Kurz gemeldet

TU Darmstadt – Kurz gemeldet

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Wissenschaftstag „Künstliche Intelligenz“

Robotik Labor. Bild: Felipe Fernandes – © Felipe Fernandes
Robotik Labor. Bild: Felipe Fernandes

26. April 2019

Führungskräfte aus Ministerien/Behörden, Medien und staatliche Einrichtungen sind herzlich eingeladen, sich am 14. Mai 2019 einen Überblick zur Funktionsweise und Anwendungen Künstlicher Intelligenz zu verschaffen. Im Mittelpunkt der Kleingruppengespräche stehen die Fragen: Wie lassen sich Wahrnehmen, Denken und Handeln bei Mensch und Maschine mittels Computerprogrammen nachbilden? Welche Bedeutung hat Künstliche Intelligenz für den Arbeitsalltag?

In Kleingruppengesprächen mit den folgenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der TU Darmstadt werden Führungskräfte einen verständlichen Überblick erhalten:

Prof. Peter Buxmann (Wirtschaftsinformatik), Prof. Iryna Gurevych (Sprachverarbeitung), Prof. Frank Jäkel (Psychologie), Prof. Kristian Kersting (Maschinelles Lernen), Prof. Mira Mezini (Informatik), Prof. Stefan Roth (Informatik), Prof. Oskar von Stryk (Robotik), Prof. Constantin Rothkopf (Kognitionswissenschaften).

Weiterhin nehmen teil: Prof. Christoph Burchard (Rechtswissenschaft) von der Goethe Universität Frankfurt am Main sowie, ebenfalls aus Frankfurt, Dr. Niklas Schörnig (Politikwissenschaft) vom Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK).

Die genauen Zeiten und Informationen zur Anmeldung finden sich in der Einladungskarte.
Die Veranstaltung ist nur für Fachvertreter und Fachvertreterinnen.

Der Wissenschaftstag „Künstliche Intelligenz“ ist eingebunden in eine überregionale Veranstaltungsreihe der Rhein-Main-Universitäten, die sich über das Jahr 2019 erstreckt. Alle weiteren Veranstaltungen sind auf der Website der Rhein-Main-Universitäten einsehbar.

mho

Nachhaltige Mobilität durch synthetische Kraftstoffe

25. April 2019

Die Technische Universität Darmstadt hat mit vier Fachgebieten des Fachbereichs Maschinenbau Förderungsanträge für das Forschungsvorhaben „Nachhaltige Mobilität durch synthetische Kraftstoffe“ (NAMOSYN) gestellt. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Gemäß Gesamtvorhabenbeschreibung partizipieren 25 Industriepartner, 15 Forschungseinrichtungen sowie sieben Verbände bzw. Gesellschaften.

Die beantragten Arbeiten werden vom Fachgebiet reaktive Strömungen und Messtechnik (Prof. Dreizler), Fachgebiet Simulation von reaktiven Thermo-Fluid-Systemen (Prof. Hasse), Institut für Verbrennungskraftmaschinen und Fahrzeugantriebe (Prof. Beidl) und vom Institut für Werkstoffkunde (Prof. Oechsner) durchgeführt.

NAMOSYN hat zum Ziel, branchenübergreifend rasch die Grundlagen für die Einführung synthetischer Kraftstoffe zu schaffen, die sich unter ökologischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Kriterien nachhaltig produzieren lassen. Hierzu werden für verschiedene Kraftstoffalternativen für unterschiedliche Einsatzgebiete – mit dem Fokus auf Straßenfahrzeugen, Offroadfahrzeugen und mobilen Arbeitsmaschinen – umfassende FuE-Arbeiten durchgeführt.

Diese reichen von der motorischen Austestung anhand kommerziell verfügbarer Verbindungen und deren Mischungen sowie Mischungen mit heutigen Norm-Kraftstoffen, über die Entwicklung mittel- und langfristig für eine kommerzielle Herstellung geeigneter Prozessrouten bis zur Erprobung, sowohl in Prüfstands- als auch in realen Praxistests. Des Weiteren werden die Emissionsreduktionen, die Kraftstoffkonformität, sowie die reibungslose Implementierbarkeit der Kraftstoffe in bestehende Fahrzeuge und Infrastrukturen untersucht und bewertet.

Der Fokus der Arbeiten an der TU Darmstadt liegen auf dem synthetischen Dieselersatzkraftstoff Oxymethylenether (OME). Bisherige Vorarbeiten haben vielversprechende Ergebnisse hervorgebracht und hohen Forschungsbedarf aufgezeigt.

Institut VKM

CRISP: Übergabe des Kooperationsvertrages

Prof. Ralph Stenger, Prof. Michael Waidner und Prof. Hans Jürgen Prämel bei der Übergabe (v.l.n.r.). Bild: CRISP – © CRISP
Prof. Ralph Stenger, Prof. Michael Waidner und Prof. Hans Jürgen Prämel bei der Übergabe (v.l.n.r.). Bild: CRISP

25. April 2019

Bei einem gemeinsamen Treffen hat Professor Michael Waidner, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie, Professor an der Technischen Universität Darmstadt und Direktor des Nationalen Forschungszentrum für angewandte Cybersicherheit, am 24. April 2019 den Hochschulpräsidenten Professor Hans Jürgen Prömel, Präsident der Technischen Universität Darmstadt, und Professor Ralph Stengler, Präsident der Hochschule Darmstadt, die von allen mitwirkenden Einrichtungen unterzeichnete Kooperationsvereinbarung für das Nationale Forschungszentrum für angewandte Cybersicherheit übergeben.

Damit schreitet der Ausbau von CRISP zum Nationalen Forschungszentrum für angewandte Cybersicherheit zu einer auf Dauer angelegten Forschungseinrichtung weiter voran. Diese bisher einzigartige Kooperation der außeruniversitären Forschung mit Hochschulen stärkt die Spitzenforschung am Standort zum Wohle von Gesellschaft, Wirtschaft und Staat. CRISP

Medienschau: Forschen am Fahrzeug 5.0

24. April 2019

Stephan Rinderknecht, Professor für mechatronische Systeme im Maschinenbau, und sein Team an der TU arbeiten am so genannten Fahrzeug 5.0 – einem Wagen mit künstlicher Intelligenz, der je nach Gegebenheit umweltfreundlich unterschiedliche Antriebsarten nutzt und auf der Straße dazulernt. Sascha Zoske, Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, hat den TU-Wissenschaftlern bei ihrer Arbeit über die Schulter geschaut.

Auch in der aktuellen hoch³forschen ist der Forschungsverbund „Fahrzeug 5.0“ Thema, der auf Fahrzeuge setzt, die laufend aus Betriebsdaten lernen und sich selbst optimieren. bjb

TU ist assoziierte Unterstützerin im DWIH São Paulo

Treffen in São Paulo: TU-Präsident Prof. Hans Jürgen Prömel (5. v. r.), DWIH-Leiterin Dr. Martina Schulze (4. v. l.) und Prof. Klaus Schützer, Universidade Metodista de Piracicaba (1. v. r.). Bild: DWIH São Paulo
Treffen in São Paulo: TU-Präsident Prof. Hans Jürgen Prömel (5. v. r.), DWIH-Leiterin Dr. Martina Schulze (4. v. l.) und Prof. Klaus Schützer, Universidade Metodista de Piracicaba (1. v. r.). Bild: DWIH São Paulo

17. April 2019

Die TU Darmstadt stärkt die Verbindungen mit Lateinamerika. Auf seiner Reise nach Brasilien besuchte TU-Präsident Hans Jürgen Prömel kürzlich zwei Partneruniversitäten und das Deutsche Wissenschafts- und Innovationshaus (DWIH) São Paulo.

Am 11. April 2019 wurde die TU Darmstadt in den Kreis der assoziierten Unterstützer des DWIH São Paulo aufgenommen und hat damit Zugriff auf das Netzwerk und die Ressourcen des DWIH. Das DWIH São Paulo wurde 2012 auf Initiative des Auswärtigen Amtes eröffnet und steigert zum einen die Sichtbarkeit des Innovationsstandortes Deutschland in Brasilien, zum anderen fördert es den Austausch zwischen wissenschaftlichen Institutionen in Deutschland und Brasilien.

Die TU Darmstadt ist Brasilien über Partnerschaftsabkommen mit sieben Universitäten und Forschungskooperationen unter anderem in den Bereichen Biologie, Materialwissenschaften und Maschinenbau verbunden. Auf seiner Reise besuchte TU-Präsident Hans Jürgen Prömel die Partneruniversitäten Universidade Estadual de Campinas (UNICAMP) und Universidade de São Paulo (USP), zwei der führenden Universitäten Lateinamerikas, mit dem Ziel die Forschungskooperationen zu stärken. Zwischen USP und TU Darmstadt bestehen bereits vier sehr erfolgreiche Doppelabschlussabkommen in den Ingenieurwissenschaften. Christian Tischer/sip

Aus PIZ wird Patent- und Markenzentrum Rhein-Main

Neuer Name, neues Logo. Bild: ULB
Neuer Name, neues Logo. Bild: ULB

16. April 2019

Das zur Universitäts- und Landesbibliothek (ULB) gehörende Patentinformationszentrum hat sich in „Patent- und Markenzentrum Rhein-Main“ umbenannt. Unverändert bleibt dagegen das serviceorientierte Angebot.

Das Patent- und Markenzentrum Rhein-Main ist in der Region die erste Anlaufstelle bei Fragen zu Patenten, Gebrauchsmustern, Marken und Designs. Gründer, Unternehmen, Hochschulen und Anwälte erhalten allgemeine Informationen rund um die gewerblichen Schutzrechte. Einmal im Monat findet vor Ort die kostenlose Erfindererstberatung statt. Darüber hinaus werden Recherchen, Analysen und Monitoring von Patenten, Marken und Designs angeboten. Das Patent- und Markenzentrum ist offizieller Kooperationspartner des Deutschen Patent- und Markenamts und Mitglied im PATLIB-Netzwerk des Europäischen Patentamtes (EPA).

Die Farbgebung des neuen Logos unterstreicht nun auch optisch die Zugehörigkeit zur Universitäts- und Landesbibliothek der Technischen Universität Darmstadt. Durch den neuen Namen werden die regionale Verortung und die Bedeutung von Patenten und Marken stärker hervorgehoben. Jennifer Gliemann/sip

Europäische Innovationsregionen vernetzen

Die UNITE-Partner bei der Unterzeichnung eines Letter of Intent. Bild: CLUSTER
Die UNITE-Partner bei der Unterzeichnung eines Letter of Intent. Bild: CLUSTER

15. April 2019

Die TU Darmstadt will im Rahmen ihrer Bewerbung zur „Europäischen Universität“ auch die jeweiligen Regionen der beteiligten sieben Institutionen stärker miteinander vernetzen. Darauf einigten sich die Partner am Rand der gemeinsamen Generalversammlung des CLUSTER-Konsortiums in Lissabon. Innerhalb des von der TU Darmstadt koordinierten Verbundes UNITE! wollen sieben Partneruniversitäten einen transeuropäischen Campus schaffen, der explizit die Beteiligung von regionalen Akteuren und Unternehmen mit einschließt.

Auf dem Campus des Instituto Superior Técnico in Lissabon haben die Präsidenten, Vize-Präsidenten bzw. Delegierte der Hochschulleitungen eine entsprechende gemeinsame Erklärung unterzeichnet. Diese bringt das Vorhaben zum Ausdruck, die eingegangene Beziehung auf eine Vernetzung der beteiligten Regionen zu erweitern, um gezielt Innovation und Ausgründung zu fördern sowie entsprechende Angebote in der Lehre zu verankern. Konkret kann dies zum Beispiel durch eine stärkere Zusammenarbeit mit Technologie- und Gründerzentren sowie Kompetenz- und Informationszentren erfolgen.

Neben UNITE! standen bei der CLUSTER-Generalversammlung weitere Themen auf dem Programm, die das Netzwerk insgesamt stärken. So startet CLUSTER eine neue Initiative, um Studierenden-Repräsentanten der beteiligten Institutionen miteinander zu vernetzen und deren Ideen kontinuierlich in die Netzwerkarbeit einzubinden. Studierende von allen zwölf Partneruniversitäten erarbeiteten über zwei Tage Projekte sowie mögliche Beteiligungen und diskutierten diese mit den Delegierten des Netzwerkes.

Zudem beschloss die Generalversammlung die Gründung einer neuen ständigen Arbeitsgruppe von Erasmus-Koordinatorinnen und -Koordinatoren. Durch den regelmäßigen Austausch der Verwaltungsmitarbeitenden im Bereich Erasmus verspricht sich CLUSTER weitere Vereinfachungen beim Studierendenaustausch und damit Erhöhung der Austauschzahlen zwischen den beteiligten Universitäten. Andreas Winkler / bjb

Krönchen-Reihe zu „Musik im Schloss“

9. April 2019

Mit einer Krönchenführung ist am Samstag, 6. April, eine Veranstaltungsreihe zum Thema „Musik im Schloss“ an der TU gestartet. Zahlreiche Kulturbegeisterte folgten der Einladung ins Residenzschloss. Kerstin Hebell, Stadt- und Museumsführerin, vermittelte den Besuchern viel Wissenswertes zu den musikalischen Vorlieben der jeweiligen Landgrafen und Großherzöge. Der Rundgang war der Auftakt zu einer Reihe mit öffentlichen Vorträgen, Führungen und einem Konzert, die bis in den Herbst hinein stattfinden werden.

Seit 2017 veranstaltet die Technische Universität Darmstadt regelmäßig Krönchenführungen zu verschiedenen Themenschwerpunkten. Damit bedankt sich die TU für das Engagement zahlreicher Bürgerinnen und Bürger bei der Neuanlage des Schlossgartens und gibt Interessierten die Möglichkeit, über Neuigkeiten rund ums Schloss informiert zu bleiben. sip

BMBF-Projekt für personalisierte Krebstherapie gestartet

5. April 2019

Im Fachbereich Biologie ist kürzlich ein vom Bund gefördertes Kooperationsprojekt zur Verbesserung von personalisierten Krebstherapien gestartet: Ziel ist die Entwicklung eines Diagnostiktests, mit dessen Hilfe Ärztinnen und Ärzte bestimmen können, ob an Lungenkrebs Erkrankte mit Prostaglandin-E2-vermittelten Tumoren auf eine Therapie mit bestimmten Medikamenten auf Basis von NSARs oder mPGES-1-Inhibitoren ansprechen werden. Solch personalisierte Therapieansätze können zu einem besseren Therapieerfolg führen und womöglich wirkungslose Therapien vermeiden.

An der TU leitet Dr. Meike Saul die Forschung für das Projekt „MikroRNA-574-5p als Tumor- und Stratifizierungsmarker für Prostaglandin E2-vermittelte Tumore“. Weitere Kooperationspartner sind die Firma Prolytic GmbH und das Zentrum für Innere Medizin der Justus-Liebig-Universität Gießen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Vorhaben mit rund 1,2 Millionen Euro, davon gehen 435.000 Euro an die TU. Das Projekt startete im Februar dieses Jahres und läuft bis Januar 2022.

Individuelle Faktoren, unter anderem die genetische Prädisposition, das Alter oder das Geschlecht können den Krankheitsverlauf eines jeden Patienten beeinflussen. Durch personalisierte therapeutische Ansätze kann die zielgerichtete Behandlung ermöglicht werden.

Ziel des Projekts ist die Validierung der mikroRNA-574-5p (miR-574-5p) als Tumor- und Stratifizierungsmarker für Lungenkrebspatientinnen und -patienten. Die miR-574-5p reguliert und steigert nachweislich die Synthese von Prostaglandin E2 (PGE2). PGE2 ist verantwortlich für das Tumorwachstum, daher ist die Senkung der PGE2-Konzentration als Therapieansatz äußerst sinnvoll. Jedoch wird der Einsatz von PGE2-Inhibitoren kontrovers diskutiert, da diese Therapie nicht bei allen Erkrankten wirkt.

Im Projekt soll deshalb ein Grenzwert der miR-574-5p in Blutplasmaproben von Erkrankten unter GLP- und GCP-Bedingungen validiert werden, ab dem eine Therapie mit PGE2-Inhibitoren sinnvoll ist. Dieser bildet die Basis für die Entwicklung eines Diagnostiktest, der behandelnden Ärztinnen, Ärzten und Kliniken für die schnelle Therapieentscheidung zur Verfügung gestellt werden soll. Saul/sip

Vertrag für den ersten von der TU koordinierten Joint Master unterzeichnet

Unterzeichnung des Kooperationsvertrags für den Studiengang Sustainable Urban Development. Bild: VGU
Unterzeichnung des Kooperationsvertrags für den Studiengang Sustainable Urban Development. Bild: VGU

29. März 2019

Der Weg für den ersten von der TU koordinierten, konsekutiven Joint Masterstudiengang ist frei: Der Kooperationsvertrag für den Studiengang Sustainable Urban Development – ein von der TU und der Vietnamese-German University (VGU) gemeinsam getragenes Programm – wurde am 29. März von den beiden Präsidenten, Prof. Dr. Hans Jürgen Prömel und Prof. Dr. Tomas Benz, in Ho Chi Minh City unterzeichnet. Die Unterzeichnung findet im Rahmen einer Asienreise statt, bei der Präsident Prömel neben Vietnam auch noch in Kuala Lumpur Station gemacht hat, um dort im Rahmen der APAIE-Konferenz verschiedene Partneruniversitäten der TU zu Gesprächen zu treffen.

Bei dem viersemestrigen Masterstudiengang, der vom Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften der TU verantwortet wird, verbringen die Studierenden jeweils ein Jahr in Darmstadt und eines an der VGU in Ho Chi Minh City. Beide Universitäten verleihen einen gemeinsamen Titel Master of Science.

Das Studienprogramm adressiert internationale Herausforderungen einer nachhaltigen Stadtentwicklung. Vermittelt wird ein breites Spektrum an Wissen und Methoden für die Steuerung und Umsetzung komplexer Stadtentwicklungsprojekte auf Stadtteil-, Quartiers- und Einzelgebäudeebene. Dies umfasst z. B. die Bereiche Nachhaltiges Bauen, Infrastrukturentwicklung und -management, Stadtentwicklungsplanung, Stadt-Land-Beziehungen und Wirtschaftlichkeit.

Als einer von mittlerweile neun ausschließlich auf Englisch angebotenen Masterstudiengängen ist der Studiengang Sustainable Urban Development ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Erreichung der Internationalisierungsziele der TU. Er startet zum Wintersemester 2019/20.

Regine Sauerwein/Hans Joachim Linke

Kammerorchester an der TU Darmstadt gastiert in Alkmaar

29. März 2019

Vom 29. bis 31. März 2019 ist das Kammerorchester an der TU Darmstadt auf Einladung des Alkmaars Uitwisselings Comité (AUC) in Alkmaar zu Gast. Zusammen mit dem Orgeldozenten und Alkmaarer Stadtorganisten Pieter van Dijk gibt das Ensemble unter der Leitung von Arndt Heyer ein Konzert in der Grote of Sint-Laurenskerk. Unter dem Titel „Rondom Bach“ (Rund um Bach) erklingen J.S. Bachs Präludium und Fuge h-Moll für Orgel (BWV 544) und die „Sinfonia dell'arte“ des holländischen Komponisten Jurriaan Andriessen mit dem Beinamen „in stile antico“ für acht Blasinstrumente. Außerdem sind das Orgelkonzert F-Dur, op. 4 Nr. 5 von Georg Friedrich Händel und die sogenannte “Bach-Reger Suite” zu hören, bestehend aus Klavierwerken von J.S. Bach, zusammengestellt und orchestriert von Max Reger.

Das Konzert „Rondom Bach“ findet statt am Samstag, den 30. März 2019 um 16.30 Uhr in der Grote of Sint-Laurenskerk in Alkmaar. Anlass ist das 60-jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft zwischen Alkmaar und Darmstadt. Die Veranstaltung wird gefördert vom Alkmaar Uitwisselings Comité, vom Hessischen Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und vom Amt für Interkulturelles und Internationales der Stadt Darmstadt. Kammerorchester / bjb

Kulturelles Gedächtnis digital rekonstruiert

Synagogen-Ausstellung. Bild: privat – © Bild: privat
Ausstellungsraum. Bild: privat

28. März 2019

Das Stadtmuseum Paderborn zeigt vom 30. März bis zum 30. Juni 2019 die an der TU entstandenen digitalen Rekonstruktionen zerstörter deutscher Synagogen. Das Projekt geht auf eine studentische Initiative zurück, war als Wanderausstellung „Synagogen in Deutschland – Eine virtuelle Rekonstruktion“, in Israel, den USA sowie zuletzt in Kanada zu sehen und wird nun erstmals in aktualisierter Form in Deutschland ausgestellt. Das jüngste 3D-Architekturmodell zeigt die zerstörte Synagoge in Paderborn.

Dr.-Ing. Dr.-Ing. Marc Grellert lehrt Digitales Gestalten am Fachbereich Architektur der TU. Als Initiator und heutiger Leiter des Projekts rekonstruierte er seit 1995, gemeinsam mit bisher insgesamt 60 Studierenden und mithilfe des CAD-Verfahrens (Computer Aided Design), bereits 21 Synagogen, die die Nazis 1938 zerstörten. Ziel ist es, mit den Rekonstruktionen das Zerstörte sichtbar und so den kulturellen Verlust deutlich zu machen, an die Shoah zu erinnern und zudem der Fragen nachzugehen, wie moderne Informations- und Kommunikationstechnologien neue Formen des kulturellen Gedächtnisses bilden können. Heute wie damals soll die Ausstellung aber auch ein Zeichen gegen Antisemitismus setzen.

Die Ausstellung thematisiert die Ausgrenzung deutscher Juden von 1933 bis 1938, die Reichspogromnacht aber auch Geschichte und Entwicklung jüdischer Sakralbauten sowie hauptsächlich die Rekonstruktionen der zerstörten Synagogen. Diese werden als Diashow und in Filmen visualisiert.

mho

Schöne Klänge für die Schlossorgel

Bild: Mareile Vogler – © Mareile Vogler
Bild: Mareile Vogler

21. März 2019

Mit einem Benefizkonzert öffnete die TU erstmals wieder die Türen des Darmstädter Schlosses für die Öffentlichkeit. Die ehemalige Schlosskirche soll nach ihrer Sanierung zum Ort für Kunst- und Musikveranstaltungen für alle Darmstädterinnen und Darmstädter werden. Zum Auftakt fand das erste Benefizkonzert zugunsten einer Schlossorgel statt.

„Die Klänge von Flügel und Cello sind eine schöne Abwechslung zu Hammer und Bohrmaschine. Musik im Schloss verstehe ich als Einladung an die Bevölkerung, hier gemeinsam das kulturelle Leben im Herzen der Stadt erklingen zu lassen“, begrüßte TU-Kanzler Efinger die 40 Gäste zum Auftaktkonzert.

Mit ausgewählten Kompositionen von Bach bis Rachmaninow verzauberten Frank Stinder und Wolfgang Haenisch ihr Publikum im Darmstädter Residenzschloss, das zurzeit tatsächlich eher einer Baustelle gleicht. Beim Empfang mit den Künstlern konnten sich die Besucher selbst ein Bild machen, wie in historischen Mauern ein besonderer Ort mit moderner Ausstattung für ein weitaus größeres Publikum entsteht. Damit jedoch dieser Raum für öffentliche Konzerte nutzbar wird, fehlt ihm noch eine Schlossorgel. Dafür hat die TU Darmstadt einen restaurierten Bechstein-Flügel von 1870 erstanden. Die Kosten dafür liegen bei 220.000 Euro und werden über Spenden finanziert. Kanzler Efinger zeigte sich optimistisch, dass die Bürgerinnen und Bürger bei diesem ur-darmstädter Projekt viel Engagement zeigen werden.

Das Eröffnungskonzert ist für Mai 2020 geplant.

Universitätsförderung/mho

Windkrafträder durch 3D-Druck

21. März 2019

Die vier Fachgebiete „Produktentwicklung und Maschinenelemente“, „Integrierte Elektronische Systeme“, „Fassadentechnik“ und „Technologie- und Innovationsmanagement“ haben im Wintersemester 2018/19 gemeinsam die interdisziplinäre Lehrveranstaltung „Design for Additive Manufacturing“angeboten, die sich der Fertigung von Windkrafträdern widmete. Masterstudierende aus den Fachbereichen Maschinenbau, Bauingenieurswissenschaften, Elektro- und Informationstechnik sowie Rechts- und Wirtschaftswissenschaften konnten hier einen praxisorientierten Umgang mit 3D-Druckern und ihren Erzeugnissen lernen.

Ziel der Lehrveranstaltung war das Fertigen eines funktionsfähigen Windkraftrads in Schaukastengröße. Dafür wurden die Studierenden durch den gesamten Fertigungsprozess geführt. Die Studierenden nutzen die Chance, mit der additiven Fertigungstechnologie zu experimentieren und evaluierten technische und ökonomische Chancen und Risiken. mam/cst

TU Darmstadt auf der Hannover Messe

21. März 2019

Mit acht Exponaten ist die TU Darmstadt auf der diesjährigen Hannover Messe vom 1. bis 5. April vertreten. Am Gemeinschaftsstand der Hessischen Hochschulen (Halle 2, Stand B25) präsentieren sich vier Gründungsprojekte und vier Forschungsprojekte der TU.

„Core Sensing“ entwickelt und produziert mechanische Komponenten, die ihre Interaktionen mit der Umwelt sensorisch erfassen. Damit können zum Beispiel stark beanspruchte Bauteile überwacht oder die eigene Leistung an einem Sportgerät ermittelt werden.

„Hertzian Contact Pressure Sense“ ist ein kraftmessendes Wälzlager im Bauraum eines konventionellen Wälzlagers. Das neuartige Sensorprinzip nutzt die elektrischen Eigenschaften des Lagers als Kraftsensor.

Cement Printing with Open Source 3DP: „3DVP“ ist ein additives Produktionsverfahren auf Basis von Open-Source-Hardware und -Software. Es nutzt die Freiheiten dieser Entwicklungen, bietet den Rahmen für Materialanpassungen und verbessert die Druckergebnisse durch Simulationen.

„Magnotherm Solutions“ bietet eine revolutionäre Kühltechnologie basierend auf dem magnetokalorischen Effekt. Mithilfe dieser grünen Technologie können konventionelle Gaskompressionslösungen ersetzt werden.

Die Forschungsschwerpunkte „Bauen mit Papier“ und „Energieeffizientes Bauen durch Komposit-Materialien mit Papier“ sollen wissenschaftliche und technische Grundlagen zur Nutzung von Papier in Bauanwendungen schaffen.

Das Gründungsprojekt „novapace“ hat es sich zum Ziel gesetzt, mithilfe einer sensorischen Einlegesohle Parkinsonpatienten zu einem korrekten, sicheren Gang zu verhelfen.

Lösungen von „PE-Systems“ vereinfachen den Prozess der Elektronikentwicklung. Eine weitgehende Automatisierung der Komponentenauswahl ermöglicht es, schneller und kostengünstiger erste Prototypen zu realisieren.

Der „SprayPatternator“ detektiert Verschleiß, Verstopfungen und falsche Betriebsparameter von Düsen und macht den Sprühprozess somit quantifizierbar.

Mehr Informationen zu den einzelnen Projekten auf den Seiten der Hannover Messe.

bjb

Festkolloquium für Professor Dieter W. Fellner

19. März 2019

Dieter W. Fellner, Professor für Informatik an der TU Darmstadt und Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung IGD, ist 60 geworden und hat aus diesem Anlass zu einem Festkolloquium am heutigen Dienstag, 19. März, ins Fraunhofer IGD geladen. Im Mittelpunkt der Vorträge steht Visual Computing als Grundlage aktueller Digitalthemen. Zu den Themen gehören Virtual Engineering im Automobilbereich sowie Anwendungsmöglichkeiten in Medizin, 3D-Druck und im Maritimen.

Der Nachmittag widmet sich der Forschungspolitik: Wie kann die Wissenschaft von der Digitalisierung in Deutschland und Europa profitieren? In einer Diskussionsrunde, an der auch TU-Präsident Professor Hans Jürgen Prömel teilnimmt, gehen die Gäste auf die aktuellen Themen IT-Security und Machine Learning ein.

Fraunhofer IGD / bjb

Medienschau: Wie man Maschinen Moral beibringt

15. März 2019

Daten, die wir im Netz hinterlassen, werden von selbstlernenden Maschinen durchsucht und ausgewertet, die mit Künstlicher Intelligenz (KI) arbeiten. Welche Auswirkungen hat das auf uns? Die Suche nach Antworten hat den Hessischen Rundfunk im Rahmen der Sendung „Hauptsache Kultur“ zu den Darmstädter Forschern Professor Kristian Kersting, Professor Constantin Rothkopf und Patrick Schramowski geführt, die KI-Algorithmen und ihre Vorurteile untersuchen und Maschinen so programmieren wollen, dass sie moralische Entscheidungen treffen können. cst

Umweltfreundlich unterwegs mit dem Elektro-Lastenrad

TU-Kanzler Manfred Efinger testet eines der neuen Lastenräder. Bild: Patrick Bal – © Patrick Bal
TU-Kanzler Manfred Efinger testet eines der neuen Lastenräder. Bild: Patrick Bal

15. März 2019

Die TU Darmstadt setzt ihre Nachhaltigkeitsstrategie fort und hat fünf neue Lastenräder mit Elektroantrieb für das Dezernat V – Baumanagement und Technischer Betrieb angeschafft. Angeliefert wurden die Räder am 14.03.2019 und eingeweiht durch eine Probefahrt des Kanzlers Dr. Manfred Efinger. Die Beschaffung der E-Bikes wurde vom Land Hessen im Rahmen seiner Nachhaltigkeitsstrategie gefördert.

Der Einsatz der Lastenräder soll die Gesundheit der Beschäftigten fördern und die Nutzung von Dienstautos minimieren. Zusätzlich reduziert die Verwendung der leichtgewichtigen Räder CO2-Emissionen. Strecken zwischen den Gebäuden und Standorten der Universität können hierdurch auf klimaschonende Weise zurückgelegt werden. Die E-Bikes wurden von dem in Weiterstadt ansässigen Lastenrad-Hersteller Kargon GmbH entwickelt.

Ihre technische und gestalterische Entwicklung begann bereits im November 2017 und erfolgte in Kooperation mit ehemaligen Beschäftigten des Fachgebiets Konstruktiver Leichtbau und Bauweisen an der TU Darmstadt, so Kargon Geschäftsführer Andreas Muth-Hegener.

Die Lastenräder sind durch ihre Seilzuglenkung sehr wendig und durch ihre Ladefläche für Transporte gut geeignet. Die Räder haben einen eingebauten Kilometerzähler und einen Tacho. Außerdem lassen sie sich per Bluetooth mit dem Smartphone koppeln und können mithilfe einer App die Benutzerinnen und Benutzer navigieren.

Finanziell gefördert wird die Anschaffung der Lastenräder durch das Land Hessen im Zuge seiner Nachhaltigkeitsstrategie. vs

Wie sich Tropfen bewegen

Typische Rinnsalbildung auf einer Fahrzeugoberfläche. Bild: SLA/TU Darmstadt – © SLA/TU Darmstadt
Typische Rinnsalbildung auf einer Fahrzeugoberfläche. Bild: SLA/TU Darmstadt

14. März 2019

Bei Autofahrten im Regen lässt es sich beobachten: Manche Regentropfen verharren auf der Scheibe, während andere herunterrutschen. Woran liegt das? Diese Frage wurde wissenschaftlich untersucht von einem Team des Fachgebiets Strömungslehre und Aerodynamik der TU Darmstadt und einer Gruppe des Max‐Planck‐Instituts (MPI) für Polymerforschung in Mainz.

Wie die Reibung von sogernannten fest‐flüssig‐Kontakten funktioniert, lässt sich mit modernen mikroskopischen Messmethoden feststellen. Die Forschungsergebnisse aus dem Grenzgebiet zwischen Chemie, Materialforschung, Physik, Technik und Biologie wurden nun in einem Artikel der Zeitschrift „Physik unserer Zeit“ veröffentlicht. Die Resultate finden unter anderem Anwendung bei der Frage, wie eine gute Sicht aus Autos bei Regen gewährleistet werden kann, denn Sensoren zum autonomen Fahrten müssen wasserfrei sein. cst

Presseschau: Roboter trainiert Teamwork

13. März 2019

Wie können Roboter sich durch Interaktion ihren menschlichen Arbeitspartnerinnen und -partnern anpassen? Wie reagieren Menschen darauf – und was tut dann wiederum der Roboter? Diesen Fragen geht ein Hörfunk-Beitrag der Sendung WDR 5 Quarks (ab 1.10‘24‘‘) im Labor des Fachgebiets Intelligente Autonome Systeme (Fachbereich Informatik) nach. In einem Selbstversuch konnte die Reporterin erleben, wie Roboter die Teamarbeit mit Menschen trainieren. sip

Medienschau: Professor Roth im Interview

Professor Markus Roth. Bild: ptivat
Professor Markus Roth. Bild: privat

7. März 2019

Er ist nicht nur Professor für Kernphysik an der TU Darmstadt, sondern auch bekennender Trekkie, also ein glühender Fan der Science-Fiction-Serie Star Trek. Immer wieder bezieht sich Prof. Dr. Markus Roth auf die Serie, um junge Menschen für sein Fach zu begeistern.Im Interview mit hr iNFO berichtet er in seiner Star-Trek-Jacke über seine zukunftsweisenden Experimente mit dem Hochleistungslaser PHELIX. Das von ihm in Darmstadt entwickelte und gebaute Lasersystem wird unter anderem dazu genutzt Neutronenstrahlen zu erzeugen. Diese dringen tiefer als Röntgenstrahlen und können Menschen, Bauwerke und Artefakte durchleuchten. Welche Star Trek-Erfindungen heute technisch möglich sind, erklärt er ganz nebenbei. mho

Zwei Auszeichnungen für Prof. Riedel

5. März 2019

Prof. Dr. Ralf Riedel, Fachbereich Material- und Geowissenschaften, hat Anfang des Jahres zwei Auszeichnungen erhalten. Er erhielt den “High-Level Foreign Experts of Thousand-Talent” Award der Shaanxi Province in China. Der Preis ist mit 500.000 Chinesischen Yuan (rund 65.000 Euro) dotiert und wurde Riedel aufgrund seiner engen wissenschaftlichen Zusammenarbeit mit der Northwestern Polytechnical University in Xi´an im Rahmen eines im Jahr 2017 gegründeten Gemeinschaftslabors, dem Joint International Research Laboratory of Ultrahigh Ceramic Matrix Composites, verliehen.

Zudem erhielt Riedel eine Gastprofessur an der Universität Tokyo im Rahmen des JSPS Invitational Fellowships for Research-Programms zur Durchführung von Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der elektronenmikroskopischen Untersuchung der Mikrostruktur und Festkörperstrukturen neuartiger Nitrid-basierter Materialien. Gastgeber an der Universität Tokyo ist Prof. Dr. Yuichi Ikuhara.

Professor Ralf Riedel leitet an der TU Darmstadt das Fachgebiet Disperse Feststoffe am Fachbereich Material- und Geowissenschaften. sip

Forschungszentrum CYSMICS eröffnet

1. März 2019

Algorithmen für maschinelles Lernen sind in Zeiten der Künstlichen Intelligenz ein beliebtes Angriffsziel von Hackern. Das stellt Cybersecurity-Experten vor neue Herausforderungen. In einer gemeinsamen Forschungskooperation mit der University of California, San Diego, sucht die TU Darmstadt nach umfassenden Lösungen für die aktuellen globalen Cybersicherheitsbedrohungen. Das am 28. Februar in San Diego eröffnete Forschungszentrum CYSMICS bündelt Wissen aus den Bereichen Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen. In Projekten widmet es sich Themen wie dem privatsphäre-freundlichen Maschinellen Lernen oder dem Schutz von geistigem Eigentum im Bereich des Maschinellen Lernens.

CYSMICS ist eine gemeinsame Initiative des Profilbereichs Cybersicherheit (CYSEC) der TU Darmstadt und des Center for Machine-Integrated Computing & Security (MICS) der UC San Diego, USA. mho

Medienschau: Studie Dachaufstockungen

28. Februar 2019

Die Studie „Wohnraumpotenziale in urbanen Lagen. Aufstockung und Umnutzung von Nichtwohngebäuden“, die das Pestel-Institut und die TU Darmstadt unter Leitung von Professor Karsten Tichelmann (Fachbereich Architektur) gemeinsam durchgeführt haben, hat deutschlandweit für großes Echo gesorgt. Neben vielen Nachrichtenagenturen und Medien berichteten unter anderem Spiegel online, Welt/n24, das ZDF und auf lokaler Ebene das „Darmstädter Echo“. Die Ergebnisse der Studie wurden gestern (27. Februar) in Berlin vorgestellt. Danach könnten in Deutschland weit mehr als zwei Millionen Wohnungen gebaut werden, ohne einen zusätzlichen Quadratmeter Bauland zu benötigen. Die Studie empfiehlt konsequentes Nutzen vorhandener Nicht-Wohngebäude wie Fabriken, Supermärkte oder Bürokomplexe durch Umbau und Aufstockung. sip

Präsident Prömel zu Besuch in San Antonio

Zu Besuch in San Antonio: TU-Präsident Hans Jürgen Prömel trifft UTSA-Präsident Tayler Eighmy. Bild: UTSA
Zu Besuch in San Antonio: TU-Präsident Hans Jürgen Prömel trifft UTSA-Präsident Tayler Eighmy. Bild: UTSA

27. Februar 2019

TU-Präsident Hans Jürgen Prömel besucht im Rahmen seiner USA-Reise derzeit die Darmstädter Partnerstadt San Antonio und war dort am Montag (25. Februar) an der University of Texas at San Antonio (UTSA) zu Gast. Die UTSA und die TU Darmstadt haben 2017 im Zuge der Verschwisterung der Städte einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Prömel traf nun UTSA-Präsident Tayler Eighmy zum Kennenlernen und zum Gespräch über Ausbau und Weiterentwicklungen in der Forschungszusammenarbeit und des Studierendenaustauschs.

Der Besuch findet im Rahmen einer größeren Delegation der Wissensstadt Darmstadt nach San Antonio statt. Dieser gehören neben TU-Präsident Prömel sowie TU-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch Oberbürgermeister Jochen Partsch und weitere Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur an. Über den Darmstädter Besuch berichten die University of Texas at San Antonio, die San Antonio Express-News sowie das Darmstädter Echo.

San Antonio ist die letzte Station der USA-Reise von Präsident Prömel und seiner Delegation, die am 19. Februar mit einem Besuch der Virginia Tech (VT) in Blacksburg, Virginia begann. Die TU Darmstadt unterhält mit der Virginia Tech bereits seit 2000 eine Partnerschaft in Studium, Lehre und Forschung, 2016 wurde diese zu einer strategischen Partnerschaft vertieft. Während seines Besuchs eröffnete Prömel mit VT-Präsident Timothy Sands das neue TU-Verbindungsbüro auf dem Campus der Universität. Ferner fanden Gespräche zum Aufbau eines gemeinsamen Doppelmasterprogramms im Maschinenbau statt.

Die zweite Station der Reise führte die TU-Delegation vom 21. bis 23. Februar an die University of Rhode Island (URI), die seit 2016 Partneruniversität der TU Darmstadt ist. Der Fokus der Partnerschaft liegt auf dem Studierendenaustausch. Prömel sprach mit URI-Präsident David M. Dooley zu Formen der Kooperation zwischen den beiden Universitäten. Die USA-Reise endet am 28. Februar. pb

Presseschau: Professorin Karentzos bei „Terra X“

Screenshot: TU Darmstadt
Screenshot: TU Darmstadt

25. Februar 2019

Der Terra X-Film „Ein Tag in Paris 1775“ schildert den Alltag des jungen Perückenmachers Léonard Minet, der gegen das starre Klassendenken rebelliert und heimlich Damenfrisuren kreiert. Das Dokudrama wurde wissenschaftlich begleitet von TU-Professorin Alexandra Karentzos, die in der Folge auch selbst zu Wort kommt. Karentzos leitet den Arbeitsbereich Mode & Ästhetik am Institut für Allgemeine Pädagogik und Berufspädagogik der TU.

Die Sendung wird im ZDF kommenden Sonntagabend ausgestrahlt, kann aber bereits vorab in der Mediathek angeschaut werden. Dort ist auch ein Interview mit der Kulturwissenschaftlerin Karentzos zu lesen. pg

Planungsperspektive für Wissenschaftlichen Nachwuchs

25. Februar 2019

Das Land Hessen hat mit der TU Darmstadt, der Goethe-Universität Frankfurt und der Justus-Liebig-Universität Gießen eine Absichtserklärung zur Umsetzung des Tenure-Track-Programms unterzeichnet. Das teilt die hessische Wissenschaftsministerin Angela Dorn mit. Mit diesem Bund-Länder-Programm soll der wissenschaftliche Nachwuchs gefördert werden. Nachwuchskräften, die auf eine Tenure-Track-Professur berufen werden, wird im Fall der nachgewiesenen Bewährung ohne weitere Bedingungen eine Dauerprofessur übertragen. Der Bund stellt dafür bis 2032 circa eine Milliarde Euro bereit.

„Die erste aus dem Programm geförderte Professorin ist seit dem 1. Dezember 2018 bei uns. Wir haben inzwischen drei weitere Zusagen erhalten, womit schon ein Drittel der eingeworbenen Professuren erfolgreich besetzt ist“, sagt TU-Präsident Hans Jürgen Prömel. „Die Berufenen waren bislang im Ausland tätig und bringen vielfältige Erfahrungen zu uns nach Darmstadt. Auch in den weiteren laufenden Verfahren sind wir sehr zufrieden mit der Qualität der Bewerberinnen und Bewerber und hoffen, ihnen auch langfristig attraktive Angebote machen zu können. Ich begrüße die Absichtserklärung sehr und erwarte, dass uns das Land bei der nachhaltigen Implementierung der Tenure-Track- Professur dauerhaft finanziell unterstützt.“ HMWK/cst

Darmstädter Energiekonferenz: Preise vergeben

21. Februar 2019

Im Rahmen der 11. Darmstädter Energiekonferenz wurden Preise für herausragende Studienarbeiten vergeben. Den Dissertationspreis (3.000 Euro) erhielt Kersten Reis (Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik, etit) für seine Arbeit „Hochausgenutzte kompakte E-Maschinen zum Einsatz in Radnabenantrieben“. Der Preis für die beste Abschlussarbeit (1.000 Euro) ging an Robin Köster, Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik für „redundant gespeister PMSM-Windgenerator mit Zahnspulenwicklung“. Über den Sonderpreis (1.000 Euro) durfte sich Sven Tengeler, Fachbereich Material- und Geowissenschaften, freuen. Seine Arbeit trägt den Titel “Cubic Silicon Carbide for Direct Photoelectrochemical Water Splitting”. Die vom House of Energy vergebenen Sonderpreise (je 500 Euro) erhielten Anna Pfendler, Fachbereich etit, und Jan P. Haccius, Fachbereiche Rechts- und Wirtschaftswissenschaften und Maschinenbau.

Die Darmstädter Energiekonferenz fand am 20. Februar statt und wird ausgerichtet vom Profilbereich Energiesysteme der Zukunft an der TU Darmstadt und dem TU Darmstadt Energy Center. Diesjährige Themen waren unter anderem „Wärmeversorgung für energieintensive Betriebe“, „Magnetokalorik als neues Kühlungskonzept“, „Neues zu Brennstoffzellenfahrzeugen“ und „Zukunft Autonomes Fahren“. bjb

Schülergruppe aus Ecuador zu Gast an der TU

Besuch aus Ecuador. Bild: Katharina Dehn
Schülerinnen und Schüler aus Ecuador besuchten die TU Darmstadt. Bild: Katharina Dehn

20. Februar 2019

Zum zweiten Mal waren ecuadorianische Schülerinnen und Schüler der Deutschen Humboldtschule aus Guayaquil an der TU-Darmstadt und am Studienkolleg zu Gast. Bei einer Informationsveranstaltung der Zentralen Studienberatung ließen sie sich zu den Studienmöglichkeiten an der TU individuell beraten und zeigten dabei großes Interesse an den ingenieur- und naturwissenschaftlichen Studiengängen wie Maschinenbau, Elektrotechnik und Chemie. Neben der fachlichen Beratung beantwortete ein Tutor des Studienkollegs und Alumnus der Schule alle Fragen zum Unialltag und zum Leben am Studienkolleg.

Die angehenden Abiturientinnen und Abiturienten erhielten im Anschluss eine Tour über das Unigelände und konnten sich sowohl vom Campus Stadtmitte als auch vom Campus Lichtwiese einen Eindruck verschaffen. Das Dezernat VIII Internationales begrüßte die Gruppe und klärte offene Fragen zur Zulassung an der TU Darmstadt. Abgerundet wurde der Besuch durch einen weiteren Höhepunkt: Im Merck-TU Darmstadt-Juniorlabor bekamen sie eine Chemie-Unterrichtstunde der besonderen Art. So durften Sie im Labor selbst aktiv werden und in einem Versuch eine Glasflasche mit verschiedenen Lösungen und Chemikalien versilbern.

Die Deutsche Humboldtschule Guayaquil ist mit circa 2000 Schülerinnen und Schülern eine von 117 Deutschen Auslandsschulen, die finanziell und personell von der Bundesrepublik Deutschland gefördert werden. Katharina Dehn

TU Darmstadt würdigt Orchestermitglied

TU-Präsident Prömel ehrt Dr. Heiko Gerdes für seine Verdienste für das TU-Orchester. Bild: Georg Bednarek – © Georg Bednarek
TU-Präsident Prömel ehrt Dr. Heiko Gerdes für seine Verdienste für das TU-Orchester. Bild: Georg Bednarek

18. Februar 2019

Für seine 50-jährige aktive Mitgliedschaft im Orchester der TU Darmstadt und seine große Treue und Verbundenheit zur Universität wurde Dr.-Ing. Heiko Gerdes am vergangenen Sonntag (17. Februar) mit der TU Darmstadt Medaille geehrt. TU-Präsident Hans Jürgen Prömel überreichte Gerdes im Rahmen des Semesterabschlusskonzerts die Medaille und würdigte dessen Tätigkeit als Konzertmeister, seine Leistungen rund um die Organisation zahlreicher Konzertreisen und sein insgesamt überaus großes Engagement im Orchester.

Heiko Gerdes ist seit 1968 Mitglied im Orchester der TU Darmstadt und war von 1980 bis 2011 Konzertmeister. Über viele Jahre übernahm er maßgeblich die Organisation von internationalen Konzertreisen. Dazu gehörte auch die Suche nach Sponsoren und sonstigen Finanzierungsmöglichkeiten, insbesondere für Studierende. Gerdes wirkt bis heute als Erster Geiger im Orchester mit. Anja Zimmermann

Vier TU-Start-ups unter den Top 50

6. Februar 2019

Vier Start-ups der TU Darmstadt haben es beim Jahresranking des Internetportals fuer-gruender.de in die Liste der Top 50 geschafft: die Gründungen MagnoTherm (Platz 21), Xelera (22), Freemotion Systems (31) und Compredict (37). Insgesamt wurden 672 junge Unternehmen gerankt.

Bei den mehr als 160 Gründerwettbewerben in Deutschland bewerben sich jedes Jahr tausende Start-ups. Das Portal fuer-gruender.de, an dem unter anderem die FAZ-Gruppe beteiligt ist, bildet ein Ranking der Gewinner all dieser Gründerwettbewerbe und ermittelt die Top 50. Berücksichtigt werden unter anderem die Art des Wettbewerbs, die Zahl der Auszeichnungen bei verschiedenen Wettbewerben, die Höhe der gewonnenen Preisgelder sowie die Platzierungen bei den jeweiligen Wettbewerben, die zu einer Punktzahl verrechnet werden.

Die TU Darmstadt hat sich der Gründungsförderung verschrieben. Das TU-Innovations- und Gründungszentrum HIGHEST hilft jungen Gründerinnen und Gründern bei der Entwicklung ihrer Geschäftsmodelle sowie bei der Suche nach Kapitalgebern und passenden Förderprogrammen. sip

Sichere Signaturen: TU in Runde zwei

1. Februar 2019

Um Herstellern von Software eine Orientierung zu geben, welches neu entwickelte Post-Quantum-Verfahren wirklich sicher und gleichzeitig effizient ist, gibt es – ähnlich einem Gütesiegel – sogenannte Standards. Das renommierte amerikanische National Institute of Standards and Technology (NIST) hat deswegen 2017 das „Post Quantum Standardization Project“ gestartet. Am 30. Januar wurden die Teilnehmer für die zweite Auswahlrunde verkündet, zu denen auch ein Verfahren der TU Darmstadt gehört. Ein großer Erfolg für das Signaturverfahren „qTESLA“, das sich gegen zahlreiche internationale Konkurrenten durchsetzen konnte.

Hauptverantwortlich für die Entwicklung von qTESLA, einer internationalen Kooperation, ist Dr. Nina Bindel, die bei Professor Johannes Buchmann an der TU Darmstadt promoviert hat. Eine digitale Signatur garantiert die Authentizität des Absenders und die Integrität der Nachricht oder der Daten. „qTESLA besticht durch seine gute Effizienz, sein simples und einfach zu implementierendes Design und seine Sicherheitsgarantien gegen Quantenangreifer und ist daher ein vielversprechender Kandidat um herkömmliche Signaturverfahren zu ersetzen.“, erklärt sie.

Ob WhatsApp, Onlineshopping oder Software-Updates: Bewusst oder unbewusst nutzen wir pro Tag viele Male kryptographische Verfahren, um unsere Daten vor unliebsamen Mithörern zu schützen. Im Zeitalter der Quantencomputer werden allerdings neue Algorithmen zur Absicherung benötigt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler entwickeln seit Jahren sogenannte „Post-Quantum-Verfahren“, die Quantencomputern trotzen können. Ann-Kathrin Braun

Besuch von Bundestagsmitglied Sauer

1. Februar 2019

Der Bundestagsabgeordnete Stefan Sauer (CDU/CSU) hat Ende Januar die TU Darmstadt besucht, um sich vor Ort über die aktuelle Forschung im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) zu informieren. Sauer ist stellvertretender Vorsitzender der Enquete-Kommission „Künstliche Intelligenz“ des Deutschen Bundestags.

Einem Gespräch mit dem Präsidenten, Professor Dr. Hans Jürgen Prömel, und der Vizepräsidentin für Forschung und Innovation, Professorin Dr.-Ing. Mira Mezini, folgte ein Austausch mit KI-Experten der TU Darmstadt. Ziel dieses Treffens, an dem von Seiten der TU unter anderem die Professoren Jan Peters, Stefan Roth, Constantin Rothkopf, Oskar von Stryk, Ralf Steinmetz, Carsten Binnig, Kristian Kersting und Dr. Dirk Balfanz teilnahmen, war es, gemeinsam zu aktuellen Fragestellungen ins Gespräch zu kommen, die KI-Strategie der Bundesregierung zu reflektieren und die internationale Spitzenstellung der TU Darmstadt auf dem Feld der KI vorzustellen.

Damit KI ihre Rolle als Motor der Wirtschaft und Gesellschaft einnimmt, braucht es eine Bündelung von exzellenter und breit aufgestellter KI-Expertise, eine enge Verschränkung mit strategisch wichtigen Anwendungsfeldern sowie Strukturen zur Überführung der KI-Expertise in die Wirtschaft und Gesellschaft. Alle drei Aspekte sind an der TU Darmstadt und in ihrem Umfeld wie an kaum einem anderen Standort in Deutschland vorhanden. Zimmermann/sip

„hobit“ endet erfolgreich

Erfolgreiche „hobit“ 2019: Rund 20.000 Besucherinnen und Besucher informierten sich im darmstadtium. Bild: Ulrike Albrecht – © Ulrike Albrecht
Erfolgreiche „hobit“ 2019: Rund 20.000 Besucherinnen und Besucher informierten sich im darmstadtium. Bild: Ulrike Albrecht

31. Januar 2019

Die 23. Darmstädter Hochschul- und Berufsinformationstage „hobit“ sind heute zu Ende gegangen. Rund 20.000 Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, sich im darmstadtium zu Studium, Ausbildung und Berufseinstieg zu informieren. Mitveranstalterin TU Darmstadt präsentierte sich an rund 30 Ständen und mit zahlreichen Vorträgen rund ums Studium.

Die TU Darmstadt war mit zentralen Einrichtungen ebenso vertreten wie mit kompletten Fach- und Studienbereichen sowie Angeboten von einzelnen Studiengängen. Insgesamt boten mehr als 150 Messestände und gut 250 Vorträge Orientierung zur Berufswahl aus erster Hand. Für volle Säle sorgten beispielsweise Vorträge zum Lehramtsstudium, zum Wirtschaftsingenieurwesen sowie zu Informatik und Psychologie.

Das noch neue, interaktive „hobit“-Format „und du so?“ stieß ebenfalls auf Anklang. Besucherinnen und Besucher nutzten rege die Möglichkeit, per Handy-App abzustimmen, zu welchen Themen sie in der noch laufenden Veranstaltung Antworten auf ihre Fragen bekommen wollten.

Die diesjährige „hobit“ sei reibungslos verlaufen, so „hobit“-Projektleiter Uli Knoth. Die Rückmeldungen von Ausstellern seien durchweg positiv: Die meisten Schülerinnen und Schüler hätten sich gut auf ihren „hobit“-Besuch vorbereitet. „Viele, die kamen, hatten einen genauen Plan und konnten dann an den Ständen schon vertiefende Fragen stellen und so umfassende Informationen bekommen.“

Die hobit fand in diesem Jahr zum 23. Mal statt. Was 1997 im Luisencenter begann, hat sich zu einer riesigen Bildungsmesse entwickelt. Jährlich zieht es rund 20.000 Besucherinnen und Besucher aus Darmstadt und umliegenden Kreisen und Städten an den drei hobit-Tagen ins darmstadtium. sip

TU-Informatik-Team gewinnt „Hack the News Datathon“

31. Januar 2019

Die gezielte Verwendung von Nachrichten für Propagandazwecke ist ein Problem, welches durch die digitalen Verbreitungswege zunehmend an Bedeutung und Komplexität gewinnt. Diesen neuen Herausforderungen mit Hilfe von intelligenten Methoden zur automatischen Propagandaerkennung in Nachrichten zu begegnen, war das Ziel des internationalen Wettbewerbs „Hack the News Datathon” der Data Science Society.

Im Wettbewerb traten 40 Teams aus 53 Ländern an und entwickelten verschiedene sprachbasierte Systeme, um mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz Propaganda in Nachrichten zu erkennen. Die Veranstaltung fand Ende Januar online und offline an unterschiedlichen Orten auf der Welt gleichzeitig statt. Die umfassende Aufgabe der Propagandaerkennung war in Teilaufgaben unterteilt, die zunehmende Schwierigkeitsgrade enthielten. So sollte in Zeitungen, in Sätzen und in Satzteilen identifiziert werden, ob Propaganda vorliegt.

Forschende des UKP Labs am Fachbereich Informatik haben sich online an dieser herausfordernden Aufgabe beteiligt und konnten unter der Leitung von Prof. Dr. Iryna Gurevych den Wettbewerb gewinnen. Besonders die schwierigste Aufgabe, die Erkennung einzelner Satzteile mit unzähligen unterschiedlichen Klassen, konnte das Darmstädter Informatik-Team mit Hilfe von künstlicher Intelligenz besonders gut lösen. Es belegte dabei den ersten Platz in der Gesamtwertung. Der Wettbewerb ist mit 1.000 Euro dotiert sowie zusätzlich 3.500 Euro für Rechenressourcen und Workshops. UKP/Jessica Bagnoli/cst

Training für Chemie-Olympiade

30. Januar 2019

Die jeweils zehn besten hessischen und thüringischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Chemie-Olympiade 2019 sind derzeit zu Gast im Merck-TU Darmstadt-Juniorlabor Chemie. Im Rahmen ihres Aufenthalts in Darmstadt bereiten sich die Schülerinnen und Schüler intensiv auf das Auswahlseminar zum Bundesentscheid der Chemie-Olympiade vor. Die Besten des Auswahlseminars fahren schließlich zum Bundesentscheid nach Kiel, bei dem sie neben theoretischen auch experimentelle Aufgaben meistern müssen.

Im Juniorlabor haben die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, ihre praktischen Fähigkeiten zu trainieren. An den von Dr. Andrea-Katharina Schmidt geplanten und durchgeführten Tagen werden sie verschiedene Versuche zum Thema „Farbstoffe“ machen, die ihnen einen Eindruck der modernen Laborpraxis und den Analysemethoden vermitteln.

Die Internationale Chemie-Olympiade (IChO) ist ein Wettbewerb, in dem Schülerinnen und Schüler der allgemeinbildenden Schulen ihre Leistungen im Bereich Chemie miteinander messen. Deutschland beteiligt sich seit 1974 regelmäßig daran. Die Sieger des Bundesentscheids stellen die deutsche Mannschaft, die an der 51. Internationalen Chemie-Olympiade im Juli 2019 in Paris (Frankreich) teilnimmt.

TU richtet Treffen zur Neurowissenschaft aus

25. Januar 2019

Am 11. Februar wird zum fünften Mal vom Rhein-Main-Neuroscience Network (rmn²) die „rmn² lecture“ ausgerichtet. Als Gastredner wird TU-Informatikprofessor Kristian Kersting über „Die automatische Datenanalyse: Mensch und Maschine“ referieren. „Wie können Maschinen aus ihren Erfahrungen und den Erfahrungen anderer ihre Performanz verbessern?” und wie kann man erreichen, dass „Maschinen so einfach und schnell lernen wie der Mensch” sind zwei von vielen Fragestellungen, mit denen sich Prof. Kersting auseinandersetzt.

Im Fokus seines Vortrags stehen Künstliche Intelligenz (KI) und Maschinelles Lernen (ML). Wie schafft es das Gehirn, Schlussfolgerungen zu ziehen, die weit darüber hinausgehen, was an typischen Aufgaben in der Datenwissenschaft möglich ist? Kerstin zeigt einen anderen Blickwinkel auf die Datenwissenschaften, der Maschinen näher an menschliche Fähigkeiten heranbringt, indem abstrakte Programmiersprachen und Datenbanken mit Methoden des statistischen Lernens, der Optimierung und des Deep Learnings kombiniert werden. Organisiert wird die Veranstaltung vom Center for Cognitive Science der TU.

Im Rhein-Main Neuronetz (rmn²) hat sich die Hirnforschung in der Metropolregion Frankfurt/Mainz zu einem starken Verbund zusammengefunden. Hierzu gehören die Goethe-Universität mit dem Interdisziplinären Centrum für Neurowisssenschaften und die Johannes Gutenberg-Universität mit dem Forschungszentrum Translationale Neurowissenschaften sowie die TU Darmstadt zusammen mit dem Institut für Molekulare Biologie Mainz, dem Frankfurt Institute for Advanced Studies sowie dem Ernst Strüngmann Institut gemeinsam mit den Max-Planck-Instituten für Hirnforschung und Empirische Ästhetik in Frankfurt. rmn²/cst

Bio-Olympioniken zu Gast an der TU

23. Januar 2019

Zehn Landessiegerinnen und Landessieger des Schülerwettbewerbs „Internationale Biologie-Olympiade“ treffen sich von heute (23.) bis Samstag (26.) zu einem Forschungsseminar an der TU Darmstadt. Der wissenschaftliche Nachwuchs ist zu Gast am Fachbereich Biologie und wird betreut von PD Dr. Arnulf Kletzin.

Vier Tage lang werden die Oberstufenschülerinnen und -schüler unter anderem Bakterien züchten und untersuchen, anspruchsvolle biochemische Experimente ausführen und Einblicke in wissenschaftliches Arbeiten und die aktuelle Forschung gewinnen. Eingebunden ist zudem das Merck livfe BioLab an der TU Darmstadt.

Die Internationale Biologieolympiade ist ein jährlich stattfindender Wettbewerb unter 50 Nationen, der besonders begabte und interessierte Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II im Fach Biologie fördert. In diesem Jahr beteiligten sich 166 Schülerinnen und Schüler aus Hessen. Auf nationaler Ebene wird die vierköpfige „Olympiamannschaft“ ermittelt, die bei der Internationalen Olympiade – in diesem Jahr in Shiraz, Iran – antritt. sip

Medienschau: Erfolgreiches Juniorlabor Chemie

22. Januar 2019

Seit zehn Jahren betreiben die TU Darmstadt und der Pharma- und Chemiekonzern Merck auf dem Campus Lichtwiese ein gemeinsames Juniorlabor. Mehr als 28.000 Schülerinnen und Schüler haben dort seither chemische Experimente und ihr naturwissenschaftliches Wissen vertiefen können. Das Darmstädter Echo berichtet anlässlich des Jubiläums über die erfolgreiche Kooperation und gibt in einem Video Einblicke in das Juniorlabor. pb

Ökonomen-Ranking: Forschungsstarke Betriebswirtschaft

18. Januar 2019

Die Betriebswirtinnen und Betriebswirte der TU Darmstadt zählen nach einem kürzlich erschienenen Ranking der Zeitschrift WirtschaftsWoche zu den besten im deutschsprachigen Raum.

Sechs Professorinnen und Professoren des Fachbereichs Rechts- und Wirtschaftswissenschaften erreichten Platzierungen unter den Top 50 der mit „Die Überflieger der BWL“ überschriebenen Liste der 100 forschungsstärksten Betriebswirte. Dabei handelt es sich um Alexander Benlian (Rang 5), Christoph Glock (Rang 11), Dirk Schiereck (Rang 18), Simon Emde (Rang 26), Ruth Stock-Homburg (Rang 34) und Peter Buxmann (Rang 47).

Auch in den parallel erschienenen Top 25 der forschungsstärksten Betriebswirte unter 40 Jahren sind mit Christoph Glock (Platz 3) und Simon Emde (Platz 11) zwei Mitglieder der TU Darmstadt sehr gut platziert. Alexander Benlian ist zudem in der Kategorie Lebenswerk auf Platz 11 unter den Top 25 gelistet.

Neben diesen hervorragenden Platzierungen in den personenbezogenen Listen schneidet die TU Darmstadt auch im zugehörigen Fakultätenranking mit Rang 11 sehr gut ab. Setzt man die Zahl der berücksichtigten Publikationen zur zugehörigen Zahl der Professoren ins Verhältnis, liegt die TU Darmstadt sogar an der Spitze der 25 veröffentlichten Hochschulen.

Das Ranking wurde vom Forschungsinstitut KOF der ETH Zürich sowie dem Düsseldorf Institute for Competition Economics (DICE) erstellt und basiert auf der Auswertung von Publikationen in renommierten Journalen. Birgitta Zielbauer

Meistzitierte Publikationen der Plasmaphysik

17. Januar 2019

Das renommierte Journal „Physics of Plasmas“ feiert sein 25-jähriges Bestehen in diesem Jahr und stellt aus diesem Anlass die 25 meistzitierten Artikel seiner Geschichte noch einmal frei zur Verfügung. Gleich zwei Mal findet sich Professor Markus Roth, AG Laser- und Plasmaphysik am Institut für Kernphysik der TU, in dieser internationalen Zusammenstellung. Die Beiträge „Energetic proton generation in ultra-intense laser-solid interactions“ (2001) und „Electron, photon, and ion beams from the relativistic interaction of Petawatt laser pulses with solid targets“ (2000), an denen Roth beteiligt war, kamen auf die Bestenliste.

„Physics of Plasmas“ wird seit 1994 vom American Institute of Physics (AIP) herausgegeben und ist nach eigenen Angaben die größte, meistzitierte und umfassendste Publikation im Bereich der Plasmaphysik.sip

Delegation der thailändischen Partner-Universität besucht die TU

Die thailändischen Gäste wurden im Senatssaal der TU empfangen. Bild: Babette Chabilan – © Babette Chabilan
Die thailändischen Gäste wurden im Senatssaal der TU empfangen. Bild: Babette Chabilan

16. Januar 2019

Eine Besuchergruppe des Sirindhorn International Institute of Technology (SIIT) war am 15. Januar zu Gast an der TU. Die 10-köpfige Delegation wurde von TU-Vizepräsident Professor Ralph Bruder begrüßt und diskutierte gemeinsam mit Professoren sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Fachbereiche mögliche Kooperationen in den Bereichen Informatik, Elektrotechnik und Chemie. Mit dem SIIT, das 1992 als teilautonome Einrichtung der zweitältesten Universität Thailands, der Thammasat University, gegründet wurde, verbindet die TU Darmstadt eine langjährige und erfolgreiche Partnerschaft. Zuletzt waren TU-Präsident Hans Jürgen Prömel und Regina Sonntag-Krupp, die Leiterin des Dezernats Internationales, 2017 in Bangkok zu Gesprächen eingeladen. Pia Schmitt/cst

Medienschau: Suche nach Daten-Sicherheit

14. Januar 2019

Seit dem Bekanntwerden des Diebstahls von Politikern- und Prominenten-Daten durch einen hessischen Schüler ist das Thema Datensicherheit wieder in aller Munde. Die Sendung 17:30 SAT1 Live war am 11. Januar zu Gast am Fachbereich Informatik und dem Sonderforschungsbereich CROSSING und sprach mit Professor Johannes Buchmann über neue Sicherheitstechnologien wie Post-Quanten-Verfahren, die an der TU Darmstadt entwickelt werden. pb

Medienschau: Geschichte der Straßenbahn

11. Januar 2019

Das SWR-Fernsehen hat in der neuesten Folge seiner „Technikgeschichten“ die Historie der Trambahn nachgezeichnet – und den langen Weg von der Pferdebahn bis hin zu modernen Großraum-Waggons. Professor Dieter Schott, Fachgebiet Neuere Geschichte mit Schwerpunkt Stadt- und Umweltgeschichte an der TU Darmstadt, ordnet die revolutionäre Neuerung der „Elektrisch“ historisch ein. Er spricht über Nutzung, Akzeptanz und soziale wie räumliche Folgen der elektrischen Straßenbahn in den ersten Jahren ihrer Einführung um 1900. So bot die Tram – als für die breite Bevölkerung gut erreichbares und bezahlbares Verkehrsmittel – unbegleiteten Frauen ein respektables Beförderungsmittel und damit größere Unabhängigkeit und Mobilität. Auch in der Arbeitswelt hinterließ die Tram ihre Spuren, denn nun konnten größere Massen von Arbeitern erstmals über längere Strecken zum Arbeitsplatz pendeln. Das Stadtbild veränderte sich ebenfalls: Kaufhäuser ließen sich in den Innenstädten vorzugsweise an den Kreuzungspunkten von Straßenbahnen nieder, Oberleitungen hielten Einzug. sip

TU Darmstadt und Universitätsbibliothek trauern um Dr. Yorck A. Haase

Dr. Yorck A. Haase (rechts) im Gespräch mit den nachfolgenden ULB-Direktoren Prof. Dr. Thomas Stäcker (links) und Dr. Hans-Georg Nolte-Fischer (Mitte). Bild: Jakob Nonnen
Dr. Yorck A. Haase (rechts) im Gespräch mit den beiden nachfolgenden ULB-Direktoren Prof. Dr. Thomas Stäcker (links) und Dr. Hans-Georg Nolte-Fischer (Mitte). Bild: Jakob Nonnen

7. Januar 2019

An Silvester ist Dr. Yorck Alexander Haase im Alter von 84 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben. Haase leitete die damals noch eigenständige Hessische Landes- und Hochschulbibliothek bis zum Jahr 1999. Nach dem Studium der Theaterwissenschaften, der Kunstgeschichte und Geschichte absolvierte er an der Herzog August-Bibliothek in Wolfenbüttel die bibliothekarische Ausbildung und blieb dort, bis er 1977 die Leitung in Darmstadt übernahm. Daneben engagierte Haase sich für den wissenschaftlichen Bibliotheksnachwuchs als stellvertretender Vorsitzender des Prüfungsausschusses für die Staatsprüfung an der inzwischen aufgelösten Bibliotheksschule in Frankfurt.

In Haases Amtszeit fallen unter anderem die Erweiterung der Bibliothek im Residenzschloss, die Einführung der Datenverarbeitung, die erste „Corporate Identitiy“ der Bibliothek mit eigenem Logo und die Vorbereitung der Integration in die Technische Universität.

Auch nach seiner Pensionierung bis kurz vor seinem Tod blieb Hasse der ULB und seiner großen Leidenschaft, dem Theater, verbunden. Ehrenamtlich kam er wenigstens einmal wöchentlich in die Historischen Sammlungen, um die von ihm mitbegründete Theatersammlung zu betreuen und Nutzerwünsche und -anfragen zu bearbeiten. Die Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt trauert um einen feinsinnigen, warmherzigen Menschen.

Nachruf von Johannes Breckner im Darmstädter Echo vom 04. Januar 2019.ULB / pb

TU Darmstadt-Bot gewinnt gegen Schachprofi

JannLee im Schachduell mit dem TU-Bot CrazyAra.
JannLee im Schachduell mit dem TU-Bot CrazyAra.

3. Januar 2019

Studierende des Fachbereichs Informatik haben einen auf neuronale Netze basierten Bot entwickelt, der gegen Menschen beim Schachspielen antritt. CrazyAra, benannt nach der Papageienart Ara, die für ihre Imitationsgabe bekannt ist, wurde von drei Studierenden des Masterstudiengangs Visual Computing ins Leben gerufen. Johannes Czech, Moritz Willig und Alena Beyer entwickelten den Bot im Rahmen eines Semesterprojekts für den von den Professoren Kristian Kersting und Johannes Fürnkranz gehaltenen Kurs „Deep Learning: Architectures & Methods“.

Der Anspruch des Trios lag nicht nur darin, einen Bot zu entwickeln, der das menschliche Spielverhalten erlernt und generalisiert, er sollte auch außerhalb des Trainingsbereichs funktionieren und vorausschauend Entscheidungen treffen können. Dazu trainierten sie CrazyAra mit rund 650.000 heruntergeladenen Schachspielen. Diese ambitionierte Vorgehensweise zahlte sich nun aus, denn so konnte CrazyAra Ende Dezember seine Fähigkeiten erfolgreich unter Beweis stellen. Justin Tan, mehrfacher World-Champion, aktueller Vize-Champion in der populären Schachvariante „Crazhouse“ und in der Schach-Community als JannLee bekannt, erklärte sich bereit, öffentlich gegen CrazyAra anzutreten.

Insgesamt wurden fünf Partien gespielt, die CrazyAra 4:1 gegen JannLee gewann. Der australische Schachprofi zeigte sich beeindruckt von den Fähigkeiten des Darmstädter Bots und teilte nach den Spielen mit, dass er über das Spielverhalten sehr überrascht war, da er das Gefühl hatte gegen einen Menschen und nicht gegen eine Maschine angetreten zu sein.

Crazyhouse ist eine populäre Schachvariante, bei der zwei Spieler gegeneinander antreten. Schlägt ein Spieler die gegnerische Figur, wird ihm diese in seiner Farbe ausgehändigt und kann dann gegen den Gegner eingesetzt werden. Tan kommentierte die Partien über einen Livestream. Jessica Bagnoli

 
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