Steigere deine Produktivität

6 Tipps von Julia

Klar, es ist gerade schwer, sich auf die Prüfungen zu konzentrieren. Geht mir genauso. Manche Tage laufen besser und andere schlechter, aber ich versuche, das als eine Chance anzusehen. Ich lerne selbständiges Arbeiten auf eine neue Art und Weise, kann mir die Zeiten und Aufgaben selber aussuchen und spare Zeit, weil ich nicht zur Uni fahren muss (auch wenn ich es gerne würde). Ich habe noch fünf weitere Tipps für euch!

Julia Krämer, 19,
1. Semester Wirtschaftsingenieurwesen

Mein Tipp: Die Pomodoro-Methode: 25 Minuten Arbeit, 5 Minuten Pause, nach 6 Einheiten 15 - 30 Minuten Pause.

Bild: Julia Krämer

Tipp 1: Mit einer Routine zum Erfolg

Ich stehe jeden Tag um dieselbe Uhrzeit auf, ziehe mich um (auch wenn es verlockend ist im Schlafanzug zu bleiben) und tue so, als würde ich zur Uni gehen. Also stelle ich Getränke und Snacks bereit, suche meine Materialien raus und setze mich an meinen (bestenfalls) aufgeräumten Schreibtisch. Ich habe mir einen Stundenplan geschrieben und befolge ihn. Eingetragen habe ich unter anderem: Live-Veranstaltungen, Übungszeit (mit einer Gruppe halte ich den Termin auch eher ein), Vorlesungen, Vor- und Nachbereitung aber auch Pausen. Am besten funktioniert bei mir die sogenannte Pomodoro-Technik, das heißt, ich arbeite 25 Minuten und mache anschließend 5 Minuten Pause. Nach 6 Einheiten mache ich dann eine längere Pause, also 15-30 Minuten. So sind größere Aufgaben für mich leichter zu lösen und ich lenke mich weniger ab. Ich bin eher ein nachtaktiver Mensch, also versuche ich, die anspruchsvollste Aufgabe in diese Zeit zu legen. Beobachte, wann du effektiver bist und wann eher träge, und passe danach deine Routine an.

Tipp 2: Make a note

Probiere Bullet-Journaling aus!

Ich trage mir wichtige Termine wie Klausuren und Abgaben ein und schreibe To-Do-Listen dafür, aber auch für die Woche oder den Tag, je nachdem was wozu besser passt. Dazu benutze ich einen Wochenkalender, damit habe ich genug Platz, um Notizen zu machen, ohne dabei den zeitlichen Überblick zu verlieren und kann mich auf die Woche besser vorbereiten. Ich habe auch schon das sogenannte Bullet-Journaling ausprobiert. Da verwendet man ein Notizbuch als Kalender, Einkaufsliste, Projektplanung, und, und, und. Das hat mir zwar viel Spaß gemacht, aber ich konnte es (leider) nicht richtig in meinen Alltag integrieren. Nach einiger Zeit war es mir zu aufwendig, aber ich kann auf jeden Fall empfehlen, es mal auszuprobieren. Vielleicht gefällt es dir ja. Hauptsache du notierst dir wichtige Dinge irgendwo. Alles, was du aufschreibst, “fliegt” nicht mehr in deinen Gedanken umher und lenkt dich ab, außerdem vergisst du nichts.

Die TU Darmstadt unterstützt euch

Gerade das digitale Studium stellt Studierende vor größere Herausforderungen. Auf den Webseiten der Hochschuldidaktischen Arbeitsstelle (HDA) findet Ihr eine Menge Tipps nicht nur fürs digitale Studium. Bei den Lernstrategien ist bestimmt für jeden etwas Passendes dabei.

Und ja, Prüfungsvorbereitungen zehren an den Nerven, deshalb cool bleiben und Prüfungen mental und emotional stark meistern.

Tipp 3: Durchatmen nicht vergessen

Mach eine Pause! Wie wäre es mit einem kleinen Ausflug in einen der vielen Darmstädter Parks wie dem Prinz-Georg-Garten.

Es muss nicht direkt ein Hobby sein, aber etwas, was mich ablenkt. Ich koche gerne, somit vereine ich eine Ablenkung mit etwas Sinnvollem, was ich eh noch hätte tun müssen. Aber auch mal etwas malen bringt mich auf andere Gedanken oder was ich in letzter Zeit für mich entdeckt habe: spazieren gehen. Ich wohne relativ zentral in Darmstadt, also nicht weit weg vom Staatstheater. Besonders an sonnigen Tagen ist es dort sehr schön oder wenn es dunkel ist, da leuchten so schöne LED-Tafeln, ideal um Bilder zu schießen. Aber manchmal brauche ich auch meine Ruhe und gehe in die Natur, sei es der Herrngarten in der Stadtmitte, die Lichtwiese am Rand von Darmstadt oder andere Parks in der Stadt, davon gibt es eine Menge.

Tipp 4: Handy weg

Ob ich es mag oder nicht, das Handy ist mein treuer Begleiter und ich nutze die Zeit daran meistens sinnlos. Deshalb lege ich mein Handy in einen anderen Raum oder schalte es ab – Hauptsache raus aus meinem Umfeld. An manchen Tagen muss es dann aber dann doch bei mir sein, weil ich zum Beispiel einen wichtigen Anruf erwarte. Dann stelle ich es entweder in den Konzentrationsmodus, was bei vielen Smartphones in den Einstellungen möglich ist, d. h. man stellt von vorne herein ein, welche Apps man verwenden “darf” und welche nicht, diese werden dann entsprechend gesperrt. Wer also sein Smartphone unbedingt bei sich haben will, dem empfehle ich Anwendungen, zu nutzen, um die Apps, die dich schnell ablenken, für eine gewisse Zeit sperren.

Tipp 5: Musik zur Motivaton

Was ich auch nur empfehlen kann, sind Hintergrundgeräusche. Mir gefällt es, normale Musik zu hören, aber wenn es ans Texte schreiben oder Lesen geht, dann höre ich mir gerne “Focus-Playlists” oder Naturgeräusche an (was ich sehr mag sind Regen- oder Strandgeräusche) oder ich nutze spezielle Musik zum Lernen. Ich habe mir ein paar eigene Playlists erstellt, die ca. 25 Minuten “Lernmusik” abspielen und anschließend zwei gute-Laune-Songs für die Pause. Damit fällt es mir leichter, an der Sache dran zu bleiben und es entspannt mich in den Pausen.

Gemeinsam lernen trotz Pandemie: Digital Co-Working

Dir fehlt die Atmosphäre einer Bibliothek, um konzentriert arbeiten zu können? Schon mal Co-Working im Home-Office ausprobiert? Eine tolle Möglichkeit, zu Hause ein bisschen das Lernen in Gemeinschaft zu simulieren.

Mit deiner Zoom-Lizenz kannst du jederzeit ein Meeting einrichten und dort mit deinen Freund*innen und Kommiliton*innen auch über Stunden wie in der Bib arbeiten. Dieses „stumme“ Arbeiten in der Gemeinschaft hilft auch, sich nicht ablenken zu lassen. Und Fragen können gleich in der Runde gestellt werden.

Tipp 6: Das Beste kommt zum Schluss – Positiv bleiben!

Klar, es ist schwer. Geht mir genauso. Manche Tage laufen besser und andere schlechter, aber ich versuche, das als eine Chance anzusehen. Ich lerne selbständiges Arbeiten auf eine neue Art und Weise, kann mir die Zeiten und Aufgaben selber aussuchen und spare Zeit, weil ich nicht zur Uni fahren musst (auch wenn ich es gerne würde).

Ich mach das, was ich am wenigsten machen will, zuerst. Damit ist die größte Aufgabe schon erledigt, ich muss mir nicht mehr den Kopf daran zerbrechen und habe einen Motivationsschub, wenn ich anfange zu lernen.

Bild: Julia Krämer

Julia Krämer, 19

Hallo, ich bin Julia und studiere Wirtschaftsingenieurwesen Fachrichtung Maschinenbau im 1. Semester. Ich gehöre zu den ersten Studierenden, die digital ins Studium gestartet sind. Er war anders als ich ihn mir vorgestellt habe, aber den Umständen entsprechend hat es mir gefallen. Es gab viele Online-Aktionen, um neue Leute kennenzulernen, was sehr gut gelungen ist.