TU Darmstadt – Kurz gemeldet

Kurzmeldungen aus der TU: schnell und übersichtlich finden Sie hier aktuelle Meldungen – kurz, prägnant und streng nachrichtlich.

TU Darmstadt in DAAD-Förderrankings erfolgreich

17. Juli 2026

Die TU Darmstadt schneidet in den aktuellen Förderbilanzen des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) sehr gut ab. In den Top 100 der Gesamtförderbeträge 2025 liegt sie mit eingeworbenen Fördermitteln in Höhe von rund 6,6 Millionen Euro auf Platz 16. Die TU verbesserte sich damit im Vergleich zum Vorjahr um sechs Ränge. Bei den Gesamtförderbeiträgen je Studierender/Studierendem rückte sie von Platz 75 auf Platz 58 vor.

In Hinblick auf die DAAD-Ausgaben 2025 zur Förderung von Projekten und Programmen erreicht die TU Darmstadt Rang 15 (2024: Rang 18), wie aus den heute in Bonn veröffentlichten Rankings hervorgeht. Ohne Berücksichtigung von Erasmus-Mitteln schafft sie sogar den Sprung in die Top 5: Von Platz sieben im Jahr 2024 kletterte sie auf Platz vier.

Die seit dem Jahr 2000 veröffentlichten DAAD-Förderrankings zeigen, welche Summen an Mitgliedshochschulen geflossen sind und wie viele Stipendiatinnen und Stipendiaten dort gefördert wurden. Aktuell gehören dem DAAD 244 Mitgliedshochschulen an. DAAD/mih

TU-Doktorand gewinnt neues „Vordenker Fellowship“

Verleihung des „Vordenker Fellowship“
Verleihung des „Vordenker Fellowship“

17. Juli 2026

Der TU-Doktorand Christoph Ehler gehört zu den ersten Stipendiaten eines neuen Förderprogramms mit dem Titel „Futury Vordenker Fellowship powered by GARBE“. Ausgezeichnet wurde er gemeinsam mit dem Gründerteam reperks auf der „Vordenker Konferenz 2026“ des Immobilienunternehmens GARBE und der Start-up Factory Futury.

Ehler forscht an der TU Darmstadt und zugleich am Real Estate Institute der Frankfurt School of Finance & Management. Er entwickelt ein Machine-Learning-Modell für die automatisierte Immobilienbewertung und Preisprognosen, das Immobilien anhand großer Datenmengen objektiver bewerten soll. Das Fellowship gebe ihm die Möglichkeit, seinen wissenschaftlichen Ansatz in die Praxis zu übertragen. Der Stipendiat promoviert am Fachgebiet Unternehmensfinanzierung von Professor Dirk Schiereck am Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften der TU Darmstadt. Zweitkorrektorin seiner Dissertation ist Kerstin Hennig, Professorin für Real Estate an der Frankfurt School.

Das Fellowship umfasst 10.000 Euro Förderung, ein zwölfmonatiges Executive Mentoring durch GARBE sowie Zugang zum Futury-Netzwerk aus 33 Partnern und vier Hochschulen, darunter die TU Darmstadt.

Das Gründerteam reperks um Timon Ivens und Robin Lais entwickelt einen KI-Agenten für automatisierte Nebenkostenabrechnungen, der bereits bei ersten großen Immobilienverwaltern im Pilotbetrieb läuft. HIGHEST/Heike Jüngst/mih

Green- und Deep-Tech-Accelerator: Futury integriert ryon

16. Juli 2026

Der Green- und Deep-Tech-Accelerator ryon wird in das Startup-Ökosystem Futury integriert. Damit entwickelt sich die Rhein-Main-Region zu einem effizienten Zentrum für technologieorientierte Gründungen. Die TU Darmstadt mit ihrem Innovations- und Gründungszentrum HIGHEST ist an diesem Schritt maßgeblich beteiligt: Sie zählt sowohl zu den tragenden Hochschulen von Futury als auch zu den Gesellschaftern von ryon.

Seit Mitte 2025 arbeitet die TU Darmstadt gemeinsam mit der Frankfurt School of Finance & Management, der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Goethe-Universität Frankfurt im Rahmen von Futury als bundesweiter Startup Factory daran, das Gründungsgeschehen in der Rhein-Main-Region zu strukturieren und national sichtbar zu machen. Die von ryon aufgebauten Aktivitäten werden künftig im Futury-Cluster „Deep & GreenTech“ integriert und weiterentwickelt.

Als Gesellschafterin der GreenTech Accelerator Gernsheim GmbH – neben Goethe-Universität Frankfurt, Merck, Hessen Trade & Invest und WIBank – war die TU Darmstadt im Rahmen ihrer Third Mission xchange zudem direkt an der bisherigen Arbeit von ryon beteiligt. Zentrale ryon-Formate wie die Summer School und die DeepTech-Gründungsberatung werden künftig von Futury fortgeführt. sip

Ariadne-Analyse zur Entwicklung des Wasserstoffhochlaufs

14. Juli 2026

Die TU-Forschenden Christine Quittkat, Jannis Kachel, Jörg Kemmerzell und Professorin Michèle Knodt vom Institut für Politikwissenschaft haben in einer neu veröffentlichten Analyse im Rahmen des Kopernikus-Projekts Ariadne die Entwicklung der Verteilnetze für den Wasserstoffhochlauf analysiert. Beim Wasserstoffhochlauf geht es um den Hochlauf oder Aufbau eines Wasserstoffmarktes. Dieser Markt benötigt eine zukunftsgerichtete Infrastruktur, unter anderem in Form von Pipelines, Speichern und Importkorridoren als Basis. Auch braucht es Erzeuger im Inland oder Importe aus dem Ausland sowie Händler und schließlich Abnehmer, die den Wasserstoff etwa in der Stahlherstellung, in Raffinerien oder in der Luftfahrt sowie im Schiffs- und Fernlastverkehr einsetzen.

Den Forschenden zufolge schätzen die befragten deutschen Gasverteilnetzbetreiber ihren zukünftigen Wasserstoffbedarf eher zurückhaltend ein und machen diesen von konkreten Projekten abhängig. Es besteht auch einen Unterschied zwischen ländlichen und urbanen Gebieten, wo die Verteilnetzbetreiber deutlich von der Nähe zum Kernnetz und zu bedeutenden Industriepartnern profitieren.

Das Team betont, dass staatlichen Handlungsoptionen weniger in direkter Steuerung als in der Schaffung verlässlicher Rahmenbedingungen und der Bereitstellung von Informationen liegen. Verbesserte Kommunikationsstrukturen, höhere Planungs- und Finanzierungssicherheit sowie die frühzeitige und systematische Einbindung aller Verteilnetzbetreiber können dazu beitragen, Investitionsentscheidungen zu erleichtern und unterschiedliche regionale Entwicklungswege zu unterstützen.

Die Analyse wurde im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Kopernikus-Projekts Ariadne erstellt. Über 100 Wissenschaftler:innen aus mehr als 25 führenden Forschungseinrichtungen erforschen gemeinsam Strategien zu einer nachhaltigen, wirtschaftlich tragfähigen und gesellschaftlich akzeptierten Energiewende. Die Erkenntnisse und Ergebnisse trägt das Projekt laufend auf seiner Webseite zusammen. mob/bjb

Professor Oberlack neues Mitglied der Polnischen Akademie der Wissenschaften

10. Juli 2026

Die Polnische Akademie der Wissenschaften (PAN) hat Professor Martin Oberlack auf ihrer Generalversammlung im Juni neu zum ausländischen Mitglied gewählt. Oberlack leitet an der TU Darmstadt das Fachgebiet für Strömungsdynamik. Die Mitgliedschaft in der PAN ist eine große Anerkennung seiner wissenschaftlichen Arbeit: Die Wahl erfolgt durch die Mitglieder der Akademie und gilt als eine der höchsten wissenschaftlichen Ehrungen, die Polen an Forschende aus dem Ausland vergibt. Mit der Mitgliedschaft auf Lebenszeit ist die Mitwirkung an den wissenschaftlichen Aktivitäten der Akademie sowie die Förderung der internationalen Zusammenarbeit verbunden.

„Die Wahl in die PAN ist eine sehr große Ehre, die ich aber insbesondere auch als eine besondere Anerkennung für meine Mitarbeitende am Institut sehe. Ohne die Gruppe, und deren vielfältige großartige Beiträge, wäre es nie zu dieser Anerkennung gekommen“, so Oberlack.

Durch die Wahl ausländischer Mitglieder baut die PAN ihre internationalen Aktivitäten aus. Die ausländische Mitgliedschaft wird Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern von anerkannter internationaler Reputation verliehen, deren wissenschaftliche Leistungen und Zusammenarbeit mit der polnischen Forschungsgemeinschaft zur Entwicklung der Wissenschaft sowie zur Stärkung der Position Polens im globalen Forschungsraum beitragen.

In der Akademie sind Forschende zusammengeschlossen, die sich durch besondere wissenschaftliche Leistungen auszeichnen. Sie widmen sich unter anderem der Politikberatung und tragen mit ihrer Expertise zu fundierten öffentlichen Debatten bei. sip

Delegation der National Sun Yat-sen University zu Gast

Unterzeichnung des Double-Degree-Abkommens
Unterzeichnung des Double-Degree-Abkommens

10. Juli 2026

Eine Delegation der National Sun Yat-sen University (NSYSU) aus Kaohsiung, Taiwan, hat Anfang Juli den Fachbereich Material- und Geowissenschaften der TU besucht. Höhepunkt des Besuchs war die Unterzeichnung eines Double-Degree-Abkommens zwischen beiden Universitäten.

Im Anschluss an die Vertragsunterzeichnung erhielten die Gäste im Rahmen eines wissenschaftlichen Fachprogramms Einblicke in die Forschungsschwerpunkte des Fachbereichs. Professorinnen und Professoren der TU Darmstadt präsentierten aktuelle Arbeiten aus den Bereichen Oberflächenwissenschaften, magnetische Materialien sowie Materialien und Ressourcen. Darüber hinaus besuchte die Delegation verschiedene Forschungslabore und tauschte sich mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern über gemeinsame Forschungsinteressen und zukünftige Kooperationsmöglichkeiten aus.

Mit dem neuen Double-Degree-Programm schaffen die TU Darmstadt und die National Sun Yat-sen University attraktive Möglichkeiten für Studierende, einen integrierten Studienverlauf an beiden Hochschulen zu absolvieren und einen Doppelabschluss zu erwerben. Gleichzeitig stärkt die Vereinbarung den wissenschaftlichen Austausch und die internationale Vernetzung in den Materialwissenschaften.

Der Besuch unterstreicht das gemeinsame Ziel beider Universitäten, ihre langjährige Zusammenarbeit weiter auszubauen und Studierenden sowie Forschenden neue Perspektiven für internationale Mobilität und gemeinsame Forschung zu eröffnen. Dagmar Bergwitz

Konferenz zu Gleichstellung in Berufungsverfahren

8. Juli 2026

Mehr als 40 Expert:innen sind kürzlich an der TU Darmstadt zur Konferenz „Gleichstellung und Chancengerechtigkeit in Berufungsverfahren verwirklichen“ zusammengekommen. Im Mittelpunkt der vom Gleichstellungsbüro der TU organisierten Konferenz stand die Frage, wie Berufungsverfahren gendersensibel und chancengerecht ausgestaltet werden können.

Vizepräsidentin Prof.'in Petra Grell und Kanzler Dr. Martin Lommel beteiligten sich mit eigenen Beiträgen an der Veranstaltung. Grell betonte in ihrem Grußwort, dass die Umsetzung entsprechender Maßnahmen weiterhin eine zentrale Herausforderung darstelle. Lommel hob in einer Gesprächsrunde hervor, wie wichtig es sei, sensibel auf die individuellen Wünsche und Bedarfe von Kandidat:innen einzugehen.

Die teilnehmenden Expert:innen aus den Bereichen Gleichstellung, Diversität und Berufungsmanagement tauschten sich zu bewährten Praktiken und Herausforderungen aus und legten einen Grundstein für weitere Vernetzung. Themen waren unter anderem aktive Rekrutierung, gendersensitive Berufungsverhandlungen, gendergerechte Stellenausschreibungen, Open-Rank-Verfahren sowie Unconscious Bias in Berufungskommissionen. sip

TU-Forscherin Franziska Ingendahl erhält Preis für Dissertation

8. Juli 2026

Für ihre Dissertation wird Dr. Franziska Ingendahl von der TU Darmstadt mit dem Heinz-Heckhausen-Preis 2026 der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs) ausgezeichnet. Mit der herausragenden Arbeit zeige Ingendahl, „wie Vorhersagen der eigenen Gedächtnisleistung während des Lernens das spätere Erinnern selbst beeinflussen können“, erklärte DGPs-Präsidentin Professorin Eva-Lotta Brakemeier. Der Preis wird auf dem DGPs-Kongress am 7. September 2026 in Luxemburg verliehen.

In ihrer von Professorin Monika Undorf betreuten Dissertation untersuchte Ingendahl die sogenannte Reaktivität von Immediate Judgments of Learning. Darunter versteht man das Phänomen, dass Vorhersagen über die eigene spätere Gedächtnisleistung diese Erinnerungsleistung selbst verändern können. Aktuell ist Ingendahl als Postdoktorandin in der Arbeitsgruppe Angewandte Kognitionspsychologie an der TU Darmstadt tätig.

Mit dem Heinz-Heckhausen-Preis für Jungwissenschaftlerinnen und Jungwissenschaftler wird eine herausragende Dissertation im Hauptfach Psychologie prämiert. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert. Der diesjährige Preis ist zugleich auch ein großer Erfolg für die Rhein-Main-Universitäten: Neben Ingendahl wird auch Dr. Fiona Kazarovytska von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz für ihre Dissertation ausgezeichnet. mih/sip

TU-Professorin Liu zu Folgen von Hitze für Bahnverkehr

7. Juli 2026

Für Hitzeprobleme im öffentlichen Nahverkehr gibt es nach Angaben von TU-Professorin Jia Liu bislang keine erschwinglichen Lösungen. Diese müssen erst noch gefunden werden, sagte die Leiterin des Instituts für Verkehrswegebau am Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften der TU Darmstadt dem Nachrichtensender ntv. Ihr Institut forscht vor allem daran, „die bestehenden Materialien klimaresilienter zu machen“.

Während der Hitzewelle Ende Juni waren in Deutschland mehrere Bahn- und ÖPNV-Strecken gesperrt worden, weil Schienen-Fugenmasse aufgequollen war und sich Gleise verformt hatten. Problematisch waren laut Liu nicht unbedingt nur die hohen Temperaturen an sich, sondern auch die Dauer. „Auch in der Nacht sind die Fahrbahnen in den großen Städten nicht wirklich abgekühlt“, sagte die Expertin. Das Material habe also keine Phase gehabt, „in der es wieder zu seinem festen Ursprung zurückkommen konnte“. Sie führte an, dass in europäischen Ländern wie Italien, Portugal, Schweden und Norwegen Straßenbahnen fahren: „Die haben ganz unterschiedliche Klimaverhältnisse. Das heißt, es besteht die Möglichkeit, Materialien zu finden, die zu bestimmten Witterungsverhältnissen besser passen.“ mob/mih

Neu an der TU: Professor Amir Shaikhha

Professor Amir Shaikhha
Professor Amir Shaikhha

7. Juli 2026

Seit dem 1. Juli verstärkt Amir Shaikhha den Fachbereich Informatik als neuen Professor und leitet dort die Gruppe „KI Systeme/KI Hardware“. Zudem ist er Principal Investigator am Hessischen Zentrum für Künstliche Intelligenz hessian.AI. Ziel seiner Forschung ist es, die Architektur von KI-Systemen neu zu konzipieren, um die Produktivität, die Leistung und den Energieverbrauch zu verbessern. Der 37-jährige Wissenschaftler, der zuvor als Associate Professor an der University of Edinburgh tätig war, nennt seine Auszeichnungen mit dem Dahl-Nygaard-Nachwuchs sowie dem Google Research Scholar Award als seine bislang wichtigsten wissenschaftlichen Meilensteine. Wir haben Professor Shaikhha zu seinem Start an der TU Darmstadt einige Fragen gestellt:

Warum sollten Studierende sich für Ihre Themen interessieren? Was ist das Spannende daran?

Mein Interessengebiet liegt an der Schnittstelle einiger der wichtigsten Bereiche der modernen Informatik: Datenmanagement, Programmiersprachen, Systeme und Künstliche Intelligenz. Moderne Wissenschaft und Industrie sind zunehmend darauf angewiesen, große Datenmengen effizient analysieren zu können, und Datenanalysesysteme bilden den Kern dieses Prozesses.

Was dieses Fachgebiet so spannend macht, ist die Geschwindigkeit, mit der es sich weiterentwickelt. KI verändert nicht nur, was wir mit Daten tun können, sondern auch, wie wir die Sprachen, Compiler und Systeme entwerfen, die zu ihrer Verarbeitung eingesetzt werden. Dies eröffnet zahlreiche Möglichkeiten, neue Werkzeuge zu entwickeln, die die Datenwissenschaft effizienter, ausdrucksstärker und zugänglicher machen.

An der TU Darmstadt wird Interdisziplinarität großgeschrieben. Wo gibt es in Ihrem Arbeitsfeld Schnittstellen zu anderen Fachgebieten?

Mein Fachgebiet ist naturgemäß interdisziplinär, da moderne Datenanalysesysteme an der Schnittstelle mehrerer Bereiche der Informatik und darüber hinaus angesiedelt sind. Wissenschaftliche Disziplinen wie Biologie, Medizin, Klimawissenschaft und Sozialwissenschaften sind zunehmend auf die Analyse großer Datenmengen angewiesen. Dies schafft einen Bedarf an fachspezifischen Werkzeugen, die es Expert:innen in diesen Bereichen ermöglichen, effektiv mit Daten zu arbeiten, ohne stets die gesamte Komplexität der zugrunde liegenden Systeme verstehen zu müssen.

Wenn ich heute Student wäre, würde ich …

… das Studentenleben in vollen Zügen genießen, indem ich Aktivitäten, Erlebnisse und Freundschaften genieße, für die man später im Leben vielleicht nicht mehr die gleiche Zeit oder Energie hat. Außerdem würde ich wissenschaftliche und nicht-wissenschaftliche Diskussionen mit meinen Kommiliton:innen schätzen, da einige der bedeutendsten Lernerfahrungen durch Gespräche, Debatten und gemeinsame Neugierde entstehen. pb

Neue Bildgebungsmethode verfolgt Blutzellen im Gehirn

Computergestützte Rekonstruktion des Gefäßnetzwerks des Gehirns eines Kindes. Die Entwicklung mathematischer Verfahren für solche digitalen Gefäßmodelle ist ein Forschungsschwerpunkt der Arbeitsgruppe von Dominik Schillinger an der TU Darmstadt.
Computergestützte Rekonstruktion des Gefäßnetzwerks des Gehirns eines Kindes. Die Entwicklung mathematischer Verfahren für solche digitalen Gefäßmodelle ist ein Forschungsschwerpunkt der Arbeitsgruppe von Dominik Schillinger an der TU Darmstadt.

2. Juli 2026

Forschende der ETH Zürich haben eine neue Methode entwickelt, mit der sich verschiedene Arten markierter Blutzellen gleichzeitig in den Blutgefäßen des Gehirns lebender Mäuse verfolgen lassen. Die TU Darmstadt war an der kürzlich in Science Advances veröffentlichten Studie mit mathematischen und algorithmischen Verfahren zur computergestützten Rekonstruktion und quantitativen Analyse der Gefäßdaten beteiligt. Die Studie nutzt die optoakustische Bildgebung: Von den Zellen absorbiertes Licht wird in Ultraschallsignale umgewandelt. Eine magnetische Markierung erlaubte es dem Team zudem, die Bewegung der Zellen gezielt zu beeinflussen und den Blutfluss in kleinen Hirngefäßen kontrolliert zu unterbrechen – ein Fortschritt für die Erforschung der Hirndurchblutung, etwa bei Schlaganfällen.

An der TU Darmstadt wirkte die Arbeitsgruppe von Dominik Schillinger, Professor für Numerische Mechanik am Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften sowie forschend am Profilthema Computational Engineering (CE), an der Studie mit. Das Darmstädter Team entwickelt mathematische und algorithmische Verfahren, mit denen sich aus biomedizinischen Bilddaten topologisch konsistente digitale Modelle biologischer Gefäßnetzwerke rekonstruieren lassen. Die Algorithmen erkennen und korrigieren dabei automatisch Fehler und unterscheiden Arterien von Venen.

Die Arbeit unterstreicht die Stärke des Profilthemas CE: Fortschritte in der Bildgebung entfalten ihr Potenzial erst im Zusammenspiel mit mathematischen Modellen und leistungsfähigen Algorithmen. Die Darmstädter Arbeiten leisten an der Schnittstelle von Ingenieurwissenschaften, Mathematik und Lebenswissenschaften einen Beitrag zur Entwicklung digitaler Zwillinge biologischer Gefäßnetzwerke, mit denen sich Struktur, Funktion und Transportprozesse in gesunden und erkrankten Organen realitätsnah analysieren und künftig auch vorhersagen lassen. sip

Neu an der TU: Professor Andreas Viehmann

Professor Dr.-Ing. Andreas Viehmann
Professor Dr.-Ing. Andreas Viehmann

1. Juli 2026

Die TU Darmstadt begrüßt Andreas Viehmann zurück an seiner Alma Mater. Der 38-jährige Experte für Fahrzeugantriebssysteme verstärkt seit dem 1. Juli den Fachbereich Maschinenbau als Professor. Viehmann, der dort studierte und am Institut für Mechatronische Systeme im Maschinenbau (IMS) im Kontext elektrifizierter Fahrzeugantriebe promovierte, arbeitete zuletzt seit 2021 in der Industrie als Projektmanager bei international tätigen Entwicklungsdienstleistern mit Schwerpunkt auf die Automobilindustrie.

Zu der Frage nach seinem wichtigsten wissenschaftlichen und beruflichen Meilenstein sagt er rückblickend: „Ich würde keinen einzelnen Meilenstein hervorheben. Prägend war für mich vielmehr der Weg vom Studium über Promotion und Forschung bis hin zur Industrie und zurück an die Universität. Die unterschiedlichen Perspektiven, die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit motivierten Kolleg:innen und die Möglichkeit, immer wieder Neues zu lernen, haben mich fachlich und persönlich weitergebracht.“

Warum sollten Studierende sich für Ihre Themen interessieren? Was ist das Spannende an Ihren Themen?

Fahrzeugantriebe befinden sich aktuell in einem historischen Umbruch – und dabei geht es längst nicht nur um den klassischen Pkw: Vom Nutzfahrzeug über Land- und Baumaschinen bis hin zu neuen Mobilitätskonzepten gibt es vielfältige Anwendungen und Technologien. Gleichzeitig beeinflussen Antriebssysteme zentrale Eigenschaften des Fahrzeugs: Energieverbrauch, Emissionen, Kosten und das Nutzungserlebnis. Besonders spannend finde ich, dass moderne Antriebssysteme nur im Zusammenspiel von Mechanik, Elektrik & Elektronik, Software, Energiesystemen und Daten verstanden und entwickelt werden können. Wer Freude daran hat, technische Zusammenhänge ganzheitlich zu betrachten und die Mobilität der Zukunft mitzugestalten, findet hier ein äußerst abwechslungsreiches und zukunftsrelevantes Themenfeld.

An der TU Darmstadt wird Interdisziplinarität großgeschrieben. Wo gibt es in Ihrem Arbeitsfeld Schnittstellen zu anderen Fachgebieten?

Die offensichtlichsten Schnittstellen bestehen natürlich zur Elektrotechnik. Durch die Elektrifizierung und die zunehmende Verschmelzung von Systemfunktionen sind die Übergänge heute fließend. Darüber hinaus gibt es jedoch auch spannende Berührungspunkte zu weiteren Fachgebieten etwa im Bau- und Umweltingenieurwesen, wenn es um Verkehrssysteme oder Infrastruktur geht. Die Zukunft des Antriebssystems wird nicht allein im Fahrzeug entschieden. Sie entsteht im Zusammenspiel von Fahrzeug, Energieversorgung, Infrastruktur und Mobilitätssystemen – genau diese Vernetzung macht das Themenfeld so spannend.

In welchen Fachbereich der TU würden Sie gerne mal einen Tag schnuppern? Warum?

Wie bereits angesprochen ist Interdisziplinarität im Bereich moderner Fahrzeugantriebssysteme heute selbstverständlich. Gerade deshalb würde ich gerne einmal einen Tag im Fachbereich Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften verbringen – insbesondere dort, wo Technikgeschichte, Technikakzeptanz und gesellschaftlicher Wandel erforscht werden. Technische Innovationen allein bestimmen schließlich nicht, wie sich Mobilität entwickelt. Entscheidend ist auch, wie Menschen neue Technologien annehmen und in ihren Alltag integrieren. Mich interessiert besonders, wie gesellschaftliche Veränderungen das Mobilitätsverhalten beeinflussen und umgekehrt. Letztlich entscheidet jeder Einzelne, welche Form der Mobilität für ihn passend ist – und genau dieses Zusammenspiel von Technik und Gesellschaft finde ich äußerst spannend.

Wenn ich heute Student wäre, würde ich …

… trotz vieler guter digitaler Angebote bewusst auch Präsenzveranstaltungen nutzen. Der direkte Austausch mit Lehrenden und vor allem mit Kommilitoninnen und Kommilitonen ist aus meiner Sicht schwer zu ersetzen. Gerade auch in Lerngruppen lassen sich viele Herausforderungen gemeinsam meistern und oft entstehen dabei nicht nur wertvolle fachliche Kontakte, sondern auch Freundschaften, die weit über die Studienzeit hinaus Bestand haben.

Der beste Ausgleich zu einem stressigen Arbeitstag ist …

… für mich eine entspannte Runde durch den Wald. Dabei kann ich den Kopf freibekommen, das Spiel von Licht und Farben wahrnehmen, den Geräuschen der Natur lauschen und mich an den kleinen Dingen am Wegesrand erfreuen.

pb

TU-Chor feiert 75-jähriges Jubiläum

Angela Mühlberger vom Deutschen Chorverband (Mitte) überreichte Salome Niedecken die Urkunden – links im Bild: TU-Kanzler Martin Lommel.
Angela Mühlberger vom Deutschen Chorverband (Mitte) überreichte Salome Niedecken die Urkunden – links im Bild: TU-Kanzler Martin Lommel.

1. Juli 2026

Der Chor der TU Darmstadt blickt in diesem Jahr auf 75 Jahre Geschichte zurück. Gegründet wurde er 1951 von Professor Karl Marguerre, der den Chor bis zu seinem Tod 1979 leitete und auch das Orchester der TU Darmstadt ins Leben rief. Seit 2023 hat Salome Niedecken die künstlerische Leitung des Chors inne. In den vergangenen 75 Jahren hat sich der Chor ein breites Repertoire von der Renaissance bis zur Moderne erarbeitet und nahezu alle wichtigen Oratorien und Messen der Chorliteratur aufgeführt – ergänzt um seltener gespielte Werke und Kooperationen mit Ensembles aus Darmstadt und der Region.

Diese bewegte Geschichte stand im Mittelpunkt zweier Jubiläumskonzerte am 26. und 27. Juni in der Darmstädter Pauluskirche. Aufgeführt wurde die selten zu hörende Messe in D der englischen Komponistin Ethel Smyth (1858–1944), begleitet vom Orchester der TU Darmstadt, das den Abend zudem mit Werken von Edward Elgar, Frederick Delius und Gustav Holst eröffnete. Die musikalische Leitung lag bei Salome Niedecken und Christian Weidt. Im Rahmen des Konzerts am 27. Juni würdigte Angela Mühlberger vom Deutschen Chorverband das Jubiläum: In Anwesenheit von Kanzler Martin Lommel überreichte sie eine Urkunde des Chorverbandes sowie eine Urkunde des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst.

Heute zählt der Chor bis zu 120 Mitwirkende – Studierende, Mitarbeitende und Ehemalige im Alter zwischen 18 und über 80 Jahren – und ist damit der größte Chor Darmstadts. Diese Mischung aus Generationen und musikalischer Erfahrung prägt bis heute den Charakter des Ensembles, das regelmäßig bis zu fünf Konzerte im Jahr gibt und auch international auftritt, zuletzt unter anderem in Österreich, Schweden, Polen, den Niederlanden und Spanien. Sebastian Hartmann/pb

Professorin Karentzos in Arte-Dokumentation „Hairy Tales“

30. Juni 2026

TU-Professorin Alexandra Karentzos, die den Arbeitsbereich Mode und Ästhetik leitet, wurde in der Arte-Dokumentation “Hairy Tales – Das Haar in der Kunst“ von Angela Graas-Castor zu Haaren aus kunst- und kulturwissenschaftlicher Perspektive interviewt. Die Dokumentation untersucht das Medium Haar im Kontext von Macht, Identität und Protest. Sie wirft einen kulturwissenschaftlichen Blick auf die Interdependenzen von Körperlichkeit und Schönheitsdiskursen über die Jahrhunderte hinweg.

Professorin Alexandra Karentzos erklärt im Rahmen dieser Dokumentation die Bedeutung von Haaren in der Kunst- und Kulturgeschichte. Laut der Professorin könne Haar als Statussymbol dienen und würden auch als Zeichen der Attraktivität vor allem bei Frauen wahrgenommen. Haare können auch darüber hinaus als bestimmte Form des Protests gelten, indem man sie gegen die geltenden gesellschaftlichen Schönheitsideale einsetzt. mob

Jutta-Held-Preis für Rhea Dehn Tutosaus

Rhea Dehn Tutosaus
Rhea Dehn Tutosaus

30. Juni 2026

Rhea Dehn Tutosaus aus dem Arbeitsbereich Mode und Ästhetik am Fachbereich Humanwissenschaften erhält den Jutta-Held-Preis 2026 für ihre Dissertation mit dem Titel „Grenzquerende Verbindungen: Ästhetiken der Körper, Bewegungen und Grenzerfahrungen in der zeitgenössischen Kunst“. Die Arbeit, die von Professorin Alexandra Karentzos betreut wurde, beschäftigt sich mit der Frage, wie die spanisch-marokkanische Grenze an der Meerenge von Gibraltar in Kunst und visueller Kultur dargestellt wird. Ausgangspunkt ist dabei die Prämisse, dass Grenzen als Räume innovativer künstlerischer Produktion dienen können, die Künstler:innen historisch wie gegenwärtig zu Themen ihrer Auseinandersetzung machen. Die Preisverleihung findet am 15.07.2026 am Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München statt.

Der Jutta-Held-Preis ist ein internationaler Förderpreis des Zentralinstituts für Kunstgeschichte in München für herausragende kunsthistorische Forschungsarbeiten mit gesellschaftspolitischer Perspektive, gestiftet von der Stiftung Kritische Kunst- und Kulturwissenschaften. Der 2021 gestiftete Preis erinnert an die Kunsthistorikerin Professorin Dr. Jutta Held (1933-2007), eine der ersten Universitätsprofessorinnen ihres Faches, und würdigt ihr Engagement für eine sozial- und gendergeschichtlich orientierte Kunst- und Kulturwissenschaft. Ziel der Preisvergabe ist die Förderung kritischer Ansätze in der Kunstgeschichte im Sinne von Jutta Held.

Der Preis besteht aus einem dreimonatigen Forschungsstipendium am Zentralinstitut für Kunstgeschichte. Das Stipendium ist mit insgesamt 7.000 Euro dotiert. Über die Vergabe entscheidet eine unabhängige Fachkommission. Zentralinstitut für Kunstgeschichte/mob

Erste Ergebnisse des Hessen-Monitors mit zentraler TU-Beteiligung veröffentlicht

26. Juni 2026

Der hessische Wissenschaftsminister Timon Gremmels hat heute (26. Juni) erste Ergebnisse der Bevölkerungsbefragung Hessen-Monitor 2026 vorgestellt, an der die TU Darmstadt maßgeblich beteiligt ist. Demnach stehen die Menschen in Hessen fest zur Demokratie und wünschen sich zugleich, dass die Politik Probleme sichtbarer löst und auf die Anliegen der Bevölkerung eingeht. In dem interdisziplinären Forschungsverbund aus fünf hessischen Hochschulen ist die TU Darmstadt stark vertreten: Mit Professor Christian Stecker, Professorin Michèle Knodt und Dr. Christina-Marie Juen sind Wissenschaftler:innen aus dem Institut für Politikwissenschaft in die Projektleitung und -entwicklung eingebunden.

Der Auswertung des ersten Hessen-Monitors zufolge befürworten 95,4 Prozent der Befragten die Demokratie als Idee, und 92,3 Prozent zeigen sich mit der Demokratie des Grundgesetzes zufrieden. Lediglich 64,3 Prozent allerdings sind mit dem Funktionieren der Demokratie im Alltag zufrieden. Insgesamt 85,2 Prozent der Befragten fühlen sich ihrer Gemeinde verbunden und 81,4 Prozent dem Land Hessen. Während rund 80 Prozent ihre persönliche wirtschaftliche Situation positiv bewerten, beurteilen lediglich 26 Prozent die wirtschaftliche Lage Deutschlands positiv.

Für die Erhebung kontaktierte das Forschungsteam zwischen Mai und Juni 2026 insgesamt 30.000 Personen, mehr als 4.000 Interviews mit Menschen zwischen 19 und 86 Jahren wurden geführt. Die Studie soll demokratische Einstellungen, gesellschaftliche Entwicklungen sowie Herausforderungen für den gesellschaftlichen Zusammenhalt beobachten. Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur (HMWK) fördert den Hessen-Monitor bis zum kommenden Jahr mit mehr als 200.000 Euro. Die weitere Datenauswertung und die Vorbereitung des wissenschaftlichen Begleitbandes nebst Kurzbericht für die interessierte Öffentlichkeit sind bis Frühjahr 2027 geplant. HMWK/mih

Wettbewerb „Mach's einfach(er)“ prämiert Ideen aus der TU-Verwaltung

Die Preisträgerinnen des Wettbewerbs von SekretariaNet
Die Preisträgerinnen des Wettbewerbs von SekretariaNet

25. Juni 2026

Einen „Frühjahrsputz“ der besonderen Art hat das Netzwerk SekretariaNet der TU Darmstadt veranstaltet. Beim Wettbewerb „Mach's einfach(er)“ konnten Vorschläge für Verbesserungen, Veränderungen und Vereinfachungen in der Verwaltung gemacht werden. Rund 20 Beschäftigte haben sich mit 39 Vorschlägen am Wettbewerb beteiligt. Bei der Preisverleihung am 24. Juni wurden die besten Vorschläge prämiert.

Der 1. Platz ging an Nicole Schätzle aus dem Fachbereich Informatik mit dem Vorschlag das Tool ISAMT uniweit zu nutzen. ISAMT ermöglicht die Verwaltung von Verträgen für Studentische Hilfskräfte. Es bietet eine digitale Alternative zum bisherigen „Stundenzettel“ und erleichtert die Verwaltung. Es wurde als Studierendenprojekt entwickelt und ist speziell auf die Bedürfnisse an der TU Darmstadt angepasst.

Platz 2 ging an Felicitas Eichler aus dem Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften für den Vorschlag, alle Hörsäle und Seminarräume mit funkgesteuerten, gut sichtbaren Uhren auszustatten. Da bei Klausuren Computer, Mobiltelefone und Smartwatches verboten sind, haben die Studierenden keine genaue Uhrzeit. Die ist jedoch für eine gute Zeitplanung von großer Bedeutung. Auch für Lehrende ist eine Uhr eine Hilfe bei Vorträgen und Veranstaltungen.

Kathrin Luijk aus dem Fachbereich Informatik kam auf den 3. Platz mit der Idee, den in diesem Jahr erstmals vom SekretariaNet durchgeführten „Boy‘s Day“ jährlich stattfinden zu lassen. Neben dem „Girl’s Day“, der Mädchen für Berufe im MINT-Bereich begeistern möchte, bietet der „Boy´s Day“ die Möglichkeit Jungen für Verwaltungsberufe zu interessieren.

Um die eingereichten Ideen zu nutzen, wird das SekretariaNet das Gespräch mit den beteiligten Bereichen suchen, um zu prüfen, was umgesetzt werden kann. Die Ergebnisse werden schrittweise auf der Homepage von SekretariaNet veröffentlicht.

Das SekretariaNet ist das Netzwerk für alle, die in Assistenz und Verwaltung an der TU Darmstadt arbeiten. Es bietet Austausch und Vernetzungsmöglichkeiten, Informationen zum Arbeitsalltag sowie eine Begleitung beim Start an einem neuen Arbeitsplatz. SekretariaNet/pb

Medienschau: Professor von Stryk zu humanoiden Robotern

24. Juni 2026

Humanoiden Robotern werden für die Zukunft vielfältige Einsatzmöglichkeiten zugeschrieben, etwa in der Pflege, im Haushalt oder in der Industrie. Wie realistisch diese Erwartungen sind und welche technischen Hürden bis zu einem breiten Einsatz noch überwunden werden müssen, untersucht ein Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (für TU-Angehörige im Bibliotheksportal verfügbar).

Darin ordnet TU-Professor Oskar von Stryk gemeinsam mit weiteren Robotikexperten den aktuellen Stand der Entwicklung ein. Zwar beherrschen heutige Roboter immer beeindruckendere Bewegungsabläufe, für den breiten Einsatz im Arbeitsalltag fehlten jedoch noch wichtige Voraussetzungen. Besonders bei der Handhabung von Objekten und im Umgang mit unvorhersehbaren Situationen stünden die Entwicklerinnen und Entwickler vor großen Herausforderungen. Von Stryk betont zudem, dass Deutschland bei der Entwicklung humanoider Robotik den Anschluss an die internationale Konkurrenz verlieren könnte.

Oskar von Stryk leitet das Fachgebiet Simulation, Systemoptimierung und Robotik am Fachbereich Informatik der TU Darmstadt. cst

Die TU Darmstadt feiert ihr erstes Einhorn

24. Juni 2026

Mit Focused Energy hat erstmals eine Ausgründung der TU Darmstadt den Einhorn-Status erreicht. Als Einhörner werden Start-ups bezeichnet, die mit mehr als einer Milliarde Dollar bewertet werden. Das 2021 gegründete deutsch-amerikanische Laserfusionsunternehmen hatte zuletzt eine Finanzierungsrunde bekanntgegeben und zählt zu den führenden Unternehmen der Laserfusion.

In einer persönlichen Videobotschaft gratulieren TU-Präsidentin Professorin Tanja Brühl und Professor Thomas Walther, Vizepräsident für Innovation und Internationales, dem Team von Focused Energy zu diesem überragenden Erfolg.

Focused Energy entwickelte sich aus der Forschung von Markus Roth, Mitgründer und CSO von Focused Energy und Professor für Laser- und Plasmaphysik an der TU Darmstadt. Das Ziel von Focused Energy ist es, die Fusionstechnologie von der Forschung in die industrielle Anwendung zu überführen und gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Wissenschaft in Biblis das weltweit erste Laserfusionskraftwerk bis Mitte der 2030er Jahre zu errichten. Focused Energy verfolgt dabei einen konsequent industrieorientierten Ansatz: Aufbauend auf jahrzehntelanger internationaler Fusionsforschung und der technologischen Expertise seiner Gründer verbindet das Unternehmen wissenschaftliche Exzellenz mit der Geschwindigkeit und Skalierungsfähigkeit eines privat finanzierten Hightech-Unternehmens. pb/cst

„Begnadeter Geschichtenerzähler“: TU-Historikerin Froehlich über Herodot

24. Juni 2026

Die Althistorikerin Susanne Froehlich von der TU Darmstadt hat auf Deutschlandfunk Nova die Bedeutung des antiken griechischen Schriftstellers Herodots als „Vater der Geschichtsschreibung“ gewürdigt. Wie zu seiner Zeit üblich habe Herodot in einer „doppelten Mission“ mit seiner Literatur zugleich bilden und unterhalten wollen, sagte sie in der Sendung „Eine Stunde History“. Er sei „zweifellos ein ernstzunehmender und auch ein hochkarätiger Historiker“ gewesen, erklärte sie. „Aber ein begnadeter Geschichtenerzähler war er eben auch.“ Der Geschichtsschreiber Herodot von Halikarnassos hielt wichtige Ereignisse aus dem 5. Jahrhundert für die Nachwelt fest, unter anderem den historischen Machtkampf der Griechen gegen die Perser.

Professorin Froehlich leitet an der TU Darmstadt das Fachgebiet Alte Geschichte am Institut für Geschichte (Fachbereich Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften). hux/mih

Großes Medienecho für die ANTS

23. Juni 2026

Roboter und Drohnen, die sich in Schwärmen bewegen und ihre Aufgaben miteinander koordinieren – dieses Thema der ANTS 2026, der Konferenz zur Schwarmintelligenz, stieß ein großes Medienecho an.

Das Magazin 17.30 Sat.1 Live (ab 5‘50‘‘) und die hessenschau (ab 16‘00‘‘) begleiteten die Konferenz, zeigten Drohnen und Roboter in Aktion und stellten Anwendungsmöglichkeiten der kollektiven Schwarmintelligenz vor. Im Gespräch mit Professor Roderich Groß, Vorsitzender der Konferenz und Leiter des Fachgebiets Resiliente Cyber-Physische Systeme an der TU Darmstadt, beleuchtete das Sat1-Magazin auch die Bedeutung der TU in der Forschungslandschaft: „Die TU Darmstadt ist eine der weltweit führenden Universitäten der KI-basierten Robotik“, so Groß im Beitrag.

Ausführlich berichtete auch die Frankfurter Rundschau über die Konferenz und konstatierte: „Ehrgeizige, explorative und bahnbrechende Unternehmungen werden bei der ,Ants‘ nämlich vorgestellt, die das Thema ,Schwarmintelligenz über Systeme, Disziplinen und Gemeinschaften hinweg‘ hat.“ Immer wenn Roboter und Drohnen in Schwärmen koordiniert werden müssen, spiele Künstliche Intelligenz eine große Rolle, erläuterte Groß: „KI kann dabei helfen, dass in einem Schwarm eine Drohne selbstständig entscheiden kann, welche Aufgaben sie übernimmt – passend zu ihrem Akkustatus oder ihrem Zustand.“

Die TU Darmstadt war Gastgeberin der ANTS 2026. Die Konferenz versammelte in Darmstadt Anfang Juni über 200 Forscher aus mehr als 30 Ländern, die im Bereich Schwarmintelligenz von Drohnen und Robotern arbeiten, und wurde ausgerichtet in enger Kooperation mit dem Robotics Institute Germany (RIG). mob/sip

Medienschau: Was bedeuten Familiennamen?

23. Juni 2026

TU-Professorin Andrea Rapp des Instituts für Sprach- und Literaturwissenschaft hat in einem Podcast von hr2 Kultur das „Digitale Familiennamenwörterbuch Deutschland“ vorgestellt. Dieses Forschungsprojekt beschäftigt sich mit Familiennamen, die in Deutschland häufig vorkommen, und untersucht ihre Bedeutung und Herkunft. Laut Professorin Rapp stammen die meisten Familiennamen in Deutschland aus dem Mittelalter und deuten auf Berufe oder Eigenschaften der Menschen hin. In manchen Fällen haben die Namen auch überraschende Bedeutungen, wie zum Beispiel „Nonnenmacher“. Auch die Migrationsbewegungen könne man anhand der Familiennamen erkennen, weshalb es wichtig sei, auch die geographische Herkunft von Namen zu berücksichtigen.

Rapp leitet die Arbeitsstelle Darmstadt für das universitätsübergreifende Forschungsprojekt und ist außerdem Inhaberin des Lehrstuhls Germanistik – Computerphilologie und Mediävistik. Das Forschungsprojekt „Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschland“ (DFD) der TU Darmstadt, der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur erschließt seit 2012 für insgesamt 24 Jahre den Familiennamenbestand der Bundesrepublik und stellt die Ergebnisse im Internet zur Verfügung. Das Projektteam plant, rund 200.000 der in Deutschland vorkommenden Familiennamen lexikografisch zu erfassen, zu kartieren und auf ihren Ursprung hin zu untersuchen. mob/mho

Delegation des SIIT zu Gast an der TU Darmstadt

Gruppenfoto der Delegation mit Vizepräsident Walther im Innenhof des Wissenschaftsschlosses der TU Darmstadt, Personen von links nach rechts: Prof. Thunyaseth Sethaput, Dagmar Bergwitz, Dr. Jana Freihöfer, Prof. Thomas Walther, Prof. Kriengsak Panuwatwanich, Prof. Rujira Chaysiri, Dr. Cyntia Sandes Oliveira, Prof. Warut Pannakkong
Gruppenfoto der Delegation mit Vizepräsident Walther im Innenhof des Wissenschaftsschlosses der TU Darmstadt, Personen von links nach rechts: Prof. Thunyaseth Sethaput, Dagmar Bergwitz, Dr. Jana Freihöfer, Prof. Thomas Walther, Prof. Kriengsak Panuwatwanich, Prof. Rujira Chaysiri, Dr. Cyntia Sandes Oliveira, Prof. Warut Pannakkong

23. Juni 2026

Eine Delegation des Sirindhorn International Institute of Technology (SIIT) der thailändischen Thammasat University besuchte im Juni die TU Darmstadt. Die Delegation wurde vom Direktor des Instituts, Professor Kriengsak Panuwatwanich, geleitet.

Professor Thomas Walther (Vizepräsident für Innovation und Internationales), Dr. Jana Freihöfer (Leiterin des Dezernats Internationales), Dr. Cyntia Sandes Oliveira (Leiterin Referat Internationale Beziehungen Overseas) sowie Dagmar Bergwitz (Koordinatorin Overseas) empfingen die Delegation zu einem Arbeitsmittagessen und Gesprächen im Wissenschaftsschloss der TU. Im Fokus des Treffens standen der Austausch über die langjährige, erfolgreiche Partnerschaft zwischen beiden Institutionen, die weitere Stärkung der Studierendenmobilität sowie zukünftige Möglichkeiten zur Vertiefung der akademischen und wissenschaftlichen Kooperation.

Mit großem Interesse besuchte die Delegation das Institut für Druckmaschinen und Druckverfahren (IDD). Professor Andreas Blaeser stellte aktuelle Projekte der Forschungsgruppe Biomedizinische Drucktechnologie im Fachbereich Maschinenbau vor. Die hochmodernen Laboratorien und die Forschung im Bereich des Bioprintings boten Anknüpfpunkte, um Potenziale für eine vertiefte Zusammenarbeit in den Ingenieurwissenschaften zu identifizieren.

Die TU Darmstadt und das SIIT verbindet eine langjährige und dynamische Austauschkooperation, in deren Rahmen regelmäßig Studierende und Forschende beider Institutionen gefördert werden. Der Besuch unterstreicht die enge Verbundenheit und den Ausbau der Beziehungen zwischen der TU Darmstadt und ihren thailändischen Partnern. DEZ VIII

Neuer LOEWE-Schwerpunkt „MultiDrug-TDM“ stellt sich vor

22. Juni 2026

Der neue LOEWE-Schwerpunkt „MultiDrug-TDM“ der TU Darmstadt hat sich heute (22. Juni) bei einer Feierstunde im hessischen Wissenschaftsministerium vorgestellt. Das Projekt unter der Leitung von Professor Torsten Frosch sowie drei weitere LOEWE-Schwerpunkte und ein LOEWE-Zentrum erhielten ihre Urkunden von Staatssekretär Christoph Degen, wie das Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur (HMWK) mitteilte. Zudem gab es eine Podiumsdiskussion zu den Perspektiven des LOEWE-Programms.

„MultiDrug-TDM – Personalisierte Medizintechnik für das therapeutische Drug-Monitoring am Point-of-Care in der pädiatrischen Onkologie“ erforscht und entwickelt neuartige und dringend benötigte medizintechnische Lösungen für die personalisierte Therapie von Kindern mit Krebserkrankungen. An dem Projekt unter Federführung der TU ist auch die Goethe-Universität Frankfurt am Main beteiligt. Zusammen mit der Johannes Gutenberg-Universität Mainz bilden TU Darmstadt und Goethe-Universität die Allianz der Rhein-Main-Universitäten (RMU), die sich gemeinsam als Exzellenzverbund bewerben. „MultiDrug“ wird vom Land von 2026 bis 2029 mit 4,3 Millionen gefördert. HMWK/mih

Besuche von Studierenden aus San Antonio an der TU Darmstadt

19. Juni 2026

Im Mai besuchten zehn Studierende des Margie and Bill Klesse College of Engineering and Integrated Design der UT San Antonio im Rahmen einer Studienreise die TU Darmstadt. Nach einer Einführung in das deutsche Studiensystem und die TU-Angebote für Mobilität von Partneruniversitäten, begrüßte der Fachbereich Maschinenbau die Studierenden. Sie erhielten einen Einblick in die Forschungsarbeit und das Studienangebot. Das Institute for Robotic Systems in Mechanical Engineering weckte großes Interesse bei den Studierenden. Der anschließende Austausch mit einem Studierenden des Maschinenbaus ermöglichte den Studierenden ihre Studienerfahrungen zu vergleichen.

Das Honors College der UT San Antonio unterstützt besonders motivierte und begabte Studierenden aus allen Fachbereichen. Um eine Einführung in die Möglichkeiten von Auslandsaufenthalten im Rahmen des Studiums zu erhalten und einen Einblick in Forschung in Deutschland zu geben, begrüßte das Dezernat VIII – Internationales eine Gruppe von zehn Studierenden im Juni an der TU. Der Fokus der Studierenden lag auf den Natur- und Ingenieurswissenschaften. Neben einer Einführung ins deutsche Hochschulsystem und der Vorstellung der TU, hatten die Studierenden die Möglichkeit Lehre und Forschung in den Fachbereichen Chemie und Materialwissenschaften kennen zu lernen. Neben Einführungen ins Studium und Laborführung konnten sich die Studierenden mit den Professor:innen und Studierenden der Fachbereiche austauschen.

Beide Besuche haben das Ziel die Studierenden für einen Austauschaufenthalt an der TU zu begeistern und damit die Partnerschaft aktiv zu halten. Die Kooperation mit der UT San Antonio wurde 2017 im Rahmen der Städtepartnerschaft Darmstadt – San Antonio abgeschlossen und verdeutlicht, wie Städtepartnerschaften sich in verschiedenen Bereich entwickeln können. Julia Fitzthum, Referat VIIIC Internationale Beziehungen Overseas

QS-Ranking 2027: TU Darmstadt bundesweit stark bei Internationalität und Arbeitsmarktchancen

18. Juni 2026

Im aktuellen QS World University Ranking belegt die TU Darmstadt Platz 250 im globalen Vergleich. Gegenüber dem Vorjahr verbessert sich die TU in den Bereichen Forschung und Internationalität: In den Indikatoren Zitationen je Fakultätsmitglied und Anteil internationaler Studierender erreicht sie jeweils Rang 126. Auch ihre akademische Reputation bewertet QS besser als zuvor. Darüber hinaus verbessert sich der Score der TU Darmstadt im Bereich Nachhaltigkeit und liegt damit weltweit im besten Viertel der gerankten Hochschulen.

Im Bundesvergleich zählt die TU Darmstadt bei den Arbeitsmarktchancen ihrer Absolvent:innen sowie beim Anteil internationaler Studierender zu den Top 10 der deutschen Universitäten.

Das Ranking macht die TU Darmstadt als international profilierte Universität sichtbar, die wissenschaftliche Exzellenz mit globaler Ausrichtung verbindet. Besonders die Platzierungen bei der Zitationswirkung und der Internationalität der Studierenden unterstreichen die wissenschaftliche Sichtbarkeit und internationale Attraktivität der Universität.

Bewertet werden insgesamt neun Indikatoren – darunter akademische Reputation, Betreuungsschlüssel, Forschungsleistung und internationale Ausrichtung. Die Daten fließen gewichtet in die Gesamtbewertung ein.

Insgesamt wurden 8.808 Universitäten aus 106 Ländern bewertet, von denen 1.504 in das Ranking aufgenommen wurden – darunter 60 aus Deutschland. 98 Einrichtungen sind erstmals vertreten.

Medienschau: Streitgespräch über Minderheitsregierung und Umgang mit der AfD

17. Juni 2026

Prof. Christian Stecker, Politikwissenschaftler an der TU Darmstadt, diskutiert in einem Streitgespräch in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Artikel für TU-Angehörige im Bibliotheksportal verfügbar) mit Philipp Amthor, Parlamentarischem Staatssekretär im Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung und CDU-Politiker, über Minderheitsregierungen und den parlamentarischen Umgang mit der AfD.

Stecker plädiert für flexible Mehrheiten statt starrer Koalitionen: In einem fragmentierten Parteiensystem brauche es „plurale Mehrheitsbildung„. Konkret schlägt er „Agree to disagree“-Klauseln vor, die themenweise wechselnde parlamentarische Mehrheiten – auch unter Einbindung der AfD – ermöglichen. Amthor widerspricht: Stabile Mehrheitskoalitionen blieben das demokratische Leitbild; eine Einbeziehung der AfD normalisiere eine „autoritär-destruktive Partei„ und gefährde die Stabilität der Gesellschaft.

Einigkeit besteht darin, dass vergangene Koalitionen gescheitert sind und Vertrauen in die demokratischen Parteien verloren gegangen ist. Amthor räumt Fehler der Union in der Migrations- und Energiepolitik offen ein. Die Partei habe oft nicht ausreichend herausgearbeitet, welches Zielbild sie von der Zukunft christdemokratisch-konservativer Politik habe. Das Streitgespräch zeigt jedoch auch grundlegenden Dissenz. Stecker sieht in der strikten Abgrenzung ein strategisches Eigentor, das der AfD erlaube, im Verborgenen die „Phantasie“ einer konstruktiven Regierungsrolle zu pflegen. Amthor hält dagegen, eine Entzauberung durch Regierungsbeteiligung funktioniere nirgendwo in Europa. sip

Einblicke in Spitzenforschung: Grünen-Delegation besucht TU Darmstadt

16. Juni 2026

Am 15. Juni besuchten die forschungspolitische Sprecherin von Bündnis 90 / Die Grünen im Deutschen Bundestag, Ayse Asar, die Landtagsabgeordneten Nina Eisenhardt und Andreas Ewald, und die Darmstädter Stadtverordnete Stefanie Scholz-Willenbockel die TU Darmstadt. Nach einem Austausch mit Mitgliedern des Präsidiums zu hochschulpolitischen Fragestellungen führte der Weg auf den Campus – und direkt in die Zukunft. An zwei Stationen erhielten die Gäste Einblicke in Projekte, in denen Wissenschaftler:innen heute kollaborativ an Lösungen für morgen arbeiten.

Am Institut für Druckmaschinen und Druckverfahren präsentierte das Team um Professor Andreas Blaeser innovative Drucktechnologien für Anwendungen von der Zelle bis zur Gebäudestrukturen. Die entwickelten Verfahren werden in Ausgründungen und Kooperationen in die industrielle Praxis überführt. Im Labor erlebten die Besucher:innen ausgewählte Projekte: Organs-on-a-chip ermöglichen Medikamententests an menschlichen Zellen ohne Tierversuche, der Druck von Muskel- und Fettzellen eröffnet neue Perspektiven für die ressourcenschonende Lebensmittelproduktion, und der Blowextrusion-3D-Druck erlaubt die Herstellung großer Leichtbaustrukturen mit deutlich reduziertem Materialeinsatz. Ein studentisches Team des diesjährigen SensUs-Wettbewerbs demonstrierte seine Arbeit an einem Biosensor, der künftig Menschen mit Parkinson bei der Dosierung ihrer Medikamente unterstützen könnte.

Die zweite Station führte an den Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik. Die Teams um Professor Florian Steinke und Professor Gerd Griebentrog zeigten, wie ihre Forschung zum Gelingen der Energiewende beiträgt. Im Projekt CyberStress wurde eine Stresstest-Methodik entwickelt, die die Resilienz von Stromnetzen gegenüber IT-Angriffen untersucht. Empfehlungen des Projekts helfen bei technischen und regulatorischen Vorkehrungen für Krisenfälle. Ein Demonstrator machte anschaulich, wie Spannungsveränderungen erkannt und Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können.

Der Nachmittag stand im Zeichen von künstlicher Intelligenz und menschlicher Kognition. Professorin Mira Mezini, Professor Constantin Rothkopf und Professor Marcus Rohrbach gaben Einblicke in aktuelle Entwicklungen am Hessischen Zentrum für Künstliche Intelligenz hessian.AI sowie in die Exzellenzcluster Reasonable Artificial Intelligence (RAI) und The Adaptive Mind (TAM). Zum Abschluss zeigte das TU-Darmstadt-Start-up FlyPix AI eindrucksvoll, wie KI die Auswertung von Geodaten in Echtzeit unterstützen kann. Schäfer

Labor für Unterrichtsentwicklung, Planspiele und Exchange (LUPE) eröffnet

Das Labor bietet eine Auswahl an Materialien für die Unterrichtsplanung.
Das Labor bietet eine Auswahl an Materialien für die Unterrichtsplanung.

15. Juni 2026

In der Alexanderstraße 6 (S1|13 Raum 6) befindet sich das nun eröffnete Labor für Unterrichtsentwicklung, Planspiele und Exchange (LUPE). LUPE ist ein zentraler Ort für alle, die Schule und Unterricht aktiv mitgestalten und beforschen wollen. In den Räumlichkeiten bieten Katja Adl-Amini, Professorin für Schulpädagogik im Kontext von Heterogenität, und ihr Team Lehramtsstudierenden, Lehrenden, Forschenden und Akteur:innen aus der Praxis den Raum, gemeinsam zu planen, zu diskutieren und zu lernen. Ziel ist die Professionalisierung im Kontext von Heterogenität durch einen engen Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis.

Das Raumkonzept bricht mit klassischen Strukturen:
Flexibilität: Eine mobile Ausstattung aus stapelbaren Tischen und Stühlen ermöglicht es, jederzeit freie Flächen für Interaktion und Bewegung zu schaffen.

Aktivierung: Offene Flächen werden gezielt genutzt, um das volle Potenzial aktivierender Lehr-Lern-Formate auszuschöpfen.

Atmosphäre: Neben Whiteboard-Wänden für gemeinsames Denken lädt eine gemütliche Sofaecke zum informellen Austausch und Arbeiten ein.

LUPE basiert auf vier Säulen:
Das Labor bietet Raum für die Analyse von Unterricht, videobasierte Reflexion und die Erprobung adaptiver Lehr-Lern-Methoden in flexiblen Forschungs- und Beobachtungsszenarien.

In der Säule Unterrichtsentwicklung unterstützt LUPE Lehramtsstudierende in Praxisphasen durch Beratung, wissenschaftlich fundierte Materialien und Räume zur gemeinsamen Unterrichtsplanung.

Planspiele ermöglichen Studierenden, komplexe schulischbezogene Situationen probeweise zu durchlaufen und aus unterschiedlichen Rollen heraus zu reflektieren.

In der Säule Exchange bringt LUPE schulpraktische Fragen mit wissenschaftlicher Expertise zusammen.

Interessierte Lehrkräfte können mit dem Team Kontakt aufnehmen unter , Telefon: +49 6151 16-23979

LUPE/bjb

Architekturpreis der deutschen Wirtschaft 2026 geht an TU-Absolventin

Fitore Delija, Gewinnerin des Architekturpreises der deutschen Wirtschaft 2026
Fitore Delija, Gewinnerin des Architekturpreises der deutschen Wirtschaft 2026

12. Juni 2026

Fitore Delija, Absolventin des Fachbereichs Architektur der TU Darmstadt, wurde am 9. Juni mit dem Architekturpreis der deutschen Wirtschaft 2026 ausgezeichnet. Ihre freie Masterarbeit „Geschichte als Haus | Haus als Geschichte", die am Fachgebiet Entwerfen und Gebäudetypologie von Professorin Elke Reichel entstand, überzeugte die Jury aus zehn nominierten Arbeiten auf der Shortlist.

In ihrer freien Masterthesis untersuchte Delija anhand des Sozialzentrums auf dem Frankfurter Unicampus Bockenheim – einem brutalistischen Bau aus den 1970er-Jahren von Heinrich Nitschke – Strategien gegen Abriss und investorengetriebene Stadtentwicklung. Das Gebäude ist derzeit zum Abriss vorgesehen; damit würden rund 4.500 Tonnen CO₂ grauer Energie verloren gehen.

Delijas Entwurf greift die Idee der Prozessarchitektur auf: Wie lässt sich Architektur in ihrer zeitlichen Dimension denken, und wie kann ein Bestandsgebäude als Materialbank und Erinnerungsträger zugleich funktionieren? Delija entwickelt ein „Haus der Bevölkerung“ und Umbauforum, das den Bestand respektiert und weiterdenkt.

Der mit 20.000 Euro dotierte Architekturpreis der deutschen Wirtschaft wird seit 1954 vom Kulturkreis der deutschen Wirtschaft vergeben und zählt zu den hochdotiertesten Auszeichnungen für Nachwuchsarchitekt:innen im deutschsprachigen Raum. In diesem Jahr standen erstmals Masterabschlussarbeiten aus Architektur und Städtebau an deutschen Universitäten im Fokus. FB Architektur/pb

Medienschau: Wie Flüsse zu Deutschlands größtem Fernwärmenetz werden

12. Juni 2026

Flüsse und Seen nutzen wir an heißen Tagen gerne als willkommene Möglichkeit, um uns abzukühlen. Doch eine Nutzung ist auch in die andere Richtung möglich: So könnte die in Gewässern gespeicherte Energie auch genutzt werden, um zu heizen. Wie Wasser zum Baustein der Wärmewende werden kann, bespricht Moderator Christopher Baczyk mit Jessika Gappisch in der aktuellen Folge von „Technik aufs Ohr“, dem Podcast der VDI.

Jessika Gappisch forscht an der TU Darmstadt am Fachgebiet Wasserbau und Hydraulik (Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften) und untersucht, wie Flüsse und andere Gewässer als nachhaltige Wärmequelle genutzt werden können. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich die in Gewässern gespeicherte Wärme technisch nutzbar machen lässt. Auch bei der Aquathermie liegt die technische Lösung in der Wärmepumpe, welche die Temperatur auf ein für Gebäude nutzbares Niveau anhebt. Dabei wird schnell klar, dass Aquathermie keine Nischentechnologie ist, sondern beachtliches Potenzial bietet. „Städte haben sich an Flüssen angesiedelt, was jetzt dazu führt, dass solche Gewässer wie eine Art Fernwärmenetz wirken können“, erklärt Gappisch im VDI-Podcast. VDI/pb

Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften: Läuft!

11. Juni 2026

Beim diesjährigen JPMorganChase-Corporate-Challenge-Lauf in Frankfurt waren drei Fachgebiete des Fachbereichs Rechts- und Wirtschaftswissenschaften der TU mit einem starken Team am Start. Läufer:innen aus den Fachgebieten Wirtschaftsinformatik | Software & AI Business, Unternehmensfinanzierung und Entrepreneurship gingen auf die 5,6-Kilometer-Strecke durch die Frankfurter Innenstadt und erreichten unter 2079 Teams den 204. Platz. „Ein großartiges Ergebnis, das zeigt, was man erreichen kann, wenn man zusammenarbeitet“, so das Fazit der Teilnehmer:innen.

Mit der Beteiligung setzte das Team eine Tradition fort, die vor einigen Jahren von TU-Professor Dirk Schiereck ins Leben gerufen wurde.

Die JPMorganChase Corporate Challenge ist die weltweit größte Firmenlaufserie. Teams von Mitarbeitenden aller Fitnesslevels absolvieren unabhängig von ihrem Lauftempo die Strecke und unterstützen gleichzeitig gemeinnützige Organisationen vor Ort. sip

Expertin Knodt zu Katastrophenschutz in Kommunen

10. Juni 2026

TU-Professorin Michèle Knodt hat sich im Podcast des Magazins „Kommunal“ zum Thema kommunaler Katastrophenschutz geäußert. Knodt zufolge haben die Kommunen in Deutschland zwar zumeist Pläne für Krisen und Katastrophenfälle, diese würden aber nur selten geübt, was zum Scheitern im Ernstfall führen könne. „Resilienz entsteht nicht in der Krise, sondern vorher“ so Knodt. Sie empfehlt regelmäßige Krisenübungen, an denen sich auch politische Entscheider, z.B. Bürgermeister, einbringen sollten.

Knodt zieht Lehren auch aus der Flutkatastrophe aus Ahrtal. Das Problem sei weniger das fehlende Material bzw. die fehlende Ausrüstung gewesen, sondern der Mangel an Kommunikation und Koordination. Als Lösung für solche Situationen hat das Team um Professorin Knodt die Idee einer resilienten Litfaßsäule entwickelt. Die „Litfaßsäule 4.0“ könne bis 72 Stunden energieautark sein, von der Feuerwehr oder dem Krisenstab gesteuert werden und im Krisenfall Informationen direkt im Wohnquartier bereithalten.

Darüber hinaus betont Knodt die wichtige Rolle von sichtbarer Führung in solchen Situationen. Sie plädiert für einen gesamtgesellschaftlichen Ansatz, wo Verwaltung, Einsatzkräfte, Vereine und Bürger:innen zusammenarbeiten: „Technik allein hilft uns nicht. Sie muss eingebunden sein in Verwaltung, Kommunen und Bevölkerung.“

Knodt arbeitet am Institut für Politikwissenschaft der TU Darmstadt und ist Leiterin des Arbeitsbereichs „Vergleichende Analyse politischer Systeme und Integrationsforschung“. Sie ist im Direktorium des LOEWE-Zentrums emergenCITY und Direktorin von DiReX (Digital Resilience Xchange).

mob/bjb

Neu an der TU Darmstadt: Mohammad Emtiyaz Khan

Professor Mohammad Emtiyaz Khan
Professor Mohammad Emtiyaz Khan

Professor Mohammad Emtiyaz Khan verstärkt seit dem 1. Juni den Fachbereich Informatik an der TU Darmstadt. Der 47-jährige Experte für Kontinuierliches Lernen und Bayes'sches Schlussfolgern war zuvor als Teamleiter für ein KI-Projekt am Forschungsinstitit RIKEN in Japan tätig. Wir haben Professor Khan zum Start ein paar Fragen gestellt:

Warum sollten Studierende sich für Ihre Themen interessieren? Was ist das Spannende daran?

Künstliche Intelligenz (KI) verändert unsere Gesellschaft, und so spannend das auch ist, müssen wir uns doch auch auf neue Möglichkeiten und Herausforderungen vorbereiten. Meine Arbeit konzentriert sich auf neue Paradigmen des maschinellen Lernens, um die Nachhaltigkeit, Transparenz und Zuverlässigkeit von KI zu verbessern. Diese Arbeit ist nicht nur aufgrund ihres Potenzials, die Art und Weise, wie wir KI-Systeme nutzen und entwickeln, grundlegend zu verändern, äußerst wichtig, sondern auch, weil sie uns eines Tages helfen kann, die Geheimnisse des intelligenten Verhaltens sowohl künstlicher als auch natürlicher Wesen zu entschlüsseln.

An der TU Darmstadt wird Interdisziplinarität großgeschrieben. Wo gibt es in Ihrem Arbeitsfeld Schnittstellen zu anderen Fachgebieten?

Mein Forschungsschwerpunkt liegt auf maschinellem Lernen und Bayes’schen Methoden, mit Fachkenntnissen in Statistik, Optimierung und Steuerung. Im Laufe der Jahre habe ich mit vielen Forschern aus dem Ingenieurwesen zusammengearbeitet, beispielsweise an Problemen in den Bereichen Kommunikation, komplexe Systeme, Spieltheorie und so weiter. Meine Methoden stehen in engem Zusammenhang mit denen, die in den Natur- und Sozialwissenschaften verwendet werden, wie Kognitionswissenschaft, Psychologie, Wirtschaftswissenschaften, Philosophie, Biologie, Mathematik und Physik. Ich hoffe, mit solchen Fachbereichen an der TU Darmstadt in Kontakt zu treten und zusammenzuarbeiten.

In welchen Fachbereich der TU würden Sie gerne mal einen Tag schnuppern? Warum?

Es fällt mir schwer, mich für eine zu entscheiden, aber in der Vergangenheit habe ich es genossen, von Kognitionswissenschaftlern und Psychologen, aber auch von Physikern und Biologen zu lernen. Ich bin fasziniert von komplexen Systemen, die aus mehreren interagierenden Einheiten bestehen (ob intelligent oder nicht), und davon, wie diese Interaktionen zu neuen, interessanten Mustern führen können. Die Natur ist voll von solchen Phänomenen, und ich möchte sie besser kennenlernen und verstehen.

Wenn ich heute Student wäre, würde ich…

.. das Gleiche tun wie damals: neugierig sein, tiefgründig nachdenken und Spaß haben.

Der beste Ausgleich zu einem stressigen Arbeitstag ist …

… mit meiner Familie irgendwo in der Natur zu sein (wandern, schwimmen, zelten oder einfach nur zusammen sein). mih

Stärkung von Cybersecurity-Startups: ATHENE und Futury kooperieren

8. Juni 2026

Das Nationale Forschungszentrum für angewandte Cybersicherheit ATHENE und die Startup-Factory Futury haben eine strategische Partnerschaft zur Förderung forschungsbasierter Cybersecurity-Start-ups gestartet. Ziel ist es, wissenschaftliche Spitzenforschung schneller in marktfähige Unternehmen zu überführen und die Rhein-Main-Region als führenden Standort für Cybersecurity-Innovationen zu stärken.

Die Kooperation umfasst gemeinsame Acceleratorprogramme, den Aufbau einer Pipeline vielversprechender Gründungsteams sowie Expert:innnenformate und Netzwerkveranstaltungen. ATHENE bringt seine Spitzenforschung und den ATHENE Digital Hub Cybersecurity ein, der mehr als 200 Startups mit Industrie und Investoren vernetzt. Futury ergänzt dies mit Industrieexpertise und Zugang zu mehr als 100 Unternehmenspartnern, 100.000 Studierenden und 12.000 Forschenden aus vier exzellenten Universitäten sowie mehr als 2.000 Start-ups und industriegetriebener Innovationsprogramme.

Die Partnerschaft startet zunächst als Memorandum of Understanding; weitere gemeinsame Projekte und Programme sollen in den kommenden Monaten folgen.

Die TU Darmstadt ist eine zentrale verbindende Akteurin beider Partner: Sie zählt zu den vier Trägerhochschulen von Futury und wirkt zugleich als beteiligte Universität an ATHENE mit. pb/Futury

STADTRADELN 2026: TU Darmstadt radelt vom 8. bis 28. Juni

03. Juni 2026

Vom 8. bis 28. Juni 2026 nimmt die TU Darmstadt erneut am internationalen STADTRADELN teil. Alle Studierenden, Mitarbeitenden, Lehrenden sowie Freund:innen und Familienangehörige der TU sind eingeladen mitzumachen – ob auf dem Weg zur Uni, zur Arbeit oder in der Freizeit zählt jeder Kilometer.

Zum Auftakt lädt die Stadt Darmstadt am 8. Juni ab 15 Uhr zum Karo 5 (Karolinenplatz 5) ein. Ab 16 Uhr startet eine gemeinsame „Climate Cycling Tour" über rund sechs Kilometer bis ins Ludwigshöhviertel mit Einblicken in aktuelle Klimaschutzmaßnahmen. Eine vorherige Anmeldung per E-Mail an wird empfohlen.

Die Anmeldung zum Team TU Darmstadt ist ab sofort auf der STADTRADELN-Webseite möglich. mho

Medienschau: Gibt es Klimakriege?

03. Juni 2026

TU-Professor für Friendens- und Konfliktforschung Tobias Ide hat in einem Beitrag des Magazins Welt-Sichten die Rolle des Klimawandels bei Konflikten thematisiert. Laut Professor Ide seien noch keine Kriege ausschließlich aufgrund von Ursachen des Klimawandels ausgebrochen, und das zeichne sich auch für die Zukunft nicht ab. Der Klimawandel sei bisher nur eine Komponente in einer komplexen Wirkungskette, wenn es um Konflikte und Kriege gehe.

2020 untersuchte Professor Ide, ob nach klimabedingten Katastrophen öfter als sonst Gewaltkonflikte ausgebrochen sind. Statistisch gesehen, sei das nicht der Fall – mit einer Ausnahme: Ländern mit hoher Bevölkerungszahl, niedrigen Entwicklungsstand und marginalisierten ethnischen Gruppen. Hier haben Klimakatastrophen die Gewaltrisiken erhöht.

Tobias Ide ist Professor für Friedens- und Konflikt Forschung an der TU Darmstadt und leitet den Programmbereich Transnationale Politik am Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung (PRIF). Seine Forschung befasst sich mit dem Einfluss transnationaler Phänomene (wie Klimawandel, Pandemien und Rohstoffhandel) auf die Dynamiken von Frieden und Konflikt. Zudem arbeitet Tobias Ide zu Gewalt- und Governance-Strategien von Rebellengruppen. Dazu absolvierte er Feldforschung in Ghana, Kolumbien, Nepal, Palästina und den Philippinen und verwendet systematisch vergleichende Methoden. mob/mho

Medienschau: Expertin Hanson zu Bedeutung von erneuerbaren Energien zur Stromnetzstabilisierung

03. Juni 2026

Professorin Jutta Hanson, Leiterin des Fachgebiets Elektrische Energieversorgung unter Einsatz Erneuerbarer Energien am Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik der TU Darmstadt, hat bei einer Online-Veranstaltung des Science Media Centers die Bedeutung von erneuerbaren Energiequellen für die Stabilität des Stromnetzes in Deutschland betont. Daraus zitiert auch die Tagesschau in einem Onlinebericht. Laut Hanson nimmt der Anteil der erneuerbaren Energien in der Stromerzeugung zu, was die Frage aufwerfe, wie man die Aufgaben zwischen den erneuerbaren Energiequellen und den konventionellen Kraftwerken aufteilen muss, um die Spannung regeln zu können. Kraftwerke seien „wie Stützpfeiler im Netz", so die Wissenschaftlerin. Deshalb müssen erneuerbare Energie in der Zukunft mehr zu der Stabilität im Netz beitragen.

Hintergrund für diese Online-Veranstaltung war der Stromausfall vom 28. April 2025, der die Infrastruktur in großen Teilen Spaniens und Portugals für über zwölf Stunden lahmgelegt hat. Die Gründe für diesen Blackout sind laut Analyse-Bericht der europäischen Übertragungsnetzbetreiber mehrere Fehler im Netz. Zunächst hat eine Routinemaßnahme zu einem Überschuss an Spannung im Stromnetz geführt, was die Abschaltung von Photovoltaik und Windkraftwerke verursacht hat. Die Ursache für ihren Ausfall sind ihre sogenannten Wechselrichter, die den Gleichstrom in Wechselstrom umwandeln. Diese haben auf den Überschuss an Spannung empfindlich reagiert und trennten sich aus Selbstschutz vom Netz. mob/bjb

emergenCity Collaboration Award verliehen

29. Mai 2026

Das LOEWE-Forschungszentrum emergenCITY hat den diesjährigen emergenCITY Collaboration Award verliehen. Zwei Publikationen, die 2025 im Rahmen von emergenCITY entstanden sind, wurden aufgrund ihrer außerordentlichen Interdisziplinarität mit dem Preis ausgezeichnet.

Auf dem ersten Platz ist die Gruppe von Leon Janzen, Florentin Putz und Marc-André Kaufhold mit dem Paper zu der Frage, was mit Smartphone-Apps passiert, wenn in einer Krise das Internet ausfällt und nur noch lokale Mobilfunkkonnektivität zur Verfügung steht. Das Paper wurde auf auf der CHI Conference on Human Factors in Computing Systems 2026 in Yokohama, Japan, vorgestellt und liefert Einblicke in die Smartphone-Nutzung in krisenspezifischen Anwendungsfällen vor allem in deutschen Großstädten. Die Autoren liefern Netzbetreibern, Entwicklerinnen und Behörden Erkenntnisse für nutzerorientierte Designentscheidungen bei der Umsetzung Insel-kompatibler 6G-Kommunikation.

Auf dem zweiten Platz kam die Gruppe von Steffen Haesler, Marc-André Kaufhold, Nadja Thiessen und Michaela Leštáková. Sie sind die Autor:innen eines Paper über die Resilienz digitaler Kommunikation in Krisenfällen. Die Forscher:innen schlagen fünf Anforderungen an digitale Selbstorganisation vor, um digitale Resilienz zu stärken, indem Konnektivität neu gedacht und Vorsorge auf digitale Weise verstanden wird. Das Paper wurde auf der Menschen und Computer Konferenz 2025 in Chemnitz vorgestellt. mob/bjb

Auszeichnungen für studentisches Engagement in der Gründungsförderung

28. Mai 2026

Hessens Wissenschaftsminister Timon Gremmels und Melissa Ott, Managing Director von Futury, Europas führendem industriegetriebenem Startup-Ökosystem, sowie Vertreterinnen und Vertreter von drei hessischen Futury-Partnerhochschulen haben elf engagierte Studierende im Futury Startup Space ausgezeichnet.

Die Auszeichnung würdigt außergewöhnliche Leistungen im Innovations- und Startup-Ökosystem der Rhein-Main-Region. Geehrt werden Studierende, die das Ökosystem nachhaltig mitgestalten – darunter die fünf TU-Studierenden Jan Fabig, Marco Gutbell, Michael Lücke, David Weiß und Yanars Kubiyev.

Die elf Ausgezeichneten engagieren sich unter anderem in der Initiative LAUNCH Rhein-Main – ein studentisch geführter, gemeinnütziger Startup-Inkubator mit Sitz in Frankfurt am Main. Die Initiative unterstützt Studierende und Doktorand:innen dabei, ihre Gründungsideen in echte Startups zu verwandeln – durch praxisnahe Workshops, Mentoring und strukturierte Accelerator-Programme.

Gremmels betonte die Bedeutung unternehmerischer Initiative und praxisnaher Innovationskultur an Hochschulen: „Hessen verfügt über hervorragende Hochschulen, starke Forschung und eine wachsende Startup-Szene. Entscheidend ist, dass wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in die Anwendung kommen. Genau dafür brauchen wir Menschen, die Verantwortung übernehmen, Ideen vorantreiben und Brücken zwischen Wissenschaft und Praxis bauen.“

Gleichzeitig betonte er, dass politische und strukturelle Rahmenbedingungen weiterentwickelt werden müssten, um wissenschaftsbasierte Ausgründungen gezielt zu erleichtern. Als Beispiel nannte der Minister das an der TU Darmstadt etablierte Modell „IP4Shares“, das neue Wege beim Transfer geistigen Eigentums aus der Hochschule in Startups geht. Das Modell ermöglicht Gründerinnen und Gründern einen fairen und gründungsfreundlichen Zugang zu Hochschul-IPs und gilt inzwischen bundesweit als möglicher Blueprint für moderne Transferstrukturen. Futury/bjb

Stefan Schülke zum außerplanmäßigen Professor ernannt

TU-Präsidentin Tanja Brühl überreicht Stefan Schülke die Ernennungsurkunde zum außerplanmäßigen Professor.
TU-Präsidentin Tanja Brühl überreicht Stefan Schülke die Ernennungsurkunde zum außerplanmäßigen Professor.

28. Mai 2026

Die TU Darmstadt begrüßt Stefan Schülke als neuen außerplanmäßigen Professor am Fachbereich Biologie. Der 43-Jährige lehrt und forscht zu neuen Adjuvantien für die Allergenimmuntherapie. Nach seinem Diplomstudium der Biologie an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz, promovierte Schülke am Paul-Ehrlich-Institut, Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel, in Langen. Nach einem Auslandsaufenthalt an der Stanford Universität als „Visiting Instructor“ kehrte er an das Paul-Ehrlich-Institut zurück und hatte dort zuletzt die Leitung des Fachgebiets Forschung in der Abteilung Allergologie inne. Wir haben Professor Schülke zum Start an der TU Darmstadt ein paar Fragen gestellt:

Warum sollten Studierende sich für Ihre Themen interessieren? Was ist das Spannende an Ihren Themen?

Die Immunologie ist in den letzten Jahren immer wichtiger geworden. Antikörper werden mittlerweile überall eingesetzt und einige der wichtigsten neuen Medikamente der letzten Jahre (z. B. CAR-T-Zelltherapien, therapeutische Antikörper, Disease modifying antirheumatic drugs, kurz DMARDs, in der Behandlung rheumatischer Erkrankungen) beruhen alle auf unserem besseren Verständnis der Immunologie. Wer hier gute Kenntnisse hat, erhöht seine Chancen in der Biomedizin eingestellt zu werden.

An der TU Darmstadt wird Interdisziplinarität großgeschrieben. Wo gibt es in Ihrem Arbeitsfeld Schnittstellen zu anderen Fachgebieten?

Immunologie liegt per se an der Schnittstelle zwischen Biologie und Medizin. Bei der Charakterisierung unsere Adjuvantien brauchen wir immer wieder die Unterstützung der Chemie.

In welchen Fachbereich der TU würden Sie gerne mal einen Tag schnuppern? Warum?

Geschichte hat mich schon immer fasziniert. Die Menschen beschäftigen sie heute viel zu wenig damit und ich denke, wir können aus der Vergangenheit viele Lektionen für die Zukunft ableiten.

Wenn ich heute Student wäre, würde ich …

… mir neben dem spezifischen Fachwissen Fähigkeiten in der Wissenschaftskommunikation aneignen, wie z. B. die Erstellung eigener Abbildungen und Lehrvideos. Hier lernt man unglaublich viel, wenn man versucht das erlangte Wissen weiterzuvermitteln. Zusätzlich ist es in der kompetitiven Forschungslandschaft unglaublich wichtig aus der homogenen „Masse“ von Folien voller Text und zusammenkopierter Abbildungen hervorzustechen und die eigene Forschung klar zu kommunizieren, um überhaupt wahrgenommen zu werden. Wer hier die eigenen Fähigkeiten kontinuierlich weiterentwickelt, wird in wenigen Jahren Anderen weit voraus sein.

Der beste Ausgleich zu einem stressigen Arbeitstag ist …

… eine Runde Sport, eine gute Mahlzeit und Zeit mit der Familie.

mho

Pre-Departure Meeting der hessischen Landeshochschulprogramme in Wiesbaden

Wissenschaftsminister Timon Gremmels, die nominierten Studierenden für das Landesprogamm Hessen-Massachusetts und Sandra Ristić, TU Darmstadt Geschäftsführung Hessen-Massachusetts Landesprogramm (v.l.n.r.).
Wissenschaftsminister Timon Gremmels, die nominierten Studierenden für das Landesprogamm Hessen-Massachusetts und Sandra Ristić, TU Darmstadt Geschäftsführung Hessen-Massachusetts Landesprogramm (v.l.n.r.).

22. Mai 2026

Am 13. Mai fand im Wissenschaftsministerium in Wiesbaden das jährliche Pre-Departure Meeting der hessischen Landeshochschulprogramme Hessen:Wisconsin und Hessen:Massachusetts statt. Dabei wurden die Studierenden auf ihren bevorstehenden Auslandsaufenthalt vorbereitet und erhielten Informationen zu Studium, Leben und interkulturellem Austausch in den USA. Im Rahmen des Treffens wurden die neuen Stipendiatinnen und Stipendiaten von Wissenschaftsminister Timon Gremmels empfangen.

Gremmels betonte die Bedeutung der Programme für Hessen und seine internationalen Beziehungen: „Akademischer Austausch schafft Verständnis, Vertrauen und gemeinsame Perspektiven. Unsere Studierenden sind Botschafterinnen und Botschafter eines offenen, neugierigen und weltoffenen Hessens. Gerade in geopolitisch schwierigen Zeiten, in denen internationale Zusammenarbeit keine Selbstverständlichkeit ist, kommt jungen Menschen eine besondere Rolle zu. Sie sind die neue Generation von Transatlantikerinnen und Transatlantikern – engagiert, vernetzt und bereit, Verantwortung für die Zukunft unserer gemeinsamen Wertegemeinschaft zu übernehmen.“

Die Geschäftsstelle des Hessen:Massachusetts-Programms ist seit 2018 an der TU Darmstadt angesiedelt. Im kommenden akademischen Jahr werden insgesamt 16 Studierende aus Hessen für ein Auslandssemester nach Massachusetts entsandt. Das Programm stärkt nicht nur internationale Studienerfahrungen, sondern auch die transatlantischen Beziehungen zwischen Hessen und Massachusetts. Sandra Ristić/pb

Medienschau: Graduiertenschulen bringen exzellente Forschung in Anwendung

21. Mai 2026

Die im Auftrag des Auswärtigen Amts erstellte Webseite Deutschland.de berichtet über die internationale Anziehungskraft Deutschlands als KI-Forschungsstandort. Als Grund für den Erfolg werden die Konrad Zuse Schools of Excellence in Artificial Intelligence genannt, die in zahlreichen deutschen Städten angesiedelt sind. Diese Graduiertenschulen bieten Master- und Promotionsprogramme unter anderem an der TU Darmstadt.

Unter Leitung der TU Darmstadt hatte die ELIZA-Graduiertenschule den Zuschlag für das Programm „Konrad Zuse Schools of Excellence in Artificial Intelligence“ des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD) erhalten. Ziele sind die Ausbildung von exzellenten deutschen und internationalen KI-Talenten auf Master- und Promotionsebene sowie die Stärkung des KI-Standorts Deutschland im internationalen Wettbewerb.

ELIZA basiert auf dem Forschungsnetzwerk ELLIS („European Laboratory for Learning and Intelligent Systems“). Dieses vereint herausragende Forschende, die zu den Themen KI und Maschinelles Lernen arbeiten, und wurde bereits vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen KI-Preis 2021. Die ersten sieben deutschen Standorte des europäischen ELLIS-Netzwerks und deren Industriepartner haben sich zur Graduiertenschule ELIZA zusammengeschlossen. mob/mih

Medienschau: KI gestaltet Arbeitswelt um

18. Mai 2026

In seinem Gastbeitrag „Das Büro erlebt seine industrielle Revolution“ in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (für TU-Angehörige online verfügbar) beleuchtet TU-Professor Peter Buxmann, wie Künstliche Intelligenz (KI) die Arbeitswelt grundlegend umgestaltet. Anders als bei früheren Umbrüchen treffe es diesmal nicht die Fabrikhalle, sondern den Schreibtisch – Juristen, Journalisten, Steuerberater und Marketingfachleute stünden im Mittelpunkt des Wandels. Reagieren müssten darauf auch Unternehmen, Politik und Hochschulen.

Buxmann verweist unter anderem auf eine repräsentative Studie der TU Darmstadt in Kooperation mit YouGov: Knapp 60 Prozent der Befragten erwarten, dass KI-Produktivitätsgewinne vor allem zu Jobverlusten führen. Wer KI-Kompetenz besitzt und in digitalisierbaren Berufen arbeitet, sorgt sich besonders – laut Buxmann „völlig zu Recht". Zugleich könne KI jedoch auch als Puffer im demographischen Wandel dienen und auffangen, dass mehr Menschen in Rente gehen als nachrücken.

„Wenn Europa technologisch wettbewerbsfähig bleiben will, wird es daher nicht ausreichen, Risiken detailliert zu regulieren“, so Buxmann. „Entscheidend wird sein, ob Politik den technologischen Wandel und schnelle Innovationen praktisch ermöglicht – oder ihn durch zusätzliche Bürokratie weiter verlangsamt.“

Buxmann leitet das Fachgebiet Wirtschaftsinformatik – Software & AI Business am Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften der TU. sip

Wissenschaftspodcast „GamKi: Kinderleicht & Kopfkomplex“

18. Mai 2026

Die Serious Games AG des Fachbereichs Elektrotechnik und Informationstechnik nimmt im Rahmen des vom Bundes Ministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) geförderten Forschungsprojekt „SG4ChildD“ an dem Wissenschaftspodcast „GamKi: Kinderleicht & Kopfkomplex“ teil. Der Podcast beschäftigt sich mit den aktuellen Entwicklungen der psychotherapeutischen Forschung für Kinder, und die innovativen digitalen Ansätze in der Psychotherapie. Dieser ist Teil des Wissenschaftskommunikationskonzepts des BMFTR-Förderprojekts zu Interaktiven Technologien für Gesundheit und Lebensqualität im Rahmen des Förderschwerpunktes „Interaktive und Gamification-basierte Technologien zur Förderung der psychischen Gesundheit im Kindesalter“ (GamKi).

Die erste Folge des Podcasts ist online und beschäftigt sich mit dem Thema Mobbing, seine psychologischen Folgen auf Kinder, und die Frage, wie man Kinder gegenüber Mobbing resilienter machen kann.

Im Rahmen des Förderprojekts GamKi werden 13 Forschungsprojekte unterstützt, die interaktive und Gamification-basierte Technologien zur Förderung der psychischen Gesundheit im Kindesalter erforschen. Darunter zählt auch das Forschungsprojekt „SG4ChildD“, das unter der Leitung der Serious Games AG steht.

Das Projekt entwickelt ein nutzerzentriertes Serious Game zur Förderung von Emotionsregulation und emotionalen Kompetenzen bei Kindern mit depressiven Symptomen, gemeinsam mit betroffenen Kindern, ihrem Umfeld sowie Expert:innen aus Medizin und Games-Forschung. In einem interaktiven 3D-Wohlfühlort begleiten die Kinder einen magischen Hund auf Schatzsuche und trainieren durch adaptive Minigames, Gamification-Elemente, Individualisierung und alltagsnahen Begleitmaterialien spielerisch Strategien der Emotionsregulation nach Gross. red

„First Light“ für Teleskope des TURM Observatoriums in Namibia

13. Mai 2026

Rund 125 Gäste haben an einer Veranstaltung des TURM Observatoriums der TU Darmstadt zum offiziellen „First Light“ neuer Teleskope in Namibia teilgenommen. Die Besucherinnen und Besucher kamen teils aus einem Umkreis von mehr als 150 Kilometern und zeigten großes Interesse und anhaltende Begeisterung für astronomische Forschung. Professor Robert Roth und sein Team stellten dem Publikum Beobachtungsziele des Südhimmels vor, die bislang vom TURM Observatorium aus nicht zugänglich waren. Zu den Höhepunkten zählten die Große Magellansche Wolke mit dem Tarantelnebel sowie die Galaxie Centaurus A. Auch der Komet C/2025 R3 (PanSTARRS), der sich derzeit aus der Nähe des Sonnensystems entfernt, war Thema des Abends.

Die Veranstaltung verband fachliche Einblicke mit einem lebendigen Austausch. Das „First Light“ markiert für das Team den Beginn weiterer Beobachtungen des Südhimmels. Impressionen vom Abend, Bilder der Beobachtungen und Hintergründe zum TURM Observatorium zeigt der Fachbereich Physik auf seiner Webseite. Fachbereich Physik/pg

TU Darmstadt beteiligt sich an Aktion zum ME/CFS-Awareness-Tag

Visualisierung des blau beleuchteten Uhrturms
Visualisierung des blau beleuchteten Uhrturms

12. Mai 2026

Zum heutigen internationalen ME/CFS-Awareness-Tag setzt die TU Darmstadt ein sichtbares Zeichen: Im Rahmen der Aktion „#LightUpTheNight4ME“ wird die Spitze des Uhrturms blau beleuchtet, um auf die schwere Erkrankung aufmerksam zu machen. ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom) tritt häufig nach Infektionskrankheiten wie Covid-19 auf, charakteristisch sind eine anhaltende, starke Erschöpfung sowie eine ausgeprägte Belastungsintoleranz. Eine ursächliche Therapie oder Heilung gibt es bislang nicht. Laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung wurden 2023 rund 620.000 Behandlungsfälle in Deutschland erfasst.

Für Studierende mit ME/CFS stellt der Studienalltag eine besondere Herausforderung dar. Viele müssen ihr Studium unter- oder abbrechen. Unter bestimmten Voraussetzungen sind jedoch individuelle Anpassungen möglich, etwa ein Teilzeitstudium oder Nachteilsausgleiche. Aktuell berichtet die „Offenbach Post“ über die betroffenen Zwillinge Carla und Ellen Janiel aus Darmstadt. Eine der beiden studierte und promovierte bis zum Ausbruch ihrer Erkrankung an der TU Darmstadt. SGM/mih

Female Student Travel Award 2026 verliehen

Preisträgerinnen, Jurymitglieder und Organisator:innen des Female Student Travel Award 2026
Preisträgerinnen, Jurymitglieder und Organisator:innen des Female Student Travel Award 2026

11. Mai 2026

Sechs Masterstudentinnen der TU Darmstadt haben den Female Student Travel Award 2026 erhalten. Der Preis wurde gemeinsam von dem Sonderforschungsbereich CROSSING, dem LOEWE-Zentrum emergenCITY, dem Hessischen Zentrum für Künstliche Intelligenz (hessian.AI) und dem Exzellenzcluster Reasonable AI (RAI) vergeben. Die diesjährigen Preisträgerinnen sind: Michelle Geisler (Studiengang M.Sc. Cognitive Science und M.Sc. Mathematics; emergenCITY), Jacqueline Koch (Studiengang M.Sc. IT Security; CROSSING). Daniela Risis (Studiengang M.Sc. Computer Science; RAI), Gözde Saçıak (Studiengang M.Sc. Computer Science; CROSSING), Isabelle Sauer (Studiengang M.Sc. Computer Science; emergenCITY), Leonie Schüssler (Studiengang M.Sc. Artificial Intelligence and Machine Learning; hessian.AI)-

Der Female Student Travel Award zeichnet Bachelorstudentinnen in fortgeschrittenen Semestern sowie Masterstudentinnen der TU Darmstadt aus, die überdurchschnittliche Leistungen erbringen und deren Studieninteressen einen klaren Bezug zu den Forschungsthemen der beteiligten Verbünde aufweisen: Cybersicherheit, resiliente urbane Infrastrukturen und Künstliche Intelligenz. Der Preis ermöglicht es den Gewinnerinnen, an einer führenden internationalen Konferenz teilzunehmen, die Frauen in der Informatik und den Ingenieurwissenschaften vernetzt. Erstmals steht allen Preisträgerinnen in diesem Jahr auch die Möglichkeit offen, eine wissenschaftliche Fachkonferenz zu besuchen. Diese Erweiterung spiegelt das gemeinsame Anliegen der beteiligten Verbünde wider, Studentinnen früh Zugang zur Forschungsgemeinschaft zu ermöglichen und sie für eine Karriere in der Forschung zu gewinnen.

Die Preisverleihung fand am Freitag (8. Mai 2026) nach der Ruzena-Bajcsy-Lecture mit Professorin Tina Comes (TU Delft) statt, die vom LOEWE-Zentrum emergenCITY im Georg-Christoph-Lichtenberg-Haus ausgerichtet wurde. Daniela Fleckenstein/mih

TU-Servicestelle rückt „Woche der Familie“ in den Fokus

11. Mai 2026

Die Servicestelle Familie der TU Darmstadt hat auf die „Woche der Familie“ vom 11. bis 15. Mai aufmerksam gemacht. In dieser Woche sollen verschiedene internationale Aktionstage Sorgearbeit im Alltag sichtbar machen und den Blick auf Menschen richten, die Kinder betreuen, Angehörige pflegen oder andere Care-Aufgaben übernehmen. Auch sollen Herausforderungen thematisiert werden, die mit der Vereinbarkeit verschiedener Lebensbereiche verbunden sind.

Die Servicestelle Familie unterstützt Studierende und Beschäftigte der TU Darmstadt dabei, ihr Studium, ihren Beruf oder ihre wissenschaftliche Karriere mit Sorgeaufgaben besser zu vereinbaren. Sie informiert unter anderem zu Kinderbetreuung und Pflege, berät in individuellen Situationen und bündelt Hinweise zu bestehenden Angeboten und Rahmenbedingungen. Darüber hinaus setzt sie sich für eine familienfreundliche Infrastruktur auf dem Campus ein. Servicestelle Familie/mih

Biodiversitäts-Exploratorien verlegen Sitz an die TU Darmstadt

11. Mai 2026

Die Biodiversitäts-Exploratorien (BEO) haben ihren Sitz an die TU Darmstadt verlegt. Das langfristige Infrastruktur- und Schwerpunktprogramm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) erforscht die Auswirkungen der Landnutzung auf die Biodiversität in Wäldern und Grünland in Deutschland. Rund 50 Universitäten und Forschungseinrichtungen sind daran beteiligt.

Mit Beginn der achten Förderphase übernimmt TU-Professor Nico Blüthgen die wissenschaftliche Leitung des Forschungsverbunds. Gleichzeitig endet die langjährige Sprecherrolle von Professor Markus Fischer, der die Biodiversitäts-Exploratorien initiiert und das Forschungsprogramm seit dem Start entscheidend geprägt hat.

Die Biodiversitäts-Exploratorien waren zunächst an der Universität Potsdam angesiedelt und wurden seit 2012 bei der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung koordiniert. Der Wechsel an die TU Darmstadt soll den wissenschaftlichen Austausch stärken und neue Perspektiven für die weitere Entwicklung des Programms eröffnen. mho

Medienschau: Professor Stecker über das Teilen der Macht in der Demokratie

8. Mai 2026

Macht zu teilen falle immer schwerer in einer Demokratie. Warum das so ist und warum sich auch Kompromisse in der Politik heute deutlich schwerer finden lassen, erklärt TU-Professor Christian Stecker im Interview bei radioeins. Der Politikwissenschaftler ist Leiter des Arbeitsbereichs „Politisches System Deutschlands und Vergleich politischer Systeme“ am Institut für Politikwissenschaft am Fachbereich Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften. Laut Stecker waren Koalitionen damals erfolgreicher, weil es klare politische Lager und mehr finanzielle Spielräume gab. Er plädiert für weniger restriktive Koalitionen und eine Offenheit gegenüber wechselnden Mehrheiten beziehungsweise Minderheitsregierungen. Mohammed Bouras/mho

Neue öffentliche Sonntagsführungen im Botanischen Garten

6. Mai 2026

Der Botanische Garten der TU Darmstadt lädt ab sofort in den Sommermonaten zu regelmäßig stattfindenden öffentlichen Sonntagsführungen ein. Ermöglicht werden die Führungen durch den Freundeskreis e.V. des Botanischen Gartens. Interessierte Besucherinnen und Besucher haben damit die Möglichkeit, die Vielfalt der Pflanzenwelt unter fachkundiger Leitung zu entdecken und spannende Einblicke in botanische Zusammenhänge zu gewinnen.

Die Führungen finden einmal monatlich am Sonntag um 11 Uhr an den folgenden Terminen 10. Mai, 7. Juni, 2. August und 6. September statt und richten sich an alle Altersgruppen. Thematisch reicht das Angebot von heimischen Pflanzenarten über exotische Gewächse bis hin zu speziellen Schwerpunkten wie Heilpflanzen, Klimawandel und Biodiversität. Die Inhalte variieren je nach Saison, sodass sich auch wiederholte Besuche lohnen.

„Mit den neuen Sonntagsführungen möchten wir den Botanischen Garten noch stärker für die Öffentlichkeit öffnen und Wissen auf anschauliche Weise vermitteln“, erklärt Professor Simon Poppinga, Wissenschaftlicher Leiter des Gartens.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt in den Botanischen Garten ist kostenfrei, die Teilnahme an der Sonntagsführung kostet 3 €, ein Ticket kann am jeweiligen Termin am Stand des Freundeskreis Botanischer Gartens erworben werden; die Teilnahme ist auf maximal 30 Personen begrenzt; Spenden zur Unterstützung des Gartens sind willkommen. Treffpunkt ist der Infopavillon im Botanischen Garten.

Da am Botanischen Garten keine Parkmöglichkeiten vorhanden sind, wird eine Anreise mit dem ÖPNV, z. B. Buslinie L, Bushaltestelle „Botanischer Garten/Vivarium“ empfohlen. Botanischer Garten

Architektur-Nachwuchspreis für Masterabsolvent Jonas Möller

6. Mai 2026

Jonas Mörler, Absolvent des Fachbereichs Architektur der TU Darmstadt, wurde beim studentischen Nachwuchspreis wa award 2026 mit einem Preis ausgezeichnet. Seine Masterarbeit entstand am Fachgebiet Entwerfen und industrielle Methoden der Hochbaukonstruktion unter Betreuung von Prof. i. V. Martin Baur.

Der von der Fachzeitschrift wa wettbewerbe aktuell ausgelobte wa award zählt zu den renommierten studentischen Nachwuchspreisen im deutschsprachigen Raum. Im Wettbewerbsjahr 2026 wurden 107 nominierte Arbeiten aus über 30 Universitäten, Hochschulen und Kunstakademien eingereicht. Das diesjährige Thema lautete „Konstruktive Räume – Neue Wege im Umgang mit Material und Fügung“.

„Die fundamentale baukonstruktive Frage, welche Rolle der Muschelkalk als räumlicher Protagonist übernehmen kann, wird erfinderisch und multidimensional beantwortet – neben der Logik der Konstruktion und der phänomenalen Klarheit der seriellen und adaptiven Raumstruktur kann sich eine enorme, materialdeterminierte Raumwirkung entfalten." (Aus dem Jurystatement.)

Die Jury, unter dem Vorsitz von Professor Boris Milla (RPTU Rheinland-Pfälzische Technische Universität), vergab insgesamt vier Preise (je 1.000 € sowie Sachpreise) und fünf Anerkennungen (je 200 €). Preisverleihung und Bekanntgabe der Ergebnisse erfolgten am 4. Mai 2026.

Frank Metzger

Französische Hochschulattachée besucht TU Darmstadt

Von links nach rechts: C. Bradlaw, Prof. Dr. V. Bagnoud, Prof. Dr. Thomas Walther, Dr. habil. C. Demesmay, C. Sabouret, Prof. Dr.-Ing. S. Rinderknecht, S. Roos
Von links nach rechts: C. Bradlaw, Prof. Dr. V. Bagnoud, Prof. Dr. Thomas Walther, Dr. habil. C. Demesmay, C. Sabouret, Prof. Dr.-Ing. S. Rinderknecht, S. Roos

4. Mai 2026

Die Attachée für Hochschulkooperation der französischen Botschaft, Frau Dr. habil. Claire Demesmay, war am 30. April zu Gast an der TU Darmstadt. Den Antrittsbesuch begleiteten neben Professor Thomas Walther, Vizepräsident für Innovation und Internationales, Professor Vincent Bagnoud (Institut für Angewandte Physik) und Professor Stephan Rinderknecht (Institut für Mechatronische Systeme) mit Impulsvorträgen. Sie veranschaulichten die bereits sehr guten Beziehungen zu französischen Partnerinstitutionen, insbesondere zur École Centrale de Lyon, zu der die TUDa seit 1968 im Rahmen ihrer ältesten Partnerschaft in Frankreich enge Beziehungen unterhält.

Um wissenschaftliche Kooperationen mit Frankreich als wichtigem europäischem Nachbarn weiter zu stärken, boten Demesmay und ihre Mitarbeiterin Clémentine Sabouret konkrete Unterstützung an, beispielsweise im Kontext der Organisation wissenschaftlicher oder akademischer Veranstaltungen an der TUDa mit Bezug zu Frankreich. Zur Sprache kamen während des Besuchs auch übergeordnete Formen der deutsch-französischen Zusammenarbeit wie zum Beispiel jene im sogenannten Weimarer Dreieck, einem außenpolitischen Gesprächs- und Kosultationsforum zusammen mit Vertreter:innen Polens. Ein kurzer Rundgang durch die Universitäts- und Landesbibliothek im Wissenschaftsschloss rundete den Besuch ab. Bradlaw/mih

TU Darmstadt empfängt Besuch der Universität Brescia

Besuch aus Brescia an der TU Darmstadt
Besuch aus Brescia an der TU Darmstadt

4. Mai 2026

Im Rahmen der Städtepartnerschaften der Stadt Darmstadt haben Delegierte der Università di Brescia in Italien die TU Darmstadt besucht. Professor Thomas Walther, Vizepräsident für Innovation und Internationales, begrüßte die Gäste am 30. April. Zunächst stand ein Laborbesuch bei „Wireless Networking and Cybersecurity“ auf dem Programm, einem Gebiet des Fachbereichs Informatik, in dem beide Partneruniversitäten seit vielen Jahren gemeinsam forschen.

Anschließend tauschte sich die von Rektor Professor Francesco Castelli angeführte Gruppe mit Vertreter:innen der Fachbereiche Elektrotechnik und Informationstechnik sowie Informatik zu weiteren potenziellen Kooperationsmöglichkeiten auf inhaltlicher Ebene aus. Auf großes Interesse bei den Besucher:innen stieß dabei auch das erst kürzlich neu gegründete „Health Care Innovation Cluster“, in dem die TUDa wissenschaftliche Partnerin ist. Bradlaw/mih

Delegation aus San Antonio zu Gast an der TU Darmstadt

Von links nach rechts: Julia Fitzthum, Dr. Lisa Montoya, Prof. Dr. Thomas Walther, Dr. Stephanie Santorico, Dr. Cyntia Sandes Oliveira, Dr. Eric Brey
Von links nach rechts: Julia Fitzthum, Dr. Lisa Montoya, Prof. Dr. Thomas Walther, Dr. Stephanie Santorico, Dr. Cyntia Sandes Oliveira, Dr. Eric Brey

4. Mai 2026

Die seit 2017 bestehende Städtepartnerschaft zwischen San Antonio, Texas/USA, und Darmstadt hat auch die Universitäten beider Städte zusammengeführt. Um die Kooperation weiter zu vertiefen, besuchte eine Delegation der University of Texas at San Antonio (UT San Antonio) am 27. April die TUDa. Professor Thomas Walther, Vizepräsident für Innovation und Internationales, empfing im Wissenschaftsschloss Dr. Lisa Montoya, Vice Provost for Global Initiatives, Dr. Eric Brey, Dean Klesse College of Engineering and Integrated Design und Dr. Stephanie Santorico, Dean College of Science.

Mit großem Interesse tauschten sich alle Beteiligten zur Exzellenzbewerbung der TUDa im Verbund der Rhein-Main-Universitäten und zu neuen Forschungsschwerpunkten der UT San Antonio aus. Die erfolgreiche bestehende Zusammenarbeit, zum Beispiel in den Bereichen Cybersicherheit und Wasserbau, soll durch weitere Initiativen ergänzt werden. Der Austausch mit Vertreter:innen der Fachbereiche Elektrotechnik und Informationstechnik sowie Materialwissenschaften ermöglichte die Identifizierung weiterer Themen möglicher Zusammenarbeit. Bradlaw/mih

TUdiscover-Girls’ Camp: Schülerinnen forschen zu Wellen und Schwingungen

4. Mai 2026

Unter dem Motto „Kann man einen Regenbogen hören?“ haben im „TUdiscover-Girls' Camp 2026“ 22 Mädchen der Klassenstufen 5 bis 7 gemeinsam geforscht und experimentiert. Im Fokus standen Schwingungen, Klänge sowie sichtbare und unsichtbare Wellen. An vier Tagen konnten die Teilnehmerinnen Physik hautnah erleben und hatten viele Gelegenheiten zum Mitmachen, Ausprobieren und Fragenstellen. Sie hörten Vorlesungen zu den Themen „Was ist eine Welle?“, „Warum hören wir Musik?“ und „Licht: eine ganz besondere Welle“, experimentierten unter anderem mit Seifenblasen und Schaum und bauten eigene Panflöten, Gummibandgitarren und Hörner. Ein besonderes Highlight war das Basteln eines eigenen Mini-Seismografen, auch mit dem Smartphone. FB Physik/mih

Medienschau: Brühl zu Bemühungen um RMU-Exzellenzförderung

24. April 2026

Auf dem Weg zur Exzellenzuniversität hat am 15. April die Begehung auf dem Campus Westend stattgefunden, bei der sich die Rhein-Main-Universitäten (RMU) den Fragen eines internationalen Expert:innengremiums stellten. Das nahm das Darmstädter Echo zum Anlass bei der TU-Präsidentin und aktuellen RMU-Sprecherin Tanja Brühl nach dem aktuellen Stand und wie es nun weitergeht zu fragen: „Wir haben alles gegeben. Jetzt heißt es abwarten.“ Hier ist das Interview für Universitätsmitglieder nachzulesen. mho

Impulse für die Mobilität der Zukunft

Professor Oliver Zipse, Vorstandsvorsitzender der BMW AG und Alumnus der TU Darmstadt.
Professor Oliver Zipse, Vorstandsvorsitzender der BMW AG und Alumnus der TU Darmstadt.

24. April 2026

Wie sieht die Zukunft der Mobilität aus, und wie verändert sich die Automobilbranche durch Nachhaltigkeit und Digitalisierung? Mit diesen Fragen befasste sich am vergangenen Freitag die Veranstaltung „Circular Vehicles: Smartphone, intelligenter Begleiter oder Apartment – wie wird das Auto von morgen?“ des xchange Circles Sustainable Mobility and Transport der TU Darmstadt. Die Veranstaltung wurde aufgezeichnet und ist hier zu sehen.

Den Auftakt machte eine Keynote von Professor Oliver Zipse, Vorstandsvorsitzender der BMW AG und Alumnus der TU Darmstadt, gefolgt von einem Impuls von Professor Steven Peters, Leiter des Fachgebiets Fahrzeugtechnik an der TU.

Im Anschluss diskutierten Zipse und Peters mit Alexander Bloch (Chief Explanation Officer bei der Zeitschrift „auto motor und sport“), Professor Klaus Hofmann (Leiter des Fachgebiets Integrierte Elektronische Systems an der TU) sowie Johannes Winterhagen von der FAZ als Moderator über das Auto von morgen. Mehr als 200 Kolleg:innen und Studierende waren zu Gast und diskutierten mit. Universitätsmitglieder können den Artikel des Darmstädter Echos hier lesen. mih/mho

Großes Medienecho auf „Nature“-Studie unter TU-Federführung

23. April 2026

Eine Veröffentlichung unter Leitung der TU Darmstadt zur Resilienz von Regenwälder ist auf eine umfassende Medienresonanz gestoßen. Über die Studie im renommierten Fachjournal „Nature“ berichteten unter anderem „New York Times“, „Zeit“, tagesschau und NDR. In zwei Sendungen des Deutschlandfunks gaben die leitenden TU-Forscher Professor Nico Blüthgen und Timo Metz ausführliche Interviews. Unter ihrer Federführung hatte das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte internationale Konsortium „Reassembly“ gezeigt, dass sich gerodete Regenwaldflächen schneller als bisher vermutet regenerieren können. Innerhalb von 30 Jahren erholt sich demnach die Artenvielfalt auf mehr als 90 Prozent des ursprünglichen Niveaus, und drei Viertel der typischen Tier- und Pflanzenarten kehren zurück. mih

TU Darmstadt erfolgreich beim DAAD-Förderprogramm „Academic Horizons“

22. April 2026

Die TU Darmstadt ist für das Förderprogramm „Academic Horizons – Attracting Global Minds“ des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD) ausgewählt worden, in dem bundesweit 20 Hochschulen bei der Gewinnung internationaler Nachwuchstalente unterstützt werden. Das Förderangebot gehört zum „1.000 Köpfe-Plus-Programm“ des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) und wird bis 2029 mit rund 15 Millionen Euro aus Bundesmitteln finanziert. Gefördert werden Maßnahmen zur Rekrutierung, Betreuung und Qualifizierung internationaler Master- und Promotionsstudierender in strategisch relevanten Forschungsfeldern.

Im Rahmen des Programms entwickelt die TU Darmstadt den „Master-to-PhD-Xcellence Track“ (M2P-X) im Bereich Künstliche Intelligenz. Ziel ist es, exzellente internationale Master-Absolvent:innen frühzeitig für eine Promotion zu gewinnen, sie strukturiert zu fördern und ihnen langfristige Karriereperspektiven in Wissenschaft und Innovation in Deutschland zu eröffnen.

Das Projekt wird vom Fachbereich Informatik gemeinsam mit Ingenium, der Dachorganisation zur Förderung von Wissenschaftler:innen in frühen Karrierephasen, und dem Welcome Centre der TU Darmstadt umgesetzt. Jana Freihöfer/pb

Emanuel Merck Vorlesung von Benjamin F. Cravatt, The Scripps Research Institute

21. April 2026

Der diesjährige Preisträger der „Emanuel Merck Vorlesung“, Professor Benjamin F. Cravatt, hält am 18. Mai im Rahmen der Preisverleihung an der TU Darmstadt eine öffentliche Vorlesung. Cravatt ist seit 2004 Professor am The Scripps Research Institute, USA. Seit 2018 hat er dort die Professur für Chemische Biologie inne.

Seine Forschungsgruppe hat sich zum Ziel gesetzt, die Rolle von Proteinen in physiologischen und pathologischen Prozessen des Menschen zu erforschen, um neue therapeutische Ansätze und Medikamente zur Behandlung von Krankheiten zu identifizieren. Die dazu eingesetzten Technologien an schlagen interdisziplinäre Brücken zwischen Chemie und Biologie.

Die mit 30.000 Euro dotierte Auszeichnung Emanuel Merck Lectureship wird seit 1992 gemeinsam von der Technischen Universität Darmstadt und dem Wissenschafts- und Technologieunternehmen Merck verliehen. Der Preis würdigt international renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die exzellente Beiträge zur chemischen und pharmazeutischen Forschung geleistet haben. Seit 1993 bis heute wurde der Preis an rund 20 herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der ganzen Welt verliehen, von denen vier den Nobelpreis erhalten haben. feu

Medienschau: Professor Lehmann zu schwimmenden Mini-Kraftwerken

20. April 2026

Schwimmende Schwarmkraftwerke können nach Ansicht von TU-Professor Boris Lehmann eine sinnvolle Ergänzung zu deutlich leistungsfähigeren konventionellen Wasserkraftanlagen sein. „In Summe macht der Schwarm einen ernstzunehmenden Energieertrag aus, den man durchaus braucht und nutzen kann“, sagte er dem Nachrichtenportal ZDFheute. Allerdings sinke bei Niedrigwasser der Energieeintrag von Schwarmkraftwerken. „Dann ist das Problem, dass wegen geringer Strömungsgeschwindigkeit die Effektivität nicht mehr gegeben ist oder die schwimmenden Maschinen aufsitzen und sich die Rotoren nicht mehr frei drehen könnten", erklärte der Leiter des Fachgebiets Wasserbau und Hydraulik am Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften der TU Darmstadt. Lehmann äußerte sich zum Bau des ersten Schwarmkraftwerks im Rhein, das über kleine Turbinen im Wasser knapp 500 Haushalte mit Strom versorgen solle. mih

TU-Professor Reuter an Bericht für EU-Kommission beteiligt

20. April 2026

TU-Informatikprofessor Christian Reuter hat an einem Bericht für die Europäische Kommission über den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) im Krisenmanagement mitgewirkt. Als Mitglied einer Arbeitsgruppe bereitete er das Papier mit dem Titel „Artificial Intelligence in Crisis and Emergency Management“ vor, das nun auf der Website des Wissenschaftlichen Beratungsmechanismus (SAM) der EU-Kommission veröffentlicht wurde. SAM liefert den europäischen Institutionen auf Ersuchen des Kollegiums der Kommissionsmitglieder unabhängige wissenschaftliche Erkenntnisse und politische Empfehlungen.

Zum Thema KI im Krisenmanagement hatte die Generaldirektion Europäischer Katastrophenschutz und humanitäre Hilfe (Echo) der Europäischen Kommission eine Stellungnahme des SAM angefragt. Der entsprechende Bericht war im Dezember 2025 erschienen. Die Autorinnen und Autoren geben darin Empfehlungen ab zur Bewertung von Risiken im Zusammenhang mit dem Einsatz von KI-Tools im Krisenmanagement, die Bereiche wie Cybersicherheit, KI-Resilienz und die strategische Autonomie der EU abdeckt.

Reuter leitet am Fachbereich Informatik der TU Darmstadt das Arbeitsgebiet Wissenschaft und Technologie für Frieden und Sicherheit (PEASEC) , das Informatik mit Friedens- und Sicherheitsforschung verbindet. mih

InfoSec unter neuer Leitung

17. April 2026

Die Leitung der zentralen Informationssicherheit (InfoSec) der TU Darmstadt wurde zum 15. April 2026 neu besetzt: Dr. Kollegger übernimmt künftig die Funktion des Chief Information Security Officer (CISO). Der Neubesetzung ging ein internes Ausschreibungsverfahren voraus, in dem mehrere qualifizierte interne Kandidatinnen und Kandidaten berücksichtigt wurden. Die Auswahlkommission entschied sich für Dr. Kollegger, der im Auswahlprozess durch ein ausgeprägtes Verständnis für die Anforderungen der Informationssicherheit sowie durch überzeugende strategische Perspektiven für die Weiterentwicklung von InfoSec überzeugte.

Dr. Kollegger ist seit 2020 als Post-Doc im Bereich Bewegungs-, Trainingswissenschaft und Sportinformatik am Institut für Sportwissenschaft der TU Darmstadt tätig. Seine Promotion zum Dr. rer. nat. schloss er im Jahr 2020 mit einer Arbeit zum Thema „Bidirektionale Interaktion zwischen Mensch und Roboter beim Bewegungslernen – Visuelle Wahrnehmung von Roboterbewegungen“ ab. Bereits neben seiner Promotion war Herr Kollegger als IT-Manager am Unisport-Zentrum sowie als IT-Verantwortlicher am Institut für Sportwissenschaft tätig.

Er ist aufgrund dieser Tätigkeit seit vielen Jahren mit der Analyse, Strukturierung und Weiterentwicklung von IT-Prozessen sowie mit der Sicherstellung stabiler, sicherer und belastbarer digitaler Infrastrukturen betraut. Als zertifizierter Informationssicherheitsbeauftragter verfügt er über breite Kenntnisse im Bereich der Informationssicherheit und hat bereits viel Erfahrung mit dem Informationssicherheitsprozess an der TU Darmstadt.

Mit seiner interdisziplinären Expertise an der Schnittstelle von Technik, Informatik und menschlicher Interaktion bringt Dr. Kollegger eine besondere Perspektive für die Weiterentwicklung der Informationssicherheit an der TU Darmstadt mit. Mit dem Wechsel in der Leitung sind wichtige Impulse für die zukünftige strategische Ausrichtung von InfoSec verbunden.

Die TU Darmstadt dankt zugleich Dr.-Ing. Braun, der, nachdem er die Leitung des HRZ übernommen hatte, weiterhin als CISO tätig war, für sein langjähriges und engagiertes Wirken. Anna Dorn/moh

Leitungswechsel bei den Hochschulfinanzen

Leitungswechsel im Dezernat III: Kai Hochstätter (links) übernimmt die Leitung von Dr. Volker Schultz.
Leitungswechsel im Dezernat III: Kai Hochstätter (links) übernimmt die Leitung von Dr. Volker Schultz.

14. April 2026

Nach rund 25 Jahren als Leiter des Dezernats III – Finanz- und Wirtschaftsangelegenheiten der TU Darmstadt, verabschiedet sich Dr. Volker Schultz in den Ruhestand. Seine Nachfolge tritt nach einer Einarbeitungsphase zum 15. April 2026 Kai Hochstätter an.

„Ich möchte Volker Schultz sehr herzlich für sein langjähriges Engagement danken“, sagte TU-Kanzler Dr. Martin Lommel. „Er hat das Dezernat stets mit viel Verantwortungsbewusstsein, Ruhe und Erfahrung geleitet und die Finanzstruktur der TU Darmstadt entscheidend geprägt. Unsere verlässliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit wusste ich immer sehr zu schätzen, insbesondere, als ich noch neu an der TU war. “

„Ich freue mich, dass wir mit Herrn Hochstätter einen erfahrenen Kandidaten gewinnen konnten, der das Dezernat mit Weitsicht und Kontinuität leiten und gleichzeitig neue Impulse setzen kann“, betonte Lommel. „Für diese neue Aufgabe wünsche ich ihm alles Gute.“

Volker Schultz war nach dem Studium des Wirtschaftsingenieurwesens und anschließender Promotion im Bereich Controlling als Verwaltungs- und Betriebsleiter an der Staatlichen Materialprüfungsanstalt Darmstadt tätig. Im Jahr 2000 wechselte er in die Verwaltung der TU Darmstadt und übernahm dort die Leitung des Finanzbereichs.

Kai Hochstätter ist Industriefachwirt und hat Internationale BWL studiert. Nach Stationen im Finanzwesen verschiedener Unternehmen war er bis zu seinem aktuellen Wechsel an die TU Darmstadt neun Jahre in der Abteilung Controlling und Finanzen der Hochschule Darmstadt tätig, zuletzt als Abteilungsleiter. Lea Dill/mih

Hochschulwahlen 2026

Im Sommersemester 2026 werden die studentischen Mitglieder der Universitätsversammlung und der Fachbereichsräte sowie die studentischen Mitglieder der gemeinsamen Kommissionen der Studienbereiche, des Studierendenparlaments und der Fachschaftsräte neu gewählt.

Die Hochschulwahlen beginnen am 15. Juni 2026 ab 12 Uhr und enden am 22. Juni 2026 um 12 Uhr. In diesem Zeitraum können alle Studierenden elektronisch ihre Stimme abgeben.

Die Wahlen finden als elektronische Wahl über das Wahlsystem POLYAS statt. Die eingesetzte Wahlsoftware (CORE 2.5.4) ist durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) nach internationalen Standards zertifiziert.

Das Wahlportal ist für alle Wahlberechtigten entweder über die per E-Mail versandte Wahlbenachrichtigung oder über www.tu-darmstadt.de/hochschulwahlen erreichbar.

Die Einreichung von Wahlvorschlagslisten ist bis zum 24. April 2026, 12 Uhr möglich. Es handelt sich hierbei um eine Ausschlussfrist – verspätete Einreichungen können nicht berücksichtigt werden. Die erforderlichen Formulare stellt das Wahlamt zur Verfügung.

Jessica Merz/Dez. VII

Neue öffentliche Ringvorlesungen starten

10. April 2026

Die TU Darmstadt bietet auch im Sommersemester 2026 erneut zahlreiche öffentliche Vorlesungsreihen an. Die Veranstaltungen richten sich an alle Interessierten – unabhängig von Fachwissen oder Hochschulzugehörigkeit. Das Angebot umfasst unter anderen folgende Ringvorlesungen:

Die Vorlesungsreihe „Was steckt dahinter?“ leistet einen Beitrag zu einem größeren allgemeinen Verständnis der mathematisch-naturwissenschaftlichen und der technischen Entwicklungen an der TU Darmstadt. Forschende der Universität sowie Gäste, die eng mit der TU zusammenarbeiten, berichten in allgemein verständlicher Form über Motivation, Hintergründe und Ergebnisse ihrer aktuellen Forschungsarbeiten. Vom 14. April an findet die Veranstaltung immer dienstags um 17:45 Uhr im Maschinenhaus (S1|05) statt (Magdalenenstraße 12, Hörsaal 122).

Die Ringvorlesungsreihe „Global Challenges Algorithmen und Gefühl. Interdisziplinäre Perspektiven auf Emotionen in der Digitalität“ beschäftigt sich mit dem Thema menschlicher Emotionalität im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz (KI). Sie greift Fragen auf, die sich angesichts der Fähigkeit neuer KI-Chatbots, menschliche Emotionen zu erkennen und auf sie zu reagieren, stellen – etwa zu den Auswirkungen auf die soziale Kompetenz und Empathiefähigkeit des Menschen aus. Die Veranstaltung findet vom 15. April an immer mittwochs um 18:05 Uhr im Alten Hauptgebäude (S1|03) statt (Hochschulstraße 1, Hörsaal/Raum 223).

Die Ringvorlesung „Die Zukunft des Geldes“ widmet sich dem Thema Geld und Digitalisierung. Im Fokus stehen Fragen in Zusammenhang mit der Abnahme der Bargeldzahlung, der Einführung neuer digitaler Zahlungsmethoden und der Erfindung von Kryptowährungen. Zu Wort kommen Forschende ebenso wie Praktiker:innen mit unterschiedlichen Positionen zum (richtigen) gesellschaftlichen Umgang mit (digitalem) Geld. Die Veranstaltung findet vom 15. April an mittwochs um 18:05 Uhr im Wissenschaftsschloss (Gebäude S3|13) statt (Residenzschloss 1, Raum 30).

Die DELTA-Ringvorlesung „Rücksicht auf Verluste?“ bietet eine Plattform für Wissensaustausch und -vermittlung über die urbane Energiewende. Die Reihe unter dem Motto „DELTA – Rücksicht auf Verluste“ beleuchtet Herausforderungen und Chancen, die mit der Umsetzung einer nachhaltigen Energieversorgung in der Stadt Darmstadt verbunden sind. Die Veranstaltung findet vom 21. April an dienstags um 17:10 Uhr im DELTA-Forum an der Lichtwiese (Eugen-Kogon-Straße) statt. Die Termine sind nicht wöchentlich. mih/mho

Förderung für TU-Ausgründung Borionics

7. April 2026

Das TU-Start-up Borionics hat erfolgreich eine Förderung im Rahmen des Programms „EXIST-Forschungstransfer“ eingeworben. Ziel ist es, das Produkt von Borionics zur Marktreife zu bringen. Dabei handelt es sich um ein innovatives Elektrolytsalz für Superkondensatoren – eine Schlüsselkomponente, die Leistungsfähigkeit und Lebensdauer dieser Energiespeicher deutlich verbessert. Superkondensatoren können sich innerhalb von Sekunden auf- oder entladen. Das macht sie ideal für Anwendungen in der Elektromobilität, in der Industrie und in Energiesystemen.

Das geförderte Projekt ist in der Arbeitsgruppe von Professor Marc Armbrüster in der Anorganischen Chemie an der TU Darmstadt angesiedelt und läuft seit Februar. Die Fördersumme beträgt etwa eine Million Euro. Borionics/mih

BMFTR-Nachwuchsgruppe zur Fusionsforschung startet an der TU

7. April 2026

TU-Physikprofessor Stephan Kuschel hat eine Nachwuchsgruppe des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) im Bereich der Fusionsforschung eingeworben. Das Projekt „SHIELD“ („Suppression of harmful instabilities in extreme laser-driven plasmas“) startet im Sommer 2026. Es befasst sich mit dem Problem von Instabilitäten, die insbesondere bei der Laserfusion zu enormen Effizienzverlusten führen.

Ziel ist es herauszufinden, wie sich solche Instabilitäten in der Wechselwirkung zwischen Laser und Plasma abschwächen lassen. Dazu wollen die Forschenden verschiedene Instabilitäten einzeln untersuchen, um den Einfluss verschiedener Faktoren zu verstehen. Das Verständnis des Phänomens und die Möglichkeit, diesem effektiv entgegenzuwirken, sind wichtige Voraussetzungen für den wirtschaftlichen Betrieb von möglichen künftigen Fusionskraftwerken.

Mit Nachwuchsgruppen will das Bundesministerium Forschende in frühen Karrierephasen fördern, um deren Karriereperspektiven innerhalb und außerhalb der Wissenschaft zu verbessern. Die Förderung läuft bis zu fünf Jahre. „SHIELD“ wird im Rahmen des Programm „Fusion 2040 – Forschung auf dem Weg zum Fusionskraftwerk“ (Förderkennzeichen 13F1045) unterstützt. AG Kuschel/mih

Medienschau: Professorin Anna Bakenecker bei „Listen to Wissen“

2. April 2026

Wie können winzig kleine Roboter Medikamente genau dorthin bringen, wo sie im Körper gebraucht werden? Und welches Potenzial steckt in dieser Technologie für eine personalisierte Medizin der Zukunft? Darüber spricht TU-Professorin Anna Bakenecker in der aktuellen Folge des Podcast „Listen to Wissen“ der Körber-Stiftung mit Moderatorin Liz Remter.

Professorin Bakenecker forscht am Fachbereich Elektro- und Informationstechnik der TU Darmstadt an Nano- und Mikrorobotern, die mithilfe von Magnetfeldern durch den Körper gesteuert werden können. Im Gespräch erklärt sie, wie diese kaum sichtbaren Partikel funktionieren, welche Möglichkeiten sich durch ihre Forschung für die Zukunft ergeben könnten und warum interdisziplinäre Zusammenarbeit hierbei so entscheidend ist.

Im Podcast „Listen to Wissen“ berichten Alumni des Deutschen Studienpreises von ihrer Forschung. Mit dem Deutschen Studienpreis zeichnet die Körber-Stiftung jedes Jahr herausragende Promovierte und ihre Arbeiten aus. Im Gespräch mit Host Liz Remter von ByteFM sprechen junge Forschende über ihre Arbeit, über Musik, berichten, was sie antreibt – und wie ihr Wissen die Gesellschaft besser macht. pb

TU-Studierendenbefragung 2025: Ergebnisse für die Fach- und Studienbereiche nun online

2. April 2026

Rund 4.300 Studierende aus Bachelor-, Master- und Lehramtsstudiengängen nutzten im Sommersemester 2025 die Gelegenheit bei der fünften TU-Studierendenbefragung, ihre Erfahrungen zu teilen – das waren 18,9 % der erfolgreich kontaktierten Studierenden. Nach der Veröffentlichung der zentralen Ergebnisse im September 2025 liegen nun auch für die einzelnen Fach- und Studienbereiche die Ergebnisberichte vor.

Die detaillierten Ergebnisberichte für die Fach- und Studienbereiche sind auf der Webseite der Hochschuldidaktischen Arbeitsstelle www.meinung.tu-darmstadt.de für alle Mitglieder der TU Darmstadt aufrufbar (mit TU-ID geschützt). pb

Neu an der TU Darmstadt: Bernd Becker

Professor Bernd Becker
Professor Bernd Becker

1. April 2026

Professor Bernd Becker verstärkt seit dem 1. April 2026 den Fachbereich Maschinenbau der TU Darmstadt und forscht am Fachgebiet für Gasturbinen, Luft- und Raumfahrtantriebe (GLR). Nach seinem Studium des Maschinenbaus absolvierte Becker einen Forschungsaufenthalt an der Texas A&M University in den USA. Er promovierte am Institut für Strömungsmaschinen und Fluidantriebstechnik der TU Darmstadt und sammelte dann 20 Jahre Erfahrung in der Industrie bei Rolls-Royce Deutschland Ltd&Co KG. Zu den wichtigsten Meilensteinen seiner Karriere zählt der 51-Jährige die von ihm angeleitete Entwicklung und Einführung des aerodynamischen Designs mit zusätzlich neuen Technologien für den Hochdruckverdichter des derzeit effizientesten zertifizierten Flugtriebwerks XWB97k.

Zurück an seiner Alma Mater lehrt und forscht er nun zu Brennkammer-Turbinen-Interaktion für alternative Brennstoffe und zyklischer Betriebsweise von Gasturbinen in der Energiewende und klimaneutraler Luftfahrtantriebe und aeroelastische Schwingungsphänome in bestehenden und künftigen Antrieben. Wir haben ihm ein paar Fragen gestellt.

1. Warum sollten Studierende sich für Ihre Themen interessieren? Was ist das Spannende an Ihren Themen?

Gasturbinen und Flugantriebe sind Systeme mit höchster Energiedichte und großer Flexibilität in ihren Betriebseigenschaften. Sie befähigen in der Energieversorgung zur Verbrennung von grünem Wasserstoff und dem Ausgleich von Kurzzeit- und Langzeit-Netzschwankungen durch deren flexible Einsatzfähigkeit. Die Nutzung überschüssiger regenerativer Energie durch Wandlung in grünen Wasserstoff ermöglicht die Energiespeicherung auch über die Jahreszeiten hinweg und kann in der Gasturbine bedarfsgerecht rückgewandelt werden. Die daraus resultierende stark zyklische Fahrweise der Gasturbine und der Wechsel der Brennstoffe müssen beherrscht werden, um einen Beitrag zur umweltverträglichen und zuverlässigen Stromversorgung in einer zunehmend elektrifizierten Energieversorgung leisten zu können.

Die Luftfahrt verbindet weltweit Menschen verschiedener Kulturen und Nationen. Die prognostizierten Wachstumsraten von vier Prozent in der zivilen Luftfahrt erfordern die Entwicklung von alternativen und höher integrierten Antrieben, um eine effiziente und klimaneutrale Luftfahrt zu ermöglichen. Die Herausforderungen bestehen dabei in der Beherrschung der hohen Anforderungen an die Sicherheit und an das Leistungsgewicht der künftigen klimaneutralen Antriebslösungen.

Beide Themenfelder werden am Institut numerisch und experimentell grundlegend erforscht und durch Kooperationen in Forschungsnetzwerken und mit Industriepartnern der praxisrelevante Bezug hergestellt.

2. An der TU Darmstadt wird Interdisziplinarität großgeschrieben. Wo gibt es in Ihrem Arbeitsfeld Schnittstellen zu anderen Fachgebieten?

Die Verwendung alternativer Brennstoffe stellt einen starken Bezug zu den Schwerpunktthemen der Institute „Simulation reaktiver Thermo-Fluid Systeme“ STFS und „Reaktive Strömungen und Messtechnik“ RST her. Das EST „Energiesysteme und Energietechnik“ beschäftigt sich mit der klimafreundlichen, bezahlbaren und zuverlässigen Energieversorgung, wobei die Gasturbine einen Beitrag leisten kann. Für die Integration künftiger Antriebe in die Flugzelle und die Ableitung der Eintrittsbedingungen in den Fan oder Propeller ist die Außenaerodynamik in Zusammenarbeit mit dem SLA zielführend. Die numerischen Methoden, Schwerpunkt des Instituts für „Numerische Methoden in der Strömungsmechanik“ NMS, werden zum Detailverständnis aerodynamischer und gekoppelter aeroelastischer Vorgänge genutzt und in der Optimierung von Geometrien eingesetzt. Die Algorithmen der verwendeten neuronalen Netze bei der Optimierung werden vom Fachbereich Mathematik erforscht.

3. In welchen Fachbereich der TU würden Sie gerne mal einen Tag schnuppern? Warum?

Ich würde mir den Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik ansehen, um einen Austausch über die Möglichkeiten zur Teilelektrifizierung von Luftfahrtantrieben anzustoßen.

4. Wenn ich heute Student/in wäre, würde ich …

wieder Energietechnik und Luftfahrt studieren. Die kommenden Jahre stellen uns vor die Herausforderungen der Transition in eine umweltverträgliche, bezahlbare und zuverlässige Energieversorgung und eine klimaneutrale Luftfahrt.

5. Der beste Ausgleich zu einem stressigen Arbeitstag ist …

sportliche Betätigung (wie Radfahren, Feldhockey und Badminton) und Musizieren. mho

Deutsche Partner im Forschungsnetzwerk ECCSEL konstituieren sich

31. März 2026

Das europäische Forschungsnetzwerk ECCSEL (European Carbon Dioxide Capture and Storage Laboratory Infrastructure) hat mit dem ersten offiziellen Treffen seiner deutschen Partner eine neue Phase der Vernetzung gestartet. ECCSEL verbindet aktuell sieben europäische Mitgliedsländer, 55 Partner und mehr als 150 spezialisierte Forschungsanlagen. Der deutsche Netzwerkknoten wird koordiniert von Dr. Jochen Ströhle (Fachgebiet Energiesysteme und Energietechnik der TU Darmstadt) sowie Professorin Francesca di Mare (Ruhr-Universität Bochum).

Der Verbund ECCSEL ermöglicht einen vereinfachten Zugang zur Forschungsinfrastruktur und unterstützt die länderübergreifende Forschung zu Abscheidung, Transport, Nutzung und Speicherung von Kohlendioxid sowie Geothermie. Ziel ist es, Innovationen und die Umsetzung von Techniken zur Klimaneutralität zu beschleunigen. Deutschland war dem Verbund 2025 auf Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie beigetreten. Die ersten deutschen Forschungseinrichtungen und Industrieunternehmen, die sich neben TU Darmstadt und Ruhr-Universität dem ECCSEL-Netzwerk angeschlossen haben, sind das GFZ Helmholtz-Zentrum für Geoforschung, das Karlsruher Institut für Technologie, die Universität Stuttgart, sowie das Forschungszentrum Jülich, RWE Power und das Industrieunternehmen Everllence, die auch im Beirat von ECCSEL vertreten sind. sip

Tanja Brühl in den Senat der Leibniz-Gemeinschaft gewählt

31. März 2026

TU-Präsidentin Professorin Tanja Brühl ist als eine von vier Vertreter:innen von Hochschulleitungen in den Senat der Leibniz-Gemeinschaft gewählt worden.

Die Leibniz-Gemeinschaft ist ein Zusammenschluss von 96 deutschen außeruniversitären Forschungsinstituten unterschiedlicher Fachrichtungen, den Leibniz-Instituten. Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Forschung, auch in den übergreifenden Leibniz-Forschungsverbünden, sind oder unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an.

Der Senat fördert und berät die Leibniz-Gemeinschaft unter anderem in wissenschaftspolitischen Anliegen. Er gibt Empfehlungen zur strategischen Weiterentwicklung der Gemeinschaft und ihrer Mitgliedseinrichtungen sowie zur Steigerung der Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit von Forschung und Dienstleistungen ab und entwickelt Kriterien und Verfahren zur Sicherung und Stärkung von Qualität und Leistungsfähigkeit der Leibniz-Institute. Außerdem gibt er Förderempfehlungen an die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) ab. bjb

Nachhaltige TU-Labore erhalten LEAF-Zertifikate

27. März 2026

15 Arbeitsgruppen und eine Einrichtung der TU Darmstadt haben in der jüngsten Runde eine LEAF-Zertifizierung erhalten. Damit wurde das Ergebnis aus dem Vorjahr verdoppelt. Neu hinzugekommen sind Arbeitsgruppen aus den Fachbereichen Physik sowie Material- und Geowissenschaften.

Das Laboratory Efficiency Assessment Framework (LEAF) ist ein am University College London entwickeltes Assessment-Tool für nachhaltige Labore, das bereits in 2900 Arbeitsgruppen in 16 Ländern umgesetzt wird. Es bietet einen dreistufigen Bewertungsrahmen, durch den Arbeitskreise eine Bronze-, Silber- oder Gold-Akkreditierung erreichen können. LEAF ist mittlerweile zum international größten Green-Lab-Zertifizierungsprogramm geworden.

In der jüngsten Runde erreichten Arbeitsgruppen und die Chemikalienausgabe am Fachbereich Chemie drei Gold-, fünf Silber- und acht Bronzeakkreditierungen. „Durch die direkte Zusammenarbeit der Labore und Arbeitsgruppen mit dem Energiemanagement sehe ich großes Potential für langfristige Ressourceneinsparungen“, so Professor Peter Pelz, TU-Vizepräsident für Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Infrastruktur.

An der TU Darmstadt wird LEAF von der Initiative Nachhaltige Labore des Fachbereichs Chemie in Zusammenarbeit mit dem Büro für Nachhaltigkeit organisiert und im Rahmen des von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderten Verbundforschungsprojekts „Nachhaltige Labore – Verringerung der Umweltauswirkungen und Verbesserung der Nachhaltigkeit in Laboren deutscher Hochschulen (NachLabs)“ seit 2022 umgesetzt. mob/sip

Grüne Landtagsabgeordnete zu Gast beim Metal Energy Hub

Landtagsabgeordnete informierten sich am Metal Energy Hub an der TU Darmstadt über eisenbasierte Energiespeicherung.
Landtagsabgeordnete informierten sich am Metal Energy Hub an der TU Darmstadt über eisenbasierte Energiespeicherung.

26. März 2026

Die Landtagsabgeordneten Mathias Wagner, Nina Eisenhardt und Andreas Ewald (alle BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) besuchten den Metal Energy Hub an der TU Darmstadt und erlebten hautnah, wie eisenbasierte Energiespeicherung die Dekarbonisieriung von Industrie und Gesellschaft unterstützen kann.

Eisen kann überschüssigen Strom aus erneuerbaren Quellen CO2-frei, kreislauffähig und skalierbar speichern und diese Energie bei Bedarf als Wärme oder Prozessenergie wieder abgeben. Damit schließt Eisen genau die Lücke, die Batterien und Wasserstoff allein nicht füllen können: saisonale Speicherung über Wochen und Monate, dezentral und ohne kritische Rohstoffe.

TU-Vizepräsident Professor Heribert Warzecha sowie die Professoren Christian Hasse und Andreas Dreizler zeigten der Delegation gemeinsam mit Dr. Marius Schmidt und Rainer Hofmann vom Metal Energy Hub-Team sowie den TU-Gründern Jonas Spielmann und Dr. Falko Marx (Circular Metal Energy), wie der Weg von der universitären Grundlagenforschung bis zur Ausgründung aussieht. Metal Energy Hub/sip

DiReX holt International Conference on Resilient Systems 2027 nach Darmstadt

26. März 2026

Die International Conference on Resilient Systems (ICRS) findet im kommenden Jahr in Darmstadt statt. Das Anwendungs- und Transferzentrum Digital Resilience Xchange (DiReX) heißt dazu vom 22. bis 24. September 2027 Wissenschaftler:innen aus aller Welt willkommen.

„Wir freuen uns diese herausragende internationale und interdisziplinäre Konferenz auf dem Gebiet der resilienten Systeme nach Darmstadt holen zu können“, sagte Christian Reuter, Professor für Wissenschaft und Technik für Frieden und Sicherheit an der TU Darmstadt. „Das unterstreicht die Wertschätzung für unsere Forschungsarbeit zu resilienten Infrastrukturen für digitale Städte, die wir seit 2020 im LOEWE-Zentrum emergenCITY leisten.“

„Damit erhöhen wir auch die Sichtbarkeit des Anwendungs-und Transferzentrums Digital Resilience Xchange, das die Forschung von emergenCITY seit 2025 in die Praxis bringt“, so Michèle Knodt. „Wir freuen uns auf exzellente Beiträge und den Austausch mit den Wissenschaftler:innen im kommenden Jahr.“

Die ICRSICRS gehört zu den führenden interdisziplinären Konferenzen in der Erforschung resilienter Systeme mit 200 angenommenen Beiträgen. Seit 2024 sind Christian Reuter, stellvertretender Koordinator des LOEWE-Zentrums emergenCITY und Max Mühlhäuser, Distinguished Emeritus in emergenCITY, im wissenschaftlichen Organisationskomitees der ICRS.

DiReX ist als zentrales Anwendungs- und Transferzentrum an der Technischen Universität Darmstadt eingerichtet. Es verbindet die interdisziplinäre Forschung des LOEWE-Zentrums emergenCITY mit praxisnaher Umsetzung. DiReX /sip

QS Subject Rankings 2026: Architektur der TU Darmstadt wieder unter den Top 100

26. März 2026

Architecture/Built Environment der TU Darmstadt zählt in den QS Subject Rankings 2026 zur Ranggruppe 51 bis 100 weltweit. Insgesamt ist die TU Darmstadt mit zwölf Fächern im Ranking vertreten. Zu den Fächern unter den Top 200 gehören neben Architecture/Built Environment auch Computer Science & Information Systems, Civil & Structural Engineering, Electrical & Electronic Engineering, Mechanical, Aeronautical & Manufacturing Engineering, Physics & Astronomy sowie Materials Science.

Im Vergleich zum Vorjahr verbessern sich mehrere Fächer in ihren Ranggruppen, darunter Computer Science & Information Systems, Civil & Structural Engineering sowie Electrical & Electronic Engineering. Data Science and Artificial Intelligence ist erstmals in der Ranggruppe 101 bis 200 vertreten.

Auch in den Fächergruppen ist die TU Darmstadt erfolgreich platziert: Engineering & Technology zählt zu den Top 200 weltweit.

Die QS Subject Rankings werden jährlich vom britischen Unternehmen Quacquarelli Symonds (QS) veröffentlicht und zählen zu den international verbreiteten Hochschulrankings. Die Bewertung basiert – je nach Fach unterschiedlich gewichtet – auf Befragungen von Wissenschaftler:innen und Arbeitgeber:innen sowie auf bibliometrischen Daten aus der Datenbank Scopus. Im aktuellen Ranking sind 1.908 Institutionen in 55 Fächern und fünf Fächergruppen aufgeführt. Dez I

Medienschau: Professor Roth zu Fusionsenergie in den „Tagesthemen“

25. März 2026

Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) hat am Dienstag (24.3.) erstmals einen Fusionskongress ausgerichtet. Energiegewinnung durch Kernfusion gilt als eine vielversprechende und saubere Technologie. Mit Markus Roth, Professor für Laser- und Plasmaphysik, verfügt die TU Darmstadt seit langem über eine besondere Expertise in diesem Bereich. Sein aus der TU Darmstadt ausgegründetes Unternehmen Focused Energy arbeitet daran, am ehemaligen Kernkraftwerksstandort in Biblis die Laserfusion technisch umzusetzen.

Ein Beitrag in den „Tagesthemen“ greift diese Entwicklung auf und zeigt am Beispiel des geplanten Versuchskraftwerks in Biblis, dass in Deutschland intensiv an der Laserfusion geforscht wird. Unter anderem wird berichtet, dass Forschungsministerin Dorothee Bär mit Unternehmen der Fusionsbranche über einen Fahrplan für das erste Fusionskraftwerk in Deutschland gesprochen hat. Roth plant in Biblis mit Focused Energy einen Prototyp für ein Kernfusionskraftwerk zu errichten. Im Beitrag erläutert er, dass langfristig wirtschaftliche Anlagen ab den 2040er Jahren anstrebt werden. Trotz noch bestehender technischer und praktischer Herausforderungen gilt die Kernfusion als Option für eine nachhaltige Energieversorgung. Der Bund plant, bis 2029 mindestens 2,4 Milliarden Euro in die Fusionsforschung zu investieren. cst

Neuer Walddenkpfad mit TU-Beteiligung eröffnet

23. März 2026

In einer Kooperation zwischen TU Darmstadt, Stadt und lokalen Akteuren ist ein neuer Walddenkpfad im Darmstäder Westwald und in der Gemeinde Alsbach-Hähnlein entstanden. Das Projekt, über das u.a. FAZ (für TU-Mitglieder kostenlos abrufbar) und „Darmstädter Echo“ nun berichteten, lädt dazu ein, den Wald nicht nur als Ort der Erholung, sondern auch als Raum für Reflexion und Diskussion zu erleben. Der knapp drei Kilometer lange Rundweg bietet an zehn Stationen Anregungen, um sich mit zahlreichen Facetten des Waldes auseinanderzusetzen. Dabei ist der Walddenkpfad nicht als klassischer Lehrpfad, sondern als interaktiver Denkraum konzipiert.

Jede Station stellt Fragen und bietet mögliche Antworten, die mit Symbolen versehen sind. Diese helfen am Ende, den eigenen „Waldtyp“ zu ermitteln. Die Gestaltung des Pfades ging aus einem Forschungsprojekt der TU Darmstadt hervor, in dem Forschende aus Biologie, Politikwissenschaft und Linguistik zusammenarbeiteten. Das Projekt mit dem offiziellen Titel „Der Wald als Diskursarena zwischen Klima- und Biodiversität“ wurde vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat gefördert. Im Mai wird es von der Vereinigung von Freunden der Technischen Universität zu Darmstadt mit einem Preis für Nachhaltigkeit und Interdisziplinarität ausgezeichnet, der mit 2.000 Euro dotiert ist. Der Wald-Denkpfad des TU-Projekts Walddiskurs ist in Kooperation mit science 42 (gestalterische Umsetzung: Phildius Wissenskommunikation) entstanden. mih

Neu an der TU Darmstadt: Felix Krahmer

20. März 2026

Seit dem 1. März 2026 unterstützt Professor Felix Krahmer den Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik an der TU Darmstadt. Der 44-jährige entwickelt gemeinsam mit seinem Team theoretische Grundlagen des maschinellen Lernens und der Signalverarbeitung.

2009 promovierte Krahmer an der New York University. Ab 20212 war er Juniorprofessor und leitete dann ab 2014 die Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe an der Universität Göttingen. Von 2015 bis 2021 war Krahmer Tenure-Track Assistant Professor an der TU München. Darüber hinaus war er von 2017 bis 2021 Vorstandsvorsitzender der Deutschen Gesellschaft Juniorprofessur e.V.

Seine Arbeiten mit Rachel Ward von der University of Texas zu randomisierten Dimensionsreduktionsmethoden und Signalverarbeitungsverfahren gehören ebenso zu den Meilensteinen seiner bisherigen Laufbahn wie seine Forschungsarbeiten mit Ayush Bhandari vom Imperial College London. Mit dieser initiierten sie eine eigene Forschungsrichtung, an der sich inzwischen einige internationale Forschende in mehreren Disziplinen beteiligen. Wir haben Professor Krahmer einige Fragen gestellt.

Warum sollten Studierende sich für Ihre Themen interessieren? Was ist das Spannende an Ihren Themen?

Der effiziente Austausch von Signalen gewinnt in unserer vernetzten Welt immer mehr an Bedeutung, und Methoden des maschinellen Lernens spielen dabei eine wichtige Rolle. Gleichzeitig ist deren Wirkweise noch lange nicht verstanden. In meinem Team kann man dazu beitragen, dieses Verständnis voranzubringen. Gleichzeitig ist mein Forschungsgebiet methodisch sehr vielfältig: Es treffen Signalverarbeitung, Bildgebung, Algorithmen und Optimierungsmethoden, statistische Lerntheorie, Wahrscheinlichkeitstheorie und viele weitere Gebiete zusammen.

An der TU Darmstadt wird Interdisziplinarität großgeschrieben. Wo gibt es in Ihrem Arbeitsfeld Schnittstellen zu anderen Fachgebieten?

Meine Forschung liegt genau an der Schnittstelle von Elektro- und Informationstechnik, Mathematik und Informatik. Vor meinem Wechsel war ich Professor in der Mathematik, jetzt in der Elektro-und Informationstechnik, und mehrere meiner ehemaligen Promovierenden sind inzwischen in der Informatik gelandet. Das passt also sehr gut zur interdisziplinären Schwerpunktsetzung der TU Darmstadt. Aber auch über die drei Gebiete hinaus hat meine Forschung viele Anwendungsbereiche – so ist das theoretische Durchdringen der Wirkweisen von Signalverarbeitung und künstlicher Intelligenz insbesondere in kritischen Anwendungen wie zum Beispiel der Medizin wichtig, wo „wir haben es ausprobiert, und es scheint zu funktionieren“ nicht als Fundierung ausreicht.

In welchen Fachbereich der TU würden Sie gerne mal einen Tag schnuppern? Warum?

Auch wenn es kein Fachbereich ist: Dem Kanzler würde ich gern einen Tag über die Schulter schauen, da lernt man bestimmt viel über die Prozesse der Universität.

Wenn ich heute Student/in wäre, würde ich …

… mich stärker in der Studierendenvertretung engagieren. Ich habe erst später gemerkt, wie viel man dadurch mitgestalten kann.

Der beste Ausgleich zu einem stressigen Arbeitstag ist …

… Zeit mit meiner Familie. Aber auch das Singen im Jazzchor ist für mich ein guter Ausgleich. mho

Neu an der TU: Andrea Belluati

17. März 2026

Die TU Darmstadt begrüßt Andrea Belluati als Professor am Fachbereich Chemie. Der 34-jährige Wissenschaftler forscht zu Biomaterialien, lebenden Materialien und Bottom-up-Synthetischer Biologie – einem Gebiet, das darauf abzielt, lebensähnliche Systeme von Grund auf zu konstruieren.

Belluati promovierte von 2016 bis 2020 an der Universität Basel. Anschließend war er als Postdoktorand an der UCT Prag, der University of Strathclyde und der TU Darmstadt tätig. Ab 2024 leitete er an der TU Darmstadt zunächst eine Athene-Young-Investigator-Gruppe, bevor er 2025 die Leitung einer Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe übernahm.

Die Einwerbung der Emmy-Noether-Förderung und der daraus folgende Übergang auf eine W1-Professur bilden einen zentralen Meilenstein seiner bisherigen Laufbahn. Wir haben Professor Belluati ein paar Fragen gestellt:

Warum sollten sich Studierende für Ihr wissenschaftliches Fachgebiet interessieren? Was macht es spannend?

Was dieses Fachgebiet so spannend macht, ist, dass wir nicht mehr darauf beschränkt sind, lebende Systeme von außen zu analysieren. Wir können beginnen, selbst lebensähnliche Systeme zu konstruieren. Die Bottom-up-Synthetische Biologie und lebende Materialien ermöglichen es Studierenden, künstliche Zellen und reaktionsfähige Materialien zu entwerfen, die wahrnehmen, sich anpassen und funktionieren können. Das verändert die Perspektive völlig: Wissenschaft wird nicht nur zu einem Weg, die Natur zu verstehen, sondern auch zu einem Weg, neue Formen davon zu erschaffen.

An der TU Darmstadt wird der Bedarf an Interdisziplinarität besonders betont. Welche Schnittstellen zu anderen Fakultäten gibt es in Ihrem Forschungsbereich?

Meine Forschung befindet sich an der Schnittstelle von Chemie, Biologie und Materialwissenschaften, geht aber natürlich darüber hinaus. Um künstliche Zellen zu bauen und sie in funktionale Materialien zu integrieren, kombinieren wir Polymerchemie, synthetische Biologie, Biophysik und Ingenieurwesen. Dies schafft starke Verbindungen nicht nur innerhalb der Naturwissenschaften, sondern auch zur Biomedizintechnik und zur angewandten Materialentwicklung. In diesem Sinne ist das Fachgebiet von Natur aus interdisziplinär: Mikroskopische Gestaltungsprinzipien müssen sich in makroskopische Funktionen umsetzen lassen.

An welcher Fachbereich würden Sie gerne einen Tag verbringen, um einen Eindruck davon zu bekommen? Warum?

Ich würde einen Tag im Fachbereich Architektur verbringen. Lebende und adaptive Materialien werden erst dann wirklich interessant, wenn sie die Mikroskala verlassen und beginnen, die Räume zu gestalten, in denen wir leben. Zu sehen, wie Architekten über Funktion, Umwelt und menschliche Erfahrung nachdenken, wäre faszinierend, denn genau auf dieser Ebene könnten reaktionsfähige und biologisch inspirierte Materialien eines Tages einen echten Einfluss haben.

Wenn ich heute Student wäre, würde ich…

Ich hätte noch weniger Angst davor, Fachgrenzen zu überschreiten. Einige der interessantesten wissenschaftlichen Entwicklungen finden heute in den Schnittstellen zwischen etablierten Fachgebieten statt, wo man gezwungen ist, neue Sprachen, Methoden und Denkweisen zu erlernen. Ich würde mir zwar nach wie vor ein solides Fundament wünschen, aber ich würde aktiv nach den Überschneidungsbereichen suchen, in denen wirklich Neues entstehen kann.

Der perfekte Ausgleich zu einem stressigen Arbeitstag ist …

Das Schreiben historischer Geschichten. Ganz aus dem Labor herauszutreten und in eine andere Epoche einzutauchen, um Geschichten und Figuren zu entwerfen, zwingt mein Gehirn dazu, sich vollständig von der Forschung zu lösen.

pg

Ministerin Sinemus betont Relevanz des DFKI-Standorts an der TU

5. März 2026

Die hessische Digitalministerin Professorin Kristina Sinemus hat die Bedeutung des Standorts des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) an der TU Darmstadt hervorgehoben. „Der DFKI-Standort Darmstadt ist ein zentraler Innovationsanker im KI-Ökosystem Hessen“, sagte sie bei der Vollversammlung der IHK Darmstadt am 3. März. „Er vereint KI-Spitzenforschung mit praxisnahen Lösungen und kann dabei als Brückenbauer zwischen Wissenschaft und Praxis eine zentrale Rolle spielen.“ Ziel sei dabei, kleine und mittlere Unternehmen stärker bei der Implementierung von Künstlicher Intelligenz (KI) zu unterstützen.

Das DFKI forscht zu innovativen Technologien auf der Basis von KI und deren praktischer Implementierung in gesellschaftlich relevanten Szenarien. Das Zentrum hat seit 2025 mithilfe der Finanzierung der Landesregierung einen dauerhaften Standort an der TU Darmstadt und forscht zu folgenden Bereichen: Grundlagen der Systemischen KI (Forschungsbereich SAINT), Systemische KI für Lernende Roboter (Forschungsbereich SAIROL) und Systemische KI für Entscheidungsunterstützung (Forschungsbereich SAIDE). mob/mih

Medienschau: Warum Algorithmen auf Emotionen setzen

2. März 2026

TU-Professor Christian Reuter erläutert in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, wie soziale Medien ihre Nutzenden binden und manipulieren. Algorithmen werten demnach Interaktionen und Verweildauer aus und spielen bevorzugt Inhalte aus, die starke Emotionen auslösen. Das erhöhe die Wahrscheinlichkeit, dass auch manipulierte oder extremere Beiträge erscheinen. Mit Blick auf den „AI Act“ der Europäischen Union, der eine Kennzeichnung künstlich erzeugter Inhalte vorsieht, betont Reuter die Bedeutung transparenter Hinweise. Wie solche Maßnahmen wirken können, hat er mit seinem Team untersucht: In einer Studie mit 1.000 Teilnehmenden in Deutschland erwies sich das Markieren fragwürdiger Beiträge als wirksam. Reuter äußert sich auch zur Diskussion um ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche. Hier spricht er sich für eine Begrenzung der Nutzungsdauer aus, sieht ein generelles Verbot aber kritisch.

Christian Reuter leitet das Fachgebiet Wissenschaft und Technik für Frieden und Sicherheit (PEASEC) am Fachbereich Informatik, das Informatik mit Friedens- und Sicherheitsforschung verbindet.

Für Nutzer:innen im Netz der TU und TU-Mitglieder über VPN ermöglicht die Universitäts- und Landesbibliothek ohne Bezahlschranke Zugriff auf den Artikel. cst

Medienschau: Die Frisuren der Mächtigen – Professorin Karentzos in der „Zeit“

26. Februar 2026

TU-Professorin Alexandra Karentzos hat sich in einem „Zeit“-Interview (Paywall) zu den Frisuren bekannter Politikerinnen und Politiker geäußert. Diese seien nicht nur Produkt persönlicher Geschmäcker, sondern Teil einer politischen Inszenierung, sagte die Kulturwissenschaftlerin. Haare seien zentraler Bestandteil alltäglicher Schönheitspraktiken, deshalb ließen sich an ihnen hervorragend Geschlechternormen und Machtverhältnisse ablesen. Historisch hätten sie immer große Bedeutung für die Herrschaftsinszenierung gehabt, etwa bei Ludwig XIV. und seiner langlockigen Perücke. „Wer die Gegenwart verstehen will, sollte unbedingt auf Haare schauen“, betonte Karentzos, die an der TU Darmstadt den Arbeitsbereich Mode und Ästhetik am Fachbereich Humanwissenschaften leitet. mih

Medienschau: Professor Kersting in der „Tagesschau“ zu KI-Agenten

26. Februar 2026

Neue Plattformen, die menschliche Hilfe für KI-Agenten vermitteln, sind nach Ansicht von TU-Professor Kristian Kersting aktuell „noch ein Marketing-Gag“. „Aber das ist eben das, was sich gerade ändert“, sagte der Experte für Künstliche Intelligenz (KI) gestern (25. Februar) der ARD-„Tagesschau“. „Die Entwicklung ist so rasant, dass aus dem Gag vielleicht übermorgen oder meinetwegen auch schon morgen sehr schnell Realität werden kann.“ Der Beitrag befasste sich mit neuen Angeboten wie „rentahuman.ai“, über die KI-Agenten auf menschliche Unterstützung zugeifen können sollen, wenn sie mit bestimmten Aufgaben nicht weiterkommen.

In der Arbeitswelt von morgen werde die Arbeit mit KI-Agenten in vielen Branchen selbstverständlich sein, sagte Kersting und betonte dabei das Wort Zusammenarbeit: „Ich glaube nicht, dass wir so weit sind, dass wir KI-Agenten komplett in die freie Welt setzen können.“ Noch könne er sich nicht vorstellen, dass KI-Agenten selbstständig über finanzielle Fragen entscheiden können. Zur Frage, wer bei Fehlern der KI die Verantwortung übernehme, sei noch viel mehr Forschung und Entwicklung notwendig.

Kersting leitet an der TU Darmstadt das Fachgebiet Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen am Fachbereich Informatik. Zudem ist er unter anderem Co-Sprecher des Exzellenzclusters „Reasonable AI“ (RAI), Gründungsmitglied und Co-Direktor des Hessischen Zentrums für Künstliche Intelligenz (hessian.AI) sowie Mitglied des DFKI Labs an der TU. mih

Neues Policy Paper der TU9 stellt Projekte der TU Darmstadt vor

Think. Link. Do. – Auftrag des Forschungsfelds E+E
Think. Link. Do. – Auftrag des Forschungsfelds E+E

25. Februar 2026

Die TU9, Allianz der führenden Technischen Universitäten Deutschlands, hat ein neues Policy Briefing (PDF-Datei) (wird in neuem Tab geöffnet) herausgebracht, das die Forschungsstärke der angeschlossenen Hochschulen herausstellt. Das Papier „Die Energiewende gestalten – Innovationen für ein sauberes, sicheres und bezahlbares Energiesystem“ zeigt, wie konkrete Projekte aus den Universitäten dazu beitragen, die Herausforderungen der Energiewende zu bewältigen.

Zwei Forschungsprojekte der TU Darmstadt sind im TU9 Policy Briefing besonders im Fokus.

CyberStress – Stresstests für cybersichere Energienetze

Das Projekt des Bundesforschungsministeriums entwickelt modellbasierte Verfahren, um Energienetze systematisch auf Cyberangriffe und digitale Störereignisse zu prüfen. So entstehen neue Methoden, um Risiken frühzeitig zu erkennen und die Resilienz kritischer Infrastrukturen zu stärken.

Clean Circles – Eisen als Energieträger einer klimaneutralen Kreislaufwirtschaft

Clean Circles erforscht einen innovativen Energiekreislauf auf Basis von Eisen, das als reaktives Metall enormes Potential für die Energiewende hat. Der Ansatz ermöglicht die CO₂‑freie Speicherung und den Transport großer Energiemengen über große Distanzen und schafft damit eine potenzielle Grundlage für klimaneutrale industrielle Prozesse. Das Projekt wird gefördert durch das hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst.

Zudem stellt das Policy Briefing weitere Projekte vor, an denen die TU Darmstadt beteiligt ist: den Sonderforschungsbereich „Offshore-Megastrukturen“, das Kopernikus-Projekt „SynErgie“ und „B‑SWIVT – Sektorenkopplung im Bestandswohnquartier“.

Mit ihren Projekten zeigt die TU Darmstadt, wie technische Spitzenforschung im Forschungsfeld Energy and Environment (E+E) konkrete Lösungen für die Energiewende liefert. Als Teil der TU9-Allianz verbindet die TU wissenschaftliche Exzellenz mit Innovationskraft. Mikosch-Wersching/sip

Neuer W2-Professor am Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften

Professor Holger Lutze
Professor Holger Lutze

17. Februar 2026

Holger V. Lutze ist seit dem 1. Februar 2026 W2-Professor am Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften der TU Darmstadt, wo er das Fachgebiet Umweltanalytik und Schadstoffe leitet. Der 46-Jährige ist bereits seit 2020 an der TU Darmstadt tätig, bisher als Assistenzprofessor. Frühere Stationen seiner akademischen Laufbahn waren die Eawag – das Wasserforschungsinstitut der ETH – , die Universität Duisburg-Essen (UDE) und das IWW Zentrum Wasser. Wir haben Professor Lutze zum Start ein paar Fragen gestellt.

Warum sollten Studierende sich für Ihre Themen interessieren? Was ist das Spannende daran?

Zu den Themen, die mein Fachgebiet in Wissenschaft und Lehre vertritt, gehört das Verhalten von Spurenstoffen. Dazu zählen zum Beispiel Pharmaka, Biozide und Industriechemikalien. Hier spielen die perfluorierten Alkylsubstanzen eine besondere Rolle, ein Gruppe von mehreren tausend bis zehntausend Verbindungen, die seit vielen Jahrzenten hergestellt werden und in der Umwelt nicht mehr abgebaut werden können. Wir lehren, welche Spurenstoffe es gibt, wo sie in der Umwelt vorkommen können, wie sie sich verhalten, welche Quellen sie haben und wie sie technisch abgebaut werden können (zum Beispiel weitergehende Abwasseraufbereitung).

An der TU Darmstadt wird Interdisziplinarität großgeschrieben. Wo gibt es in Ihrem Arbeitsfeld Schnittstellen zu anderen Fachgebieten?

In meinem Arbeitsfeld gibt es eine Vielzahl von Schnittstellen, da Schadstoffe aus nahezu allen Bereichen unserer Gesellschaft emittiert werden. Hierbei spielen Bauwerke, Verkehr und Landschaftsnutzung sowie Fernerkundungsmethoden zu deren Charakterisierung eine wichtige Rolle. Umfangreiche Kollaborationen bestehen zum Verhalten von Schadstoffen in Böden mit den Fachgebieten der Geologie, und Synergien konnten aus der Kopplung von Prozesschemie mit der Verfahrenstechnik der Wasseraufbereitung und der Mikrobiologie gehoben werden.

In welchen Fachbereich der TU würden Sie gerne mal einen Tag schnuppern? Warum?

Fachbereich Physik, da ich Laser und Optik faszinierend finde.

Wenn ich heute Student wäre, würde ich ...

…die Zeit mehr genießen.

Der beste Ausgleich zu einem stressigen Arbeitstag ist …

… Zeit mit der Familie zu verbringen und Fahrrad zu fahren. mih

Gesundheits-Chatbots: Studie zeigt Schwächen im Dialog

13. Februar 2026

Sprachmodelle bieten bei medizinischen Fragen keinen klaren Vorteil gegenüber klassischen Suchmethoden. Das zeigt eine Studie in „Nature Medicine“, in der rund 1000 Teilnehmende zu fiktiven Fallbeispielen recherchierten. Gruppen, die mit Chatbots suchten, fanden seltener eine passende Verdachtsdiagnose als eine Kontrollgruppe mit herkömmlicher Internetsuche. Professorin Iryna Gurevych vom Fachbereich Informatik der TU Darmstadt ordnete die Ergebnisse der Studie mit weiteren Forschenden ein.

Sie sieht die Ursachen vor allem in der Interaktion zwischen Mensch und KI. Benchmarks überschätzten häufig die tatsächliche Leistungsfähigkeit, da sie reale Dialogsituationen nur unzureichend abbildeten. Viele Nutzende hätten Schwierigkeiten, relevante Informationen vollständig anzugeben und Antworten richtig einzuordnen. Neben technischen Verbesserungen brauche es daher auch mehr Kompetenz im Umgang mit KI-Systemen. mho

Medienschau: Roboter für Menschen

13. Februar 2026

Im ZDF-Mittagsmagazin stellte Professorin Georgia Chalvatzaki ihr Forschungsfeld vor. Sie ist führende und mehrfach ausgezeichnete Forscherin im Bereich humanoider Roboter, also in ihrer Konstruktion Menschen nachempfundenen Maschinen. Zurzeit arbeitet sie mit einem 13-köpfigen Team daran, die Interaktion zwischen Mensch und Roboter mit Hilfe der KI schneller und effizienter zu machen. Dafür möchte sie „large language models“ verwenden: Jeder und jede solle in der eigenen Sprache mit dem Roboter sprechen können und dieser übersetze dann in seine Robotersprache. Chalvatzakis träume von „KI made in Germany“, sie sei sicher, dass das notwenige Know-how und die nötige Infrastruktur dafür vorhanden sein. mho

TU-Start-up etalytics kooperiert mit Merck

12. Februar 2026

Das Start-up etalytics, eine Ausgründung der TU Darmstadt, hat gemeinsam mit Merck einen signifikanten Beitrag zur Reduzierung des Stromverbrauchs am Hauptsitz des Wissenschafts- und Technologieunternehmens in Darmstadt erreicht. Dafür hat das ebenfalls in Darmstadt ansässige Start-up seine KI-gestützte Softwareplattform „etaONE“ implementiert, die seitdem eigenständig einen Teilbereich des Kühlsystems optimiert. Dadurch wurde der Stromverbrauch für die Kühlung am Standort um 21 Prozent reduziert, wie beide Partner erklärten.

Der Hauptsitz von Merck ist demnach konzernweit einer der größten Energieverbraucher, wobei in der pharmazeutischen Produktion insbesondere für die Kühlung ein hoher Energiebedarf herrscht. Der Kühlbedarf entsteht vor allem durch die Klimatisierung von Büros, Laboren und Lagerflächen. Die Software-Plattform von etalytics regelt bei Merck in Darmstadt nun das Zusammenspiel von Kältemaschinen, Kühltürmen und Pumpen. Die Optimierung erfolgt rein softwarebasiert, ohne bauliche Maßnahmen und ohne Unterbrechung laufender Produktionsprozesse. Basierend auf den Projektergebnissen ist nun vorgesehen, die Optimierung auf weitere Kälteanlagen am Standort auszuweiten. etalytics/mih

Erste Treibhausgas-Bilanz der TU Darmstadt veröffentlicht

12. Februar 2026

Die TU Darmstadt hat erstmals umfassende Treibhausgas-Bilanzen nach dem internationalen Greenhouse Gas Protocol für die Jahre 2022 und 2023 veröffentlicht, um ihre Emissionen transparent zu machen und gezielt weitere Maßnahmen zur Reduktion zu entwickeln.

Die Analyse zeigt, dass die größten Emissionstreiber der Universität der Verbrauch fossiler Energie (Strom und Wärme), das Pendeln von Beschäftigten und Studierenden sowie Flugreisen sind. Der Bezug von Strom und Wärme aus dem TU-eigenen, erdgas-befeuerten Blockheizkraftwerk macht insgesamt etwa 60 bis 70 Prozent der bisher erfassten Emissionen aus.

„Für unser Klimaneutralitätsziel ist Energie ein elementares Thema – das zeigt sich auch in dieser Bilanz. Bedeutend ist hierfür unter anderem die Umstellung unserer Energie-Infrastruktur auf erneuerbare Energien, an der wir mit Hochdruck, aber auch mit begrenzten finanziellen Mitteln, arbeiten“, sagte Dr. Martin Lommel, Kanzler der TU Darmstadt.

Die TU verfolgt mit ihrer Nachhaltigkeitsstrategie das Ziel, bilanziell bis 2030 klimaneutral zu werden. Büro für Nachhaltigkeit

Campus Lichtwiese: Verkehrsbehinderung und Busausfall

12. Februar 2026

Am Dienstag, 24. Februar, werden auf dem Campus Lichtwiese der TU Darmstadt Kühltürme für die Kälteerzeugungsanlage der Energiezentrale angeliefert. Aus diesem Grund kommt es zwischen 10.00 und 16.00 Uhr zu Behinderungen. In diesem Zeitraum bedient die Buslinie L nicht die Haltestelle TU Lichtwiese/Campus, sondern endet an der Haltestelle Botanischer Garten/Vivarium und fährt von dort zurück in die Innenstadt. Zudem wird es für Autofahrer:innen auf der Eugen-Kogon-Straße im Bereich des Heizkraftwerks und der Parkhauszufahrt immer wieder zu Wartezeiten kommen.

Personen, die an diesem Tag die Quartiere Maschinenbau, Chemie und Materialwissenschaft anfahren möchten, wird empfohlen, für die Anreise den Böllenfalltorweg zu nutzen.

Die Straßenbahn (Lichtwiesenbahn) ist von der Anlieferung nicht betroffen und verkehrt wie gewohnt. sip

Neu im Hochschulrat: Siemens-Vorstandsmitglied Vinod Philip

11. Februar 2026

Vinod Philip ist seit Anfang des Jahres neues Mitglied im Hochschulrat der TU Darmstadt. Philip, 1974 im indischen Kerala geboren, ist seit Sommer 2024 Mitglied des Vorstands der Siemens Energy AG. Zudem gehört er der Geschäftsführung der Siemens Energy Management GmbH an und ist alleiniger Direktor der Siemens Gamesa Renewable Energy, S.A.U. Bereits seit 1998 ist er im Siemens-Konzern in unterschiedlichen Führungsfunktionen tätig.

Philip hat einen Master of Business Administration in General Management & International Business vom Rollins College (Florida) erworben. Zuvor schloss er einen Master of Science in Materials Science and Engineering an der University of Central Florida sowie einen Bachelor of Technology in Materials Science and Metallurgical Engineering am Indian Institute of Technology, Mumbai, ab. Vinod Philip folgt in dem Gremium auf den Siemens-Manager Dr. Horst J. Kayser. pg

Forschung trifft Zukunft: 40. Erfinderlabor an der TU Darmstadt und bei Merck abgeschlossen

06. Februar 2026

Vom 2. bis 5. Februar 2026 forschten 16 ausgewählte Oberstufenschülerinnen und -schüler aus Hessen im Rahmen des 40. Erfinderlabors des Zentrums für Chemie (ZFC) im Fachbereich Materialwissenschaft der TU Darmstadt und beim Partnerunternehmen Merck. In enger Zusammenarbeit mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern entwickelten sie Lösungen für eine klimaneutrale und ressourcenschonende Zukunft.

Den Abschluss bildete eine öffentliche Veranstaltung am 6. Februar im Merck Conference Center, bei der die vier Projektgruppen ihre Forschungsergebnisse präsentierten. Die Themen reichten von Recyclingstrategien für Hochleistungsmaterialien über Nickeloxid-Katalysatoren für die Wasserstoffproduktion bis hin zur Charakterisierung resistiver Speicherbausteine. Auch Alterungseffekte von Graphenoberflächen standen im Fokus.

„Das Erfinderlabor zeigt eindrucksvoll, wie man Schülerinnen und Schüler für Forschung in den MINT-Fächern begeistert und den Beitrag von Wissenschaft zur Lösung von aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen vermittelt“, sagte Professor Heribert Warzecha, Vizepräsident für Studium und Lehre der TU Darmstadt. „Das Format ist darüber hinaus ein gelungenes Beispiel für die Zusammenarbeit von verschiedenen Partnern aus Wissenschaft und Industrie in unserer Region.“ mho

Professor Leopoldo Molina-Luna kurz befragt

Professor Leopoldo Molina-Luna
Professor Leopoldo Molina-Luna

04. Februar 2026

Seit dem 1. Februar ist Leopoldo Molina-Luna Professor am Fachbereich Material- und Geowissenschaften. Sein Forschungsgebiet ist die experimentelle Elektronenmikroskopie mit Schwerpunkt auf funktionalen Materialien und nanoskaligen Systemen. Molina-Luna studierte Physik in Merida (Venezuela) und Stuttgart und promovierte in Tübingen. Im Anschluss folgten mehrere Forschungsaufenthalte im In- und Ausland. 2020 wurde er Assistenzprofessor an der TU Darmstadt und leitet seitdem das Fachgebiet Advanced Electron Microscopy (AEM) am Institut für Materialwissenschaften.

Der Wissenschaftler nennt den Aufbau einer international sichtbaren Forschungsagenda an der Schnittstelle von Elektronenmikroskopie und funktionalen Materialien als seinen wichtigsten wissenschaftlichen und beruflichen Meilenstein. Seine Forschung an der TU Darmstadt wurde insgesamt vier Mal vom Europäischen Forschungsrat (ERC) gefördert – mit jeweils einem „Starting“- und einem „Consolidator“-Grant sowie zwei „Proof of Concept“-Grants.

Wir haben Professor Molina-Luna einige Fragen gestellt:

Warum sollten Studierende sich für Ihre Themen interessieren? Was ist das Spannende an Ihren Themen?

Meine Forschung erlaubt es, Materialien bis auf atomare Längenskalen zu untersuchen und sie gleichzeitig unter realen Betriebsbedingungen zu beobachten. Studierende lernen dabei, wie nanoskalige Strukturen, Defekte und Grenzflächen die Funktion moderner Materialien bestimmen – eine direkte Verbindung von Grundlagenforschung und technologischer Relevanz.

An der TU Darmstadt wird Interdisziplinarität großgeschrieben. Wo gibt es in Ihrem Arbeitsfeld Schnittstellen zu anderen Fachgebieten?

Mein Arbeitsfeld ist stark interdisziplinär und verbindet Materialwissenschaften mit Physik, Chemie und Elektrotechnik. Zunehmend spielen auch Informatik und datengetriebene Methoden eine wichtige Rolle, etwa bei der Analyse großer Mikroskopiedatensätze und der Verknüpfung von Experiment und Simulation.

In welchen Fachbereich der TU würden Sie gerne mal einen Tag schnuppern? Warum?

Im Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik, um besser zu verstehen, wie nanoskalige Materialeffekte in funktionierende Systeme übersetzt werden.

Wenn ich heute Student wäre, würde ich …

… frühzeitig praktische Laborerfahrung sammeln, interdisziplinär arbeiten und internationale Erfahrungen suchen, um neue Methoden nicht nur anzuwenden, sondern wirklich zu verstehen.

Der beste Ausgleich zu einem stressigen Arbeitstag ist …

Zeit mit der Familie, Musik und Aktivitäten, die einen bewussten Perspektivwechsel ermöglichen. cst

Neue Vizepräsidentin: Amtszeit von Petra Grell beginnt

Professorin Petra Grell
Professorin Petra Grell

02. Februar 2026

Zum 1. Februar hat Professorin Petra Grell ihre Amtszeit als neue Vizepräsidentin der TU begonnen. Sie verantwortet das Ressort Akademische Karrieren und Diversität und damit einen Bereich mit leicht verändertem Zuschnitt: Das Themenfeld Diversität, das bislang dem Vizepräsidenten für Studium und Lehre zugeordnet war, gehört künftig in ein gemeinsames Ressort mit dem Themenfeld Akademische Karrieren.

„Ich freue mich auf die vor uns liegende Arbeit“, so die neue Vizepräsidentin. „Die Erhöhung der Diversität hilft uns allen, Wissenschaft für zukünftige Generationen dynamisch und nachhaltig zu erhalten.“

Petra Grell ist seit 2013 Professorin für Allgemeine Pädagogik mit dem Schwerpunkt Medienpädagogik am Fachbereich Humanwissenschaften. Sie wurde bei der Wahl des Präsidiumsteams Anfang Dezember gewählt. Damit folgt sie auf Professorin Franziska Lang (Architektur), die dieses Amt drei Jahre lang inne hatte. Die Amtszeit der Vizepräsident:innen dauert drei Jahre. sip

TU Darmstadt verleiht Spin-off Label an neun Start-ups

30. Januar 2026

Die TU Darmstadt hat gestern (29. Januar) zum zweiten Mal ihr Spin-off Label vergeben. Nach der ersten Auszeichnung 2024 an 19 Start-ups erhielten in diesem Jahr neun weitere Ausgründungen das Qualitätssiegel – als sichtbares Zeichen für den Transfer von Forschung in marktfähige Anwendungen. Verliehen wurde das Label beim Neujahrsempfang des TU-Innovations- und Gründungszentrums HIGHEST mit mehr als 100 Gästen aus dem Innovations-Ökosystem. Auf dem Programm stand zudem ein Wissenschaftsimpuls zum Thema „Gebäude neu denken: Resilient, effizient, innovativ mit hydroaktiven Gebäudehüllen“ von Professorin Christina Eisenbarth (TU Darmstadt). Professor Thomas Walther, Vizepräsident für Innovation und Internationales, betonte: „Mit dem Spin-off Label machen wir die hohe Güte unserer wissenschaftsbasierten Ausgründungen sichtbar und setzen zugleich einen Standard für Qualität made in Darmstadt.“

Ausgezeichnet wurden die folgenden Start-ups: Adaptive Balancing Power, AssistIng, Dianovi, Green Mobility Solutions, Lithium Designers, NanoWired, Quanticor Security, Sanctuary Systems, Shopfloor Management Systems (SFM).

HIGHEST/mih

HIGHEST@etit: Live-Podcast zum Thema „Karrierefaktor Gründung!?”

29. Januar 2026

Mit dem Live-Podcast „Karrierefaktor Gründung!?“ eröffnet der Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik (etit) der TU Darmstadt gemeinsam mit dem Innovations- und Gründungszentrum HIGHEST eine Diskussion über Karrierewege jenseits klassischer Pfade. Moderator Bartosz Kajdas spricht am 10. Februar 2026 mit Wissenschaftler:innen sowie Gründer:innen des Fachbereichs darüber, wie aus Forschung Transfer entsteht und aus Expertise unternehmerische Optionen werden. Im Anschluss an den Live-Podcast im Hans-Busch-Institut (S3/06, Raum 052, Merckstraße 25) bietet ein Get-together Raum für Austausch und Networking (zur Anmeldung)

Aus dem 1882 gegründeten Fachbereich etit gehen die meisten Ausgründungen der TU Darmstadt hervor (mehr zum Thema etit und xchange). Er umfasst rund 1.900 Studierende, etwa 260 wissenschaftliche Mitarbeitende sowie fünf Professorinnen und 27 Professoren. Insgesamt 32 Fachgebiete arbeiten an Themen wie Energieversorgung, vernetzte Systeme, Medizintechnik und KI-gestützte biotechnologische Verfahren. HIGHEST/mih

Preis der Odenwald-Akademie geht an Felix Koch

29. Januar 2026

Für seine herausragende Masterarbeit aus dem Bereich Maschinenbau ist der TU-Absolvent Felix Koch mit dem Preis der Odenwald-Akademie ausgezeichnet worden. In der von Professor Steven Peters betreuten Arbeit befasste sich Koch mit dem Thema „Langlebigkeit und Reparierbarkeit von Vorderachsen bei Pkw“. Der Förderverein der Odenwald-Akademie verlieh den mit 3.000 Euro dotierten Preis gestern (28. Januar) Abend in Erbach.

In seiner Masterarbeit untersuchte Koch im Rahmen eines Forschungsprojekts mit dem Titel „DaCCCar“ innovative Konstruktionsansätze zur Steigerung der Lebensdauer und Wertstabilität von Fahrzeugen. Durch die Analyse von mehr als 100 Achskonstruktionen identifizierte er Potenziale, um Vorderachsen langlebiger und reparaturfreundlicher zu gestalten. Besonders für Regionen wie den Odenwald, in denen Individualmobilität zentral bleibt, bieten die Ergebnisse praxisrelevante Ansätze für nachhaltige, wirtschaftliche Fahrzeugkonzepte.

Der Preisträger stammt aus Michelstadt im Odenwald und wurde im Laufe seines Studiums zwei Mal mit dem Deutschlandstipendium gefördert. Seit Abschluss seines Masterstudiums an der TU Darmstadt im Frühjahr 2025 arbeitet er beim Odenwälder Reifenhersteller Pirelli als Entwicklungsingenieur in der Produktentwicklung.

Der Preis der Odenwald-Akademie prämiert unter dem Motto „Land neu denken“ alle zwei Jahre eine innovative Masterarbeit mit einem Bezug zum Odenwaldkreis. Der Jury gehören ein Vertreter der Akademie sowie zwei Wissenschaftler:innen der TU Darmstadt an. Die Odenwald-Akademie ist eine Kooperation der TU und des Odenwaldkreises mit dem Ziel, zum Nutzen der Odenwälder Wirtschaft und der Öffentlichkeit universitäres Wissen ortsnah zu vermitteln. mih

CNTR-Labor an der TU Darmstadt eröffnet

Malte Göttsche (CNTR) und Darius Rahimi (Auswärtiges Amt) bei der Eröffnungszeremonie.
Malte Göttsche (CNTR) und Darius Rahimi (Auswärtiges Amt) bei der Eröffnungszeremonie.

23. Januar 2026

Das neue Labor des Clusters für Natur- und Technikwissenschaftliche Rüstungskontrollforschung (CNTR) an der TU Darmstadt ist am 21. Januar feierlich eröffnet worden. Es bietet vielfältige technische Möglichkeiten, um Detektoren und Sensoren zu testen, anwendungsbezogene Studien durchzuführen und Lehrformate umzusetzen. Zur Ausstattung zählen unter anderem Strahlungsdetektoren, 3D-Drucker sowie elektronische Messgeräte.

Professor Thomas Walther, Vizepräsident für Innovation und Internationales an der TU Darmstadt, hob in seinem Grußwort den besonderen Verbundcharakter hervor: „Die naturwissenschaftliche Friedensforschung im CNTR führt sowohl fachliche Expertise unterschiedlicher Wissenschaftsdisziplinen als auch die drei Wisssenschaftsstandorte Darmstadt, Frankfurt und Gießen zusammen. Damit ist das Cluster ein Beispiel par exellence für interdisziplinäres Forschen im Verbund und für gelebten xchange.“

Das Labor soll die naturwissenschaftliche Forschung im Bereich Rüstungskontrolle stärken und den Brückenschlag zwischen technischer Expertise und gesellschaftlicher Verantwortung ermöglichen. CNTR ist ein Forschungsverbund von PRIF, TU Darmstadt und der Universität Gießen und wird vom Auswärtigen Amt gefördert. mho

Studie zu kooperativer Programmierung von Robotern

22. Januar 2026

In Krisensituationen wie Bränden oder Erdbeben sind schnelle Reaktionen und Anpassungsfähigkeit von Systemen entscheidend. Technologien müssen sofort einsatzbereit sein – unabhängig davon, wer sie bedient. Das System „GenSwarm“ ermöglicht es, eine Gruppe von Robotern allein durch die Beschreibung einer Aufgabe in einfacher Sprache zu koordinieren – ohne komplexe Programmierung.

„GenSwarm“ steht im Mittelpunkt der wissenschaftlichen Publikation „GenSwarm: Scalable Multi-Robot Code-Policy Generation and Deployment via Language Models“, die im Januar 2026 in der renommierten Fachzeitschrift npj Robotics veröffentlicht wurde. Die Studie entstand aus einer internationalen Zusammenarbeit zwischen der TU Darmstadt mit der Westlake University und der Beihang University in China, der University of Groningen in den Niederlanden sowie der University of Sheffield in Großbritannien. Zu den Autoren gehört TU-Professor Roderich Groß, der auch Principal Investigator des LOEWE-Zentrums emergenCITY ist und eine Professur an der University of Sheffield innehat.

Das GenSwarm-System adressiert eine zentrale Herausforderung der Robotik: Die Programmierung mehrerer Roboter zur koordinierten Zusammenarbeit ist in der Regel komplex, zeitaufwendig und erfordert spezialisiertes Fachwissen. Anstatt jeden Roboter manuell zu programmieren, ermöglicht GenSwarm die Steuerung eines Roboterschwarms über natürliche Sprache, die automatisch in ausführbaren Steuerungscode übersetzt und auf alle Roboter verteilt wird. Dadurch können robotische Systeme auch in zeitkritischen Situationen schnell und flexibel neu konfiguriert werden.

emergenCITY/bjb

ULB im Schloss zur zweitschönsten Uni-Bibliothek gekürt

22. Januar 2026

Der Standort der Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt im Wissenschaftsschloss ist in einer Umfrage zur zweitschönsten Uni-Bibliothek in Deutschland gewählt worden. An der nicht repräsentativen Erhebung von „Funk“ auf Instagram beteiligten sich rund 35.000 Menschen, wie das Content-Netzwerk von ARD und ZDF gestern mitteilte. Auf Platz eins landete die Bibliotheca Albertina der Universität Leipzig. mih

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Studie zu Antisemitismus an hessischen Hochschulen startet

19. Januar 2026

Die Sicherheit jüdischen Lebens an Hochschulen ist seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 verstärkt gefährdet. Antisemitismus an Hochschulen in Hessen aus jüdischen und nicht-jüdischen Perspektiven erforscht ein Projekt von TU Darmstadt und Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS), das jetzt im Januar gestartet ist.

Das Projekt wird vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur im Rahmen seines Förderprogramms „Stärkung der Demokratieforschung Hessen“ unterstützt. Es läuft bis Ende 2028. Den Forschungsverbund leiten Professorin Julia Bernstein und Professor Stefan Müller von der Frankfurt UAS sowie Professorin Katja Adl-Amini von der TU Darmstadt.

Der Einbezug der jüdischen Perspektive bedeutet einen Paradigmenwechsel in der Antisemitismusforschung. Darüber hinaus wollen die Wissenschaftler:innen Mechanismen, Dynamiken und Wirkungen untersuchen und eine weitere Forschungslücke schließen: Zusätzlich zu einem umfassenden Querschnitt, welcher die Verbreitung von Antisemitismus untersucht, fehlen bisher Längsschnitt-Untersuchungen. „In unserer Studie werden die Entwicklungen unterschiedlicher Formen von Antisemitismus sowie die Ausmaße an den Hochschulen auch im Zeitverlauf in den Blick genommen“, so Katja Adl-Amini.

Ziel der Studie ist es, Handlungsmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen, die jüdisches Leben im Hochschulbereich fördern und Hochschulverwaltungen, Verbände und Organisationen in ihrer Arbeit unterstützen. sip

Rotary-Förderpreis Darmstadt geht an zwei TU-Masterstudierende

V.l.n.r. Ole Kleffmann (Präsident Rotary Club Darmstadt-Kranichstein), Antje Reinhard (Präsidentin Rotary Club Darmstadt-Bergstraße), Tanja Brühl (Präsidentin TU Darmstadt), Vera Krewald (Laudatorin), Jakob Kranich (Rotary Förderpreisträger), Suruthika Sothinathan (Rotary Förderpreisträgerin), Christian Hofstadler (Laudator), Frank Engelbrecht (Präsident Rotary Club Darmstadt).
V.l.n.r. Ole Kleffmann (Präsident Rotary Club Darmstadt-Kranichstein), Antje Reinhard (Präsidentin Rotary Club Darmstadt-Bergstraße), Tanja Brühl (Präsidentin TU Darmstadt), Vera Krewald (Laudatorin), Jakob Kranich (Rotary Förderpreisträger), Suruthika Sothinathan (Rotary Förderpreisträgerin), Christian Hofstadler (Laudator), Frank Engelbrecht (Präsident Rotary Club Darmstadt).

19. Januar 2026

Der Rotary-Förderpreis Darmstadt für ein Auslandsstipendium wird in diesem Jahr zu gleichen Teilen an zwei herausragende Masterstudierende der TU Darmstadt vergeben. Jakob Kranich und Suruthika Sothinathan erhalten jeweils 5.000 Euro zur Unterstützung ihres studienbezogenen Auslandsaufenthalts. Mit der Auszeichnung würdigen die drei Darmstädter Rotary Clubs exzellente akademische Leistungen, internationale Ausrichtung und besonderes gesellschaftliches Engagement.

Jakob Kranich studiert Chemie und wird seine Masterarbeit im Rahmen eines sechsmonatigen Forschungspraktikums an der Universität des Baskenlandes (EHU) absolvieren. Der Auslandsaufenthalt dient der fachlichen Vertiefung und Vorbereitung auf eine Promotion. Neben seinem Studium engagiert sich Kranich vielfältig ehrenamtlich, unter anderem in der studentischen Kulturarbeit sowie im Vereinssport.

Suruthika Sothinathan studiert Wirtschaftsingenieurwesen mit der Fachrichtung Bauingenieurwesen und absolviert derzeit ein Auslandssemester an der Aalto-Universität in Finnland. Ziel ihres Aufenthalts ist der Vergleich internationaler Baukulturen und Projektstrukturen. Sie strebt eine berufliche Tätigkeit im internationalen Bauprojektmanagement an und engagiert sich neben dem Studium ehrenamtlich als Leiterin einer tamilischen Tanzgruppe.

Die Preisverleihung fand am 18. Januar 2025 im Rahmen des Neujahrsempfangs der Rotary Clubs Darmstadt, Darmstadt-Kranichstein und Darmstadt-Bergstraße statt. Der Rotary-Förderpreis Darmstadt wird seit 1987 alle zwei Jahre in Kooperation mit der Vereinigung von Freunden der TU Darmstadt e. V. vergeben. Seit 2015 sichert die gemeinnützige Stiftung „Rotary-Förder-Preis-Darmstadt“ das langfristige Engagement der drei Clubs. Ziel des Förderpreises ist es, internationale Erfahrungen zu ermöglichen und damit einen Beitrag zur interkulturellen Verständigung im Sinne rotarischer Werte zu leisten. Jana Freihöfer

Medienschau: Professorin Knodt zur Blackout-Gefahr in Hessen

6. Januar 2026

Mit Blick auf die aktuelle Lage in großen Teilen Berlins: Wie gut ist Hessen vor einem Blackout geschützt? Wie sicher ist die kritische Infrastruktur? Dieser Frage geht die „hessenschau“ in einem Beitrag nach und spricht mit Expert:innen aus Katastrophenschutz und Forschung. TU-Professorin Michèle Knodt erläutert das leitende Prinzip Resilienz – eine Stadt oder Gesellschaft sollte in einem Krisenfall durch Vorkehrungen so schnell wie möglich zurück zur Normalität kommen können – weist jedoch auch auf die Verwundbarkeit der hochtechnisierten Gesellschaft hin: „Wir können hundert Prozent der Infrastruktur auf keinen Fall schützen.“

Besonders kritisch seien Ausfälle an Kommunikationseinrichtungen und -mitteln, so Knodt. In diesem Zusammenhang verwies sie auf die „Litfaßsäule 4.0“, eine energieautarke Erweiterung für Litfaßsäulen, die das LOEWE-Zentrum emergenCITY, die TU Darmstadt und Wirtschaftspartner im vergangenen Jahr als Prototyp vorstellten. Die Säule kann von Rettungskräften angesteuert und mit Informationen gespeist werden, um so schnell den Informationsfluss in der Bevölkerung zu organisieren.

Knodt ist Professorin am Institut für Politikwissenschaft der TU, stellvertretende Koordinatorin von emergenCITY und Direktorin des Anwendungs- und Transferzentrums Digital Resilience Xchange (DiReX). sip