen sind die gleichen – ohne Informatik und Elektrotechnik geht heute aber nichts mehr!

Bild: Jan-Christoph Hartung

Auf einen Blick: Maschinenbau – Mechanical and Process Engineering (B.Sc.) an der TU Darmstadt

Der Bachelor Maschinenbau – Mechanical and Process Engineering (B.Sc.) ist in sechs Fachsemester unterteilt, das entspricht also einer Regelstudienzeit von drei Jahren. Im Studium bekommt ihr eine breite und fundierte Ausbildung: besonders in den ersten Bachelor-Semestern stehen die mathematischen und mechanischen Grundlagen im Mittelpunkt. Aber auch spannende Themengebiete wie Informatik, Werkstoffkunde, Mechatronik, rechnergestützte Konstruktion, Thermodynamik stehen auf eurem Studienplan.

Euer Wissen könnt ihr dann im Rahmen diverser Projektarbeiten während eures Bachelor-Studiums anwenden. Los geht’s direkt im ersten Semester mit einer interdisziplinären Projektarbeit, später stehen ein physikalisches Praktikum und ein Product Design Project auf dem Plan. Natürlich immer mit enger Betreuung durch die Professor*innen sowie Tutoren*innen des Fachbereichs Maschinenbau.

Um die Inhalte der Vorlesungen noch besser zu verstehen und Einblicke in das Arbeitsleben von Ingenieur*innen zu bekommen, ist es notwendig, ein Praktikum in der Industrie zu machen. Das könnt ihr vor eurem Studium oder auch währenddessen absolvieren. Vielleicht findet ihr dort schon heraus, welcher Bereich des Maschinenbaus euch am meisten gefällt! Ganz nach euren persönlichen Interessen stellt ihr euch nämlich dann im Wahlbereich ab dem fünften Semester eure Lieblingsveranstaltungen und -fächer zusammen! Ebenfalls möglich: Ein Auslandssemester an einer der vielen Partneruniversitäten des Fachbereichs Maschinenbau!

Klingt spannend? Dann klickt euch hier rein für mehr Informationen zum Maschinenbau-Studium an der TU Darmstadt oder testet euch selbst in unserem ganz neuen Online-Assessment!

Wer Hochhäuser bauen will, braucht ein Fundament!

Ganz gleich, ob ihr euch auf ein Themengebiet des Maschinenbaus (welche das sind, verraten wir euch weiter unten) spezialisieren oder lieber breit gefächert studieren möchtet, bekommt ihr in den ersten Semestern erstmal alle mathematischen und mechanischen Grundlagen beigebracht. Denn nur, wenn ihr das Einmaleins des Maschinenbaus beherrscht, könnt ihr später komplexe Themen bearbeiten. Klingt trocken? Ist es aber überhaupt nicht!

Imke Lorenz

Ich habe im Master ein Praktikum in Luxemburg gemacht und gemerkt, wie wichtig die theoretischen Kenntnisse aus dem Bachelor sind. Dass man die dann „in der echten Welt“ praktisch anwenden und vertiefen konnte, fand ich super!

Bild: Imke Lorenz

Da ist zum Beispiel die Veranstaltung „Einführung in den Maschinenbau“ im ersten Semester. Über einen Zeitraum von einer Woche bearbeitet ihr in Teams von etwa acht bis neun Personen ein aktuelles Thema. Im letzten Jahr haben Studierende des Fachbereichs für das Rote Kreuz untersucht, wie Drohnen für den Transport von medizinischen Gütern eingesetzt werden können. Beteiligt waren am Projekt aber auch Studierende aus dem Fachbereich Mathematik: Eine super Gelegenheit, neue Leute außerhalb des eigenen Studiengangs kennenzulernen und von anderen zu lernen.

Mein coolstes Projekt, dass ich bisher im Studium machen konnte, war ein sogenanntes Advanced Design Projekt. In sechs Wochen haben meine Kommiliton*innen und ich die Oberkörperbewegung eines Motorradfahrers während der Fahrt untersucht. Um das zu erfassen, haben wir auf dem Flugplatz der TU Darmstadt einen Testaufbau gemacht und dafür auch neue Sensoren gekauft – das ging, weil das Projekt von der EU gefördert wurde. Und dann ging es ans Testen, heißt: an einem schönen Sommertag mit dem Motorrad über den Flugplatz fahren, Messwerte sammeln und auswerten! Das war zwar jede Menge Arbeit, hat aber auch super viel Spaß gemacht!

- Stefan Hackelbörger –

Der Blick über den Tellerrand!

Interdisziplinäres Studieren klingt nicht nur fancy, sondern ist im Maschinenbau-Studium an der TU Darmstadt an der Tagesordnung. Von der Projektarbeit im ersten Semester bis hin zur Abschlussarbeit arbeitet man eng mit anderen Fachbereichen und Studierenden zusammen! Meine Bachelorthesis habe ich zum Beispiel übergreifend am Fachbereich Maschinenbau und Elektrotechnik geschrieben und hatte damit nicht nur einen, sondern gleich zwei Betreuer. Die Abstimmung war überhaupt kein Problem und ich konnte dadurch nochmal einen anderen Bereich der Uni kennenlernen. Tatsächlich gibt es einige Kommiliton*innen, die ihre Abschlussarbeiten fachbereichsübergreifend schreiben, z.B. mit einem zusätzlichen Mathematik- oder Informatik-Schwerpunkt. Das macht sich nicht nur gut im Lebenslauf, sondern bereitet einen auch direkt auf das Berufsleben vor. Schließlich lassen sich zukunftsweisende Lösungen für die Gesellschaft nur dann entwickeln, wenn man zusammen mit Expert*innen aus allen Disziplinen arbeitet!

In diesem Versuch wird mittels Elektromyographie (Elektroden zur Messung von Muskelpotentialen) die Beanspruchung in verschiedenen Muskeln gemessen, um herauszufinden, ob ein Exoskelett bei Überkopfarbeit unterstützen kann.

Gemeinsam die Zukunft gestalten

Einen Unterschied machen und einen positiven Beitrag für die Gesellschaft leisten – dass das auch schon im Studium geht, stellt der Fachbereich Maschinenbau gerade unter Beweis. Schutzmasken für die Behandlung von Corona-Kranken sind gerade echt schwer zu bekommen! Deshalb haben sich die Fachbereiche Maschinenbau und Architektur der TU Darmstadt zusammengeschlossen und drucken jetzt auf 3D-Druckern jeden Tag 50 Mehrweg-Vollgesichtsmasken, die an Kliniken ausgeliefert werden! Zeitgleich analysiert das Zentrum für Konstruktionswerkstoffe der TU Darmstadt für das Alice Hospital, wie eine Mehrfachnutzung von Gesichtsmasken unter Einhaltung strengster Hygiene-Standards gewährleistet werden kann – ein weiterer wichtiger Beitrag, um Ressourcen zu schonen und Versorgungsengpässe bei medizinischen Gesichtsmasken zu entspannen.

Das sind natürlich nur zwei von vielen Beispielen, die zeigen, was man gemeinsam alles bewegen kann. Und klar, nicht alle Weiterentwicklungen bekommen so viel Aufmerksamkeit. In meiner Spezialisierung, der Energie- und Kraftwerkstechnik, bedeutet das vielleicht eher, dass wir einen Mechanismus entwickeln, der die Energieeffizienz um wenige Prozent erhöht! Klingt erstmal nicht besonders herausragend, hat aber einen großen Einfluss, wenn wir die Energie der Zukunft sichern und irgendwann klimaneutral werden wollen. Und die Möglichkeiten sind im Maschinenbau wirklich unbegrenzt, ganz gleich, ob man eher in der Forschung oder Wirtschaft arbeiten will.

Corona hat vieles durcheinander gebracht, bietet aber auch Chancen für die Forschung. Welche Auswirkungen Corona auf die Stadt Darmstadt hat, das untersuchen wir nun auch im Rahmen eines Forschungsprojekts des Landes Hessen. Genauer: Wie kann die Mindestfunktionalität der zentralen Infrastrukturen, also zum Beispiel die Kommunikations-, Energie- und Wassernetze, bei besonderer Beanspruchung gewährleistet und eine Adaption an die neuen Bedingungen ermöglicht werden – Stichwort Resilienz von Städten! Aus Forschungssicht ist das natürlich super interessant und durch die Pandemie total aktuell!

- Imke Lorenz –

International mit der Industrie vernetzt

Gerade wenn man nach dem Bachelor oder Master in der Wirtschaft arbeiten möchte, ist es super wichtig, die ersten Kontakte schon während des Studiums zu knüpfen. Der Fachbereich Maschinenbau ist da echt gut vernetzt – nicht nur in Deutschland, sondern auch international! In meinem Fall mit dem Entwickler-Team von Boeing USA. Zusammen mit meinen Kommilitonen*innen entwarfen wir für sie ein Flugzeug-Cockpit und konnten ihnen das persönlich präsentieren. Direktes Feedback von den Boeing-Entwickler*innen auf unseren Entwurf zu bekommen, war ein echtes Highlight!

Wer noch internationaler studieren will, dem bietet der Fachbereich Maschinenbau natürlich auch noch jede Menge andere Optionen – von Austauschsemestern an einer Partneruniversität bis hin zu Auslandspraktika. Ihr seht, mit einem Maschinenbau-Studium steht euch die Welt offen!

Ihr wollt noch mehr zum Maschinenbau-Studium an der TU Darmstadt wissen? Dann schaut mal in unserem anderen Blogpost vorbei – da erzählen drei Kommiliton*innen und ich, wie es wirklich ist!

Generalist oder Spezialist – die Entscheidung liegt bei euch!

Nach dem Bachelor-Studium könnt ihr euch entscheiden, ob ihr lieber als Generalist mit einem individuellen Curriculum oder als Spezialist in einer der Vertiefungsrichtungen an den Lösungen für eine lebenswerte Welt von morgen forschen wollt.

Diese spannenden Schwerpunkte bieten wir euch am Fachbereich Maschinenbau:

Sustainable Use of Resources

Um eine Kreislaufwirtschaft erschaffen zu können, müssen Energie und Rohstoffe bewusst und nachhaltig eingesetzt werden. Wie die Einsparung von Ressourcen durch die Gestaltung, Fertigung und Nutzung von Produkten, Anlagen und Systemen gelingt, das erlernt ihr hier!

Clean Energy and Process Engineering

Ihr wollt einen entscheidenden Beitrag zur Umsetzung der Energiewende leisten? Dann ist der Schwerpunkt Clean Energy and Process Engineering der Richtige für euch! Im Mittelpunkt: Die Wandlung von Energieträgern und Wertstoffen als Basis von industriellen Prozessen der Energie- und Verfahrenstechnik und der kompletten Wertschöpfungskette.

Future Automotive Systems

Gestaltet die Zukunft der Mobilität mit: Im Schwerpunkt Future Automotive Systems verbindet ihr klassische Automobiltechnik mit datenbasierten Algorithmen und entwickelt digital und vernetzte Autos der Zukunft.

Digital Based Production and Robotics

Digitale Lösungen für die Produktion von morgen zu finden, das steht im Fokus dieses Master-Schwerpunkts. Genauer gesagt: Wie sich physische und virtuelle Produktionswelten zusammenbringen sowie neue servicebasierte Geschäftsmodelle entwickeln lassen.

Aerospace Engineering

Die Entwicklung zukunftsweisender Technologien für die Luft- und Raumfahrt auf Basis einer tiefgehenden Grundlagenausbildung – das bietet euch ab dem Wintersemester 2021/22 der neue englischsprachige Masterstudiengang Aerospace Engineering. Der Fachbereich Maschinenbau trägt damit der extrem hohen ökonomischen Bedeutung sowie der ungeschlagenen Innovationskraft der Luft- und Raumfahrt Rechnung!

Bild: Maximilian Baxmann

Maximilian Baxmann, 26

Moin, ich bin Max, ich studiere Maschinenbau im 4. Semester meines Masters. Ich bin in der Fachschaft aktiv und mache dort eine Vielzahl verschiedener Sachen, von denen ihr mehr oder weniger mitbekommen könnt. Warum ich mich für Maschinenbau und für Darmstadt entschieden habe, könnt ihr hier erfahren.