TU Darmstadt – Kurz gemeldet

Kurzmeldungen aus der TU: schnell und übersichtlich finden Sie hier aktuelle Meldungen – kurz, prägnant und streng nachrichtlich.

Medienschau: HIGHEST bei „xChange in Hessen – von der Idee zum Startup"

27. Januar 2023

Harald Holzer ist Geschäftsführer von HIGHEST – dem Innovations- & Gründungszentrum der TU Darmstadt. Im hr-info-Podcast „xChange in Hessen – von der Idee zum Startup“ beschreibt er den Weg von einer Idee hin zu einem Startup und welche Rolle er und sein Team dabei konkret spielen: Sie helfen bei der Transformation von Wissenschaft in Wirtschaft, aus einer wissenschaftlichen Erkenntnis ein Unternehmen zu kreieren, so Harald Holzer. In einer weiteren Folge des Podcasts, am 8. Februar 2023, ist das mit der TU Darmstadt gegründete Startup Focused Energy zu Gast. mho

TU-Teilchenbeschleuniger mit mehrstufigem Energie-Recycling in „Nature Physics“

27. Januar 2023

Einem Forschungsteam um Professor Norbert Pietralla am Institut für Kernphysik ist es erstmals gelungen, die Wiederverwendung zuvor eingesetzter Energie in einem mehrstufigen Teilchenbeschleuniger zu demonstrieren. Diese Entwicklung ermöglicht zukünftige Großprojekte, wie etwa LHeC am CERN, die ohne die Technik der Energierückgewinnung nicht realisierbar wären. Seine Ergebnisse vom Darmstädter Elektronenbeschleuniger S-DALINAC publizierte das Team nun in der Fachzeitschrift „Nature Physics". Außerdem greift Nature Physics den Artikel in der Rubrik News&Views (wird in neuem Tab geöffnet) journalistisch auf.

Bei energierückgewinnenden Beschleunigern kann die für die Beschleunigung von Teilchen nötige Energie durch einen geschickten Abbremsvorgang größtenteils recycelt werden, ähnlich wie bei einem Auto mit Hybridantrieb. Auf diese Weise kann die extern bereitgestellte Energie erheblich reduziert werden. Dieses Prinzip wurde nun für eine Anlage mit mehrfachen Beschleunigungs- und anschließenden Abbremsvorgängen demonstriert. Mit dieser Technologie lassen sich zukünftig Teilchen-Collider-Anlagen bauen, die Energie-effizienter sind und höhere Teilchenenergien bereitstellen können. np

Medienschau: Autonomes Fahren Thema bei tagesschau.de

23. Januar 2023

Selbstfahrende Autos dürfen seit Beginn des Jahres bis zu 130 Kilometer pro Stunde schnell fahren – auch auf Autobahnen. Im Straßenbild sind sie jedoch noch nicht unbedingt zu sehen. Professor Steven Peters vom Fachgebiet Fahrzeugtechnik der TU erläutert auf tagesschau.de die Hintergründe. So gebe es zwar Prototypen, die zu Autobahnfahrten inklusive Spurwechsel fähig seien. Dies bedeute aber nicht, dass die Herstellung in Serie für Fahrzeughersteller bereits technisch und wirtschaftlich machbar sei. Der Wissenschaftler vermutet, dass zunächst selbstfahrende Nutzfahrzeuge auf den Markt kommen werden, vor allem, weil bei vielen Speditionen ein Mangel an Fahrern herrsche. Bis selbstfahrende Auto in Innenstädten fahren, würden noch Jahre vergehen, da hier für Fahrentscheidungen besonders viele Daten und eine entsprechende Infrastruktur nötig seien. „Selbstfahrende Autos in den Innenstädten werden wohl zuerst in China zu sehen sein“, so Peters‘ Einschätzung. cst

Medienschau: TU-Wissenschaftsphilosoph Tamborini bei tagesschau.de

20. Januar 2023

Der TU-Wissenschaftsphilosoph Dr. Marco Tamborini sieht vor allem junge Forschende zunehmend unter Druck. „Insgesamt fehlt den Forschungsteams häufiger der Mut“, sagte er in einem Interview auf tagesschau.de. Junge Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen müssten viel publizieren und ihre konkreten Forschungsfragen von Förderanträgen abhängig machen. So finde die Studie in den Forschungsarbeiten immer engere Fragestellungen.

„Für wirklich große Innovationen ist aber ein breiterer Blick wichtig“, betonte Tamborini mit Blick auf eine Studie der Fachzeitschrift „Nature“, wonach die Zahl bahnbrechender Entdeckungen in der Wissenschaft in den vergangenen Jahrzehnten stark zurückging. Junge Forschende bräuchten mehr Zeit für Kreativität, sagte der Privatdozent an der TU Darmstadt. mih

Medienschau: TU-Forscher in WDR-Sendung „neuneinhalb“

16 Januar 2023

Mikroplastik – also Kunststoffteilchen, die fünf Millimeter oder kleiner sind – findet sich inzwischen fast überall in der Umwelt. Die Plastikstückchen stammen zum Beispiel aus achtlos oder falsch entsorgtem Müll, landwirtschaftlichen Folien, Kosmetika oder dem Abrieb von Kunstfasern in der Waschmaschine. Dr. Collin J. Weber ist Geologe am Institut für Angewandte Geowissenschaften der TU und forscht zu Mikroplastik in Böden. Wie diese dort hingelangt und welche Auswirkungen sie hat, berichtet Weber in der WDR-Sendung „neuneinhalb“. Die Verunreinigungen beeinflussen Bodenorganismen negativ und können über die Nahrungskette auch von Menschen aufgenommen werden. Eine Reinigung des Bodens von Mikroplastik ist praktisch unmöglich, hier ist Vermeidung des Mittel der Wahl. sip

Nachlass der Darmstädter Fotojournalistin Hilde Roth an das Stadtarchiv übergeben

Von links nach rechts: Dr. Peter Engels, Leiter des Stadtarchivs, Julia Reichelt, Leiterin des TU Kunstforums, Corinna Hochrein, Tochter von Hilde Roth, und TU-Kanzler Dr. Manfred Efinger.

12. Januar 2023

Am Mittwoch (11. Januar) wurde der Nachlass der Darmstädter Fotojournalistin Hilde Roth (1927-2019) dem Stadtarchiv Darmstadt übergeben. An der Übergabe nahmen der Kanzler der TU Darmstadt, Dr. Manfred Efinger, sowie Dr. Peter Engels, Leiter des Stadtarchivs, Corinna Hochrein, Tochter von Hilde Roth, und Julia Reichelt, Leiterin des TU Kunstforums teil.

Der Nachlass war seit 13. März 2019 übergangsweise im Besitz der TU Darmstadt, wo er vom TU Kunstforum zur Ausrichtung der Ausstellung HILDE ROTH. Eine Zeitreise durch Darmstadt 1950-1990 (29. Mai 2021 bis 28. Februar 2022) aufbereitet und zugänglich gemacht wurde. Im Zuge der von Julia Reichelt kuratierten Ausstellung an zehn Orten im öffentlichen Raum wurden circa 115 000 Negative von Hilde Roth digitalisiert. Die Schau war ein großer Publikumserfolg und würdigte erstmals das fotografische Schaffen der Fotojournalistin und Nachkriegsreporterin. Es entstand zudem ein umfangreicher Bildband.

Von 1950 bis 2000 war Hilde Roth für das Darmstädter Tagblatt und Darmstädter Echo tätig, Ihre Fotografien stehen beispielhaft für das Lebensgefühl einer ganzen Epoche und zeigen den gesellschaftlichen Wandel der Nachkriegszeit. Die Tochter von Hilde Roth und deren Nachlassverwalterin Corinna Hochrein hat gemeinsam mit Peter Engels den Schenkungsvertrag unterschrieben. Somit geht der gesamte Nachlass in den Besitz des Stadtarchivs über.

Julia Reichelt/pg

Drei TU-Gründungsteams erhalten Hessen-Ideen-Stipendium

10. Januar 2023

Drei Gründungsteams aus der TU Darmstadt werden in den kommenden sechs Monaten mit einem Hessen-Ideen-Stipendium unterstützt. Die Teams konnten sich in einem zweistufigen Bewerbungsverfahren durchsetzen und sind zum Jahresbeginn mit dem Stipendium in ihre Gründungsreise gestartet. Gefördert werden die Gründerinnen und Gründer von „CognitX“, „Exenretter“ und „I3DEnergy“.

CognitX ist der erste KI-Berater für Decision Intelligence, der Daten eine Stimme gibt und Datenanalysen dialogfähig macht. Er überbrückt die Lücke zwischen Menschen und Geschäftsdaten, indem er jedem ohne technische Kenntnisse ermöglicht, in Daten Einblicke zu gewinnen, einfach durch Fragen auf Deutsch oder Englisch.

Der Exenretter ist ein neuartiger Ausrüstungsgegenstand für den Klettersport. Er erlaubt es Kletternden, sich vorzeitig aus einer Kletterroute abzuseilen und die Expressschlinge, welche sonst zurückgelassen werden müsste, vom Boden aus zu bergen. So wird eine nachhaltige Nutzung der Ausrüstung ermöglicht, und kein Material verbleibt in der Natur.

I3DEnergy bietet eine cloudbasierte Energiemanagementplattform zur Erstellung eines digitalen Zwillings. Die Plattform unterstützt bei der Reduktion des Energiebedarfs, der Kosten und CO2-Emissionen. Die webbasierte Multi-Energie-Plattform bietet moderne und interaktive Datenvisualisierung, CO2-Bilanzierung sowie die Berechnung von Bedarfsprognosen und des optimalen Systembetriebs mittels Machine Learning und mathematischer Optimierung.

Die drei Teams werden betreut von HIGHEST, dem Innovations- und Gründungszentrum der TU Darmstadt.

Insgesamt werden 14 innovative unternehmerische Ideen aus acht hessischen Hochschulen in dieser Förderrrunde mit einem Hessen-Ideen-Stipendium unterstützt. Das Programm begleitet sie beim Übergang von der ersten Idee zu einem validierten Geschäftskonzept mit finanzieller Unterstützung und einem begleitenden Akzelerator-Programm, das Coachings und Workshops umfasst. Ein zentrales Element des Stipendiums ist der interdisziplinäre Austausch der Stipendiatinnen und Stipendiaten untereinander sowie die Vernetzung mit erfolgreichen Akteurinnen und Akteuren des hessischen Startup-Ökosystems.

Hessen Ideen ist eine Initiative des Landes Hessen, der hessischen Hochschulen und hessischer Unternehmen. Die Schirmherrschaft hat die hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Angela Dorn, übernommen. Hessen Ideen/sip

Medienschau: PEASEC bei ARD Wissen

9. Januar 2023

Die Pilotfolge der neuen ARD-Dokumentationsreihe „ARD Wissen“ fragt wie wir unsere Infrastruktur im Ernstfall schützen können. Dr. Marc-André Kaufhold und Professor Christian Reuter vom Lehrstuhl Wissenschaft und Technik für Frieden und Sicherheit (PEASEC) an der TU Darmstadt geben unter anderem Antwort und stellen ein an der TU entwickeltes Frühwarnsystem vor. Hierfür werden alle öffentlich verfügbaren Informationen automatisch gesammelt und zu einem Cyberlagebild kombiniert, das dann für die Notfallteams der Behörden, aber auch potentiell für WarnApps, wie HessenWarn, Verwendung finden soll. Die Sendung wird am 9. Januar 2023 nach den Tagesthemen gezeigt und ist in der ARD-Mediathek abrufbar.

Die zugrundeliegende Forschung wird im Rahmen des BMBF-Projekts CYWARN sowie des Nationalen Forschungszentrums für Angewandte Cybersicherheit ATHENE gefördert. mho

Medienschau: Gurevych im FAZ-Podcast zu ChatGPT

6. Januar 2023

TU-Professorin Iryna Gurevych ist Leiterin des UKP Lab an der TU Darmstadt und Expertin für Sprachmodelle. Im FAZ-Podcast „Künstliche Intelligenz“ geht sie dem aktuellen Hype um ChatGPT nach. Die Software funktioniert ähnlich wie eine Suchmaschine, ist aber für Dialoge optimiert. Ein künstlicher Agent, der Chatbot, antwortet auf Fragen, liefert Fakten und Definitionen. Er kann aber auch als Schreibassistent dienen und Computerprogramme automatisch schreiben. Eine echte Revolution sei das aber nicht, mehr eine inkrementelle Entwicklung, so Professorin Gurevych, die sich dennoch sicher ist, dass Sprachmodelle im Allgemeinen unseren Alltag signifikant verändern werden.

Der Podcast „Künstliche Intelligenz“ geht den Fragen nach, was KI kann, wo sie angewendet wird, was sie bereits verändert hat und welchen Beitrag sie in der Zukunft leisten kann. Für den Podcast hat die F.A.Z. mit Peter Buxmann und Holger Schmidt (beide von der TU Darmstadt) zwei ausgewiesene KI-Experten an Bord geholt. mho