TU Darmstadt – Kurz gemeldet

1100 Interessierte bei „hobit contact“

20. Mai 2022

Rund 1100 interessierte Schülerinnen und Schüler haben am 17. Mai im Rahmen der „hobit contact“ die Stände der TU Darmstadt besucht und sich über das Studienangebot der TU informiert. Bis zur letzten Minute vor der Schließung um 17.00 Uhr wurden Gespräche geführt. „Das Präsenzformat ist bei der Zielgruppe mithin sehr gut angekommen“, so das Fazit des TU-Organisationsteams.

Die Qualität der Gespräche gibt ebenfalls Anlass zur Zufriedenheit. Vertreterinnen und Vertreter der Fachbereiche registrierten tiefes Interesse, intensive und detaillierte Nachfragen und gute Vorbereitung der jungen Besucherinnen und Besucher. „Dazu mag auch die „hobit online“ vom Januar beigetragen haben, die ebenfalls sehr gut besucht gewesen war und die sozusagen eine Wissensbasis gelegt hat, auf der die Schüler:innen jetzt gezielt aufbauen konnten“, so das Veranstaltungsteam.

Neben Gesprächen mit Studierenden und Forschenden gab es während der „hobit contact“ im karo 5 auch handfeste Exponate zu erleben, so zum Beispiel ein Hoverboard, das auf einem Supraleiter schwebte und von den Besucherinnen und Besuchern ausprobiert werden konnte.

Die Hochschul- und Berufsinformationstage (hobit) hatten in diesem Jahr erstmals als zweiteiliges Format stattgefunden. Auf die „hobit online“ Ende Januar folgte nun im Mai die „hobit contact“, bei der sich die beteiligten Einrichtungen an ihren jeweiligen Standorten präsentierten. Insgesamt besuchten etwa 2.500 junge Menschen die Präsenz-Informationsangebote von TU, Hochschule Darmstadt, Evangelischer Hochschule, Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände und Agentur für Arbeit Darmstadt. Die digitale Plattform der hobit online hatte etwa 40.000 Besuche verzeichnet. sip

Lehrprojekt „DiPlan" gefördert

18. Mai 2022

Die Stiftung Innovation in der Hochschullehre fördert das Projekt „DiPlan – Digitales Planspielkolloquium“ von Professorin Katja Adl-Amini aus dem Fachbereich Humanwissenschaften im Kontext der Ausschreibung „Freiraum 2022”. In diesem Rahmen werden experimentelle Projekte in der Hochschullehre von der Konzeption über die Durchführung bis zur Reflexion gefördert, die durch ihr hohes Innovationspotential überzeugen. Das Projektvorhaben DiPlan läuft über zwölf Monate und wird gemeinsam mit Dr. Silke Haas von der Goethe-Universität Frankfurt durchgeführt. Es zielt durch die Initiierung eines Kolloquiums auf die nachhaltige Vernetzung von Lehrenden in der Lehrkräftebildung zum Planspieleinsatz, um innovative Lehrformate zu konzipieren, erproben und zu reflektieren. Melanie Hanel

TU Darmstadt gehört zu „Digital Leaders in Higher Education“

18. Mai 2022

Im kürzlich erschienenen Ranking Digital Leaders in Higher Education belegt die TU Darmstadt den 34. Platz im weltweiten Vergleich. Innerhalb der deutschen Hochschulen erreicht sie den siebten Rang. Der Gesamtrangliste liegen verschiedene Teilrankings zugrunde. In der Kategorie „Digital Entrepreneurship Programs“ schneidet die TU Darmstadt dabei am besten ab und wird weltweit auf Platz 17 geführt. In den Bereichen „Online Degrees“, „Computer Science“ und „Data Science“ gehört sie global gesehen ebenfalls zu den Top 30.

Das Ranking soll ermitteln, welche Hochschulen führend in der Vermittlung digitaler Kompetenzen sind und ihre Studierenden somit optimal auf Führungsaufgaben im digitalen Umfeld vorbereiten. Das Ranking wurde von dem französischen Beratungsunternehmen Emerging erstellt und von „Times Higher Education“ (THE) veröffentlicht. Grundlage für die Rangliste sind Analysen der Lebensläufe von Führungskräften im digitalen Bereich ergänzt durch Befragungen ausgewählter IT-Expertinnen und -Experten. Müller/mih

Akaflieg erhält Silberne Ehrenplakette des Ministerpräsidenten

17. Mai 2022

Die Akademische Fliegergruppe (kurz Akaflieg) der TU Darmstadt hat zu ihrem 100-jährigen Bestehen heute die Silberne Ehrenplakette des Landes Hessen entgegengenommen. Die Auszeichnung war der Hochschulgruppe bereits im Jahr 2020 verliehen worden, aufgrund der Corona-Einschränkung überreichte Bürgermeisterin Barbara Akdeniz die Plakette aber erst jetzt, wie die Wissenschaftsstadt Darmstadt mitteilte. „Ich gratuliere der Akaflieg Darmstadt zu dieser hohen Auszeichnung“, sagte sie. „Diese würdigt den wichtigen Beitrag, den die Akaflieg zur Weiterentwicklung der Fliegerei geleistet hat und leistet.“

Akaflieg Darmstadt ist eine der ältesten Hochschulgruppen an der TU Darmstadt. Sie gehört außerdem zu den ersten drei in Deutschland gegründeten Akademischen Fliegergruppen – neben der Akaflieg in Aachen und der in Berlin-Charlottenburg. Seit 1920 widmet sie sich unter dem Motto „Forschen, Bauen, Fliegen“ dem Planen, Konstruieren, Fertigen und Erproben von Segelflugzeugen sowie dem Entwickeln neuer Prototypen.

Die Silberne Ehrenplakette hatte der damalige Hessische Ministerpräsident Georg August Zinn 1951 gestiftet, um das ehrenamtliche und kulturelle Wirken von Gesangs- und Sportvereinen zu würdigen. mih

Land fördert Kooperations-Studiengang an vietnamesischer Partneruniversität

16. Mai 2022

Das Land Hessen fördert den Masterstudiengang „Water Technology, Water Reuse and Water Management“, den die Vietnamese-German-University (VGU) in Ho-Chi-Minh-City in Kooperation mit der TU Darmstadt anbietet. Das Studienfach widmet sich der Wasser- und Abwasserbehandlung in Gebieten mit schwacher Infrastruktur und forscht in enger Zusammenarbeit mit Dozierenden der TU Darmstadt an Lösungen, um Menschen einen Zugang zu sauberem Trinkwasser zu ermöglichen. Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK) fördert den Aufbau und die Weiterentwicklung des im November 2020 eingeführten Studiengangs in diesem Jahr mit 127.600 Euro. Eine jährliche Anschlussfinanzierung bis zum Jahr 2028 ist vorgesehen.

„Wasser ist unser wichtigstes Gut und lebensnotwendig. Der neue Masterstudiengang an der VGU nimmt Aufbereitung, Wiederverwendbarkeit und den Umgang mit Wasser in den Blick – das ist in Zeiten drohender Wasserknappheit enorm wichtig“, erklärt Wissenschaftsministerin Angela Dorn in einer Pressemeldung des HMWK. Der Fluss Mekong ist eine der wichtigsten Wasserquellen Vietnams. Eingeleitete Schadstoffe, der Sandabbau am Untergrund des Flusses sowie der wachsende Salzgehalt durch den steigenden Meeresspiegel haben drastische Einflüsse auf seine Wasserqualität. Die Studierenden und Dozierenden suchen Lösungen für Wasser- und Abwasserprobleme und dafür, Flüsse und Gewässer sauber zu halten.

Die 2008 auf gemeinsame Initiative von Vietnam und Hessen gegründete Universität nahe Ho-Chi-Minh-City ist die erste staatliche vietnamesische Universität mit einem internationalen Partner, die weitgehende Autonomie nach dem Vorbild der TU Darmstadt genießt. Mit einem Lehr- und Forschungsbetrieb von rund 2.000 Studierenden bietet die Hochschule aktuell 16 Studiengänge mit Bachelor- und Masterabschlüssen in Ingenieurs- und Wirtschaftswissenschaften an. Mittlerweile haben mehr als 1.300 Studierende nach erfolgreichen Prüfungen einen deutschen Universitätsabschluss und einen VGU-Abschluss erhalten. HMWK/pb

Medienschau: DLF berichtet über TU-Projekt zu sozialen Konflikten

13. Mai 2022

Der Deutschlandfunk hat gestern in seiner Sendung „Aus Kultur- und Sozialwissenschaften“ über ein am Institut für Politikwissenschaft der TU Darmstadt angesiedeltes Projekt berichtet. In dessen Fokus steht der Umgang intellektueller Eliten mit sozialem Protest und sozialen Konflikten in der Demokratie: Werten sie die oppositionellen Forderungen ab, versuchen sie mit einem Entgegenkommen, den Protest abzuschwächen? Das Projekt „Der Blick nach unten. Soziale Konflikte in der Ideengeschichte der Demokratie“ soll systematisch-historisch untersuchen, wie die Wahrnehmung sozialer Konflikte in der theoretischen Verarbeitung zu bestimmten, die Demokratie einhegenden Positionen führt. Verantwortlich sind Professor Dr. Dirk Jörke (TU Darmstadt), PD Dr. Oliver Eberl (Leibniz-Universität Hannover) sowie Dr. David Salomon (TU Darmstadt, Universität Hildesheim). mih

Prof. Anderl im Führungsteam der Akademienunion

10. Mai 2022

Professor Reiner Anderl, Leiter des Fachgebiets Datenverarbeitung in der Konstruktion (DiK) am Fachbereich Maschinenbau der TU, ist Teil des neuen Führungsteams der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften. Anderl wurde Anfang Mai zum Vizepräsidenten gewählt; er und die übrigen neu bestimmten Vorstandsmitglieder werden für drei Jahre an der Spitze der Akademienunion stehen. Der neue Vorstand erklärte als Ziel, die Sichtbarkeit der Akademienunion im deutschen Wissenschaftssystem nachhaltig zu steigern.

Die Akademienunion ist der Zusammenschluss von acht deutschen Wissenschaftsakademien. Insgesamt sind in den Mitgliedsakademien mehr als 2.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen vereint, die zu den national und international herausragenden Vertreterinnen und Vertretern ihrer Disziplinen gehören.

Anderl, der 2021 in den Ruhestand trat, ist neben seiner Professur in diversen Funktionen tätig. Unter anderem ist er Mitglied der wissenschaftlichen Gesellschaft für Produktentwicklung e.V., der Deutschen Akademie für Technikwissenschaften (acatech) und Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Plattform Industrie 4.0. Seit 2017 ist Anderl Präsident der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz. sip

Ausstellung zeigt virtuelle Rekonstruktionen aus dem antiken Köln

Virtuelle Rekonstruktion des Nordtors – Blick von außerhalb der Stadt.

09. Mai 2022

Das Fachgebiet Digitales Gestalten des Fachbereichs Architektur der TU Darmstadt hat für die Archäologische Landesausstellung Nordrhein-Westphalens „Rom am Rhein“ Bauten des antiken Kölns virtuell in Szene gesetzt. Statthalterpalast, Tempel, Prachtstraßen und Plätze – bis heute zeigen die Spuren dieser Monumente die Bedeutung Kölns als Hauptstadt der römischen Provinz Niedergermanien. Highlight-Funde und digitale Rekonstruktionen zeigen das spannende Leben im „Rom am Rhein“.

In einem Forschungsteam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des „MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln“, dem Römisch-Germanisches Museum der Stadt Köln sowie der Technischen und Wirtschaftswissenschaftlichen Universität Budapest, Fakultät für Architektur, entstanden an der TU Darmstadt zahlreiche virtuelle Rekonstruktionen, die in einem Film zu sehen sind. Auch neu erforschte Bereiche wie die Vorstadtbebauung mit ihren Töpferwerkstätten sind Bestandteil der Forschung gewesen. Die Ausstellung ist bis zum 9. Oktober 2022 im Kulturzentrum am Neumarkt in Köln zu sehen. Fachgebiet Digitales Gestalten

Medienschau: SWR Umweltmagazin berichtet über Projekt „WieBauin“

09. Mai 2022

Wie können wir nachhaltig bauen und notwendige Bauressourcen schonen? Am Fachgebiet für Landmanagement, Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften, wird alte Bausubstanz nicht als Bauschutt, sondern als Fundgrube gesehen. Das SWR Umweltmagazin „Aktuell Global“ sprach mit Professor Joachim Linke über das Forschungsprojekt „WieBauin“.

Das Projekt „WieBauin“, das vom Bundesministerium für Forschung und Bildung im Rahmen der Maßnahme Stadt-Land-Plus gefördert wird, verfolgt das Ziel, die knappen natürlichen Ressourcen des ländlichen Raums zu sparen und Wege zu finden, um alternative Quellen für Bauteile und -materialien nutzbar zu machen. Leerstehende und im Sinne des Eigentümers nicht mehr nutzbare Gebäude eignen sich hierbei hervorragend für die Gewinnung und Wiederverwendung von Bauteilen sowie die Verwertung von Baumaterialien.

Am Beispiel des Landkreises Darmstadt-Dieburg mit den Gemeinden Münster und Otzberg sowie der Stadt Darmstadt entwickelt „WieBauin“ neue Herangehensweisen und Instrumente, um das Stoffstromsystem der Baumaterialien zwischen Stadt und Land so zu gestalten, dass für die Region ökologische und ökonomische Vorteile entstehen. So wurde die Internetplatform „Bauteilkreisel Region Darmstadt-Dieburg“ konzipiert und aufgebaut. Nach dem Motto „Wiederverwenden statt verschwenden“ können dort unter anderem gezielt und vor Ort gebrauchte oder übrige gebliebene Bauteile und andere Baumaterialien angeboten und gesucht werden. pb

Digitales Kontrollzentrum für Krisen

06. Mai 2022

Unsere Städte werden digitaler, und mit zunehmender smarter Infrastruktur können sogenannte digitale Zwillinge einen umfassenden Überblick über den Zustand einer Stadt geben. Überall im städtischen Raum verteilte Sensoren erfassen dabei das Umfeld – und das kann gerade in Krisenfällen nützlich sein, um den Überblick zu behalten. Vielfältige Informationen – rechtskonform erhoben, effizient verarbeitet und benutzungsfreundlich angezeigt – können Notfalleinsatzdienste in der Planung ihrer Maßnahmen unterstützen. Rettung und Hilfe können so im Ernstfall besser koordiniert und umgesetzt werden.

Daher arbeitet die emergenCITY-Querschnittsmission SCC an einem „Smart Digital Situation Control Center“. „Ziel der Mission ist es, die menschlichen Rettungskräfte und Entscheider bei einem Einsatz möglichst gut unterstützen zu können“, erklärt Teammitglied Marius Schnaubelt. Dabei spielen stationäre Sensoren und mobile Agenten eine Schlüsselrolle. Unbemannte Bodenfahrzeuge, die aufgrund ihrer Ausstattung kooperierend arbeiten können und manövrierfähig bleiben, auch in gefährlichen und unwegsamen Umgebungen, und unbemannte Luftfahrzeuge sind dabei mit solchen mobilen Sensoren ausgestattet. Ein Netzwerk von intelligenten Straßenlampen liefert ergänzende Daten.

„In der Krise gilt es, die Lage durch die stationären und mobilen Agenten aufzunehmen und möglichst gut zu visualisieren und zu steuern“, erläutert Schnaubelt. Dabei sind datenschutzrechtliche Frage zu bearbeiten, relevante Informationen und Informationspunkte zu identifizieren und eine wandlungsfähige Kommunikationsinfrastruktur zu entwerfen. Dafür arbeitet die Mission SCC mit der emergenCITY Mission Knowledge Base zusammen, die an einer Plattform zur Bereitstellung verschiedener Daten forscht. „Aktuell arbeiten wir an der Einbindung der Knowledge Base für die mobilen Agenten sowie an der VR-Steuerung der Roboter,“ erklärt Schnaubelt.

Langfristig sollen die verfügbaren Ressourcen eine optimale Datenlage für Entscheidungen in verschiedensten Krisensituationen liefern. Der nächste Meilenstein, auf den die Teammitglieder der Mission aus allen vier Programmbereichen des LOEWE-Zentrums emergenCITY aktuell hinarbeiten, ist die diesjährige emergenCITY-Week im Juni. Ziel ist laut Schnaubelt, dort eine erste Visualisierung ausgewählter Roboterdaten im Kontrollzentrum unter Nutzung der Knowledge Base als Kommunikationsplattform zu demonstrieren. Svenja Andresen/mih

Muschel-inspirierte „klebende“ Gele

Mikrogele, die auch unter Wasser besonders gut an Oberflächen haften (links), da sie ähnliche chemische Gruppen enthalten, wie sie auch im klebenden Fuß von Muscheln (rechts) verwendet werden.

04. Mai 2022

Die Arbeitsgruppe um Physik-Professorin Regine von Klitzing hat in Kooperation mit Forschenden der East China University of Science and Technology in Shanghai muschel-inspirierte „klebende“ Gele entwickelt. Diese könnten in der Biomedizin, Elektronik oder als adhäsive Beschichtungen Verwendung finden. Die Forschungsarbeit wurde kürzlich im Journal „Langmuir“ publiziert und auf der Titelseite des Journals gewürdigt.

So genannte Hydrogele begegnen uns im Alltag beispielsweise in Form von Kontaktlinsen oder in der Wundbehandlung. Außerdem werden sie als Oberflächenbeschichtungen in der Mikroelektronik verwendet. Hydrogele sind miteinander verknüpfte Polymere, die stark in Wasser quellen können. Haben Hydrogele kleinere, kolloidale Dimensionen, werden sie Mikrogele genannt. Diese sind vor allem in der Medizin als „Drug Delivery Systeme“ beliebt. Dabei ist es von Vorteil, wenn diese Mikrogele über äußere Reize wie die Temperatur schaltbar sind. Das heißt, sie schrumpfen in ihrer Größe, durchlaufen also einen Volumenphasenübergang, wenn sie über eine gewisse Temperatur erhitzt werden. Oft werden Mikrogele aus N-Isoproylacrylamide verwendet (PNIPAM Mikrogele).

Die Kombination von PNIPAM Mikrogelen mit den adhäsiven „klebenden“ Eigenschaften von maritimen Systemen wie Muscheln ist ein hoch interessantes Forschungsgebiet. Das Forschungsteam um von Klitzing und Doktorandin Sandra Forg vom Arbeitsgebiet „Weiche Materie an Grenzflächen“ konnten eine bestimmte Komponente der Muschelseide (DMA) erfolgreich in PNIPAM Mikrogele einbauen. Um den Einbau in Zukunft besser kontrollieren zu können, untersuchten sie die Reaktionskinetik während der Mikrogel-Synthese. Dabei konnten sie feststellen, dass die zu frühe Zugabe von DMA die Synthese stoppte, wobei eine spätere Zugabe den Einbau zwar verlangsamte, aber dennoch zum erwünschten Ergebnis führte. Erste Adhäsionsexperimente zeigten, dass der Einbau von DMA eine verbesserte „Klebefähigkeit“ gegenüber herkömmlichen PNIPAM Mikrogelen zeigte. Sandra Forg

TU macht wieder beim „Stadtradeln“ mit

29. April 2022

Studierende und Angehörige der TU können sich vom 4. Mai an wieder an der internationalen Kampagne „Stadtradeln“ beteiligen. Bei dem vom Klima-Bündnis veranstalteten Wettbewerb geht es darum, 21 Tage lang möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen. Jeder bis zum 24. Mai gefahrene Kilometer wird online in ein „km-Buch“ eingetragen oder direkt über eine App getrackt.

Ziel der Kampagne, an der die Wissenschaftsstadt Darmstadt zum sechsten Mal teilnimmt, ist es, die urbane Mobilitätswende voranzubringen und nebenbei etwas für die eigene Gesundheit zu tun. Teilnehmende der TU können als Teams oder Einzelstartende im Gesamtteam „TU Darmstadt“ antreten, wie das Büro für Nachhaltigkeit der TU erklärte. Im vergangenen Jahr wurden in Darmstadt beim „Stadtradeln“ insgesamt ca. 530.000 Kilometer zurückgelegt und damit ungefähr 78 Tonnen CO2-Emission vermieden. mih

Mathematik-Preis für TU-Professor Moritz Egert

27. April 2022

Der Mathematik-Professor Moritz Egert ist mit dem Ferran-Sunyer-i-Balaguer-Preis ausgezeichnet worden. Der Forscher der TU Darmstadt teilt sich die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung mit dem französischen Mathematiker Pascal Auscher von der Université Paris-Sud. Beide wurden für ihre Monografie mit dem Titel „Boundary value problems and hardy spaces for elliptic systems with block structure“ geehrt.

Die Auszeichnung wird seit 1993 jährlich für eine mathematische Monografie verliehen und ist benannt nach dem spanischen Mathematiker Ferran Sunyer i Balaguer (1912-1967). Sie wird von der Fundació Ferran Sunyer i Balaguer in Barcelona vergeben. Die diesjährigen Preisträger wurden am 22. April bekanntgegeben. mih

Neu an der TU: Professorin Lisa Horstmann

Professorin Dr. Lisa Horstmann

27. April 2022

Zum Sommersemester hat Lisa Horstmann eine neu eingerichtete Akademieprofessur für Mediävistische Bild- und Kulturwissenschaft am Fachbereich Architektur an der TU Darmstadt angetreten. Die Professur ist in die Mainzer Arbeitsstelle des Akademievorhabens „Die Deutschen Inschriften“ eingebunden. Wir haben bei Professorin Horstmann, die zuvor als Forscherin an der Universität Heidelberg tätig war, nachgefragt:

Warum sollten Studierende sich für Ihre Themen interessieren? Was ist das Spannende an Ihren Themen?

Kulturelle Zusammenhänge werden in der Kunstgeschichte buchstäblich anschaulich. Dabei ist das Mittelalter als Epoche für uns noch heute identitätsstiftend. Viele Traditionen und Konventionen, die uns in Architektur, Gemälden, Skulpturen und nicht zuletzt in Büchern begegnen, wurden im Mittelalter angelegt. Spannend zu beobachten ist dabei sicherlich auch, wie sehr religiöse Vorstellungen in unserer Gesellschaft verankert sind.

An der TU Darmstadt wird Interdisziplinarität großgeschrieben. Wo gibt es in Ihrem Arbeitsfeld Schnittstellen zu anderen Fachgebieten?

Für meine Forschung ist Interdisziplinarität unumgänglich. Der Austausch mit anderen Disziplinen der Geisteswissenschaften, wie Geschichte, Germanistik, Theologie oder den Philologien, bereichert mich nicht nur in meiner Arbeit, sondern ist notwendig, um kulturelle Zusammenhänge, Motivationen von Künstlern oder ihre Werke überhaupt verstehen zu können. Daneben spielt das Begreifen technischer Aspekte eine ebenso entscheidende Rolle. Der disziplinenübergreifende Austausch ermöglicht mir tiefere Einsichten und Erkenntnisse in vergangene Zeiten und Kulturen, die uns wiederum helfen, aktuelle Fragen der Gesellschaft zu beantworten.

Der beste Ausgleich zu einem stressigen Arbeitstag ist …

Zeit mit Freunden und Familie – ob nun beim Sport, draußen in der Natur, ein Feierabendgetränk oder mit Pizza auf der Couch.

mih

Weiter Spitzenplätze im Hochschulranking der „WirtschaftsWoche“

25. April 2022

Das aktuelle Universitätenranking der Zeitschrift „WirtschaftsWoche“ ist erschienen. Wie im Vorjahr ist die TU Darmstadt fünfmal in der Spitzengruppe vertreten. Auch die Platzierungen sind nahezu unverändert geblieben. Am besten schneidet die TU Darmstadt im Fach Wirtschaftsinformatik ab, in dem sie nach der TU München den zweiten Platz behaupten konnte. In den Fächern Wirtschaftsingenieurwesen und Elektrotechnik belegt die TU Darmstadt jeweils Platz vier, im Fach Informatik Platz fünf. Im Fach Maschinenbau hat die TU im Vergleich zum Vorjahr einen Platz eingebüßt und ist nun auf Platz sechs zu finden.

Jedes Jahr werden für das Hochschulranking der „WirtschaftsWoche“ Personalverantwortliche in Unternehmen befragt, Absolventinnen und Absolventen welcher Hochschulen sie besonders gern einstellen. Die TU Darmstadt wird dabei seit Jahren besonders häufig genannt. Für das diesjährige Ranking wurden durch die Agentur Universum mehr als 500 Personalverantwortliche von Unternehmen befragt. cst

Auszeichnung für Professorin Andrieu-Brunsen als „Outstandig Reviewer“

25. April 2022

Professorin Annette Andrieu-Brunsen, Leiterin der Arbeitsgruppe Smart Membranes am Fachbereich Chemie, ist von der Royal Society of Chemistry für das Jahr 2021 als „Outstanding Reviewer“ für die Fachzeitschrift Nanoscale Horizons ausgezeichnet worden. Die Gesellschaft ehrt jährlich Forschende, die als Gutachterinnen und Gutachter für eine ihrer Fachzeitschriften besonders in Erscheinung getreten sind. Diese Auszeichnung erhielt Andrieu-Brunsen bereits 2017 (Journal „Materials Horizons“) und 2018 (Journal „Nanoscale Horizons“). pb

Apl.-Professur für Kai Schulze

Apl.-Professor Dr. Kai Schulze

20. April 2022

Kai Schulze ist neuer außerplanmäßiger Professor an der TU Darmstadt. Der 41-jährige Politikwissenschaftler forscht am Institut für Politikwissenschaft des Fachbereichs Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften im Bereich der Energie-, Klima- und Umweltpolitikanalyse. Zudem arbeitet er im neuen Verbundprojekt „Clean Circles“ der TU Darmstadt. In dem Projekt erforschen Wissenschaftler*innen fachübergreifend wie das Metall Eisen zusammen mit seinen Oxiden in einem Kreislauf als kohlenstofffreier chemischer Energieträger genutzt werden kann, um Wind- und Sonnenergie zu speichern. Frühere wissenschaftliche Stationen von Kai Schulze waren die Universitäten Potsdam, Mannheim und Konstanz. Ab September 2016 war er zudem bereits als Juniorprofessor an der TU Darmstadt tätig. Wir haben bei Apl.-Professor Kai Schulze nachgefragt:

Warum sollten Studierende sich für Ihre Themen interessieren?

Energie-, Umwelt und Klimapolitik sind allgegenwärtig und betreffen vielfältige Bereiche wie etwa wirtschaftliche, soziale und sicherheitspolitische Fragen. Dieser Querschnittscharakter bedeutet, dass Studierende mit sehr unterschiedlichen Interessen mit diesen Fragen auch im Alltag in Berührung kommen. In vielen dieser Bereiche überschlagen sich zudem momentan die Ereignisse und gut ausgebildete Arbeitskräfte werden dringend benötigt.

An der TU Darmstadt wird Interdisziplinarität groß geschrieben. Wo gibt es in Ihrem Arbeitsfeld Schnittstellen zu anderen Fachgebieten?

An der TU Darmstadt arbeite ich in einem neuen Verbundprojekt – Clean Circles – das sich mit Eisen als Energieträger einer Energietransformation beschäftigt. Dabei arbeiten wir eng mit anderen Fachbereichen wie etwa dem Maschinenbau und der Mathematik zusammen.

Wenn ich heute Student wäre, würde ich …

… mich auf das Präsenzsemester freuen!

pb

Medienschau: Professorin Jutta Hanson über elektrische Energieversorgung

19. April 2022

Damit Deutschland seine Klimaziele rechtzeitig erreichen und die Energiewende so kosteneffizient wie möglich umsetzen kann, müssen die deutschen Stromnetze ausgebaut werden. Wo hierbei die größten Herausforderungen liegen und wie sie gemeistert werden können, damit beschäftigt sich TU-Professorin Jutta Hanson, Leiterin des Fachgebiets Elektrische Energieversorgung unter Einsatz erneuerbarer Energie am Fachbereich Elektro- und Informationstechnik. Als Expertin für elektrische Energieversorgung erklärt Hanson in der aktuellen Folge des „Hessen schafft Wissen“-Podcasts, wie sensibel das Geflecht ist, das Europa mit Strom versorgt, wie das serbische Stromnetz vor einigen Jahren Uhren in ganz Europa durcheinanderbrachte und wie wir unsere Energieversorgung fit für die Zukunft machen können. pb

Digitale Daten über Städte organisieren

19. April 2022

Informationen können zum Schlüsselaspekt in einem Krisenfall werden – gerade im ereignisreichen städtischen Kontext. Längst liegen immense Datenmengen zu digitalen Städten und zu vergangenen Krisen vor und täglich werden mehr Informationen gesammelt, die auch in kommenden kritischen Situationen neue Blickwinkel für präventive Ansätze und akute Strategien liefern können. Doch wie können solche Daten resilient, sicher und eingängig zur Verfügung gestellt werden?

Forschende aus mehreren Fachbereichen der TU Darmstadt entwickeln daher am LOEWE-Zentrum emergenCITY die Plattform „Knowledge Base“, die verschiedenste digitale Informationen aus allen Bereichen einer Stadt einerseits über vielfältige Sensoren zusammenträgt und diese anderseits übersichtlich und sinnvoll vernetzt mit bestehenden Informationen bereitstellt. Dazu gehören beispielsweise auch Daten aus Wasser-, Energie-, und Kommunikationsnetzen. Über die Knowledge Base soll eine große Menge an Daten gespeichert, verarbeitet, geteilt und abgerufen werden können – von historischen Informationen bis hin zu Echtzeitdaten. Ziel ist es, die Informationsgewinnung und den Informationsaustausch aus verschiedenen Bereichen der Stadt zu erleichtern und übersichtlich sowie gezielt zu gestalten.

Eine der Grundvoraussetzungen für ein solches Vorhaben ist, dass die „Knowledge Base“ als Plattform selbst resilient konzipiert ist und ihre Funktionalität auch im Krisenfall mit begrenzten technischen Ressourcen aufrechterhalten kann. Ihre Architektur ist daher dezentralisiert und robust angelegt. Aktuell arbeitet die Forschungsmission daran, ein funktionsfähiges Beispiel einer solchen „Knowledge Base“ unter Verwendung vorhandener Plattformen auszuarbeiten und in Anwendungsbeispielen zu testen. Auch die Datenerfassung über multiple Sensoren in der Stadt, wie beispielsweise aus intelligenten Lichtmasten, ebenso wie die Anbindung mobiler Agenten, wie Robotern – insbesondere in Krisen- und Katastrophenszenarien –, ist Teil der Forschungsarbeit. Svenja Andresen/pb

Medienschau: BR zu Gast im Centre for Synthetic Biology

14. April 2022

Was ist synthetische Biologie und was kann sie heute schon leisten? Seit etwa 20 Jahren erst gibt es diese Disziplin, und doch ist sie mit ihren Produkten aus Medizin, Kosmetik oder Industrie nicht mehr wegzudenken. Und kann sie am Ende neue Lebensformen aus dem Labor liefern? Die Sendung „IQ – Wissenschaft und Forschung“ des Bayerischen Rundfunks stellt die noch junge Wissenschaft in einem Beitrag vor und war dafür auch zu Gast an der TU Darmstadt im Centre for Synthetic Biology. Reporterin Daniela Remus ließ sich von Professor Heinz Koeppl erklären, dass synthetische Biologie vom Ansatz her weit über reine Gentechnik hinausreicht. Elementare Komponenten würden verknüpft, um biologische Zellen mit komplexen, neuen Funktionalitäten auszustatten. Professorin Beatrix Süß beschreibt die „neuen Wege“, die durch das interdisziplinäre Arbeiten am Centre for Synthetic Biology beschritten werden. Die Forschenden designen hier komplett neue RNA-Strukturen. Zum Einsatz kommen diese besipielsweise in Testsystemen, etwa um Verunreinigungen im Wasser aufzuspüren.

Mit dem Centre for Synthetic Biology wird die Synthetische Biologie als ein definierter Schwerpunkt der TU Darmstadt etabliert. Das Centre vereint Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Biologie, Chemie und Elektro- und Informationstechnik, Materialwissenschaften und Physik, Maschinenbau und Gesellschaftswissenschaften. sip

Förderung für Logistik- und Mobilitätsprojekte an der TU Darmstadt

13. April 2022

Das Frankfurter House of Logistics and Mobility (HOLM) fördert zwei neue Logistik- und Mobilitätsprojekte an der TU Darmstadt. Bewilligt wurden für die Förderperiode 2022/23 die Forschungsvorhaben „ADI: Automated Delivery Individualization“ und „DePP: Dezentrale Planung von Platoons im Straßengüterverkehr mit Hilfe einer KI auf Basis einzelner LKW“, wie HOLM mitteilte.

Ziel des Innovationsprojekts „ADI“ ist die Entwicklung eines Systems zur Optimierung von Zustellungszeiten. Es soll die Anwesenheit zu beliefernder Konsumenten vorhersagen und somit erfolglose Zustellversuche durch Lieferdienste verhindern. Antragstellerin war Dr. Christiane Hübner vom Self-Organizing Systems Lab unter Leitung von Professor Heinz Koeppl. Projektpartner ist das Start-up Green Convencience, das seit Januar 2021 im unternehmenseigenen Start-up-Accelerator der HOLM GmbH gefördert wird. Das Forschungsvorhaben wird mit 277.900 Euro gefördert.

Im Rahmen des Projekts „DePP“, das ebenfalls den Zuschlag der HOLM-Innovationsförderung erhielt, sollen Grundlagen für die dezentrale Bildung von unternehmensübergreifenden Platoons geschaffen werden. Zudem ist die Entwicklung einer künstlichen Intelligenz vorgesehen, die Entscheidung zur Bildung eines Platoons auf Grundlage frei verfügbarer Verkehrsdaten trifft. Das Vorhaben wird verantwortet von Professor Ralf Elbert vom Fachgebiet Unternehmensführung und Logistik der TU Darmstadt. Projektpartner ist das Center for Cognition and Computation an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, die Fördersumme beträgt 99.600 Euro.

Die HOLM-Innovationsförderung unterstützt seit 2014 im Auftrag des Landes Hessen Projektvorhaben in den Bereichen Logistik und Mobilität. Die Förderung richtet sich an Hochschulen und Forschungsinstitutionen sowie an Kooperationen aus Hochschulen und Unternehmen. Bis heute wurden fast 200 Projektskizzen eingereicht, 75 davon wurden bewilligt und mit einem Fördervolumen von bisher 6,35 Millionen Euro unterstützt. mih

Auszeichnung für Professorin Anke Weidenkaff

8. April 2022

Für ihre bedeutenden Forschungsleistungen auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien erhält Anke Weidenkaff, Professorin für Werkstofftechnik und Ressourcenmanagement am Fachbereich Material- und Geowissenschaften der TU Darmstadt sowie Leiterin des Fraunhofer IWKS, den ersten Karl Böer Renewable Energy Mid-Career Award. Das teilte die Universität von Delaware, die den Preis verleiht, auf ihrer Webseite mit.

Mit der Auszeichnung, die mit 25.000 Dollar dotiert ist, werden aktive Forschende geehrt, die innerhalb von 20 Jahren nach Erlangung ihres höchsten akademischen Grades durch Forschung, Entwicklung oder wirtschaftliches Unternehmertum bedeutende und vielversprechende Beiträge auf dem Gebiet der Solarenergie, Windenergie oder anderer Formen erneuerbarer Energien geleistet haben. „Professor Weidenkaffs Beiträge zu Materialien für eine Reihe von Nachhaltigkeitsanwendungen legen die Messlatte für den ersten Preisträger des Renewable Energy Mid-Career Award unglaublich hoch“, sagte William Shafarman, Direktor des 1972 an der Universität von Delaware von dem Solarpionier Karl Böer gegründeten Institute of Energy Conversion. Der Preis soll am 3. Mai an der Universität von Delaware verliehen werden.

Nominiert worden war Weidenkaff von David Cahen, emeritierter Professor am Weizmann Institute of Science in Rehovot, Israel, für ihre „visionäre Führungsrolle und ihre wegweisenden Leistungen in den Bereichen erneuerbare Energien und Nachhaltigkeitstechnologien mit bedeutenden Beiträgen zu Materialien für Solartreibstoffe, thermoelektrische Wandler, Katalysatoren und selbstregenerative Funktionen“. In seinem Nominierungsschreiben bezeichnete Cahen Weidenkaff als „eine der besten und interdisziplinärsten Wissenschaftlerinnen im Bereich der Festkörpermaterialien, die sich mit Technologien für erneuerbare Energien beschäftigt und deren Forschung nicht nur von Exzellenz und Einfallsreichtum zeugt, sondern auch Auswirkungen auf die Gesellschaft hat“. pb

Neu an der TU: Professor Vahid Jamali

7. April 2022

Seit April ist Vahid Jamali neuer Professor am Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik (Resilient Communications Group). Wir haben bei Professor Jamali, der zuvor als Forscher an der Stanford University, der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und der Princeton University tätig war, nachgefragt:

Warum sollten Studierende sich für Ihre Themen interessieren? Was ist das Spannende an Ihren Themen?

Kommunikation ist heute aus unserer Welt nicht mehr wegzudenken. Allein mit unseren Smartphones können wir jetzt mit unseren Freunden, Familienangehörigen und Kollegen am anderen Ende der Welt sprechen, im Supermarkt bezahlen, die Geräte in unserer Küche steuern und vieles mehr. Aber das ist erst der Anfang des Zeitalters der Kommunikation und Konnektivität, und viele weitere aufregende Anwendungen, die man sich früher nur in Science-Fiction-Filmen vorstellen konnte, werden jetzt Realität. Autonomes Fahren, intelligente Städte, virtuelle Realität, Fernoperationen und Kommunikation im Nanobereich (z. B. für die gezielte Abgabe von Medikamenten) sind nur einige Beispiele.

Um diese Anwendungen zu realisieren, sind neue Kommunikationstechnologien (z. B. gemeinsame Kommunikation und Sensorik, rekonfigurierbare Funkumgebung, durch künstliche Intelligenz unterstützte Kommunikation und molekulare Kommunikation) und neue Designüberlegungen (z.B. Geheimhaltung, Ausfallsicherheit, hohe Zuverlässigkeit und geringe Latenz) erforderlich.

Ich interessiere mich für den Aufbau solcher fortgeschrittenen Kommunikationssysteme und für das Verständnis der Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit.

An der TU Darmstadt wird Interdisziplinarität groß geschrieben. Wo gibt es in Ihrem Arbeitsfeld Schnittstellen zu anderen Fachgebieten?

Im Gegensatz zu konventionellen Kommunikationssystemen, für die physikalische Modelle, Beschränkungen durch die Hardware und Anwendungsszenarien gut bekannt sind, sind bei den oben erwähnten fortgeschrittenen, neu entstehenden Kommunikationssystemen viele Rahmenbedingungen noch nicht vollständig bekannt. Das macht die Zusammenarbeit von Forschenden aus verschiedenen verwandten Disziplinen erforderlich. Ich rechne beispielsweise mit einer Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Biologie (zur Erforschung der molekularen Kommunikation), den Fachbereichen Physik (zur Erforschung der rekonfigurierbaren Funkumgebung), dem Fachbereich Informatik (zur Erforschung der KI-gestützten Kommunikation) sowie mit verschiedenen Kooperationen innerhalb des Fachbereichs Elektrotechnik und Informationstechnik, dem ich angehöre.

Der beste Ausgleich zu einem stressigen Arbeitstag ist …

Zeit mit meiner Familie verbringen, Musikinstrumente spielen und Bücher lesen.

QS Subject Rankings: TU-Fächer behaupten gute Platzierungen

7. April 2022

Auch in diesem Jahr belegen Fächer und Fächergruppen der TU Darmstadt wieder führende Plätze in den internationalen QS Subject Rankings. Platzierungen unter den 150 Besten erreichen in diesem Jahr die Fächergruppe der Ingenieurwissenschaften sowie die Fächer Informatik, Maschinenbau, Materialwissenschaften und Physik. Außerdem in den Top 200 liegen die Fächergruppe der Naturwissenschaften sowie die Fächer Architektur und Elektrotechnik.

Die jährlich von dem britischen Unternehmen Quacquarelli Symonds (QS) erstellten Fächerrankings gehören international zu den bekanntesten Hochschul-Ranglisten. Sie basieren je nach Fächergruppe zu unterschiedlichen Anteilen auf Befragungen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Personalverantwortlichen von Unternehmen und auf bibliometrischen Daten der Datenbank Scopus. Erstmals einbezogen wurde 2022 für die Fächergruppen ein Indikator, der die Diversität der internationalen Forschungsnetzwerke der Universitäten abbilden soll. Gerankt wurden in diesem Jahr rund 1.500 Universitäten in 51 Fächern und fünf Fächergruppen. Zielbauer/mih

Architektur-Absolventin mit Förderpreis ausgezeichnet

5. April 2022

Die Absolventin Julia Kemkemer hat den Preis für die beste Masterabschlussarbeit des Fachbereichs Architektur im Wintersemester 2021/22 erhalten. In ihrer freien Masterthesis widmete sie sich der aktuell bundesweit geführten Debatte zur Zukunft des ländlichen Raumes am Beispiel einer Gemarkung im unterfränkischen Landkreis Miltenberg.

Ziel der Arbeit war es, das verdeckte Potenzial ländlicher Räume sinnvoll einzusetzen und zu bündeln. Julia Kemkemer entwickelte dazu ein Konzept, das eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft ermöglichen und Ortsteile stärker strukturell miteinander verbinden soll. Betreut wurde sie durch das Fachgebiet Entwerfen und Stadtentwicklung von Professorin Annette Rudolph-Cleff. Der Fachbereichspreis versteht sich als Reiseförderung und ist mit 1.000 Euro dotiert.

Außerdem gingen drei Förderpreise der Zeitschrift „wettbewerbe aktuell“ an Lukas Koser, Marco Padberg sowie gemeinsam an Ivo Birzel und Paula Tempel. mih

Medienschau: Flow for Life bei ProLOEWE News

4. April 2022

Dreidimensionale Nachbildungen von Geweben oder Organen gelten als vielversprechende Alternativen zu Tierversuchen. Allerdings reicht ihre Qualität bislang noch nicht aus. Vor allem mangelt es an einem Gefäßsystem, durch das Flüssigkeiten strömen können. Hier setzt der LOEWE-Schwerpunkt Flow for Life an der TU Darmstadt an: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus fünf verschiedenen Fachrichtungen wollen gemeinsam für die Zellverbände ein Versorgungsnetzwerk entwickeln, durch das Nährstoffe und Sauerstoff zugeführt werden können. Auf diesem Weg sollen künftig die Toxizität und Wirksamkeit von Medikamenten zuverlässiger getestet werden können, und Tierversuche sollen reduziert werden. ProLOEWE News (wird in neuem Tab geöffnet) berichtet über das seit Januar 2022 geförderte Forschungsvorhaben. mih

„Europan 16: Living Cities“: zwei Beiträge aus der Architektur ausgezeichnet

4. April 2022

Beim städtebaulichen Ideenwettbewerb „Europan 16: Living Cities“ wurden zwei Beiträge des Fachbereichs Architektur der TU Darmstadt ausgezeichnet. Ziel des Wettbewerbs war die Entwicklung von Ideen für vernachlässigte, brachliegende, leere, stigmatisierte oder monofunktional genutzten Flächen, um diese wieder zu lebendigen, integrativen und durchmischten Stadträumen zu transformieren.

Ein Preis ging an den Entwurf „ETTLINGEN QUERBEET“ von Marleen Wenkow, Isabel Gierok, Nina Pfeiffer und Todor Nikolaev Nachev. Der Entwurf entstand im Sommersemester 2021 am Fachgebiet Entwerfen und Städtbau.

Außerdem wurde der Beitrag „Rise“ von Huyen Trang Dao, Mai Quynh Lai, Young Eun Ha und Simon Gehrmann mit einer lobenden Erwähnung ausgezeichnet. „Rise“ befasst sich mit der Entwicklung eines neuen gemischt genutzten Quartiers als westliches Stadttor von Schwäbisch Gmünd.

Europan ist ein architektonischer und städtebaulicher Ideenwettbewerb, der europäische Städte mit den Nachwuchsgenerationen von Architektinnen und Architekten, Stadtplanenden und Freiraumplanenden zusammenbringt. Zu diesem Zweck führt Europan alle zwei Jahre einen internationalen Planungs- und Architekturwettbewerb durch. Jeder Wettbewerb wird zu einem aktuellen Thema ausgelobt, das für die Entwicklung der europäischen Stadt von zentraler Bedeutung ist. An den Wettbewerben sind jeweils über 50 europäische Städte und mehr als 2000 Teams beteiligt.

cst

Neu an der TU: Professor Steven Peters

1. April 2022

Seit heute ist Steven Peters neuer Professor für Fahrzeugtechnik am Fachbereich Maschinenbau. Vor dem Ruf an die TU Darmstadt war der 35-jährige Leiter der KI-Forschung bei der Mercedes-Benz AG. Zu seinen wichtigsten wissenschaftlichen Stationen zählt seine Funktion als Oberingenieur am wbk Institut für Produktionstechnik des KIT. Wir haben bei Professor Peters nachgefragt.

Warum sollten Studierende sich für Ihre Themen interessieren? Was ist das Spannende an Ihren Themen?

Das Automobil ist nach meiner Kenntnis das anspruchsvollste Produkt, das in die Hände von privaten Nutzern gegeben wird und das wir alle jeden Tag erleben können – dies alleine finde ich schon faszinierend. Aktuell ist die Dynamik in der Forschung und Entwicklung besonders hoch, denn es geht darum, noch nachhaltiger über den gesamten Lebenszyklus zu werden. Die deutsche Industrie ist immer noch führend – in den weiterhin wichtigen traditionellen Bereichen aber v.a. auch in den Zukunftsfeldern.

An der TU Darmstadt wird Interdisziplinarität groß geschrieben. Wo gibt es in Ihrem Arbeitsfeld Schnittstellen zu anderen Fachgebieten?

Innovationen im Fahrzeug entstehen heute oft an der Schnittstelle zur Informatik und in engem Schulterschluss mit Design & Psychologie. Aber auch die Rechtswissenschaften sind ein wichtiger Partner – z. B. wenn wir an automatisiertes Fahren mit vielen noch offenen Fragen der Sicherheitsfreigaben, der Haftung und des Datenschutzes denken.

In welchen Fachbereich der TU würden Sie gerne mal einen Tag schnuppern? Warum?

Neben den oben genannten: Physik! Aber darf es denn wirklich nur ein Tag sein? Ich habe so viele Verständnisprobleme mit der Quantenmechanik, obwohl ich in meinem früheren Team zwei begnadete Quantenphysiker hatte, die hervorragend erklären können… Es muss also an mir liegen, daher wird ein Tag vielleicht knapp…

Drei TU-Startups erhalten Hessen Ideen Stipendium

1. April 2022

Zum 1. April startet das landesweite Gründungsstipendium Hessen Ideen in eine neue Runde. Insgesamt werden zwölf innovative unternehmerische Ideen aus hessischen Hochschulen unterstützt, drei davon stammen aus der TU Darmstadt. Sie werden vom TU-Innovations- und Gründungszentrum HIGHEST betreut.

Das Team Centified möchte mit innovativen Technologien dazu beitragen, dass Unternehmen von digitalen Incentives (Anreizen) profitieren. Firmen sind oft nur eingeschränkt in der Lage, Incentives in den Arbeitsalltag zu integrieren. Komplexe Zielsetzungen, Vergütungsmodelle und Kommunikationswege machen den effektiven Gebrauch nahezu unmöglich. Nun ist es an der Zeit, Unternehmen bei der digitalen Transformation von Incentives zu helfen: Centified ist ein Serviceanbieter, mit dem Unternehmen Incentives digitalisieren können.

PlanCo – „Die Werksnachbarschaft” bringt New Work in den Schichtbetrieb: Mit der Plattform können Unternehmen aus Produktion, Logistik oder Verpackungswesen ihre Schichtmitarbeitenden an Industriestandorten dabei unterstützen, Arbeit und Privates besser zu vereinbaren. Wie in einer Nachbarschaft können Mitarbeitende am selben Standort nun über die PlanCo-App teamübergreifend Gefallen austauschen, sei es, sich Werkzeug von Kolleginnen oder Kollegen zu leihen oder die richtige Fahrgemeinschaft zu finden. Die Verbindung zu lokalen Geschäften ermöglicht zudem die Bestellung von Supermarkteinkäufen oder frischen Snacks zur Arbeit, auch zur Spät- und Nachtschicht. Beginnend mit der Schaeffler AG in Süddeutschland, trägt PlanCo mit der Werksnachbarschaft so dazu bei, Arbeitsplätze und Arbeitgeber in der Industrie für heutige und zukünftige Fachkräfte attraktiver zu gestalten.

Mit Satelliten und künstlicher Intelligenz (KI) zu einer regenerativen und klimaresistenten Landwirtschaft: Das Team SPACEnAI – Space and AI for Climate unterstützt Landwirtinnen und Landwirte mit einer Kombination von Technologien dabei, genau zu ermitteln, wie Kohlendioxid, Methan, Nitrat und andere Treibhaus-Gase von ihren Feldfrüchten und Ackerflächen freigesetzt werden. Die Ergebnisse können dann für eine präzise Entscheidungsfindung herangezogen werden, um zum Beispiel Düngung und andere chemischen Anwendungen umweltfreundlich und klimaneutral zu gestalten.

Mit dem Hessen Ideen Stipendium wird die Weiterentwicklung von Gründungsideen aus den hessischen Hochschulen mit monatlich bis zu 2.000 Euro pro Stipendiat:in finanziell gefördert. Gleichzeitig werden die Gründungsteams durch einen „Ideen Akzelerator“ inhaltlich intensiv begleitet und beraten. In Workshops greifen Expertinnen und Experten Themen wie Finanzierung, Marketing oder Pitchen auf. Zudem erhalten die Teams Unterstützung durch Coaches aus den teilnehmenden Hochschulen. Während des Förderzeitraums von sechs Monaten können die Stipendiatinnen und Stipendiaten ihre Gründungsidee durch die finanzielle und inhaltliche Unterstützung intensiv voranbringen und die Aufnahme einer Geschäftstätigkeit vorbereiten.

Hessen Ideen/cst

TU-Doktoranden helfen mit Rettungsroboter nach Großbrand in Essen

Der Rettungsroboter DRZ Telemax „D2" vor der Brandruine.

31. März 2022

In Essen geriet Ende Februar ein Wohnkomplex in Brand. Nach den Löscharbeiten war das Gebäude akut einsturzgefährdet und die Brandursache unklar. Um die Einsatzkräfte bei der Ursachenermittlung zu unterstützen, waren die Doktoranden Marius Schnaubelt und Kevin Daun vom Fachgebiet Simulation, Systemoptimierung und Robotik (SIM) des Fachbereichs Informatik an der TU Darmstadt als Teil der Robotik Task Force des Deutschen Rettungsrobotik-Zentrums (DRZ) vor Ort. Ihr Rettungsroboter D2 kann durch intelligente, autonome Assistenzfunktionen einsturzgefährdete Bereiche erkunden und wertvolle 3D-Modelle der Innenräume liefern.

Durch den Brand war die Gebäudestruktur massiv beschädigt, so dass weite Bereiche nicht ohne großes Risiko betreten werden konnten. In enger Zusammenarbeit mit einem Mitarbeiter des DRZ und Einsatzkräften der Feuerwehr Dortmund lenkten Daun und Schnaubelt ihren Roboter durch das Gebäude. Trümmer, versperrte Türen, Nässe durch die Löscharbeiten und eine schlechte Funkverbindung erschwerten den Einsatz. Ein Flugroboter des DRZ erstellte parallel eine weitere Perspektive auf den Roboter und unterstützte so die Steuerung des Roboters in besonders schwierigen Situationen. Am Ende des Tages konnten alle geforderten Wohnungen erfolgreich befahren werden. Die Wissenschaftler haben die Daten zeitnah aufbereitet und anschließend der Polizei übergeben.

Das Fachgebiet SIM unter Leitung von Professor Oskar von Stryk erforscht seit 2009 die Unterstützung von Rettungskräften durch mobile Roboter mit intelligenten autonomen Assistenzfunktionen. Viele Tätigkeiten werden im Rettungsroboter-Team Hector gebündelt, das aus wissenschaftlichen Mitarbeitenden und Studierenden der TU Darmstadt besteht und regelmäßig bei internationalen Robotikwettbewerben erfolgreich ist. ag/Kevin Daun

Medienschau historisch: „Sinner Treppe“

31. März 2022

Zersiedlung und wachsender Flächenbedarf für Wohnhäuser sind kein neues Problem. Bereits Ende der 1950er, Anfang der 1960er Jahre stellte der Lehrstuhl für Städtebau und Siedlungswesen an der damaligen TH Darmstadt eine Lösung vor, die in der Gemeinde Sinn verwirklicht wurde. Es entstand die „Sinner Treppe“, eine moderne Hangsiedlung im hessischen Dilltal. Das Wohnprojekt nutzte die Hanglage und verband sparsamen Bodenverbrauch mit Platz, Privatsphäre und freien Ausblick für die Familien in den Einfamilienhäusern. Der hessische Rundfunk berichtete am 23. November 1960 über die neue Siedlung in Sinn und wiederholte den historischen Beitrag im Rahmen seiner Reihe „hr Retro“. sip

Psychologisches Experiment zum Effekt des generischen Maskulinums

30. März 2022

Ein Forschungsteam um Professorin Nina Keith vom Fachbereich Humanwissenschaften der TU Darmstadt hat in einer psychologischen Untersuchung gezeigt, dass die Verwendung des sogenannten generischen Maskulinums im Vergleich zu geschlechterinklusiven Formen zu einem deutlich stärkeren gedanklichen Einbezug von Männern als von Frauen führt.

Das Experiment war als Umfrage „getarnt“. 344 Teilnehmende wurden an öffentlichen Orten angesprochen und schriftlich gebeten, jeweils drei Persönlichkeiten aus bestimmten öffentlich bekannten Bereichen zu nennen, die ihnen als erstes einfallen. Alle Teilnehmenden erhielten denselben Fragebogen. Der einzige Unterschied bestand in der Frageformulierung, nämlich ob diese das generische Maskulinum enthielt („Nennen Sie drei Politiker“) oder eine von drei geschlechterinklusiven Alternativen. Diese waren die Beidnennung („Nennen Sie drei Politikerinnen oder Politiker“), das Binnen-I („PolitikerInnen“) und das Gendersternchen („Politiker*innen“). Ausgewertet wurde dann der Anteil genannter Frauen an allen Nennungen.

Die Analyse zeigte, dass das generische Maskulinum einen klaren male bias erzeugt hat. Hier wurden mit durchschnittlich etwa 23 Prozent wesentlich weniger Frauen genannt als bei den geschlechterinklusiven Alternativen. Bei den geschlechterinklusiven Alternativen stieg der Frauenanteil auf Werte zwischen 32,5 und 40,6 Prozent, blieb aber ebenfalls unter der theoretischen Parität von 50 Prozent. Dabei zeigten sich auch Unterschiede innerhalb der geschlechterinklusiven Alternativen: Das Binnen-I und Gendersternchen waren in der Lage, den male bias stärker abzuschwächen als die Beidnennung. Auch das Geschlecht der Teilnehmenden spielte eine Rolle: Die Teilnehmer nannten im Schnitt deutlich weniger Frauen als die Teilnehmerinnen (26 Prozent im Vergleich zu 39 Prozent über alle Versuchsbedingungen hinweg), was als Bevorzugung des eigenen Geschlechts interpretiert werden könnte.

„Dieses Ergebnis ist an sich nicht überraschend“, sagt Keith, da dieser Effekt schon seit Jahrzehnten bekannt sei. Das Besondere an der Untersuchung sei aber, dass eine 20 Jahre alte Untersuchung mit einer größeren Personenstichprobe nachgestellt worden sei und praktisch dieselben Ergebnisse geliefert habe. Zudem sei als Erweiterung der Originaluntersuchung zusätzlich das Gendersternchen („Autor*innen“) mituntersucht worden, das es vor 20 Jahren so noch nicht gegeben habe. Hierbei haben sich noch deutlichere Effekte als bei der Beidnennung aufzeigen lassen. „Das deutet darauf hin, dass Prozesse des Sprachverstehens so stark automatisiert sind, dass die gesellschaftlichen Veränderungen der letzten 20 Jahre keinen Einfluss darauf haben“, so Keith.

Keith/cst

TU-Startup LocateRisk belegt dritten Platz bei „SpeedUpSecure“

Die Gewinner des finalen Pitch-Events von „SpeedUpSecure“.

25. März 2022

Die TU-Ausgründung LokateRisk hat beim Abschlussevent des Förderprogramms „SpeedUpSecure“ des Nationalen Forschungszentrums für angewandte Cybersicherheit (ATHENE) den mit 1.000 Euro dotierten dritten Platz belegt. LocateRisk verfolgt den Ansatz, die IT-Sicherheitssituation über das Internet, also von außen und ohne zusätzlichen Aufwand durch Administratoren der betrachteten Einrichtungen zu scannen. Die auf einem nicht-invasiven Scan basierende Analyse zeigt Cyberrisiken auf, wobei die Ergebnisdarstellung für jeden leicht verständlich ist. Die Jury honorierte die innovative Lösung, Cybersicherheit und Risiken von außen messbar zu machen und entsprechende Zahlen zu liefern.

Das Programm „SpeedUpSecure“ unterstützt Startups mit innovativen Lösungen im Bereich Cybersecurity. Für das Programm hatten sich zehn Teams aus ganz Deutschland qualifiziert. Mit Polycrypt war eine weitere Ausgründung der TU Darmstadt beteiligt. Die Startups haben bei „SpeedUpSecure“ ein zweimonatiges Trainingsprogramm durchlaufen und wurden dabei von Mentorinnen und Mentoren aus der Wirtschaft begleitet.

Das Programm „SpeedUpSecure“ wird angeboten vom Gründungsinkubator StartUpSecure des Nationalen Forschungszentrums für angewandte Cybersicherheit ATHENE in Darmstadt, an dem auch die TU beteiligt ist. Ziel ist es, forschungsnahe Gründungsvorhaben im Bereich Cybersecurity in einer frühen Phase zu unterstützen. ATHENE/cst

„Kubenturm“ von Vera Röhm schmückt neue Wendeschleife

Ein „Kubenturm“ für die neue Wendeschleife: Vera Röhm und TU-Kanzler Manfred Efinger bei der Abnahme des Kunstwerks.

25. März 2022

Der Ausbau der neuen Wendeschleife, welche die Lichtwiesenbahn mit dem TU-Campus Lichtwiese verbindet und den Rückweg zur Nieder-Ramstädter Straße einleitet, ging in den letzten Monaten stetig voran. Die Wendeschleife erfüllt eine essentielle Aufgabe in der Campus „Zentrale“ am Hörsaal- und Medienzentrum (HMZ) und der Mensa. Durch die dortige Haltestelle wird sie auch Aufenthaltsort vieler Passanten sein und das neue Bild der Campusmitte mitprägen. Ein solcher Ort verdient neben der landschaftlichen Verschönerung auch eine Würdigung durch Kunst, was der TU Darmstadt durch die Aufstellung des „Kubenturm“ von Vera Röhm gelungen ist.

Der über acht Meter hohe Turm aus Cortenstahl, 2019 ausgestellt im Designhaus Darmstadt im Rahmen des Jubiläumsfestivals „Den Bogen spannen – 100 Jahre Darmstädter Sezession“, findet nun mit Abschluss der Bauarbeiten an der Wendeschleife seinen finalen Platz. Manfred Efinger, Kanzler der TU Darmstadt, war bei der Ausstellung auf das Kunstwerk aufmerksam geworden. Da er den Wunsch hatte, an der Wendeschleife ein passendes Kunstwerk zu platzieren, war die Idee geboren und mit Vera Röhm der Ankauf des Kubenturmes beschlossen.

Bei der Standortwahl kam man gemeinsam überein, neben den notwendigen Sicherheitsaspekten bezüglich Infrastruktur und Sichtfreiheit der Straßenbahnfahrer*innen auch eine zentrale Lage mit Beleuchtungsmöglichkeit zu berücksichtigen, die sich in die Freianlagen und geplanten Bepflanzungen perfekt eingliedert. Nach Vorarbeiten durch das Baudezernat der TU Darmstadt konnte das Kunstwerk Anfang Februar in mehreren Schritten aufgestellt und befestigt werden. Am vergangenen Mittwoch (23. März) fand gemeinsam mit der Künstlerin Vera Röhm nun die offizielle Abnahme statt. Schneider/pb

Lothar-Cremer-Preis für Dr. Christian Adams

Dr. Christian Adams (rechts) bei der Preisverleihung.

23. März 2022

Dr.-Ing. Christian Adams vom Fachgebiet Systemzuverlässigkeit, Adaptronik und Maschinenakustik (SAM) der TU Darmstadt wird mit dem Lothar-Cremer-Preis der Deutschen Gesellschaft für Akustik e.V. (DEGA) ausgezeichnet. Den Preis für junge Nachwuchswissenschaftler erhält er als Anerkennung für seine innovativen und wegweisenden Leistungen im Bereich der Maschinenakustik.

Adams absolvierte das Master-Studium „Mechanical and Process Engineering” an der TU Darmstadt und ist seit 2013 wissenschaftlicher Mitarbeiter am SAM, wo er seine Promotion zum Thema „Similitudes and sensitivities as contributions to scaling laws in machine acoustics“ mit Auszeichung abschloss. Die Fachwelt zeigte großes Interesse an seiner Arbeit, da sie erstmals Ähnlichkeits- und numerische Sensitivitätsanalysen kombinierte, was eine effizientere maschinenakustische Produktentwicklung möglich macht. lh

Tore der sanierten Stadt- und Gefängnismauer öffnen sich

23. März 2022

An der Erich-Ollenhauer-Promenade, die von der Innenstadt hoch zur Mathildenhöhe führt, wurden drei Jahre lang die Überreste der historischen Stadt- und Gefängnismauern von der TU Darmstadt aufwendig und denkmalgerecht saniert. Im Dezember 2021 konnte der historische Ort als symbolisches Geschenk der TU Darmstadt zum Weltkulturerbe an die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger übergeben werden. Nachdem die letzten Arbeiten nun fertig gestellt wurden, sind ab dem 23. März die Tore der Mauer täglich von 6 bis 21 Uhr für die Allgemeinheit geöffnet. Die TU hofft, dass sich alle Darmstädter Bürgerinnen und Bürger an diesem besonderen Ort gerne aufhalten. Schneider/cst

Weitere Wildbirnen für den Campus Stadtmitte

Neue Birnen in der Rundeturmstraße.

16. März 2022

Die bereits 2018 am Campus Stadtmitte gepflanzten Birnbäume bekommen Zuwachs. Sechs weitere Wildbirnen wurden vor dem Hans-Busch-Institut in der Rundeturmstraße angesiedelt. Die Aktion ist Teil des langfristig angelegten Nachhaltigkeitsprogramms „1000 Bäume in 6 Jahren“, welches zum Ziel hat, eintausend neue Setzlinge auf dem TU-Gelände wachsen zu lassen. Die Birnenbäume der Art Pyrus calleryana „Chanticleer“ gelten als schnell wachsende, unempfindliche und anpassungsfähige Stadtbäume und leisten einen Beitrag für ein besseres Stadtklima. Weitere Pflanzungen sind für 2022 geplant. lh

Neu an der TU: Professor Daniel Mohler

Professor Daniel Mohler

15. März 2022

Seit März ist Daniel Mohler neuer Professor für Theoretische Hadronenphysik am Fachbereich Physik. Nach seinem Physikstudium an der Carl von Ossietzky Universität in Oldenburg und seiner Promotion an der Karl-Franzens-Universität Graz war Mohler als Postdoc am kanadischen Forschungszentrum TRIUMF, dem Fermilab in den USA sowie am Helmholtz-Institut Mainz tätig. Insbesondere seine Postdoc-Tätigkeiten in Kanada und den USA haben den 43-jährigen Wissenschaftler besonders geprägt. Wir haben bei Professor Mohler, der auch am GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung forscht, nachgefragt:

Warum sollten Studierende sich für Ihre Themen interessieren? Was ist das Spannende daran?

Im Bezug auf die Starke Wechselwirkung sind wir in einer interessanten Situation: Mit der Quantenchromodynamik haben wir eine wunderschöne Theorie deren Vorhersagen auf Basis störungstheoretischer Betrachtung bei hoher Energie vielfach überprüft und bestätigt sind. Gleichzeitig lassen sich die Eigenschaften der Bindungszustände aus Quarks und Gluonen – zu denen Protonen und Neutronen gehören und die damit fast die Ganze uns umgebende Materie bilden – nur aufwendig numerisch berechnen. Hierbei sind exotischere Bindungszustände mit schweren Quarks besonders interessant.

An der TU Darmstadt wird Interdisziplinarität großgeschrieben. Wo gibt es in Ihrem Arbeitsfeld Schnittstellen zu anderen Fachgebieten?

Neben Schnittstellen zur Experimentalphysik und zur Angewandten Physik bestehen durch die aufwendigen numerischen Simulationen und die hierzu verwendeten Algorithmen vor allem Schnittstellen zur Forschung in der Informatik, der numerischen Mathematik und zu anderen Natur- und Ingenieurwissenschaften. Manchmal sind Schnittstellen aber auch eher unerwarteter Natur: Im Rahmen ihrer Dissertation hatte ich regen Kontakt mit einer Wissenschaftlerin der Digital Humanities an der TU-Darmstadt, die sich für Markovketten und statistische Analysen interessierte. Ich habe mich dann sehr über eine Kopie ihrer Dissertation gefreut.

Der beste Ausgleich zu einem stressigen Arbeitstag ist …

… kreative Tätigkeit mit den eigenen Händen, zum Beispiel beim Anbau von Gemüse im eigenen Garten oder bei handwerklichen Tätigkeiten in Garten und Haushalt. Auf den Gemüsegarten bin ich hierbei durch einen Theoriekollegen am Fermilab gekommen, wo Mitarbeitern für einen kleinen Jahresbeitrag eine großzügige Gartenparzelle mieten können. pb

KI-Podcast mit Professor Buxmann über „digitale Analysten“

10. März 2022

Die automatisierte Analyse langer Texte mit Hilfe der Künstlichen Intelligenz hat in den vergangenen Jahren große Fortschritte gemacht. In der aktuellen Folge des KI-Podcasts der FAZ sprechen Professor Peter Buxmann und Dr. Holger Schmidt vom Fachgebiet Wirtschaftsinformatik mit Gero Gunkel. Er und sein Team haben bei der Zurich Versicherungsgruppe in einem mehrjährigen Projekt einen „digitalen Analysten“ entwickelt. Dieser ermöglicht den Beschäftigten dort künftig, aus großen Mengen an Dokumenten wie Verträgen oder Patenten automatisiert Antworten auf ihre Fragen zu finden. pb

Medienschau: Prof. Knodt über Sanktionen gegen russisches Gas

10. März 2022

Professorin Michèle Knodt, Leiterin des Arbeitsbereichs Vergleichende Analyse politischer Systeme und Integrationsforschung am Institut für Politikwissenschaft an der TU Darmstadt, erläutert in einem Beitrag bei Tagesspiegel Background, warum russisches Gas derzeit nicht vollständig ersetzt werden kann. Knodt verweist darauf, dass Berechnungen, Deutschland könne die Ausfälle der Gaslieferungen aus Russland kompensieren, von falschen Annahmen ausgingen. Zudem würde ein Abschalten der Gasversorgung zuerst die Industrie treffen und mit hohen Kosten verbunden sein. Mittelfristig müsse aber eine Abkehr vom Gas erfolgen, vor allem durch einen schnellen Ausbau der erneuerbaren Energien. Die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine werden von Knodt als ausgewiesene Energie-Expertin intensiv beobachtet und analysiert. Ihre Kritik, dass eine Strategie für die Gasversorgung im kommenden Winter fehle, wurde auch in anderen Medien aufgegriffen. cst

„Hessen schafft Wissen“ berichtet über die „Perspektive Energie“

8. März 2022

Wie können wir nachhaltig Energie erzeugen? Wie lösen wir uns von der Abhängigkeit fossiler Brennstoffe? Wie lässt sich „grün“ erzeugte Energie zwischenspeichern? An der Beantwortung dieser entscheidenden Zukunftsfragen wird an der TU Darmstadt seit langem geforscht. Durch den Krieg in der Ukraine und dem damit drohenden Mangel an Öl und Gas sind schnell verfügbare Lösungen nochmals drängender geworden. Die Initiative „Hessen schafft Wissen“ stellt in ihrem Themenfilm „Perspektive Energie“ Forschende vor, die an nachhaltiger und unabhängiger Energieversorgung arbeiten. Mit dabei: Professorin Ulrike Kramm vom Fachbereich Chemie und Professor Jan Philipp Hofmann vom Fachbereich Material- und Geowissenschaften der TU Darmstadt. Die Forschenden geben Einblicke in ihre Arbeit und zeigen Wege zu einer zukunftsfähigen Energieversorgung auf. cst

Der Anachronismus des Krieges: Neues Forschungsprojekt zum russischen Pazifisten Jacques Novicow (1849-1912)

8. März 2022

Die Fritz-Thyssen-Stiftung fördert ein neues Forschungsprojekt zu Leben und Werk des liberalen russischen Pazifisten Jacques [Jakov Alexandrovich] Novicow (1849-1912) am Institut für Politikwissenschaft der TU Darmstadt. Das Projekt, geleitet von Prof. Dr. Jens Steffek, soll das wenig erforschte Leben Novicows, seine politischen Ideen und die Wirkungsgeschichte seiner Arbeiten erkunden.

Zu Lebzeiten war Novicow, der aus einer Industriellenfamilie in Odessa stammte, ein bekannter öffentlicher Intellektueller und einer der führenden Aktivisten der europäischen Friedensbewegung. In seinen soziologischen Arbeiten entwickelte Novicow eine von der Naturwissenschaft inspirierte, evolutionstheoretische Perspektive auf die Entwicklung der menschlichen Gesellschaft und die Beziehungen zwischen Staaten. Diese Art der sozialwissenschaftlichen Theoriebildung war im ausgehenden 19. Jahrhundert recht populär, doch Novicow gab dem evolutionären Denken eine interessante Wendung.

Anders als Sozialdarwinisten, die gewaltsame Konflikte zwischen Staaten als ein quasi-natürliches Phänomen und somit als praktisch unvermeidlich deuteten, erschien der Krieg Novicow als Anachronismus. Der Wettbewerb zwischen Gesellschaften hatte sich verlagert von der physischen Konkurrenz um Territorien hin zu wirtschaftlicher und intellektueller Rivalität, die durch den so erzeugten Fortschritt am Ende allen Menschen und Weltregionen zu Gute kam. Nicht Staaten oder Gesellschaften befanden sich im Kampf miteinander, sondern die gesamte Menschheit im Kampf mit den Beschränkungen und Gefahren der Natur.

Ukraine-Hilfe: Freunde der TU spenden 30.000 Euro

4. März 2022

Die Hilfsangebote der TU-Gemeinschaft für die Ukraine nehmen Fahrt auf: Die Vereinigung von Freunden der TU Darmstadt hat sich bereit erklärt, kurzfristig bis zu 30.000 Euro bereitzustellen. Das Geld kommt in Not geratenen Studierenden der TU Darmstadt zugute, die vom Ukrainekrieg betroffen sind. Hier arbeitet die Vereinigung eng mit dem Förderverein für in Not geratene Studierende zusammen.

„Ich freue mich sehr, dass die Vereinigung der Freunde der TU Darmstadt hier wieder spontan unterstützt – wie sie es bereits bei unserem Corona-Nothilfefonds getan hatte“, sagt Professor Jens Schneider, Vizepräsident für Transfer und Internationalisierung der TU. „Hier zeigt sich erneut, wie wertvoll die Vereinigung als Partner der TU Darmstadt ist. Vielen Dank auch an den Förderverein für in Not geratene Studierende für die Hilfe und das Engagement, mit denen auch er dazu beiträgt, Not und Leid der vom Krieg Betroffenen zu mildern“.

Die vor knapp 100 Jahren unter dem Namen Ernst-Ludwigs-Hochschulgesellschaft gegründete Vereinigung von Freunden der TU Darmstadt zählt derzeit rund 2.200 Mitglieder sowie 80 Mitgliedsfirmen. Der Förderverein für in Not geratene Studierende der Technischen Universität Darmstadt e.V. wurde 1992 gegründet. Er bietet finanzielle Unterstützung in Notfällen und besonderen Härtefällen. Die Vereinsmitglieder arbeiten rein ehrenamtlich und mit Geld aus privaten Spenden, der Studierendenschaft und der TU Darmstadt.

Sie möchten helfen?

Informationen zu Spendenaktionen, die von der TU Darmstadt und der Wissenschaftsstadt Darmstadt unterstützt werden, finden Sie auf der TU-Infoseite Solidarität mit der Ukraine.

sip

Erste Absolventinnen und Absolventen der Medizintechnik

3. März 2022

Der Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik (etit) würdigte in einem sogenannten Medizintechnik-Brunch im Online-Format die ersten Absolventinnen und Absolventen des noch jungen Studienfaches. Der Studiendekan des Fachbereichs, Professor Harald Klingbeil, betonte in seiner Ansprache die Relevanz des Verbunds der Rhein-Main-Universitäten (RMU), durch welchen der interdisziplinäre Studiengang überhaupt erst ermöglicht werde. Professor Jürgen Adamy, Studienganssprecher der Medizintechnik, brachte den Anwesenden die Schwerpunkte im Masterstudium Medizintechnik näher und empfahl, den Master ebenfalls zu absolvieren. Beim abschließenden Erfahrungsaustausch lobten die Studierenden unter anderem die gute Betreuung sowie die praktischen Einblicke in die Medizin. etit/pg

Neu an der TU: Professor Moritz Bigalke

Professor Moritz Bigalke

2. März 2022

Moritz Bigalke ist neuer Professor am Fachbereich Material- und Geowissenschaften. Das Forschungsgebiet des 41-jährigen Wissenschaftlers ist die Bodenmineralogie. Zuvor war er an der Universität Bern und der Gutenberg-Universität in Mainz beschäftigt. Wir haben bei Professor Bigalke nachgefragt:

Warum sollten Studierende sich für Ihre Themen interessieren? Was ist das Spannende daran?

Der Boden ist ein essentieller Teil des Ökosystems, die Grundlage menschlichen Lebens und der menschlichen Nahrungsmittelproduktion. Daher ist das Wissen über den Boden und der Schutz des Bodens wichtig. Der Boden ist aber auch ein hochkomplexes, diverses und herausforderndes Medium. Er ist ein Gemisch verschiedenster Bestandteile und Lebewesen, das einen Forscher immer wieder vor neue Herausforderungen stellt.

An der TU Darmstadt wird Interdisziplinarität groß geschrieben. Wo gibt es in Ihrem Arbeitsfeld Schnittstellen zu anderen Fachgebieten?

Es gibt Schnittstellen zu den Fachbereichen Biologie (Bodenlebewesen, Bodenmikrobiom und Pflanzenernährung), Chemie (chemische Prozesse im Boden, Schadstoffchemie) und Bau- und Umweltingenieurwissenschaften (Bodenstabilität, Nachhaltigkeit, sauberes Wasser, nachwachsende Rohstoffe).

Der beste Ausgleich zu einem stressigen Arbeitstag ist …

Zeit mit der Familie zu verbringen und Sport.

cst

Delegation aus Wisconsin besucht Roboterlabor

Prof. Oskar von Stryk (re.) brachte der Delegation u.a. die Forschung in der Rettungsrobotik nahe.

2. März 2022

Am Dienstag (1.3.) besuchte eine Delegation aus dem US-Bundesstaat Wisconsin und der Hessischen Staatskanzlei die TU Darmstadt. Das Land Hessen und den Bundesstaat im Mittleren Westen verbindet eine 45-jährige Partnerschaft. Zu der Delegation zählten unter anderem die Hessische Staatsministerin für Digitale Strategie und Entwicklung, Kristina Sinemus sowie Melissa Hughes, Secretary and CEO of the Wisconsin economic development organization.

Nach einem Besuch bei hessian.AI ging es für die Gruppe weiter zum Labor des Fachgebiets Simulation, Systemoptimierung und Robotik am Fachbereich Informatik. Hier stellten die TU-Forschenden einige Ihrer Projekte vor:

In RoboTrust, einem Pilotprojekt des Zentrums verantwortungsbewusste Digitalisierung (ZEVEDI), werden Grundlagen der Psychologie, Robotik, KI und Rechtswissenschaften der verantwortungsbewussten und vertrauenswürdigen Interaktion mit humanoiden Servicerobotern von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der TU sowie der Goethe-Universität Frankfurt und der Universität Kassel erforscht.

Die Forschung in der Rettungsrobotik zielt auf die Unterstützung der Einsatzkräfte, zum Beispiel in der Erkundung von einsturzgefährdeten Gebäuden sowie der Erhöhung der Einsatz- und Wiederherstellungsfähigkeiten bei Katastrophen. Komplementäre Aspekte werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Verbundvorhaben zum Aufbau des Deutschen Rettungsrobotik-Zentrums sowie vom Land Hessen im LOEWE-Zentrum emergenCITY gefördert.

Diese Forschung bildete die Grundlage für das 2018 ausgegründete Spin-off Energy Robotics, welches erfolgreich Ferninspektionen industrieller Anlagen der Energie- und Chemie-Industrie mit autonomen mobilen Robotern anbietet.

Zu Aspekten des Transfers von Grundlagenforschung zu erfolgreichen Firmengründungen mit innovativen Produkten und Geschäftsmodellen entspannte sich eine rege Diskussion. Nach dem Besuch an der TU Darmstadtstanden weitere Punkte in Darmstadt auf dem Programm der Delegation. von Stryk/pg

Medienschau: Prof. Reuter über Cyber-Attacken im Ukraine-Konflikt

28. Februar 2022

Welche Rollen spielen Cyber-Attacken im derzeitigen Krieg Russlands gegen die Ukraine? Wie groß ist das Risiko für einen Cyber-Angriff auf Deutschland und Europa, und wie könnte dieser aussehen? Zu diesen Fragen äußert sich Professor Christian Reuter, der Leiter des Fachgebiets Wissenschaft und Technik für Frieden und Sicherheit an der TU Darmstadt, im Interview mit der Frankfurter Rundschau. Solche Attacken dienten derzeit zur Vorbereitung physischer Angriffe und zur hybriden Kriegsführung, so Reuter. Er hält einen offenen Cyber-Angriff von offizieller Seite auf Länder außerhalb der Ukraine für eher unwahrscheinlich. Dennoch rät er zur Wachsamkeit. „Es ist nicht so, dass wir uns zurücklehnen können, sondern wir müssen die Lage ganz genau beobachten, um Auffälligkeiten zu identifizieren und auch im Zweifel schnell eingreifen zu können“, so Reuter.

Reuter gehört zu einem Kreis von Expertinnen und Experten aus verschiedenen Fachbereichen der TU, die den seit Tagen eskalierenden Konflikt intensiv verfolgen und analysieren. sip

Neu an der TU: Professorin Eva Kaßens-Noor

Professorin Eva Kaßens-Noor

28. Februar 2022

Seit Februar ist Eva Kaßens-Noor neue Professorin am Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften und leitet dort das Institut für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik. Wir haben bei Professorin Kaßens-Noor, die zuvor an der Michigan State University als Professorin tätig war, nachgefragt:

Warum sollten Studierende sich für Ihre Themen interessieren? Was ist das Spannende daran?

Wie wir leben, wo wir leben und wie wir uns fortbewegen, sind grundlegende Elemente unseres Lebens, die den Alltag von weltweit mehr als sieben Milliarden Menschen prägen. Verkehr ist für unser regionales und globales Zusammenleben unerlässlich, hat aber auch negative Auswirkungen. Eine der aktuell größten Herausforderungen ist der Klimawandel, der nachhaltige und emissionsfreie Verkehrssysteme zwingend einfordert. Wir brauchen dringend IngenieurInnen, die die Mobilität von morgen realisieren.

An der TU Darmstadt wird Interdisziplinarität großgeschrieben. Wo gibt es in Ihrem Arbeitsfeld Schnittstellen zu anderen Fachgebieten?

Verkehrswesen ist in sich interdisziplinär. Wir bewegen uns grundsätzlich in einem Spannungsfeld aus Wirtschaftlichkeit, Leistungsfähigkeit, Sicherheit und Umweltverträglichkeit. Wir stehen dazu in einem regen Austausch mit der Stadt- und Raumplanung, mit den Ingenieurwissenschaften aber auch mit Politik und Interessenverbänden. Mit dem steigenden Einsatz der künstlichen Intelligenz und fortschreitender Digitalisierung wird auch die Rolle der Informatik in der Verkehrsplanung immer bedeutender.

Der beste Ausgleich zu einem stressigen Arbeitstag ist …

… ehrenamtlich mit unserem Therapiehund Ace beim DRK tätig zu sein.

pb

TU-Publikation aus der Chemie als Very Important Paper klassifiziert

24. Februar 2022

Eine aktuelle Publikation aus dem Arbeitskreis von Professorin Christina Thiele, Fachbereich Chemie, ist in der renommierten Fachzeitschrift „European Journal of Organic Chemistry“ als Very Important Paper (VIP) klassifiziert worden. Zudem gestaltete der Arbeitskreis das Cover des Journals. Die Autorinnen und Autoren Kevin Knoll, Tobias Kostner, Christian Lorenz und Christina Thiele untersuchten im Rahmen der Publikation genauer, wie unterschiedliche Substituenten das Selbstorganisationsverhalten von 1,3,5-Benzentricarboxamiden (BTAs) beeinflussen und möglicherweise destabilisierende Einflüsse anderer Phasenbestandteile zurückdrängen können. BTAs stellen eine Gruppe einfacher, supramolekularer Bausteine dar. Die gewonnenen Erkenntnisse sind sowohl von großem Interesse für den Einsatz von BTA-basierten Flüssigkristallen in der NMR-Spektroskopie, als auch für das generelle Verständnis supramolekularer Selbstorganisationsprozesse im Allgemeinen.

Die Publikation ist Teil einer Special-Collection des „European Journal of Organic Chemistry“, die dem im vergangenen Jahr verstorbenen Professor Klaus Hafner gewidmet ist. Hafner war Professor am Clemens-Schöpf-Institut für Organische Chemie und Biochemie der TU Darmstadt und stand den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern dort auch noch lange nach seiner Emeritierung mit Rat und Tat zur Seite. sip

„BAMP!“ im Papiermuseum Düren

23. Februar 2022

Die interdisziplinäre Forschungsgruppe „BAMP! Bauen mit Papier“ stellt ihre Modelle zur Nutzung von Papier in der Baubranche im Papiermuseum Düren aus. Die zukunftsweisenden Forschungsergebnisse werden vom 6. März bis 9. Oktober 2022 anhand zahlreicher Objekte präsentiert. Die Ausstellung wurde vom Fachgebiet Plastisches Gestalten (Fachbereich Architektur) kuratiert und entwickelt.

Das Forschungsprojekt „BAMP! Bauen mit Papier“ an der TU Darmstadt beschäftigt sich mit der Frage, wie Papier und Karton als Baumaterial verwendet werden kann. Das Projekt wurde von 2017 bis Ende 2020 vom LOEWE-Programm des Landes Hessen gefördert. In der Gruppe entwickeln Forschende aus den Fachdisziplinen Architektur, Ingenieurwissenschaften, Mathematik, Maschinenbau und Chemie Ansätze, wie Papier als nachhaltiges Baumaterial etabliert werden könnte und untersuchen, welche Chancen und Herausforderungen damit einhergehen. Die Ausstellung wird von verschiedenen Veranstaltungen der Projektbeteiligten begleitet. lh

Quellen zur Geschichte der Darmstädter Infanterie-Regimenter und ihres Denkmals gesucht

22. Februar 2022

Das Leibgardistendenkmal am Schlossgraben mit seinem charakteristischen Löwen ist den Gefallenen gewidmet, die im Ersten und Zweiten Weltkrieg in Darmstädter Infanterie-Regimentern kämpften. Die Errichtung des Kriegerdenkmals in den 1920er Jahren war für die Stadt ein bedeutendes Ereignis. Bis in die jüngste Zeit fanden hier regelmäßig militärische Ehrungen – und Gegenproteste – statt.

Ein Forschungsprojekt der TU Darmstadt, initiiert von der Stadt Darmstadt und unterstützt vom Polen-Institut, widmet sich seit mehr als einem Jahr der Geschichte der Darmstädter „Leibgardisten“ und ihres Denkmals.

Im Forschungsprojekt sollen jetzt neue Quellen zur Geschichte der „Leibgardisten“ erschlossen werden. Im Fokus stehen so genannte Ego-Dokumente, in denen die historischen Akteure selbst zur Worten kommen, also Feldpostbriefe von Soldaten, Briefe von Angehörigen, Tagebücher, Erinnerungen, aber auch Fotografien und andere Erinnerungsstücke, die ehemalige Soldaten und ihre Angehörigen gesammelt haben.

Die Forschenden bitten die Bürgerinnen und Bürger Darmstadts sowie der angrenzenden Regionen, entsprechende Schrift- und Erinnerungsstücke, die sich womöglich noch in Privatbesitz befinden, dem Forschungsprojekt zur Verfügung zu stellen. Sie hoffen, dass auf Dachböden, in Schubladen oder vergilbten Fotoalben noch so manches schlummert, was für die Geschichte der Darmstädter Infanterieregimenter und ihres Denkmals aufschlussreich ist.

Auf Wunsch werden alle Materialien und Informationen vertraulich behandelt. Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten sind auf der Projektwebseite unter www.geschichte.tu-darmstadt.de/leibgardisten aufgeführt.

DPI / pg

Kreative Innovation: etit-Studierende optimieren Kühltechnik

22. Februar 2022

Eine Thermobox zu entwickeln, die schnell wärmt oder kühlt, energieeffizient ist und ein strenges Budget einhält: Dieser Aufgabe stellten sich Studierende des Fachbereichs Elektrotechnik und Informationstechnik im Rahmen der Veranstaltung „Praktische Entwicklungsmethodik“ (PEM). Die Präsentation der PEM-Ergebnisse im Rahmen eines Wettbewerbs findet jedes Jahr am Fachbereich und außerhalb große Beachtung. In diesem Jahr überzeugte ein sechsköpfiges Gewinnerteam mit seinem Entwurf bei einer Online-Abschlussveranstaltung. Gesponsert wurde der Wettbewerb mit Preisen des Fördervereins Freunde der Praktischen Entwicklungsmethodik (EMKlub).

PEM hat eine lange Tradition: Die Veranstaltung wurde 1965 am damaligen Institut für Elektromechanische Konstruktionen (EMK) auf Initiative von Professor Heinrich Buschmann, damals noch als Wissenschaftlicher Mitarbeiter, ins Leben gerufen. Seit der ersten Veranstaltung wurden rund 4.000 Studierende auf diese Weise ausgebildet. 2013 wurde die Lehrveranstaltung mit dem ersten Projektpreis des Hessischen Hochschulpreises für Exzellenz in der Lehre ausgezeichnet. Anhand einer ergebnisoffenen Aufgabe – in der Vergangenheit entstanden unter anderem Zahnpasta-Dosierer, Doppelkeks-Trenner, Klötzchen-Stapler oder Vorläufer des heutigen Tempomaten – lernen die Studierenden das systematische und methodische Vorgehen zum eigenständigen Lösen einer technischen Aufgabe. Der Schwerpunkt liegt auf der Kombination von Sensorik, Aktorik und Elektronik, um alle drei Gebiete optimal miteinander zu verknüpfen. sip

Medienschau: Kulturgeschichte der Haare

18. Februar 2022

Um kahle Köpfe, wilde Mähnen und die Kulturgeschichte der Haare geht es in einem Beitrag von Deutschlandfunk Kultur. Als Expertin kommt TU-Professorin Alexandra Karentzos, Leiterin des Arbeitsbereichs Mode und Ästhetik am Institut für Allgemeine Pädagogik und Berufspädagogik, zu Wort und widmet sich ausführlich der vielschichtigen und ambivalenten Rolle der menschlichen Körperbehaarung: „Haare sind ein ganz wichtiges Mittel der Selbstgestaltung. Man kann mit ihnen Gruppenzugehörigkeiten oder auch Protest signalisieren. Sie gehören zum Körper, aber unterliegen zugleich sozialen Zuschreibungen und Abgrenzungen, und durch Haarfarbe etwa, Textur oder Styling werden gesellschaftliche Unterscheidungen auch von Geschlecht, Alter, Schicht, Ethnizität markiert.“

Bereits in der Bibel und seit der Antike hatten Haare große Symbol- und Aussagekraft. Damals wie heute werden sie erotisch aufgeladen, andererseits kulturell aber auch oft mit ungezügelter Sexualität gleichgesetzt und deshalb streng geflochten, hochgesteckt oder den Blicken mit Kopfbedeckungen wieder entzogen. Und immer wieder wurden Haare auch zum Politikum – ob als Symbol staatlicher Macht in kunstvollen Perücken am französischen Königshof, als Afro-Frisur in der amerikanischen Bürgerrechts- und Black-Power-Bewegung oder sogar als Kommunikationsmittel gegen die Sklaverei in Amerika: „Da gab es aufwendige Flechtfrisuren, die auch so Fluchtwege in die Haare geflochten haben“, sagt Alexandra Karentzos: „Dass man quasi eine Landkarte auf dem Kopf hatte, was für die einen sehr deutlich, für die anderen ein verstecktes Zeichen des Widerstandes war.“ sip

Rotary-Förderpreise für zwei TU-Studentinnen

14. Februar 2022

Der diesjährige Rotary-Förderpreis für ein Auslandsstipendium ist in diesem Jahr zwei Studentinnen der TU zu gleichen Teilen zuerkannt worden: Milena Runge und Nicola Gutmann werden jeweils mit 5000 Euro gefördert.

Nicola Gutmann (li.) und Milena Runge (re.)

Nicola Gutmann studiert Materialwissenschaften an der TU Darmstadt und absolviert derzeit einen Auslandsaufenthalt in Montreal (Kanada). Sie hat dort ihren Schwerpunkt auf Biomaterialien gelegt – ein für sie neuer Bereich und eine wichtige Erweiterung ihres Studiums, so Gutmann. In Darmstadt engagierte sie sich als Trainerin im Unisport und als Tutorin am Fachbereich; in Montreal berät sie nun einheimische Studierenden, die einen Aufenthalt in Deutschland planen.

Milena Runge plant einen Studienaufenthalt an der Universität Mailand (Italien). Die Biologie-Studentin mit dem Schwerpunkt Molekularbiologie wird sich dort unter anderem mit Biomedizin und Pflanzenwissenschaften beschäftigen und im Rahmen eines Pflanzenwissenschaft-Praktikums unter anderem daran forschen, wie Photosynthese effizienter gemacht werden kann. Runge arbeitet in Deutschland ehrenamtlich als Rettungssanitäterin, spielt Fußball in der Universitätsmannschaft und ist im Erasmus Students Network aktiv, das auch in Mailand eine große, aktive Gruppe hat. Hier möchte Runge auch während ihres Auslandsaufenthalts mitarbeiten.

Die drei Rotary-Clubs von Darmstadt fördern in Kooperation mit dem Freundeskreis der TU Darmstadt seit 1987 alle zwei Jahre einen hervorragenden Studenten oder eine hervorragende Studentin im Masterstudium der TU Darmstadt mit einem Preis von 10.000 Euro zur Erweiterung des Studiums im Ausland. Es handelt sich um einen Preis, der zur freien Verfügung des Preisträgers bzw. der Preisträgerin steht und zur Verbesserung der Auslands- und Studienerfahrung dienen soll. Ziel ist, dass die Geförderten im Ausland Kontakte knüpfen und Freundschaften aufbauen können, um damit einen Beitrag zur internationalen Verständigung und Freundschaft zu leisten. sip

Hessischer Kultusminister besucht Workshop Chemie-Olympiade im Merck-TU Darmstadt-Juniorlabor

Kultusminister Lorz spricht zu den Schülerinnen und Schülern.

11. Februar 2022

Für einige Tage konnten sich die zehn besten hessischen und thüringischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Internationalen Chemie-Olympiade 2022 an der TU Darmstadt auf das Auswahlseminar zur nächsten Runde vorbereiten.

Im Rahmen des diesjährigen Workshops „Organische Synthesechemie“ am Fachbereich Chemie führen sie im Juniorlabor Versuche durch, die ihnen einen Eindruck der modernen Laborpraxis und Analysemethoden vermitteln.

Ein besonderer Programmpunkt in diesem Jahr war der Besuch des hessischen Kultusministers Prof. Dr. Alexander Lorz. Der Minister verlieh dabei Urkunden an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Bei dem Besuch ist ein Beitrag von rheinmaintv entstanden.

Die Internationale Chemie-Olympiade (IChO) ist ein Wettbewerb, in dem Schülerinnen und Schüler der allgemeinbildenden Schulen ihre Leistungen im Bereich Chemie miteinander messen. Die Siegerinnen und Sieger des Bundesentscheids stellen die deutsche Mannschaft, die an der 54. Internationalen Chemie-Olympiade im Juli 2022 in Tianjin (China) teilnimmt.

sip / pg

Neu an der TU: Professorin Danièle Waldmann-Diederich

Professorin Dr.-Ing. Danièle Waldmann-Diederich

11. Februar 2022

Danièle Waldmann-Diederich ist neue Professorin am Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften. Ihr Forschungsgebiet ist der Massivbau. Die 51-jährige Wissenschaftlerin war zuvor an der Universität Luxemburg beschäftigt. Wir haben bei Professorin Waldmann-Diederich nachgefragt:

Warum sollten Studierende sich für Ihre Themen interessieren? Was ist das Spannende daran?

Die Bauindustrie verbraucht mehr als 50 Prozent der natürlichen Ressourcen, erzeugt jährlich mehr als 50 Prozent der weltweiten Abfälle und ist für die Entstehung von mehr als 35 Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen über den gesamten Lebenszyklus hinweg verantwortlich. Der Ressourcen- und Energieverbrauch muss reduziert werden, um die natürliche Umwelt für künftige Generationen nicht zu gefährden. Künftige Forschungsaktivitäten im Massivbau müssen einen Beitrag zum Schutz der bebauten Umwelt liefern.

An der TU Darmstadt wird Interdisziplinarität großgeschrieben. Wo gibt es in Ihrem Arbeitsfeld Schnittstellen zu anderen Fachgebieten?

Ich sehe Schnittstellen zu vielen anderen Teilgebieten, etwa zum Fachgebiet Werkstoffe im Bauwesen, wenn es um nachhaltigen Beton geht oder die Nutzung von Sekundärrohstoffen. Oder auch beim Monitoring von Bauwerken, hier gibt Berührungspunkte beispielsweise mit den Fachgebieten Statik und Vermessungskunde und Geodäsie.

Wenn ich heute Studentin wäre, würde ich …

exakt das gleiche Studium wählen. cst

Professur für Georgia Chalvatzaki

Professorin Georgia Chalvatzaki

7. Februar 2022

Seit Februar ist Georgia Chalvatzaki am Fachbereich Informatik Assistenzprofessorin für „Intelligente Robotersysteme zur Assistenz". Chalvatzaki leitet dort seit 2021 die Forschungsgruppe iROSA im Rahmen des Emmy Noether-Programms der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Zuvor war die 33-jährige Forscherin als Postdoktorandin im Fachgebiet Intelligente Autonome Systeme des Fachbereichs Informatik tätig. Wir haben bei Professorin Chalvatzaki nachgefragt:

Was ist der größte Meilenstein Ihrer bisherigen Karriere?

Mein wichtigster Erfolg war, als ich in das Emmy Noether-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) aufgenommen wurde. Dieser berufliche Meilenstein ermöglichte es mir, meine Flügel auszubreiten, meine neue Forschungsgruppe hier an der TU Darmstadt zu gründen und meiner Forschungsvision zu folgen.

Warum sollten Studierende sich für Ihre Themen interessieren? Was ist das Spannende daran?

Die zukünftige Gesellschaft wird durch künstliche Intelligenz bestimmt sein. Dies ist ein Forschungsgebiet, das darauf abzielt, Teile unserer Arbeit zu automatisieren, um das Leben einfacher zu machen und neue Möglichkeiten für die Entwicklung des menschlichen Geistes und der Menschheit zu schaffen. Die Robotik ist ein Forschungsbereich, der eine natürliche Anwendung der künstlichen Intelligenz darstellt. Das Ziel meiner Forschung ist es, intelligente Roboterassistenten zu entwickeln, die älteren Menschen zu Hause und in Pflegeheimen, Krankenschwestern sowie Patienten in Krankenhäusern usw. helfen. Unser Forschungsgebiet zielt darauf ab, Algorithmen zu entwickeln, die es Robotern ermöglichen, aus Erfahrung und durch Beobachtung von Menschen zu lernen, um Roboter zu nützlichen Teilen unserer Gesellschaft zu machen. Das bringt viele Herausforderungen mit sich und ist ein sehr interdisziplinäres Thema, was es noch spannender macht.

An der TU Darmstadt wird Interdisziplinarität großgeschrieben. Wo gibt es in Ihrem Arbeitsfeld Schnittstellen zu anderen Fachgebieten?

Die offensichtliche Interaktion zwischen den Bereichen Technik, Computer Vision und maschinelles Lernen bildet das grundlegende interdisziplinäre Wissen, das ein Forschender in unserem Bereich haben sollte. Allerdings ist unser Forschungsgebiet mit vielen Bereichen verwandt, z. B. mit der Kognitionswissenschaft, um das Verhalten von Menschen zu verstehen und zu versuchen, dieses Verhalten in Robotern zu modellieren, den emotionalen Zustand eines menschlichen Partners zu verstehen und dergleichen. Darüber hinaus sind Schnittstellen zu den Rechtswissenschaften, aber auch zu den Geisteswissenschaften erforderlich, damit wir einen ethischen und transparenten Rahmen definieren können, innerhalb dessen der Roboter arbeiten sollte, um die Sicherheit der Menschen und das Vertrauen in die Roboterassistenten zu gewährleisten.

In welchen Fachbereich der TU würden Sie gerne mal einen Tag schnuppern? Warum?

Ich würde gerne mehr über den Fachbereich Humanwissenschaften erfahren. Ich denke, dass es in der Erforschung der menschlichen Kognition, des sozialen Verhaltens und sogar der menschlichen Bewegung viel Wissen gibt, von dem wir in der Robotik uns als Forschende inspirieren lassen und neue Paradigmen für das Lernen von Robotern definieren könnten. Außerdem müssen wir bei der Interaktion zwischen Mensch und Roboter in der Lage sein, menschliches Verhalten zu erkennen und zu verstehen, da es in der Regel unvorhersehbar ist. Zu verstehen, wie ein Mensch seine eigenen Entscheidungen begreift und ein mentales Modell des Verhaltens eines anderen Partners erstellt, ist ein offenes Problem für eine reibungslose Mensch-Roboter-Interaktion und Zusammenarbeit.

Wenn ich heute Studentin wäre, würde ich …

mich wahrscheinlich für ein Informatikstudium entscheiden, da die Aussichten in diesem Forschungsbereich sehr gut sind. Allerdings würde ich versuchen, mehr Themen aus den Kognitionswissenschaften in meinen Lehrplan aufzunehmen, da ich während meines Studiums nicht die Möglichkeit dazu hatte. Mathematik ist für unser Forschungsthema von grundlegender Bedeutung, aber es ist auch wichtig, dass du in der Lage bist, Dinge jenseits von Zahlen zu verstehen, wenn du etwas für die Gesellschaft bewirken möchtest, vor allem, wenn du an zukünftigen menschengerechten Roboterassistenten arbeitest.

Der beste Ausgleich zu einem stressigen Arbeitstag ist …

ein Spaziergang im Park mit Freunden (als ich in Griechenland war, bin ich am Strand spazieren gegangen) und ein nettes Workout. Wichtig ist, dass man versucht, zu reflektieren und die Quelle des Stresses zu verstehen. Ich selbst habe große Fortschritte bei der Stressbewältigung gemacht, aber ich arbeite immer noch daran, denn die Arbeit an sich selbst ist ein wichtiges tägliches Ziel. pb

etit-Student veröffentlicht in Nature

4. Februar 2022

Schon während des Studiums die Zukunft mitgestalten: Alonso Ingar Romero erforschte im Rahmen seiner Bachelor-Arbeit sowie der daran anschließenden studentischen Mitarbeit am Fachgebiet THz Bauelemente und THz Systeme neuartige Verfahren von Bildgebungsmethoden für Terahertz-Wellen. Die Ergebnisse wurden in Nature Communications veröffentlicht.

Terahertz-Wellen befinden sich im Wellenlängenbereich zwischen Hochfrequenztechnik und Optik. Früher wurden sie auch als Ferninfrarotstrahlung bezeichnet. Ziel von Alonso Ingar Romero war es, mit Hilfe dieser Wellen ein Höhenprofil möglichst akkurat zu bestimmen. Dazu verwendete er sternförmige Testobjekte, die zuvor aus Silizium geätzt bzw. lithographisch aufgebracht wurden, sogenannte Siemens-Sterne.

Zusammen mit Mitarbeitenden des Fachgebiets konnte er zeigen, dass auch Strukturen, die 10.000 mal kleiner als die Wellenlänge selbst sind, noch nachgewiesen werden können. Die Ergebnisse aus dem Bereich der Bildgebung mit Terahertz-Wellen wurden in dem Beitrag mit dem Titel „Visualizing nanometric structures with sub-millimeter waves“ zusammengefasst. Konstantin Pleil / pg

Berichte der TU-AbsolventInnenbefragung 2020/21

Titelseite des TU-BachelorabsolventInnenberichts 2020/21

02. Februar 2022

Der neue TU-BachelorabsolventInnenbericht sowie der neue TU-MasterabsolventInnenbericht wurden veröffentlicht. Wie bewerten die Alumni rückblickend ihr Studium? Nehmen die BachelorabsolventInnen der TU Darmstadt nach dem Abschluss ein Masterstudium auf? Wenn ja, an welcher Hochschule und wie gut gelingt der Übergang? Wo, wie gut und wie schnell fassen die MasterabsolventInnen nach dem Studium im Berufsleben Fuß? Diese und andere Fragen werden in den neuen Berichten der Hochschuldidaktischen Arbeitsstelle (HDA) beleuchtet.

Die Hochschuldidaktische Arbeitsstelle der TU Darmstadt führt im Auftrag des Präsidiums seit 2008 jährlich eine AbsolventInnenbefragung durch. Zu dieser Online-Befragung werden alle Alumni eines Jahrgangs eingeladen, um etwa eineinhalb Jahre nach dem Abschluss einen Blick zurück auf ihr Studium zu werfen. Angefragt werden Personen mit den Abschlüssen (Joint) Bachelor, Master, Lehramt und Promotion. Die AbsolventInnenbefragung ist Teil des bundesweiten Kooperationsprojekts Absolventenstudien (KOAB), das vom Institut für angewandte Statistik (ISTAT) koordiniert wird. Barbara Senft/HDA

Medienschau: Wingcopter in der Hessenschau

1. Februar 2022

Wie versorgt man Menschen in abgelegenen Gebieten mit wichtigen Gütern wie zum Beispiel Medikamenten, Blutkonserven oder Impfstoffen? Das Startup Wingcopter aus Weiterstadt hat eine Drohne entwickelt, welche genau dieses Problem löst. Die Drohne ist sowohl mit verstellbaren Rotoren als auch Tragflächen ausgestattet, wodurch es möglich ist, senkrecht zu starten und waagerecht über weite Distanzen energiesparend zu fliegen. Gründer des Unternehmens sind der ehemalige h_da-Student Tom Plümmer und der ehemalige TU Darmstadt Student Jonathan Hesselbarth sowie Mitgründer Ansgar Kadura, welcher ebenfalls an der TU studiert hat. Plümmer berichtet in einem Beitrag der Hessenschau von der Vision von Wingcoper, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Ein 14 Millionen-Euro-Auftrag des US-Unternehmens „Spright“, welches die Drohnen für medizinische Lieferungen in abgelegenen Gebieten der USA einsetzen möchte, lässt die Gründer dieser Vision nun ein Stück näherkommen. fmp

Neu an der TU: Professorin Mariami Gachechiladze

Professorin Mariami Gachechiladze

01. Februar 2022

Seit Februar leitet Prof. Dr. Mariami Gachechiladze als Assistenzprofessorin am Fachbereich Informatik das Fachgebiet Quantencomputing. Die 30-jährige Forscherin kommt von der Universität Köln, dort arbeitete sie von 2019 bis 2022 als Postdoc am Institut für Theoretische Physik. Wir haben bei Professorin Gachechiladze nachgefragt:

Was ist der größte Meilenstein Ihrer bisherigen Karriere?

Als ausgebildete Informatikerin einen Doktortitel in theoretischer Physik zu erlangen.

Warum sollten Studierende sich für Ihre Themen interessieren? Was ist das Spannende daran?

Unsere Welt ist eine Quantenwelt, und nach etwas mehr als einem Jahrhundert harter Arbeit ist es uns gelungen, einige ihrer außergewöhnlichen Eigenschaften zu entdecken. Wir wissen, dass wir exponentiell schnellere Berechnungen durchführen können, als wir je für möglich gehalten hätten; wir können Quantenzustände über weite Entfernungen teleportieren; wir können im Geheimen kommunizieren und, was am wichtigsten ist, niemand kann die von uns gesendete Nachricht kennen (nicht einmal das Universum selbst). Wir hören von den raschen Schritten, die in der akademischen Welt und in der Industrie unternommen werden, um leistungsstarke Quantencomputer zu bauen.

Wir hören vom Potenzial der Quanteninformatik für die Chemie, die Biologie, das Finanzwesen und so weiter. Einerseits versprechen die Quantentechnologien eine neue wissenschaftliche Revolution. Wichtiger ist jedoch (für mich), dass all diese Bemühungen darauf abzielen, unsere Natur und die wahren Fähigkeiten unserer Welt besser zu verstehen. Die Quantencomputertheorie, über die wir heute verfügen, ist elegant und für Bachelor- und Masterstudierende mit unterschiedlichem Hintergrund (z. B. Informatik, Mathematik und Physik) zugänglich. Andererseits bietet sie die Möglichkeit, selbst die grundlegendsten Aspekte unserer physikalischen Welt sowie das Rechnen und seine Komplexität für immer zu verändern. Es ist eine fantastische Reise, auf die ich mich gerne mit allen, die sich mir anschließen möchten, begeben will.

In welchen Fachbereich der TU würden Sie gerne mal einen Tag schnuppern? Warum?

Ich würde gerne einen Tag im Fachbereich Biologie verbringen und mich über aktuelle Forschungsfragen und Herausforderungen in den Biowissenschaften informieren. Das Gebiet scheint sich von außen betrachtet enorm und schnell zu entwickeln, und ich möchte den aktuellen Stand der Technik besser verstehen. Außerdem wird über den möglichen Einsatz von Quantenphysik und Computern in der Biologie diskutiert, was mich natürlich sehr fasziniert.

Der beste Ausgleich zu einem stressigen Arbeitstag ist …

… eine Stunde Sport im Freien und einen entspannten Abend mit den Liebsten verbringen.

pb

TU-Professor als Sachverständiger bei Untersuchungsausschuss „Flutkatastrophe“

31. Januar 2022

Professor Boris Lehmann vom Fachgebiet Wasserbau und Hydraulik am TU-Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften kam vergangenen Freitag (28. Januar) als Sachverständiger bei der dritten öffentlichen Sitzung des rheinland-pfälzischen Untersuchungsausschuss „Flutkatastrophe“ im Landtag in Mainz zu Wort. Das berichten die Zeit und andere Medien. Ein im September 2021 eingesetzter parlamentarischer Ausschuss untersucht derzeit die Folgen und die rechtliche und politische Verantwortung der rheinland-pfälzischen Landesregierung sowie ihrer nachgeordneten Behörden.

Zur Unwetterkatastrophe mit insgesamt 135 Toten im nördlichen Rheinland-Pfalz kam es in der Nacht zum 15. Juli; 134 Menschen davon starben im Ahrtal. Hunderte Menschen wurden bei der Sturzflut verletzt und Teile des Tals verwüstet. Im Fokus der dritten Sitzung des Untersuchungsausschusses stand das Thema „Hochwasservorhersagen“ und die Fragen: „Wie entstehen Hochwasserprognosen und welche Verlässlichkeit haben sie? Welche Meldungen sowie welche Warnungen resultieren hieraus?“ Neben Professor Lehmann wurden hierzu ein weiterer Sachverständiger und neun Zeugen angehört. pb

Unite! Teaching and Learning

27. Januar 2022

Die von der Universitätsallianz Unite! organisierte Fortbildungsreihe „Unite! Teaching and Learning“ (TaL) geht in diesem Frühjahr in die dritte Runde. Die Veranstaltungen richtet sich an Lehrkräfte der Unite!-Partner, die am Austausch von Lehr- und Lernpraktiken interessiert sind.

TaL wird von der Unite! Teaching and Learning Academy organisiert, in der hochqualifizierte Expertinnen und Experten der Universitätsallianz vertreten sind. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden angeleitet und in ihrem Engagement für tiefgreifendes Lernen und innovative Lehrmethoden gefördert. Die einzelnen Veranstaltungen werden von den verschiedenen Partneruniversitäten angeboten und bieten damit ein universitätsübergreifendes Zusammenkommen der Lehrkräfte.

Zu Unite! (University Network for Innovation, Technology and Engineering) gehören die TU Darmstadt als Koordinatorin, die Aalto University (Finnland), das KTH Royal Institute of Technology (Schweden), das Grenoble Institute of Technology (Frankreich), das Politecnico Di Torino (Italien), die Universitat Politècnica de Catalunya (Spanien) und die Universidade de Lisboa (Portugal).
Als Europäische Universität wollen die sieben Partneruniversitäten einen transeuropäischen Campus für Studierende und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter Einbezug von Regionen und Unternehmen schaffen. Die Partner haben zusammen 167.000 Studierende, arbeiten in mehr als 80 EU-Projekten bereits eng zusammen und haben in den letzten fünf Jahren über 2.000 Studierende ausgetauscht. Die Allianz setzt es sich zum Ziel, die gemeinsamen Studienangebote im Dienste der Studierenden zu bündeln, bisherige technische und administrative Hürden abzubauen und damit die Studierendenmobilität signifikant zu erhöhen. Auch die Forschung soll von den größeren und leichteren Kooperationsbedingungen profitieren, so dass insgesamt die Wettbewerbsfähigkeit im Europäischen Hochschulraum gestärkt wird.

mho

TU-Historikerin Julia Gül Erdogan im „Science S*heroes“-Podcast

26. Januar 2022

Der Wissenschaftspodcast „Science S*heroes“ sprach für seine aktuelle Episode mit Dr. Julia Gül Erdogan über ihren Weg in die Wissenschaft und ihre Forschung zu Stereotypen und Rollen in der Hackingkultur. Im vergangenen Jahr erschien von Gül die Monografie „Avantgarde der Computernutzung“, eine historische Analyse zur Entstehung der Hackerkulturen in Ost- und Westdeutschland. Gül ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Geschichte der TU Darmstadt und forscht dort im DFG-Projekt „Die Geschichte der Industrie 4.0. Fabrikkonzepte der Ingenieurwissenschaften in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts“. pb

Honorarprofessur für Jens Schiefele

Professor Dr. Jens Schiefele

25. Januar 2022

Dr. Jens Schiefele ist zum Honorarprofessor am Fachbereich Maschinenbau ernannt worden. Schiefele studierte an der TU Darmstadt und der University of Colorado in Boulder Informatik und promovierte am Fachbereich Maschinenbau zum Thema Flugführung. Darüber hinaus hält er Executive MBAs der Durham University und der European Business School. Schiefele ist am „Digital Aviation & Analytics Lab Frankfurt“ von Boeing als Director Research & Rapid Development sowie als Geschäftsführer tätig und verfügt über mehr als 20 Jahre Berufserfahrung in der Luftfahrt-Forschung und -Industrie. Seit 2015 führt der 53-Jährige am Institut für Flugsysteme und Regelungstechnik (FSR) des Fachbereichs Maschinenbau Lehrveranstaltungen durch.

Wir haben bei Honorarprofessor Schiefele nachgefragt:

Was ist das Spannende an Ihren Themen?

Die Luftfahrtindustrie ist in einem großen Umbruch hin zur Karbonneutralität bis 2050. Gleichzeitig werden alternative Transportmittel wie Drohnen und fliegende Autos den Luftverkehr ergänzen. Dazu müssen die Operationen vereinfacht, neue Antriebe geschaffen und alternative Treibstoffe entwickelt werden. Die Optimierung der Airline durch effiziente Prozesse und reduzierte Crews ist nötig. Drohnenverkehr und fliegende Autos müssen entwickelt, zugelassen und die operiert werden.

An der TU Darmstadt wird Interdisziplinarität groß geschrieben. Wo gibt es in Ihrem Arbeitsfeld Schnittstellen zu anderen Fachgebieten?

Die Entwicklung zukünftiger Luftverkehrsysteme benötigt eine interdisziplinäre und teamorientierte Arbeitsweise. Teams arbeiten gemeinsam an dedizierten Projekten in den Themenschwerpunkten. Sie haben einen Hintergrund aus dem Maschinenbau, der Informatik, der Physik, der Mathematischen Optimierung, der Softwareergonomie, der Arbeitsplatzauslegung und des integrierten Verkehrswesens.

Wenn ich heute Student wäre, würde ich …

… die Chance nutzen, möglichst interdisziplinär in verschiedene Forschungsbereiche hineinzuschauen. Ich würde interessante Vorlesungen außerhalb meiner Studienordnung besuchen. Ich würde lernen, mich in Teams zu organisieren und als Hilfskraft in verschiedenen Bereichen arbeiten.

pb

Hochrangige Stipendien für TU-Chemiker

24. Januar 2022

Dr. Samet Varol, Postdoc am Fachbereich Chemie, hat sowohl einen Career Bridging Grant der TU Darmstadt als auch ein Feodor Lynen-Forschungsstipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung für einen Auslandsaufenthalt erhalten. Varol forscht in der Arbeitsgruppe von Professorin Annette Andrieu-Brunsen.

Als Career Bridging (CB) Fellow entwickelt Varol neue flexible Membranen, deren Porentransport mechanisch gesteuert wird, zum Beispiel durch Dehnung. Die Ergebnisse des CB-Fellowships werden ab September für die nächsten drei Jahre in die Forschungsaktivitäten von Varol als Feodor Lynen Fellow an der Universität von Bologna einfließen. Seine Forschungsarbeiten werden eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung neuartiger Nanofiltrationsmembranen spielen, die bei niedrigen Drücken arbeiten und gleichzeitig bestimmte Ionen bei der Wasserentsalzung selektiv entfernen oder aufkonzentrieren.

Career Bridging Grants an der TU Darmstadt schließen finanzielle Lücken zwischen zwei Karrierestufen für Bewerberinnen und Bewerber, die derzeit an der TU arbeiten oder künftig arbeiten wollen. Der Grant unterstützt für maximal zwölf Monate hochqualifizierte Postdocs sowie fortgeschrittene Doktorandinnen und Doktoranden. sip

Preis für Open Educational Resources (OER) ausgeschrieben

21. Januar 2022

Das hessenweiten Digitalpakt-Projekt „HessenHub – Netzwerk digitale Hochschullehre Hessen“ hat den ersten hessischen Preis für Open Educational Resources (OER) ausgeschrieben. TU-Mitglieder, die Lehrmaterial erstellt haben und dieses mit anderen in Form von OER teilen, können sich für den Preis bewerben. Er wird in zwei Kategorien vergeben: Einmal werden OER gewürdigt, die von Lehrenden hessischer Hochschulen erstellt wurden. Zum anderen werden Arbeiten von Studierenden hessischer Hochschulen ausgezeichnet. Diese können auch in Teamprojekten erstellt worden sein.

Einreichungen können bis 15.3.2022 gemacht werden. Im Anschluss erfolgt die Auswahl durch eine Jury, die sich aus Vertreterinnen und Vertretern aller am HessenHub beteiligten Hochschulen zusammensetzt. Der Preis wird im Mai 2022 verliehen. Zu gewinnen gibt es bis zu fünf Hauptpreise in jeder Kategorie, sowie weitere Sachpreise. pg

Medienschau: Professor Sadeghi zur Luca-App

20. Januar 2022

In mehreren Bundesländern steht die Luca-App zur digitalen COVID-19-Kontaktnachverfolgung scheinbar vor dem Aus. Auch die hessische Landesregierung überlegt, ob sie den Vertrag verlängern oder auslaufen lassen soll. Die Opposition im Landtag spricht sich unter anderem aufgrund von Datenschutzrisiken gegen eine Verlängerung aus. Die hessenschau berichtet über diese Debatte und hat hierzu auch Professor Ahmad-Reza Sadeghi, Professor für Systemsicherheit an der TU Darmstadt, befragt. Sadeghi sieht die hohen Kosten für die Luca-App kritisch und hält eine Vertragsverlängerung nur für empfehlenswert, wenn die Anwendung hinsichtlich der Sicherheit überarbeitet werde, beispielsweise in Zusammenarbeit mit Forscherteams. pb

Neu an der TU: Professorin Julianne Nyhan

Professorin Julianne Nyhan

18. Januar 2022

Seit Januar ist Prof. Dr. Julianne Nyhan Professorin für Humanities Data Science and Methodology am Institut für Geschichte des Fachbereichs Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften. Die 42-jährige Forscherin kommt vom University College London, wo sie Professorin für Digital Humanities und Direktorin des UCL Centre for Digital Humanities war. Wir haben bei Professorin Nyhan nachgefragt:

Warum sollten Studierende sich für Ihre Themen interessieren? Was ist das Spannende daran?

Die Welt um uns herum ist zunehmend digital. Mein Fach lehrt die Studierenden, sich mit dem Digitalen in größtmöglichem Umfang auseinanderzusetzen: Fragen an digitalisierte und neu entstandene digitale Objekte und Ressourcen zu stellen, die ansonsten nicht oder nur sehr schwer zu erforschen wären. Aber vielleicht noch wichtiger ist, dass mein Fach die Aufmerksamkeit auch auf das lenkt, was das Digitale nicht kann, und auf die sehr menschlichen Prozesse, die das Digitale formen. Diese kritische Orientierung auf das Digitale ist für viele Aspekte des heutigen Lebens unerlässlich, daher ist mein Fach nicht nur äußerst spannend und interessant, sondern auch wichtig für Studierende!

An der TU Darmstadt wird Interdisziplinarität großgeschrieben. Wo gibt es in Ihrem Arbeitsfeld Schnittstellen zu anderen Fachgebieten?

Meine Forschung ist von Natur aus interdisziplinär und international, da sie an der Schnittstelle zwischen Geisteswissenschaften und Informatik angesiedelt ist. Zudem ist meine Forschung außeruniversitär ausgerichtet, so dass ich nicht nur mit Kolleginnen und Kollegen der Universität, sondern auch mit Forschenden in Museen, Bibliotheken, Archiven und manchmal auch in der Industrie zusammenarbeite. Mein jüngstes kollaboratives und interdisziplinäres Projekt, bei dem es um die Nutzung digitaler Technologien zur Erforschung historischer Museumssammlungen geht, ist das Sloane Lab.

In welchen Fachbereich der TU würden Sie gerne mal einen Tag schnuppern? Warum?

Ich würde gerne die Kolleginnen und Kollegen am Fachbereich Physik besuchen, um mehr über Quantencomputer zu erfahren, da ich sehr daran interessiert bin, wie wir Quantencomputer in den Digital Humanities einsetzen können. Da Oral History eines meiner Hauptforschungsinteressen ist, würde ich auch gerne die Kolleginnen und Kollegen besuchen, die im Bereich Maschinenakustik arbeiten.

Wenn ich heute Studentin wäre, würde ich …

Das ist eine schwierige Frage, denn ich sehe mich immer noch als Studentin, im weitesten Sinne des Wortes, da ich jeden Tag weiter lerne und studiere.

Der beste Ausgleich zu einem stressigen Arbeitstag ist …

Wenn Teleportationsmaschinen allgemein verfügbar sind, werde ich für ein paar Stunden nach Irland zurückkehren und mit meinem geliebten Kajak auf den Atlantik hinausfahren!

pb

Medienschau: Professorin Lackner im ARD-Morgenmagazin

18. Januar 2022

Abwasser als Corona-Frühwarnsystem: Professorin Susanne Lackner vom Fachgebiet Wasser und Umweltbiotechnologie der TU Darmstadt gehört zu den wenigen Forschenden in Deutschland, die sich mit dem Nachweis und Monitoring von Coronaviren im Abwasser beschäftigen. Im Beitrag „Corona aktuell: Omikron im Abwasser“, der heute im Morgenmagazin der ARD gezeigt wurde, sagt Lackner, ihr Forschungsprojekt liefere eine zusätzliche Hilfestellung, um die Pandemie zu managen. cst

Rettungshundestaffel trainiert im Wäldchen der TU Darmstadt

In der Rettungshundestaffel des ASB Südhessen sind insgesamt 23 Hunde aktiv.

10. Januar 2022

Ab Mittwoch, 12. Januar, wird die Rettungshundestaffel des Arbeiter-Samariter-Bunds (ASB) Südhessen mittwochs in der Zeit von 18.30 bis 21.00 Uhr auf dem Gelände rund um den Kletterwald Darmstadt trainieren. Das eingezäunte Waldstück nahe des Campus Lichtwiese bietet dafür ideale Voraussetzungen, ohne im Wald lebendes Wild zu stören.

Rettungshunde kommen in Notfällen zum Einsatz. Sie können vermisste Personen suchen und Menschen aufspüren, die verschüttet sind. Die Rettungshundestaffel des ASB Südhessen hat derzeit 23 Mitglieder mit insgesamt 23 aktiven Hunden. Die Staffelmitglieder sind alle ehrenamtlich für den ASB tätig. Alle Hunde sind Privatbesitz und leben bei ihren Hundeführern zuhause. Für ihre Einsätze trainiert die Staffel Woche für Woche auf wechselnden Suchgebieten, um zu verhindern, dass die Hunde „bekannte“ Verstecke systematisch absuchen. Hund und Hundeführer sind Tag und Nacht einsatzbereit, zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter. Die Einsätze der Rettungshundestaffel sind immer kostenlos. Die Arbeit wird allein aus Spenden und Beiträgen der ASB-Mitglieder finanziert.

Gerne stellt die TU Darmstadt dem ASB Südhessen das Gelände für Übungszwecke zur Verfügung, damit die Rettungsdienste im Ernstfall auf die oft schwierigen Aufgaben vorbereitet sind.

USZ

Ariadne-Analyse zur Energieberatung

04. Januar 2022

Im vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Kopernikus-Projekt Ariadne widmen sich über 100 Forschende aus 25 Institution Themen rund um die Energiewende. In einer nun veröffentlichten Analyse wurde von einem Team, dem auch Professorin Michèle Knodt von der TU Darmstadt angehört, untersucht, wie Energieberatung dazu beitragen kann, die Wärmewende vor Ort voranzutreiben.

Auf dem Weg zur Klimaneutralität 2045 ist unter anderem eine deutliche Erhöhung der Sanierungsrate bei Bestandsgebäuden notwendig. Dabei wird vor allem der Handwerkermangel als Engpass diskutiert. Aber auch die Energieberatung ist ein wichtiges Nadelöhr: Sie soll Hauseigentümer und -eigentümerinnen nicht nur unabhängig und umfassend über Möglichkeiten der energetischen Gebäudesanierung informieren, sondern ist auch eine Voraussetzung für die Beantragung von Fördergeldern für die oft teuren baulichen Maßnahmen.

Das Ariadne-Forschungsteam untersuchte nun, wie Energieberatende mögliche Marktbarrieren, aktuelle Geschäftsfelder und neue Geschäftsmodelle einschätzen. Die Ergebnisse zeigen: Im europäischen Vergleich ist der Markt für Energieberatung in Deutschland zwar sehr umfassend und stabil ausgebaut. Erkennbar ist jedoch auch eine stagnierende Marktdynamik und damit ein Bedarf an Verjüngung und Verbreiterung des Angebots an Beratung – zum Beispiel durch ein breiteres Beratungsangebot, zielgruppengerechtere Ansprechpartnerinnen und -partner sowie eine zentrale Anlaufstelle für Bau- und Sanierungsinteressierte. cst

Projektwoche emb 2021 zum Thema Brotbacken

21. Dezember 2021

Die alljährliche Projektwoche emb (Einführung in den Maschinenbau) für die Erstsemesterstudierenden fand vom 6. bis 12. Dezember 2021 als digitale Veranstaltung mit fast 250 teilnehmenden Studierenden des Maschinenbaus statt. In der interdisziplinären Projektwoche entwickeln die studentischen Teams ein innovatives Produkt und erfahren, wie das Arbeiten in einem ingenieurstypischen Umfeld aussehen kann. Auf den Seiten des Fachbereichs Maschinenbau ist nun eine ausführliche Zusammenfassung der Projektwoche erschienen.

Ziel der diesjährigen emb war es, einen Backofen zum nachhaltigen Brotbacken in der Haushaltsküche zu entwickeln. Besondere Herausforderung beim Backen sind eine rösche Kruste und ein gutes Volumen des Brotes. Beides kann nur durch Beschwaden des Backraums, das heißt dem Einbringen von heißem Wasserdampf, erreicht werden.

Bei der digitalen Abschlusspräsentation am 16. Dezember konnten die drei Finalteams ihre entwickelten Produkte vor allen Teilnehmenden der Projektwoche vorstellen, die zuvor durch eine Jury aus Professorinnen und Professoren sowie wissenschaftlichen Mitarbeitenden und Expertinnen und Experten aus dem Bereich des Brotbackens ausgewählt wurden.

Den ersten Platz erreichte die Gruppe 21 mit ihrem Thermoback. Das System besticht mit einem besonders kompaktem, vakuumisoliertem Garraum, durch den es besonders energiesparend backen kann. Mit dem zweiten Platz wurde die Gruppe 7 „Breaking Bread“ ausgezeichnet, deren System mit einem Plattenwärmetauscher ausgestattet ist. Somit kann es besonders flexibel und energiesparend arbeiten. Der dritte Platz wurde an Gruppe 4 bzw. die Freedom Appliances Inc. vergeben, die in ihr System eine aktive, indirekte Kühlung integriert hat.

Organisiert wurde die Projektwoche von Professor Christian Hasse, Leiter des Fachgebiets Simulation reaktiver Thermo Fluid Systeme (STFS) am Fachbereich Maschinenbau und Jannis Reusch, wissenschaftlicher Mitarbeiter am STFS. Interdisziplinärer Partner war Professor Jan Giesselmann, Arbeitsgruppe Numerik und wissenschaftliches Rechnen.

Jannis Reusch / Meike Neufeld / bjb

ACM: Professor Mühlhäuser zum Distinguished Member ernannt

16. Dezember 2021

Die Association for Computing Machinery (ACM) hat Professor Max Mühlhäuser für seine herausragenden wissenschaftlichen Beiträge in der Informatik zum „Distinguished Member“ ernannt. Mühlhäuser leitet an der TU das Telecooperation Lab am Fachbereich Informatik.

Die Auszeichnung wurde in diesem Jahr an 63 ACM-Mitglieder aus der ganzen Welt verliehen. Voraussetzung für die Nominierung sind unter anderem mindestens 15 Jahre professionelle Erfahrung in der Computerwissenschaft und ein bedeutender Einfluss der jeweiligen Forschungsarbeiten auf dem Feld der Informatik oder Informationstechnologie. Von den Distinguished Members wird erwartet, dass sie als Mentorinnen und Mentoren sowie Vorbilder auftreten und ihre Forschungsfelder überdurchschnittlich voranbringen.

Die ACM ist nach eigenen Angaben die weltweit größte Fachgesellschaft für Lehre und Forschung in der Informatik und Computerwissenschaft. Sie bringt Lehrende, Forschende und Personen aus der Wirtschaft zusammen mit dem Ziel, den Dialog zu fördern, Wissen und Ressourcen zu teilen und die Herausforderungen des Themenfelds anzugehen. Zudem unterstützt die ACM die Karrierewege ihrer Mitglieder unter anderem durch Gelegenheiten zur Weiterbildung und zum Netzwerken. Das „Distinguished Member“-Programm der ACM wurde 2006 aufgelegt. sip

Online-Ausstellung am MfK mit TU-Beteiligung

Datenlöschgerät „Robby-Bit“, Hersteller: Algamatic Maschinen GmbH, 1986

15. Dezember 2021

Studierende des Instituts für Geschichte der TU Darmstadt haben in Kooperation mit der Museumsstiftung für Post und Telekommunikation Frankfurt die Online-Ausstellung „Von der Lochkarte zur Cloud“ entwickelt. Die im Rahmen eines Seminars am Fachgebiet Technikgeschichte entstandene Ausstellung blickt zurück auf die Geschichte digitaler Speichermedien und ihre Nutzung. Insgesamt 20 Objekte werden ab 15.12.2021 als Google Arts & Culture Ausstellung virtuell präsentiert. lh

Medienschau: Teilzeitstudium an der TU Darmstadt

14. Dezember 2021

Im Beitrag „Auch mit 50 Prozent voll ausgelastet“ beschäftigt sich faz.net mit dem Teilzeitstudium. Mit dem Angebot eines Studiums in Teilzeit soll individuellen Lebensumständen Rechnung getragen werden, die es schwierig machen, in Vollzeit zu studieren. Mit einer Novelle des Hochschulgesetzes möchte die hessische Landesregierung erreichen, dass in Zukunft alle Studiengänge in Hessen auch in Teilzeit belegt werden können. „Die TU Darmstadt ist in dieser Hinsicht vorbildlich: Von 46 Bachelorstudiengängen können 43 in Teilzeit studiert werden“, heißt es im Artikel. Auch, dass es an der TU bereits eine eigene Anlaufstelle für das Teilzeitstudium gibt, wird hervorgehoben. bjb

Professor Andreas Dreizler ist neues acatech-Mitglied

14. Dezember 2021

Die Mitglieder von acatech, der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften, haben auf ihrer diesjährigen Versammlung im Oktober 22 neue Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ihre Reihen gewählt. Die Wahl ist zugleich eine Auszeichnung ihrer wissenschaftlichen Leistung und ein ehrenamtliches Mandat. Die von Bund und Ländern geförderte Akademie berät Politik und Gesellschaft in technologiebezogenen Fragen.

Unter den neuen Mitgliedern, die aus den Ingenieur- und Naturwissenschaften sowie Wirtschafts- und Sozialwissenschaften kommen, ist Professor Andreas Dreizler von der TU Darmstadt. Dreizler leitet am Fachbereich Maschinenbau das Fachgebiet Reaktive Strömungen und Messtechnik; 2014 wurde er mit dem Gottfried Willhelm Leibniz-Preis ausgezeichnet. Mit Professor Dreizler sind nunmehr 19 amtierende und emeritierte Professorinnen und Professoren der TU Darmstadt Mitglieder der acatech.

Die Mitglieder von acatech engagieren sich an der Schnittstelle von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik und entwickeln Handlungsoptionen und -empfehlungen für Politik und Gesellschaft. In interdisziplinären Projekten und Plattformen arbeiten sie mit Expertinnen und Experten aus Wirtschaft und Gesellschaft zusammen. Die Projektthemen reichen dabei von Künstlicher Intelligenz über ressourcenorientierte Energieversorgung bis hin zu Gesundheitstechnologien. acatech/pb

Uni-Bibliothek engagiert sich für frei zugängliches digitales Wissen

14. Dezember 2021

Der weltweit freie und digitale Zugang zu allen Kulturgütern und Forschungsergebnissen (Open Access) ist eine Grundvoraussetzung, um Wissen langfristig und frei von wirtschaftlichen Interessen verfügbar zu machen. Mehr als zehn hessische Kultureinrichtungen, darunter die Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt (ULB), haben hierfür eine gemeinsame Open Access Policy entwickelt, um der Öffentlichkeit einen umfassenden, unbeschränkten Einblick in das Kulturerbe Hessens zu ermöglichen. Die Initiatoren haben nun auch eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet.

Die Entwicklung der Open Access Policy baut auf Ergebnissen der Arbeitsgruppe Digitalisierung auf, die im Herbst 2018 auf Anregung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst (HMWK) eingerichtet wurde, um über aktuelle Herausforderungen der Digitalisierung im hessischen Kulturbetrieb zu beraten. Aus der Arbeitsgruppe entstand 2020 das vom HMWK geförderte Projekt „Entwicklung einer Open Access Policy zur öffentlichen Zurverfügungstellung von Digitalisaten des kulturellen Erbes für Kulturerbe-Einrichtungen des Landes Hessen“.

Die ULB Darmstadt ist seit langem in den Bereichen Digitalisierung und Open Access sehr aktiv. Sie bringt ihre Expertise und Erfahrungen stetig in die Arbeitsgruppe ein und konnte so die Entwicklung der Open Access Policy bereichern. Um den Open Access-Gedanken weiterhin zu fördern, trat die ULB Darmstadt im Dezember 2021 – zusätzlich zu den vielen bereits bestehenden Fördermitgliedschaften – als förderndes Mitglied den Zusammenschlüssen Open Citations, Open Book Publishers sowie Directory of Open Access Books bei. ULB/feu

Ausschreibung der RMU-Initiativfonds Forschung und Lehre

14. Dezember 2021

Die strategische Allianz der Rhein-Main-Universitäten (RMU) unterstützt ein weiteres Mal durch die Ausschreibung ihrer Initiativfonds in Forschung und Lehre die Etablierung und Fortentwicklung RMU-übergreifender Kooperationen.

Die erneute Ausschreibung des RMU-Initiativfonds Forschung, Förderlinie 2, stellt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Rhein-Main-Universitäten TU Darmstadt, Goethe-Universität Frankfurt und Johannes Gutenberg-Universität Mainz im Bewilligungsfall substantielle Unterstützung für die Etablierung und Fortentwicklung von Kooperationen und Netzwerken an den drei Universitäten in Aussicht. Das Fördervolumen je bewilligtem Kooperationsvorhaben beträgt bis zu 20.000 Euro p.a. für maximal zwei Jahre (Gesamtförderhöhe je Vorhaben: 40.000 Euro über alle drei Standorte hinweg).

Unabhängig von der laufenden Ausschreibung der Förderlinie 2 besteht die ganzjährige, nicht termingebundene Antragsmöglichkeit auf Förderung durch die Förderlinie 1 des RMU-Initiativfonds Forschung. Förderlinie 1 dient der gemeinsamen Anschubfinanzierung von Anträgen für große, strategisch relevante Verbundprojekte, wie u.a. DFG-Sonderforschungsbereiche und DFG-Graduiertenkollegs. Die maximale Förderhöhe beträgt einmalig 50.000 Euro.

Mit dem Initiativfonds Lehre unterstützen die RMU Kooperationen zur Entwicklung neuer, attraktiver Studienangebote, zur kooperativen Weiterentwicklung des bestehenden curricularen Angebots sowie zur gemeinsamen Erprobung innovativer Lehr-/Lernformate innerhalb der RMU. Die aktuelle Ausschreibung setzt dabei Schwerpunkte auf die Entwicklung spezifischer RMU-Studienprogramme (in Modulform), die Konzeption digitaler Module oder Blended Learning-Formate, sowie die Konzeption und Planung gemeinsamer Studiengänge. Beantragt werden kann eine Fördersumme bis zu 40.000 Euro für die Dauer von maximal einem Jahr.

Die Anträge für die Initiativfonds sind bis 15. März 2022 einzureichen. Die Auswahlentscheidungen werden im RMU-Lenkungskreis auf Basis der Empfehlung der für Forschung bzw. Studium und Lehre zuständigen Vizepräsidentinnen und -präsidenten der drei Universitäten getroffen. Mit den Förderentscheidungen beider Initiativfonds ist bis 1. Juni 2022 zu rechnen. Die Ausschreibungen und sonstigen Antragsunterlagen sind auf der RMU-Webseite zu finden. RMU/bjb

Medienschau: Gang in die Geschichte – Öffnung der alten Stadtmauern

9. Dezember 2021

Nach drei Jahren Restaurierung und denkmalgerechter Sanierung hat die TU die Überreste der historischen Stadt- und Gefängnismauern an der Erich-Ollenhauer-Promenade an die Öffentlichkeit übergeben. Tagsüber können nun Bürgerinnen und Bürger durch den Gang zwischen den Mauern, einem höchst geschichtsträchtigen Ort, flanieren und auch ein neues Kunstwerk bewundern. Das sanierte Bauwerk ist ein symbolisches Geschenk der TU zum Weltkulturerbe. Bei der Öffnung der Pforte zum Gang zwischen den Mauern waren unter anderem dabei: der Hessische Rundfunk für die „hessenschau.de“ und Rheinmain TV für die Sendung „Rheinmain im Blick“ (ab 14‘40‘‘). sip

Medienschau: Wie stark wird die neue Opposition?

9. Dezember 2021

TU-Professor Christian Stecker, Institut für Politikwissenschaft, hat für das Nachrichtenportal gmx.net die „Gegenspieler zur Ampel“ unter die Lupe genommen und analysiert die Opposition. Dabei seien einerseits starke Unvereinbarkeiten festzustellen, die ein geschlossenes Auftreten wohl verhinderten; andererseits habe aber insbesondere die CDU durch ihre Stärke im Bundestag und Bundesrat eine ernstzunehmende Machtposition mit echten Veto- und Kontrollmöglichkeiten. Stecker sieht die Christdemokraten als „stiller Regierungsteilhaber“. sip

TU-Ideenwettbewerb „Mach mal Pause“ beendet

3. Dezember 2021

Die Gewinnerinnen und Gewinner des TU-Ideenwettbewerbs, der in diesem Jahr unter dem Motto „Mach mal Pause“ stand, überzeugten mit kreativen Ideen: getTUgether-Bänke gegen Einsamkeit, eine Online-Plattform, auf der TU-Mitglieder das eigene Hobby präsentieren können und ein Pausenwürfel, der Impulse für Gespräche, Themen oder gemeinsame Bewegung gibt, sind nur einige der prämierten Vorschläge.

Aufgrund der aktuellen Corona-Lage wurde die Prämierung im Rahmen eines Zoom-Meetings von TU-Kanzler Dr. Manfred Efinger und Annette Kunzendorf, Initiatorin des Projektes „Mach mal Pause“ und Direktorin des Unisport-Zentrums, durchgeführt.

Nun ist das Ziel, die prämierten Ideen kurzfristig umzusetzen, so dass alle TU-Mitglieder von den abwechslungsreichen Vorschlägen profitieren können. Auch wenn der Wettbewerb beendet ist, können weiterhin Ideen beim Projektteam eingereicht werden.

Weitere Informationen zu den prämierten Ideen gibt es auf der Webseite des Ideenwettbewerbs. USZ/bjb

Professor Ferdi Schüth in den Wissenschaftsrat berufen

1. Dezember 2021

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Professor Ferdi Schüth vom Max-Planck-Institut für Kohlenforschung und Vorsitzender des Hochschulrats der TU Darmstadt mit Wirkung zum 1. Februar 2022 in das wichtigste wissenschaftspolitische Beratungsgremium Deutschlands, den Wissenschaftsrat, berufen. Gemeinsam mit 23 weiteren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie acht Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens wird Schüth in den nächsten drei Jahren Empfehlungen und Positionspapiere für die Bundesregierung erarbeiten.

Die Themenfelder des Rats sind breit gestreut und das Gremium gezielt interdisziplinär zusammengesetzt. Der Rat erarbeitet Empfehlungen für den strukturell erforderlichen Rahmen von Wissenschaft und Forschung und begutachtet Forschungsinfrastrukturen, -strategien und -systeme. Er bringt seine Expertise in Neugründungen ein und berät bei Entscheidungen im Rahmen der Exzellenzinitiative.

Professor Schüth gehört seit September 2017 dem Hochschulrat der TU Darmstadt an und ist seit Januar 2021 Vorsitzender des Gremiums.

MPI für Kohlenforschung/pb