Gestresst? Kümmere dich um deine mentale Gesundheit
Warum physische Gesundheit genauso wichtig ist

Du fühlst dich überlastet und gestresst? Dir fehlt die Motivation und Energie, um den Stress zu bewältigen? Falls du hierzu Ja sagen würdest: Du bist nicht alleine! Wir fühlen genau so. Wir, die #studentsofTUDarmstadt, möchten ein Auge auf dieses wichtige Thema werfen, das gerade in Zeiten der Pandemie viele Menschen vergessen, dass mentale Gesundheit ganz genau so wichtig ist, wie physische Gesundheit. Dafür haben wir ein paar Tipps und Erfahrungen gesammelt, die wir mit dir teilen möchten.

Masha,
Data and Discourse Studies M.A.

Damit ich mich gut fühle, brauche ich einen gut strukturierten und organisierten Tag.

Portrait TU Darmstadt Ambassador Masha
Bild: Britta Hüning

Strukturiere deinen Tag

Damit ich mich gut fühle, brauche ich einen gut strukturierten und organisierten Tag. Ich habe letztes Semester realisiert, selbst wenn ich den ganzen Tag lerne, habe ich am Abend das Gefühl, ich habe nichts erreicht. Das war sehr unbefriedigend und ich fühlte mich unproduktiv. Da das Studium aktuell meine größte Aufgabe ist, hatte das Gefühl nicht genug zu sein, einen großen Einfluss auf meine mentale Gesundheit.

Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass Erfolg unsere Laune beeinflusst. Erfolgreich sein gibt einer Person das Gefühl von Bestätigung und Befriedigung, oder nicht?

Also haben wir uns gefragt, was wir in den folgenden Semestern besser machen könnten. Hier zeige ich euch unsere eigenen Erfahrungen, die uns bis jetzt weitergeholfen haben.

Zunächst hilft es, Routinen in den Alltag zu integrieren. Das reduziert das Gefühl von Stress. Die Macht von Gewohnheiten ist unfassbar. Selbst wenn es nur ist: Ich gehe jeden Tag 10 Minuten raus, an die frischen Luft spazieren. Xenia sagt: „Du wirst dich jeden Tag bereits auf dieses bestimmte Event freuen, dass zu deiner Routine zählt. Patrick findet es auch wichtig, Prioritäten zu setzen. Dies hilft, den Fokus auf wichtige Dinge zu legen. Ich persönlich schreibe jeden Abend eine To-do-Liste, die ganz genaue Ziele für den nächsten Tag enthält. Am nächsten Tag setze ich Haken hinter jedes erledigte Ziel und fühle mich gut und produktiv.

Auch wenn es seltsam klingt, eine organisierte und ordentliche Arbeitsatmosphäre kann auch den Fokus und die Konzentration sehr steigern. Teile große Aufgaben in kleine Etappen. Das Studium ist kein „Ein-Tages-Programm“. Wenn du das Gefühl hast, dir wird alles zu viel, gehe einen Schritt zurück und überlege, was genau gerade wichtig ist und ansteht.

Bunte Klebezettel mit Fragezeichen und Ausrufezeichen auf einer Pinnwand.
Bild: Natalie Wocko
Patrick empfiehlt, Prioritäten zu setzen.

Persönliche Entwicklung

Weiterhin habe ich das Gefühl, die eigene Entwicklung und der Fortschritt dabei sind wichtige Aspekte, wenn es um mentale Gesundheit geht. Schau mal zurück, auf dich selbst vor 5 Jahren. Was waren deine größten Ziele? Worin warst du am meisten interessiert? Was dachtest du, wo du heute sein wirst? Da sind viele weitere Fragen, die du dir stellen kannst, um deinen Weg der Entwicklung zu reflektieren. Manchmal ist es hilfreich zurückzuschauen, um zu sehen was man erreicht hat. Genauso wichtig ist es natürlich, nach vorne zu schauen. Das erinnert mich immer daran, warum ich so viel Zeit investiere und nicht aufgebe. Der Grund ist: Ich habe eine Vision und Ziele.

Patrick sagt, er versucht, sich immer mit seinem künftigen Selbst anzufreunden, da es ihm hilft, mit der Prokrastination aufzuhören und wieder einen Fokus zu haben. Erinnere dich selbst daran oder wäge ab, was wirklich wichtig ist für dich und was einen positiven Effekt haben könnte.

Bevor ich etwas beginne, überlege ich oftmals, was es mir bringt und ob ich etwas verpasse, wenn ich es nicht tue. Beispielsweise: zu viel Zeit am Handy! Wer kennt es nicht? Oder Menschen, die nichts außer negative Gefühle verursachen? Ich habe angefangen zu reflektieren und das zu hinterfragen.Das ist ein Prozess, aber ich kann nur garantieren, es wird deine Laune und Gelassenheit sofort steigern.

Du wirst dich wesentlich freier und ungebunden fühlen. Ich habe mich oft abhängig von meinem Handy gefühlt oder Menschen, die eigentlich toxisch für mich waren.Du wächst und entwickelst dich jeden Tag weiter. Also versuche, immer das Beste daraus zu machen.

Frage dich ähnliche Dinge, wie zu Beginn des Absatzes, aber schaue zu deinem künftigen Selbst.Wo möchtest du später mal hin? Was wirst du tun? Wo wirst du leben? Wer wird immer noch mit und bei dir sein? Würdest du später eventuell etwas bereuen? Das sind nur Beispiele.

Natürlich geht es auch um die Gegenwart. Du kannst dich jeden Tag fragen, was gut lief und was hätte besser sein können. Setze dir wöchentliche Ziele. Sport machen, gesunde Ernährung, mehr auf die Umwelt achten und so weiter. Wenn du dir Ziele setzt und diese erreichst, bist du stolz auf dich.

Warum physische Gesundheit genauso wichtig ist

Deine mentale Gesundheit hat Einfluss auf deine körperliche Verfassung, deshalb ist es wichtig, dass du dich auch darum gut kümmerst! Wir haben uns dazu entschlossen, ein paar Vorschläge und Tipps von uns zusammenzustellen, die dir dabei helfen können, einen gesunden Lebensstil beizubehalten und dir helfen, dich konzentriert auf deine Prüfungen vorzubereiten. Schau in unsere Tipps! Wir hoffen, dass sie dir weiterhelfen können!

Catalina,
Biomolecular Engineering B.Sc.

Bleib aktiv! Ich dehne mich auch, wenn ich fernsehe, durch Social Media Feeds scrolle oder Bücher lese. Sogar beim Zähneputzen mache ich Übungen für meine Beine.

Portrait TU Darmstadt Ambassador Catalina
Bild: Britta Hüning

Fit bleiben

Jede Art von Bewegung und körperlicher Aktivität ist ein natürlicher Weg, den Körper zu entgiften (auch von übermäßigen Mengen an Stresshormonen). Es muss nichts Außergewöhnliches oder Anstrengendes sein, ein 30-minütiger Spaziergang kann schon ausreichen, um Sauerstoff zu tanken.

Schlafmangel ist die Grundlage für Stress und Angstzustände. Es ist wichtig, regelmäßige Gewohnheiten zu haben und zu bestimmten Zeiten ins Bett zu gehen und aufzustehen. Lesen, meditieren oder elektronische Geräte eine Stunde vor dem Schlafengehen auszuschalten kann dabei helfen. Vor allem die Informationsflut aus sozialen Medien, Nachrichten und Fernsehen können toxisch sein. Melde dich von unnötigen Links, Websites und Werbung ab. Das kann helfen, aufdringliche Gedanken zu stoppen und Ängste zu reduzieren.

Ernähre dich gesund! Was wir essen, beeinflusst, wie wir uns fühlen. Alle Arten von Lebensmitteln können sowohl kurz- als auch langfristige Auswirkungen auf deine mentale Gesundheit haben.

Fit bleiben an der Uni

Schau dir unbedingt das Programm des Unisport-Zentrums der TU Darmstadt an. Es macht immer Spaß, rauszugehen, Sport zu machen und sich mit anderen zu treffen.

Das Unisport-Zentrum bietet verschiedene Kurse online an.

Wenn die lieber alleine trainieren möchtest, unterstützen dich Trainingsvideos.

Es gibt sogar ein spezielles Programm für Gesundheitssportarten.

Polina,
Linguistic and Literary Computing M.A.

Bücher haben mir schon immer das Gefühl gegeben, an einem spannenden Gespräch teilzunehmen und sie geben mir innere Ruhe. Eintauchen in eine neue Welt hilft, den eigenen Blickwinkel auf gewöhnliche Sachen zu ändern und seine Weltansichten, Prioritäten und manchmal auch Gewohnheiten zu überdenken.

 Portrait Polina
Bild: Britta Hüning

Freizeit und Hobbys

Wir alle wissen, dass es nicht immer leicht ist, jeden Tag freie Zeit für dich zu finden. Dennoch können diese kostbaren Stunden, in denen du keine anderen Verpflichtungen hast, dir Gelegenheit geben, dich mit Aktivitäten zu beschäftigen, die dir wirklich Spaß machen. Ein Hobby zu haben ist mehr als nur etwas zu tun, das Spaß macht; es bedeutet, Zeit und Energie in etwas zu investieren, das Freude bereitet und Leidenschaften entfacht.

Hobbys können in Form und Umfang variieren. Wenn du zum Beispiel gerne liest, versuche, dich wie Polina in einem Buch zu verlieren. Oder versuche, neue Hobbys zu finden! Mache eine Liste mit Dingen, die du schon immer machen wolltest, aber nie Zeit dafür hattest, und versuche, deine Träume zu verwirklichen.

Masha zum Beispiel hat einige neue Gewohnheiten entwickelt wie puzzeln und backen. Selbst wenn man einen schlechten Tag hatte, weiß man, dass man heute Abend einen wunderbaren Kuchen backen wird und freut sich schon darauf.

Und wenn du genug von deinem Studium hast, mache es wie Sophia, lege alles beiseite und mache Pause. Setze Kopfhörer auf, ruh dich aus und lass dich von der Musik zu Abenteuern oder Orten führen, an denen du entspannen kannst.

Xenia,
Chemie B.Sc.

Ich bin ein sehr aktiver Mensch, dem es sehr schwer fällt, soziale Kontakte einzuschränken. Freunde und Kommilitonen online zu treffen, hat mir sehr geholfen!

 Portrait Xenia
Bild: Privat

Bleib in Kontakt mit anderen Menschen

Zu Beginn der Corona-Pandemie hatte ich wenig Motivation zum Lernen, weil mir einfach der soziale Austausch mit anderen Studierenden gefehlt hat. Trotzdem ist das zurzeit notwendig, um die Corona-Pandemie zu bekämpfen. Meine Motivation kam wieder, als ich angefangen habe, mich mit Freund:innen und Kommiliton:innen online zu treffen. Man kann sogar Brettspiele online spielen; für jeden Geschmack findet sich ein passendes Online-Spiel. So konnte ich mich auch weiterhin mit vielen meiner Freund:innen austauschen und online etwas unternehmen, ohne die Hygieneregeln und Maßnahmen zu vernachlässigen.

Soziale Aktivitäten haben einen positiven Einfluss auf den Zustand des Immunsystems. Die Interaktion mit anderen fördert das Wohlbefinden und reduziert das Risiko einer Depression. Zeig deinen Liebsten, dass sie dir wichtig sind. Eine enge, tiefgehende Beziehung ist der Schlüssel zu einem glücklichen und gesunden Leben.

Wir sind nun am Ende unseres Ratgebers zur psychischen Gesundheit angekommen und hoffen, du konntest etwas für dich mitnehmen.