TU Darmstadt – Kurz gemeldet

Neu an der TU: Professorin Elke Reichel

Professorin Elke Reichel

14. Mai 2021

Professorin Elke Reichel ist seit 1. Mai Professorin am Fachbereich Architektur, Fachgebiet Entwerfen und Gebäudetypologie.

Was waren Ihre vorherigen wissenschaftlichen Stationen?

Gastprofessuren an der TU Berlin, TU München und FH Erfurt.

Und Ihre wichtigste berufliche Station?

Mein eigenes Architekturbüro Reichel Schlaier Architekten in Stuttgart.

Was ist das Spannende an Ihren Themen?

Architektur ist ein ausgesprochen vielseitiges Fach, welches unterschiedliche Interessen und Kompetenzen vereint. Das Entwerfen von Gebäuden im städtebaulichen sowie im gesellschaftlichen Kontext steht im Mittelpunkt unserer Arbeit. Als Architektinnen und Architekten planen wir das Lebensumfeld der Menschen und bestimmen, wie unsere Städte in Zukunft aussehen. Das Resultat unserer Arbeit verschwindet nicht in Schubladen, sondern bleibt im besten Falle mehrere hundert Jahre stehen. Das spornt an.

An der TU Darmstadt wird Interdisziplinarität groß geschrieben. Wo gibt es in Ihrem Arbeitsfeld Schnittstellen zu anderen Fachgebieten?

Architektur ist immer Teamwork. Im normalen Planungsprozess arbeitet man eng mit Ingenieuren unterschiedlicher Fachrichtungen zusammen. Außerdem gibt es viele Anknüpfungspunkte zu Themen der Soziologie und Politikwissenschaft. Erkenntnisse aus diesen Fachbereichen sind wichtige Grundlagen für unsere Arbeit.

In welchen Fachbereich der TU würden Sie gerne mal einen Tag schnuppern?

Philosophie und Materialwissenschaften. Das klingt zugegebenermaßen etwas weit voneinander entfernt, verdeutlicht jedoch den Spannungsbogen, den das Fach der Architektur berührt. Wir sind Generalisten, weniger Spezialisten. Wir müssen in der Lage sein, komplexe Zusammenhänge zu lösen: gesellschaftliche Aufgaben im städtebaulichen Maßstab verorten, Räume für Menschen schaffen, in denen sie sich wohlfühlen, nachhaltige Konstruktionen entwickeln… und mit Handwerkern auf der Baustelle sprechen.

bjb

Professorin Birgit Ziegler in Stäwiko berufen

11. Mai 2021

Die Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) hat 16 Mitglieder in eine „Ständige wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz“ (Stäwiko) berufen – darunter auch TU-Professorin Birgit Ziegler vom Arbeitsbereich Berufspädagogik und Berufsbildungsforschung.

Aufgabe der Stäwiko ist die Beratung der Länder in Fragen der Weiterentwicklung des Bildungswesens, insbesondere bei der Sicherung und Entwicklung der Qualität, bei der Verbesserung der Vergleichbarkeit des Bildungswesens sowie bei der Entwicklung mittel- und längerfristiger Strategien zu für die Länder in ihrer Gesamtheit relevanten Bildungsthemen. cst

Neu an der TU: Honorarprofessor Clemens Rohde

Prof. Dr.-Ing. Clemens Rohde

11. Mai 2021

Dr.-Ing. Clemens Rohde ist seit gestern (10. Mai) Honorarprofessor am Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften der TU Darmstadt. Der 43-jährige Wissenschaftler, der das Geschäftsfeld Energieeffizienz am Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI in Karlsruhe leitet und dort auch stellvertretender Leiter des Competence Center Energietechnologien und Energiesysteme ist, forscht zu systematischen Aspekten der Energieeffizienz. Wir haben bei Professor Rohde nachgefragt:

Warum sollten Studierende sich für Ihre Themen interessieren?

Der rationelle Umgang mit Energie ist einer der Säulen der Energiewende. Die notwendigen Technologien sind dabei nur eine der Herausforderungen, denen wir uns stellen müssen. Daneben sind auch Fragen der wirtschaftlichen Umsetzbarkeit und der Hemmnisse, die eine erfolgreiche Umsetzung von sinnvollen Maßnahmen verhindern von enormer Bedeutung. In meinen Vorlesungen vermittele ich aufbauend auf meiner Forschungsarbeit am Fraunhofer ISI, wie diese verschiedenen Aspekte zusammenspielen.

An der TU Darmstadt wird Interdisziplinarität groß geschrieben. Wo gibt es in Ihrem Arbeitsfeld Schnittstellen zu anderen Fachgebieten?

Mein tägliches Arbeitsumfeld am Fraunhofer ISI ist von interdisziplinärer Zusammenarbeit geprägt. In unseren Teams arbeiten Ingenieur-, Natur-, Wirtschafts- und Humawissenschaftler:innen eng zusammen. Die Energiewende ist nicht nur eine technische Herausforderung, sondern stellt uns auch vor große Herausforderung hinsichtlich der Akzeptanz und Umsetzung. Hier leisten wir durch unsere Zusammenarbeit einen wichtigen Beitrag.

Der beste Ausgleich zu einem stressigen Arbeitstag ist …

… ein entspannter Abend mit der Familie, beispielsweise mit einem Brettspiel.

pb

Tarnung und Abschirmung von Objekten in einer Strömung

Auch komplexe Formen können abgeschirmt werden.

7. Mai 2021

Zu den bekanntesten Technologien der Raumschiffe aus Star Trek gehören ihre Tarnkappen und ihre Schilde. Ein Forschungsteam um Professor Steffen Hardt vom Fachgebiet Nano- und Mikrofluidik aus dem Fachbereich Maschinenbau hat nun zusammen mit Kooperationspartnern vom Technion (Israel) und von IBM Research Europe Tarnkappen und Schilde für Objekte in mikrofluidischen Kanälen entwickelt.

Im Tarnmodus lässt ein Objekt die Flüssigkeitsströmung um es herum unbeeinflusst, und im Abschirmungsmodus werden die hydrodynamischen Kräfte auf ein Objekt eliminiert. Das Darmstädter Team hat dabei die Theorie entwickelt, auf deren Grundlage es möglich ist, auch Objekte einer komplexen Form abzuschirmen oder zu tarnen. Dieses Prinzip könnte eine Reihe von Anwendungen finden, zum Beispiel bei der Manipulation von Zellen oder Tröpfchen. Die Ergebnisse der Zusammenarbeit wurden in der Zeitschrift Physical Review Letters veröffentlicht. sh/cst

TU Darmstadt erfolgreich im EU-Förderprogramm EuroHPC

In diesem Gebäude befindet sich der Lichtenberg-Hochleistungsrechner auf der Lichtwiese.

6. Mai 2021

Der wachsende Bedarf an der Verarbeitung extrem großer Datensätze ist heute einer der Hauptgründe für den Bau von sogenannten Exascale-Computer-Systemen. Um diese extrem leistungsfähigen Supercomputer zukünftig optimal nutzen zu können, muss auch spezielle Software entwickelt werden – von intelligentem Speicherzugriff bis zur eigenen Programmierumgebung. Mit diesem Ziel starteten im April die Fachbereiche Informatik, Elektro- und Informationstechnik sowie Mathematik in gleich vier Verbundprojekten. Informatikprofessor Dr. Felix Wolf forscht in den Projekten ADMIRE und DeepSea Prof. Dr. Christian Bischof vom Fachbereich Informatik und Mathematiker Dr. Holger Marschall sind beteiligt am Projekt exaFoam Prof. Dr. Schöps vom Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik forscht im Projekt TimeX Gefördert wird die Forschung an der TU Darmstadt mit insgesamt mehr als 2 Millionen Euro durch das Förderprogramm EuroHPC und das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Die Gesamtfördersumme für alle Projektpartner beträgt über 30 Millionen Euro. Die TU Darmstadt gehört zu den erfolgreichsten deutschen Universitäten in diesem Forschungsprogramm. Anne Grauenhorst

Merck spendet 5.000 Corona-Testkits an TU Darmstadt

Professor Jens Schneider (rechts) nimmt die Testkits von Merck-Vorstandsmitglied Kai Beckmann (li.) entgegen.

03. Mai 2021

Das Wissenschafts- und Technologieunternehmen Merck unterstützt die TU Darmstadt bei der Umsetzung ihrer Corona-Teststrategie. Dafür werden 5.000 Selbsttest-Kits für Studierende in Präsenzveranstaltungen zur Verfügung gestellt. „Hiermit wollen wir die TU Darmstadt dabei unterstützen, dass sich ihre Studierenden regelmäßig testen können und unter Corona-Bedingungen einen sicheren Ablauf von Forschung und Lehre zu gewährleisten“, sagt Kai Beckmann, der für den Merck-Standort Darmstadt zuständig ist.

Professor Jens Schneider, Vizepräsident für Transfer und Internationalisierung, freut sich über die praktische Unterstützung: „In diesen auch für Hochschulen sehr schwierigen Zeiten freuen wir uns über die großzügige Unterstützung. Es ist in einigen Bereichen sehr wichtig, dass unsere Studierenden in Labors oder für Abschlussarbeiten an der TU aktiv sind und wir können ihnen so zusätzliche Testoptionen anbieten.“

Auch die Entega AG und die Vereinigung von Freunden der TU Darmstadt unterstützen: Entega spendet 1.000 Testkits für TU-Studierende, die Freunde der TU 15.000 Euro, um weitere Tests zu finanzieren.

Merck/cst

MINT-Zentrum Darmstadt gegründet

Ralf Schlosser (links) Leiter des DLR_School_Lab TU Darmstadt und 1. Vorsitzender des MINT-Zentrum Darmstadt e.V bei der Unterzeichnung mit IHK Hauptgeschäftsführer Dr. Uwe Vetterlein.

29. April 2021

Die TU Darmstadt und die Wissenschaftsstadt Darmstadt haben mit weiteren Partnern das MINT-Zentrum Darmstadt e.V. gegründet. Hier haben Jugendliche künftig die Möglichkeit, in ihrer Freizeit Fragestellungen aus aktueller Forschung im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik (MINT) nachzugehen. So werden Grundlagen für ein technisches Studium oder die Karriere als Fachkraft in den Unternehmen der MINT-Region Südhessen gelegt. Die neu gegründete Einrichtung nutzt künftig die Räumlichkeiten des DLR_School_Lab TU Darmstadt mit.

Ralf Schlosser, Leiter des DLR_School_Lab, ist Vorsitzender des Vereins und wird auch das MINT-Zentrum leiten. Erste Angebote für Jugendliche wird es noch vor den Sommerferien geben. „Der neu gegründete Verein lebt von seiner vielfältigen Expertise aus der gesamten Gesellschaft. Neue Partner aus allen Bereichen der Gesellschaft sind daher jederzeit willkommen“, betont er.

„Die TU Darmstadt freut sich, mit dem neuen MINT Zentrum nun Teil des sehr aktiven Netzwerkes MINT Zentren Südhessen zu sein“, sagt Professor Heribert Warzecha, Vizepräsident für Studium und Lehre. Dieses außerschulische Bildungsangebot sei ein weiterer wichtiger Ort, um Jugendliche für Wissenschaft und Technik zu begeistern, schon früh forschendes Lernen zu fördern und eine Entscheidungshilfe für den späteren beruflichen Weg der Schülerinnen und Schüler zu bieten. „Diesen Prozess möchten wir gerne aktiv unterstützen.“ cst

Neu an der TU: Professor Pascal Schweitzer

Prof. Dr. Pascal Schweitzer

29. April 2021

Prof. Dr. Pascal Schweitzer ist seit April 2021 Professor am Fachbereich Mathematik der TU Darmstadt. Der 39-Jährige forscht zu algorithmischer Graph- und Gruppentheorie. Wir haben mit ihm über seine Forschungsarbeit gesprochen.

Was war Ihre vorherige wissenschaftliche Station?

TU Kaiserslautern

Und Ihre wichtigsten?

Diverse: MPI für Informatik (Saarbrücken), Australian National University (Canberra), ETH Zürich, Institut Mittag-Leffler (Stockholm), JAIST Kanazawa (Japan), RWTH Aachen, TU Kaiserslautern

Was ist das Spannende an Ihren Themen?

Das Spannende an meinem Gebiet ist, dass es zwischen der Theorie der Algorithmen und der Theorie der Symmetrien (Gruppentheorie) pendelt. Es befasst sich sowohl mit eleganter Theorie und seit langem offenen mathematischen Vermutungen, findet aber gleichzeitig weit verbreitete Anwendungen in der Informatik. Die spannendste Forschung ergibt sich immer, wenn die Praxis die Theorie motiviert und im Gegenzug neue theoretische Erkenntnisse in der Praxis umgesetzt werden und diese umkrempeln.

An der TU Darmstadt wird Interdisziplinarität groß geschrieben. Wo gibt es in Ihrem Arbeitsfeld Schnittstellen zu anderen Fachgebieten?

Mein Forschungsgebiet ist per se interdisziplinär. Es lebt von der klaren formalen Arbeitsweise in der Mathematik auf der einen Seite und dem anwendungsorientierten und konstruktiven Fokus der Informatik auf der anderen Seite. Darüber hinaus finden sich Aspekte der Symmetrieforschung in der Chemie, dem maschinellen Lernen und auch in der Kryptographie.

In welchen Fachbereich der TU würden Sie gerne mal einen Tag schnuppern? Warum?

In die Sportwissenschaften, denn mich interessieren Parallelen zwischen Lernmethoden in der Mathematik und Trainingsmethoden im Sport. Vieles ist übertragbar. Manche Dinge lassen sich aber auf der einen oder der anderen Seite besser evaluieren. Auch interessiere ich mich sehr für digitale Lehre und deren facettenreiche Umsetzung in den vielfältigen Themen, die wir an der TU Darmstadt erforschen und lehren. lh

Trinity College Dublin ehrt Professor Wolfgang Elsäßer

27. April 2021

Professor Wolfgang Elsäßer, Professor im Ruhestand am Institut für Angewandte Physik der TU Darmstadt, wurde am 22. April zum Adjunct Professor an der School of Physics am Trinity College Dublin ernannt. Diese Auszeichnung würdigt Professor Elsäßers außerordentliche, langjährige Zusammenarbeit mit der School of Physics am Trinity College Dublin, die er seit Sommer 1990 im Rahmen von regelmäßigen Forschungsaufenthalten, Doktorprüfungen und gemeinsamen Projekten pflegt.

Die ehrenvolle Ernennung gibt Professor Elsäßer nach der Pensionierung weitere Möglichkeiten, diese Zusammenarbeit aufrecht zu erhalten, zu pflegen und auszubauen und insbesondere in diesem Zusammenhang den wichtigen ERASMUS-Studierendenaustausch zwischen der Physik der TU Darmstadt und dem Trinity College Dublin wieder mit neuem Leben und entsprechenden Aktivitäten zu füllen. pb

Neu an der TU: Professor Torsten Frosch

Professor Dr. Torsten Frosch

27. April 2021

Dr. Torsten Frosch ist seit April Professor für Medizintechnik am Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik. Der 46-Jährige ist einer von rund zwei Dutzend neuen Professorinnen und Professoren, die jedes Jahr an die TU Darmstadt berufen werden. Wir haben bei Professor Frosch nachgefragt:

Was war Ihre vorherige wissenschaftliche Station?

Leibniz-Institut für Photonische Technologien in Jena

Und Ihre wichtigsten?

Imperial College London und Monash University in Melbourne, Australien

Warum sollten Studierende sich für Ihre Themen interessieren?

Die Medizintechnik ist ein interdisziplinäres Studium, das ausgezeichnete, zukunftsorientierte Berufsmöglichkeiten eröffnet. In meinem Spezialgebiet der Biophotonik nutzen wir modernste Methoden der Photonik, einer Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts, um Krankheiten früher zu erkennen und personalisierter zu therapieren. Bildgebende und spektroskopische optische Verfahren spielen in der modernen Theranostik eine herausragende Rolle. Studierende können ihr theoretisches Wissen früh experimentell einsetzen.

An der TU Darmstadt wird Interdisziplinarität groß geschrieben. Wo gibt es in Ihrem Arbeitsfeld Schnittstellen zu anderen Fachgebieten?

Das interdisziplinäre Arbeiten zwischen Fachgebieten ist prägend für meine Forschung. Die Biophotonik vereint Fachwissen aus Elektrotechnik, Physik, Chemie und den Lebenswissenschaften. Weitere Schnittstellen existieren beispielsweise zu Materialwissenschaften, Maschinenbau und Informatik. Daher freue ich mich außerordentlich auf vielfältige, spannende Kooperationen mit Kolleginnen und Kollegen an der TU Darmstadt sowie mit unseren medizinischen und pharmazeutischen RMU-Partnern in Frankfurt und Mainz.

Wenn ich heute Student wäre, würde ich …

… interdisziplinär studieren. Mehr denn je ist es heutzutage wichtig, übergreifend zwischen Fachgebieten zu denken, um neue Erkenntnisse schnell einzuordnen und selbst Trends setzen zu können.

Der beste Ausgleich zu einem stressigen Arbeitstag ist…

… Sport und Natur, am besten beides gemeinsam … eine Wanderung mit der Familie, ein Waldlauf oder ein Badmintonmatch.

pb

Professor Rödel ausgezeichnet

23. April 2021

Professor Jürgen Rödel, Leiter des Fachgebietes Nichtmetallisch-Anorganische Werkstoffe am Institut für Materialwissenschaft der TU Darmstadt, ist mit der Seger-Plakette, der höchsten wissenschaftlichen Auszeichnung der Deutschen Keramischen Gesellschaft (DKG) ausgezeichnet worden. Das gab die DKG bei ihrer Jahrestagung bekannt. Rödel forscht unter anderem zu Nichtmetallisch-Anorganischen Werkstoffen, elektrischer Ermüdung in ferroelektrischen Materialien, bleifreier Piezokeramik, Hochtemperatur-Piezokeramiken und mechanischen Eigenschaften von keramischen Materialien. Im Rahmen des LOEWE-Schwerpunkts FLAME beschäftigt sich Rödel mit den Einsatzmöglichkeiten von antiferroelektrischen Materialien in der Energietechnik. cst/sip

Kunstwerk auf der Lichtwiese zerbrochen

Zerbrochene portugiesische Vase auf der Lichtwiese
Picture: Bernd Schellhaas
Zerbrochene portugiesische Vase auf der Lichtwiese

22. April 2021

Nachdem das „Arrangement mit großen Tongefäßen“ von Franz Stähler (1956-2018) bereits 1994 an die Lichtwiese kam und seitdem prominent den Übergang zwischen den TU-Gebäuden und dem Waldstück bespielt, ist nun eine der sechs portugiesischen Vasen zerbrochen. Ob dies auf Grund der Beschaffenheit des Materials oder durch mutwillige Zerstörung geschah, konnte nicht abschließend geklärt werden. Die kaputte Vase wird aus Sicherheitsgründen aus dem Ensemble entfernt werden. sch/bjb

TU setzt Corona-Teststrategie in Kraft

21. April 2021

An der TU Darmstadt gilt ab Donnerstag, 22. April, eine differenzierte Teststrategie gegen die Corona-Pandemie. Beschäftigten, die in Präsenz arbeiten müssen, werden pro Woche zwei Selbsttests zur freiwilligen Anwendung angeboten. Zugleich hat mobile Arbeit jedoch an der Universität weiterhin höchste Priorität und ist der Regelfall. Auch die Regelungen des TU-Infektionsschutzkonzepts und die Handlungsanweisungen für TU-Mitarbeitende gelten unvermindert fort.

Analog zu den Beschäftigten erhalten auch die Studierenden, die sich wegen Präsenzveranstaltungen (z.B. Laborpraktika) oder dem Anfertigen von Abschlussarbeiten auf dem Campus aufhalten müssen, auf Wunsch zweimal in der Woche einen Selbsttest. Für eine sehr begrenzte Anzahl von praktischen Lehrveranstaltungen in den Sportwissenschaften werden verpflichtend Tests vor Beginn jeder Lehrveranstaltung eingeführt. Prinzipiell gilt auch für Studierende und Lehrende weiterhin die generelle Linie der TU Darmstadt: Studium und Lehre finden in der Regel digital statt.

Schließlich stellt die Universität in Absprache mit dem Studierendenwerk auf dem Campus Lichtwiese und dem Campus Stadtmitte Räumlichkeiten für „Bürgertestzentren“ zur Verfügung. Sie werden voraussichtlich Anfang Mai 2021 ihre Arbeit aufnehmen. Dorthin können sich alle TU-Mitglieder und alle Bürgerinnen und Bürger wenden, um sich kostenfrei von medizinisch geschultem Personal schnelltesten zu lassen. feu

Medienschau: TU-Präsidentin Brühl über Zukunft der Unis

15. April 2021

Was wird aus den Universitäten, im dritten Digitalsemester und in den Zeiten nach Corona? Kann es eine Rückkehr zum Normalzustand geben oder gibt es ein neues „Normal“? Diesen Fragen geht Zeit online nach und befragte Expertinnen und Experten nach ihren Ideen, was Studierenden derzeit helfen könnte und wie die Zukunft der universitären Bildung aussehen könnte. Zu Wort kommt unter anderem TU-Präsidentin Professorin Tanja Brühl: „Wir müssen gemeinsam die Universität neu erfinden. Nicht mehr und nicht weniger“, befindet Brühl. „Deswegen ist es jetzt an der Zeit, zusammen eine Vision zu entwerfen – für ein postpandemisches Studium.“ sip

Neu an der TU: Professor Felix Weidinger

Porträtbild von Felix Weidinger
Picture: Paul Glogowski

15. April 2021

Dr. Felix Weidinger ist seit April Professor am Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften und beschäftigt sich mit Prozessoptimierung insbesondere in Lagerhaltung, Zustelllogistik und Sharing Economy. Der 31-Jährige ist einer von rund zwei Dutzend neuen Professorinnen und Professoren, die jedes Jahr an die TU Darmstadt berufen werden. Wir haben bei Professor Weidinger nachgefragt:

Was waren Ihre vorherigen wissenschaftlichen Stationen?

Friedrich-Schiller-Universität Jena; Rotterdam School of Management

Was ist das Spannende an Ihren Themen?

Was mich an meiner Forschung jeden Tag aufs Neue fasziniert ist die Tatsache, dass man Systeme ‒ seien es Lager-, Logistik- oder sonstige Systeme ‒ alleine durch das Umstrukturieren der Prozesse verbessert. Lediglich durch die Anwendung geschickter Planungsalgorithmen kann man so zum Beispiel wesentlich mehr Pakete zusammen- oder zustellen, ohne dass man die physischen Dimensionen des Systems verändert hat. Ich versuche diese Begeisterung mit den Studierenden zu teilen und freue mich jedes Mal, wenn es gelingt. Die Erfolgsquote ist dabei gar nicht mal so schlecht.

In welchen Fachbereich der TU würden Sie gerne mal einen Tag schnuppern? Warum?

In den Fachbereich Architektur. Ich interessiere mich sehr für die vielen verschiedenen Möglichkeiten, Räume im weiteren Sinne zu gestalten. Besonders die Werke des Neuen Bauens faszinieren mich.

Der beste Ausgleich zu einem stressigen Arbeitstag ist …

… Zeit mit meiner Freundin und unserem Sohn zu verbringen. Und zwar am besten an der frischen Luft bei einem Spaziergang, einer Fahrradtour oder auf einem Spielplatz.

sip

Barbara Albert wird neue Rektorin der Uni Duisburg-Essen

Porträtbild von Vizepräsidentin Professorin Dr. Barbara Albert
Professorin Barbara Albert

14. April 2021

Professorin Barbara Albert, seit Januar 2020 Vizepräsidentin für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs der TU Darmstadt, ist heute zur neuen Rektorin der Universität Duisburg-Essen gewählt worden. Sie wird Amtsnachfolgerin von Professor Ulrich Radtke, der die Universität seit 2008 leitet. Barbara Albert wird ihr neues Amt zum 1. April 2022 antreten.

„Ich gratuliere Barbara Albert sehr herzlich zur Wahl als Rektorin“, sagte TU-Präsidentin Professorin Tanja Brühl. „Ich freue mich mit ihr über ihren Erfolg und Karriereschritt – und werde sie zugleich als Vizepräsidentin und beeindruckende Persönlichkeit an der TU Darmstadt sehr vermissen.“

Barbara Albert ist seit 2005 Professorin für Anorganische Festkörperchemie an der TU Darmstadt; zuvor lehrte und forschte sie vier Jahre als Professorin an der Universität Hamburg. In den Jahren 2012 und 2013 war Barbara Albert Präsidentin der Gesellschaft Deutscher Chemiker. Seit 2016 ist sie Mitglied im Fachkollegium Chemie der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), ebenfalls seit 2016 gehört sie der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften an. feu

Hermes Startup Award für Ausgründung core sensing

13. April 2021

Das TU-Startup core sensing ist auf der diesjährigen, digitalen Hannover Messe mit dem Hermes Startup Award ausgezeichnet worden. Das Unternehmen überzeugte mit seinem Projekt coreIN, einem robusten und zuverlässigen Kraft- und Drehmomentsensor, der Daten direkt aufzeichnet und kabellos von Bauteilen aus überträgt. Das erlaubt es, ihn in verschiedene Maschinenelemente zu integrieren und Bauteile so kontinuierlich zu überwachen. Unter anderem lassen sich so Ausfälle vermeiden und Wartungskosten reduzieren.

Der Hermes Startup Award ist eine Unterkategorie des Hermes Awards, eines der bedeutendsten Industriepreise. Er wird jährlich verliehen und geht an Unternehmen, die jünger als fünf Jahre alt sind und die sich mit ihren Produktlösungen auf einem besonders hohen Innovationslevel bewegen. Core sensing sei eine Ausgründung, die es Unternehmen möglich mache, das Potenzial der Digitalisierung besonders intensiv zu nutzen, so Jury-Vorsitzender Professor Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft. coreIN sei „ein brillantes Beispiel dafür, wie integrierte Sensortechnologie die Digitalisierung der Produktion vorantreibt“.

Core sensing ist eine mehrfach ausgezeichnete Ausgründung aus dem Institut für Produktionstechnik und Umformmaschinen sowie dem Fachgebiet für Mess- und Sensortechnik der TU Darmstadt. Das Startup wurde durch das EXIST-Forschungstransfer-Programm gefördert und vom Innovations- und Gründungszentrum HIGHEST der TU unterstützt. sip

Check-In-App Luca auf dem Prüfstand

12. April 2021

Um den Einzelhandel, die Gastronomie oder auch Kultureinrichtungen und Kulturschaffende zu unterstützen und den Menschen Besuche von Veranstaltungen oder Geschäften zu ermöglichen, sind die so genannten Check-in-Apps derzeit in aller Munde. Besonders die Luca-App ist momentan sehr präsent. IT-Sicherheitsforschende um TU-Professor Ahmad-Reza Sadeghi begrüßen diesen Trend. Gleichzeitig haben sie seit Mai 2020 immer wieder gerade lokale Lösungen thematisiert, die sie deutlich effektiver finden als nationale Lösungen wie etwa die Corona-Warn-App.

Das Forschungsteam hat nun die Luca-App hinsichtlich Sicherheits- und Datenschutzaspekten analysiert. Probleme finden die Expertinnen und Experten unter anderem im Hinblick auf die Überprüfbarkeit der angegebenen Kontaktdaten. Außerdem könnten die gesammelten Check-In-Informationen potenziell missbraucht werden. Die genauen Ergebnisse sind in einem ausführlichen Blogbeitrag zu finden. lf/bjb

Neu an der TU: Professor Felix Kühnle

Professor Dr. Felix Kühnle

9. April 2021

Dr. Felix Kühnle ist seit April Professor für Sportsoziologie im Fachbereich Humanwissenschaft. Der 37-Jährige ist einer von rund zwei Dutzend neue Professorinnen und Professoren, die jedes Jahr an die TU Darmstadt berufen werden. Wir haben bei Professor Kühnle nachgefragt:

Was war Ihre vorherige wissenschaftliche Station? Von 2018 bis 2021: Akademischer Rat a.Z., Arbeitsbereich Sport- und Gesundheitssoziologie, Georg-August-Universität Göttingen und zuvor von 2013-18: Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Arbeitsbereich Sportsoziologie, TU Darmstadt.

Und Ihre wichtigste?
Im Zuge meines bisherigen Werdegangs war jede Karrierephase wichtig und wegweisend. Auf die anstehenden Aufgaben als Leiter des Arbeitsbereichs “Sportsoziologie” freue ich mich jedoch ganz besonders.

Warum sollten Studierende sich für Ihre Themen interessieren?
Ich stehe nicht nur für die besondere Relevanz meiner Arbeitsschwerpunkte (u.a. Depressionen, Doping und Präsentismus im Leistungssport) ein. Vor allem möchte ich den Studierenden die inkongruente Sicht der Soziologie auf Sport und Körper näherbringen. Wo andere Beobachter das individuelle Handeln und Erleben auf Stoffwechselprozesse oder Persönlichkeitsprofile zurückführen, weist die Soziologie auf gesellschaftliche Diskurse, überindividuelle Konstellationen und soziale Dynamiken hin.

Wenn ich heute Student wäre, würde ich …
.. vieles wieder ganz ähnlich machen wie früher. Die aktuelle Corona-Pandemie stellt Studierende wie Dozierende allerdings vor besondere Herausforderungen, die es gemeinsam zu meistern gilt.

Der beste Ausgleich zu einem stressigen Arbeitstag ist…
… argentinische Folklore hören. Meine Leidenschaft für diese Musik geht auf einen einjährigen Auslandsaufenthalt in Buenos Aires in 2011/12 zurück.

pb

Medienschau: ARD Mittagsmagazin über Corona-Abwassertests

7. April 2021

Das ARD-Mittagsmagazin berichtet in der heutigen Sendung über die Forschung von Professorin Susanne Lackner, Leiterin des Fachgebiets Abwasserwirtschaft am Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften der TU. Lackner stellt im Beitrag vor, wie sich Corona-Viren im Abwasser aus städtischen Kläranlagen nachweisen lassen – als Frühwarnsystem für die Entwicklung der Fallzahlen. Ähnliche Verfahren kommen zum Beispiel in den Niederlanden zur Anwendung, nicht so in Deutschland. „Eine innovative Idee, doch es hakt an der politischen Förderung“, konstatiert das „Mittagsmagazin“. sip

Medienschau: FAZ startet KI-Podcast mit TU-Experten

7. April 2021

In einem neuen Podcast der Frankfurter Allgemeinen Zeitung diskutieren die beiden KI-Experten Prof. Dr. Peter Buxmann und Dr. Holger Schmidt von der TU Darmstadt die Potentiale von künstlicher Intelligenz. Neue Folgen erscheinen monatlich jeweils am ersten Montag.

In der ersten Folge haben sie die Bahn-Vorständin Sabina Jeschke zu Gast und besprechen, wie künstliche Intelligenz die Bahn revolutionieren könnte. So könnte KI nicht nur die Kapazitäten der Bahn um bis zu 30 Prozent erhöhen, sondern auch für pünktlichere Zügen sorgen.

Peter Buxmann leitet das Fachgebiet Wirtschaftsinformatik am Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften der TU Darmstadt und beschäftigt sich unter anderem mit der Anwendung von KI. Holger Schmidt ist Lehrbeauftragter an der TU, Speaker und Autor zu den Themen KI, Plattform-Ökonomie und digitalen Geschäftsmodellen. Beide erforschen das Potential von KI für Wirtschaft und Arbeit an der TU Darmstadt. lh

Neu an der TU: Professor Enno Giese

Professor Dr. Enno Giese

1. April 2021

Dr. Enno Giese ist seit April Professor für Theoretische Quantenoptik im Fachbereich Physik. Der 34-Jährige ist einer von rund zwei Dutzend neue Professorinnen und Professoren, die jedes Jahr an die TU Darmstadt berufen werden. Wir haben bei Professor Giese nachgefragt:

Was war Ihre vorherige wissenschaftliche Station?
Postdoc an der Universität Ulm

Und Ihre wichtigste?
University of Ottawa, Kanada

Warum sollten Studierende sich für Ihre Themen interessieren?
Weil Quantengase im Weltraum nicht nur eine technische Herausforderung sind, sondern auch einen neuen Blick auf fundamentale Physik in unserem Universum ermöglichen.

In welchen Fachbereich der TU würden Sie gerne mal einen Tag schnuppern? Warum?
In den Fachbereich Humanwissenschaften! Ein Einblick in das tägliche Geschäft der Forschung im Bereich der Psychologie fände ich unheimlich spannend.

Wenn ich heute Student wäre, würde ich …
… auf jeden Fall in eine eine WG ziehen, damit mir bei der Online-Lehre nicht die Decke auf den Kopf fällt.

cst

Drei frische „Hessen-Ideen-Stipendien“

1. April 2021

Drei Gründungsvorhaben der TU Darmstadt werden ab heute, 1. April, im Rahmen der sechsten Förderrunde des „Hessen-Ideen-Stipendiums“ unterstützt. Das Programm zielt auf innovative unternehmerische Pläne aus den hessischen Hochschulen. 15 Projekte kommen diesmal zum Zuge.

Das Team “NatFill” der TU Darmstadt will ein gravierendes Problem des Onlinehandels nicht länger hinnehmen, nämlich den umweltschädlichen Verpackungsmüll, der in Milliarden versendeter Pakete pro Jahr steckt. “NatFill“ hat ein nachhaltiges Konzept erarbeitet – Füllmaterial aus vollständig kompostierbaren Rohstoffen soll die Ware auf dem Weg zu den Kundinnen und Kunden vor Beschädigungen schützen.

Ebenfalls ein Stipendium erhält ein Team der TU Darmstadt, das einen Elektrolyten für Superkondensatoren entwickelt, der diesen Energiespeicher deutlich verbessert – der Elektrolyt ermöglicht hohe Kapazität und hohe Ladegeschwindigkeit in einem.

Eine dritte geförderte Idee aus der TU Darmstadt heißt „Textbasierte Marktforschungsplattform“: Das Team analysiert nutzergenerierte Inhalte für Unternehmen, damit sie „näher am Markt“ sind und ihre Produkte und Dienstleistungen erfolgreicher platzieren können. Auf der in der TU entwickelten Plattform können Unternehmen hochinnovative Nutzende identifizieren und diese in ihren eigenen Innovationsprozess einbinden.

„Als hessische Landesregierung wollen wir Ideen fördern, überregional bekannt machen und das Land Hessen als Innovationsstandort stärken“, sagte Hessens Wissenschaftsministerin Angela Dorn. „Die Hessen Ideen-Stipendiatinnen und -Stipendiaten starten in spannende sechs Monate, die geprägt sein werden von der Weiterentwicklung Ihrer unternehmerischen Idee hin zu einem überzeugenden Geschäftskonzept.“ feu

Mitwirkung in neuen DFG-Schwerpunktprogrammen

30. März 2021

Informatik-Professorin Mira Mezini, Leiterin der Fachgebiets Softwaretechnik an der TU Darmstadt, gehört dem Programmausschuss des neuen Schwerpunktprogramms „Disruptive Hauptspeichertechnologien“ an, das die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ab 2022 bewilligt hat. Koordiniert wird das Verbundprojekt an der Universität Osnabrück. Die gleiche Aufgabe nimmt Informatik-Professor Matthias Hollick, Leiter des TU-Fachgebiets Sichere mobile Netze, im ebenfalls neu eingerichteten Schwerpunktprogramm „Resilienz in vernetzten Welten – Beherrschen von Fehlern, Überlast, Angriffen und dem Unbekannten“ wahr. Die Koordination dieses Verbundes übernimmt die TU Berlin. feu

Medienschau: Quantencomputer und Künstliche Intelligenz

29. März 2021

In seinem aktuellen Gastbeitrag „Was wir nach dem Freudenrausch über den Quantenrausch brauchen“, zu lesen auf welt.de, beschäftigt Kristian Kersting, Professor für KI und maschinelles Lernen an der TU Darmstadt und Co-Direktor des hessischen Zentrums für KI (hessian.ai), sich mit dem Thema Quantencomputer und Künstliche Intelligenz. Zwar würden superschnelle Quantencomputer große Hoffnungen wecken und einen Geschwindigkeitsvorteil für Forschung und Wirtschaft versprechen, doch um an der KI-Weltspitze mitzuspielen, würden wir, so Kersting, mehr als das brauchen. pb

Darmstädter Energiepreis 2021 verliehen

28. März 2021

Der Beirat des TU Darmstadt Energy Center e.V. hat die Preisträgerinnen und Preisträger des diesjährigen Darmstädter Energiepreises bekannt gegeben. Prämiert wurden die besten Masterarbeiten und Dissertationen aus der Energieforschung der TU Darmstadt. Die Preisverleihung fand am 23. März als virtuelle Veranstaltung statt.

Den mit jeweils 800 Euro dotierten Preis für die beste Dissertation erhalten Andreas Taubel (Fachgebiet Functional Materials), Johannes Oltmanns (Fachgebiet Technische Thermodynamik) sowie Katharina Warncke (Fachgebiet Reaktive Strömungen und Messtechnik).

Der Preis für die beste Masterarbeit wird mit jeweils 400 Euro dotiert und geht dieses Jahr an Ariane Auernhammer (Fachgebiet Reaktive Strömungen und Messtechnik), Benedikt Beckmann (Fachgebiet Functional Materials) und Anna Melina Merkel (Fachgebiet Computational Electromagnetics) ausgezeichnet.

Der Beirat des TU Darmstadt Energy Center e.V. vergibt jährlich den Energie-Preis zu dem multidisziplinären Thema Energie. Die Arbeiten werden hinsichtlich ihrer Relevanz, Originalität, Kreativität und ihres Nutzenpotenzials bewertet. Ebenso fließen äußere Form, inhaltliche Nachvollziehbarkeit auch für fachfremde Leser sowie Vollständigkeit in Bezug auf die Zielsetzung der Arbeit in die Bewertung durch den Vorstand des Beirates des TU Darmstadt Energy Center e.V. ein. Keuth/cst

Ransomware-Angriff

28. März 2021

Auf die TU Darmstadt ist ein eng begrenzter IT-Cyberangriff verübt worden. Es handelt sich um eine sogenannte Ransomware-Attacke in erpresserischer Absicht. Ein kleiner Kreis eines Fachgebiets der Universität ist von Datenverlust betroffen. Das IT-Sicherheitsmanagement-Team der TU Darmstadt hat umfangreiche informationstechnische Vorkehrungen getroffen.

Die TU Darmstadt hat die Polizei eingeschaltet und Strafanzeige erstattet. Während der laufenden Ermittlungen gibt die Universität keine weiteren Auskünfte. feu

Preisverleihung TU Ideenwettbewerb 2020

26. März 2021

Bei der diesjährigen Ausgabe des TU-Ideenwettbewerbs wurde die Rekordanzahl von 144 Ideen eingereicht. In einem geschützten Rahmen und durch ausgewiesene Expertinnen und Experten aus Wirtschaft und Forschung wurden die eingereichten Ideen auf ihr Vermarktungs- und Innovationspotential getestet und die besten Ideen nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren prämiert. Gestern wurden die Gewinnerinnen und Gewinner gekürt.

Ausgezeichnet wurden in der Kategorie Wissenschaft:

1. Platz: CANNATEX (3.000 Euro)
2. Platz: 3D-Scanner der neusten Generation (2.000 Euro)
3. Platz: ORGAN-iser (1.000 Euro)

In der Kategorie Studierende gingen die Preise an:

1. Platz: Cure Curve Medical AI (Algorithmus zur Früherkennung koronarer Herzkrankheiten, 3.000 Euro)
2. Platz: AIMA – Artificial Intelligence Movement Analytics (2.000 Euro)
3. Platz: GreenBot Solutions – Autonome Straßenreinigung (1.000 Euro)

Mit dem Sonderpreis der Digitalstadt Darmstadt wurde die Entwicklung eines symbiotischen Beton-Mikrookösystems zur biogenen Erzeugung von Strom ausgezeichnet.

Der TU-Ideenwettbewerb bietet allen TU-Mitgliedern und -Beschäftigten, aber auch Absolventinnen und Absolventen die Chance, eigene innovative Produkt- oder Geschäftsideen oder auch Forschungsergebnisse mit Verwertungspotential voranzubringen. Der nächste TU Ideenwettbewerb 2021 startet am 10.06.2021, zum Start des Darmstädter Startup & Innovation Days 2021 – digital.

HIGHEST/cst

Darmstädter Modellschulprojekt zieht Zwischenbilanz

25. März 2021

Im November 2019 startete das gemeinsame Projekt „Bildung in der digitalen Welt. Darmstädter Modellschulen“ der TU Darmstadt und der Digitalstadt Darmstadt. Das Ziel: drei Schulen wissenschaftlich auf ihrem Weg zur souverän digital agierenden Schule zu begleiten. Der Zwischenbericht des Projekts wurde jetzt veröffentlicht.

„Schulen aktiv im digitalen Wandel zu unterstützen, ist von zentraler Bedeutung“ sagte Prof. Dr. Petra Grell, die das begleitende Forscherteam der TU leitet. „Das Ziel ist nicht, möglichst viele digitale Werkzeuge zu installieren. Das Ziel ist, alle Akteure in der Schule, von der Schulleitung über die Lehrkräfte bis zu den Schülerinnen und Schülern, zu befähigen, digital souverän handeln und mitgestalten zu können – heute und in der Zukunft.“

Zum Start ahnte niemand, dass nur wenige Wochen später eine Pandemie den Präsenzunterricht in der gewohnten Form unmöglich machen würde. Der Zwischenbericht des Modellprojekts schildert: Die Pandemie konfrontierte alle in einem nie dagewesenen Umfang mit Fragen der Digitalisierung. Wo man zuvor noch über den Sinn digitaler Kommunikations- und Organisationformen diskutierte, wurden sie plötzlich als alternativlos erkannt.

„Wie unter einem Brennglas wurden zentrale Hürden und Schwierigkeiten sichtbar, die sich auf einem Weg zu digital souverän agierenden Schulen aktuell stellen“, konstatiert der Zwischenbericht. Er schildert aber auch, wie die aktuelle Situation dem Modellprojekt eine besondere Dynamik verlieh, die Anpassung manches Projekt-Ansatzes an die neue Realität forderte und zum unverhofften Treiber bei der Entwicklung von Ideen wurde.  

Der Zwischenbericht ist über die Webseiten der TU Darmstadt (ULB) verfügbar.

Digitalstadt Darmstadt / pg

Professorin Hanson Mitglied des Energy Steering Panel des EASAC

25. März 2021

Professorin Dr.-Ing. Jutta Hanson, Leiterin des Fachgebiets Elektrische Energieversorgung unter Einsatz erneuerbarer Energien am Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik der TU Darmstadt, ist zum deutschen Mitglied des Energy Steering Panel des European Academies Science Advisory Council (EASAC) ernannt worden. Benannt wurde Hanson von der nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, dem Sitz der Geschäftsstelle des EASAC.

EASAC ist ein Zusammenschluss der Nationalen Akademien der Wissenschaften der EU-Mitgliedsstaaten plus Norwegen, Schweiz und seit dem 1. Januar dieses Jahres auch Großbritannien. Der EASAC berät die Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger in der EU, indem er wissenschaftsbasierte Empfehlungen zu gesellschaftsrelevanten Fragen abgibt. bjb

Professorin Thiele neue Vizepräsidentin des Deutschen Hochschulverbandes

24. März 2021

TU-Professorin Christina Thiele, Fachbereich Chemie der TU Darmstadt, ist zur Vizepräsidentin des Deutschen Hochschulverbandes (DHV) gewählt worden. Thiele ist damit neu ins Präsidium des Verbands eingetreten. Der Deutsche Hochschulverband ist Mitgestalter der Hochschul- und Bildungspolitik in Deutschland. Er vertritt die hochschulpolitischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Interessen der Hochschullehrerinnen und -lehrer gegenüber Staat und Gesellschaft und kümmert sich um das Thema wissenschaftlicher Nachwuchs. Zudem versteht er sich als umfassende Service- und Informationseinrichtung für die Lehrenden an deutschen Universitäten. sip

Medienschau: Prof. Lackner zur Ressource Abwasser

23. März 2021

Die Sendung „Planet Wissen“ der ARD widmet sich einem zukünftig nachhaltigeren Gang zur Toilette. Können wir es uns leisten, weiterhin nach dem „End of Pipe“-System das Abwasser in die Kläranlage einzuspeisen? „Am Ende nutzen wir für die Toilettenspülung Trinkwasser“, so Professorin Dr. Susanne Lackner, Leiterin des Fachgebiets Abwasserwirtschaft der TU, die in der Sendung zu Gast war. „Trinkwasser ist eine sehr endliche Ressource, obwohl wir das in Deutschland vielleicht noch gar nicht so bewusst merken.“ Dies und neue technologische Möglichkeiten und Anforderungen werden in der Sendung diskutiert.

Lackner äußert sich in „Planet Wissen“ zur Erforschung dezentraler Lösungen, der Ablösung alter Infrastrukturen und zur Notwendigkeit, Energie und begrenzt verfügbare Rohstoffe aus dem Toilettenabwasser zurückzugewinnen. Neue Formen der Energiegewinnung befänden sich in der Entwicklungsphase und es sei zukünftig möglich, dass Kläranlagen als energieautarke Stromerzeuger arbeiten. Abhängig von politischen Entscheidungen könnten in älteren Anlagen CO2-Einsparungen von 20 bis 30 Prozent erreicht werden.

ua

Medienschau: Liebesbriefe im Blick der Wissenschaft

22. März 2021

Mehr als 20.000 Liebesbriefe aus drei Jahrhunderten und vielen Ländern wertet zur Zeit das von der TU Darmstadt koordinierte Forschungsprojekt „Gruß und Kuss – Briefe digital. Bürger*innen erhalten Liebesbriefe“ aus. Im Verbund mit der Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt, der Hochschule Darmstadt und Universität Koblenz soll aus diesem Citizen-Science-Projekt ein digitales Liebesbriefarchiv entstehen. Der Hessische Rundfunk interviewte TU-Professorin Andrea Rapp, Instittut für Sprach- und Literaturwissenschaft, zum Projekt. Die Briefe dienen den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern als Zeugnis der Alltagssprache. Und sie zeigen, wie sich das Sprechen über Liebe im Laufe der Zeit verändert hat. Dabei tritt Witziges und Berührendes zutage. „Die Gefühle in den Briefen sind echt, und man kann sie gut nachempfinden“, so Rapp. sip

Projekt CyberTech für die Gestaltung Cyber-technischer Systeme gestartet

Produkte und Dienstleistungen sollen zukünftig gemeinsam angeboten werden.

22. März 2021

Wie entstehen die Produkte der Zukunft? Dies ist eine der zentralen Fragen, mit der sich das neue Forschungsprojekt „CyberTech – Advanced Systems Engineering für die Arbeitsgestaltung Cyber-technischer Systeme” am Fachgebiet Datenverarbeitung in der Konstruktion (DiK) auseinandersetzt.

„In Zukunft müssen Produkte und Services gemeinsam gedacht werden“, sagt der Leiter des DiK, Professor Dr.-Ing. Reiner Anderl. Ziel des Projekts CyberTech ist die Erarbeitung neuer Ansätze, bei denen bereits zu Beginn der Entwicklung eines Produkts dessen spätere Services für den Kunden und das Geschäftsmodell des Unternehmens berücksichtigt werden. Zudem sollen über den sogenannten Digitalen Zwilling Produktnutzungsdaten erfasst und zur Optimierung nachfolgender Produkte an die Entwicklung zurückgeführt werden. Dazu sollen neue Arbeits- und Organisationsformen und Kompetenzen bei den Mitarbeitenden entwickelt werden, um die Akzeptanz und Umsetzung im Unternehmen zu stärken. In einem ganzheitlichen Ansatz werden dabei ingenieurwissenschaftliche-, arbeitswissenschaftliche- und betriebswissenschaftlichen Ziele verknüpft.

Das ausführende Konsortium unter der Leitung der Firma engineering methods AG umfasst neben dem DiK das Institut für Arbeitswissenschaften (IAD) der TU Darmstadt sowie die Konsortialpartner Woco Industrietechnik GmbH, Mechatronic AG, ESI ITI und den assoziierten Partner Fresenius Medical Care Deutschland GmbH. Cybertech wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und verfolgt die Ziele der Hightech Strategie 2025 der Bundesregierung. Über die nächsten drei Jahre und mit einem Gesamtbudget von 6,2 Millionen Euro werden Themen zur Beherrschung komplexer Systeme und deren Auswirkung auf Menschen und die Organisation im Unternehmen erforscht. Tanja Steinbach/Benjamin Röhm/cst

Professor Jan Wörner wird Präsident von acatech

22. März 2021

Der ehemalige Präsident der TU Darmstadt, Professor Jan Wörner, wurde zum neuen Präsidenten der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) gewählt. Gemeinsam mit Karl-Heinz Streibich repräsentiert Wörner die Akademie nun in einer Doppelspitze. TU-Präsidentin Professorin Tanja Brühl beglückwünschte Wörner zu seiner Wahl und wünschte ihm für die neue Aufgabe viel Erfolg.

Ko-Präsident Streibich begrüßte Wörner, der als Bauingenieur und Wissenschaftsmanager die Technikwissenschaften und ihre fundamentale Bedeutung für unser Land verkörpere. „Er hat die Technische Universität Darmstadt als Ort der Exzellenz und Innovation ausgebaut, der Luft- und Raumfahrt in Deutschland und Europa neuen Schub gebracht und sich als Stimme der Wissenschaft in die öffentliche Diskussion eingebracht.“

Wörner war von 1995 bis 2007 Präsident der TU Darmstadt. In dieser Zeit überführte er die Universität als erste in Deutschland in einen autonomen Status mit weitgehenden Freiheitsrechten in der Selbstverwaltung. Im Anschluss leitete er das Deutsche Zentrum für Luft und Raumfahrt DLR und die European Space Agency ESA. cst

Prof. Kersting plädiert für massive Investitionen in KI

18. März 2021

In einem digitalen Briefing hat das Science Media Center das Thema „Künstliche Intelligenz – Stand der Forschung und Förderung in Deutschland“ beleuchtet. Als Teil des dreiköpfigen Expertenpanels äußerte sich TU-Professor Kristian Kersting zur Position der akademischen KI-Forschung in Deutschland und Europa im internationalen Vergleich. Kersting sieht die deutschen Forschenden international an der Spitze. Jedoch plädiert er für bessere Rahmenbedingungen: Bündelung und Koordinierung der Zuständigkeiten in der Bundespolitik nach hessischem Vorbild, Vernetzung und massive Unterstützung für den Aufbau von Infrastrukturen. „Wir haben tolle Leute in Deutschland, die müssen die Mittel bekommen, das auch umzusetzen.“

Der Zeitpunkt für Investitionen sei jetzt, so Kersting. „Gerade in der Krise müssen wir in KI investieren und KI stärker mitdenken.“ Nur so könne die Künstliche Intelligenz in Wirtschaft und Gesellschaft kommen und den Aufschwung zum Wohle aller befördern.

Kersting leitet das Fachgebiet Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen am Fachbereich Informatik der TU, ist Mitglied des Centre for Cognitive Science, der ELLIS Unit Darmstadt, Ko-Direktor des Hessian Center for Artificial Intelligence (hessian.ai) und Mitglied des Nationalen Forschungszentrums für angewandte Cybersicherheit ATHENE. Zudem ist er Träger des Deutschen KI-Preises. sip

Neue Webseite zu Chancengleichheit in Forschungsverbünden

17. März 2021

Am 15. März ist eine Homepage zur Chancengleichheit in den Forschungsverbünden der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) an der TU Darmstadt online gegangen und steht seitdem für gezielte Informationen zu Ansätzen zur Verwirklichung von Chancengleichheit in der Forschung an der TU bereit.

Die Seite dient als Sammelpunkt der verschiedenen Maßnahmen, Ideen und Aktionen rund um das Thema Chancengleichheit in der Forschung an der TU Darmstadt. Neben Kurzprofilen der beteiligten Verbünde können Besucherinnen und Besucher mehr erfahren zu Angeboten für Wissenschaftlerinnen und Studentinnen sowie etablierte Programme zur Rekrutierung von Frauen für die Wissenschaft und Best-Practice-Beispiele für die Umsetzung der Gleichstellung der Geschlechter kennenlernen.

Einzelne Verbünde werden abwechselnd in den Fokus genommen, angefangen mit dem Sonderforschungsbereich 805 „Beherrschung von lasttragenden Systemen des Maschinenbaus“, der 2020 nach zwölf Jahren ausgelaufen ist und in dieser Zeit eine Reihe von Veranstaltungen und vorbildhaften Maßnahmen zur Gleichstellung verwirklichen konnte.

Betreut wird die Seite von der Servicestelle Gender Consulting des Gleichstellungsbüros, finanziert wurde sie durch die beteiligten Verbünde. Gleichstellungsbüro / bjb

Professorin Knodt über Atomausstieg und Energiewende

16. März 2021

Vor zehn Jahren machte der Reaktorunfall im japanischen Fukushima eine ganze Region unbewohnbar und brachte das Aus für die Kernenergie in Deutschland. Doch lässt sich im Kampf gegen den Klimawandel der Ausstieg aus der Atomenergie überhaupt durchhalten oder gibt es ein Comeback der Technologie? Und wie ist die kurzfristige Entscheidung zum Ausstieg aus der Kernenergie 2011 politisch einzuordnen? Darüber spricht HR Info mit TU-Professorin Michèle Knodt, Institut für Politikwissenschaft. Knodt ist Expertin für Energiepolitik. sip

Professorin Behnke zu Föderalismus in der Pandemie

15. März 2021

Der deutsche Föderalismus steht während der Corona-Pandemie besonders im Fokus. Je nach Bundesland gibt es unterschiedliche Einschränkungen und Regelungen zur Bekämpfung der Pandemie. Im Videobeitrag „Die Macht der Bundesländer“ beschäftigt sich Zeit online mit den Fragen, wie die Machtverteilung in Deutschland während der Pandemie funktioniert hat und warum wir überhaupt ein föderales System haben. Nathalie Behnke, Professorin für Öffentliche Verwaltung und Public Policy am Institut für Politikwissenschaft der TU Darmstadt, erforscht seit 15 Jahren, wie der deutsche Föderalismus arbeitet, und erklärt im Beitrag ausführlich die Besonderheiten des deutschen Föderalismus, auch und gerade während der Corona-Pandemie. bjb

Medienschau: Professor Engels zur Maskenaffäre

11. März 2021

Professor Jens Ivo Engels ist Historiker am Institut für Geschichte der TU Darmstadt und forscht zur Geschichte der Korruption in Deutschland. Im Interview mit Die Zeit ordnet er die aktuelle Maskenaffäre zweier Politiker aus der Union in ihrem Ausmaß in diese Geschichte ein. Das Verständnis darüber, wie Demokratie zu schützen sei, habe sich stark verändert. Heute wolle man alles offenlegen und hart bekämpfen, „um auf diese Weise darzustellen, dass die Demokratie in der Lage ist, sich selbst zu reinigen“. mho

Medienschau: Professor Buxmann zu KI as a Service

9. März 2021

In einem Gastbeitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung schreibt TU-Professor Dr. Peter Buxmann über die Schlüsseltechnologie Künstliche Intelligenz und die entscheidende Rolle guter Daten. Auch Unternehmen nutzen immer häufiger KI für ihre Prozesse und Produkte. Buxmann geht ausführlich auf „KI-as-a-Service“-Angebote ein, bei denen Unternehmen die von Ihnen benötigten KI-Anwendungen nicht selbst programmieren, sondern auf die Entwicklungen anderer Hersteller zurückgreifen und sie für sich anpassen. Buxmann schreibt: „Die zentrale Herausforderung in der Implementierung von KI-Anwendungen besteht darin, eine große Menge qualitativ hochwertiger Trainingsdaten bereitzustellen.“ Mit Sorge sieht Buxmann die europäische Rolle auf dem KI-Markt: „Die Standards für den Zukunftsmarkt KI werden gerade gesetzt, aber kein europäischer Anbieter spielt hier eine nennenswerte Rolle. Hoffentlich bleibt das nicht so.“

Peter Buxmann ist Professor für Wirtschaftsinformatik an der TU Darmstadt und Mitglied des Hessischen Zentrums für Künstliche Intelligenz – hessian.AI. bjb

Dranbleiben: Projekt DiSenSu zieht positive Bilanz zum Frauentag

8. März 2021

Der 8. März ist der internationale Frauentag. Er wird seit mehr als 100 Jahren mit der Absicht begangen, Marginalisierungen und Diskriminierungen von Frauen in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Mit dem Projekt DiSenSu engagiert sich der Fachbereich Chemie der TU dafür, Mädchen den Weg in eine Karriere in einem MINT-Fach zu öffnen.

Frauen sind weltweit im Ingenieurwesen, Baugewerbe und technischen Energiesektor unterrepräsentiert. Dies gilt ebenso für einzelne Teildisziplinen wie die Technische Chemie. Gerade in diesen Bereichen finden derzeit jedoch zukunftsweisende ökologische und ökonomische Entwicklungen statt. Da Frauen daran noch deutlich zu wenig partizipieren, werden regelmäßig Angebote ausgebracht, die über Studiengänge und Karrieremöglichkeiten informieren. Vor allem die bundesweite Netzwerk-Initiative „Komm, mach MINT.“ hat hierzu in den letzten Jahren sehr viel geleistet.

Der Fachbereich Chemie der TU ist in diesem Netzwerk mit dem Projekt DiSenSu vertreten. Im Akronym ist der Hinweis auf die diversitätssensible Unterstützung von Mädchen mit einem Migrationshintergrund versteckt. Die Mädchen erhalten von erfahrenen Wissenschaftlerinnen ein einstündiges Coaching zur Berufsorientierung. Die Projektgruppe an der TU Darmstadt hat bislang 297 Coachings betreut. Die Rückmeldungen hierzu waren durchweg positiv. Insbesondere die individuelle Beratung wurde von den Mädchen sehr geschätzt. Das Projekt läuft in Kürze aus, aber das Team in der Chemie ist sich einig: An der Gleichstellung von Frauen müssen alle dranbleiben. FB Chemie/sip

QS-Ranking: Maschinenbau der TU weiter in den Top 100

5. März 2021

Im soeben erschienenen internationalen QS-Fächerranking zählt die TU Darmstadt im Fach Maschinenbau wieder zu den 100 weltweit führenden Universitäten – eine Platzierung, die das Fach schon seit mehreren Jahren behaupten kann. Platzierungen in den Top 150 erreichen erneut die Fächer Informatik, Materialwissenschaft und Physik.

Das jährlich erstellte Fächerranking gehört zum Ranking-Portfolio des britischen Unternehmens Quacquarelli Symonds (QS) und zählt zu den bekanntesten internationalen Hochschulrankings. Sie basieren mit je nach Fach unterschiedlicher Gewichtung auf Reputationsumfragen unter Forschenden und Unternehmensvertreterinnen und -vertretern sowie auf bibliometrischen Daten der Datenbank Scopus. Das Ranking umfasst in diesem Jahr 51 Fächer und 5 Fächergruppen. Birgitta Zielbauer/bjb

Medienschau: ARTE berichtet über „Bauen mit Papier“

4. März 2021

Die Sendereihe „Xenius" auf ARTE beschäftigt sich in ihrer aktuellen Sendung mit den „Baustoffen der Zukunft“. Bislang wird in der Bauindustrie vor allem Beton und Stahl verwendet. Um künftig ökologischer und nachhaltiger bauen zu können, sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der Suche nach alternativen Baustoffen wie Pilzen, Popcorn und Pappe. Xenius besuchte den Fachbereich Architektur der TU Darmstadt und informierte sich bei Fabian Luttropp und Professor Ariel Auslender über das Forschungsvorhaben, Häuser aus Papier zu errichten, die umweltfreundlich ganz ohne zusätzliche Holzbeschichtungen und Schutzfolien auskommen.

Im Rahmen des Ende 2020 ausgelaufenen LOEWE-Schwerpunkts „Bauen mit Papier“ (BAMP!) haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der TU Darmstadt aus den Disziplinen Architektur, Bau- und Umweltingenieurwissenschaften, Maschinenbau und Chemie interdisziplinär die vielfältigen Vorteile des Werkstoffes Papier für das Bauwesen erforscht. pb

Medienschau: Prof. Sadeghi über Check-in-Plattform “Luca”

4. März 2021

Rapper Smudo und seine Band „Die Fantastischen Vier“ machten jüngst mit der App „Luca“ von sich reden, die sie gemeinsam mit einem Startup entwickelten. Sie soll die Kontaktverfolgung zum Beispiel von Besucherinnen und Besuchern von Restaurants und Kinos ermöglichen und private Treffen dokumentieren. Dabei ist sie nur eine von mehreren Check-in-Plattformen für Restaurants und Bars. Auf Spiegel Online äußert sich TU-Professor Ahmad-Reza Sadeghi, Leiter des System Security Labs im Fachbereich Informatik, zur App, zur Sicherheit von Daten auf Online-Gästelisten und zur Frage, ob der Staat eine offizielle Check-in-App zur Verfügung stellen sollte. „Wenn man das vernünftig plant, dann kann man so eine lokale digitale Infrastruktur in kurzer Zeit aufbauen. Auch für zukünftige Pandemien.“ Smudo versteht „Luca“ als Ergänzung zu den AHA+AL-Regeln und zur existierenden Corona-App. sip

Medienschau: Prof. Hasse und Prof. Dreizler bei hr-INFO

1. März 2021

Forschende der TU arbeiten daran, dass chemische Energiespeicher wie Wasserstoff und das bisher wenig beachtete Element Eisen ihren Beitrag zur Energiegewinnung leisten können. In einem Radio-Beitrag von hr-iNFO berichten Prof. Christian Hasse und Prof. Andreas Dreizler zu aktuellen Forschungsbemühungen und Perspektiven im Bereich chemischer Energiespeichersysteme. Der komplette Beitrag ist auf den Webseiten des Fachbereichs Maschinenbau zu hören. pg

Medienschau: Professor Peters zu „Go-Explore“

26. Februar 2021

Das neu vorgestellte KI-System „Go-Explore“ machte jüngst in einer Veröffentlichung der Fachzeitschrift „Nature“ von sich reden. Es erkundet seine Umgebung nicht rein zufällig, sondern merkt sich, welche Wege es in der Vergangenheit schon ausprobiert hat und ob diese es seinem Ziel nähergebracht haben. Die Entwickler schreiben, ihr System schneide auf diese Weise besser in den ikonischen Atari-Spielen, wie zum Beispiel „Montezuma’s Revenge“ oder „Pitfall“, ab als Menschen und andere Algorithmen. Diese Spiele seien für Algorithmen, die auf Reinforcement Learning basierten, schwierig zu bewältigen. Belohnungen, anhand derer die Algorithmen lernen könnten, seien hier selten und oft irreführend.

Professor Jan Peters, Leiter des Fachgebiets Intelligente Autonome Systeme am Fachbereich Informatik der TU, kommentiert die Ergebnisse als „methodisch inkrementell und doch ein Durchbruch: Menschliche Experten in so vielen Problemen zu schlagen, ist ein eindrucksvoller Erfolg!“ Große Impulse für die Entwicklung der Robotik erwartet Peters, anders als die Autoren der Studie, nicht. Er sieht das Potenzial des Systems in anderen Bereichen: „Wenn ‚Domain Knowledge‘ (das heißt: menschliches Vorwissen) einbezogen wird, kann ,Go-Explore‘ den menschlichen Weltrekord schlagen. Sollte diese Aussage sich als verallgemeinerbar herausstellen, dann kann dies ein Zeitenwechsel in der KI sein, wo die beiden KI-Familien der statistisch-neuronalen Verfahren und des ‚Domain Knowledge‘-Engineering sich endlich vereinen. Für viele KI-Forscher wäre dies ein fast 70 Jahre alter Traum! Persönlich vermute ich, dass eine derartige Kombination von statistisch-neuronalen Verfahren und des ‚Domain Knowledge‘-Engineering der KI den Durchbruch in der Medizin, im autonomen Fahren und in anderen sicherheitskritischen Anwendungen ermöglichen wird.

Peters ist einer von zwei Experten, die das Science Media Center dazu angehört hatte. Die vollständigen Experten-Statements sind auf der Webseite des Science Media Centers veröffentlicht. sip

Medienschau: „grüne“ Katalysatoren

25. Februar 2021

Katalysatoren sind unverzichtbare Helfer in der modernen Industriegesellschaft. Sie ermöglichen es, Rohstoffe selektiv in Wertprodukte umzuwandeln. Bislang kommen häufig Metalle als Katalysatoren zum Einsatz, deren Abbau oft unter umweltschädlichen und ethisch bedenklichen Bedingungen läuft. Eine Alternative können Kohlenstoffkatalysatoren sein. Eine Arbeitsgruppe am Fachbereich Chemie der TU Darmstadt forscht an einer vielversprechenden neuen Generation von Kohlenstoffkatalysatoren.

Rheinmaintv hat Professor Dr.-Ing. Bastian J. M. Etzold und den Doktoranden Felix Herold am Fachbereich Chemie der TU Darmstadt besucht und sich ihre Forschung erklären lassen (ab Minute 13:15). sip/bjb

Medienschau: ARD zeigt „Museums-Projekt“ des Fachgebiets Digitales Gestalten

Virtuelle Kamerafahrt des FG Digitiales Gestalten durch das mittelalterliche jüdische Viertel in Köln.

22. Februar 2021

Am vergangenen Sonntag (21. Februar) startete das Festjahr 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland. In der ARD wurde ein einstündiger Festakt ausgestrahlt, in dem auch die virtuelle Rekonstruktion des mittelalterlichen jüdischen Viertels in Köln gezeigt wurde – erstellt vom Fachgebiet Digitales Gestalten. Die Rekonstruktion ist Resultat einer mehrjährigen Forschungsarbeit mit dem Team des Museums MiQua und der Stadtarchäologie in Köln. Das Museum entsteht zurzeit direkt am Kölner Rathausplatz und beherbergt die archäologischen Reste von 2000 Jahre Stadtgeschichte, darunter auch der Statthalterpalast und das mittelalterliche jüdische Viertel mit Synagoge.

Auch die Tagesschau um 20 Uhr brachte einen Bericht mit den virtuellen Kamerafahrten der TU Darmstadt. Neben der Rekonstruktion wurde auch eine Simulation der zukünftigen Ausstellung im Museum MiQua gezeigt – eine gemeinsame Arbeit und der am Fachgebiet ansässigen Architectura Virtualis, Kooperationspartner der TU Darmstadt.

Marc Grellert/pb

Prof. Christian Hasse zum Combustion Institute Fellow ernannt

Prof. Dr.-Ing. Christian Hasse

19. Februar 2021

Das international tätige Combustion Institute hat kürzlich die in diesem Jahr ausgewählten Fellows bekannt gegeben. Herr Prof. Dr.-Ing. Christian Hasse, seit 2017 Leiter des Fachgebiets Simulation reaktiver Thermo-Fluid Systeme der TU Darmstadt, wurde für seine wissenschaftlich exzellenten Beiträge in der Simulation von Mehrphasenströmungen, der Modellierung turbulenter Verbrennungsprozesse und der Rußbildung ausgezeichnet. Damit wird die internationale Sichtbarkeit des Fachbereichs Maschinenbau in der Erforschung von sauberen CO2-neutralen und CO2-freien Energiewandlungsprozessen weiter gestärkt. ad/pg

TU Darmstadt würdigt Freiheitskämpfer Friedrich Ludwig Weidig

Kanzler Dr. Manfred Efinger enthüllt die Plakete, die zur Würdigung von Friedrich Ludwig Weidig am Saal angebracht ist.

19. Februar 2021

Am 15. Februar 2021 jährte sich der Geburtstag von Friedrich Ludwig Weidig zum 230. Mal. Dies nahm die TU Darmstadt zum Anlass, einen ihrer großen Besprechungsräume nach ihm zu benennen. Auch die Wahl des Raumes fiel nicht schwer: Er liegt in der Rundeturmstraße 10, dieser Ort ist eng mit Friedrich Ludwig Weidigs Geschichte verknüpft.

Weidig war im frühen 19. Jahrhundert ein Kämpfer für mehr Bürger- und Freiheitsrechte und für mehr Liberalität im damals sehr rückständigen Großherzogtum Hessen-Darmstadt. Zusammen mit Georg Büchner (1813-1837) verfasste, druckte und verbreitete er den „Hessischen Landboten“ im Großherzogtum Hessen-Darmstadt. Für seinen Kampf wurde Weidig verhaftet und im Juni 1835 ins Arresthaus nach Darmstadt verlegt. Während der Haft wurde er vom Untersuchungsrichter Konrad Georgi schwer misshandelt. Am 23. Februar 1837 nahm Weidig – vermutlich auch durch die Nachricht über den Tod seines Freundes Georg Büchner ausgelöst – sich das Leben.

Das zwischen 1832 und 1834 von Franz Heger beim „Runden Turm“ (das war das historisch ältere Gefängnis der Stadt) neu erbaute Arresthaus in Darmstadt befand sich auf dem Gelände, wo heute die Gebäude Rundeturmstraße 10 und 12 sowie das Fraunhofer IGD stehen. Teile des später erbauten Frauengefängnisses befanden sich an der Stelle, wo heute das Gebäude Rundeturmstrasse 10 steht. Direkt nebenan finden sich noch heute Reste der Gefängnismauer, welche die TU Darmstadt derzeit saniert und im Anschluss auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen möchte.

Eine Würdigung Friedrich Ludwig Weidigs an dieser Stelle ist übrigens nicht neu: Ein Teilabschnitt der heutigen Erich-Ollenhauer-Promenade hieß in den frühen 1960iger Jahren kurzzeitig Weidigweg. Sch/K/pb

Medienschau: Professor Hollick über Cybersicherheit

17. Februar 2021

Immer mehr Menschen leben weltweit in Städten und werden dabei immer abhängiger von digitalen Systemen. Wie können diese in Extremsituationen und Krisen aber geschützt werden? Matthias Hollick ist Professor am Fachbereich Informatik der TU Darmstadt und Sprecher des LOEWE-Zentrums emergenCITY. Als Experte für Cybersicherheit spricht er in der neuesten Ausgabe des „Hessen schafft Wissen“-Podcasts über die Resilienz digitaler Städte, also wie die Funktionsfähigkeit von Städten mit digital vernetzten Infrastrukturen in Extremsituationen, Krisen und Katastrophen sichergestellt werden kann. mho

Medienschau: Professorin Behnke verteidigt den Föderalismus

15. Februar 2021

Im Gespräch mit Liane von Billerbeck vom Deutschlandfunk verteidigt Professorin Nathalie Behnke vom Institut für Politikwissenschaft der TU Darmstadt den Föderalismus, der während der Corona-Pandemie immer mehr in die Kritik gerät. Der Föderalismus sei aus vielerlei Gründen gut, zum Beispiel für die Bürger, weil er deren individuelle Freiheit sichere, indem er politische Macht begrenze und Checks und Balances etabliere und weil der Föderalismus zum Policy-Lernen beitrage. Vor allem aber stelle der Föderalismus einen breiten gesellschaftlichen Konsens in Deutschland her, der dringend benötigt werde. Behnke postuliert außerdem: Komplexität erfordert komplexe Institutionen. mho

Medienschau: Professor Hofmann zum Chipmangel

15. Februar 2021

Professor Klaus Hofmann, Leiter vom Fachgebiet Integrierte Elektronische Systeme der TU Darmstadt, gibt bei hr-iNFO Netzwelt Antwort auf die Frage nach den Gründen des derzeit herrschenden Chipmangels. Ein Grund sei, dass es sich bei der Produktion von Chips um einen hoch komplizierten Prozess handele. Für diesen brauche es modernste Anlagen, sogenannte Fabs (Halbleiterwerke oder Chipfabriken) mit entsprechender Technologie, um für die Präzisionsarbeit die nötigen kleinen Strukturen bereitzustellen: Auf einem herkömmlichen Chip, wie man ihn in Mobiltelefonen oder Spielekonsolen nutzt, befinden sich 1 Milliarde Transistoren. Außerdem sind geschultes Personal, Reinräume und weitestgehend automatische Prozesse nötig, um die Siliziumscheiben abwechselnd chemischen, technischen und thermischen Behandlungen u.v.a.m. zu unterziehen. Dieser Prozesse dauere bei kleineren Chips etwa zwei bis drei, bei komplexeren Chips sogar zehn bis zwölf Wochen. mho

Kabinetts-Novelle autonomes Fahren

12. Februar 2021

Die Bundesregierung hat ein Gesetzespaket zum autonomen Fahren beschlossen. Darin wird unter anderem geregelt, wie der Betrieb autonomer Fahrzeuge erfolgen soll. So soll automatisches Fahren auf „festgelegten Betriebsbereichen“ unter „Technischer Aufsicht“ erlaubt werden. Außerdem sollen die Halter verpflichtet werden, die während der Fahrten im Fahrzeug anfallenden Daten zu speichern, um sie Forschenden zur Verfügung zu stellen.TU-Professor Hermann Winner vom Fachgebiet Fahrzeugtechnik (FZD) kommentiert das:

„Dieses Gesetz adressiert das autonome, fahrerlose Fahren für Anwendungsfälle wie Robo-Taxis oder Robo-Shuttles. Diese Ansätze werden schon seit vielen Jahren in Prototypen erprobt und gewinnen eine immer höhere technische Reife, sodass ein Regelbetrieb im öffentlichen Verkehr bald möglich erscheint. Allerdings wird dieser noch auf ausgesuchte Einsatzbereiche eingeschränkt bleiben, was dieser Gesetzentwurf als ‚festgelegte Betriebsbereiche‘ umschreibt, die von den Bundesländern zu genehmigen sind. Damit sind die Haupteinschränkungsmöglichkeiten festgelegt. Hiermit kann mit angemessener Vorsicht der Einsatz autonomer Fahrzeuge hochgefahren werden. Aber die Landeshoheit kann zu einem Öffnungswettbewerb führen, aber auch zu unsinnigen Beschränkungen an den Ländergrenzen.“

Winner gehörte zu einem Kreis von Experten, den das Science Media Center dazu angehört hatte. Die verschiedenen Experten-Statements sind auf der Webseite des Science Media Centers veröffentlicht. cst

Professor Hans Jürgen Prömel wird Präsident der TU Nürnberg

Picture: Katrin Binner

11. Februar 2021

Professor Hans Jürgen Prömel, von 2007 bis 2019 Präsident der TU Darmstadt, ist zum Gründungspräsidenten der im Aufbau befindlichen Technischen Universität Nürnberg berufen worden. Dies gab heute der bayerische Wissenschaftsminister Bernd Sibler bekannt. „Prof. Dr. Prömel bringt umfassende Erfahrungen mit, um eine internationale, interdisziplinäre und digitale Universität von Grund auf zu errichten.“

Die Präsidentin der TU Darmstadt, Professorin Tanja Brühl, gratulierte ihrem Amtsvorgänger herzlich zu der Berufung: „Sie haben eine spannende und außergewöhnliche Herausforderung angenommen. Ich freue mich auf das gemeinsame Wirken in der Hochschulrektorenkonferenz und anderen nationalen wie internationalen wissenschaftlichen und Netzwerken.“

Prömel (67) war von 1988 bis 1994 Professor für Diskrete Mathematik an der Universität Bonn, anschließend bis 2007 Professor für Theoretische Informatik an der Humboldt-Universität (HU) Berlin. Von 2000 bis 2007 amtierte er als hauptamtlicher Vizepräsident der IU, 2005 leitete er die HU kommissarisch.

Während seiner Amtszeit an der TU Darmstadt war Prömel zugleich vier Jahre lang (2008 bis 2012) Vizepräsident der Hochschulrektorenkonferenz sowie von 2014 bis 2017 Präsident der TU9, des Verbandes neun führender Technischer Universitäten in Deutschland. feu

„Start-up-Metropole“ Darmstadt

11. Februar 2021

Im Ranking der Berliner Plattform „Top-50-Start-ups“ wurden elf Start-ups aus Darmstadt ausgezeichnet. Alle elf ausgezeichneten Start-ups (Nova pace, Etalytics, Nakt, Core Sensing, Xelera, Magnotherm, Freemotion Systems, COMPREDICT, Quanticor, Wingcopter und Meshcloud) sind Ausgründungen aus der TU Darmstadt und wurden oder werden vom Innovations- und Gründungszentrum HIGHEST der TU begleitet.

Darmstadt rangiert damit hinter den Millionenstädten München, Berlin und Hamburg auf einem bemerkenswerten vierten Platz im Städteranking der Städte mit den meisten Top-50-Start-ups.

Mehr Informationen zum Ranking und zu den ausgezeichneten Start-ups auf der Webseite von HIGHEST.

Die TU Darmstadt ist als Gründerhochschule auch weiter erfolgreich: So steht sie mit sieben Bewilligungen unter den Top 3 bei der Vergabe von EXIST-Gründerstipendien des Bundeswirtschaftsministeriums im Jahr 2020. bjb

Digital die Welt der Elektrotechnik kennenlernen

09. Februar 2021

Mit den Schülerinnen-Projekttagen will der Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik der TU Darmstadt Mädchen frühzeitig für Ingenieursstudiengänge begeistern. Für dieses Engagement erhielt die Initiative 2020 den Franziska-Braun-Preis für innovative Gleichstellungsansätze durch die Carlo und Karin Giersch-Stiftung an der TU Darmstadt. Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie musste der Fachbereich in diesem Jahr neue Wege gehen und lud Schülerinnen der Klassenstufe sieben bis zehn zu virtuellen Workshops ein. Via Zoom bastelten die Mädchen Spektrometer, programmierten „Arduino Boards“, um damit LED-Lampen in einer bestimmten Reihenfolge zum Blinken zu bringen und bauten Elektromotoren. mho

Medienschau: Prof. Hanson über Blackout-Prävention

08. Februar 2021

Wie fein abgestimmt und wie sensibel das europäische Stromnetz ist, beleuchtet spektrum.de anhand eines Beinahe-Blackouts, der sich Anfang Januar dieses Jahres ereignete. Zu Wort kommt als Expertin auch TU-Professorin Jutta Hanson, die Leiterin des Fachgebiets Elektrische Energieversorgung unter Einsatz Erneuerbarer Energien am Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik. Zur Sicherung der Energieversorgung braucht es Kraftwerksreserven und Batterien. Doch auch die Netze selbst müssten erheblich erweitert werden, um mit der steigenden Zahl an Einspeisern und Verbrauchern mithalten zu können, so Hanson. “Vereinfacht gesagt: Es nützt nichts, wenn ich eine Solaranlage auf dem Dach habe, aber die Batterie beim Nachbarn steht, denn dann muss ich das Netz trotzdem belasten.” Jedes Kabel könne nur eine bestimmte Menge an Energie transportieren, daher müsse ausgebaut werden – auf allen Ebenen, vom Höchstspannungsnetz bis zu den regionalen Verteilnetzen. sip

Medienschau: Abwasser als Corona-Frühwarnsystem

08. Februar 2021

Coronaviren lassen sich im Abwasser nachweisen. Forschungsteams aus mehreren Ländern haben dies im vergangenen Jahr untersucht und gezeigt, dass sich über das Monitoring von Abwasserproben schon frühzeitig das Infektionsgeschehen abbilden lässt. Dieser Zeitvorsprung vor den offiziell ermittelten Zahlen an Corona-Infizierten beträgt in etwa zehn Tage und könnte wesentlich dazu beitragen, das Infektionsgeschehen einzudämmen. An einem solchen Frühwarnsystem forscht TU-Professorin Susanne Lackner vom Fachgebiet Abwasserwirtschaft zusammen mit der Stadt Frankfurt. Ihr Ansatz wurde in mehreren Medien vorgestellt, unter anderem bei zdfheute und nano (ab Minute 22:00). cst

Medienschau: Professorin Rudolph-Cleff zu Wassernotstand

05. Februar 2021

Mit den steigenden Temperaturen des Klimawandels, der Urbanisierung und dem Wachstum der Weltbevölkerung wird Trinkwasser in vielen Regionen zu einem raren Gut – sogar in Deutschland. Wassernot ist das Thema der neuen Folge des Podcasts BDA-Denklabor des Bundes Deutscher Architekten. Zu Gast ist auch Annette Rudolph-Cleff, TU-Professorin für Entwerfen und Stadtentwicklung am Fachbereich Architektur. Sie spricht darüber, wie Städte ihren Umgang mit der Ressource Wasser ändern müssen. pb/bjb

TU-Alumnus erhält wichtigsten Promotionspreis für IT-Sicherheit

04. Februar 2021

Dr.-Ing. Daniel Demmler, ehemaliger Doktorand und Post-Doc der Cryptography and Privacy Engineering Group ENCRYPTO am Fachbereich Informatik der TU Darmstadt, wurde für seine Doktorarbeit „Towards Practical Privacy-Preserving Protocols“ mit dem CAST/GI Promotionspreis IT-Sicherheit 2020/21 ausgezeichnet. Der Preis gilt als wichtigster nationaler Preis für Promotionen im Bereich der IT-Sicherheit. Verliehen wurde er Anfang Februar bei einer virtuellen Veranstaltung im Rahmen des 17. Deutschen IT-Sicherheitskongresses.

Demmler befasste sich in seiner Dissertation mit Privatsphäre-schützenden Protokollen. Die mit Auszeichnung bestandene Arbeit schrieb er am Fachgebiet ENCRYPTO bei Professor Thomas Schneider, der auch Mitglied im Sonderforschungsbereich CROSSING ist. Seit November 2019 ist Daniel Demmler als Post-Doc an der Universität Hamburg in der Arbeitsgruppe „Security in Distributed Systems“ tätig. CROSSING/sip

Medienschau: Professorin Karentzos in Haar-Podcast

03. Februar 2021

Professorin Dr. phil. Alexandra Karentzos, Leiterin des Arbeitsbereichs Mode und Ästhetik an der TU Darmstadt, war zu Gast beim radioeins-Podcast „Robi, Volli und viele Freunde“. In der aktuellen Folge „Total haarig“ sprechen die rbb-Moderatoren Robert Skuppin und Volker Wieprecht mit ihren Gästen über die identitätsstiftende Kraft und kulturelle Bedeutung von Haaren und Frisur. Das Interview mir Professorin Karentzos beginnt in Minute 16:35. bjb

Medienschau: Professor Kersting zu falschen Vorstellungen von KI

01. Februar 2021

Im Gastbeitrag „Wie Etikettenschwindler unseren Fortschritt riskieren“, zu lesen auf welt.de, schreibt Kristian Kersting, Professor für KI und maschinelles Lernen an der TU Darmstadt und Co-Direktor des hessischen Zentrums für KI (hessian.ai), über die Problematik, dass viele falsche Vorstellungen über Künstliche Intelligenz im Umlauf sind. Im Artikel erläutert Kersting nachvollziehbar und leicht verständlich, was KI bedeutet und stellt die Frage, ob „KI-Experte“ und „KI-Expertin“ nicht geschützte Berufsbezeichnungen sein sollten, um den Wildwuchs unwissenschaftlicher Definitionen und Etiketten von KI einen Riegel vorzuschieben. bjb

Medienschau: TU-Professor unterstützt geflüchtete Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

28. Januar 2021

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) berichtet über die Arbeit von Professor Hussain Al Towaie, der geflüchtete Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einem Web-Seminar auf die Herausforderungen des deutschen Arbeitsmarktes vorbereitet. Er selbst flüchtete im Alter von 60 Jahren aus dem Jemen. Heute forscht und lehrt er im Fachgebiet Wasserversorgung und Grundwasserschutz an der TU Darmstadt und gehört damit zu den zwei Prozent der Geflüchteten, die auch nach der Flucht wieder eine Führungsposition einnehmen.

„CARe Online Talk Germany“ heißt das Web-Seminar, in dem Professor Hussain Al Towaie den Teilnehmenden praktische Ratschläge gibt: „Seien Sie pünktlich, gehen Sie planvoll vor und rechtfertigen Sie Misserfolge nicht vor sich selbst mit Ihren vielen Problemen, sondern machen Sie den nächsten Versuch.“

Mit insgesamt elf Web-Seminaren unterstützt der DAAD im Rahmen des Programms „Career Advancement for Refugee Researchers in Europe“ Geflüchtete mit akademischer Vorbildung auf der Suche nach einer Anstellung in Europa. mho

Medienschau: Forschung zu chemischen Energiespeichern

27. Januar 2021

Chemische Energiespeicher wie zum Beispiel Wasserstoff sind eine Schlüsseltechnologie bei der Verwirklichung der Energiewende. Die TU Darmstadt forscht führend auf diesem Gebiet und setzt zum Beispiel auf Eisen als Basis, um einen sauberen, CO2-freien Energiekreislauf zu realisieren. Über die Forschungsarbeiten berichtet HR Info in einem aktuellen Beitrag (ab Minute 6‘50‘‘). Die Maschinenbau-Professoren Christian Hasse (Fachgebiet Simulation reaktiver Thermo-Fluid Systeme) und Andreas Dreizler (Fachgebiet Reaktive Strömungen und Messtechnik) berichten über den Stand der Entwicklung, Herausforderungen und offene Forschungsfragen. „Unsere Aufgabe als Wissenschaftler ist es, Technologiepfade zu ermöglichen“, so Dreizler im Gespräch mit dem HR. Der Beitrag greift in diesem Zusammenhang auch ein einschlägiges Positionspapier auf, an dem Forschende der TU beteiligt sind. sip

Medienschau: 18 Millionen Euro für Wingcopter

25. Januar 2021

Mit Lieferdrohnen könnten auch entlegene Regionen der Welt mit Impfstoffen versorgt werden. Die TU-Ausgründung Wingcopter hat im Rahmen eines Pilotprojekts bereits Erfahrungen mit dem Medikamentenversand in schwer zugänglichen Gebieten in Malawi und im Südpazifik gesammelt. Genutzt wird dabei der Wingcopter, eine senkrecht startende Drohne mit Flügeln. Eine verbesserte Version des Fluggeräts soll nun industriell hergestellt werden. Dafür hat das Unternehmen rund 18 Millionen Euro Risikokapital eingesammelt. Das Thema wurde in vielen Medien aufgegriffen, unter anderem von Zeit online und dem Handelsblatt.

Das Startup Wingcopter wird von Highest betreut, dem Innovations- und Gründungszentrum der TU Darmstadt. cst

Medienschau: Projekt VERENA für chemisches Recycling

22. Januar 2021

Im Forschungsprojekt VERENA ((Vergasungsprozesse mit integrierter Überschussstromeinbindung zur flexiblen Stromerzeugung und Herstellung synthetischer Energieträger aus Reststoffen)) untersuchen unter der Leitung der TU Darmstadt 13 Partner, wie aus problematischen Reststoffen neue Grundstoffe für die chemische Industrie gewonnen werden können. In der Sendung „RheinMain im Blick“ von RheinMainTV (ab Minute 21:00) erklärt Professor Dr.-Ing. Bernd Epple, Leiter des Fachgebiets Energiesysteme und Energietechnik an der TU Darmstadt, wie nicht recycelbare Abfälle besser nutzbar gemacht werden können – ein weiterer Schritt in eine nachhaltige Zukunft, wie es im Beitrag heißt. bjb

Medienschau: Kalte Tresore für den Impfstoff

20. Januar 2021

FAZ.NET berichtet über die TU-Ausgründung Tec4med. Das Start-up entwickelt Behälter, die Medikamente und Impfseren mehrere Tage konstant gefroren halten können. Besonders gefragt ist das Unternehmen derzeit, weil dazu auch der Covid-19-Impfstoff von Biontech gehört. Für dessen Transport ist die „NelumBox“ besonders geeignet. Diese ist unkompliziert zu bedienen, mit 48-Stunden-Akkus ausgestattet und kann mithilfe von Software und Sensoren permanent überwacht werden. Neben Anfragen aus Landkreisen in Deutschland und mehreren europäischen Ländern, habe sogar die Weltgesundheitsorganisation WHO in den vergangenen Wochen Interesse an der Darmstädter Technik gezeigt.

Die Gründer Nico Höler, Martin Voigt und Julian Poths haben an der TU Darmstadt Maschinenbau und Informationssystemtechnik studiert und 2017 Tec4med gegründet. mho

Prof. Waidner neues Mitglied der acatech

19. Januar 2021

Professor Michael Waidner, Leiter des Fachgebiets Sicherheit in der Informationstechnik am Fachbereich Informatik der TU, ist als Ordentliches Mitglied in die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften (acatech) aufgenommen worden. Waidner ist zudem Leiter des Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie SIT und Direktor des Nationalen Forschungszentrums für angewandte Cybersicherheit ATHENE.

Die acatech erweiterte den Kreis ihrer Mitglieder jüngst um 36 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Mit der Wahl würdigt acatech deren wissenschaftliche Arbeit. Die Mitglieder aus Ingenieur-, Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften engagieren sich in interdisziplinären Arbeitsgruppen. Mit ihrer Expertise beraten sie Politik und Gesellschaft unabhängig in technikwissenschaftlichen und technologiepolitischen Zukunftsfragen. Außerdem unterstützen sie den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und fördern den technikwissenschaftlichen Nachwuchs.

Mit Waidner sind nunmehr 18 amtierende und emeritierte Professorinnen und Professoren der TU Darmstadt Mitglieder der acatech.sip

Medienschau: Transportapparatur für Antimaterie

18. Januar 2021

Dr. Frank Wienholtz, Mitarbeiter im Forschungsprojekt PUMA (antiProton Unstable Antimatter Annihilation) um Professor Alexandre Obertelli am Institut für Kernphysik der TU Darmstadt, berichtet in einem ausführlichen Artikel in der Frankfurter Rundschau davon, wie Antimaterie mithilfe der Darmstädter Forschung künftig von einer Forschungseinrichtung zur nächsten transportiert werden kann: „Antimaterie zu speichern, auch über viele Tage und Monate, geht schon lange und wird am CERN auch gemacht“, sagt Wienholtz. Die jetzige Herausforderung liege darin, eine große Anzahl von Antiprotonen zu transportieren.

PUMA basiert auf einer neuen Apparatur: ein transportabler supraleitender Magnet, in den nun an der TU Darmstadt eine Ionenfalle eingebaut wird. Der so präparierte Magnet kommt anschließend bei den eigentlichen Experimenten am CERN in Genf zum Einsatz. Erste Versuche sind dort für das Jahr 2022 geplant. PUMA wird vom Europäischen Forschungsrat (2018-2022) finanziert und von der Alexander von Humboldt-Stiftung unterstützt. bjb/cst

Jakob-Wilhelm-Mengler-Preise 2020 verliehen

15. Januar 2021

Die Mengler-Stiftung zeichnet jedes Jahr Arbeiten von Architektur-Studierenden der TU Darmstadt aus, „die sich durch ihre Anwendungsorientiertheit, die Durchgängigkeit der Lösung bis ins letzte Detail und ein eigenes Profil in besonderem Maße auszeichnen.“ Der Jury wurden in diesem Jahr 29 Arbeiten zur Begutachtung vorgelegt. Es wurden drei Preise sowie zwei Anerkennungen vergeben.

Preise gingen an Leonie Ott für den Entwurf „Gropius Stadt Wohnen“, die Studentinnen Carolina Richter, Nadja Rupp und Maren Schroeder für den Entwurf „STADTWILDNIS“ sowie an Katharina Sell für den Entwurf „Die Arche des Weines“. Eine Anerkennung erhielten Katja Heilingbrunner für ihre Entwurfsidee „Blättern unter Blättern“ und Jasmin Moor für den Entwurf „Max und Moritz“.

Die ausgezeichneten Arbeiten werden auch im Rahmen der Ausstellung „Sichten 24“ gezeigt, die von den Studierenden des Fachbereichs Architektur organisiert wird und in diesem Jahr zum ersten Mal online zu sehen ist.

Fachbereich Architektur/pb

Projektlaufzeit des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums verlängert

15. Januar 2021

Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum unterstützt mittelständische Unternehmen in Hessen bei der Digitalisierung. Das Projekt, das vom Bundeswirtschaftsministerium finanziert wird, wurde nun für sechs Monate bis August 2021 verlängert.

„Die vergangenen Monate haben gezeigt, dass digital unterstützte Geschäftsprozesse in manchen Fällen den Unterschied zwischen komplettem Stillstand und einem erfolgreichen Geschäftsjahr ausmachen konnten. Wer in der Vergangenheit bereits den Ausbau digitaler Plattformen gerade im Vertrieb vorangetrieben hat, steht heute glänzend da“, sagt Professor Dr.-Ing. Joachim Metternich, Sprecher des Kompetenzzentrums und Leiter des Instituts für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen (PTW) der TU Darmstadt.

Im Kompetenzzentrum bündeln acht Partner aus Wissenschaft und Praxis ihr Digitalisierungs-Know-how. Vertreten sind vier Institute der Technischen Universität Darmstadt (PTW, PtU, DiK und IAD), zwei Fraunhofer Institute sowie die Industrie- und Handelskammer Darmstadt Rhein Main Neckar und die Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main. cst

Dr. Zieschang mit Promotionspreis der Familie Bottling-Stiftung ausgezeichnet

12. Januar 2021

Die Familie Bottling-Stiftung hat am 6. Januar 2021 den mit 3.500 Euro dotierten Preis für eine herausragende Doktorarbeit im Fachbereich Chemie der TU Darmstadt verliehen. Diesjährige Preisträgerin ist Dr.-Ing. Anne-Marie Zieschang, die im Fachgebiet Anorganische Chemie in der Arbeitsgruppe von TU-Vizepräsidentin Professorin Barbara Albert mit Auszeichnung promovierte.

Ihre Doktorarbeit mit dem Titel „Nanopartikuläre 3d-Übergangsmetallnitride aus flüssigem Ammoniak“ zeichnet sich durch den Einsatz anspruchsvoller präparativer Methoden für die Synthese von hochreinen nanoskaligen Übergangsmetallen, Übergangsmetallnitriden und –boriden aus, die eine Untersuchung insbesondere magnetischer Größeneffekte und katalytischer Eigenschaften dieser Stoffe ermöglichten.

Der Promotionspreis der Familie Bottling-Stiftung wird seit 2008 jährlich im Rahmen der traditionellen Absolventenfeier des Fachbereichs Chemie vergeben, zu der die Absolventinnen und Absolventen des letzten halben Jahres feierlich ihre Urkunde überreicht bekommen. Bedingt durch die Corona-Pandemie erfolgte die Preisverleihung dieses Mal nachträglich und ausnahmsweise in Form einer Videokonferenz.

FB Chemie/mho

UNITE!-Generalsekretär Andreas Winkler im Podcast

12. Januar 2021

Wie verändert die Zugehörigkeit zu einer Europäischen Hochschulallianz die beteiligten Partnerhochschulen – in Verwaltung, Lehre und Forschung? Welche konkreten Kooperationen und Projekte wurden angestoßen? Und was hat es mit dem Ausrufezeichen im Namen UNITE! auf sich? Diese und noch viele weitere Fragen beantwortet Dr. Andreas Winkler von der TU Darmstadt, Generalsekretär der europäischen Universitätsallianz UNITE!, in der aktuellen Folge des Podcasts Campus Europa des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD).

Zu UNITE! (University Network for Innovation, Technology and Engineering) gehören neben der TU Darmstadt als Koordinatorin die Aalto University (Finnland), das KTH Royal Institute of Technology (Schweden), Grenoble INP graduate school of engineering and management, University Grenoble Alpes (Frankreich), Poltecnico di Torino (Italien), Universitat Politecnica de Catalunya Barcelona Tech (Spanien) und die Universidade des Lisboa (Portugal). Die sieben Partner haben zusammen 167.000 Studierende und jährlich 36.700 Absolventinnen und Absolventen. In mehr als 80 EU-Projekten arbeiten sie bereits eng zusammen und haben in den vergangenen fünf Jahren über 2.000 Studierende ausgetauscht. bjb

Medienschau: TU-Präsidentin Brühl über Wissenschaft in Pandemiezeiten

12. Januar 2021

Professorin Dr. Tanja Brühl, TU-Präsidentin und Vorsitzende der Konferenz Hessischer Universitätspräsidien, spricht mit Pitt von Bebenburg von der Frankfurter Rundschau über die veränderte Aufmerksamkeit, die der Wissenschaft in Pandemiezeiten zuteil wird und wie sie damit umgehen sollte. Außerdem geht es im ausführlichen Interview unter anderem um internationale Kooperationen wie die europäische Universitätsallianz UNITE!, um Interdisziplinarität und den besonderen „TU-Darmstadt-Spirit“. bjb

Professorin Dr. Tanja Brühl

Forschungszentrum ATHENE stellt sich vor

11. Januar 2021

Das Nationale Forschungszentrum für angewandte Cybersicherheit ATHENE unterstützt mit seiner anwendungsorientierten Forschungs- und Entwicklungsarbeit die digitale Transformation von Zivilgesellschaft, Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung. Die TU Darmstadt ist mit mehr als 30 Fachgebieten aus acht Fachbereichen in ATHENE eingebunden, darunter Informatik, Elektro- und Informationstechnik, Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften, Biologie, Humanwissenschaften, Maschinenbau, sowie Rechts- und Wirtschaftswissenschaften.

Eine nun veröffentlichte Broschüre informiert über die spannenden Forschungsthemen von ATHENE, über die Notwendigkeit und Bedeutung von Cybersicherheitsforschung und über das besondere Forschungsumfeld in Darmstadt sowie die hervorragenden Bedingungen und Entwicklungschancen, die ATHENE gerade für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bietet.

ATHENE/pb

Medienschau: Prof. Sonnicksen zur Polarisierung in den USA

11. Januar 2021

In einem Interview mit zdfheute hat sich Professor Jared Sonnicksen zur derzeitigen zugespitzten Lage in den USA geäußert. Er legt dar, dass die Stürmung des Kapitols nur ein trauriger Höhepunkt einer Radikalisierung sei, die sich seit vielen Jahrzehnten in der Politik und der Gesellschaft abgezeichnet habe – mit Donald Trump als Extrembeispiel. Sonnicksen ist im Wintersemester 2020/21 Gastprofessor am Institut für Politikwissenschaft an der TU Darmstadt. cst

TU-Ideenwettbewerb: Rekord an Ideen-Einreichungen

8. Januar 2021

Für den aktuell laufenden TU-Ideenwettbewerb wurden 144 Ideen eingereicht – ein Rekord, denn in der vierzehnjährigen Geschichte des Wettbewerbs wurden noch nie so viele verschiedene Ideen vorgebracht.

Der TU-Ideenwettbewerb wird seit 2007 ausgerichtet und befördert seitdem außergewöhnliche Ideen der Universitätsmitglieder ans Tageslicht. Dieser vom Innovations- und Gründungszentrum HIGHEST organisierte Wettbewerb bietet Mitgliedern der TU Darmstadt die Chance, eigene innovative Produkt- oder Geschäftsideen oder auch Forschungsergebnisse mit Verwertungspotential zu präsentieren und voranzubringen. In einem geschützten Rahmen werden die Einreichungen auf ihr Vermarktungs- bzw. Innovationspotential von Expertinnen und Experten aus Wirtschaft und Forschung getestet. Nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren werden die besten Ideen prämiert und in einem entsprechenden Rahmen vor Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft und Politik präsentiert.

Die besten drei Ideen der Kategorien Studierende und Wissenschaftler*innen/Absolvent*innen/Mitarbeiter*innen werden am 25. März 2021 ausgezeichnet. Frist verpasst? Der nächste TU-Ideenwettbewerb 2021 startet am 10. Juni 2021. Jetzt vormerken!

bjb/HIGHEST

Energiespeicherung: TU liefert Expertise für KMU

5. Januar 2021

Das Institut für Mechatronische Systeme (IMS) am Fachbereich Maschinenbau der TU beteiligt sich als Wissenspartner an einem neuen, internationalen Business-Support-Programm für Unternehmen, die Energiespeicherlösungen entwickeln. In Zusammenarbeit mit dem House of Energy in Kassel wird das IMS kleine und mittlere Unternehmen (KMU) beraten. Schwerpunktmäßig geht es darum, den Reifegrad der jeweiligen Technologien durch Praxiserprobung zu erhöhen und sich mit potenziellen Endnutzern auszutauschen. Das Programm ist Teil des Projekts „Interreg North-West Europe Storage of Energy and Power Systems“ (STEPS), an dem Partner aus fünf Ländern beteiligt sind und das darauf abzielt, die Zusammenarbeit und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen in Nordwesteuropa zu stärken und sie zu führenden Innovatoren im Bereich Energiespeicherung zu machen.

Das STEPS-Programm unterstützt 40 Unternehmen und ermöglicht ihnen eine Beratung im Wert von 12.500 Euro durch führende Universitäten. Darüber hinaus erhalten 20 dieser Unternehmen Beratung und technische Unterstützung, um ihre Technologien bei regionalen Endnutzern zu demonstrieren. Ab dem 11. Januar können sich kleine und mittlere Unternehmen um die Teilnahme am Programm bewerben. sip

TU-IT-Sicherheitsforscherin Classen im Podcast „She Likes Tech“

4. Januar 2021

Sicherheitslücken in der Firmware von populären Tech-Produkten sind die Spezialität von Dr. Jiska Classen, IT-Sicherheitsforscherin im Secure Mobile Networking Lab am Fachbereich Informatik der TU. Fitbit-Fitnesstracker hat sie ebenso gehackt wie Samsungs Galaxy-Smartphones oder den Staubsaugerroboter von Vorwerk. In der aktuellen Folge des Technik-Podcasts „She Likes Tech“ von NDR Info und N-Joy erzählt Classen von ihrer Forschung, ihrer Motivation, davon, was eine gute Hackerin oder einen guten Hacker ausmacht – Geduld und die Bereitschaft, sich tief in alle Systemkomponenten einzuarbeiten – und über ihren Werdegang in einer noch überwiegend von Männern besetzten Disziplin. Ihre Arbeit stellte sie auch beim diesjährigen Jahrestreffen des Chaos Computer Clubs vor, der virtuell stattfindenden Remote Chaos Experience. sip