Politikwissenschaft

Bachelor of Arts (als Joint Bachelor of Arts in den Fächern X und Y)

Studiengangsbeschreibung

Der Studiengang Bachelor of Arts in der Ausprägung Joint Bachelor of Arts in den Fächern X und Y kombiniert zwei gleichwertige Fachslläulen miteinander.

Die Fachsäule Politikwissenschaft befasst sich mit politischen Institutionen sowie Prozessen und Formen politischer Steuerung, welche sich auf verschiedenen Ebenen innerhalb und jenseits des Nationalstaats abspielen. Untersucht werden politische Institutionen und Prozesse, politische Theorie und Ideengeschichte und das Mächtegefüge in den internationalen Beziehungen.

Modulhandbuch

Studien- und Prüfungsplan / Ordnung des Studiengangs

Vorlesungsverzeichnis

Institut für Politikwissenschaft

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Abschluss Joint Bachelor of Arts
Dauer 6 Semester
Sprache Deutsch
Praktikum Siehe Praktikumsordnung und Praktikumsbörse.
Zulassung Allgemeine Hochschulreife, Fachhochschulreife, vergleichbare ausländische Zeugnisse, weitere Informationen
Verfahren Aufnahmebeschränkung; Verfahrensergebnisse (NC-Werte)
Bewerbungsfrist und Studienbeginn Bewerbungsfristen Bachelor-Studiengänge
Bewerbung Online- Bewerbung
Teilzeitstudium unter bestimmten Voraussetzungen möglich
Besonderheiten ---

Primärer Gegenstand der Politikwissenschaft ist der Staat, sein Aufbau und Funktionieren. Anders als z.B. die Geschichtswissenschaft, die – sehr vereinfacht ausgedrückt – klassischerweise vom Einzelnen und Besonderen ausgeht, betrachtet die Politikwissenschaft den Staat und die ihn tragende Gesellschaft zunächst als Ganzes bzw. als ein System und untersucht vor allem die dieses System prägenden Strukturen, Prozesse, Funktionen usw. Da Systeme und Strukturen in der Regel komplex aufgebaut sind, muss die Politikwissenschaft grundsätzlich interdisziplinär angelegt sein und benachbarte Geistes- und Sozialwissenschaften wie Geschichte, Recht, Wirtschaft, Soziologie, Philosophie usw. in ihr Fragen und Forschen einbeziehen.

Der Teilstudiengang eignet sich also insbesondere für alle diejenigen, die sich für systembezogene, strukturelle Fragestellungen interessieren. Unabdingbar ist die Bereitschaft, sich in die verschiedenen interdisziplinären Teilbereiche der Politikwissenschaft mit ihren fachspezifischen Methoden und Denkansätzen einzuarbeiten. Interesse für das politische Tagesgeschehen und für Politik im Allgemeinen ist eine zwar wichtige, allein jedoch nicht ausreichende Voraussetzung für das Studium.

Neben fundierten Schulkenntnissen hinsichtlich gesellschaftlicher und sozialer Strukturen sind Kenntnisse der neueren und neuesten Geschichte, auch auf europäischer bzw. weltweiter Ebene, hilfreich, weil sich Gesellschaftsstrukturen nur aus ihrer historischen Entwicklung verstehen lassen.
Da die politikwissenschaftliche Forschung des weiteren auf Statistik und empirische Sozialforschung zurückgreift, sind gute Kenntnisse linearer Algebra und Wahrscheinlichkeitsrechnung nützlich.

Voraussetzung für ein erfolgreiches Studium der Politikwissenschaft ist auch die sehr gute Beherrschung der deutschen Sprache in Wort und Schrift, sei es für das Verfassen von Seminararbeiten oder für Präsentationen innerhalb des Studiums. Zudem bedarf es guter Englischkenntnisse, da das Lesen wissenschaftlicher Literatur in englischer Sprache ein wichtiger Bestandteil des Studiums ist. Kenntnisse in einer weiteren Fremdsprache werden empfohlen.

Der Studiengang Bachelor of Arts in der Ausprägung Joint Bachelor of Arts in den Fächern X und Y kombiniert zwei gleich gewichtete unterschiedliche Fachsäulen miteinander, von denen mindestens eine aus dem Fächerspektrum des Fachbereichs 02 Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften gewählt werden muss.

Wählbare Fächer für die erste Fachsäule:

Digital Philology; Germanistik; Geschichte; Musikalische Kultur; Philosophie; Politikwissenschaft; Soziologie.

Wählbare Fächer für die zweite Fachsäule:

Digital Philology; Germanistik; Geschichte; Informatik; Musikalische Kultur; Philosophie; Politikwissenschaft; Soziologie; Sportwissenschaft; Wirtschaftswissenschaften.

Eine disziplinäre Spezialisierung ist erst im Rahmen des Master of Arts nötig

Gut vorbereitet studiert es sich besser. Nutzen Sie diese Möglichkeiten zur Vorbereitung auf das Studium:

hobit, TUDay

Orientierungswoche (OWO) zu Beginn des ersten Semesters.

Allgemeiner Hinweis: Mit dem Joint Bachelor of Arts erlangen die Studierenden einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss. Allerdings gilt an der TU Darmstadt der Master of Arts als Regelabschluss. Das Absolvieren eines Master-Studiengangs wird daher empfohlen.

Bitte beachten Sie, dass die Zulassung zu einem Master-Studiengang an zusätzliche inhaltliche Anforderungen geknüpft sein kann. Dies gilt insbesondere für nicht-konsekutive Studienverläufe (also mit Bachelor-Abschluss in einem anderen Fachgebiet oder einer anderen Studienrichtung als dem gewünschten Master) bzw. für Bewerber von anderen Hochschulen. Bitte wenden Sie sich in Zweifelsfragen an die Fachstudienberatung des jeweiligen Fachbereiches.

Governance und Public Policy (M.A.)

Internationale Studien Friedens- und Konfliktforschung (M.A.)

Politische Theorie (M.A.)

Data and Discourse Studies (M.A.)

Die beruflichen Einsatzfelder für Absolventinnen und Absolventen der Politikwissenschaft sind weit gestreut. Vorwiegend ergeben sich Anstellungsmöglichkeiten an Hochschulen, in der politikwissenschaftlichen Lehre und Forschung sowie in der politischen Bildung. Mit der Analyse und dem Vergleich des politischen Systems der Bundesrepublik Deutschland sowie anderer Länder oder der Untersuchung von staats- und verfassungsrechtlichen Grundlagen aus dem Blickwinkel der politischen Theorie, können sie außerdem Parteien, Parlamente, politische Stiftungen, die öffentliche Verwaltung oder Verbände in beratender Funktion oder als wissenschaftliche Referentinnen und Referenten unterstützen.

Je nachdem für welches zweite Teilfach sich die Studierenden im Joint Bachelor of Arts entschieden haben, können sich auch Tätigkeiten in Schul- oder Fachbuchredaktionen, in Verlagen (z. B. im Lektorat), in Redaktionen von Hörfunk, Fernsehen und Zeitungen, in PR- und Werbeagenturen, in Bibliotheken und Archiven, bei internationalen Organisationen sowie im kulturellen Bereich ergeben. Mit betriebswirtschaftlichen Zusatzqualifikationen können sie zudem in Wirtschaftsunternehmen tätig werden (z. B. in Vertrieb und Marketing oder im Personalwesen).

Wichtig ist es deshalb, neben dem Studium frühzeitig in einschlägigen Einrichtungen eigene praktische Erfahrungen zu sammeln, seine allgemeine Praxistauglichkeit unter Beweis zu stellen und Kontakte zu knüpfen. Die Aussicht auf eine gute Stellung wird durch die Bereitschaft zu beruflicher Mobilität, auch ins Ausland, erhöht. Insbesondere bei einer internationalen Ausrichtung sind sichere englische Sprachkenntnisse sehr zu empfehlen.