InfoSec unter neuer Leitung
17. April 2026
Die Leitung der zentralen Informationssicherheit (InfoSec) der TU Darmstadt wurde zum 15. April 2026 neu besetzt: Dr. Kollegger übernimmt künftig die Funktion des Chief Information Security Officer (CISO). Der Neubesetzung ging ein internes Ausschreibungsverfahren voraus, in dem mehrere qualifizierte interne Kandidatinnen und Kandidaten berücksichtigt wurden. Die Auswahlkommission entschied sich für Dr. Kollegger, der im Auswahlprozess durch ein ausgeprägtes Verständnis für die Anforderungen der Informationssicherheit sowie durch überzeugende strategische Perspektiven für die Weiterentwicklung von InfoSec überzeugte.
Dr. Kollegger ist seit 2020 als Post-Doc im Bereich Bewegungs-, Trainingswissenschaft und Sportinformatik am Institut für Sportwissenschaft der TU Darmstadt tätig. Seine Promotion zum Dr. rer. nat. schloss er im Jahr 2020 mit einer Arbeit zum Thema „Bidirektionale Interaktion zwischen Mensch und Roboter beim Bewegungslernen – Visuelle Wahrnehmung von Roboterbewegungen“ ab. Bereits neben seiner Promotion war Herr Kollegger als IT-Manager am Unisport-Zentrum sowie als IT-Verantwortlicher am Institut für Sportwissenschaft tätig.
Er ist aufgrund dieser Tätigkeit seit vielen Jahren mit der Analyse, Strukturierung und Weiterentwicklung von IT-Prozessen sowie mit der Sicherstellung stabiler, sicherer und belastbarer digitaler Infrastrukturen betraut. Als zertifizierter Informationssicherheitsbeauftragter verfügt er über breite Kenntnisse im Bereich der Informationssicherheit und hat bereits viel Erfahrung mit dem Informationssicherheitsprozess an der TU Darmstadt.
Mit seiner interdisziplinären Expertise an der Schnittstelle von Technik, Informatik und menschlicher Interaktion bringt Dr. Kollegger eine besondere Perspektive für die Weiterentwicklung der Informationssicherheit an der TU Darmstadt mit. Mit dem Wechsel in der Leitung sind wichtige Impulse für die zukünftige strategische Ausrichtung von InfoSec verbunden.
Die TU Darmstadt dankt zugleich Dr.-Ing. Braun, der, nachdem er die Leitung des HRZ übernommen hatte, weiterhin als CISO tätig war, für sein langjähriges und engagiertes Wirken. Anna Dorn/moh
Leitungswechsel bei den Hochschulfinanzen
14. April 2026
Nach rund 25 Jahren als Leiter des Dezernats III – Finanz- und Wirtschaftsangelegenheiten der TU Darmstadt, verabschiedet sich Dr. Volker Schultz in den Ruhestand. Seine Nachfolge tritt nach einer Einarbeitungsphase zum 15. April 2026 Kai Hochstätter an.
„Ich möchte Volker Schultz sehr herzlich für sein langjähriges Engagement danken“, sagte TU-Kanzler Dr. Martin Lommel. „Er hat das Dezernat stets mit viel Verantwortungsbewusstsein, Ruhe und Erfahrung geleitet und die Finanzstruktur der TU Darmstadt entscheidend geprägt. Unsere verlässliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit wusste ich immer sehr zu schätzen, insbesondere, als ich noch neu an der TU war. “
„Ich freue mich, dass wir mit Herrn Hochstätter einen erfahrenen Kandidaten gewinnen konnten, der das Dezernat mit Weitsicht und Kontinuität leiten und gleichzeitig neue Impulse setzen kann“, betonte Lommel. „Für diese neue Aufgabe wünsche ich ihm alles Gute.“
Volker Schultz war nach dem Studium des Wirtschaftsingenieurwesens und anschließender Promotion im Bereich Controlling als Verwaltungs- und Betriebsleiter an der Staatlichen Materialprüfungsanstalt Darmstadt tätig. Im Jahr 2000 wechselte er in die Verwaltung der TU Darmstadt und übernahm dort die Leitung des Finanzbereichs.
Kai Hochstätter ist Industriefachwirt und hat Internationale BWL studiert. Nach Stationen im Finanzwesen verschiedener Unternehmen war er bis zu seinem aktuellen Wechsel an die TU Darmstadt neun Jahre in der Abteilung Controlling und Finanzen der Hochschule Darmstadt tätig, zuletzt als Abteilungsleiter. Lea Dill/mih
Hochschulwahlen 2026
Im Sommersemester 2026 werden die studentischen Mitglieder der Universitätsversammlung und der Fachbereichsräte sowie die studentischen Mitglieder der gemeinsamen Kommissionen der Studienbereiche, des Studierendenparlaments und der Fachschaftsräte neu gewählt.
Die Hochschulwahlen beginnen am 15. Juni 2026 ab 12 Uhr und enden am 22. Juni 2026 um 12 Uhr. In diesem Zeitraum können alle Studierenden elektronisch ihre Stimme abgeben.
Die Wahlen finden als elektronische Wahl über das Wahlsystem POLYAS statt. Die eingesetzte Wahlsoftware (CORE 2.5.4) ist durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) nach internationalen Standards zertifiziert.
Das Wahlportal ist für alle Wahlberechtigten entweder über die per E-Mail versandte Wahlbenachrichtigung oder über www.tu-darmstadt.de/hochschulwahlen erreichbar.
Die Einreichung von Wahlvorschlagslisten ist bis zum 24. April 2026, 12 Uhr möglich. Es handelt sich hierbei um eine Ausschlussfrist – verspätete Einreichungen können nicht berücksichtigt werden. Die erforderlichen Formulare stellt das Wahlamt zur Verfügung.
Jessica Merz/Dez. VII
Neue öffentliche Ringvorlesungen starten
10. April 2026
Die TU Darmstadt bietet auch im Sommersemester 2026 erneut zahlreiche öffentliche Vorlesungsreihen an. Die Veranstaltungen richten sich an alle Interessierten – unabhängig von Fachwissen oder Hochschulzugehörigkeit. Das Angebot umfasst unter anderen folgende Ringvorlesungen:
Die Vorlesungsreihe „Was steckt dahinter?“ leistet einen Beitrag zu einem größeren allgemeinen Verständnis der mathematisch-naturwissenschaftlichen und der technischen Entwicklungen an der TU Darmstadt. Forschende der Universität sowie Gäste, die eng mit der TU zusammenarbeiten, berichten in allgemein verständlicher Form über Motivation, Hintergründe und Ergebnisse ihrer aktuellen Forschungsarbeiten. Vom 14. April an findet die Veranstaltung immer dienstags um 17:45 Uhr im Maschinenhaus (S1|05) statt (Magdalenenstraße 12, Hörsaal 122).
Die Ringvorlesungsreihe „Global Challenges Algorithmen und Gefühl. Interdisziplinäre Perspektiven auf Emotionen in der Digitalität“ beschäftigt sich mit dem Thema menschlicher Emotionalität im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz (KI). Sie greift Fragen auf, die sich angesichts der Fähigkeit neuer KI-Chatbots, menschliche Emotionen zu erkennen und auf sie zu reagieren, stellen – etwa zu den Auswirkungen auf die soziale Kompetenz und Empathiefähigkeit des Menschen aus. Die Veranstaltung findet vom 15. April an immer mittwochs um 18:05 Uhr im Alten Hauptgebäude (S1|03) statt (Hochschulstraße 1, Hörsaal/Raum 223).
Die Ringvorlesung „Die Zukunft des Geldes“ widmet sich dem Thema Geld und Digitalisierung. Im Fokus stehen Fragen in Zusammenhang mit der Abnahme der Bargeldzahlung, der Einführung neuer digitaler Zahlungsmethoden und der Erfindung von Kryptowährungen. Zu Wort kommen Forschende ebenso wie Praktiker:innen mit unterschiedlichen Positionen zum (richtigen) gesellschaftlichen Umgang mit (digitalem) Geld. Die Veranstaltung findet vom 15. April an mittwochs um 18:05 Uhr im Wissenschaftsschloss (Gebäude S3|13) statt (Residenzschloss 1, Raum 30).
Die DELTA-Ringvorlesung „Rücksicht auf Verluste?“ bietet eine Plattform für Wissensaustausch und -vermittlung über die urbane Energiewende. Die Reihe unter dem Motto „DELTA – Rücksicht auf Verluste“ beleuchtet Herausforderungen und Chancen, die mit der Umsetzung einer nachhaltigen Energieversorgung in der Stadt Darmstadt verbunden sind. Die Veranstaltung findet vom 21. April an dienstags um 17:10 Uhr im DELTA-Forum an der Lichtwiese (Eugen-Kogon-Straße) statt. Die Termine sind nicht wöchentlich. mih/mho
Förderung für TU-Ausgründung Borionics
7. April 2026
Das TU-Start-up Borionics hat erfolgreich eine Förderung im Rahmen des Programms „EXIST-Forschungstransfer“ eingeworben. Ziel ist es, das Produkt von Borionics zur Marktreife zu bringen. Dabei handelt es sich um ein innovatives Elektrolytsalz für Superkondensatoren – eine Schlüsselkomponente, die Leistungsfähigkeit und Lebensdauer dieser Energiespeicher deutlich verbessert. Superkondensatoren können sich innerhalb von Sekunden auf- oder entladen. Das macht sie ideal für Anwendungen in der Elektromobilität, in der Industrie und in Energiesystemen.
Das geförderte Projekt ist in der Arbeitsgruppe von Professor Marc Armbrüster in der Anorganischen Chemie an der TU Darmstadt angesiedelt und läuft seit Februar. Die Fördersumme beträgt etwa eine Million Euro. Borionics/mih
BMFTR-Nachwuchsgruppe zur Fusionsforschung startet an der TU
7. April 2026
TU-Physikprofessor Stephan Kuschel hat eine Nachwuchsgruppe des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) im Bereich der Fusionsforschung eingeworben. Das Projekt „SHIELD“ („Suppression of harmful instabilities in extreme laser-driven plasmas“) startet im Sommer 2026. Es befasst sich mit dem Problem von Instabilitäten, die insbesondere bei der Laserfusion zu enormen Effizienzverlusten führen.
Ziel ist es herauszufinden, wie sich solche Instabilitäten in der Wechselwirkung zwischen Laser und Plasma abschwächen lassen. Dazu wollen die Forschenden verschiedene Instabilitäten einzeln untersuchen, um den Einfluss verschiedener Faktoren zu verstehen. Das Verständnis des Phänomens und die Möglichkeit, diesem effektiv entgegenzuwirken, sind wichtige Voraussetzungen für den wirtschaftlichen Betrieb von möglichen künftigen Fusionskraftwerken.
Mit Nachwuchsgruppen will das Bundesministerium Forschende in frühen Karrierephasen fördern, um deren Karriereperspektiven innerhalb und außerhalb der Wissenschaft zu verbessern. Die Förderung läuft bis zu fünf Jahre. „SHIELD“ wird im Rahmen des Programm „Fusion 2040 – Forschung auf dem Weg zum Fusionskraftwerk“ (Förderkennzeichen 13F1045) unterstützt. AG Kuschel/mih
Medienschau: Professorin Anna Bakenecker bei „Listen to Wissen“
2. April 2026
Wie können winzig kleine Roboter Medikamente genau dorthin bringen, wo sie im Körper gebraucht werden? Und welches Potenzial steckt in dieser Technologie für eine personalisierte Medizin der Zukunft? Darüber spricht TU-Professorin Anna Bakenecker in der aktuellen Folge des Podcast „Listen to Wissen“ der Körber-Stiftung mit Moderatorin Liz Remter.
Professorin Bakenecker forscht am Fachbereich Elektro- und Informationstechnik der TU Darmstadt an Nano- und Mikrorobotern, die mithilfe von Magnetfeldern durch den Körper gesteuert werden können. Im Gespräch erklärt sie, wie diese kaum sichtbaren Partikel funktionieren, welche Möglichkeiten sich durch ihre Forschung für die Zukunft ergeben könnten und warum interdisziplinäre Zusammenarbeit hierbei so entscheidend ist.
Im Podcast „Listen to Wissen“ berichten Alumni des Deutschen Studienpreises von ihrer Forschung. Mit dem Deutschen Studienpreis zeichnet die Körber-Stiftung jedes Jahr herausragende Promovierte und ihre Arbeiten aus. Im Gespräch mit Host Liz Remter von ByteFM sprechen junge Forschende über ihre Arbeit, über Musik, berichten, was sie antreibt – und wie ihr Wissen die Gesellschaft besser macht. pb
TU-Studierendenbefragung 2025: Ergebnisse für die Fach- und Studienbereiche nun online
2. April 2026
Rund 4.300 Studierende aus Bachelor-, Master- und Lehramtsstudiengängen nutzten im Sommersemester 2025 die Gelegenheit bei der fünften TU-Studierendenbefragung, ihre Erfahrungen zu teilen – das waren 18,9 % der erfolgreich kontaktierten Studierenden. Nach der Veröffentlichung der zentralen Ergebnisse im September 2025 liegen nun auch für die einzelnen Fach- und Studienbereiche die Ergebnisberichte vor.
Die detaillierten Ergebnisberichte für die Fach- und Studienbereiche sind auf der Webseite der Hochschuldidaktischen Arbeitsstelle www.meinung.tu-darmstadt.de für alle Mitglieder der TU Darmstadt aufrufbar (mit TU-ID geschützt). pb
Neu an der TU Darmstadt: Bernd Becker
1. April 2026
Professor Bernd Becker verstärkt seit dem 1. April 2026 den Fachbereich Maschinenbau der TU Darmstadt und forscht am Fachgebiet für Gasturbinen, Luft- und Raumfahrtantriebe (GLR). Nach seinem Studium des Maschinenbaus absolvierte Becker einen Forschungsaufenthalt an der Texas A&M University in den USA. Er promovierte am Institut für Strömungsmaschinen und Fluidantriebstechnik der TU Darmstadt und sammelte dann 20 Jahre Erfahrung in der Industrie bei Rolls-Royce Deutschland Ltd&Co KG. Zu den wichtigsten Meilensteinen seiner Karriere zählt der 51-Jährige die von ihm angeleitete Entwicklung und Einführung des aerodynamischen Designs mit zusätzlich neuen Technologien für den Hochdruckverdichter des derzeit effizientesten zertifizierten Flugtriebwerks XWB97k.
Zurück an seiner Alma Mater lehrt und forscht er nun zu Brennkammer-Turbinen-Interaktion für alternative Brennstoffe und zyklischer Betriebsweise von Gasturbinen in der Energiewende und klimaneutraler Luftfahrtantriebe und aeroelastische Schwingungsphänome in bestehenden und künftigen Antrieben. Wir haben ihm ein paar Fragen gestellt.
1. Warum sollten Studierende sich für Ihre Themen interessieren? Was ist das Spannende an Ihren Themen?
Gasturbinen und Flugantriebe sind Systeme mit höchster Energiedichte und großer Flexibilität in ihren Betriebseigenschaften. Sie befähigen in der Energieversorgung zur Verbrennung von grünem Wasserstoff und dem Ausgleich von Kurzzeit- und Langzeit-Netzschwankungen durch deren flexible Einsatzfähigkeit. Die Nutzung überschüssiger regenerativer Energie durch Wandlung in grünen Wasserstoff ermöglicht die Energiespeicherung auch über die Jahreszeiten hinweg und kann in der Gasturbine bedarfsgerecht rückgewandelt werden. Die daraus resultierende stark zyklische Fahrweise der Gasturbine und der Wechsel der Brennstoffe müssen beherrscht werden, um einen Beitrag zur umweltverträglichen und zuverlässigen Stromversorgung in einer zunehmend elektrifizierten Energieversorgung leisten zu können.
Die Luftfahrt verbindet weltweit Menschen verschiedener Kulturen und Nationen. Die prognostizierten Wachstumsraten von vier Prozent in der zivilen Luftfahrt erfordern die Entwicklung von alternativen und höher integrierten Antrieben, um eine effiziente und klimaneutrale Luftfahrt zu ermöglichen. Die Herausforderungen bestehen dabei in der Beherrschung der hohen Anforderungen an die Sicherheit und an das Leistungsgewicht der künftigen klimaneutralen Antriebslösungen.
Beide Themenfelder werden am Institut numerisch und experimentell grundlegend erforscht und durch Kooperationen in Forschungsnetzwerken und mit Industriepartnern der praxisrelevante Bezug hergestellt.
2. An der TU Darmstadt wird Interdisziplinarität großgeschrieben. Wo gibt es in Ihrem Arbeitsfeld Schnittstellen zu anderen Fachgebieten?
Die Verwendung alternativer Brennstoffe stellt einen starken Bezug zu den Schwerpunktthemen der Institute „Simulation reaktiver Thermo-Fluid Systeme“ STFS und „Reaktive Strömungen und Messtechnik“ RST her. Das EST „Energiesysteme und Energietechnik“ beschäftigt sich mit der klimafreundlichen, bezahlbaren und zuverlässigen Energieversorgung, wobei die Gasturbine einen Beitrag leisten kann. Für die Integration künftiger Antriebe in die Flugzelle und die Ableitung der Eintrittsbedingungen in den Fan oder Propeller ist die Außenaerodynamik in Zusammenarbeit mit dem SLA zielführend. Die numerischen Methoden, Schwerpunkt des Instituts für „Numerische Methoden in der Strömungsmechanik“ NMS, werden zum Detailverständnis aerodynamischer und gekoppelter aeroelastischer Vorgänge genutzt und in der Optimierung von Geometrien eingesetzt. Die Algorithmen der verwendeten neuronalen Netze bei der Optimierung werden vom Fachbereich Mathematik erforscht.
3. In welchen Fachbereich der TU würden Sie gerne mal einen Tag schnuppern? Warum?
Ich würde mir den Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik ansehen, um einen Austausch über die Möglichkeiten zur Teilelektrifizierung von Luftfahrtantrieben anzustoßen.
4. Wenn ich heute Student/in wäre, würde ich …
wieder Energietechnik und Luftfahrt studieren. Die kommenden Jahre stellen uns vor die Herausforderungen der Transition in eine umweltverträgliche, bezahlbare und zuverlässige Energieversorgung und eine klimaneutrale Luftfahrt.
5. Der beste Ausgleich zu einem stressigen Arbeitstag ist …
sportliche Betätigung (wie Radfahren, Feldhockey und Badminton) und Musizieren. mho
Deutsche Partner im Forschungsnetzwerk ECCSEL konstituieren sich
31. März 2026
Das europäische Forschungsnetzwerk ECCSEL (European Carbon Dioxide Capture and Storage Laboratory Infrastructure) hat mit dem ersten offiziellen Treffen seiner deutschen Partner eine neue Phase der Vernetzung gestartet. ECCSEL verbindet aktuell sieben europäische Mitgliedsländer, 55 Partner und mehr als 150 spezialisierte Forschungsanlagen. Der deutsche Netzwerkknoten wird koordiniert von Dr. Jochen Ströhle (Fachgebiet Energiesysteme und Energietechnik der TU Darmstadt) sowie Professorin Francesca di Mare (Ruhr-Universität Bochum).
Der Verbund ECCSEL ermöglicht einen vereinfachten Zugang zur Forschungsinfrastruktur und unterstützt die länderübergreifende Forschung zu Abscheidung, Transport, Nutzung und Speicherung von Kohlendioxid sowie Geothermie. Ziel ist es, Innovationen und die Umsetzung von Techniken zur Klimaneutralität zu beschleunigen. Deutschland war dem Verbund 2025 auf Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie beigetreten. Die ersten deutschen Forschungseinrichtungen und Industrieunternehmen, die sich neben TU Darmstadt und Ruhr-Universität dem ECCSEL-Netzwerk angeschlossen haben, sind das GFZ Helmholtz-Zentrum für Geoforschung, das Karlsruher Institut für Technologie, die Universität Stuttgart, sowie das Forschungszentrum Jülich, RWE Power und das Industrieunternehmen Everllence, die auch im Beirat von ECCSEL vertreten sind. sip
Tanja Brühl in den Senat der Leibniz-Gemeinschaft gewählt
31. März 2026
TU-Präsidentin Professorin Tanja Brühl ist als eine von vier Vertreter:innen von Hochschulleitungen in den Senat der Leibniz-Gemeinschaft gewählt worden.
Die Leibniz-Gemeinschaft ist ein Zusammenschluss von 96 deutschen außeruniversitären Forschungsinstituten unterschiedlicher Fachrichtungen, den Leibniz-Instituten. Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Forschung, auch in den übergreifenden Leibniz-Forschungsverbünden, sind oder unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an.
Der Senat fördert und berät die Leibniz-Gemeinschaft unter anderem in wissenschaftspolitischen Anliegen. Er gibt Empfehlungen zur strategischen Weiterentwicklung der Gemeinschaft und ihrer Mitgliedseinrichtungen sowie zur Steigerung der Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit von Forschung und Dienstleistungen ab und entwickelt Kriterien und Verfahren zur Sicherung und Stärkung von Qualität und Leistungsfähigkeit der Leibniz-Institute. Außerdem gibt er Förderempfehlungen an die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) ab. bjb
Nachhaltige TU-Labore erhalten LEAF-Zertifikate
27. März 2026
15 Arbeitsgruppen und eine Einrichtung der TU Darmstadt haben in der jüngsten Runde eine LEAF-Zertifizierung erhalten. Damit wurde das Ergebnis aus dem Vorjahr verdoppelt. Neu hinzugekommen sind Arbeitsgruppen aus den Fachbereichen Physik sowie Material- und Geowissenschaften.
Das Laboratory Efficiency Assessment Framework (LEAF) ist ein am University College London entwickeltes Assessment-Tool für nachhaltige Labore, das bereits in 2900 Arbeitsgruppen in 16 Ländern umgesetzt wird. Es bietet einen dreistufigen Bewertungsrahmen, durch den Arbeitskreise eine Bronze-, Silber- oder Gold-Akkreditierung erreichen können. LEAF ist mittlerweile zum international größten Green-Lab-Zertifizierungsprogramm geworden.
In der jüngsten Runde erreichten Arbeitsgruppen und die Chemikalienausgabe am Fachbereich Chemie drei Gold-, fünf Silber- und acht Bronzeakkreditierungen. „Durch die direkte Zusammenarbeit der Labore und Arbeitsgruppen mit dem Energiemanagement sehe ich großes Potential für langfristige Ressourceneinsparungen“, so Professor Peter Pelz, TU-Vizepräsident für Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Infrastruktur.
An der TU Darmstadt wird LEAF von der Initiative Nachhaltige Labore des Fachbereichs Chemie in Zusammenarbeit mit dem Büro für Nachhaltigkeit organisiert und im Rahmen des von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderten Verbundforschungsprojekts „Nachhaltige Labore – Verringerung der Umweltauswirkungen und Verbesserung der Nachhaltigkeit in Laboren deutscher Hochschulen (NachLabs)“ seit 2022 umgesetzt. mob/sip
Grüne Landtagsabgeordnete zu Gast beim Metal Energy Hub
26. März 2026
Die Landtagsabgeordneten Mathias Wagner, Nina Eisenhardt und Andreas Ewald (alle BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) besuchten den Metal Energy Hub an der TU Darmstadt und erlebten hautnah, wie eisenbasierte Energiespeicherung die Dekarbonisieriung von Industrie und Gesellschaft unterstützen kann.
Eisen kann überschüssigen Strom aus erneuerbaren Quellen CO2-frei, kreislauffähig und skalierbar speichern und diese Energie bei Bedarf als Wärme oder Prozessenergie wieder abgeben. Damit schließt Eisen genau die Lücke, die Batterien und Wasserstoff allein nicht füllen können: saisonale Speicherung über Wochen und Monate, dezentral und ohne kritische Rohstoffe.
TU-Vizepräsident Professor Heribert Warzecha sowie die Professoren Christian Hasse und Andreas Dreizler zeigten der Delegation gemeinsam mit Dr. Marius Schmidt und Rainer Hofmann vom Metal Energy Hub-Team sowie den TU-Gründern Jonas Spielmann und Dr. Falko Marx (Circular Metal Energy), wie der Weg von der universitären Grundlagenforschung bis zur Ausgründung aussieht. Metal Energy Hub/sip
DiReX holt International Conference on Resilient Systems 2027 nach Darmstadt
26. März 2026
Die International Conference on Resilient Systems (ICRS) findet im kommenden Jahr in Darmstadt statt. Das Anwendungs- und Transferzentrum Digital Resilience Xchange (DiReX) heißt dazu vom 22. bis 24. September 2027 Wissenschaftler:innen aus aller Welt willkommen.
„Wir freuen uns diese herausragende internationale und interdisziplinäre Konferenz auf dem Gebiet der resilienten Systeme nach Darmstadt holen zu können“, sagte Christian Reuter, Professor für Wissenschaft und Technik für Frieden und Sicherheit an der TU Darmstadt. „Das unterstreicht die Wertschätzung für unsere Forschungsarbeit zu resilienten Infrastrukturen für digitale Städte, die wir seit 2020 im LOEWE-Zentrum emergenCITY leisten.“
„Damit erhöhen wir auch die Sichtbarkeit des Anwendungs-und Transferzentrums Digital Resilience Xchange, das die Forschung von emergenCITY seit 2025 in die Praxis bringt“, so Michèle Knodt. „Wir freuen uns auf exzellente Beiträge und den Austausch mit den Wissenschaftler:innen im kommenden Jahr.“
Die ICRSICRS gehört zu den führenden interdisziplinären Konferenzen in der Erforschung resilienter Systeme mit 200 angenommenen Beiträgen. Seit 2024 sind Christian Reuter, stellvertretender Koordinator des LOEWE-Zentrums emergenCITY und Max Mühlhäuser, Distinguished Emeritus in emergenCITY, im wissenschaftlichen Organisationskomitees der ICRS.
DiReX ist als zentrales Anwendungs- und Transferzentrum an der Technischen Universität Darmstadt eingerichtet. Es verbindet die interdisziplinäre Forschung des LOEWE-Zentrums emergenCITY mit praxisnaher Umsetzung. DiReX /sip
QS Subject Rankings 2026: Architektur der TU Darmstadt wieder unter den Top 100
26. März 2026
Architecture/Built Environment der TU Darmstadt zählt in den QS Subject Rankings 2026 zur Ranggruppe 51 bis 100 weltweit. Insgesamt ist die TU Darmstadt mit zwölf Fächern im Ranking vertreten. Zu den Fächern unter den Top 200 gehören neben Architecture/Built Environment auch Computer Science & Information Systems, Civil & Structural Engineering, Electrical & Electronic Engineering, Mechanical, Aeronautical & Manufacturing Engineering, Physics & Astronomy sowie Materials Science.
Im Vergleich zum Vorjahr verbessern sich mehrere Fächer in ihren Ranggruppen, darunter Computer Science & Information Systems, Civil & Structural Engineering sowie Electrical & Electronic Engineering. Data Science and Artificial Intelligence ist erstmals in der Ranggruppe 101 bis 200 vertreten.
Auch in den Fächergruppen ist die TU Darmstadt erfolgreich platziert: Engineering & Technology zählt zu den Top 200 weltweit.
Die QS Subject Rankings werden jährlich vom britischen Unternehmen Quacquarelli Symonds (QS) veröffentlicht und zählen zu den international verbreiteten Hochschulrankings. Die Bewertung basiert – je nach Fach unterschiedlich gewichtet – auf Befragungen von Wissenschaftler:innen und Arbeitgeber:innen sowie auf bibliometrischen Daten aus der Datenbank Scopus. Im aktuellen Ranking sind 1.908 Institutionen in 55 Fächern und fünf Fächergruppen aufgeführt. Dez I
Medienschau: Professor Roth zu Fusionsenergie in den „Tagesthemen“
25. März 2026
Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) hat am Dienstag (24.3.) erstmals einen Fusionskongress ausgerichtet. Energiegewinnung durch Kernfusion gilt als eine vielversprechende und saubere Technologie. Mit Markus Roth, Professor für Laser- und Plasmaphysik, verfügt die TU Darmstadt seit langem über eine besondere Expertise in diesem Bereich. Sein aus der TU Darmstadt ausgegründetes Unternehmen Focused Energy arbeitet daran, am ehemaligen Kernkraftwerksstandort in Biblis die Laserfusion technisch umzusetzen.
Ein Beitrag in den „Tagesthemen“ greift diese Entwicklung auf und zeigt am Beispiel des geplanten Versuchskraftwerks in Biblis, dass in Deutschland intensiv an der Laserfusion geforscht wird. Unter anderem wird berichtet, dass Forschungsministerin Dorothee Bär mit Unternehmen der Fusionsbranche über einen Fahrplan für das erste Fusionskraftwerk in Deutschland gesprochen hat. Roth plant in Biblis mit Focused Energy einen Prototyp für ein Kernfusionskraftwerk zu errichten. Im Beitrag erläutert er, dass langfristig wirtschaftliche Anlagen ab den 2040er Jahren anstrebt werden. Trotz noch bestehender technischer und praktischer Herausforderungen gilt die Kernfusion als Option für eine nachhaltige Energieversorgung. Der Bund plant, bis 2029 mindestens 2,4 Milliarden Euro in die Fusionsforschung zu investieren. cst
Neuer Walddenkpfad mit TU-Beteiligung eröffnet
23. März 2026
In einer Kooperation zwischen TU Darmstadt, Stadt und lokalen Akteuren ist ein neuer Walddenkpfad im Darmstäder Westwald und in der Gemeinde Alsbach-Hähnlein entstanden. Das Projekt, über das u.a. FAZ (für TU-Mitglieder kostenlos abrufbar) und „Darmstädter Echo“ nun berichteten, lädt dazu ein, den Wald nicht nur als Ort der Erholung, sondern auch als Raum für Reflexion und Diskussion zu erleben. Der knapp drei Kilometer lange Rundweg bietet an zehn Stationen Anregungen, um sich mit zahlreichen Facetten des Waldes auseinanderzusetzen. Dabei ist der Walddenkpfad nicht als klassischer Lehrpfad, sondern als interaktiver Denkraum konzipiert.
Jede Station stellt Fragen und bietet mögliche Antworten, die mit Symbolen versehen sind. Diese helfen am Ende, den eigenen „Waldtyp“ zu ermitteln. Die Gestaltung des Pfades ging aus einem Forschungsprojekt der TU Darmstadt hervor, in dem Forschende aus Biologie, Politikwissenschaft und Linguistik zusammenarbeiteten. Das Projekt mit dem offiziellen Titel „Der Wald als Diskursarena zwischen Klima- und Biodiversität“ wurde vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat gefördert. Im Mai wird es von der Vereinigung von Freunden der Technischen Universität zu Darmstadt mit einem Preis für Nachhaltigkeit und Interdisziplinarität ausgezeichnet, der mit 2.000 Euro dotiert ist. Der Wald-Denkpfad des TU-Projekts Walddiskurs ist in Kooperation mit science 42 (gestalterische Umsetzung: Phildius Wissenskommunikation) entstanden. mih
Neu an der TU Darmstadt: Felix Krahmer
20. März 2026
Seit dem 1. März 2026 unterstützt Professor Felix Krahmer den Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik an der TU Darmstadt. Der 44-jährige entwickelt gemeinsam mit seinem Team theoretische Grundlagen des maschinellen Lernens und der Signalverarbeitung.
2009 promovierte Krahmer an der New York University. Ab 20212 war er Juniorprofessor und leitete dann ab 2014 die Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe an der Universität Göttingen. Von 2015 bis 2021 war Krahmer Tenure-Track Assistant Professor an der TU München. Darüber hinaus war er von 2017 bis 2021 Vorstandsvorsitzender der Deutschen Gesellschaft Juniorprofessur e.V.
Seine Arbeiten mit Rachel Ward von der University of Texas zu randomisierten Dimensionsreduktionsmethoden und Signalverarbeitungsverfahren gehören ebenso zu den Meilensteinen seiner bisherigen Laufbahn wie seine Forschungsarbeiten mit Ayush Bhandari vom Imperial College London. Mit dieser initiierten sie eine eigene Forschungsrichtung, an der sich inzwischen einige internationale Forschende in mehreren Disziplinen beteiligen. Wir haben Professor Krahmer einige Fragen gestellt.
Warum sollten Studierende sich für Ihre Themen interessieren? Was ist das Spannende an Ihren Themen?
Der effiziente Austausch von Signalen gewinnt in unserer vernetzten Welt immer mehr an Bedeutung, und Methoden des maschinellen Lernens spielen dabei eine wichtige Rolle. Gleichzeitig ist deren Wirkweise noch lange nicht verstanden. In meinem Team kann man dazu beitragen, dieses Verständnis voranzubringen. Gleichzeitig ist mein Forschungsgebiet methodisch sehr vielfältig: Es treffen Signalverarbeitung, Bildgebung, Algorithmen und Optimierungsmethoden, statistische Lerntheorie, Wahrscheinlichkeitstheorie und viele weitere Gebiete zusammen.
An der TU Darmstadt wird Interdisziplinarität großgeschrieben. Wo gibt es in Ihrem Arbeitsfeld Schnittstellen zu anderen Fachgebieten?
Meine Forschung liegt genau an der Schnittstelle von Elektro- und Informationstechnik, Mathematik und Informatik. Vor meinem Wechsel war ich Professor in der Mathematik, jetzt in der Elektro-und Informationstechnik, und mehrere meiner ehemaligen Promovierenden sind inzwischen in der Informatik gelandet. Das passt also sehr gut zur interdisziplinären Schwerpunktsetzung der TU Darmstadt. Aber auch über die drei Gebiete hinaus hat meine Forschung viele Anwendungsbereiche – so ist das theoretische Durchdringen der Wirkweisen von Signalverarbeitung und künstlicher Intelligenz insbesondere in kritischen Anwendungen wie zum Beispiel der Medizin wichtig, wo „wir haben es ausprobiert, und es scheint zu funktionieren“ nicht als Fundierung ausreicht.
In welchen Fachbereich der TU würden Sie gerne mal einen Tag schnuppern? Warum?
Auch wenn es kein Fachbereich ist: Dem Kanzler würde ich gern einen Tag über die Schulter schauen, da lernt man bestimmt viel über die Prozesse der Universität.
Wenn ich heute Student/in wäre, würde ich …
… mich stärker in der Studierendenvertretung engagieren. Ich habe erst später gemerkt, wie viel man dadurch mitgestalten kann.
Der beste Ausgleich zu einem stressigen Arbeitstag ist …
… Zeit mit meiner Familie. Aber auch das Singen im Jazzchor ist für mich ein guter Ausgleich. mho
Neu an der TU: Andrea Belluati
17. März 2026
Die TU Darmstadt begrüßt Andrea Belluati als Professor am Fachbereich Chemie. Der 34-jährige Wissenschaftler forscht zu Biomaterialien, lebenden Materialien und Bottom-up-Synthetischer Biologie – einem Gebiet, das darauf abzielt, lebensähnliche Systeme von Grund auf zu konstruieren.
Belluati promovierte von 2016 bis 2020 an der Universität Basel. Anschließend war er als Postdoktorand an der UCT Prag, der University of Strathclyde und der TU Darmstadt tätig. Ab 2024 leitete er an der TU Darmstadt zunächst eine Athene-Young-Investigator-Gruppe, bevor er 2025 die Leitung einer Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe übernahm.
Die Einwerbung der Emmy-Noether-Förderung und der daraus folgende Übergang auf eine W1-Professur bilden einen zentralen Meilenstein seiner bisherigen Laufbahn. Wir haben Professor Belluati ein paar Fragen gestellt:
Warum sollten sich Studierende für Ihr wissenschaftliches Fachgebiet interessieren? Was macht es spannend?
Was dieses Fachgebiet so spannend macht, ist, dass wir nicht mehr darauf beschränkt sind, lebende Systeme von außen zu analysieren. Wir können beginnen, selbst lebensähnliche Systeme zu konstruieren. Die Bottom-up-Synthetische Biologie und lebende Materialien ermöglichen es Studierenden, künstliche Zellen und reaktionsfähige Materialien zu entwerfen, die wahrnehmen, sich anpassen und funktionieren können. Das verändert die Perspektive völlig: Wissenschaft wird nicht nur zu einem Weg, die Natur zu verstehen, sondern auch zu einem Weg, neue Formen davon zu erschaffen.
An der TU Darmstadt wird der Bedarf an Interdisziplinarität besonders betont. Welche Schnittstellen zu anderen Fakultäten gibt es in Ihrem Forschungsbereich?
Meine Forschung befindet sich an der Schnittstelle von Chemie, Biologie und Materialwissenschaften, geht aber natürlich darüber hinaus. Um künstliche Zellen zu bauen und sie in funktionale Materialien zu integrieren, kombinieren wir Polymerchemie, synthetische Biologie, Biophysik und Ingenieurwesen. Dies schafft starke Verbindungen nicht nur innerhalb der Naturwissenschaften, sondern auch zur Biomedizintechnik und zur angewandten Materialentwicklung. In diesem Sinne ist das Fachgebiet von Natur aus interdisziplinär: Mikroskopische Gestaltungsprinzipien müssen sich in makroskopische Funktionen umsetzen lassen.
An welcher Fachbereich würden Sie gerne einen Tag verbringen, um einen Eindruck davon zu bekommen? Warum?
Ich würde einen Tag im Fachbereich Architektur verbringen. Lebende und adaptive Materialien werden erst dann wirklich interessant, wenn sie die Mikroskala verlassen und beginnen, die Räume zu gestalten, in denen wir leben. Zu sehen, wie Architekten über Funktion, Umwelt und menschliche Erfahrung nachdenken, wäre faszinierend, denn genau auf dieser Ebene könnten reaktionsfähige und biologisch inspirierte Materialien eines Tages einen echten Einfluss haben.
Wenn ich heute Student wäre, würde ich…
Ich hätte noch weniger Angst davor, Fachgrenzen zu überschreiten. Einige der interessantesten wissenschaftlichen Entwicklungen finden heute in den Schnittstellen zwischen etablierten Fachgebieten statt, wo man gezwungen ist, neue Sprachen, Methoden und Denkweisen zu erlernen. Ich würde mir zwar nach wie vor ein solides Fundament wünschen, aber ich würde aktiv nach den Überschneidungsbereichen suchen, in denen wirklich Neues entstehen kann.
Der perfekte Ausgleich zu einem stressigen Arbeitstag ist …
Das Schreiben historischer Geschichten. Ganz aus dem Labor herauszutreten und in eine andere Epoche einzutauchen, um Geschichten und Figuren zu entwerfen, zwingt mein Gehirn dazu, sich vollständig von der Forschung zu lösen.
pg
Ministerin Sinemus betont Relevanz des DFKI-Standorts an der TU
5. März 2026
Die hessische Digitalministerin Professorin Kristina Sinemus hat die Bedeutung des Standorts des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) an der TU Darmstadt hervorgehoben. „Der DFKI-Standort Darmstadt ist ein zentraler Innovationsanker im KI-Ökosystem Hessen“, sagte sie bei der Vollversammlung der IHK Darmstadt am 3. März. „Er vereint KI-Spitzenforschung mit praxisnahen Lösungen und kann dabei als Brückenbauer zwischen Wissenschaft und Praxis eine zentrale Rolle spielen.“ Ziel sei dabei, kleine und mittlere Unternehmen stärker bei der Implementierung von Künstlicher Intelligenz (KI) zu unterstützen.
Das DFKI forscht zu innovativen Technologien auf der Basis von KI und deren praktischer Implementierung in gesellschaftlich relevanten Szenarien. Das Zentrum hat seit 2025 mithilfe der Finanzierung der Landesregierung einen dauerhaften Standort an der TU Darmstadt und forscht zu folgenden Bereichen: Grundlagen der Systemischen KI (Forschungsbereich SAINT), Systemische KI für Lernende Roboter (Forschungsbereich SAIROL) und Systemische KI für Entscheidungsunterstützung (Forschungsbereich SAIDE). mob/mih
Medienschau: Warum Algorithmen auf Emotionen setzen
2. März 2026
TU-Professor Christian Reuter erläutert in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, wie soziale Medien ihre Nutzenden binden und manipulieren. Algorithmen werten demnach Interaktionen und Verweildauer aus und spielen bevorzugt Inhalte aus, die starke Emotionen auslösen. Das erhöhe die Wahrscheinlichkeit, dass auch manipulierte oder extremere Beiträge erscheinen. Mit Blick auf den „AI Act“ der Europäischen Union, der eine Kennzeichnung künstlich erzeugter Inhalte vorsieht, betont Reuter die Bedeutung transparenter Hinweise. Wie solche Maßnahmen wirken können, hat er mit seinem Team untersucht: In einer Studie mit 1.000 Teilnehmenden in Deutschland erwies sich das Markieren fragwürdiger Beiträge als wirksam. Reuter äußert sich auch zur Diskussion um ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche. Hier spricht er sich für eine Begrenzung der Nutzungsdauer aus, sieht ein generelles Verbot aber kritisch.
Christian Reuter leitet das Fachgebiet Wissenschaft und Technik für Frieden und Sicherheit (PEASEC) am Fachbereich Informatik, das Informatik mit Friedens- und Sicherheitsforschung verbindet.
Für Nutzer:innen im Netz der TU und TU-Mitglieder über VPN ermöglicht die Universitäts- und Landesbibliothek ohne Bezahlschranke Zugriff auf den Artikel. cst
Medienschau: Die Frisuren der Mächtigen – Professorin Karentzos in der „Zeit“
26. Februar 2026
TU-Professorin Alexandra Karentzos hat sich in einem „Zeit“-Interview (Paywall) zu den Frisuren bekannter Politikerinnen und Politiker geäußert. Diese seien nicht nur Produkt persönlicher Geschmäcker, sondern Teil einer politischen Inszenierung, sagte die Kulturwissenschaftlerin. Haare seien zentraler Bestandteil alltäglicher Schönheitspraktiken, deshalb ließen sich an ihnen hervorragend Geschlechternormen und Machtverhältnisse ablesen. Historisch hätten sie immer große Bedeutung für die Herrschaftsinszenierung gehabt, etwa bei Ludwig XIV. und seiner langlockigen Perücke. „Wer die Gegenwart verstehen will, sollte unbedingt auf Haare schauen“, betonte Karentzos, die an der TU Darmstadt den Arbeitsbereich Mode und Ästhetik am Fachbereich Humanwissenschaften leitet. mih
Medienschau: Professor Kersting in der „Tagesschau“ zu KI-Agenten
26. Februar 2026
Neue Plattformen, die menschliche Hilfe für KI-Agenten vermitteln, sind nach Ansicht von TU-Professor Kristian Kersting aktuell „noch ein Marketing-Gag“. „Aber das ist eben das, was sich gerade ändert“, sagte der Experte für Künstliche Intelligenz (KI) gestern (25. Februar) der ARD-„Tagesschau“. „Die Entwicklung ist so rasant, dass aus dem Gag vielleicht übermorgen oder meinetwegen auch schon morgen sehr schnell Realität werden kann.“ Der Beitrag befasste sich mit neuen Angeboten wie „rentahuman.ai“, über die KI-Agenten auf menschliche Unterstützung zugeifen können sollen, wenn sie mit bestimmten Aufgaben nicht weiterkommen.
In der Arbeitswelt von morgen werde die Arbeit mit KI-Agenten in vielen Branchen selbstverständlich sein, sagte Kersting und betonte dabei das Wort Zusammenarbeit: „Ich glaube nicht, dass wir so weit sind, dass wir KI-Agenten komplett in die freie Welt setzen können.“ Noch könne er sich nicht vorstellen, dass KI-Agenten selbstständig über finanzielle Fragen entscheiden können. Zur Frage, wer bei Fehlern der KI die Verantwortung übernehme, sei noch viel mehr Forschung und Entwicklung notwendig.
Kersting leitet an der TU Darmstadt das Fachgebiet Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen am Fachbereich Informatik. Zudem ist er unter anderem Co-Sprecher des Exzellenzclusters „Reasonable AI“ (RAI), Gründungsmitglied und Co-Direktor des Hessischen Zentrums für Künstliche Intelligenz (hessian.AI) sowie Mitglied des DFKI Labs an der TU. mih
Neues Policy Paper der TU9 stellt Projekte der TU Darmstadt vor
25. Februar 2026
Die TU9, Allianz der führenden Technischen Universitäten Deutschlands, hat ein neues Policy Briefing (PDF-Datei) (wird in neuem Tab geöffnet) herausgebracht, das die Forschungsstärke der angeschlossenen Hochschulen herausstellt. Das Papier „Die Energiewende gestalten – Innovationen für ein sauberes, sicheres und bezahlbares Energiesystem“ zeigt, wie konkrete Projekte aus den Universitäten dazu beitragen, die Herausforderungen der Energiewende zu bewältigen.
Zwei Forschungsprojekte der TU Darmstadt sind im TU9 Policy Briefing besonders im Fokus.
CyberStress – Stresstests für cybersichere Energienetze
Das Projekt des Bundesforschungsministeriums entwickelt modellbasierte Verfahren, um Energienetze systematisch auf Cyberangriffe und digitale Störereignisse zu prüfen. So entstehen neue Methoden, um Risiken frühzeitig zu erkennen und die Resilienz kritischer Infrastrukturen zu stärken.
Clean Circles – Eisen als Energieträger einer klimaneutralen Kreislaufwirtschaft
Clean Circles erforscht einen innovativen Energiekreislauf auf Basis von Eisen, das als reaktives Metall enormes Potential für die Energiewende hat. Der Ansatz ermöglicht die CO₂‑freie Speicherung und den Transport großer Energiemengen über große Distanzen und schafft damit eine potenzielle Grundlage für klimaneutrale industrielle Prozesse. Das Projekt wird gefördert durch das hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst.
Zudem stellt das Policy Briefing weitere Projekte vor, an denen die TU Darmstadt beteiligt ist: den Sonderforschungsbereich „Offshore-Megastrukturen“, das Kopernikus-Projekt „SynErgie“ und „B‑SWIVT – Sektorenkopplung im Bestandswohnquartier“.
Mit ihren Projekten zeigt die TU Darmstadt, wie technische Spitzenforschung im Forschungsfeld Energy and Environment (E+E) konkrete Lösungen für die Energiewende liefert. Als Teil der TU9-Allianz verbindet die TU wissenschaftliche Exzellenz mit Innovationskraft. Mikosch-Wersching/sip
Neuer W2-Professor am Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften
17. Februar 2026
Holger V. Lutze ist seit dem 1. Februar 2026 W2-Professor am Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften der TU Darmstadt, wo er das Fachgebiet Umweltanalytik und Schadstoffe leitet. Der 46-Jährige ist bereits seit 2020 an der TU Darmstadt tätig, bisher als Assistenzprofessor. Frühere Stationen seiner akademischen Laufbahn waren die Eawag – das Wasserforschungsinstitut der ETH – , die Universität Duisburg-Essen (UDE) und das IWW Zentrum Wasser. Wir haben Professor Lutze zum Start ein paar Fragen gestellt.
Warum sollten Studierende sich für Ihre Themen interessieren? Was ist das Spannende daran?
Zu den Themen, die mein Fachgebiet in Wissenschaft und Lehre vertritt, gehört das Verhalten von Spurenstoffen. Dazu zählen zum Beispiel Pharmaka, Biozide und Industriechemikalien. Hier spielen die perfluorierten Alkylsubstanzen eine besondere Rolle, ein Gruppe von mehreren tausend bis zehntausend Verbindungen, die seit vielen Jahrzenten hergestellt werden und in der Umwelt nicht mehr abgebaut werden können. Wir lehren, welche Spurenstoffe es gibt, wo sie in der Umwelt vorkommen können, wie sie sich verhalten, welche Quellen sie haben und wie sie technisch abgebaut werden können (zum Beispiel weitergehende Abwasseraufbereitung).
An der TU Darmstadt wird Interdisziplinarität großgeschrieben. Wo gibt es in Ihrem Arbeitsfeld Schnittstellen zu anderen Fachgebieten?
In meinem Arbeitsfeld gibt es eine Vielzahl von Schnittstellen, da Schadstoffe aus nahezu allen Bereichen unserer Gesellschaft emittiert werden. Hierbei spielen Bauwerke, Verkehr und Landschaftsnutzung sowie Fernerkundungsmethoden zu deren Charakterisierung eine wichtige Rolle. Umfangreiche Kollaborationen bestehen zum Verhalten von Schadstoffen in Böden mit den Fachgebieten der Geologie, und Synergien konnten aus der Kopplung von Prozesschemie mit der Verfahrenstechnik der Wasseraufbereitung und der Mikrobiologie gehoben werden.
In welchen Fachbereich der TU würden Sie gerne mal einen Tag schnuppern? Warum?
Fachbereich Physik, da ich Laser und Optik faszinierend finde.
Wenn ich heute Student wäre, würde ich ...
…die Zeit mehr genießen.
Der beste Ausgleich zu einem stressigen Arbeitstag ist …
… Zeit mit der Familie zu verbringen und Fahrrad zu fahren. mih
Gesundheits-Chatbots: Studie zeigt Schwächen im Dialog
13. Februar 2026
Sprachmodelle bieten bei medizinischen Fragen keinen klaren Vorteil gegenüber klassischen Suchmethoden. Das zeigt eine Studie in „Nature Medicine“, in der rund 1000 Teilnehmende zu fiktiven Fallbeispielen recherchierten. Gruppen, die mit Chatbots suchten, fanden seltener eine passende Verdachtsdiagnose als eine Kontrollgruppe mit herkömmlicher Internetsuche. Professorin Iryna Gurevych vom Fachbereich Informatik der TU Darmstadt ordnete die Ergebnisse der Studie mit weiteren Forschenden ein.
Sie sieht die Ursachen vor allem in der Interaktion zwischen Mensch und KI. Benchmarks überschätzten häufig die tatsächliche Leistungsfähigkeit, da sie reale Dialogsituationen nur unzureichend abbildeten. Viele Nutzende hätten Schwierigkeiten, relevante Informationen vollständig anzugeben und Antworten richtig einzuordnen. Neben technischen Verbesserungen brauche es daher auch mehr Kompetenz im Umgang mit KI-Systemen. mho
Medienschau: Roboter für Menschen
13. Februar 2026
Im ZDF-Mittagsmagazin stellte Professorin Georgia Chalvatzaki ihr Forschungsfeld vor. Sie ist führende und mehrfach ausgezeichnete Forscherin im Bereich humanoider Roboter, also in ihrer Konstruktion Menschen nachempfundenen Maschinen. Zurzeit arbeitet sie mit einem 13-köpfigen Team daran, die Interaktion zwischen Mensch und Roboter mit Hilfe der KI schneller und effizienter zu machen. Dafür möchte sie „large language models“ verwenden: Jeder und jede solle in der eigenen Sprache mit dem Roboter sprechen können und dieser übersetze dann in seine Robotersprache. Chalvatzakis träume von „KI made in Germany“, sie sei sicher, dass das notwenige Know-how und die nötige Infrastruktur dafür vorhanden sein. mho
TU-Start-up etalytics kooperiert mit Merck
12. Februar 2026
Das Start-up etalytics, eine Ausgründung der TU Darmstadt, hat gemeinsam mit Merck einen signifikanten Beitrag zur Reduzierung des Stromverbrauchs am Hauptsitz des Wissenschafts- und Technologieunternehmens in Darmstadt erreicht. Dafür hat das ebenfalls in Darmstadt ansässige Start-up seine KI-gestützte Softwareplattform „etaONE“ implementiert, die seitdem eigenständig einen Teilbereich des Kühlsystems optimiert. Dadurch wurde der Stromverbrauch für die Kühlung am Standort um 21 Prozent reduziert, wie beide Partner erklärten.
Der Hauptsitz von Merck ist demnach konzernweit einer der größten Energieverbraucher, wobei in der pharmazeutischen Produktion insbesondere für die Kühlung ein hoher Energiebedarf herrscht. Der Kühlbedarf entsteht vor allem durch die Klimatisierung von Büros, Laboren und Lagerflächen. Die Software-Plattform von etalytics regelt bei Merck in Darmstadt nun das Zusammenspiel von Kältemaschinen, Kühltürmen und Pumpen. Die Optimierung erfolgt rein softwarebasiert, ohne bauliche Maßnahmen und ohne Unterbrechung laufender Produktionsprozesse. Basierend auf den Projektergebnissen ist nun vorgesehen, die Optimierung auf weitere Kälteanlagen am Standort auszuweiten. etalytics/mih
Erste Treibhausgas-Bilanz der TU Darmstadt veröffentlicht
12. Februar 2026
Die TU Darmstadt hat erstmals umfassende Treibhausgas-Bilanzen nach dem internationalen Greenhouse Gas Protocol für die Jahre 2022 und 2023 veröffentlicht, um ihre Emissionen transparent zu machen und gezielt weitere Maßnahmen zur Reduktion zu entwickeln.
Die Analyse zeigt, dass die größten Emissionstreiber der Universität der Verbrauch fossiler Energie (Strom und Wärme), das Pendeln von Beschäftigten und Studierenden sowie Flugreisen sind. Der Bezug von Strom und Wärme aus dem TU-eigenen, erdgas-befeuerten Blockheizkraftwerk macht insgesamt etwa 60 bis 70 Prozent der bisher erfassten Emissionen aus.
„Für unser Klimaneutralitätsziel ist Energie ein elementares Thema – das zeigt sich auch in dieser Bilanz. Bedeutend ist hierfür unter anderem die Umstellung unserer Energie-Infrastruktur auf erneuerbare Energien, an der wir mit Hochdruck, aber auch mit begrenzten finanziellen Mitteln, arbeiten“, sagte Dr. Martin Lommel, Kanzler der TU Darmstadt.
Die TU verfolgt mit ihrer Nachhaltigkeitsstrategie das Ziel, bilanziell bis 2030 klimaneutral zu werden. Büro für Nachhaltigkeit
Campus Lichtwiese: Verkehrsbehinderung und Busausfall
12. Februar 2026
Am Dienstag, 24. Februar, werden auf dem Campus Lichtwiese der TU Darmstadt Kühltürme für die Kälteerzeugungsanlage der Energiezentrale angeliefert. Aus diesem Grund kommt es zwischen 10.00 und 16.00 Uhr zu Behinderungen. In diesem Zeitraum bedient die Buslinie L nicht die Haltestelle TU Lichtwiese/Campus, sondern endet an der Haltestelle Botanischer Garten/Vivarium und fährt von dort zurück in die Innenstadt. Zudem wird es für Autofahrer:innen auf der Eugen-Kogon-Straße im Bereich des Heizkraftwerks und der Parkhauszufahrt immer wieder zu Wartezeiten kommen.
Personen, die an diesem Tag die Quartiere Maschinenbau, Chemie und Materialwissenschaft anfahren möchten, wird empfohlen, für die Anreise den Böllenfalltorweg zu nutzen.
Die Straßenbahn (Lichtwiesenbahn) ist von der Anlieferung nicht betroffen und verkehrt wie gewohnt. sip
Neu im Hochschulrat: Siemens-Vorstandsmitglied Vinod Philip
11. Februar 2026
Vinod Philip ist seit Anfang des Jahres neues Mitglied im Hochschulrat der TU Darmstadt. Philip, 1974 im indischen Kerala geboren, ist seit Sommer 2024 Mitglied des Vorstands der Siemens Energy AG. Zudem gehört er der Geschäftsführung der Siemens Energy Management GmbH an und ist alleiniger Direktor der Siemens Gamesa Renewable Energy, S.A.U. Bereits seit 1998 ist er im Siemens-Konzern in unterschiedlichen Führungsfunktionen tätig.
Philip hat einen Master of Business Administration in General Management & International Business vom Rollins College (Florida) erworben. Zuvor schloss er einen Master of Science in Materials Science and Engineering an der University of Central Florida sowie einen Bachelor of Technology in Materials Science and Metallurgical Engineering am Indian Institute of Technology, Mumbai, ab. Vinod Philip folgt in dem Gremium auf den Siemens-Manager Dr. Horst J. Kayser. pg
Forschung trifft Zukunft: 40. Erfinderlabor an der TU Darmstadt und bei Merck abgeschlossen
06. Februar 2026
Vom 2. bis 5. Februar 2026 forschten 16 ausgewählte Oberstufenschülerinnen und -schüler aus Hessen im Rahmen des 40. Erfinderlabors des Zentrums für Chemie (ZFC) im Fachbereich Materialwissenschaft der TU Darmstadt und beim Partnerunternehmen Merck. In enger Zusammenarbeit mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern entwickelten sie Lösungen für eine klimaneutrale und ressourcenschonende Zukunft.
Den Abschluss bildete eine öffentliche Veranstaltung am 6. Februar im Merck Conference Center, bei der die vier Projektgruppen ihre Forschungsergebnisse präsentierten. Die Themen reichten von Recyclingstrategien für Hochleistungsmaterialien über Nickeloxid-Katalysatoren für die Wasserstoffproduktion bis hin zur Charakterisierung resistiver Speicherbausteine. Auch Alterungseffekte von Graphenoberflächen standen im Fokus.
„Das Erfinderlabor zeigt eindrucksvoll, wie man Schülerinnen und Schüler für Forschung in den MINT-Fächern begeistert und den Beitrag von Wissenschaft zur Lösung von aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen vermittelt“, sagte Professor Heribert Warzecha, Vizepräsident für Studium und Lehre der TU Darmstadt. „Das Format ist darüber hinaus ein gelungenes Beispiel für die Zusammenarbeit von verschiedenen Partnern aus Wissenschaft und Industrie in unserer Region.“ mho
Professor Leopoldo Molina-Luna kurz befragt
04. Februar 2026
Seit dem 1. Februar ist Leopoldo Molina-Luna Professor am Fachbereich Material- und Geowissenschaften. Sein Forschungsgebiet ist die experimentelle Elektronenmikroskopie mit Schwerpunkt auf funktionalen Materialien und nanoskaligen Systemen. Molina-Luna studierte Physik in Merida (Venezuela) und Stuttgart und promovierte in Tübingen. Im Anschluss folgten mehrere Forschungsaufenthalte im In- und Ausland. 2020 wurde er Assistenzprofessor an der TU Darmstadt und leitet seitdem das Fachgebiet Advanced Electron Microscopy (AEM) am Institut für Materialwissenschaften.
Der Wissenschaftler nennt den Aufbau einer international sichtbaren Forschungsagenda an der Schnittstelle von Elektronenmikroskopie und funktionalen Materialien als seinen wichtigsten wissenschaftlichen und beruflichen Meilenstein. Seine Forschung an der TU Darmstadt wurde insgesamt vier Mal vom Europäischen Forschungsrat (ERC) gefördert – mit jeweils einem „Starting“- und einem „Consolidator“-Grant sowie zwei „Proof of Concept“-Grants.
Wir haben Professor Molina-Luna einige Fragen gestellt:
Warum sollten Studierende sich für Ihre Themen interessieren? Was ist das Spannende an Ihren Themen?
Meine Forschung erlaubt es, Materialien bis auf atomare Längenskalen zu untersuchen und sie gleichzeitig unter realen Betriebsbedingungen zu beobachten. Studierende lernen dabei, wie nanoskalige Strukturen, Defekte und Grenzflächen die Funktion moderner Materialien bestimmen – eine direkte Verbindung von Grundlagenforschung und technologischer Relevanz.
An der TU Darmstadt wird Interdisziplinarität großgeschrieben. Wo gibt es in Ihrem Arbeitsfeld Schnittstellen zu anderen Fachgebieten?
Mein Arbeitsfeld ist stark interdisziplinär und verbindet Materialwissenschaften mit Physik, Chemie und Elektrotechnik. Zunehmend spielen auch Informatik und datengetriebene Methoden eine wichtige Rolle, etwa bei der Analyse großer Mikroskopiedatensätze und der Verknüpfung von Experiment und Simulation.
In welchen Fachbereich der TU würden Sie gerne mal einen Tag schnuppern? Warum?
Im Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik, um besser zu verstehen, wie nanoskalige Materialeffekte in funktionierende Systeme übersetzt werden.
Wenn ich heute Student wäre, würde ich …
… frühzeitig praktische Laborerfahrung sammeln, interdisziplinär arbeiten und internationale Erfahrungen suchen, um neue Methoden nicht nur anzuwenden, sondern wirklich zu verstehen.
Der beste Ausgleich zu einem stressigen Arbeitstag ist …
Zeit mit der Familie, Musik und Aktivitäten, die einen bewussten Perspektivwechsel ermöglichen. cst
Neue Vizepräsidentin: Amtszeit von Petra Grell beginnt
02. Februar 2026
Zum 1. Februar hat Professorin Petra Grell ihre Amtszeit als neue Vizepräsidentin der TU begonnen. Sie verantwortet das Ressort Akademische Karrieren und Diversität und damit einen Bereich mit leicht verändertem Zuschnitt: Das Themenfeld Diversität, das bislang dem Vizepräsidenten für Studium und Lehre zugeordnet war, gehört künftig in ein gemeinsames Ressort mit dem Themenfeld Akademische Karrieren.
„Ich freue mich auf die vor uns liegende Arbeit“, so die neue Vizepräsidentin. „Die Erhöhung der Diversität hilft uns allen, Wissenschaft für zukünftige Generationen dynamisch und nachhaltig zu erhalten.“
Petra Grell ist seit 2013 Professorin für Allgemeine Pädagogik mit dem Schwerpunkt Medienpädagogik am Fachbereich Humanwissenschaften. Sie wurde bei der Wahl des Präsidiumsteams Anfang Dezember gewählt. Damit folgt sie auf Professorin Franziska Lang (Architektur), die dieses Amt drei Jahre lang inne hatte. Die Amtszeit der Vizepräsident:innen dauert drei Jahre. sip
TU Darmstadt verleiht Spin-off Label an neun Start-ups
30. Januar 2026
Die TU Darmstadt hat gestern (29. Januar) zum zweiten Mal ihr Spin-off Label vergeben. Nach der ersten Auszeichnung 2024 an 19 Start-ups erhielten in diesem Jahr neun weitere Ausgründungen das Qualitätssiegel – als sichtbares Zeichen für den Transfer von Forschung in marktfähige Anwendungen. Verliehen wurde das Label beim Neujahrsempfang des TU-Innovations- und Gründungszentrums HIGHEST mit mehr als 100 Gästen aus dem Innovations-Ökosystem. Auf dem Programm stand zudem ein Wissenschaftsimpuls zum Thema „Gebäude neu denken: Resilient, effizient, innovativ mit hydroaktiven Gebäudehüllen“ von Professorin Christina Eisenbarth (TU Darmstadt). Professor Thomas Walther, Vizepräsident für Innovation und Internationales, betonte: „Mit dem Spin-off Label machen wir die hohe Güte unserer wissenschaftsbasierten Ausgründungen sichtbar und setzen zugleich einen Standard für Qualität made in Darmstadt.“
Ausgezeichnet wurden die folgenden Start-ups: Adaptive Balancing Power, AssistIng, Dianovi, Green Mobility Solutions, Lithium Designers, NanoWired, Quanticor Security, Sanctuary Systems, Shopfloor Management Systems (SFM).
HIGHEST/mih
HIGHEST@etit: Live-Podcast zum Thema „Karrierefaktor Gründung!?”
29. Januar 2026
Mit dem Live-Podcast „Karrierefaktor Gründung!?“ eröffnet der Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik (etit) der TU Darmstadt gemeinsam mit dem Innovations- und Gründungszentrum HIGHEST eine Diskussion über Karrierewege jenseits klassischer Pfade. Moderator Bartosz Kajdas spricht am 10. Februar 2026 mit Wissenschaftler:innen sowie Gründer:innen des Fachbereichs darüber, wie aus Forschung Transfer entsteht und aus Expertise unternehmerische Optionen werden. Im Anschluss an den Live-Podcast im Hans-Busch-Institut (S3/06, Raum 052, Merckstraße 25) bietet ein Get-together Raum für Austausch und Networking (zur Anmeldung)
Aus dem 1882 gegründeten Fachbereich etit gehen die meisten Ausgründungen der TU Darmstadt hervor (mehr zum Thema etit und xchange). Er umfasst rund 1.900 Studierende, etwa 260 wissenschaftliche Mitarbeitende sowie fünf Professorinnen und 27 Professoren. Insgesamt 32 Fachgebiete arbeiten an Themen wie Energieversorgung, vernetzte Systeme, Medizintechnik und KI-gestützte biotechnologische Verfahren. HIGHEST/mih
Preis der Odenwald-Akademie geht an Felix Koch
29. Januar 2026
Für seine herausragende Masterarbeit aus dem Bereich Maschinenbau ist der TU-Absolvent Felix Koch mit dem Preis der Odenwald-Akademie ausgezeichnet worden. In der von Professor Steven Peters betreuten Arbeit befasste sich Koch mit dem Thema „Langlebigkeit und Reparierbarkeit von Vorderachsen bei Pkw“. Der Förderverein der Odenwald-Akademie verlieh den mit 3.000 Euro dotierten Preis gestern (28. Januar) Abend in Erbach.
In seiner Masterarbeit untersuchte Koch im Rahmen eines Forschungsprojekts mit dem Titel „DaCCCar“ innovative Konstruktionsansätze zur Steigerung der Lebensdauer und Wertstabilität von Fahrzeugen. Durch die Analyse von mehr als 100 Achskonstruktionen identifizierte er Potenziale, um Vorderachsen langlebiger und reparaturfreundlicher zu gestalten. Besonders für Regionen wie den Odenwald, in denen Individualmobilität zentral bleibt, bieten die Ergebnisse praxisrelevante Ansätze für nachhaltige, wirtschaftliche Fahrzeugkonzepte.
Der Preisträger stammt aus Michelstadt im Odenwald und wurde im Laufe seines Studiums zwei Mal mit dem Deutschlandstipendium gefördert. Seit Abschluss seines Masterstudiums an der TU Darmstadt im Frühjahr 2025 arbeitet er beim Odenwälder Reifenhersteller Pirelli als Entwicklungsingenieur in der Produktentwicklung.
Der Preis der Odenwald-Akademie prämiert unter dem Motto „Land neu denken“ alle zwei Jahre eine innovative Masterarbeit mit einem Bezug zum Odenwaldkreis. Der Jury gehören ein Vertreter der Akademie sowie zwei Wissenschaftler:innen der TU Darmstadt an. Die Odenwald-Akademie ist eine Kooperation der TU und des Odenwaldkreises mit dem Ziel, zum Nutzen der Odenwälder Wirtschaft und der Öffentlichkeit universitäres Wissen ortsnah zu vermitteln. mih
CNTR-Labor an der TU Darmstadt eröffnet
23. Januar 2026
Das neue Labor des Clusters für Natur- und Technikwissenschaftliche Rüstungskontrollforschung (CNTR) an der TU Darmstadt ist am 21. Januar feierlich eröffnet worden. Es bietet vielfältige technische Möglichkeiten, um Detektoren und Sensoren zu testen, anwendungsbezogene Studien durchzuführen und Lehrformate umzusetzen. Zur Ausstattung zählen unter anderem Strahlungsdetektoren, 3D-Drucker sowie elektronische Messgeräte.
Professor Thomas Walther, Vizepräsident für Innovation und Internationales an der TU Darmstadt, hob in seinem Grußwort den besonderen Verbundcharakter hervor: „Die naturwissenschaftliche Friedensforschung im CNTR führt sowohl fachliche Expertise unterschiedlicher Wissenschaftsdisziplinen als auch die drei Wisssenschaftsstandorte Darmstadt, Frankfurt und Gießen zusammen. Damit ist das Cluster ein Beispiel par exellence für interdisziplinäres Forschen im Verbund und für gelebten xchange.“
Das Labor soll die naturwissenschaftliche Forschung im Bereich Rüstungskontrolle stärken und den Brückenschlag zwischen technischer Expertise und gesellschaftlicher Verantwortung ermöglichen. CNTR ist ein Forschungsverbund von PRIF, TU Darmstadt und der Universität Gießen und wird vom Auswärtigen Amt gefördert. mho
Studie zu kooperativer Programmierung von Robotern
22. Januar 2026
In Krisensituationen wie Bränden oder Erdbeben sind schnelle Reaktionen und Anpassungsfähigkeit von Systemen entscheidend. Technologien müssen sofort einsatzbereit sein – unabhängig davon, wer sie bedient. Das System „GenSwarm“ ermöglicht es, eine Gruppe von Robotern allein durch die Beschreibung einer Aufgabe in einfacher Sprache zu koordinieren – ohne komplexe Programmierung.
„GenSwarm“ steht im Mittelpunkt der wissenschaftlichen Publikation „GenSwarm: Scalable Multi-Robot Code-Policy Generation and Deployment via Language Models“, die im Januar 2026 in der renommierten Fachzeitschrift npj Robotics veröffentlicht wurde. Die Studie entstand aus einer internationalen Zusammenarbeit zwischen der TU Darmstadt mit der Westlake University und der Beihang University in China, der University of Groningen in den Niederlanden sowie der University of Sheffield in Großbritannien. Zu den Autoren gehört TU-Professor Roderich Groß, der auch Principal Investigator des LOEWE-Zentrums emergenCITY ist und eine Professur an der University of Sheffield innehat.
Das GenSwarm-System adressiert eine zentrale Herausforderung der Robotik: Die Programmierung mehrerer Roboter zur koordinierten Zusammenarbeit ist in der Regel komplex, zeitaufwendig und erfordert spezialisiertes Fachwissen. Anstatt jeden Roboter manuell zu programmieren, ermöglicht GenSwarm die Steuerung eines Roboterschwarms über natürliche Sprache, die automatisch in ausführbaren Steuerungscode übersetzt und auf alle Roboter verteilt wird. Dadurch können robotische Systeme auch in zeitkritischen Situationen schnell und flexibel neu konfiguriert werden.
emergenCITY/bjb
ULB im Schloss zur zweitschönsten Uni-Bibliothek gekürt
22. Januar 2026
Der Standort der Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt im Wissenschaftsschloss ist in einer Umfrage zur zweitschönsten Uni-Bibliothek in Deutschland gewählt worden. An der nicht repräsentativen Erhebung von „Funk“ auf Instagram beteiligten sich rund 35.000 Menschen, wie das Content-Netzwerk von ARD und ZDF gestern mitteilte. Auf Platz eins landete die Bibliotheca Albertina der Universität Leipzig. mih
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Studie zu Antisemitismus an hessischen Hochschulen startet
19. Januar 2026
Die Sicherheit jüdischen Lebens an Hochschulen ist seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 verstärkt gefährdet. Antisemitismus an Hochschulen in Hessen aus jüdischen und nicht-jüdischen Perspektiven erforscht ein Projekt von TU Darmstadt und Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS), das jetzt im Januar gestartet ist.
Das Projekt wird vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur im Rahmen seines Förderprogramms „Stärkung der Demokratieforschung Hessen“ unterstützt. Es läuft bis Ende 2028. Den Forschungsverbund leiten Professorin Julia Bernstein und Professor Stefan Müller von der Frankfurt UAS sowie Professorin Katja Adl-Amini von der TU Darmstadt.
Der Einbezug der jüdischen Perspektive bedeutet einen Paradigmenwechsel in der Antisemitismusforschung. Darüber hinaus wollen die Wissenschaftler:innen Mechanismen, Dynamiken und Wirkungen untersuchen und eine weitere Forschungslücke schließen: Zusätzlich zu einem umfassenden Querschnitt, welcher die Verbreitung von Antisemitismus untersucht, fehlen bisher Längsschnitt-Untersuchungen. „In unserer Studie werden die Entwicklungen unterschiedlicher Formen von Antisemitismus sowie die Ausmaße an den Hochschulen auch im Zeitverlauf in den Blick genommen“, so Katja Adl-Amini.
Ziel der Studie ist es, Handlungsmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen, die jüdisches Leben im Hochschulbereich fördern und Hochschulverwaltungen, Verbände und Organisationen in ihrer Arbeit unterstützen. sip
Rotary-Förderpreis Darmstadt geht an zwei TU-Masterstudierende
19. Januar 2026
Der Rotary-Förderpreis Darmstadt für ein Auslandsstipendium wird in diesem Jahr zu gleichen Teilen an zwei herausragende Masterstudierende der TU Darmstadt vergeben. Jakob Kranich und Suruthika Sothinathan erhalten jeweils 5.000 Euro zur Unterstützung ihres studienbezogenen Auslandsaufenthalts. Mit der Auszeichnung würdigen die drei Darmstädter Rotary Clubs exzellente akademische Leistungen, internationale Ausrichtung und besonderes gesellschaftliches Engagement.
Jakob Kranich studiert Chemie und wird seine Masterarbeit im Rahmen eines sechsmonatigen Forschungspraktikums an der Universität des Baskenlandes (EHU) absolvieren. Der Auslandsaufenthalt dient der fachlichen Vertiefung und Vorbereitung auf eine Promotion. Neben seinem Studium engagiert sich Kranich vielfältig ehrenamtlich, unter anderem in der studentischen Kulturarbeit sowie im Vereinssport.
Suruthika Sothinathan studiert Wirtschaftsingenieurwesen mit der Fachrichtung Bauingenieurwesen und absolviert derzeit ein Auslandssemester an der Aalto-Universität in Finnland. Ziel ihres Aufenthalts ist der Vergleich internationaler Baukulturen und Projektstrukturen. Sie strebt eine berufliche Tätigkeit im internationalen Bauprojektmanagement an und engagiert sich neben dem Studium ehrenamtlich als Leiterin einer tamilischen Tanzgruppe.
Die Preisverleihung fand am 18. Januar 2025 im Rahmen des Neujahrsempfangs der Rotary Clubs Darmstadt, Darmstadt-Kranichstein und Darmstadt-Bergstraße statt. Der Rotary-Förderpreis Darmstadt wird seit 1987 alle zwei Jahre in Kooperation mit der Vereinigung von Freunden der TU Darmstadt e. V. vergeben. Seit 2015 sichert die gemeinnützige Stiftung „Rotary-Förder-Preis-Darmstadt“ das langfristige Engagement der drei Clubs. Ziel des Förderpreises ist es, internationale Erfahrungen zu ermöglichen und damit einen Beitrag zur interkulturellen Verständigung im Sinne rotarischer Werte zu leisten. Jana Freihöfer
Medienschau: Professorin Knodt zur Blackout-Gefahr in Hessen
6. Januar 2026
Mit Blick auf die aktuelle Lage in großen Teilen Berlins: Wie gut ist Hessen vor einem Blackout geschützt? Wie sicher ist die kritische Infrastruktur? Dieser Frage geht die „hessenschau“ in einem Beitrag nach und spricht mit Expert:innen aus Katastrophenschutz und Forschung. TU-Professorin Michèle Knodt erläutert das leitende Prinzip Resilienz – eine Stadt oder Gesellschaft sollte in einem Krisenfall durch Vorkehrungen so schnell wie möglich zurück zur Normalität kommen können – weist jedoch auch auf die Verwundbarkeit der hochtechnisierten Gesellschaft hin: „Wir können hundert Prozent der Infrastruktur auf keinen Fall schützen.“
Besonders kritisch seien Ausfälle an Kommunikationseinrichtungen und -mitteln, so Knodt. In diesem Zusammenhang verwies sie auf die „Litfaßsäule 4.0“, eine energieautarke Erweiterung für Litfaßsäulen, die das LOEWE-Zentrum emergenCITY, die TU Darmstadt und Wirtschaftspartner im vergangenen Jahr als Prototyp vorstellten. Die Säule kann von Rettungskräften angesteuert und mit Informationen gespeist werden, um so schnell den Informationsfluss in der Bevölkerung zu organisieren.
Knodt ist Professorin am Institut für Politikwissenschaft der TU, stellvertretende Koordinatorin von emergenCITY und Direktorin des Anwendungs- und Transferzentrums Digital Resilience Xchange (DiReX). sip