TU Darmstadt – Kurz gemeldet

IANUS-Preise vergeben

20. Oktober 2021

Vulnerabilität von Unterseekabeln, Fairness in der Gesichtserkennung und eine Lernlandschaft zu Rechtspopulismus – an der TU wurden drei Arbeiten zur naturwissenschaftlich-technischen Friedensforschung, die oft interdisziplinär und unter Einbeziehung der Sozial- und Geisteswissenschaften erfolgt, ausgezeichnet.

Der IANUS-Preis würdigt herausragende Qualifikationsarbeiten aus allen Fachrichtungen der TU Darmstadt. In die Endauswahl für den IANUS-Preis 2021 kamen wieder zahlreiche sehr gute Einreichungen aus verschiedenen Fachbereichen und -gebieten (Geschichte, Politikwissenschaft, Informatik, Maschinenbau).

Die Jury, bestehend aus Prof. Dr. Alfred Nordmann, Prof. Dr. Markus Lederer und Prof. Dr. Christian Reuter, zeichnete dieses Jahr ohne Reihung Jonas Franken, Anna Maria Krebs und Philipp Terhörst für ihre hervorragenden Arbeiten aus. Die Preisverleihung findet am 17. November ab 16:30 Uhr im Lichtenberg-Haus statt.

Auch 2022 soll es einen IANUS-Preis geben (Einsendeschluss ist der 31. Juli 2022 für Arbeiten, die seit August 2020 abgeschlossen wurden). Weitere Informationen werden unter www.ianus.tu-darmstadt.de sowie www.peasec.de veröffentlicht.

PEASEC/ua

Professur für Andreas Klein

Professor Dr. Andreas Klein

20. Oktober 2021

Seit 15. Oktober hat Prof. Dr. Andreas Klein eine Professur im Fachbereich Material- und Geowissenschaften mit dem Forschungsgebiet Elektronische Struktur von Materialien inne. Im Jahr 1998 kam er an die TU, ist seit 2008 apl. Professor und hat uns folgende Fragen beantwortet:

An der TU wird Interdisziplinarität groß geschrieben. Wo gibt es in Ihrem Arbeitsfeld Schnittstellen zu anderen Fachgebieten?

Die größte Bereicherung meiner wissenschaftlichen Karriere war es, die sehr unterschiedlichen Themen und Arbeitsweisen innerhalb der Materialwissenschaft kennen zu lernen, die sich von der Physik über die Chemie bis in die Ingenieurwissenschaften erstrecken. Es ist nicht nur spannend, von Anderen zu lernen, sondern auch zu sehen, was man zu anderen Forschungsgebieten mit den eigenen Kenntnissen beitragen kann.

In welchen Fachbereich der TU würden Sie gerne mal einen Tag schnuppern? Warum?

Nach über 20 Jahren an der TU Darmstadt kenne ich bereits viele natur- und ingenieurwissenschaftlichen Fachbereiche. Da die großen Herausforderungen unserer Zeit nicht allein mit neuer Technik gemeistert werden können, würde mich insbesondere die Sichtweise der Gesellschaftswissenschaften hierzu interessieren.

Wenn ich heute Student/in wäre, würde ich …

neugierig sein und die vielen Angebote genießen.

ua

Medienschau: TU-Präsidentin Brühl zum Semesterstart

18. Oktober 2021

TU-Präsidentin und Sprecherin der Konferenz Hessischer Universitätspräsidien (KHU) Professorin Dr. Tanja Brühl spricht im HR-Info-Beitrag „Das Comeback des Campus: Die Unis starten ins Wintersemester“ (ab Minute 10:55) über die Öffnungen der Universitäten und die damit verbundenen Voraussetzungen und Hygienekonzepte im nun beginnenden Wintersemester: „Ich freue mich sehr, dass wir an allen hessischen Universitäten die Präsenz weit ausbauen können.“ bjb

Neu an der TU: Professor Björn Scheuermann

Professor Dr. Björn Scheuermann

15. Oktober 2021

Seit Oktober ist Prof. Dr. Björn Scheuermann Professor für Kommunikationsnetze am Fachbereich Elektro- und Informationstechnik. Der 41-jährige Wissenschaftler kommt von der Humboldt-Universität zu Berlin, wo er Professor für Technische Informatik war. Wir haben bei Professor Scheuermann nachgefragt:

Was ist das Spannende an Ihren Themen?

Der Bereich Kommunikationsnetze ist unglaublich vielfältig, sowohl was die Zahl der Anwendungsgebiete betrifft – wo kommt man heute ohne Netze aus? – als auch hinsichtlich des methodischen Spektrums. Man kann auf der Softwareseite im Bereich der Anwendungsentwicklung arbeiten, man kann auch tief im Betriebssystem oder auf eingebetteten Geräten entwickeln, oder sogar spezialisierte Hardware für Netzwerkaufgaben entwickeln. Um das Systemverhalten zu analysieren kann man Netzwerke mathematisch modellieren, oder man kann sie simulieren, oder man kann Messungen mit realen Geräten machen. Und immer braucht man ein solides Verständnis davon, wie die heute so allgegenwärtigen Kommunikationsnetzwerke funktionieren. Wer Spaß daran hat, das Zusammenspiel von Komponenten in einem komplexen technischen Gesamtsystem zu verstehen und zu gestalten, findet hier eine großartige, praxisrelevante Spielwiese.

An der TU Darmstadt wird Interdisziplinarität groß geschrieben. Wo gibt es in Ihrem Arbeitsfeld Schnittstellen zu anderen Fachgebieten?

Natürlich gibt es in meinem Arbeitsgebiet sehr viele Schnittstellen innerhalb der Informationstechnik und in die Informatik. Es gibt sie aber auch weit darüber hinaus, denn Netzwerke sind nicht nur technische Einrichtungen, sondern beeinflussen unser Leben auf sehr vielen Ebenen. Ich habe in der Vergangenheit schon mit Kolleginnen und Kollegen aus den Rechtswissenschaften, Sozialwissenschaften, Politikwissenschaften, Geographie, Psychologie, Mathematik, Physik, Wirtschaftswissenschaften und einigen mehr zusammengearbeitet – Vernetzung ist mir also sehr wichtig, und nicht nur im technischen Sinne.

In welchen Fachbereich der TU würden Sie gerne mal einen Tag schnuppern? Warum?

Ich habe ein halbfertiges Physikstudium, das ich leider nicht zu Ende führen konnte. Vielleicht will ich irgendwann ja in dem Bereich nochmal ein bisschen mehr dazulernen…

pb

Medienschau: ZEIT-Reportage über Präsenzbetrieb an der TU

14. Oktober 2021

Wie bereitet die TU Darmstadt nach anderthalb Jahren digitaler Lehre den Präsenzbetrieb vor? Wie begegnet sie den Veränderungen, die sich durch die Coronavirus-Pandemie ergeben haben? ZEIT-Journalistin Astrid Herbold begleitete für die Reportage „Frau Brühl macht auf“ Präsidentin Tanja Brühl und sprach mit Studierenden und Mitarbeitenden. Die Reportage zeichnet am Beispiel der TU Darmstadt ein differenziertes Bild, welche Herausforderungen deutsche Hochschulen gegenwärtig beschäftigen und wie sie diese angehen. pb

Hessen schafft Wissen-Podcast mit Professor Nico Blüthgen

14. Oktober 2021

Kann der Regenwald zurückkehren? Wie können die riesigen geschädigten Areale wieder in ein ökologisches Gleichgewicht gebracht werden und sich regenerieren? In der aktuellen Episode des Podcasts von „Hessen schafft Wissen“ ist Professor Nico Blüthgen zu Gast und spricht über „die Wiederkehr der Natur“. Blüthgen ist Professor für Ökologische Netzwerke am Fachbereich Biologie, zudem ist er Leiter des Konsortiums und Projekts REASSEMBLY zur Erforschung der Regenerationsfähigkeit des Regenwaldes in Ecuador. pb

Team Hector erfolgreich bei internationalem Robotikwettbewerb

13. Oktober 2021

Das Rettungsrobotik-Team Hector vom Fachgebiet Simulation, Systemoptimierung und Robotik am Fachbereich Informatik der TU Darmstadt belegte bei dem internationalen Robotikwettbewerb EnRicH den ersten Platz in den Kategorien 3D Mapping und Radiation Mapping.

Der europäische Robotikwettbewerb EnRicH wurde vom 4. bis zum 8. Oktober 2021 zum dritten Mal im zwar fertiggestellten, aber nie in Betrieb genommenen Kernkraftwerk Zwentendorf in Österreich ausgerichtet. Ziel des Wettbewerbs ist es, die Einsatzfähigkeit von Rettungsrobotern bei einem nuklearen Ernstfall zu testen. Aufgabe der mobilen Roboter war es, autonom eine dreidimensionale Karte der Gebäudegeometrie sowie eine Karte der Verteilung der Strahlungsintensität in dieser Umgebung zu erstellen. Des Weiteren sollten basierend auf Strahlungsmessungen Ventile geschlossen, sowie ein vermisster Arbeiter gesucht und in einen sicheren Bereich transportiert werden.

Team Hector trat dieses Jahr in einer Kooperation mit dem Deutschen Zentrum für Rettungsrobotik e.V., in dem die TU Darmstadt selbst Gründungsmitglied ist, mit den Bodenrobotern DRZ Telemax und emergenCITY Scout an. Letztendlich überzeugte die Jury die hohe Qualität der im Wettbewerb erstellten dreidimensionalen geometrischen Karte sowie der Strahlungskarte, sodass Team Hector den ersten Platz in den Kategorien 3D Mapping und Radiation Mapping erreichte.

Ein ausführlicher Bericht zum Wettbewerb ist auf den Seiten des Fachbereichs Informatik zu finden. FB Informatik/bjb

Neue Professur für Yann Disser

Prof. Dr. Yann Disser

12. Oktober 2021

Professor Yann Disser war bereits als Juniorprofessor an der TU Darmstadt tätig. Seit 1. Oktober hat er eine ordentliche Professur am Fachbereich Mathematik inne. Sein Forschungsgebiet ist die Kombinatorische Optimierung. Wir haben Professor Disser drei Fragen gestellt:

Warum sollten Studierende sich für Ihre Themen interessieren?

Ich befasse mich einerseits mit der rigorosen Behandlung abstrakter Optimierungsprobleme, die andererseits von angewandten Problemen abgeleitet sind, die uns im Alltag umgeben (beispielsweise Erkundungsprobleme, Aufzugprobleme, Ride-Sharing, usw). Meine Fragestellungen sind üblicherweise einfach zu verstehen, aber schwierig zu lösen.

An der TU Darmstadt wird Interdisziplinarität groß geschrieben. Wo gibt es in Ihrem Arbeitsfeld Schnittstellen zu anderen Fachgebieten?

Mein Arbeitsfeld bietet überall dort Anknüpfungspunkte, wo gute algorithmische Lösungen eine wesentliche Rolle spielen, also insbesondere in die Informatik, die Ingenieurwissenschaften und die Wirtschaftswissenschaften.

Wenn ich heute Student/in wäre, würde ich…

Mathematik studieren (habe ich selbst nicht).
pg

Neues Klavier für TU-Instrumentenensemble

Restaurator Frank Stinder spielt das Klavier im Schloss an, Spender Christoph Merkelbach hört zu.

12. Oktober 2021

Das historische Instrumentenensemble im Darmstädter Schloss erhält ein neues Mitglied: Familie Merkelbach überlässt der TU Darmstadt ein Klavier aus der Werkstatt von Caspar Heinrich Schulte als Schenkung. In den vergangenen Monaten erhielt das Pianoforte beim Klavierrestaurator Frank Stinder noch eine „Auffrischungskur“ und kann nun seine neue Wirkungsstätte im Schloss beziehen.

Mitte des 19. Jahrhunderts baute Caspar Heinrich Schulte (1802-1881) dieses Instrument in seiner Kölner Werkstatt. Damals waren Klaviere besonders stark gefragt, denn jeder Haushalt, der etwas auf sich hielt, stellte sich eines ins Wohnzimmer. So entstanden viele Werkstätten und Manufakturen im ganzen Land. Allein in Köln sind neben Schultes Werkstatt 13 weitere im Adressbuch der Stadt von 1849 verzeichnet. Über die Werkstatt von C.H. Schulte ist nur wenig bekannt und auch dieses Pianoforte scheint heute eines der wenigen Hinweise auf den Klavierbauer zu sein. In seiner Heimat Plettenberg (Sauerland) eröffnete er seine erste Werkstatt und wurde in der örtlichen Zeitung mit folgenden Worten beworben: „Nachträglich wird noch bemerkt, daß sich hier seit einem Jahre ein Instrumentenmacher niedergelassen hat, der sich in Wien und Paris ausbildete. Seine bisherigen Arbeiten […] beweisen es, daß Herr C.H. Schulte für billiges Geld sehr schöne und dauerhafte Instrumente liefert, von vorzüglichem Tone. Er verdient mit vollem Rechte empfohlen zu werden.“

Sarah Panczyk/bjb

Medienschau: FAZ Digitec-Podcast spricht mit Professor Kersting

08. Oktober 2021

In der aktuellen Folge des FAZ Digitec-Podcasts fragen Online-Ressortleiter Alexander Armbruster und Herausgeber Carsten Knop Professor Kristian Kersting was Deutschland und Europa tun müssen, um in der Künstlichen Intelligenz weiter zu kommen. Kersting, der an der TU Darmstadt Professor für KI und maschinelles Lernen und ferner Co-Direktor von hessian.ai ist, spricht über ein „Cern für KI“ auf deutschem Boden, Europas Stärken, unbegründete Ängste, neue Regeln – und was die nächste Bundesregierung tun sollte, um in dieser Schlüsseltechnologie mitspielen zu können. pb

Neu an der TU: Professor Christian Graeff

Professor Dr. Christian Graeff

08. Oktober 2021

Prof. Dr. Christian Graeff ist seit Oktober Professor für Technik der Strahlentherapie am Fachbereich Elektro- und Informationstechnik und verstärkt dort den Bereich Medizintechnik. Zuvor war der 44-jährige Wissenschaftler Gruppenleiter für Medizinische Physik in der Abteilung Biophysik am GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung. Wir haben bei Professor Graeff nachgefragt:

Was ist das Spannende an Ihren Themen?

Medizintechnik generell – und Krebstherapie insbesondere – ist in der alternden Gesellschaft natürlich von äußerster Relevanz. Gerade in der Ionenstrahltherapie trifft aber auch absolute Spitzentechnologie auf das mit großen Unsicherheiten behaftete „biologische System“ Mensch. Hier höchste Präzision zu erreichen ist eine sehr spannende und äußerst vielfältige Herausforderung.

An der TU Darmstadt wird Interdisziplinarität groß geschrieben. Wo gibt es in Ihrem Arbeitsfeld Schnittstellen zu anderen Fachgebieten?

Das ist in der Medizintechnik ja schon fast selbsterklärend – der Austausch mit Mediziner*innen und Kolleg*innen aus der Klinik ist essentiell für eine zielgerichtete Forschung. Als Ingenieur in einem Feld, das klassisch von Physiker*innen bearbeitet wird, bieten sich auf der technischen Seite aber auch spannende Berührungspunkte, die auf beide Seite meiner Meinung nach positiv wirken.

Der beste Ausgleich zu einem stressigen Arbeitstag ist …

… die Familie – meine Frau und ich arbeiten beide sehr viel, da ist Zeit mit den Kindern oder zu zweit kostbar. Die Kinder erden mich und halten mich fit – ob sie mit mir Wandern müssen oder ich mit ihnen Trampolin springen darf. Oder auch Gartenhäuser bauen oder die Teenager-Zimmer mitgestalten – natürlich inspiriert von TikTok-Videos.

pb

Medienschau: Parteipositionen zum Energiethema Wasserstoff

07. Oktober 2021

Wie stehen mögliche Regierungskoalitionen zum Thema Wasserstoff? Was eint die Parteien, worin unterscheiden sich ihre Positionen? Das haben Dr. Jörg Kemmerzell, Lucas Flath und Professorin Dr. Michèle Knodt vom Institut für Politikwissenschaft der TU Darmstadt in einem Beitrag im Tagesspiegel untersucht. Bei den wahrscheinlichsten Koalitionen Ampel und Jamaika machen die Forschenden den größten Dissens zwischen Grünen und FDP aus. „Deutlich ist: Wasserstoff ist in allen Wahlprogrammen angekommen. Noch 2017 erwähnten lediglich CDU/CSU und die Grünen beiläufig Wasserstoff. 2021 wird er von fast allen Parteien als wichtiges Element für die Transformation des Energiesystems gesehen“, heißt es im Artikel.

Kemmerzell, Flath und Knodt beschäftigen sich im Kopernikus-Projekt „Ariadne“ sowie im von der hessischen Landesregierung geförderten Cluster-Projekt „Clean Circles“ mit der Politik und Governance von Energiewendetechnologien. bjb

Neu an der TU: Professor Ralf Müller

Professor Dr. Ralf Müller

06. Oktober 2021

Seit Oktober ist Prof. Dr. Ralf Müller Professor für Kontinuumsmechanik am Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften. Seine vorherige wissenschaftliche Station war der Lehrstuhl für Technische Mechanik an der TU Kaiserslautern. Wir haben Professor Müller ein paar Fragen gestellt:

Warum sollten Studierende sich für Ihre Themen interessieren?

Die Mechanik ist eine der ältesten, aber jung gebliebenen wissenschaftlichen Disziplinen. Die Anwendung von Modellen der Kontinuumsmechanik reicht von mikromechanischen Materailmodellen für funktionale Materialien in Sensor- und Aktoranwendungen über vielfältige technische Systeme bis hin zu geophysikalischen Fragestellungen. So liefert das Verständnis von Verformungs und Schädigungsvorgängen in Schelfeisen einen wichtigen Beitrag zum Verstandnis der Auswirkungen der Klimaerwärmung.

An der TU Darmstadt wird Interdisziplinarität groß geschrieben. Wo gibt es in Ihrem Arbeitsfeld Schnittstellen zu anderen Fachgebieten?

Eine gelungene Materialmodellierung kann nur in enger Kooperation mit experimentellen Arbeitsgruppen erfolgen. Auch werden anspruchsvolle mathematische und numerische Verfahren verwendet, welche nur in Zusammenarbeit mit Mathematik und Informatik erfolgreich umgesetzte werden können. Bei der Bearbeitung von geophysikalischen Fragestellungen greifen wir auf eine langjährige Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen der Glaziologie bzw. Fernerkundung zurück.

Der beste Ausgleich zu einem stressigen Arbeitstag ist …

Da die Arbeit an der Universität häufig mit oder über den Computer stattfindet, sind Sport und handwerkliche Arbeit der beste Ausgleich. Laufen, Schwimmen oder Basteln am Oldtimer oder Modellflugzeugen sind dabei die Zeiten, in denen ich am besten Abstand zum Uni-All bekomme.

pb

Asterix ist bester deutscher Rettungsroboter

Team Hector erreichte mit Roboter Asterix den ersten Platz bei den RoboCup German Open 2021.

5. Oktober 2021

Jedes Jahr messen sich die besten deutschen Rettungsroboter in den RoboCup German Open. Team Hector vom Fachgebiet Simulation, Systemoptimierung und Robotik konnte mit Roboter Asterix sowohl die Vorrunde als auch den Gesamtwettbewerb für sich entscheiden.

Der Roboter wurde von einem Team aus Studierenden unterschiedlicher Studiengänge der TU Darmstadt komplett neu entwickelt. Marius Schnaubelt, Doktorand am Fachgebiet Simulation, Systemoptimierung und Robotik von Informatikprofessor Oskar von Stryk, leitete das Team. Dass in der Industrie Künstliche Intelligenz und Robotik bereits stark auf dem Vormarsch seien, er aber bei Feuerwehren und zivilen Einsatzkräften noch Entwicklungspotential sehe, betont Stryk gegenüber ZEIT ONLINE.

Im Juni 2021 erreichte Team Hector in der Rescue League des internationalen RoboCup worldwide 2021 bereits zwei Best in Class-Auszeichnungen in den Kategorien Geschicklichkeit sowie Erkundung und Kartierung. Vom 4. bis 8. Oktober 2021 startet das Team beim 3. European Robotics Hackathon EnRicH 2021.

Anne Grauenhorst/ua

Warnatz-Preis für Dr.-Ing. Arne Scholtissek

Preisträger Dr.-Ing. Arne Scholtissek

4. Oktober 2021

Dr.-Ing. Arne Scholtissek vom Fachgebiet Simulation reaktiver Thermo-Fluid Systeme (STFS) ist auf dem 30. Flammentag mit dem Warnatz-Preis geehrt worden. Scholtissek erhält den Warnatz-Preis als Würdigung seiner herausragenden Arbeiten auf dem Gebiet der Verbrennung, insbesondere zur numerischen Simulation und Modellierung von chemisch-reaktiven Strömungen. Als Athene Young Investigator beschäftigt er sich mit der Modellierung von Wasserstoffflammen, regimeübergreifender Verbrennung und ist als Teilprojektleiter im Verbundforschungsprojekt Clean Circles beteiligt.

Die Tagung wird alle zwei Jahre im Auftrag der Deutschen Vereinigung für Verbrennungsforschung und der Deutschen Sektion des Combustion Instituts veranstaltet. An zwei Tagen wurden Themen rund um die Nutzung nachhaltiger Brennstoffe und die Energiewende adressiert.

mn/pg

Hessen Ideen Stipendium: Förderung für drei TU-Gründerteams

01. Oktober 2021

Zum 1. Oktober startet das landesweite Gründungsstipendium Hessen Ideen in eine neue Runde. Für die kommenden sechs Monate werden 14 Gründungsteams aus acht hessischen Hochschulen gefördert. Die Ideen sind dabei thematisch breit aufgestellt und kommen aus den Bereichen Digitalisierung, Mobilität oder Logistik. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, Fragen der Zukunft zu klären. Bewerben konnten sich Studierende und weitere Hochschulangehörige der hessischen Hochschulen, die Unterstützung zur Ausgestaltung und Umsetzung ihrer wissensbasierten Gründungsidee suchen. Drei der ausgewählten Gründungsteams und deren Ideen kommen aus der TU Darmstadt:

Das Team „Schützling – verstaubarer Fahrradhelm“ hat sich zur Aufgabe gemacht, mehr Radfahrer zu motivieren einen Fahrradhelm zu tragen und entwickelt einen faltbaren Fahrradhelm, der hinsichtlich Usability und Design neue Maßstäbe setzen soll.

Yacht ist eine digitale Kommunikationsplattform, die Echtzeit-Zusammenarbeit für remote arbeitende Teams ermöglicht. Anders als bestehende Kommunikationslösungen ist Yacht flexibel und ermöglicht es jedem Teammitglied sich frei in einem virtuellen Raum zu bewegen. Gespräche können so einfach entstehen und passen sich der Teamdynamik an – vergleichbar mit der Zusammenarbeit in einem Büro.

Das Team FOLDSCAN entwickelt einen klappbaren 3D Scanner, der eine einfache Erzeugung, Bearbeitung und Weitergabe von 3D Modellen ermöglicht. Der Scanner ordnet die Kameras optimal um das Objekt an und generiert auf spezielle Art Bilder, die autonom an das Rechenzentrum von FOLDSCAN gesendet werden, wo die komplexen 3D Modelle entstehen.

Neben einer finanziellen Förderung erhalten alle Teams Unterstützung in einem Akzeleratorprogramm. Dieses beinhaltet vielfältige Workshops zu relevanten Themen aus Bereichen wie u.a. Finanzierung, Marketing oder Pitchen. Die Besonderheit des Programms stellt der großartige Austausch der geförderten Teams untereinander und die Vernetzung innerhalb des hessischen Startup-Ökosystems dar.

Hessen Ideen/pb

Neu an der TU: Professor Zsolt István

Professor Dr. Zsolt István

Seit dem 1. Oktober ist Prof. Dr. Zsolt István am Fachbereich Informatik Professor für „Distributed Systems and Computer Networks“. Wir haben bei dem 33-jährigen Wissenschaftler nachgefragt:

Was war Ihre vorherige wissenschaftliche/berufliche Station?

Associate Professor an der IT University of Copenhagen

Was ist das Spannende an Ihren Themen?

Meine Arbeit ist motiviert durch die wachsende Diskrepanz zwischen der stagnierenden CPU-Leistung in Clouds und Rechenzentren und der beispiellosen „Datenexplosion“, die durch unsere Online-Aktivitäten entsteht. Um datenintensive Systeme bei der Verwaltung und Verarbeitung von Daten effizienter zu machen, erforsche ich Ideen im Zusammenhang mit verteilten Systemen (d. h. Berechnungen auf einer großen Anzahl von Knoten) und der Spezialisierung von Hardware (d. h. Datenbewegungen und Berechnungen werden effizienter auf Beschleunigern durchgeführt, die auf die jeweilige Arbeitslast zugeschnitten sind). Die Arbeit in diesen Bereichen ist lohnend, weil man mehrere Schichten der Computerarchitektur und der darauf laufenden Software kennenlernt (was in anderen Bereichen der Informatik nicht immer der Fall ist).

In welchen Fachbereich der TU würden Sie gerne mal einen Tag schnuppern? Warum?

Ich würde gerne einige Zeit im Fachbereich Biologie verbringen. Ich habe das Gefühl, dass die Forschung in der Biologie derzeit die Innovationen hervorbringt, die unser Leben am meisten beeinflussen. Und als jemand, der sich mit der Verwaltung und Analyse von Big Data beschäftigt, sehe ich die Biologie als einen Schatz voller Big-Data-Herausforderungen.

Der beste Ausgleich zu einem stressigen Arbeitstag ist …

… eine Radtour machen, wenn es draußen schön ist. Ansonsten ein paar Serien anschauen oder beim Lesen entspannen.

pb

Wissenschaftskommunikation braucht die „großen Zusammenhänge“

30. September 2021

Warum Wissenschaftskommunikation mehr leisten muss als einzelne Forschungsergebnisse zu übersetzen, erläutern die Präsidentin und der Chief Communication Officer der TU, Prof. Tanja Brühl und Patrick Honecker im Gastbeitrag „Eitelkeiten haben keine Zukunft“ in der „Zeit“ (Artikel mit Bezahlschranke).

Die Wissenschaft in Deutschland sei sehr produktiv, täglich werde eine Vielzahl an neuen Erkenntnisse gewonnen und publiziert. Brühl und Honecker plädieren dafür, dass Forschende und ihre Organisationen diese Ergebnisse inhaltlich einordneten und in einen größeren Zusammenhang stellten. Hier sei die Wissenschaftskommunikation gefragt. „Sie kann die Rolle einer Kuratorin einnehmen und die Kompetenzen unterschiedlicher Disziplinen so zusammenführen, dass Forschungsergebnisse in einen Kontext gesetzt werden. Sie gibt den spezialisierten Ergebnissen dann einen Rahmen, knüpft Zusammenhänge und zeichnet ein umfassendes Bild.“ Wissenschaft müsse sowohl Chancen als auch Risiken aufzeigen, um ein komplexes Bild einer komplexen Wirklichkeit zu zeigen. Nur so könne sie „Grundlage für persönliche, politische und organisationale Entscheidungen“ werden. cst

Studierende gewinnen im Wettbewerb „Reinventing Cities“

29. September 2021

Für seine Visionen für den Madrider Stadtteil Gran San Blas ist das Studierendenteam „The Barrio Catalysts“ in der diesjährigen „Students Reinventing Cities Competition“ ausgezeichnet worden. Die interdisziplinäre und internationale Gruppe besteht aus Studierenden des zweiten Jahrgangs des Joint-Degree-Master-Studiengangs „Sustainable Urban Development“ der TU Darmstadt, der gemeinsam mit der Vietnamese-German University in Ho Chi Minh City angeboten wird, und einer Studentin der TU Dortmund. Die Mitglieder der Gruppe kommen aus mehreren Ländern und Disziplinen.

Für ihr Konzept nahmen die Studierenden die Themen Mobilität, Gemeinschaft, Urbane Grünflächen, energieeffizentes Bauen und Sicherheit in den Blick. Dabei zielten sie auch darauf, weniger von Einzelpersonen genutzte Autos im Quartier zu haben und Straßenräume für soziale Aktivitäten und Freizeitnutzung zurückzugewinnen sowie wirtschaftlich wiederzubeleben. Das Viertel Gran San Blas im Südosten von Madrid entstand in den 1970er Jahren und hat Strukturwandel und Abstieg hinter sich, so dass es heute als heruntergekommen und teilweise unsicher wahrgenommen wird.

Der Wettbewerb wurde von der Organisation „C40-Cities“ ausgerufen. Sie ist ein Zusammenschluss von 97 Städten auf der Welt, der sich zum Ziel gesetzt hat, Städte nachhaltig zu entwickeln und hierzu Wissen aufzubauen und auszutauschen. Die Organisation wird vom Bundesumweltministerium unterstützt. Aufgabe des Wettbewerbs war es, für eine von 21 Städten oder einen Stadtteil eine Lösung für eine nachhaltige Entwicklung zu erarbeiten. sip

DPG-Nachwuchspreis für Physikerin Dr. Michaela Arnold

29. September 2021

Dr. Michaela Arnold, Institut für Kernphysik der TU, ist mit dem Nachwuchspreis Beschleunigerphysik der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) ausgezeichnet worden. Die DPG würdigt damit Arnolds herausragende wissenschaftliche Leistungen im Rahmen ihrer Promotion und als Early Career Researcher, die sie für die Entwicklung Energie-Rückgewinnender Linearbeschleuniger (ERL) erbracht hat. Die Forscherin habe Grundlagen geschaffen, die mittlerweile zur ersten Demonstration eines supraleitenden ERLs in Europa am S-Dalinac der TU Darmstadt geführt hätten, heißt es in der Begründung. Sie habe dabei sowohl Kreativität als auch Hartnäckigkeit bewiesen. „Michaela Arnolds Errungenschaften sind von erheblicher Bedeutung für die zurzeit weltweit intensiv vorangetriebene Forschung zu energie-rückgewinnenden Beschleunigern.“

Der Nachwuchspreis der DPG verfolgt das Ziel, die Arbeit junger Forscherinnen und Forscher zu fördern und herausragende wissenschaftliche Beiträge zu würdigen, die in einer frühen Forschungsphase entstanden sind. sip

Innovative und wirksame Pflanzenkosmetik

28. September 2021

„InnCoCells – Innovative hochwertige kosmetische Produkte aus Pflanzen und Pflanzenzellen“ ist ein jüngst gestartetes, internationales Verbundforschungsprojekt, das die Art und Weise revolutionieren soll, wie kosmetische Inhaltsstoffe entdeckt, hergestellt und zu validierten kosmetischen Produkten entwickelt werden. TU-Professor Heribert Warzecha ist mit seiner Arbeitsgruppe Plant biotechnology & metabolic engineering (Fachbereich Biologie) am Projekt beteiligt, zudem gehört auch die Darmstädter Firma Merck zu den Partnern.

In den nächsten vier Jahren werden 17 Partner aus zwölf europäischen Ländern zusammenarbeiten, um nachhaltige Produktionssysteme für aus Pflanzen gewonnene kosmetische Inhaltsstoffe zu etablieren. Im Fokus steht unter anderem, Kosmetik-Inhaltsstoffe mit wissenschaftlich erwiesener Wirksamkeit zu entwickeln und in bislang wenig genutzten Pflanzen nach aktiven Wirkstoffen zu suchen. Die Forschung wird von der Europäischen Kommission im Rahmen des Horizon 2020-Programms mit einem Budget von 7,9 Millionen Euro finanziert und vom Technischen Forschungszentrum VTT (Finnland) koordiniert. sip

YouTuber Tom Scott besucht Eisenbahnbetriebsfeld

28. September 2021

Der bekannte englische Wissenschafts-YouTuber Tom Scott hat für seinen Kanal das Eisenbahnbetriebsfeld Darmstadt besucht und sich die dortige Modellbahnanlage erklären lassen. Das Eisenbahnbetriebsfeld wird von den Projektpartnern TU Darmstadt, DB Training, Learning & Consulting sowie der AKA Bahn als Simulationsanlage genutzt, die das Eisenbahnwesen in seiner Komplexität – Infrastruktur, Betrieb und Disposition – realistisch im Modell auf ca. 500 Quadratmetern Fläche nachbildet. Herzstück des Betriebsfeldes ist eine Modellbahnanlage, die mit verschiedenen Stellwerken gesteuert werden kann. Tom Scott zeigt in seinem Video die Typenvielfalt der Stellwerke, die vom alten mechanischen Stellwerk bis hin zu modernen elektronischen Stellwerksystemen reicht, und darf diese unter fachkundiger Anleitung selbst bedienen. pb

Neue Apl.-Professur für Michael Heethoff

Apl. Prof. Michael Heethoff

27. September 2021

Michael Heethoff ist neuer außerplanmäßiger Professor an der TU Darmstadt. Der 48-jährige forscht zum Thema Evolutionäre Tierökologie am Fachbereich Biologie, an dem er bereits tätig war. Unter anderem entwickelte Heethoff in Zusammenarbeit mit der Hochschule Darmstadt einen 3D-Insektenscanner, der die automatisierte digitale Archivierung konservierter Insekten ermöglicht. Frühere wissenschaftliche Stationen waren die Universitäten Tübingen und Graz. Wir haben bei Apl.-Professor Heethoff nachgefragt:

Was ist das Spannende an Ihren Themen?

Die Welt ist 3D – die Erforschung derselben jedoch häufig nicht. Wir entwickeln daher bildgebende 3D-Verfahren, um die Interaktion von Organismen mit ihrer Umwelt und miteinander besser zu verstehen. Wie können wir ein physisches Objekt, wie zum Beispiel ein Insekt, möglichst originalgetreu in den virtuellen Raum überführen? Hier treffen ökologische Fragestellungen auf technischen Entwicklungsbedarf. Solche interdisziplinären Ansätze sind auch für Studierende sehr spannend und herausfordernd.

Wo gibt es in Ihrem Arbeitsfeld Schnittstellen zu anderen Fachgebieten?

In meiner Forschung beschäftige ich mich viel mit 3D- Bildgebung, und in diesem Bereich haben sich schon sehr fruchtbare Kooperationen mit den Fachbereichen Informatik, Physik und Maschinenbau ergeben. Auch mit der Hochschule Darmstadt gibt es eine enge Kooperation mit dem Bereich Optotechnik und Bildverarbeitung. Gemeinsam haben wir einen 3D-Scanner für kleine Objekte entwickelt, den wir aktuell mit einer EXIST-Förderung in ein Start-up überführen.

In welchen Fachbereich der TU würden Sie gerne mal einen Tag schnuppern? Warum?

Wir arbeiten in der Ökologie auch mit dem Fachbereich Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften zusammen an Projekten zur Biodiversitätsforschung. Hier treffen verschiedene Denk- und Sprechweisen aufeinander, was ich immer wieder als extrem bereichernd empfinde. Hier würde ich mich gerne noch besser auskennen und einfinden können.

Der beste Ausgleich zu einem stressigen Arbeitstag ist …

…aufs Meer schauen und den Gedanken freien Lauf lassen. Leider in Darmstadt nicht so einfach.

sip

QS Ranking: TU-Abschlüsse bei Unternehmen hoch geschätzt

24. September 2021

Im soeben veröffentlichten QS Graduate Employability Ranking 2022 erreicht die TU Darmstadt mit Rang 111-120 weiterhin einen hervorragenden internationalen Platz. Das Ranking bewertet Universitäten nach den Beschäftigungschancen ihrer Absolventinnen und Absolventen und sieht die TU Darmstadt hier deutschlandweit gemeinsam mit der TU Berlin auf Platz 3 nach KIT und RWTH Aachen.

Die TU Darmstadt zählt laut einer von QS durchgeführten Befragung in der Kategorie „Reputation bei Arbeitgebern“ weiterhin zu den 100 besten Universitäten weltweit. Deutsche und internationale Unternehmen und Institutionen gaben an, von welchen Universitäten sie ihre qualifiziertesten und innovativsten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rekrutieren.

Entsprechend belegt die TU Darmstadt auch bei der „Vernetzung von Arbeitgebern und Studierenden“ sowie der „Beschäftigungsquote“ international sehr gute Plätze und erreicht hier unter den deutschen Universitäten den zweiten beziehungsweise dritten Platz.

QS ist nach eigenen Angaben das führende globale Karriere- und Ausbildungs-Netzwerk und veröffentlicht jährlich verschiedene Bestenlisten. Das Graduate Employability Ranking wird anhand verschiedener Kriterien erstellt: einer Arbeitgeberumfrage, einer Auswertung, an welchen Hochschulen besonders erfolgreiche Menschen studiert haben, Partnerschaften zwischen Universitäten und Wirtschaftsunternehmen sowie die Präsenz von Unternehmen auf dem Campus. Nicht zuletzt geht der Anteil der Absolventinnen und Absolventen, die nach einem Jahr einen Job haben, in das Ranking mit ein. Im letzten Jahr war das Ranking pandemiebedingt nicht erschienen. zie/feu

Hessischer Gründerpreis: Start-ups der TU Darmstadt dominieren Finale

24. September 2021

Junge Unternehmen aus der Wissenschaftsstadt Darmstadt stellen mit fünf von zwölf Finalisten fast die Hälfte der Finalteilnehmerinnen und Finalteilnehmer beim Hessischen Gründerpreis 2021. Alle fünf der innovativen Start-ups, die nun am 3. November in Frankfurt am Main im Finale antreten, haben sich aus dem Umfeld der TU Darmstadt entwickelt und sind von HIGHEST, dem Innovations- und Gründungszentrum der TU, unterstützt worden.

Der Hessische Gründerpreis wird seit 2003 verliehen, er wird vom Hessischen Wirtschaftsministerium sowie mit europäischen Mitteln aus dem Fonds für regionale Entwicklung ERFRE gefördert. Aus 167 Bewerbungen haben insgesamt 48 Unternehmen in vier Kategorien das Halbfinale erreicht.

Die Kategorie „Innovative Gründungen“ ist in der letzten Wettbewerbsrunde ausschließlich mit Unternehmen aus Darmstadt und dem Umfeld der TU Darmstadt besetzt, alle drei setzen zudem auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI). COMPREDICT sagt mittels KI und virtuellen Sensoren die Lebensdauer von Fahrzeugteilen vorher. Die TU-Ausgründung core sensing hat einen Kraft- und Drehmomentsensor entwickelt, mit dem Maschinenelemente überwacht werden können. Hier hilft KI dabei, Ausfälle planbar zu machen und Prozesse zu optimieren. PipePredict analysiert Sensordaten mittels KI, um Wasserrohrbrüche zu verhindern.

In der Kategorie „Gründungen aus der Hochschule“ kommen zwei der drei Finalisten aus der TU Darmstadt. Das Start-up Revoltech produziert die rein pflanzliche Lederalternative LOVR aus Abfällen des deutschen Hanfanbaus. LOVR ist 100 Prozent biologisch abbaubar, das erste rein pflanzliche Produkt mit lederähnlicher Optik, Haptik und Robustheit und spart gegenüber echtem Leder 99,7 Prozent CO2 ein. Small World Vision, das aus einem interdisziplinären Kooperationsprojekt an der Hochschule Darmstadt und der TU Darmstadt entstanden ist, entwickelt und verkauft hochpräzise 3D-Scanner für kleine, komplexe und farbenprächtige Objekte wie Insekten.

Hessischer Gründerpreis/pb

Neue Professur für Martin Knöll

Professor Dr. Martin Knöll

24. September 2021

Seit September ist Prof. Dr.-Ing. Martin Knöll Professor für Entwerfen und Stadtplanung am Fachbereich Architektur. Der 40-jährige Wissenschaftler ist bereits seit 2013 am Fachbereich tätig, so war er zuvor Juniorprofessor und Leiter der Forschungsgruppe Urban Health Games und ab dem Wintersemester 2018/19 kommissarischer Leiter des Fachgebietes Entwerfen und Stadtplanung.

In 2020 hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft Professor Knöll mit dem Projekt „gesundheitsfördernde Stadtgestaltung“ in das Heisenberg-Programm aufgenommen. Die DFG fördert damit herausragende Nachwuchs-Wissenschaftler in der eigenständigen Profilierung und Strukturentwicklung eines visionären Forschungsthemas.

Wir haben bei Professor Knöll nachgefragt:

Was ist das Spannende an Ihren Themen?

Im Zentrum steht das Entwerfen von lebenswerten, gesundheitsförderlichen und inklusiven Städten. Wir vermitteln hierfür Techniken des Perspektivwechsels: Wie findet sich ein seheingeschränkter Mensch in Stadträumen zurecht? Wie nehmen Kinder die Umwelt in der Augenhöhe von 92 cm wahr? Das Spannende liegt darin die spezifischen Anforderungen zu analysieren, die Menschen am Prozess zu beteiligen und Lösungsansätze mit einem Mehrwert für Alle zu entwickeln.

In welchen Fachbereich der TU würden Sie gerne mal einen Tag schnuppern? Warum?

Humanwissenschaften. Wenn man Städte für Menschen gestalten will (und weniger für die Bedürfnisse von Autos), liegt das nahe. Die Kolleg*innen benutzen die aufregende Experimente und Gadgets in ihrer Forschung – von Headsets zur Messung von Hirnströmen, Bewegungssensoren, Eyetracking, bis zum Lauflabor. Ob und wie man diese Daten auch für die Gestaltung und Planung nutzen kann, finde ich spannend.

Der beste Ausgleich zu einem stressigen Arbeitstag ist …

eine Runde Badminton im Park mit meiner Familie.

pb

Medienschau: Professor Schulze zu Klimaschutz bei Kommunen

23. September 2021

HR Info hat den Start des Extremwetterkongresses in Hamburg zum Anlass für einen Schwerpunkt zum Thema „Wetter am Wendepunkt: unsere Zukunft mit Hitze und Hochwasser“ genommen. Dabei wird auch über eine Studie des Instituts für Politikwissenschaft unter Leitung von Professor Kai Schulze berichtet (ab Minute 10:45, Interview mit Prof. Schulze ab Minute 15:00): Die Forschenden befragten die hessischen Städte und Gemeinden, wie sie sich gegen drohende Katastrophen in Folge des Klimawandels schützen. Schulze: „Unsere Umfrage zeigt eindeutig, dass Anpassungspolitik in den hessischen Kommunen angekommen ist.“ So gaben 72 Prozent der befragten Kommunen an, dass sich das Bewusstsein über die Notwendigkeit von Klimaanpassungsmaßnahmen in ihrer Verwaltung in den vergangenen fünf Jahren erhöht habe. bjb

Medienschau: Hessischer Rundfunk über schaltbare Antikörper

22. September 2021

Auf therapeutischen Antikörpern ruht eine große Hoffnung der Krebstherapie. Forschende der Arbeitsgruppe Angewandte Biochemie am Fachbereich Chemie der TU Darmstadt und der Firma Merck haben nun einen Weg gefunden, Antikörper erst am Tumor selbst zu aktivieren. Dank dieser „schaltbaren Antikörper“ lassen sich unerwünschte Nebenwirkungen in gesundem Gewebe vermeiden. Der Hessische Rundfunk hat über den Forschungserfolg berichtet und dazu Doktorand Adrian Elter und Professor Harald Kolmar interviewt. Die Ergebnisse der Entwicklung wurden im renommierten Fachjournal Frontiers in Immunology veröffentlicht und stehen nun der Pharmaindustrie zwecks Herstellung besserer Antikörper zur Verfügung. sip

Best Paper Award für emergenCITY und MAKI Wissenschaftler

22. September 2021

Ein Forschungsteam an der Schnittstelle der Forschungszentren LOEWE emergenCITY und MAKI, darunter Jakob Link und Professor Matthias Hollick, hat in Zusammenarbeit mit der TU Graz eine neue Art der Funktechnologie, die sogenannte Cross-Technology Communication (CTC) entwickelt. Für die zugehörige Publikation „Leveraging Cross-Technology Broadcast Communication to build Gateway-Free Smart Homes“ haben sie einen Best Paper Award gewonnen.

Mit CTC ermöglichen sie die Gateway-freie, direkte Kommunikation zwischen verschiedensten W-Lan, Bluetooth und ZigBee Systemen. Damit wird die bisherige Problematik gelöst, dass die Übersetzung unterschiedlicher Kommunikationsstandards verschiedener Geräte meistens über einen zusätzlichen Gateway (Kommunikationsknotenpunkt) geleistet werden musste.

Die preisgekrönte Publikation zeigt auf, dass sich diese neuen Möglichkeiten der direkten Funkkommunikation nicht nur auf den Einsatz in Smart Homes beschränkt, sondern zahlreichen Anwendungszwecken dienen kann, die aufgrund der bisherigen Sprachbarriere noch nicht umsetzbar waren. Denkbar wäre beispielsweise ein Einsatz der Technologie als dezentraler Kommunikationsweg über private Endgeräte, wenn in Krisen- oder Katastrophenfällen primäre Kommunikationsnetze ausfallen. ska/ua

Voting startet: Drei TU-Startups bei „Hessen Ideen“

22. September 2021

„Hessen Ideen“, der landesweite Gründungswettbewerb der hessischen Hochschulen, ist in die sechste Runde gestartet. Seit heute (22.9.) kämpfen 32 Startups aus 13 Hochschulen um den Titel „Beste Gründungsidee aus einer hessischen Hochschule“. Aus der TU Darmstadt sind dabei und freuen sich über Unterstützungsstimmen beim Voting: APTASENSE (neu entwickelte Biosensoren für Antibiotika), HCP Sense (Messtechnik zur Überwachung von Wälzlagern) und LOVR (Lederalternative aus Resten des Hanfanbaus).

Die öffentliche Abstimmung ist Teil des Wettbewerbs und läuft noch bis zum 13. Oktober. Zu gewinnen gibt es Geldpreise; daneben erhalten die Teilnehmenden professionelles Feedback zu ihrer Geschäftsidee und die Möglichkeit, sich zu vernetzen. Der Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft der Hessischen Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Angela Dorn. sip

Lefebvre Award für Professor Cameron Tropea

20. September 2021

Prof. i. R. Cameron Tropea ist Anfang September im Rahmen der International Conference on Liquid Atomization and Spray Systems (ICLASS) mit dem diesjährigen Arthur Lefebvre Award ausgezeichnet worden. Damit wurden seine Beiträge zur Entwicklung innovativer experimenteller Methoden zur Untersuchung komplexer disperser Strömungen sowie seine zahlreiche Studien zu Zerstäubungsprozessen und Sprays, Tropfenkollisionen, Tropfen-Wand-Wechselwirkungen und Tropfenphysik gewürdigt. Tropea sei ein weltweit renommierter und führender Experte auf diesem Feld, so die Begründung.

Der Award ist nach dem britischen Wissenschaftler Arthur Henry Lefebvre benannt, einem Vorreiter auf dem Gebiet der Wissenschaft und Technik der Kraftstoffzerstäubung und Verbrennung in Gasturbinen. Der Preis wird im Gedenken an Lefebvre alle drei Jahre durch das Institute for Liquid Atomization and Spray Systems Europe (ILASS – Europe) verliehen.

Tropea forscht im Fachgebiet Strömungslehre und Aerodynamik (Fachbereich Maschinenbau) der TU in den Bereichen Zerstäubung und Sprays, Laser-Messverfahren, instationäre Aeordynamik und Grenzflächenphänomene. sip

Neue Katalysatoren: „Hessen schafft Wissen“ zu Gast bei Prof. Kramm

16. September 2021

Was sind Katalysatoren und welche Lösungen bieten sie für die Energiewende? Diesen Fragen geht der Science Reporter von „Hessen schafft Wissen“ im Interview mit TU-Professorin Ulrike Kramm nach. Kramm ist Professorin am Fachbereich Chemie der TU und entwickelt mit ihrer interdisziplinären Arbeitsgruppe neue Materialien, die als Katalysatoren für energierelevante Reaktionen eingesetzt werden können, zum Beispiel in Brennstoffzellen. Eine wichtige zukünftige Anwendung finde sich in der Automobilindustrie, so Kramm. „Aktuell wird die Markteinführung von Brennstoffzellenfahrzeugen dadurch verhindert, dass sie so teuer sind. Das Ziel ist, dass wir günstige Katalysatoren entwickeln, so dass es auch im niedrigeren Preissegment Fahrzeuge geben kann, die mit einer Brennstoffzelle funktionieren.“ sip

Rettich übernimmt Geschäftsführung im Studierendenwerk

14. September 2021

Das Studierendenwerk Darmstadt hat einen neuen Geschäftsführer. Wolfgang Rettich hat am 6. September sein Amt angetreten. Er folgt auf Ulrike Laux, die in den Ruhestand ging.

Der diplomierte Sozialwissenschaftler Rettich will eine Unternehmensführung mit sozialem Auftrag ins Zentrum seiner Arbeit stellen, um den Studierenden der TU Darmstadt und der Hochschule Darmstadt die bestmögliche Unterstützung in einer entscheidenden Phase ihres Lebens zukommen zu lassen. Sein Augenmerk gelte den anstehenden Veränderungen im Darmstädter Campus-Alltag, vor allem im Hinblick auf die Kernbereiche des Studierendenwerks – Hochschulgastronomie, studentisches Wohnen, Beratung/Soziales/Interkulturelles und Studienfinanzierung – sowie der Rückkehr zu mehr Normalität im Wintersemester und nach der Corona-Pandemie, so das Studierendenwerk.

Rettich war zuvor Mitglied im Stadtrat, in Aufsichtsräten und im Landesvorstand Nordrhein-Westfalen für „BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN“ tätig. Seit 2018 war er Leiter für die Bereiche Freiwilligendienste, Jugendkultur und Ehrenamt sowie Personalchef beim Landesverband Berlin der Arbeiterwohlfahrt. Das Studierendenwerk feierte in diesen Tagen 100-jähriges Bestehen. sip

Neu an der TU: Professor Frank Pisch PhD

Professor Frank Pisch PhD

09. September 2021

Prof. Frank Pisch PhD ist seit 1. September Professor für im Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften.

Der 34-jährige Wissenschaftler hatte vorher eine Assistenzprofessur an der Universität St. Gallen inne. Seine Forschungsgebiete sind Mikroökonomie, Produktionsnetzwerke und Unternehmensorganisation. Wir haben bei Professor Pisch nachgefragt:

Was ist das Spannende an Ihren Themen?

Wo kommt eigentlich Ihr Smartphone her? Warum ist es so teuer, obwohl es in Niedriglohnländern hergestellt wird? Warum ist es trotz seiner unfassbaren Komplexität dennoch für Sie erschwinglich? Wie organisiert sein Designer den Innovations- und Entwicklungsprozess, um immer neueste Technologien zu verbauen? Welche Auswirkungen hat unsere internationale Wirtschaft auf die Umwelt? Diese spannenden und wirtschaftspolitisch hochrelevanten Themen erforsche ich mit meinem Team in Darmstadt.

An der TU Darmstadt wird Interdisziplinarität groß geschrieben. Wo gibt es in Ihrem Arbeitsfeld Schnittstellen zu anderen Fachgebieten?

Internationale Produktionsnetzwerke und Unternehmensorganisation sind natürlich zentrale Forschungsbereiche der BWL, vor allem auch der Wirtschaftsinformatik. Da ich als Volkswirt aber immer auch einen gesamtwirtschaftlichen Zugang habe, arbeite ich stets an (wirtschafts- und umwelt-)politischen Fragestellungen.

Wenn ich heute Student wäre, würde ich …

… die Ohren steif halten … jeden Tag optimistisch auf die nächsten Jahre mit unglaublichen Technologien und Möglichkeiten blicken … mich für den Umweltschutz und mehr Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft engagieren … ganz viel Zeit beim Sport und mit künstlicher Intelligenz verbringen.

ua

Neu an der TU: Professor Moritz Egert

Prof. Dr. rer. nat. Moritz Egert.

07. September 2021

Seit September ist Dr. rer. nat. Moritz Egert Professor für Analysis am Fachbereich Mathematik. Der 33-jährige Wissenschaftler forscht zu harmonischer Analysis und partiellen Differentialgleichungen. Wir haben bei Professor Egert nachgefragt:

Was war Ihre vorherige wissenschaftliche Station?

Université Paris-Saclay

Was ist das Spannende an Ihren Themen?

Musik ist die Überlagerung vieler einfacher Frequenzen; Orte im dreidimensionalen Raum lassen sich durch Angabe von Höhe, Breite und Tiefe eindeutig bestimmen. Aus einer abstrakten Perspektive betrachtet, handelt es sich dabei um das gleiche Prinzip: Ein komplexes Objekt (Vektor) lässt sich eindeutig durch Kombination vieler elementarer Bauteile (Basis) beschreiben. Aber was sind Elementarbauteile der Wärmeleitungsgleichung oder einer stetigen Funktion? All das sind Fragen, die sich mit Methoden der harmonischen Analysis beantworten lassen. Und mathematisch forschen kann man überall, weltweit mit Kolleg*innen, beim Kaffee am Morgen, abends beim Bier, nur unter Einsatz der eigenen Kreativität!

In welchen Fachbereich der TU würden Sie gerne mal einen Tag schnuppern? Warum?

Ins Institut für Sportwissenschaften am Fachbereich Humanwissenschaften. Ich interessiere mich sehr für Sportsoziologie und bereue, als Student nicht entsprechende Vorlesungen besucht zu haben.

Wenn ich heute Student wäre, würde ich …

… immer brav meine Tassen aus dem Bistro zurückbringen. Man weiß nie, ob man nicht aus Versehen in einem Fragebogen ein Geheimnis verrät.

cst

Stadtradeln 2021: Auszeichnung für Team der TU Darmstadt

Stadtradeln 2021: Urkunde für das TU-Team.

06. September 2021

Bei der Kampagne „Stadtradeln Darmstadt 2021“ des Netzwerks Klima-Bündnis hat das Team der TU Darmstadt den ersten Platz belegt. Im Rahmen des Fahrradaktionstags zeichnete Michael Kolmer, Mobilitätsdezernent der Wissenschaftsstadt, am vergangenen Sonntag (05. September) nun die erfolgreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie Teams aus, die drei Wochen im Mai ihre mit dem Fahrrad gefahrenen Kilometer protokolliert hatten. Ziel der bundesweiten Kampagne ist es, innerhalb der drei Wochen als Gruppe oder Einzelner möglichst viele Kilometer mit dem Rad zurückzulegen, um die individuellen und kommunalen CO₂-Emissionen zu senken.

TU-Kanzler Dr. Manfred Efinger nahm für das Team der TU Darmstadt die Siegerurkunde entgegen und freute sich über die große nachhaltige Teamleistung. Insgesamt erradelten die 173 Fahrerinnen und Fahrer der TU Darmstadt 33.124 Kilometer und vermieden somit 4.869 Kilogramm CO₂. In diesem Jahr nahmen 167 Teams am Darmstädter Stadtradeln teil, dabei kamen 531.370 Kilometer zusammen und eine Vermeidung der CO₂-Emission um mehr als 78 Tonnen.

Die TU Darmstadt übernimmt mit ihrer Nachhaltigkeitsstrategie Verantwortung auf dem Weg einer nachhaltigen Entwicklung. Kernpunkte dabei sind, Aktivitäten zum Thema Nachhaltigkeit auf allen universitären Ebenen zu fördern, aber auch wirksame Strategien zu entwickeln, Impulse zu setzen oder direkte Kommunikation zu ermöglichen. So soll Nachhaltigkeit langfristig an der TU selbstverständlich werden – bei gleichzeitiger Sensibilisierung und Motivation der Studierenden und Beschäftigten, sich selbst aktiv am nachhaltigen Wandel der TU zu beteiligen, zum Beispiel durch den Verzicht auf die Nutzung von PKWs im Sinne einer nachhaltigen Mobilität. pb

Studierendenwerk Darmstadt verabschiedet Geschäftsführerin Ulrike Laux

06. September 2021

Im Rahmen seines Festaktes zum 100-jährigen Jubiläum hat das Studierendenwerk Darmstadt am vergangenen Freitag (3. August) die langjährige Geschäftsführerin Ulrike Laux verabschiedet. Die Feier und Verabschiedung fanden als Präsenz-Veranstaltung mit einer stark begrenzten Gästezahl und virtuell als Konferenz-Schaltung statt. Neben Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Studierendenwerks sowie Vertreterinnen und Vertretern der Studierenden waren Wissenschaftsministerin Angela Dorn, Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks, und Professor Heribert Warzecha, TU-Vizepräsident für Studium und Lehre, vor Ort anwesend.

Ulrike Laux hat im Laufe ihrer sechzehnjährigen Amtszeit besonders das Thema Nachhaltigkeit in den Fokus des Darmstädter Studierendenwerks gerückt. Die Gäste hoben in ihren Würdigungen mehrfach ihr persönliches Engagement für Studierende und ihre „auf Konsens ausgerichtete Beständigkeit“ hervor. Auf Ulrike Laux folgt Wolfgang Rettich als neuer Geschäftsführer. Studierendenwerk Darmstadt/pb

Neu an der TU: Professorin Jia Liu

Prof. Dr. Jia Liu.

01. September 2021

Dr.-Ing. Jia Liu ist seit September Professorin für Verkehrswegebau am Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften. Wir haben bei Professorin Liu nachgefragt:

Was war Ihre vorherige wissenschaftliche/berufliche Station?

TU München/Bahnindustrie Schweiz/DB Netz AG

Und Ihre wichtigste?

Die DB Netz AG. Dort konnte ich mein Fachwissen deutlich erweitern und direkt aus der Praxis weitere interessante Forschungsthemen generieren.

Warum sollten Studierende sich für Ihre Themen interessieren?

Das Forschungsgebiet Verkehrswegebau hat viele fachliche Schnittstellen. Man lernt jeder Zeit Neues dazu. Es verbindet nicht nur unterschiedliche Fachbereiche wie Konstruktiven Ingenieurbau, Leit- und Signaltechnik, Bautechnik, Verkehrsplanung usw., sondern auch die Ortschaften, Menschen und Kulturen. Die Verkehrswege sind Träger für Eisenbahn, ÖPNV, KFZ und weitere Verkehrsmittel. Die Entwicklungen in diesem Gebiet haben großen Einfluss auf die Gesellschaft.

In welchen Fachbereich der TU würden Sie gerne mal einen Tag schnuppern? Warum?

Fachbereiche wie KI und Robotik sind sehr interessant für mich. Einerseits stehen Infrastrukturbetreiber vor der Herausforderung, die Verkehrsanlagen zu digitalisieren und somit intelligent und ressourcenschonend zu verwalten. Andererseits gibt es immer weniger Personal für die operative Instandsetzung. Roboter statt Gleisbauarbeiter? Es wäre sehr interessant herauszufinden, ob zwischen KI, Robotik und Verkehrswege-Instandhaltung gewisse Synergien entstehen könnten.

Der beste Ausgleich zu einem stressigen Arbeitstag ist …

… ein Spaziergang mit der Familie.

cst

Wissenschaftsstadt ehrt Professor Hans Jürgen Prömel

Oberbürgermeister Jochen Partsch und Professor Dr. Hans Jürgen Prömel

31. August 2021

Oberbürgermeister Jochen Partsch hat den ehemaligen Präsidenten der TU Darmstadt Professor Dr. Hans Jürgen Prömel am heutigen Dienstagmittag mit der Johann-Heinrich-Merck-Ehrung der Wissenschaftsstadt Darmstadt ausgezeichnet. Professor Prömel, der die Universität von 2007 bis 2019 leitete, erhält die Ehrung für seine zahlreichen Verdienste um den Wissenschaftsstandort Darmstadt, wie die Stadt auf ihrer Webseite mitteilte.

„Professor Prömel hat sich in seiner Funktion als Präsident der größten Darmstädter Hochschule in besonderer Weise um die Entwicklung unserer Stadt verdient gemacht. Ihm ist es durch seine engagierte, zielstrebige und dabei stets kooperative Arbeit gelungen, die Technische Universität Darmstadt zu einem wegweisenden, modernen und offenen Bildungsort zu machen und damit die Identität unserer Stadt als Stadt der Wissenschaften zu prägen. Von der hervorragenden Führung und Weiterentwicklung der Technischen Universität durch Professor Dr. Prömel hat ganz Darmstadt profitiert und sein Handeln als TU-Präsident ist aus objektiver Sicht ein wichtiger Beitrag zur Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung in dieser Zeit, der nachhaltig fortwirkt“, so Oberbürgermeister Partsch in seiner Laudatio.

Als Präsident der TU Darmstadt habe sich Prömel um das Wohl und Ansehen der Stadt Darmstadt in der Region, in Deutschland und darüber hinaus besonders verdient gemacht. Die Wissenschaftsstadt verleihe Professor Prömel daher mit großer Freude und mit großem Respekt vor seinen Leistungen die Johann-Heinrich-Merck-Ehrung, erklärte Partsch.

TU-Präsidentin Professorin Dr. Tanja Brühl sprach Gratulationen aus: „Das gesamte Präsidium der TU Darmstadt gratuliert Hans Jürgen Prömel sehr herzlich zur Auszeichnung mit der Johann Heinrich-Merck-Ehrung. Sie würdigt seine großen Verdienste um den Wissenschaftsstandort Darmstadt in besonderer Weise.“ Wissenschaftsstadt Darmstadt/pb

Publikation zu Symmetrie in Kernreaktionen

31. August 2021

Professor Dr. Hans-Werner Hammer vom Institut für Kernphysik und Dam Thanh Son (University of Chicago) haben in der Fachzeitschrift PNAS (Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America) den Artikel „Unnuclear physics: Conformal symmetry in nuclear reactions“ zur Bedeutung von Symmetrien in Kernreaktionen veröffentlicht.

Symmetrie spielt in der modernen Physik eine Schlüsselrolle als Leitprinzip für die Konstruktion grundlegender Theorien der Natur. Die Beschreibung vieler Phänomene in der Kern- und Teilchenphysik wird durch Ausnutzung ihrer Symmetrien vereinfacht. In diesem Bereich bisher nicht realisiert ist die sogenannte konforme Symmetrie, die Skaleninvarianz impliziert. Skaleninvariante Systeme sehen auf unterschiedlichen Längenskalen gleich aus, ähnlich wie Fraktale oder homogene Funktionen.

Die Forschenden verwenden diese Eigenschaft, um die Energiespektren bestimmter Reaktionen von Quantenteilchen vorherzusagen. Ihre Arbeit erweitert den einflussreichen, aber spekulativen Vorschlag eines Sektors mit einer versteckten Symmetrie jenseits des Standardmodells der Elementarteilchenphysik auf nicht-relativistische Teilchen im Regime starker Wechselwirkungen. Diese Systeme bilden sogenannte unparticles. Sie haben kontinuierliche Energiespektren, die sich charakteristisch von normalen Teilchen unterscheiden. Sie können mit gefangenen Atomen realisiert werden und treten in natürlicher Weise bei Kernreaktionen mit Neutronen auf. Damit wird eine Verbindung von Systemen in so unterschiedlichen Forschungsgebieten wie der Elementarteilchenphysik, der Kernphysik und der Physik der ultrakalten Atome hergestellt, die unter bestimmten Bedingungen gleiches Verhalten zeigen. Die konforme Symmetrie erlaubt es, die Energiespektren von bekanntermaßen schwer zu berechnenden Kernreaktionen vorherzusagen. Im Artikel in PNAS präsentieren die Forscher das allgemeine Szenario von unnuclear physics und diskutieren Möglichkeiten ein unnucleus an Beschleunigern für instabile Kerne wie z.B. RIBF (Japan), FRIB (USA) und FAIR GSI (Darmstadt) zu beobachten.

Der Artikel ist im Rahmen der Forschung im Sonderforschungsbereich 1245 “Nuclei: From Fundamental Interactions to Structure and Stars” am Institut fuer Kernphysik entstanden. Hans-Werner Hammer / bjb

Container-Installation „Zivilisationsrest“

Container-Installation „Zivilisationsrest" von Willi Bucher

31. August 2021

Wasser gilt als die Quelle des Lebens, doch Leben, wie wir es heute kennen, wird zu großen Teilen von Technik und Fortschritt bestimmt. Gemeinsam verheißen diese Eigenschaften verbesserte Lebensbedingungen, beschreiben eine Zivilisation und verbinden unsere Gesellschaft. Dabei wird leicht die Bedeutung des Wassers vergessen, welches auch im übertragenen Sinne so vieles möglich macht.

Willi Buchers Container-Installation „Zivilisationsrest“, die seit kurzem an der Ernst-Neufert-Halle (Gebäude S3|07) auf dem Campus Stadtmitte aufgestellt ist und dort montags bis freitags von 08.00 bis 22.00 Uhr besichtigt werden kann, regt schon durch den Titel zum Nachdenken an: Ist ein alter Bau-Container eine adäquate Beschreibung für den Rest einer Zivilisation? Ist es das Wasser, welches für den Rest ebenso wie für den Anfang steht? Sind eine Videoinstallation und ein Gesamtkunstwerk dieser neuartigen Form nicht gerade ein sehr passendes Beispiel der Möglichkeiten in Zivilisationen wie der unseren?

Im Container fließt bis zum Überlaufen Wasser in ein Glas, wird erweitert auf weitere Gläser, bis der gesamte Sichtbereich „überläuft“, sodass der Kreislauf wieder von vorne beginnt. So ist Wasser nicht nur die Quelle des Lebens, sondern der „letzte Rest“ kann auch Konsequenzen und Auswirkungen auf Zukünftiges haben.

Erworben wurde das Kunstwerk 2018 von der SBS GmbH mit finanzieller Unterstützung der BS Kulturstiftung. Sarah Schneider/pb

Medienschau: TU-Studie zum Insektensterben

30. August 2021

Die Zahl der Fluginsekten hat in den letzten Jahrzehnten um fast drei Viertel abgenommen. Unter dem Titel „Tödliches Sommerloch“ geht „Spiegel online“ dem Insektensterben nach und stellt verschiedene Initiativen vor, die durch den Anbau von attraktiven Pflanzen oder das Anlegen geeigneter Blühwiesen auch im urbanen Raum die Bestäuber retten wollen. Dabei beruft sich das Online-Magazin auch auf eine Studie zum Wert von Wildblumenflächen für die Biodiversität unter Federführung der TU Darmstadt und zitiert den Erstautor der Veröffentlichung, Privatdozent Karsten Mody, Arbeitsgruppe Ökologische Netzwerke am Fachbereich Biologie. sip

Medienschau: TU-Mitarbeiter im Maintower-Porträt

30. August 2021

Ein Gesicht der TU: Pedram Babaei flüchtete 2015 aus dem Iran nach Deutschland. Heute arbeitet er als technischer Mitarbeiter am Eduard-Zintl-Institut für Anorganische und Physikalische Chemie im Arbeitskreis von Professorin Barbara Albert. Die Sendung „Maintower“ des Hessischen Rundfunks stellt ihn und zwei weitere Geflüchtete vor und lässt ihn erzählen: über Beweggründe für die Flucht, Sorgen um die Familie und Freude über den neuen Alltag in Deutschland. sip

Verein für Hochleistungsrechnen gegründet

25. August 2021

Acht von Bund und Ländern geförderte Rechenzentren von Hochschulen beziehungsweise Hochschulverbünden haben sich mit der Gründung des Vereins für Nationales Hochleistungsrechnen – NHR-Verein e.V. zu einem leistungsstarken Verbund zusammengeschlossen, um sich künftig untereinander zu koordinieren und Rechenkapazitäten deutschlandweit zu vergeben. Die TU Darmstadt gehört zu den Gründungsmitgliedern.

Mit dem Nationalen Hochleistungsrechnen werden die fachlichen und methodischen Stärken von Hochleistungsrechenzentren in einem nationalen Verbund weiterentwickelt, heißt es in der Pressemitteilung der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz GWK (wird in neuem Tab geöffnet). Forschende an Hochschulen sollen unabhängig von ihren jeweiligen Standorten deutschlandweit und bedarfsgerecht auf die für ihre Forschung benötigte Rechenkapazität zugreifen können. Bund und Länder begegnen damit der wachsenden Nachfrage nach Wissenschaftlichem Rechnen sowie den Anforderungen einer zunehmend digitalisierten Wissenschaft. Für das Nationale Hochleistungsrechnen stellen Bund und Länder gemeinsam insgesamt bis zu 62,5 Millionen Euro jährlich bereit, mit denen die Investitionen und der Betrieb der geförderten Rechenzentren über einen Zeitraum von grundsätzlich jeweils zehn Jahren finanziert werden. Weiterförderungen sind möglich.

Der neu gegründete NHR-Verein gewährleistet die Umsetzung von wesentlichen Zielen des Nationalen Hochleistungsrechnens. Zum einen sollen die Rechenkapazitäten und die Expertise der geförderten Rechenzentren überregional, nachhaltig und ressourceneffizient zum Einsatz kommen. Zum anderen wird durch den Verein ein faires, wissenschaftsgeleitetes und nationales Vergabeverfahren für Rechenzeiten sichergestellt. Weitere Ziele sind u.a. die Stärkung der Methodenkompetenz der Nutzerinnen und Nutzer, die Aus- und Weiterbildung im Wissenschaftlichen Rechnen sowie die Weiterentwicklung des Wissenschaftlichen Rechnens. GWK/bjb

ULB veranstaltet digitalen „Tag der offenen Tür“

Am 12.09.21 findet der „Tag der offenen Tür“ statt.

23. August 2021

Im Rahmen des bundesweiten „Tag des offenen Denkmals“ lädt die Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt (ULB) am 12.09.21 von 11 bis 17 Uhr zu einem digitalen „Tag der offenen Tür“ ein. Interessierte können sich auf virtuelle Rundgänge durch die aktuellen Standorte der ULB, die Baustelle des zukünftigen Standorts im Schloss sowie in die Werkstätten und unterirdischen Magazine begeben.

Außerdem stehen Vorträge über Geschichte, Aufgaben, Bestände und aktuelle Projekte der ULB auf dem Programm, für Fragen steht ein Chat zur Verfügung. Die Veranstaltung findet online über Zoom statt, eine Anmeldung ist erforderlich. ULB/cst

Medienschau: Strategische Wissenschaftskommunikation an der TU

18. August 2021

Seit Anfang Juli hat Patrick Honecker an der TU die neu geschaffene Position eines Chief Communications Officers inne. Als eine der ersten Universitäten in Deutschland siedelt die TU damit das Thema Kommunikation direkt im Präsidium an. In einem Doppelinterview mit der Plattform wissenschaftskommunikation.de sprechen TU-Präsidentin Tanja Brühl und Honecker über die Bedeutung von strategischer Wissenschaftskommunikation, deren Stärkung an der TU, Veränderungen, Zusammenarbeit und Ziele für die Zukunft. „Wir forschen zu gesellschaftlich höchst relevanten Themen, haben innovative Lehrformate und unter anderem eine lebendige Ausgründungsszene. Darüber möchte ich in den Dialog treten. Und dazu braucht es als Grundlage eine neue Marken- und Kommunikationsstrategie. Wir müssen und wollen die strategische Kommunikation über unser Handeln immer mitdenken“, erläutert Brühl im Gespräch. Dazu gehöre auch eine veränderte Erklärkultur. Wissenschaft sei gut darin, Ergebnisse zu kommunizieren. „Wir müssen aber besser darin werden, die Prozesse und Methoden von Wissenschaft zu erklären und zu kommunizieren. Reputation entsteht, wenn man dies gut macht, automatisch“, so Honecker. sip

Prof. Sadeghi mit Intel Academic Leadership Award ausgezeichnet

13. August 2021

Für ihren bedeutenden Einfluss auf die Entwicklung und Mitgestaltung der internationalen Cybersicherheitsforschung haben Professor Ahmad-Reza Sadeghi und sein Team den Intel Academic Leadership Award erhalten. Mit dem Preis zeichnet der US-amerikanische Halbleiterhersteller Intel die exzellente Arbeit der Forschenden am System Security Lab des Fachbereichs Informatik aus. Auch der weltweit größte Hardware-Sicherheitswettbewerb „HACK@Event“, den das Darmstädter Team gemeinsam mit der Texas A&M University konzipiert hat, wird damit honoriert.

„Wir sind sehr stolz auf die Auszeichnung“, freut sich Prof. Sadeghi in seiner Laudatio. Intel strebe danach, mit den innovativsten Köpfen auf der ganzen Welt zusammenzuarbeiten. Seine Begegnungen mit der Firma seien immer von Begeisterung für fundierte, innovative und nachhaltige Forschung geprägt gewesen, so der Informatikprofessor. lh

ULB übernimmt Bibliothek des Naturwissenschaftlichen Vereins Darmstadt

12. August 2021

Die Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt (ULB) hat die Bibliothek des Naturwissenschaftlichen Vereins Darmstadt übernommen. Der Verein machte im April 2019 durch einen Artikel im Darmstädter Echo („Bücherei bangt um ihre Räume“) auf die kritische Raumsituation seiner Bibliothek aufmerksam. Auf den Zeitungsartikel hin bot die ULB dem Verein die Unterbringung der Bibliothek in ihren Räumen an. Der Umzug fand nach Corona-bedingter Verzögerung Anfang August 2021 statt.

Der Bestand umfasst rund 1.300 Bücher und 300 Schriftenreihen von 1810 bis in die Gegenwart. Das inhaltliche Spektrum ist breitgefächert und reicht von Botanik, Zoologie, Insektenkunde und Agrar- und Forstwissenschaften über Physik, Chemie und Pharmazie bis hin zu Soziologie, Städtebau, Landschaftsplanung u.v.m. Die drei eigenen Publikationsreihen, Tauschbeziehungen mit anderen naturwissenschaftlichen Vereinen im In- und Ausland sowie laufende Abonnements von Zeitschriften wird der Verein weiterführen und die Exemplare der ULB zur Verfügung stellen.

Für den Verein sind der Erhalt und die Weiterführung seiner Bibliotheksbestände durch die Eingliederung in die ULB nun gesichert. „Das ist eine äußerst wertvolle Bereicherung für unser Haus und eine hervorragende Ergänzung unseres bereits vorhandenen Literaturbestands in den jeweiligen Fachgebieten“, so Prof. Thomas Stäcker, Direktor der ULB.

Die Bücher und Schriftenreihen werden nach einer Dublettenprüfung nun sukzessive in den ULB-Bestand eingearbeitet. Nach der Einarbeitung werden die Bände für die allgemeine Benutzung und die Verwendung in Forschung und Lehre zur Verfügung stehen.

ULB/pg

Medienschau: Diana Seyfarth über Programm für mentale Stärke

11. August 2021

Mental stark und emotional in Balance in Studium und Lehre – die Hochschuldidaktische Arbeitsstelle (HDA) der TU unterstützt die Mitglieder der TU dabei, dies zu erreichen. Das Programm entstand bereits vor der Corona-Pandemie. Im Gespräch mit Rhein-Main-TV erläutert Projektleiterin und Diplompädagogin Diana Seyfarth, wie die praxiserprobten und wissenschaftlich fundierten Angebote der HDA während der Pandemie ins Digitale überführt wurden. Was mit Selbstlerneinheiten begann, wird inzwischen durch Onlineseminare und -Workshops ergänzt. Damit begegne die TU den besonderen Belastungen dieser Zeit, so Seyfarth: Studierende und Beschäftigte beschrieben eine Entgrenzung von Studium oder Beruf und Privatleben, Isolation, fehlende Kontakte und fehlenden informellen Austausch. Die Folgen seien spürbar, etwa verändertes Stresserleben und Ängste. Dagegen helfen verschiedene Methoden, für die die HDA Anleitungen bietet – Körperübungen, Atemübungen, Visualisierungen, Fokussierungsübungen und sozialer Austausch. Dass dies nicht zeitaufwendig sein muss, erläutert Seyfarth ebenfalls im Gespräch: „Ein Zustand von relativer Entspannung, mit dem man durch eine kurze Meditation, eine kurze Atemübung den ganzen Körper wieder reguliert, ist sehr, sehr hilfreich.“ sip

Neu an der TU: Professor Christian Stecker

Prof. Dr. Christian Stecker

05. August 2021

Prof. Dr. Christian Stecker leitet seit August den Arbeitsbereich „Politisches System der BRD und Vergleich politischer Systeme“ am Institut für Politikwissenschaft (Fachbereich Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften). In seiner Forschung beschäftigt sich der 41-jährige Wissenschaftler unter anderem mit Fragen des Designs von Demokratien, Eigenarten föderaler Systeme, der Funktionsweise von Minderheitsregierung und dem Effekt des Populismus auf die Parlamente. Wir haben bei Professor Stecker nachgefragt:

Was war Ihre vorherige wissenschaftliche Station?

Uni Potsdam, LMU München, MZES/Uni-Mannheim

Und Ihre wichtigsten?

Alle Stationen waren auf ihre eigene Art für mich wichtig und prägend.

Warum sollten Studierende sich für Ihre Themen interessieren?

Politik steckt ja in vielen Fragen, die uns wichtig sind. Ist es eine gute Idee, dass Bund und Länder viele Dinge gemeinsam aushandeln müssen? Warum gibt es so große Unterschiede im Anteil von Frauen in Parlamenten? Wie funktioniert doch gleich das Wahlsystem bei Kommunalwahlen? Bei uns am Institut lernt man, sich mit diesen Fragen systematisch und informiert zu beschäftigen. Die analytischen Fähigkeiten, die man dabei erlangt, sind in zahlreichen Berufsfeldern sehr nützlich.

An der TU Darmstadt wird Interdisziplinarität groß geschrieben. Wo gibt es in Ihrem Arbeitsfeld Schnittstellen zu anderen Fachgebieten?

Ich arbeite teils mit großen Datenmengen (z. B. allen Reden des Bundestages seit 1949). Diese Daten müssen gut aufbereitet und etwa durch prägnante Visualisierungen verdichtet werden. Dabei gibt es zahlreiche mögliche Verknüpfungen mit dem, was sich hinter dem Label „Digital Humanities“ verbirgt, unter anderem mit der Informatik und der Computerlinguistik.

Der beste Ausgleich zu einem stressigen Arbeitstag ist …

Mit meinen drei Söhnen Fußball spielen und ihnen dabei – solange das noch geht – absolut keine Chance lassen.

pb

29 Hochschulen gründen Moodle-Verein

30. Juli 2021

Der gemeinnützige Verein „Moodle an Hochschulen“ wurde in einer gemeinsamen Videokonferenz am 22. Juli durch 29 deutsche Hochschulen, darunter die TU Darmstadt, gegründet. Klaus Steitz, Gruppenleiter Content-Management und Entwicklung am Hochschulrechenzentrum der TU Darmstadt, gehört dem Vorstand an.

Der Verein mit Sitz in Berlin ist Ansprechpartner und Multiplikator für das Open-Source-Lernmanagementsystem Moodle im deutschen Hochschulraum. Die gemeinsame Arbeit im Verein soll den Open-Source-Gedanken, der hinter der Software Moodle steht, stärken, wie es in einer Mitteilung des Vereins heißt. Der Verein ist Ansprechpartner und Multiplikator, stärkt Vernetzung und Wissenstransfer und koordiniert Moodle-Weiterentwicklungen für den Hochschulbedarf. „Moodle an Hochschulen“ richtet Netzwerktreffen und Experten-Panels aus und ermöglicht den Austausch sowie die Veröffentlichung von Best Practices und trägt damit zur digitalen Souveränität im Bildungssektor bei.

Moodle wird an circa 180 deutschen Hochschulen eingesetzt und steht damit über 1,5 Millionen Studierenden zur Verfügung. In der Corona-Krise konnte unter anderem mit Hilfe von Moodle der Studienbetrieb nicht nur aufrechterhalten, sondern auch ausgebaut werden. Auch ohne Pandemie bieten solche digitalen Plattformen viele Möglichkeiten: Studieninhalte können zeitlich und örtlich unabhängig in diversen digitalen Formaten abgerufen werden, Studierende kommunizieren untereinander und mit Lehrenden. Sie bearbeiten interaktive Lernaktivitäten, Prüfungen werden digital unterstützt. Moodle an Hochschulen / bjb

Forschungsprojekt zu grünem Wasserstoff

29. Juli 2021

Im Rahmen eines neuen Förderprogramms haben die U.S. National Science Foundation (NSF) und die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) der University of Illinois Urbana-Champaign und der Technischen Universität Darmstadt einen dreijährigen Forschungszuschuss in Höhe von 720.000 Dollar (500.000 Dollar von der NSF) gewährt, um Möglichkeiten zur effizienteren Herstellung von grünem Wasserstoff, einer sauberen und erneuerbaren Energiequelle, zu erforschen, wie chemie.de berichtet.

Grüner Wasserstoff wird durch die Spaltung von Wassermolekülen mittels eines sogenannten Elektrolyseurs hergestellt, der elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen nutzt – aber dieser Prozess erfordert derzeit viel Energie und ist noch nicht kosteneffektiv.

Das neu geförderte Forschungsprojekt zielt darauf ab, durch ingenieurwissenschaftliches Verständnis neuer Klassen von Elektrokatalysatoren wie Pyrochloren die Effizienz und Stabilität der Elektrolyse zur Wasserspaltung zu erhöhen.

Von Seiten der TU ist Andreas Klein, Professor für Material- und Geowissenschaften, beteiligt, der einen neuen Rahmen entwickeln wird, um die Oberflächenstrukturen mit Hilfe der Röntgen-Photoelektronenspektroskopie (XPS) unter realistischen Bedingungen zu untersuchen. chemie.de/bjb

Medienschau: Antimaterie-Transporter

29. Juli 2021

Antimaterie ist heikel und instabil – und doch sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler darauf angewiesen, sie zu lagern und zu transportieren. Der Fernsehsender Sat.1 hat das Team um Professor Alexandre Obertelli (Institut für Kernphysik am Fachbereich Physik der TU) besucht und berichtet über die Herausforderungen im Umgang mit Antimaterie und über die Entwicklung einer Apparatur für deren Transport. Die TU-Forschungsgruppe leitet das Projekt „PUMA“, das darauf zielt, Antiprotonen, das heißt Antiteilchen von Protonen, zu lagern und zu transportieren, um sie für Versuche zur Erforschung der Struktur von radioaktiven Atomkernen in der Isotopenquelle ISOLDE am CERN zu verwenden. Zudem wird im Sat.1-Beitrag auch die TU als herausragende Forschungseinrichtung im Bereich Kernphysik vorgestellt. sip

Leap in time Lab: Besuch der hessischen Digitalministerin

Ministerin Sinemus mit den Robotern Elenoide und TIAGo++

29. Juli 2021

Bereits zum zweiten Mal war die hessische Digitalministerin Kristina Sinemus bei ihrer Sommerreise vor Ort im leap in time Lab in Darmstadt. Am 28. Juli 2021 stand ein Besuch beim vom Zentrum verantwortungsbewusste Digitalisierung (ZEVEDI) geförderten Pilot-Projekt RoboTrust auf der Agenda. RoboTrust befasst sich mit der verantwortungsbewussten Gestaltung von Mensch-Roboter Interaktionen mit intelligenten anthropomorphen Dienstleistungsrobotern. Die Ministerin konnte sich bei Ihrem Besuch ein eigenes Bild von den beiden anthropomorphen Robotern Elenoide und TIAGo++ machen und hautnah erleben, wie es sich anfühlt mit solchen Robotern zu interagieren. Franziska Wolf

Medienschau: Prof. Tessmann über 3D-Druck im Hausbau

23. Juli 2021

Ist 3D-Druck ein Allheilmittel für die Baubranche? Dieser Frage geht die FAZ nach. TU-Professor Oliver Tessmann, Leiter des Fachgebiets Digitales Gestalten am Fachbereich Architektur der TU, kommt als Experte zu Wort und erläutert im Artikel die Einsatzmöglichkeiten des Verfahrens. Diese reichen von konventionellen Bauten bis hin zu visionären Prototypen aus Forschungslabors und Design-Ateliers. „Wenn neue Materialien oder Techniken in die Welt des Bauens kommen, gibt es oft eine Übergangsphase, in der mit dem Neuen genauso gebaut wird wie vorher mit dem Alten“, so Tessmann. sip

Medienschau: Prof. Hollick über Kommunikation im Katastrophenfall

21. Juli 2021

Die Flutkatastrophe im Westen Deutschlands wurde durch den Ausfall von Strom- und Kommunikationsnetzen verschärft: Personen wurden tagelang vermisst, weil sie nicht zu erreichen waren, Helfer konnten sich nur schwer organisieren. Im Gespräch mit dem SWR plädiert TU-Informatik-Professor Matthias Hollick dafür, Netze durch staatliche Regulierung und Vorgaben für die Betreiber krisensicher zu machen.

Der TU-Forscher erläutert im Interview zudem verschiedene technische Möglichkeiten, um Kommunikation in Notfallnetzen aufrecht zu erhalten, an deren Erforschung die TU maßgeblich beteiligt ist: Das LOEWE-Zentrum emergenCITY arbeitet seit 2020 an resilienten Infrastrukturen digitaler Städte, die auch Krisen und Katastrophen standhalten. emergenCITY ist als interdisziplinäre und standortübergreifende Kooperation organisiert, an der die Partneruniversitäten TU Darmstadt, Universität Kassel und Philipps-Universität Marburg beteiligt sind. Hollick ist wissenschaftlicher Koordinator und Principal Investigator von emergenCITY und leitet das Secure Mobile Networking Lab am Fachbereich Informatik. sip

Neu an der TU: Honorarprofessor Ulrich Müller

Honorarprofessor Dr. Ulrich Müller

21. Juli 2021

Dr. Ulrich Müller ist neuer Honorarprofessor am Fachbereich Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften der TU Darmstadt. Der 58-Jährige, der als Senior-Berater für Netzwerke, Knowledge Sharing, Süd-Süd- und Dreieckskooperation bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GIZ tätig ist, forscht zu internationaler und Entwicklungszusammenarbeit und Dreieckskooperation. Wir haben bei Honorarprofessor Müller nachgefragt:

Warum sollten Studierende sich für Ihre Themen interessieren?

Der Praxisbezug und der Zusammenhang mit aktuellen globalen Herausforderungen; außerdem die interaktiven Arbeitsformen, häufig zur Erarbeitung praxisnaher und praxisrelevanter Aufgabenstellungen in Kleingruppen.

An der TU Darmstadt wird Interdisziplinarität groß geschrieben. Wo gibt es in Ihrem Arbeitsfeld Schnittstellen zu anderen Fachgebieten?

Als Methodenberater arbeite ich in der GIZ mit Projekten in verschiedenen Sektoren zusammen. Dies fließt in meine Seminare ein, die sich an interdisziplinäre Studierendengruppen richten und stark vom Zusammenspiel der verschiedenen Fächer profitieren. Als Geograph habe ich interdisziplinäres Denken und Arbeiten schon im Studium gelernt. Interdisziplinarität spiegelt sich auch in der inhaltlichen Breite der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung, deren Ziele nur zusammen erreicht werden können.

Der beste Ausgleich zu einem stressigen Arbeitstag ist …

(alleine) wandern, die Natur beobachten und fotografieren.

bjb

Studierende entwickeln Demonstrator „Flying Wheel“

Das „Flying Wheel“ im Hörsaal- und Medienzentrum.

20. Juli 2021

Das beeindruckende Ergebnis eines Studierenden-Projekts ist seit kurzem im Foyer des Hörsaal-und Medienzentrums (HMZ) auf dem Campus Lichtwiese zu sehen. Das „Flying Wheel“, eine Konstruktion aus Stahlrohren, Drahtseilen und additiv gefertigten PLA-Bauteilen mit einem Durchmesser von 3,20 Metern, ist ein Demonstrator einer sogenannten Tensegrity-Struktur. Die Studierenden Denise Müth, Maximilian Jakob Mayer, Christian Jürgen Kraft, Aaron Duncan haben es im Rahmen der Lehrveranstaltung „Konstruktives Gestalten Projekt“ entwickelt. Betreut wurden sie dabei von Professor Stefan Schäfer und dem wissenschaftlichen Mitarbeiter Nikola Bisevac, Institut für Konstruktives Gestalten und Baukonstruktion am Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften.

Tensegrity-Strukturen sind Systeme aus Tension (Zugspannung) und Integrity (Zusammenhalt, Ganzheit), die anspruchsvolle Konstruktionen mit beispielloser Leichtigkeit verbinden. Die Erfindung des stabilen Stabwerks wird dem Architekten Richard Buckminster Fuller und dem Künstler Kenneth Snelson zugeschrieben. Dabei berühren sich die Druckstäbe gegenseitig nicht, sondern werden nur durch vorgespannte Seile in Position gehalten und scheinen daher zu schweben.

Das „Flying Wheel“ steht noch bis zum 30. Juli im derzeit geschlossenen HMZ, ist aber von außen durch die Glasfronten gut zu besichtigen. sip

Umweltstudie: Hinweise auf Stadtentwicklung aus Sedimenten

20. Juli 2021

Mit einer Bohrung zur Gewinnung von Sedimentproben aus dem See der oberschwäbischen Stadt Bad Waldsee startete im Juni 2021 ein interdisziplinäres Projekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) unter der Leitung des Geologen Professor Dr. Matthias Hinderer, Institut für Angewandte Geowissenschaften, Arbeitsgruppe Angewandte Sedimentgeologie der TU Darmstadt.

Bad Waldsee ermöglicht eine europaweit einzigartige Umwelt-Studie, da die Stadtentwicklung im unmittelbar danebenliegenden See in dessen Sedimenten in jahresgenauen Lagen archiviert ist.

Die Doktorandin Kristin Haas und der wissenschaftliche Mitarbeiter Dr. Thomas Schiedek untersuchen Bohrkerne mit modernster Analytik auf geochemische Umwelt-Parameter, die erstmals Aufschluss über die Auswirkungen einer historischen Stadtentwicklung von circa 1200 bis 1800 auf Gewässer geben sollen.

Das Forschungsvorhaben zeichnet sich dabei durch die enge Zusammenarbeit der Geowissenschaften (Technische Universität Darmstadt, Technische Universität Braunschweig), der Geschichtswissenschaften (Universität Tübingen), der Archäologie sowie der Archäobotanik (Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg) aus.

Neben dem Sedimentarchiv werden Schriftquellen, Baumringe und archäologische Ausgrabungen untersucht und diese miteinander in zeitlichen Bezug gesetzt. Es wird erwartet, dass eine jahrgenaue Zuordnung der mittelalterlichen Gewässerverschmutzungen zu Ereignissen der Stadtentwicklung hergestellt werden kann und im klimatischen Kontext besser verstanden wird. Geowiss/bjb

Medienschau: Prof. Lehmann zum Schutz vor Extremwetterlagen

20. Juli 2021

Nach den extremen Wettereignissen in den vergangenen Tagen stellt sich die Frage, wie Menschen und Infrastruktur zukünftig besser geschützt werden können. Das Science Media Center hat dazu unter anderem als Experten TU-Professor Boris Lehmann angehört, den Leiter des Fachgebiets Wasserbau und Hydraulik. Lehmann betont vor allem die Bedeutung, die Bevölkerung für diese neue Art der Schadensrisiken und die besonderen Gefahren durch Sturzfluten zu sensibilisieren:

„Starkregenverursachte Überflutungen kommen – im Vergleich zu „normalen“ gewässergebundenen Hochwässern – sehr schnell und aus oftmals unvermuteten Richtungen. In der Regel gibt es hier keine Vorwarnzeiten und in heftigen Fällen kann ein Keller oder eine Tiefgarage binnen weniger Minuten vollgelaufen sein und für Bewohner, welche ihr Hab und Gut noch rasch ins Trockene bringen möchten, zur Todesfalle werden. Auch Strömungskräfte und deren Wirkungen können für viele Bürgerinnen und Bürger zur tödlichen Gefahr werden. Daher muss eine Aufklärung erfolgen, mit welchen präventiven und ad-hoc-Maßnahmen man sich selber sinnvoll absichern kann und welche Verhaltensregeln im akuten Gefahrenfall gelten.

Menschen unterschätzen die Kraft und Geschwindigkeit des Wassers nur allzu oft und begeben sich daher unbewusst bei Überflutungssituationen rasch in lebensgefährliche Bereiche, um teilweise lapidare Güter in Sicherheit zu bringen. Grade bei den extremwetterverursachten Sturzfluten sind nicht nur eine Menge Wasser, sondern mit dem Wasser auch viel Geröll, Getreibsel, Müll und andere Sachen in Bewegung – gerät man als Mensch dort hinein, besteht neben dem Ertrinken die Gefahr des Zerquetschtwerdens – viele schlimme Verletzungen von aus solchen Fluten geretteten Personen bezeugen dies. Daher gilt es meiner Meinung nach, den Bürgerinnen und Bürgern für solche Extremsituationen folgende Verhaltensregel im Kopf zu verankern: Lauf weg vom Wasser und bring Dich so schnell es geht in Sicherheit.“

Alle Statements von Professor Lehmann sind auch auf der Webseite des Fachbereichs Bau-und Umweltingenieurwissenschaften zu finden. SMC/cst

Forschungsprojekt DiNaPro gestartet

19. Juli 2021

Am Fachgebiet Datenverarbeitung in der Konstruktion (DiK) ist das Forschungsprojekt „DiNaPro – Modellbasierte Digitalisierung nachhaltiger Produktionsnetzwerke entlang des Produktlebenszyklus” gestartet. Das Vorhaben wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit rund 3,8 Millionen Euro gefördert mit dem Ziel, mittels eines einheitlichen Datenmodells und Datenaustauschformats in Form einer integralen Digitale-Zwilling-Technologie die ökologische Nachhaltigkeit im Produktentstehungsprozess zu optimieren. Über die nächsten drei Jahre werden dazu Assistenzsysteme zur Verbesserung der Entscheidungsqualität in verschiedenen Anwendungsfällen entwickelt. Ein besonderer Fokus liegt hierbei auf der Steigerung der ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit.

Das Forschungskonsortium wird vom DiK geleitet und umfasst neben dem Institut für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen (PTW) weitere Entwicklungs- und Anwendungspartner. Bei diesen werden insbesondere wirtschaftliche Potentiale in den Bereichen Transparenzschaffung, Qualitätsüberwachung, energetischer Optimierung und einem nachhaltigen Wertstromdesign gesehen – typische Anwendungsfälle, wie sie bei den meisten produzierenden Unternehmen zu finden sind. Durch die Nutzung der integralen Digitalen-Zwilling-Technologie lassen sich die im Projekt entwickelten Assistenzsysteme skalierbar und kostengünstig in die Industrie überführen. Sven Winter/cst

Medienschau Studie zu Gender-inklusiver Sprache im Bundestag

19. Juli 2021

Wie hat sich der Sprachgebrauch im Bundestag in Bezug auf Geschlechter-Inklusion verändert? Dieser Frage widmet sich die Studie „The evolution of gender-inclusive language“ an der neben PD Dr. Christian Stecker vom Institut für Politikwissenschaft der TU Darmstadt auch Forschende der HU Berlin und der Universität Duisburg-Essen beteiligt sind. Die Nachrichtenplattform „Spiegel online“berichtet ausführlich über die Studie und ordnet die Ergebnisse ein.

Die Forschungsgruppe untersuchte sämtliche Debattenbeiträge und Reden von Parlaments- und Regierungsmitgliedern im Bundestag zwischen 1949 und 2021 und analysierte rund 2,5 Millionen Vorkommen von Suchbegriffen. Insbesondere in Beiträgen seit den 1980er Jahren registrierten die Forschenden eine „dramatische Zunahme“ weiblicher Varianten bei Substantiven, die sich auf Personen beziehen. sip

TU Ideenwettbewerb gestartet

19. Juli 2021

Der TU Ideenwettbewerb ist gestartet. Bis 10. September können nun Mitglieder und Beschäftigte der TU innovative Ideen oder Forschungsergebnisse einreichen und so herausfinden, ob diese das Potenzial zum Durchbruch haben.

Der Ideenwettbewerb bietet die Chance, eigene innovative Produkt- oder Geschäftsideen oder auch Forschungsergebnisse mit Verwertungspotential voranzubringen. Durch Expertinnen und Experten aus Wirtschaft und Forschung werden die eingereichten Ideen auf ihr Vermarktungs- und Innovationspotential getestet. Die besten Vorschläge werden nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren prämiert und vor Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft und Politik präsentiert. Der TU Ideenwettbewerb ermöglicht es zudem den Teilnehmenden, sich auszutauschen und Kontakte in die Wirtschaft hinein zu knüpfen. Zu gewinnen gibt es Preise bis zu 3.000 Euro. Organisiert wird der Wettbewerb vom Innovations- und Gründungszentrum HIGHEST der TU. HIGHEST/sip

Die dritte zentrale TU-Studierendenbefragung ist beendet

Verpixelte Athene im 80er-Computerspiel-Look mit Aufschritt "Danke"

16. Juli 2021

Über 3.600 Studierende haben an der dritten Studierendenbefragung teilgenommen. Herzlichen Dank an alle Studierenden, die sich an dieser wichtigen Umfrage beteiligt, und uns ihre Einschätzungen rund um das Studium gegeben haben!

Derzeit läuft die Sichtung und Bereinigung der Daten. Die Veröffentlichung der hochschulweiten Ergebnisse ist für Oktober geplant. Es folgen die Ergebnisberichte für die Fach- und Studienbereiche sowie Sonderauswertungen. Neuigkeiten werden auf der Homepage der Studierendenbefragung www.meinung.tu-darmstadt.de bekanntgegeben und hochschulweit kommuniziert.

Die Rückmeldungen werden für die (Weiter-) Entwicklung von Studiengängen sowie für hochschulstrategische Entscheidungen genutzt. Ziel ist die Verbesserung der Studienprogramme und der allgemeinen Studienbedingungen.

HDA/pg

TU-Forschungsteam mit „Best Paper Award" ausgezeichnet

15. Juli 2021

Ein interdisziplinäres Team der TU Darmstadt wurde mit dem „Best Paper Award“ für eine Forschungsarbeit und Publikation im Bereich „Evolutionary Combinatorial Optimization and Metaheuristics“ im Rahmen der Genetic and Evolutionary Computation Conference (GECCO2021) ausgezeichnet. Die GECCO Konferenzreihe ist die führend im Bereich des Evolutionären Programmierens – einem Untergebiet der Künstlichen Intelligenz.

Das Team, bestehend aus Adrian Worring, Student im Studienbereich Computational Engineering, Benjamin Mayer, Physik-Doktorand und Mitarbeiter am Lichtenberg-Rechner der TU Darmstadt und Kay Hamacher, Professor an den Fachbereichen Biologie, Physik und Informatik, konnte dabei einen sogenannten Genetischen Algorithmus mit einer Art Gedächtnis ausstatten, welches dazu führt, dass seine Leistungsfähigkeit deutlich gesteigert wurde. Kay Hamacher/cst

Lore-Steubing-Institut für Naturschutz und Biodiversität gegründet

14. Juli 2021

Heute gaben die Hessische Umweltministerin Priska Hinz und die Hessische Wissenschaftsministerin Angela Dorn gemeinsam den Startschuss für das Lore-Steubing-Institut für Naturschutz und Biodiversität (LSI) in Hessen. Das Lore-Steubing-Institut ist ein Zusammenschluss des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG), der Technischen Universität Darmstadt, Justus-Liebig-Universität Gießen, Philipps-Universität Marburg, Universität Kassel und Goethe-Universität Frankfurt am Main, der Hochschule Geisenheim University sowie der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung.

An der TU Darmstadt wird sich die Arbeitsgruppe „Ecological networks“ unter der Leitung von Professor Dr. Nico Blüthgen neben laufenden Projekten zum Schutz der Vielfalt von Insekten im Grünland zukünftig mit dem nachhaltigen Wald-Naturschutz befassen. Dabei geht es um Anforderungen und Zielkonflikte zwischen Forstwirtschaft, Klimawandel und Schutz der Biodiversität. Geplant sind neben biologischen Forschungen auch Untersuchungen zur Nutzungsgeschichte, zur Kommunikation und zu politischen Instrumenten zum Schutz und Nutzen von Wäldern im waldreichsten Bundesland Hessen.

Durch die organisatorische und personelle Zusammenarbeit und Verzahnung möchten die Partner des LSI neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu den verschiedenen Elementen der Biodiversität und des Naturschutzes in Hessen gewinnen. Zudem ist das Ziel, den gegenseitigen Austausch zwischen Wissenschaft und Naturschutzpraxis zu fördern.

Die Namensgeberin des Instituts, Prof. Dr. Dr. h. c. Lore Steubing (1922-2012), leistete vorbildhafte Pionierarbeit für die ökologische Forschung in Deutschland. Sie war Professorin an der Justus-Liebig-Universität Gießen, die Gründerin des ersten botanischen Instituts mit ökologischer Ausrichtung und trug maßgeblich zur Gründung der Gesellschaft für Ökologie bei. HLNUG/bjb

TU-Präsidentin Brühl im Interview mit GATE-Germany

09. Juli 2021

GATE-Germany ist ein Konsortium für internationales Hochschulmarketing der deutschen Hochschulen und bietet diesen umfassende Expertise und Services. Seit Anfang des Jahres ist TU-Präsidentin Professorin Tanja Brühl Mitglied des Lenkungsausschusses von GATE-Germany. Im Interview spricht sie auf der Webseite des Konsortiums unter anderem über Marketingaktivitäten in Zeiten von Corona, den beschleunigten Umstieg auf digitale Lehrformate und das strategische, gemeinsames Auftreten in Hochschul-Verbünden wie TU9 oder „Unite!“ Auch die größten Herausforderungen für Universitäten im allgemeinen und die TU im Besonderen sind Thema: „Hochschulen haben die Verantwortung, sich gemeinsam mit den großen gesellschaftlichen Themen auseinanderzusetzen. Dazu zähle ich etwa die Klimakrise, Nachhaltigkeit oder Künstliche Intelligenz und die damit einhergehenden Veränderungen des Arbeitsmarktes“, so Brühl. „Ich bin davon überzeugt, dass wir als Technische Universität einen besonderen Beitrag dazu leisten können, beispielsweise über ingenieurwissenschaftliche Weiterentwicklungen.“ sip

Knapp zwei Millionen Euro für den Klimaschutz an TU Darmstadt

08. Juli 2021

Das Land Hessen hat zwei Sonderprogramme aufgelegt, um die Hochschulen in Hessen in Sachen Klimaschutz noch moderner und nachhaltiger aufzustellen. Mit dem Sondervermögen „Hessens gute Zukunft sichern“ sollen auf den Dächern von Landesimmobilien Photovoltaikanlagen entstehen. Ein weiteres Sonderprogramm dient der Effizienzsteigerung der technischen Gebäudeausstattung, um Energie und CO2 einzusparen. Elf der zwölf Anträge, die die TU Darmstadt eingereicht hatte, wurden bewilligt. Insgesamt fließen 1.972.500 Euro an die TU. Mit den elf Projekten kommt die Universität ihrem Ziel, nachhaltiger und energieeffizienter zu werden, ein gutes Stück näher.

Wissenschaftsministerin Angela Dorn sagte dazu: „Unsere Hochschulen schließen sich dem Klimaschutzziel der Landesregierung an – auf vielfältige Weise: Als Zukunftsstätten der Gesellschaft arbeiten sie an wissenschaftlichen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Innovationen und Erkenntnissen, die eine nachhaltige gesellschaftliche Entwicklung unterstützen. Mit unseren Sonderprogrammen gehen wir auch die Optimierung der Infrastruktur an.“ HMdF/cst

Medienschau: KI-Podcast über automatisierte Texterstellung

08. Juli 2021

Die vierte Folge des KI-Podcasts der FAZ dreht sich um den Einsatz von KI in der automatisierten Texterstellung. Professor Peter Buxmann und Dr. Holger Schmidt vom Fachgebiet Wirtschaftsinformatik haben Saim Alkan, Gründer von AX Semantics zu Gast. Das Softwareunternehmen beschäftigt sich mit der maschinellen Texterstellung für Journalismus, E-Commerce oder Geschäftsberichte. Automatisiert erstellte Beiträge weisen bereits eine hohe Qualität auf. Laut Alkan sei die Qualität der Texte „schon ziemlich nah dran am perfekten Ergebnis.“ Menschliche Texter werde die Maschine aber nicht ersetzen. Vielmehr stelle die KI eine Unterstützung bei Routineaufgaben dar. lh

Medienschau: Prof. Karentzos zur Frankfurt Fashion Week

08. Juli 2021

Anlässlich der aktuell stattfindenden Frankfurt Fashion Week sprach Prof. Dr. Alexandra Karentzos vom Fachgebiet Mode und Ästhetik im HR2-Podcast über Trends in der Modebranche. Laut Prof. Karentzos würde Mode zunehmend demokratisiert. Günstige Massenproduktion außerhalb Europas mache modische Kleidung für viele Bevölkerungsgruppen erschwinglich. Aber auch der Zugang zur Branche sei erleichtert worden. Subkulturen beeinflussten nun die Mode und Trends würden nicht mehr nur von oben diktiert. Hier spielten auch soziale Medien eine große Rolle, wo sich Gegenbewegungen bilden könnten.

Karentzos weist auf die Durchlässigkeit gesellschaftlicher Grenzen hin, weshalb auch das Thema Diversity eine zunehmende Rolle spiele. Anstatt klassischen Idealen nachzueifern würde die Vielfalt der Gesellschaft auch in der Mode repräsentiert. So würden zum Beispiel unterschiedliche Körperformen, Altersgruppen oder Ethnien gezeigt. Jedoch versteckten sich dahinter häufig kommerzielle Interessen, da sich das Thema gut eigne, um die eigene Zielgruppe zu erweitern. Oft würde Vielfalt zwar in der Werbung nach außen getragen, hinter den Kulissen bliebe sie aber weiterhin ein Fremdwort. So seien Modedesigner weiterhin überwiegend männlich, während es in der Herstellung meist Frauen seien, die als Näherinnen ausgebeutet würden. Daher hoffe sie, dass Diversity in der Modebranche nicht bloß eine Mode bleibt sondern eine langfristige Veränderung darstellt.lh/ua

Medienschau: Illegaler Handel mit exotischen Wildpflanzen

5. Juli 2021

Dr. Stefan Schneckenburger, Direktor und wissenschaftlicher Leiter des Botanischen Gartens der TU, berichtet in der Sendung „planet e“ des ZDF über die rücksichtslose Sammelleidenschaft sogenannter Pflanzenliebhaber: In die entlegensten Regionen der Welt ziehe die Sammler die Jagd nach besonders seltenen Kakteen- oder Pflanzenarten. Horrende Preise würden beispielsweise von den Pflanzenjägern für Nebelwaldorchideen aus Equador oder Kolumbien gezahlt. Wenn der Zoll solche Pflanzen am Frankfurter Flughafen entdeckt, müssen diese im Botanischen Garten erstmal wieder aufgepäppelt werden. Als Folgen des illegalen Handels drohen das Aussterben der Pflanzen und manchmal sogar die Zerstörung ganzer Ökosysteme. ua

Bund und Länder fördern Verbund „Text+“

2. Juli 2021

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern hat den Verbund „Text+“ bewilligt (wird in neuem Tab geöffnet) und fördert ihn im Rahmen der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI). „Text+“ hat sich zum Ziel gesetzt, text- und sprachbasierte Forschungsdaten langfristig zu erhalten und ihre breite Nutzung in der Wissenschaft zu ermöglichen. Die Initiative wird zunächst für fünf Jahre durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft gefördert. Vice-Speaker des Konsortiums „Text+“ ist TU-Professorin Andrea Rapp. Rapps Fachgebiet Computerphilologie und Mediävistik sowie die Universitäts- und Landesbibliothek (Prof. Thomas Stäcker) und die Hochschule Darmstadt (h_da, Prof. Stefan Schmunk) sind am Verbund beteiligt, zu dem bereits mehr als 30 Partner aus universitären sowie außeruniversitären Einrichtungen gehören. Koordiniert wird „Text+“ vom Leibniz-Institut für Deutsche Sprache Mannheim zusammen mit der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, der Deutschen Nationalbibliothek Frankfurt/Leipzig, der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen sowie der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste.

„Text+“ baut eine auf Sprach-, Schrift- und Textdaten ausgerichtete Forschungsdateninfrastruktur auf. Der Verbund konzentriert sich zunächst auf digitale Sammlungen, lexikalische Ressourcen und wissenschaftliche Text-Editionen. Derartige digitale Daten sind von großer Bedeutung für alle sprach- und textbasierten Disziplinen. Da Text und Sprache in der Kommunikation in den Wissenschaften nach wie vor eine zentrale Rolle spielen, können alle weiteren Disziplinen von „Text+“ profitieren.

Die NFDI soll in Form eines wissenschaftsgetriebenen Prozesses forschungsrelevante Datenbestände systematisch erschließen, sichern, zugänglich machen und verknüpfen. Insgesamt beabsichtigen Bund und Länder, bis zu 30 Konsortien über alle wissenschaftlichen Disziplinen hinweg zu fördern. Hierfür stehen bis zu 90 Millionen Euro jährlich zur Verfügung. Leibniz-Institut für Deutsche Sprache/sip

TU-Startup Sanctuary ausgezeichnet

2. Juli 2021

Das Startup Sanctuary von der TU Darmstadt hat in der ersten Runde des Programms Booster, einem Förderprogramm für Cybersicherheits-Startups, beim abschließenden Pitch den ersten Platz belegt. Insgesamt hatten sich sechs Teams qualifiziert. Von Anfang Mai bis Ende Juni durchliefen sie ein Trainingsprogramm mit Workshops und Coachings. Beim Abschlussevent pitchten die Teams vor einer hochkarätigen Jury. Sanctuary arbeitet an Sicherheitsarchitekturen der nächsten Generation für heutige und zukünftige Computer, von ressourcenbeschränkten Mikrocontrollern bis hin zu leistungsstarken Cloud-Servern.

Der Gründungsinkubator StartUpSecure | ATHENE fördert die Entwicklung von Innovationen im Bereich Cybersecurity. Mit dem Accelerator-Programm Booster sollen forschungsnahe Gründungsvorhaben in einer frühen Phase unterstützt und durch Trainings und den Austausch mit Expertinnen und Experten beschleunigt werden. ATHENE/cst

DGM-Nachwuchspreis für Sebastian Bruns

2. Juli 2021

Dr.-Ing. Sebastian Bruns erhält für seine Promotion am Fachbereich Materialwissenschaften den begehrten Nachwuchspreis 2020 der DGM – Deutschen Gesellschaft für Materialkunde e.V. (wird in neuem Tab geöffnet)

Nach seinem Bachelor- und Master-Abschluss in den Materialwissenschaften promovierte er mit höchster Auszeichnung im Fachgebiet Physische Metallkunde. Bruns erlangte im Bereich der Strukturforschung, der Spektroskopie und der Mikromechanik unter Einsatz neuartiger Testverfahren bedeutende Erkenntnisse um das Verformungs- und Bruchverhalten von oxidischen Gläsern.

Die Abschlussarbeit mit dem Titel „The Indentation Densification and Cracking Behavior of Fused Silica“ veröffentlichte er im Kontext des DFG Schwerpunktprogramms „SPP 1594 – Topological Engineering of Ultrastrong Glasses“. Seine Forschungsbeiträge wurden vielfach in Fachzeitschriften publiziert sowie auf zahlreichen Fachkonferenzen präsentiert. Der Preis wird ihm im Rahmen des DGM-Tages am 6. September 2021 verliehen. ua

TU an BMBF-Forschungsprojekt zu 6G beteiligt

1. Juli 2021

Zuverlässige und hochperformante, also besonders leistungsfähige Kommunikationsnetzwerke sind ein Innovationsbeschleuniger der digitalen Gesellschaft. Deshalb fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) den Aufbau von vier Forschungs-Hubs zur Erforschung der Zukunftstechnologie 6G.

Insgesamt 4,4 Millionen Euro Fördergelder gehen innerhalb dieses Projekts an die TU Darmstadt – beteiligt ist hier ein Konsortium aus den fünf Fachgebieten Kommunikationstechnik, Multimedia Kommunikation, Sichere Mobile Netze, Eingebettete Systeme und ihre Anwendungen sowie Nachrichtentechnische Systeme. Die Beiträge der TU Darmstadt legen Fokus auf die Widerstandsfähigkeit von Kommunikationsnetzen gegen interne und externe Störeinflüsse (Netzresilienz). Weitere Arbeitsgebiete sind der Schutz privater Daten und die automatisierte Unterstützung sich ändernder Netztopologien.

Die Gesamtfördersumme des über vier Jahre angelegten Projekts liegt bei knapp 67 Mio. Euro. Insgesamt sind 17 Forschungspartner beteiligt. Die Koordination liegt beim Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI). ua

TU erhält Förderung für neue Wege in der MINT-Bildung

1. Juli 2021

Für ihre Initiative “Das Ganze im Blick – vernetzt lehren“ des MINT-orientierten Vernetzungsbereichs für das gymnasiale Lehramt wird die TU Darmstadt im Rahmen des Wettbewerbs „MINTplus – plusMINT“ von Stifterverband und Daimler-Fonds mit 10.000 Euro gefördert. Insgesamt wurden fünfzehn Hochschulen von einer Fachjury für herausragende Strategien zur Förderung einer ganzheitlichen und fachübergreifenden MINT-Bildung ausgezeichnet, die gemeinsam ein Netzwerk für Ideen- und Erfahrungsaustausch bilden. So soll die Verzahnung der MINT-Fächer mit anderen Fachbereichen, wie den Geistes- und Kulturwissenschaften, gefördert werden. In einer zweiten Auswahlrunde kann sich die TU Darmstadt um weitere Fördermittel bewerben.

Der Wettbewerb „MINTplus – plusMINT“ wird im Rahmen des Förderprogramms „Smart Qualifiziert“ durchgeführt. Das Förderprogramm beschäftigt sich in verschiedenen Ausschreibungsrunden bis 2021 mit unterschiedlichen Aspekten von Qualifizierung an Hochschulen. Mit dem Programm unterstützen Stifterverband und Daimler-Fonds gemeinsam Hochschulen bei der Entwicklung von Strategien und Maßnahmen, die zukünftige Anforderungen der digitalen Arbeitswelt in den Mittelpunkt der eigenen Hochschulentwicklung stellen. Stifterverband/lh

Förderung für antivirale Corona-Therapie

30. Juni 2021

Die Entwicklung neuer Wirkstoffe gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 steht im Fokus des Projekts „Conserved RNA elements as novel drug targets for antiviral therapy (Target-RNAantiV)“, betreut von PD Dr. Julia Weigand (Arbeitsgebiet RNA biochemistry, Fachbereich Biologie). Die VolkswagenStiftung unterstützt nun das Vorhaben im Rahmen ihrer 2020 aufgelegten Förderinitiative „Virale Zoonosen ‒ Innovative Ansätze in der Wirkstoffentwicklung“.

Neben einer Impfung ist die Entwicklung neuer Medikamente gegen Coranaviren wichtig. Um Medikamente weltweit verteilen zu können, müssen vergleichsweise geringe infrastrukturelle Voraussetzungen gegeben sein. Die Verfügbarkeit solcher Wirkstoffe könnte die pandemische Ausbreitung zukünftiger Coronaviren verhindern. Das Genom des Coronavirus besteht aus 30.000 RNA-Bausteinen. Das Projekt von Julia Weigand wird sich auf die Inhibition der Funktion dieser viralen RNAs konzentrieren. Das Team, zu dem auch Forschende der Goethe-Universität Frankfurt (Prof. Dr. Maike Windbergs, Prof. Dr. Harald Schwalbe) gehören, bringt dazu Expertisen aus Strukturforschung, Medizinalchemie, Biologie und Pharmazie zusammen, um Grundlagen für alternative antivirale Therapien zu erarbeiten, die direkt das Genom von RNA-Viren angreifen. Das Projekt stärkt auch die Allianz der Rhein-Main-Universitäten.

Die nun von der VolkswagenStiftung geförderten Ansätze mussten bereits bei der Antragstellung ein erkennbares Anwendungspotenzial nachweisen und das Interesse eines Unternehmens geweckt haben. Weigand/sip

Professor Kersting: „German Angst“ vor Künstlicher Intelligenz

28. Juni 2021

Kristian Kersting, Professor für Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen am Fachbereich Informatik der TU Darmstadt, geht in einem Gastbeitrag auf www.welt.de auf „Deutschlands gefährliche Angst vor der künstlichen Intelligenz“ ein. KI sei immer noch eine Projektionsfläche für unbegründete Bedenken und diffuse Vorurteile, schreibt er – auch auf der Ebene der Politik. „Algorithmen und KI leicht verständlich und humorvoll ins Abendprogramm zu bringen, ist ein erster guter Schritt, um diese German Angst zu überwinden“, geschehen kürzlich in der TV-Sendung von Carolin Kebekus. Weitere Bausteine seien Onlinekurse oder populärwissenschaftliche Bücher, die, so Kersting, hoffentlich auch die eklatanten Wissenslücken bezüglich KI in den Führungsriegen Deutschlands schließen. bjb

Professorin Knodt: Sonderheft zu Lehren für Soft Governance

25. Juni 2021

In vielen Bereichen, wie zum Beispiel in der Energiepolitik, besitzt die EU nur eingeschränkte oder keine Kompetenzen. Trotzdem greift die Union steuernd in die Politik der Mitgliedstaaten ein. Dies geschieht mit Mitteln der weichen Steuerung bzw. Soft-Governance, die auf das Wohlwollen der Mitgliedstaaten angewiesen ist und über keine Sanktionsfähigkeit verfügt. Zunehmend werden neue politische Elemente eingeführt, um Soft-Governance-Vereinbarungen zu „härten„ und so für die EU an Handlungsfähigkeit zu gewinnen. In ihrer neuesten Ariadne-Analyse „(Un)Fit for 55? Lehren aus der Implementation der Governance-Verordnung“ setzt sich Professorin Dr. Michèle Knodt vom Institut für Politikwissenschaft der TU Darmstadt mit der Härtung der Soft Governance auseinander.

Vor allem in der Energiepolitik sehe man mit der neuen Governanceverordnung eine solche Härtung auf einem niedrigen Niveau. Die neuen anvisierten EU-Ziele von einer Treibhausgasreduktion von 55 Prozent bis 2030 und Klimaneutralität in 2050, die in dem im Juli von der Kommission vorzulegenden „Fit for 55“-Paket in den unterschiedlichen Bereichen der Klima- und Energiepolitik der EU umgesetzt werden, werden entscheidend davon abhängen, wie gut die EU ihre Ziele bei zum Teil mangelnder Ambitioniertheit und Umsetzungsschwierigkeiten auf Seiten der Mitgliedstaaten durchsetzen kann. Die Bilanz der Ariadne-Analyse: Im Bereich der Energiepolitik, insbesondere im Bereich Energieeffizienz aber auch Erneuerbare Energien, sei die EU dafür nicht gut aufgestellt. Eine massive Zielerhöhung bei fehlender weiteren Härtung der Soft Governance lasse das 55-Prozent-Ziel in weite Ferne rücken.

Die Möglichkeiten einer weiteren Härtung der Soft Governance loten Michèle Knodt und Jonas Schönefeld im von ihnen herausgegebenen Sonderheft der Zeitschrift „Journal of Environmental Policy & Planning“ aus. Das Sonderheft zielt darauf ab, Lehren für die Klima- und Energiepolitik der EU in Bezug auf eine Harte Soft Governance (HSG) abzuleiten, indem es andere Politikfelder und Institutionen betrachtet, in denen eine solche „Härtung“ bereits angewandt wird, so etwa in der europäischen Offenen Methode der Koordinierung und der Wirtschaftspolitik des europäischen Semesters sowie innerhalb der UN und der OECD. Fachbereich Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften / bjb

Prof. Schneider: marode Salzbachtalbrücke kein Einzelfall

24. Juni 2021

Die aktuelle Sperrung der maroden Salzbachtalbrücke bei Wiesbaden ist laut Professor Dr. Ing. Jens Schneider vom Fachgebiet Statik der TU Darmstadt kein Einzelfall. Gegenüber der Frankfurter Rundschau erklärte er, dass rund 15 Prozent aller Brücken von Autobahnen oder Bundesstraßen in schlechtem Zustand seien. Für den heutigen Verkehr seien die häufig aus den 50er und 60er Jahren stammenden Brückenkonstruktionen aus Spannbeton unterdimensioniert. Nicht nur das Verkehrsaufkommen habe seitdem zugenommen, sondern auch das Gewicht der Fahrzeuge. Ein Lastwagen wiege heute durchschnittlich 44 Tonnen, doppelt so viel wie damals. Daher sei bei heutigen Neubauten der Stahl- und Stahlverbundbau wieder im Kommen. Neu gebaute Brücken könnten laut Schneider hundert Jahre oder länger halten. In Kooperation mit dem Bundesverkehrsministerium arbeiten Schneider und sein Team außerdem an einem Früherkennungssystem für Brückenschäden mithilfe von Sensoren. lh

Bundesverdienstkreuz für Professor em. Udo F. Meißner

18. Juni 2021

Dem früheren Dekan des Fachbereichs Bau- und Umweltwissenschaften Professor em. Dr.-Ing. habil. Dr.-Ing. E.h. Udo F. Meißner ist das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen worden. Professor Meißner war von 1990 bis 2005 am Institut für Numerische Methoden und Informatik im Bauwesen tätig und 1994/95 Dekan des Fachbereichs.

Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier würdigt in einem Schreiben die besonderen Verdienste Meißners: „Es ist Ihnen mit großem Engagement gelungen, die Akzeptanz der besonderen Anforderungen des Berufsstandes der Beratenden Ingenieure im Kontext zu den Anforderungen der Harmonisierung in Europa zu verankern. Sie verstanden es stets, durch Aufklärung den Integrationsprozess für das zusammenwachsende Europa so zu lenken, dass dies den besonderen gesellschaftlichen und berufspolitischen Anforderungen gerecht wird. Auch das Ziel, junge Menschen für die Technik zu begeistern und den Ingenieurberuf attraktiver zu machen und so die Hinführung zu Beruf und Berufseinstieg zu unterstützen war Ihnen ein großes Anliegen. Sie haben damit einen wichtigen Beitrag zum Wohle der Menschen, nicht nur im Land Hessen, geleistet.“ Heide Thomas/cst

Medienschau: Digitaler Impfpass lässt sich austricksen

17. Juni 2021

Die hessenschau berichtet in einem Beitrag, wie leicht sich der neue digitale Impfpass, der seit dieser Woche für Corona-Geimpfte erhältlich ist, austricksen lässt. So lässt sich beispielsweise die vorgeschriebene 14-tägige Wartezeit nach der letzten Impfung umgehen oder der Impfpass kann von einem Smartphone auf beliebig viele andere übertragen werden. Als Experte kommt Informatik-Professor Ahmad-Reza Sadeghi zu Wort, der die Sicherheit des digitalen Impfpasses bewertet und auch alternative Lösungen vorschlägt, um die Impfungen zu belegen. cst

Missachtung guter wissenschaftlicher Praxis

14. Juni 2021

Die TU Darmstadt hat ein dienstrechtliches Disziplinarverfahren gegen eine Soziologie-Professorin der TU Darmstadt abgeschlossen und eine Disziplinarmaßnahme ausgesprochen. Die Betroffene lehrt und forscht weiterhin als ordentliche Professorin der TU Darmstadt im Institut für Soziologie.

Das Verfahren war im vorigen Jahr eingeleitet worden, nachdem eine Untersuchungskommission der TU Darmstadt in ihrem Abschlussbericht eine gravierende Missachtung guter wissenschaftlicher Praxis in Publikationen der Professorin festgestellt hatte. Der Bericht ergab hinreichende Anhaltspunkte für ein mögliches Dienstvergehen. Daraufhin leitete die Präsidentin der TU Darmstadt eine dienstrechtliche Überprüfung gemäß des Hessischen Disziplinargesetzes ein.

Seit April 2021 prüft eine Untersuchungskommission der TU Darmstadt neue Vorwürfe und Indizien, wonach die Soziologie-Professorin in weiteren Publikationen gegen die Regeln guter wissenschaftlicher Praxis verstoßen habe. feu

Start-up and Innovation Day auch weiter online verfügbar

11. Juni 2021

Am 10. Juni 2021 fand der virtuelle Start-up and Innovation Day 2021 des Innovations- und Gründungszentrums HIGHEST der TU Darmstadt statt: Über 80 Start-ups und Innovationsprojekte von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern präsentierten ihre Ideen und Produkte dem Gründer-Ökosystem der Region Frankfurt-Rhein-Main an professionell gestalteten 3D-Messeständen. Die Besucherinnen und Besucher konnten per Klick & Touch die Messestände und Community Corners erkunden und sich mit Teilnehmenden aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik während des Messebetriebs vernetzen.

Einzigartig ist die innovative 3D-Messeplattform, die für den ersten virtuellen Start-up & Innovation Day entwickelt wurde. Denn bis jetzt gab es keine virtuelle Messeplattform, die eine Messehalle mit Ständen und Produkten in 3D abbilden konnte. Roman Shuf, ein Alumnus der TU Darmstadt, hatte vor sechs Monaten die Idee und begeisterte mit seiner Vision das Team von HIGHEST. Gemeinsam setzten sie die Plattform um, die für insgesamt 365 Tage für das Publikum geöffnet ist und allen Ausstellenden die Chance bietet, dort virtuelle Events, Pitches und Meetings zu veranstalten. Das Besondere für die Darmstädter Community: Der Blick nach draußen durch die großen Fenster der virtuellen Messehallte lohnt sich, denn dort ist das Staatstheater zu sehen.

Auch in den Medien wird über den Start-up and Innovation Day 2021 berichtet: „Eine Innovationsmesse ist selbst zur Innovation geworden“ – so beginnt der Beitrag von RTL.

HIGHEST/bjb

TU-Ausstellung zeigt virtuelle Rekonstruktionen von Synagogen

Virtuelle Rekonstruktion der Alten Synagoge in Dortmund, die im Dezember 1938 abgerissen wurde.

10. Juni 2021

Die Wanderausstellung „Synagogen in Deutschland – Eine virtuelle Rekonstruktion“, die heute im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln eröffnet wird und dort bis zum 19. September zu sehen ist, zeigt die zumeist unbekannte Pracht von Synagogen, die in der NS-Zeit zerstört wurden. Die Rekonstruktionen entstanden am Fachgebiet Digitales Gestalten des Fachbereichs Architektur an der TU Darmstadt als Reaktion auf den Anschlag von Neonazis auf die Synagoge in Lübeck im Jahr 1994. In Halle wurde 2019 auf die dortige Synagoge ein Anschlag verübt. Diese Taten zeigen, wie offen und brutal Antisemiten und Rechtsradikale in unserer Gesellschaft wieder agieren. Die Ausstellung will dagegen ein Zeichen setzen. Zudem möchte sie neugierig auf die vielfältige 1700jährige jüdische Kultur in Deutschland machen und einen wichtigen Beitrag leisten, Barrieren des Kennenlernens von jüdischer Kultur und Alltagsleben abzubauen.

Ab dem 9. Oktober 2021 bis zum 6. Februar 2022 wird die Ausstellung im Mindener Museum gezeigt. Anlässlich des Festjahres „1700 Jahre“ wird die Wanderausstellung durch Bundesmittel des Vereins „321 – 2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e.V.“ gefördert. Weitere Ausstellungsorte sollen ab Februar 2022 folgen.

Seit über 25 Jahren rekonstruieren Forschende und Studierende am Fachgebiet Digitales Gestalten virtuell Synagogen, die von den Nationalsozialisten 1938 zerstört wurden. Das Ziel ist es, die zerstörten Synagogen in ihrer Schönheit und Vielfältigkeit wieder sichtbar zu machen. Sie sollen in das Bewusstsein heutiger Generationen zurückgeholt werden. pb/Dr. Marc Grellert

Medienschau: KI-Podcast mit Professor Peter Buxmann

10.Juni 2021

In der dritten Folge des FAZ-Podcasts „Künstliche Intelligenz“ sprechen Professor Peter Buxmann und Dr. Holger Schmidt vom Fachgebiet Wirtschaftsinformatik mit Dr. Feiyu Xu, der KI-Chefin von SAP, über die Unterschiede zu China. „In China gibt es enorme Energie und Begeisterung für Künstliche Intelligenz und technologische Innovation. Die erfolgreichsten KI-Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen werden wie Popstars verehrt, die besten Abiturienten kämpfen um die Studienplätze in Künstlicher Intelligenz“, berichtet Dr. Feiyu Xu den beiden Wissenschaftlern, die das Potential von KI für Wirtschaft und Arbeit an der TU Darmstadt erforschen. pb

Medienschau: Suizide mit KI verhindern

10. Juni 2021

Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen wollen Suizide im Gefängnis mit Hilfe Künstlicher Intelligenz verhindern. Eine Kamera soll dabei suizidales Verhalten von Gefangenen erkennen und Alarm auslösen. In einem Beitrag auf dem Portal netzpolitik.org erklärt TU-Informatikprofessor Kristian Kersting, wie er diese Entwicklung einschätzt. cst

TU Darmstadt im QS-Ranking 2022 weiter gut positioniert

9. Juni 2021

Im neu veröffentlichten internationalen QS Universitätenranking behält die TU Darmstadt mit Platz 269 ihre gute internationale Positionierung und bleibt damit weiterhin international hoch sichtbar. Die Anzahl der im Ranking gelisteten Universitäten hat sich nach Angaben von QS in diesem Jahr weiter deutlich erhöht und liegt nun bei etwa 1.300.

Das Ranking, das jährlich vom britischen Unternehmen QS Quacquarelli Symonds erstellt wird, zählt zu den bekanntesten internationalen Hochschulrankings und soll insbesondere internationalen Studierenden bei der Auswahl einer geeigneten Universität Orientierung bieten. Grundlage sind Reputationsumfragen unter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern, von den Hochschulen gelieferte statistische Daten sowie bibliometrische Daten der Datenbank Scopus.

Alle Ergebnisse des Rankings unter QS World University Rankings 2022 Birgitta Zielbauer

Professorin Hanson Mitautorin von Nachhaltigkeits-Papier

8. Juni 2021

Auf der heutigen 20. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE) unter dem Motto „Aufbruch in ein Jahrzehnt der Nachhaltigkeit“ ist der Weg zu einem klimaneutralen Deutschland und Europa thematischer Schwerpunkt. In einer neuartigen Kooperation haben sich führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina aus ganz unterschiedlichen Disziplinen – darunter TU-Professorin Dr.-Ing. Jutta Hanson vom Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik – und die Mitglieder des Rates für Nachhaltige Entwicklung gemeinsam Gedanken gemacht, wie Deutschland und Europa sozial gerecht und wirtschaftlich effizient klimaneutral werden können.

Das daraus entstandene Positionspapier zur Klimaneutralität wird auf der Jahreskonferenz vorgestellt und an Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel überreicht. Leopoldina und RNE zeigen darin Handlungsoptionen für die erforderlichen Veränderungen in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft auf, die angesichts der großen Dringlichkeit und der historischen Dimension der vor uns liegenden Transformation erforderlich seien.

Um die Transformation zu realisieren, setzen die Autorinnen und Autoren auf den CO₂-Emissionshandel als Leitinstrument, eingebettet in eine klimapolitische Gesamtstrategie einschließlich regulatorischer Rahmen-, Förder- und Ordnungspolitik. Hinzukommen müsse eine breite Mobilisierung privaten Kapitals. Dazu sei eine langfristige Investitionssicherheit erforderlich. Nachhaltigkeitsrat/bjb

Medienschau: „AdaptiFont“ passt digitale Schrift an die Leser an

7. Juni 2021

Die Wissenschaftsredaktion des Deutschlandfunks sprach mit Professor Constantin A. Rothkopf vom Institut für Psychologie über das Forschungsprojekt „AdaptiFont“. Rothkopf und ein Team am Centre for Cognitive Science an der TU Darmstadt haben eine digitale Schriftart entwickelt, die ihre Gestalt an die Interaktion eines Lesers adaptiert. „AdaptiFont“ misst die Lesegeschwindigkeit der Nutzenden und verändert dabei interaktiv die Formen der Buchstaben nahtlos und kontinuierlich, damit der Text leichter gelesen werden kann. pb

Medienschau: Hochleistungsrechner für die Wissenschaft

4. Juni 2021

An der TU Darmstadt steht mit Lichtenberg II der effizienteste und schnellste Universitätsrechner in Deutschland. Die vielfältigen Architekturen des Hochleistungsrechners bieten beste Voraussetzungen für eine flexible und leistungsstarke Nutzung, insbesondere für rechenintensive wissenschaftliche Anwendungen. Die Hessenschau besuchte den Lichtenberg-Hochleistungsrechner auf dem Campus Lichtwiese und schaut in einem Videobeitrag hinter die Kulissen. pb

Spitzenplätze im Hochschulranking der „WirtschaftsWoche“

2. Juni 2021

Im aktuellen Universitätenranking der Zeitschrift „WirtschaftsWoche“ ist die TU Darmstadt fünfmal in der Spitzengruppe vertreten. Im Fach Wirtschaftsinformatik behält die TU Darmstadt mit Platz zwei weiterhin ihre führende Position nach der TU München. Die Fächer Elektrotechnik und Wirtschaftsingenieurwesen erreichen jeweils Platz vier in ihren Fächergruppen, die Fächer Informatik und Maschinenbau Platz fünf.

Jedes Jahr werden für das Hochschulranking der „WirtschaftsWoche“ Personalverantwortliche in Unternehmen befragt, Absolventinnen und Absolventen welcher Hochschulen sie besonders gern einstellen. Besonders häufig wird dabei seit Jahren die TU Darmstadt genannt. Zunehmend rekrutieren nach Angaben der „WirtschaftsWoche“ deutsche Unternehmen auch an europäischen Hochschulen, insbesondere an den Universitäten Oxford und Cambridge.

Für das diesjährige Ranking wurden durch die Agentur Universum rund 500 Personalverantwortliche von Unternehmen befragt, dabei waren auch Mehrfachnennungen möglich. Zielbauer/sip

Medienschau: Studieren in Teilzeit

31. Mai 2021

Nur 7,5 Prozent aller eingeschriebenen Studierenden in Deutschland nutzen die Möglichkeit, in Teilzeit zu studieren. Die Online-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung beleuchtet Vor- und Nachteile, Chancen und Hindernisse des Teilzeitstudiums sowie die persönliche Motivation von Teilzeitstudierenden. Als Expertin kommt Gabriele Pfeiffer zu Wort, Beraterin der „Servicestelle Teilzeitstudium, Studieren mit Kind“ an der TU Darmstadt. sip

BAMP bei Architektur-Biennale in Venedig

Blick in die Ausstellung.

31. Mai 2021

Die TU Darmstadt ist bei der diesjährigen Architektur-Biennale in Venedig vertreten. Dort präsentiert das Fachgebiet Plastisches Gestalten vom Fachbereich Architektur das Forschungsprojekt „Bauen mit Papier“ (BAMP). Seit 2012 erforscht ein interdisziplinäres Konsortium an der TU Darmstadt die Grundlagen des Bauens mit Papier – von der Faser bis hin zum Gebäude.

Für das potentielle Baumaterial Papier stellt sich eine Vielzahl an Herausforderungen. So sind in der Materialforschung die biologischen und chemischen Eigenschaften von Papier mit Blick auf die Anforderung in der Gebäudeplanung zum Beispiel hinsichtlich Feuchtigkeits- und Brandschutz sowie Statik weitestgehend von Grund auf zu klären. Außerdem sind spezifische Einsatzgebiete für das Material zu ermitteln und Anwendungen zu finden, die die Potenziale von Papier und Karton vollständig ausspielen.
Die Ausstellung zeigt den Prozess an der Schnittstelle von kreativer Bearbeitung zu natur- und ingenieurwissenschaftlicher Forschung – von der Optimierung bestehender Papiermaterialien bis hin zur Suche nach innovativen konstruktiven Lösungen. Ziel ist die Entwicklung nachhaltiger Alternativen für das Bauen mit konventionellen, heutigen Materialien.

Das Besondere: Auch die Ausstellung ist Teil des Ziels, für das Material Papier neue Anwendungsmöglichkeiten in der Gestaltung zu finden und versucht – fast vollständig aus Papier und Karton hergestellt – in einer sehr präzisen Bearbeitung der Oberflächen, die Gestaltung des Ausstellungsortes im historischen Palazzo Mora aufzunehmen und neu mit dem Material zu bespielen. Dazu wurden Ergebnisse des Forschungsprojektes in einem intensiven Prozess für die Ausstellung ausgewählt und aufbereitet. Zahlreiche Modelle, Zeichnungen, Bilder und ein raumhohes 1:1-Modell geben einen Einblick in den Stand der Forschung und zeigen das Potenzial des Baustoffs Papier auf.

Die Ausstellung ist vom 22. Mai bis 21. November 2021 im Rahmen der Biennale der Architektur in Venedig in der Ausstellung „Time Space Existence“ im European Culture Centre im Palazzo Mora in Venedig zu sehen. Fabian Luttrop/cst

Professorin Schebek ist Mitglied der Ressourcenkommission

27. Mai 2021

Professorin Dr. rer. nat. Liselotte Schebek vom Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften der TU wurde als neues Mitglied der Ressourcenkommission des Umweltbundesamtes (UBA) benannt. In einer ersten Sitzung am 25. Mai 2021 hat sich die neu zusammengesetzte Kommission für die 3. Berufungsperiode von 2021 bis 2024 konstituiert.

Die Ressourcenkommission wurde im Jahr 2013 mit dem Ziel gegründet, das UBA hinsichtlich seiner zukünftigen Strategie zur Ressourcenpolitik zu beraten. Basierend auf der breiten Expertise der Kommission soll Wissen zum nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen generiert und gebündelt und konkrete Vorschläge zu politischen Maßnahmen und Strategien entwickelt werden. Als natürliche Ressourcen werden hierbei neben Rohstoffen auch die Beanspruchung von Umweltmedien und Ökosystemen betrachtet, deren „Verbrauch“ ebenfalls zu verringern ist. Zur Mitarbeit in der Kommission wurden 18 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft vom Präsidenten des Umweltbundesamts persönlich berufen.

In den vergangenen Perioden erarbeitete die Ressourcenkommission unter anderem Positionspapiere zur Vision einer ressourcenleichten Gesellschaft oder zu Substitutionsquoten für Sekundärrohstoffe in der Kreislaufwirtschaft. Auch in der neuen Periode werden die Themen gesellschaftliche Handlungsansätze, Klimaschutz und Circular Economy wichtige Aspekte für die Fragestellung sein, wie eine nachhaltige Ressourcennutzung aussehen kann. IWAR/bjb

Medienschau: Urbane Energiewende

27. Mai 2021

In der gestrigen Ausgabe der hr-Sendung alle wetter! sprach Prof. Dr. Jens Schneider zur urbanen Energiewende. Schneider ist Leiter des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderten Projekts DELTA, welches die Steigerung der Energieeffizienz von städtischen Gebieten zum Ziel hat. In Kooperation mit lokalen Energieversorgern, Industriebetrieben und städtischen Gesellschaften entwickelt das Forschungsprojekt innovative Energiemaßnahmen. Als konkretes Beispiel nennt Schneider die Nutzung der Abwärme der Firma Merck, um den angrenzenden Stadtteil Arheilgen zu versorgen. Da die Größe von Darmstadt prototypisch sei, könnten solche Ansätze zukünftig auch auf andere Städte übertragen werden. lh

Shanghai-Ranking: Zweimal unter den Top 100 weltweit

26. Mai 2021

Im aktuellen Shanghai Fächerranking 2021 ist die TU Darmstadt in den Fächern „Mechanical Engineering“ und „Metallurgical Engineering“ wieder unter den Top 100 weltweit gerankt. Die Fächerzuordnung berücksichtigt, bezogen auf die TU Darmstadt, vor allem Themenfelder aus dem Maschinenbau und der Materialwissenschaft. In beiden Fächern belegt die TU Darmstadt auch deutschlandweit erneut vordere Ränge, im Maschinenbau rangiert die TU auf Platz 3.

Außerdem erhalten die in das Ranking aufgenommenen Fächer der TU Darmstadt fast durchgehend hohe Punktzahlen beim Anteil der Publikationen mit internationaler Zusammenarbeit.

Das Ranking, das jährlich von der Agentur Shanghai Ranking Consultancy erstellt wird, basiert ausschließlich auf bibliometrischen Daten und hochrangigen Preisen und erarbeitete in diesem Jahr Ranglisten für 54 Fächer. zie/feu

Medienschau: Prof. Birkl zu Perspektiven der Quantentechnologie

25. Mai 2021

Quantentechnologie ist eine der entscheidenden Schlüsseltechnologien der Zukunft. In der vergangenen Woche lobte die Bundesregierung zwei Milliarden Euro aus, um deren Erforschung und Anwendung voran zu bringen. Was hat es mit Quantentechnologie auf sich, und warum sind Quantencomputer in der Lage, bislang nicht lösbare Probleme zu lösen? Im Gespräch mit hr-Info Netzwelt erläutert TU-Professor Gerhard Birkl Hintergründe, bereits existierende Anwendungen und gibt einen ausführlichen Einblick in die Forschungen an der TU. Birkl ist Geschäftsführender Direktor des Instituts für Angewandte Physik und forscht am Fachbereich Physik intensiv an verschiedenen Aspekten der Quantentechnologie. sip

Neu an der TU: Professorin Loes van Dam

Professorin Dr. Loes van Dam

25. Mai 2021

Dr. Loes van Dam ist seit Mai Professorin für Sensorimotor Control and Learning am Institut für Psychologie (Fachbereich Humanwissensschaften) und dem Centre for Cognitive Science. Die 43-Jährige ist eine von rund zwei Dutzend neuen Professorinnen und Professoren, die jedes Jahr an die TU Darmstadt berufen werden. Wir haben bei Professorin van Dam nachgefragt:

Was war Ihre vorherige wissenschaftliche Station?

Senior Lecturer/Lecturer in Psychology, University of Essex, UK, Post-Doc-Positionen an der Universität Bielefeld und dem Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik

Und Ihre wichtigsten?

Senior Lectureship at University of Essex, UK

Was ist das Spannende an Ihren Themen?

Der Bereich von sensomotorischer Steuerung und Lernen berührt viele verschiedene Aspekte der menschlichen Wahrnehmung. Wenn wir zum Beispiel eine Tasse Kaffee in die Hand nehmen, bedeutet dies, dass wir die 3D-Position und Ausrichtung der Tasse wahrnehmen (sensorische Verarbeitung), eine fundierte Vermutung darüber anstellen, ob sie gerade voll oder leer ist, um ihr Gewicht abzuschätzen (kognitive Verarbeitung), eine Vorstellung von der Position unserer eigenen Gliedmaßen haben und wissen, wohin sie als Nächstes gehen müssen (Bewegungsplanung) und das Ergebnis unserer Bewegung bewerten können (was uns zurück zur sensorischen Verarbeitung bringt und somit die sensomotorische Schleife schließt). Diese Kombination von Aspekten macht mein Forschungsgebiet bereits aus der Perspektive des menschlichen Verhaltens und der sensorischen und körperlichen Kognition interessant. Wenn diese Prozesse dann noch in mathematischer Form erfasst werden, besteht auch eine enge Verbindung zum Bereich der Künstlichen Intelligenz.

An der TU Darmstadt wird Interdisziplinarität groß geschrieben. Wo gibt es in Ihrem Arbeitsfeld Schnittstellen zu anderen Fachgebieten?

Meine Forschung hat klare Verbindungen zu Bereichen der Informatik, zum Beispiel der Künstlichen Intelligenz, und den Ingenieurwissenschaften. Zum Beispiel gibt es eine klare Verbindung zwischen der Forschung zur sensomotorischen Kontrolle beim Menschen und wie diese in der Robotik angewendet werden kann und umgekehrt. Außerdem gibt es direkte Verbindungen zur Frage, wie wir Virtual Reality erleben und insbesondere, wie wir virtuelle Avatare nutzen. Meine Arbeit ist auch mit der Sportwissenschaft verbunden und damit, wie wir unsere Bewegungen im Allgemeinen koordinieren.

In welchen Fachbereich der TU würden Sie gerne mal einen Tag schnuppern? Warum?

Ich habe bisher nur sehr indirekt mit der Robotikforschung zu tun gehabt. Ich würde gerne einen direkteren Einblick bekommen und mehr über die möglichen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Maschinellem Lernen in diesem Forschungsbereich und menschlichem Lernen mittels sensomotorischer Steuerung herausfinden. Ich glaube, dass dies ein fruchtbares Gebiet für zukünftige Kollaborationen ist.

pb

Emeritierter Prof. Christoph Hubig ist Ehrenmitglied des VDI

Porträtbild von Prof. Hubig mit Pfeife
Bild: Klaus Mai
Prof. Christoph Hubig

20. Mai 2021

Prof. Dr. phil. Christoph Hubig ist anlässlich des Deutschen Ingenieurstages zum Ehrenmitglied des Vereins Deutscher Ingenieure e. V. (VDI) ernannt worden. Hubig hat sich stets für die interdisziplinäre Ingenieurausbildung eingesetzt und war zuletzt an der TU Darmstadt tätig, wo er sich besonders in der Lehre für Ingenieurstudiengänge engagierte.

Der emeritierte Professor für Philosophie wurde durch seine Arbeiten zur Praktischen Philosophie, zur Technik- und Kulturphilosophie, sowie zur Wissenschaftsphilosophie bekannt. Er ist Experte zu den Themen Ingenieurverantwortung, Ethik neuer Technologien und Technikbewertung. Die Ehrenmitgliedschaft des VDI wird an Persönlichkeiten verliehen, die sich um den Verein und um den Berufsstand der Ingenieure besondere Verdienste erworben haben. lh

Medienschau: TU Darmstadt setzt auf Internationalisierung

19. Mai 2021

Am Beispiel der TU Darmstadt und ihrer Internationalisierungsstrategie hat die Hessenschau in einem Beitrag gestern gezeigt, wie das Ziel der Profilbildung im Zuge der neuen Hochschulstrategie der Landesregierung gelingen kann. Die Hessenschau besuchte einen TU-Studenten des Master-Studiengangs Energy Science, der von seinen sehr positiven Seminarerfahrungen mit Studierenden und Lehrenden anderer europäischer Universitäten im Rahmen des Unite!-Netzwerks berichtet. Gemeinsam mit sechs weiteren europäischen Universitäten ist die TU Darmstadt Teil des Netzwerks Unite! (University Network for Innovation, Technology and Engineering), das ein neues Modell eines europäischen virtuellen und physischen Campus schaffen will. Neben dem Studenten interviewte die Hessenschau auch TU-Präsidentin Professorin Tanja Brühl.

Anlass für den Beitrag ist die neue Hessische Hochschulstrategie, die Wissenschaftsministerin Angela Dorn am Dienstag (18.5.) in einer Regierungserklärung in Wiesbaden vorstellte. Herzstück der Strategie ist der zu Jahresbeginn gestartete Hessische Hochschulpakt mit einem Gesamtvolumen von 11,5 Milliarden Euro für die Jahre 2021 bis 2025. Der Hochschulpakt setzt sich aus verschiedenen Budgets zusammen, darunter auch ein Profilbudget. Mit diesem Budget erhalten die hessischen Hochschulen neue Möglichkeiten zur Stärkung ihrer individuellen Profile. pb

Meist zitiert: Beitrag zu Polarisierung in der Energiepolitik

18. Mai 2021

Laut dem Wissenschaftsverlag Elsevier gehört der von Dr. Cornelia Fraune und Professorin Dr. Michèle Knodt veröffentlichte Artikel „Sustainable transformations in an age of populism, post-truth politics, and local resistance“ zu den meistzitierten Artikeln seit 2018.

Der Forschungsbeitrag zeigt auf, dass Populismus – insbesondere Rechtspopulismus – und Post-Truth-Politik zu einer zunehmenden politischen Polarisierung in der Klima- und Energiepolitik führen. Dabei macht lokaler Widerstand vor allem die politischen Aspekte einer nachhaltigen Energietransformation sichtbar. Die beiden Wissenschaftlerinnen halten es für wichtig, die Zunahme extremer Positionen zur Klima- und Energiepolitik – über politische Parteien und Individuen hinweg – weiter zu untersuchen.

Dr. Cornelia Fraune und Professorin Dr. Michèle Knodt forschen und lehren am Institut für Politikwissenschaft der TU Darmstadt.

ua

Medienschau: KI-Nachwuchstalente von der TU Darmstadt vorgestellt

18. Mai 2021

Im Podcastbeitrag „Künstliche Intelligenz – die Nachwuchstalente kommen aus Hessen“ berichtet HR Info ausführlich über junge Wissenschaftstalente von der TU Darmstadt, die auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz forschen.

Künstliche Intelligenz durchdringt immer mehr unser Leben und Arbeiten: Wir sprechen immer häufiger mit Maschinen, Computer scannen Anträge oder werten medizinische Daten aus. „Eine Revolution ist da im Gange“, heißt es im Beitrag. „Das haben die Bundesregierung und das Land Hessen erkannt. Sie fördern den Aufbau eines Netzwerkes für Künstliche Intelligenz.“ Woran junge herausragende Forschende, darunter die Doktoranden Pascal Klink und Michael Lutter und Post-Doc Georgia Chalvatzaki von der TU Darmstadt, arbeiten, wird im Podcastbeitrag beleuchtet. Alle drei wurden von der Gesellschaft für Informatik und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung als „KI-Newcomer*Innen“ ausgezeichnet.

Als Experten erläutern Professor Dr. Kristian Kersting und Professorin Dr.-Ing. Mira Mezini vom Fachbereich Informatik der TU Darmstadt unterschiedliche Methoden des Maschinellen Lernen, durch das sich KI weiterentwickeln, eigene Schlüsse ziehen und Menschen bei komplexen Entscheidungsfindungen unterstützen kann, sowie die Rolle, die Künstliche Intelligenz in Zukunft spielen kann. bjb

Neu an der TU: Professorin Elke Reichel

Professorin Elke Reichel

14. Mai 2021

Professorin Elke Reichel ist seit 1. Mai Professorin am Fachbereich Architektur, Fachgebiet Entwerfen und Gebäudetypologie.

Was waren Ihre vorherigen wissenschaftlichen Stationen?

Gastprofessuren an der TU Berlin, TU München und FH Erfurt.

Und Ihre wichtigste berufliche Station?

Mein eigenes Architekturbüro Reichel Schlaier Architekten in Stuttgart.

Was ist das Spannende an Ihren Themen?

Architektur ist ein ausgesprochen vielseitiges Fach, welches unterschiedliche Interessen und Kompetenzen vereint. Das Entwerfen von Gebäuden im städtebaulichen sowie im gesellschaftlichen Kontext steht im Mittelpunkt unserer Arbeit. Als Architektinnen und Architekten planen wir das Lebensumfeld der Menschen und bestimmen, wie unsere Städte in Zukunft aussehen. Das Resultat unserer Arbeit verschwindet nicht in Schubladen, sondern bleibt im besten Falle mehrere hundert Jahre stehen. Das spornt an.

An der TU Darmstadt wird Interdisziplinarität groß geschrieben. Wo gibt es in Ihrem Arbeitsfeld Schnittstellen zu anderen Fachgebieten?

Architektur ist immer Teamwork. Im normalen Planungsprozess arbeitet man eng mit Ingenieuren unterschiedlicher Fachrichtungen zusammen. Außerdem gibt es viele Anknüpfungspunkte zu Themen der Soziologie und Politikwissenschaft. Erkenntnisse aus diesen Fachbereichen sind wichtige Grundlagen für unsere Arbeit.

In welchen Fachbereich der TU würden Sie gerne mal einen Tag schnuppern?

Philosophie und Materialwissenschaften. Das klingt zugegebenermaßen etwas weit voneinander entfernt, verdeutlicht jedoch den Spannungsbogen, den das Fach der Architektur berührt. Wir sind Generalisten, weniger Spezialisten. Wir müssen in der Lage sein, komplexe Zusammenhänge zu lösen: gesellschaftliche Aufgaben im städtebaulichen Maßstab verorten, Räume für Menschen schaffen, in denen sie sich wohlfühlen, nachhaltige Konstruktionen entwickeln… und mit Handwerkern auf der Baustelle sprechen.

bjb

Professorin Birgit Ziegler in Stäwiko berufen

11. Mai 2021

Die Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) hat 16 Mitglieder in eine „Ständige wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz“ (Stäwiko) berufen – darunter auch TU-Professorin Birgit Ziegler vom Arbeitsbereich Berufspädagogik und Berufsbildungsforschung.

Aufgabe der Stäwiko ist die Beratung der Länder in Fragen der Weiterentwicklung des Bildungswesens, insbesondere bei der Sicherung und Entwicklung der Qualität, bei der Verbesserung der Vergleichbarkeit des Bildungswesens sowie bei der Entwicklung mittel- und längerfristiger Strategien zu für die Länder in ihrer Gesamtheit relevanten Bildungsthemen. cst

Neu an der TU: Honorarprofessor Clemens Rohde

Prof. Dr.-Ing. Clemens Rohde

11. Mai 2021

Dr.-Ing. Clemens Rohde ist seit gestern (10. Mai) Honorarprofessor am Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften der TU Darmstadt. Der 43-jährige Wissenschaftler, der das Geschäftsfeld Energieeffizienz am Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI in Karlsruhe leitet und dort auch stellvertretender Leiter des Competence Center Energietechnologien und Energiesysteme ist, forscht zu systematischen Aspekten der Energieeffizienz. Wir haben bei Professor Rohde nachgefragt:

Warum sollten Studierende sich für Ihre Themen interessieren?

Der rationelle Umgang mit Energie ist einer der Säulen der Energiewende. Die notwendigen Technologien sind dabei nur eine der Herausforderungen, denen wir uns stellen müssen. Daneben sind auch Fragen der wirtschaftlichen Umsetzbarkeit und der Hemmnisse, die eine erfolgreiche Umsetzung von sinnvollen Maßnahmen verhindern von enormer Bedeutung. In meinen Vorlesungen vermittele ich aufbauend auf meiner Forschungsarbeit am Fraunhofer ISI, wie diese verschiedenen Aspekte zusammenspielen.

An der TU Darmstadt wird Interdisziplinarität groß geschrieben. Wo gibt es in Ihrem Arbeitsfeld Schnittstellen zu anderen Fachgebieten?

Mein tägliches Arbeitsumfeld am Fraunhofer ISI ist von interdisziplinärer Zusammenarbeit geprägt. In unseren Teams arbeiten Ingenieur-, Natur-, Wirtschafts- und Humawissenschaftler:innen eng zusammen. Die Energiewende ist nicht nur eine technische Herausforderung, sondern stellt uns auch vor große Herausforderung hinsichtlich der Akzeptanz und Umsetzung. Hier leisten wir durch unsere Zusammenarbeit einen wichtigen Beitrag.

Der beste Ausgleich zu einem stressigen Arbeitstag ist …

… ein entspannter Abend mit der Familie, beispielsweise mit einem Brettspiel.

pb

Tarnung und Abschirmung von Objekten in einer Strömung

Auch komplexe Formen können abgeschirmt werden.

7. Mai 2021

Zu den bekanntesten Technologien der Raumschiffe aus Star Trek gehören ihre Tarnkappen und ihre Schilde. Ein Forschungsteam um Professor Steffen Hardt vom Fachgebiet Nano- und Mikrofluidik aus dem Fachbereich Maschinenbau hat nun zusammen mit Kooperationspartnern vom Technion (Israel) und von IBM Research Europe Tarnkappen und Schilde für Objekte in mikrofluidischen Kanälen entwickelt.

Im Tarnmodus lässt ein Objekt die Flüssigkeitsströmung um es herum unbeeinflusst, und im Abschirmungsmodus werden die hydrodynamischen Kräfte auf ein Objekt eliminiert. Das Darmstädter Team hat dabei die Theorie entwickelt, auf deren Grundlage es möglich ist, auch Objekte einer komplexen Form abzuschirmen oder zu tarnen. Dieses Prinzip könnte eine Reihe von Anwendungen finden, zum Beispiel bei der Manipulation von Zellen oder Tröpfchen. Die Ergebnisse der Zusammenarbeit wurden in der Zeitschrift Physical Review Letters veröffentlicht. sh/cst

TU Darmstadt erfolgreich im EU-Förderprogramm EuroHPC

In diesem Gebäude befindet sich der Lichtenberg-Hochleistungsrechner auf der Lichtwiese.

6. Mai 2021

Der wachsende Bedarf an der Verarbeitung extrem großer Datensätze ist heute einer der Hauptgründe für den Bau von sogenannten Exascale-Computer-Systemen. Um diese extrem leistungsfähigen Supercomputer zukünftig optimal nutzen zu können, muss auch spezielle Software entwickelt werden – von intelligentem Speicherzugriff bis zur eigenen Programmierumgebung. Mit diesem Ziel starteten im April die Fachbereiche Informatik, Elektro- und Informationstechnik sowie Mathematik in gleich vier Verbundprojekten. Informatikprofessor Dr. Felix Wolf forscht in den Projekten ADMIRE und DeepSea Prof. Dr. Christian Bischof vom Fachbereich Informatik und Mathematiker Dr. Holger Marschall sind beteiligt am Projekt exaFoam Prof. Dr. Schöps vom Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik forscht im Projekt TimeX Gefördert wird die Forschung an der TU Darmstadt mit insgesamt mehr als 2 Millionen Euro durch das Förderprogramm EuroHPC und das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Die Gesamtfördersumme für alle Projektpartner beträgt über 30 Millionen Euro. Die TU Darmstadt gehört zu den erfolgreichsten deutschen Universitäten in diesem Forschungsprogramm. Anne Grauenhorst

Merck spendet 5.000 Corona-Testkits an TU Darmstadt

Professor Jens Schneider (rechts) nimmt die Testkits von Merck-Vorstandsmitglied Kai Beckmann (li.) entgegen.

03. Mai 2021

Das Wissenschafts- und Technologieunternehmen Merck unterstützt die TU Darmstadt bei der Umsetzung ihrer Corona-Teststrategie. Dafür werden 5.000 Selbsttest-Kits für Studierende in Präsenzveranstaltungen zur Verfügung gestellt. „Hiermit wollen wir die TU Darmstadt dabei unterstützen, dass sich ihre Studierenden regelmäßig testen können und unter Corona-Bedingungen einen sicheren Ablauf von Forschung und Lehre zu gewährleisten“, sagt Kai Beckmann, der für den Merck-Standort Darmstadt zuständig ist.

Professor Jens Schneider, Vizepräsident für Transfer und Internationalisierung, freut sich über die praktische Unterstützung: „In diesen auch für Hochschulen sehr schwierigen Zeiten freuen wir uns über die großzügige Unterstützung. Es ist in einigen Bereichen sehr wichtig, dass unsere Studierenden in Labors oder für Abschlussarbeiten an der TU aktiv sind und wir können ihnen so zusätzliche Testoptionen anbieten.“

Auch die Entega AG und die Vereinigung von Freunden der TU Darmstadt unterstützen: Entega spendet 1.000 Testkits für TU-Studierende, die Freunde der TU 15.000 Euro, um weitere Tests zu finanzieren.

Merck/cst

MINT-Zentrum Darmstadt gegründet

Ralf Schlosser (links) Leiter des DLR_School_Lab TU Darmstadt und 1. Vorsitzender des MINT-Zentrum Darmstadt e.V bei der Unterzeichnung mit IHK Hauptgeschäftsführer Dr. Uwe Vetterlein.

29. April 2021

Die TU Darmstadt und die Wissenschaftsstadt Darmstadt haben mit weiteren Partnern das MINT-Zentrum Darmstadt e.V. gegründet. Hier haben Jugendliche künftig die Möglichkeit, in ihrer Freizeit Fragestellungen aus aktueller Forschung im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik (MINT) nachzugehen. So werden Grundlagen für ein technisches Studium oder die Karriere als Fachkraft in den Unternehmen der MINT-Region Südhessen gelegt. Die neu gegründete Einrichtung nutzt künftig die Räumlichkeiten des DLR_School_Lab TU Darmstadt mit.

Ralf Schlosser, Leiter des DLR_School_Lab, ist Vorsitzender des Vereins und wird auch das MINT-Zentrum leiten. Erste Angebote für Jugendliche wird es noch vor den Sommerferien geben. „Der neu gegründete Verein lebt von seiner vielfältigen Expertise aus der gesamten Gesellschaft. Neue Partner aus allen Bereichen der Gesellschaft sind daher jederzeit willkommen“, betont er.

„Die TU Darmstadt freut sich, mit dem neuen MINT Zentrum nun Teil des sehr aktiven Netzwerkes MINT Zentren Südhessen zu sein“, sagt Professor Heribert Warzecha, Vizepräsident für Studium und Lehre. Dieses außerschulische Bildungsangebot sei ein weiterer wichtiger Ort, um Jugendliche für Wissenschaft und Technik zu begeistern, schon früh forschendes Lernen zu fördern und eine Entscheidungshilfe für den späteren beruflichen Weg der Schülerinnen und Schüler zu bieten. „Diesen Prozess möchten wir gerne aktiv unterstützen.“ cst

Neu an der TU: Professor Pascal Schweitzer

Prof. Dr. Pascal Schweitzer

29. April 2021

Prof. Dr. Pascal Schweitzer ist seit April 2021 Professor am Fachbereich Mathematik der TU Darmstadt. Der 39-Jährige forscht zu algorithmischer Graph- und Gruppentheorie. Wir haben mit ihm über seine Forschungsarbeit gesprochen.

Was war Ihre vorherige wissenschaftliche Station?

TU Kaiserslautern

Und Ihre wichtigsten?

Diverse: MPI für Informatik (Saarbrücken), Australian National University (Canberra), ETH Zürich, Institut Mittag-Leffler (Stockholm), JAIST Kanazawa (Japan), RWTH Aachen, TU Kaiserslautern

Was ist das Spannende an Ihren Themen?

Das Spannende an meinem Gebiet ist, dass es zwischen der Theorie der Algorithmen und der Theorie der Symmetrien (Gruppentheorie) pendelt. Es befasst sich sowohl mit eleganter Theorie und seit langem offenen mathematischen Vermutungen, findet aber gleichzeitig weit verbreitete Anwendungen in der Informatik. Die spannendste Forschung ergibt sich immer, wenn die Praxis die Theorie motiviert und im Gegenzug neue theoretische Erkenntnisse in der Praxis umgesetzt werden und diese umkrempeln.

An der TU Darmstadt wird Interdisziplinarität groß geschrieben. Wo gibt es in Ihrem Arbeitsfeld Schnittstellen zu anderen Fachgebieten?

Mein Forschungsgebiet ist per se interdisziplinär. Es lebt von der klaren formalen Arbeitsweise in der Mathematik auf der einen Seite und dem anwendungsorientierten und konstruktiven Fokus der Informatik auf der anderen Seite. Darüber hinaus finden sich Aspekte der Symmetrieforschung in der Chemie, dem maschinellen Lernen und auch in der Kryptographie.

In welchen Fachbereich der TU würden Sie gerne mal einen Tag schnuppern? Warum?

In die Sportwissenschaften, denn mich interessieren Parallelen zwischen Lernmethoden in der Mathematik und Trainingsmethoden im Sport. Vieles ist übertragbar. Manche Dinge lassen sich aber auf der einen oder der anderen Seite besser evaluieren. Auch interessiere ich mich sehr für digitale Lehre und deren facettenreiche Umsetzung in den vielfältigen Themen, die wir an der TU Darmstadt erforschen und lehren. lh

Trinity College Dublin ehrt Professor Wolfgang Elsäßer

27. April 2021

Professor Wolfgang Elsäßer, Professor im Ruhestand am Institut für Angewandte Physik der TU Darmstadt, wurde am 22. April zum Adjunct Professor an der School of Physics am Trinity College Dublin ernannt. Diese Auszeichnung würdigt Professor Elsäßers außerordentliche, langjährige Zusammenarbeit mit der School of Physics am Trinity College Dublin, die er seit Sommer 1990 im Rahmen von regelmäßigen Forschungsaufenthalten, Doktorprüfungen und gemeinsamen Projekten pflegt.

Die ehrenvolle Ernennung gibt Professor Elsäßer nach der Pensionierung weitere Möglichkeiten, diese Zusammenarbeit aufrecht zu erhalten, zu pflegen und auszubauen und insbesondere in diesem Zusammenhang den wichtigen ERASMUS-Studierendenaustausch zwischen der Physik der TU Darmstadt und dem Trinity College Dublin wieder mit neuem Leben und entsprechenden Aktivitäten zu füllen. pb

Neu an der TU: Professor Torsten Frosch

Professor Dr. Torsten Frosch

27. April 2021

Dr. Torsten Frosch ist seit April Professor für Medizintechnik am Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik. Der 46-Jährige ist einer von rund zwei Dutzend neuen Professorinnen und Professoren, die jedes Jahr an die TU Darmstadt berufen werden. Wir haben bei Professor Frosch nachgefragt:

Was war Ihre vorherige wissenschaftliche Station?

Leibniz-Institut für Photonische Technologien in Jena

Und Ihre wichtigsten?

Imperial College London und Monash University in Melbourne, Australien

Warum sollten Studierende sich für Ihre Themen interessieren?

Die Medizintechnik ist ein interdisziplinäres Studium, das ausgezeichnete, zukunftsorientierte Berufsmöglichkeiten eröffnet. In meinem Spezialgebiet der Biophotonik nutzen wir modernste Methoden der Photonik, einer Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts, um Krankheiten früher zu erkennen und personalisierter zu therapieren. Bildgebende und spektroskopische optische Verfahren spielen in der modernen Theranostik eine herausragende Rolle. Studierende können ihr theoretisches Wissen früh experimentell einsetzen.

An der TU Darmstadt wird Interdisziplinarität groß geschrieben. Wo gibt es in Ihrem Arbeitsfeld Schnittstellen zu anderen Fachgebieten?

Das interdisziplinäre Arbeiten zwischen Fachgebieten ist prägend für meine Forschung. Die Biophotonik vereint Fachwissen aus Elektrotechnik, Physik, Chemie und den Lebenswissenschaften. Weitere Schnittstellen existieren beispielsweise zu Materialwissenschaften, Maschinenbau und Informatik. Daher freue ich mich außerordentlich auf vielfältige, spannende Kooperationen mit Kolleginnen und Kollegen an der TU Darmstadt sowie mit unseren medizinischen und pharmazeutischen RMU-Partnern in Frankfurt und Mainz.

Wenn ich heute Student wäre, würde ich …

… interdisziplinär studieren. Mehr denn je ist es heutzutage wichtig, übergreifend zwischen Fachgebieten zu denken, um neue Erkenntnisse schnell einzuordnen und selbst Trends setzen zu können.

Der beste Ausgleich zu einem stressigen Arbeitstag ist…

… Sport und Natur, am besten beides gemeinsam … eine Wanderung mit der Familie, ein Waldlauf oder ein Badmintonmatch.

pb

Professor Rödel ausgezeichnet

23. April 2021

Professor Jürgen Rödel, Leiter des Fachgebietes Nichtmetallisch-Anorganische Werkstoffe am Institut für Materialwissenschaft der TU Darmstadt, ist mit der Seger-Plakette, der höchsten wissenschaftlichen Auszeichnung der Deutschen Keramischen Gesellschaft (DKG) ausgezeichnet worden. Das gab die DKG bei ihrer Jahrestagung bekannt. Rödel forscht unter anderem zu Nichtmetallisch-Anorganischen Werkstoffen, elektrischer Ermüdung in ferroelektrischen Materialien, bleifreier Piezokeramik, Hochtemperatur-Piezokeramiken und mechanischen Eigenschaften von keramischen Materialien. Im Rahmen des LOEWE-Schwerpunkts FLAME beschäftigt sich Rödel mit den Einsatzmöglichkeiten von antiferroelektrischen Materialien in der Energietechnik. cst/sip

Kunstwerk auf der Lichtwiese zerbrochen

Zerbrochene portugiesische Vase auf der Lichtwiese
Bild: Bernd Schellhaas
Zerbrochene portugiesische Vase auf der Lichtwiese

22. April 2021

Nachdem das „Arrangement mit großen Tongefäßen“ von Franz Stähler (1956-2018) bereits 1994 an die Lichtwiese kam und seitdem prominent den Übergang zwischen den TU-Gebäuden und dem Waldstück bespielt, ist nun eine der sechs portugiesischen Vasen zerbrochen. Ob dies auf Grund der Beschaffenheit des Materials oder durch mutwillige Zerstörung geschah, konnte nicht abschließend geklärt werden. Die kaputte Vase wird aus Sicherheitsgründen aus dem Ensemble entfernt werden. sch/bjb

TU setzt Corona-Teststrategie in Kraft

21. April 2021

An der TU Darmstadt gilt ab Donnerstag, 22. April, eine differenzierte Teststrategie gegen die Corona-Pandemie. Beschäftigten, die in Präsenz arbeiten müssen, werden pro Woche zwei Selbsttests zur freiwilligen Anwendung angeboten. Zugleich hat mobile Arbeit jedoch an der Universität weiterhin höchste Priorität und ist der Regelfall. Auch die Regelungen des TU-Infektionsschutzkonzepts und die Handlungsanweisungen für TU-Mitarbeitende gelten unvermindert fort.

Analog zu den Beschäftigten erhalten auch die Studierenden, die sich wegen Präsenzveranstaltungen (z.B. Laborpraktika) oder dem Anfertigen von Abschlussarbeiten auf dem Campus aufhalten müssen, auf Wunsch zweimal in der Woche einen Selbsttest. Für eine sehr begrenzte Anzahl von praktischen Lehrveranstaltungen in den Sportwissenschaften werden verpflichtend Tests vor Beginn jeder Lehrveranstaltung eingeführt. Prinzipiell gilt auch für Studierende und Lehrende weiterhin die generelle Linie der TU Darmstadt: Studium und Lehre finden in der Regel digital statt.

Schließlich stellt die Universität in Absprache mit dem Studierendenwerk auf dem Campus Lichtwiese und dem Campus Stadtmitte Räumlichkeiten für „Bürgertestzentren“ zur Verfügung. Sie werden voraussichtlich Anfang Mai 2021 ihre Arbeit aufnehmen. Dorthin können sich alle TU-Mitglieder und alle Bürgerinnen und Bürger wenden, um sich kostenfrei von medizinisch geschultem Personal schnelltesten zu lassen. feu

Medienschau: TU-Präsidentin Brühl über Zukunft der Unis

15. April 2021

Was wird aus den Universitäten, im dritten Digitalsemester und in den Zeiten nach Corona? Kann es eine Rückkehr zum Normalzustand geben oder gibt es ein neues „Normal“? Diesen Fragen geht Zeit online nach und befragte Expertinnen und Experten nach ihren Ideen, was Studierenden derzeit helfen könnte und wie die Zukunft der universitären Bildung aussehen könnte. Zu Wort kommt unter anderem TU-Präsidentin Professorin Tanja Brühl: „Wir müssen gemeinsam die Universität neu erfinden. Nicht mehr und nicht weniger“, befindet Brühl. „Deswegen ist es jetzt an der Zeit, zusammen eine Vision zu entwerfen – für ein postpandemisches Studium.“ sip

Neu an der TU: Professor Felix Weidinger

Porträtbild von Felix Weidinger
Bild: Paul Glogowski

15. April 2021

Dr. Felix Weidinger ist seit April Professor am Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften und beschäftigt sich mit Prozessoptimierung insbesondere in Lagerhaltung, Zustelllogistik und Sharing Economy. Der 31-Jährige ist einer von rund zwei Dutzend neuen Professorinnen und Professoren, die jedes Jahr an die TU Darmstadt berufen werden. Wir haben bei Professor Weidinger nachgefragt:

Was waren Ihre vorherigen wissenschaftlichen Stationen?

Friedrich-Schiller-Universität Jena; Rotterdam School of Management

Was ist das Spannende an Ihren Themen?

Was mich an meiner Forschung jeden Tag aufs Neue fasziniert ist die Tatsache, dass man Systeme ‒ seien es Lager-, Logistik- oder sonstige Systeme ‒ alleine durch das Umstrukturieren der Prozesse verbessert. Lediglich durch die Anwendung geschickter Planungsalgorithmen kann man so zum Beispiel wesentlich mehr Pakete zusammen- oder zustellen, ohne dass man die physischen Dimensionen des Systems verändert hat. Ich versuche diese Begeisterung mit den Studierenden zu teilen und freue mich jedes Mal, wenn es gelingt. Die Erfolgsquote ist dabei gar nicht mal so schlecht.

In welchen Fachbereich der TU würden Sie gerne mal einen Tag schnuppern? Warum?

In den Fachbereich Architektur. Ich interessiere mich sehr für die vielen verschiedenen Möglichkeiten, Räume im weiteren Sinne zu gestalten. Besonders die Werke des Neuen Bauens faszinieren mich.

Der beste Ausgleich zu einem stressigen Arbeitstag ist …

… Zeit mit meiner Freundin und unserem Sohn zu verbringen. Und zwar am besten an der frischen Luft bei einem Spaziergang, einer Fahrradtour oder auf einem Spielplatz.

sip

Barbara Albert wird neue Rektorin der Uni Duisburg-Essen

Porträtbild von Vizepräsidentin Professorin Dr. Barbara Albert
Professorin Barbara Albert

14. April 2021

Professorin Barbara Albert, seit Januar 2020 Vizepräsidentin für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs der TU Darmstadt, ist heute zur neuen Rektorin der Universität Duisburg-Essen gewählt worden. Sie wird Amtsnachfolgerin von Professor Ulrich Radtke, der die Universität seit 2008 leitet. Barbara Albert wird ihr neues Amt zum 1. April 2022 antreten.

„Ich gratuliere Barbara Albert sehr herzlich zur Wahl als Rektorin“, sagte TU-Präsidentin Professorin Tanja Brühl. „Ich freue mich mit ihr über ihren Erfolg und Karriereschritt – und werde sie zugleich als Vizepräsidentin und beeindruckende Persönlichkeit an der TU Darmstadt sehr vermissen.“

Barbara Albert ist seit 2005 Professorin für Anorganische Festkörperchemie an der TU Darmstadt; zuvor lehrte und forschte sie vier Jahre als Professorin an der Universität Hamburg. In den Jahren 2012 und 2013 war Barbara Albert Präsidentin der Gesellschaft Deutscher Chemiker. Seit 2016 ist sie Mitglied im Fachkollegium Chemie der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), ebenfalls seit 2016 gehört sie der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften an. feu

Hermes Startup Award für Ausgründung core sensing

13. April 2021

Das TU-Startup core sensing ist auf der diesjährigen, digitalen Hannover Messe mit dem Hermes Startup Award ausgezeichnet worden. Das Unternehmen überzeugte mit seinem Projekt coreIN, einem robusten und zuverlässigen Kraft- und Drehmomentsensor, der Daten direkt aufzeichnet und kabellos von Bauteilen aus überträgt. Das erlaubt es, ihn in verschiedene Maschinenelemente zu integrieren und Bauteile so kontinuierlich zu überwachen. Unter anderem lassen sich so Ausfälle vermeiden und Wartungskosten reduzieren.

Der Hermes Startup Award ist eine Unterkategorie des Hermes Awards, eines der bedeutendsten Industriepreise. Er wird jährlich verliehen und geht an Unternehmen, die jünger als fünf Jahre alt sind und die sich mit ihren Produktlösungen auf einem besonders hohen Innovationslevel bewegen. Core sensing sei eine Ausgründung, die es Unternehmen möglich mache, das Potenzial der Digitalisierung besonders intensiv zu nutzen, so Jury-Vorsitzender Professor Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft. coreIN sei „ein brillantes Beispiel dafür, wie integrierte Sensortechnologie die Digitalisierung der Produktion vorantreibt“.

Core sensing ist eine mehrfach ausgezeichnete Ausgründung aus dem Institut für Produktionstechnik und Umformmaschinen sowie dem Fachgebiet für Mess- und Sensortechnik der TU Darmstadt. Das Startup wurde durch das EXIST-Forschungstransfer-Programm gefördert und vom Innovations- und Gründungszentrum HIGHEST der TU unterstützt. sip

Check-In-App Luca auf dem Prüfstand

12. April 2021

Um den Einzelhandel, die Gastronomie oder auch Kultureinrichtungen und Kulturschaffende zu unterstützen und den Menschen Besuche von Veranstaltungen oder Geschäften zu ermöglichen, sind die so genannten Check-in-Apps derzeit in aller Munde. Besonders die Luca-App ist momentan sehr präsent. IT-Sicherheitsforschende um TU-Professor Ahmad-Reza Sadeghi begrüßen diesen Trend. Gleichzeitig haben sie seit Mai 2020 immer wieder gerade lokale Lösungen thematisiert, die sie deutlich effektiver finden als nationale Lösungen wie etwa die Corona-Warn-App.

Das Forschungsteam hat nun die Luca-App hinsichtlich Sicherheits- und Datenschutzaspekten analysiert. Probleme finden die Expertinnen und Experten unter anderem im Hinblick auf die Überprüfbarkeit der angegebenen Kontaktdaten. Außerdem könnten die gesammelten Check-In-Informationen potenziell missbraucht werden. Die genauen Ergebnisse sind in einem ausführlichen Blogbeitrag zu finden. lf/bjb

Neu an der TU: Professor Felix Kühnle

Professor Dr. Felix Kühnle

9. April 2021

Dr. Felix Kühnle ist seit April Professor für Sportsoziologie im Fachbereich Humanwissenschaft. Der 37-Jährige ist einer von rund zwei Dutzend neue Professorinnen und Professoren, die jedes Jahr an die TU Darmstadt berufen werden. Wir haben bei Professor Kühnle nachgefragt:

Was war Ihre vorherige wissenschaftliche Station? Von 2018 bis 2021: Akademischer Rat a.Z., Arbeitsbereich Sport- und Gesundheitssoziologie, Georg-August-Universität Göttingen und zuvor von 2013-18: Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Arbeitsbereich Sportsoziologie, TU Darmstadt.

Und Ihre wichtigste?
Im Zuge meines bisherigen Werdegangs war jede Karrierephase wichtig und wegweisend. Auf die anstehenden Aufgaben als Leiter des Arbeitsbereichs „Sportsoziologie“ freue ich mich jedoch ganz besonders.

Warum sollten Studierende sich für Ihre Themen interessieren?
Ich stehe nicht nur für die besondere Relevanz meiner Arbeitsschwerpunkte (u.a. Depressionen, Doping und Präsentismus im Leistungssport) ein. Vor allem möchte ich den Studierenden die inkongruente Sicht der Soziologie auf Sport und Körper näherbringen. Wo andere Beobachter das individuelle Handeln und Erleben auf Stoffwechselprozesse oder Persönlichkeitsprofile zurückführen, weist die Soziologie auf gesellschaftliche Diskurse, überindividuelle Konstellationen und soziale Dynamiken hin.

Wenn ich heute Student wäre, würde ich …
.. vieles wieder ganz ähnlich machen wie früher. Die aktuelle Corona-Pandemie stellt Studierende wie Dozierende allerdings vor besondere Herausforderungen, die es gemeinsam zu meistern gilt.

Der beste Ausgleich zu einem stressigen Arbeitstag ist…
… argentinische Folklore hören. Meine Leidenschaft für diese Musik geht auf einen einjährigen Auslandsaufenthalt in Buenos Aires in 2011/12 zurück.

pb

Medienschau: ARD Mittagsmagazin über Corona-Abwassertests

7. April 2021

Das ARD-Mittagsmagazin berichtet in der heutigen Sendung über die Forschung von Professorin Susanne Lackner, Leiterin des Fachgebiets Abwasserwirtschaft am Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften der TU. Lackner stellt im Beitrag vor, wie sich Corona-Viren im Abwasser aus städtischen Kläranlagen nachweisen lassen – als Frühwarnsystem für die Entwicklung der Fallzahlen. Ähnliche Verfahren kommen zum Beispiel in den Niederlanden zur Anwendung, nicht so in Deutschland. „Eine innovative Idee, doch es hakt an der politischen Förderung“, konstatiert das „Mittagsmagazin“. sip

Medienschau: FAZ startet KI-Podcast mit TU-Experten

7. April 2021

In einem neuen Podcast der Frankfurter Allgemeinen Zeitung diskutieren die beiden KI-Experten Prof. Dr. Peter Buxmann und Dr. Holger Schmidt von der TU Darmstadt die Potentiale von künstlicher Intelligenz. Neue Folgen erscheinen monatlich jeweils am ersten Montag.

In der ersten Folge haben sie die Bahn-Vorständin Sabina Jeschke zu Gast und besprechen, wie künstliche Intelligenz die Bahn revolutionieren könnte. So könnte KI nicht nur die Kapazitäten der Bahn um bis zu 30 Prozent erhöhen, sondern auch für pünktlichere Zügen sorgen.

Peter Buxmann leitet das Fachgebiet Wirtschaftsinformatik am Fachbereich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften der TU Darmstadt und beschäftigt sich unter anderem mit der Anwendung von KI. Holger Schmidt ist Lehrbeauftragter an der TU, Speaker und Autor zu den Themen KI, Plattform-Ökonomie und digitalen Geschäftsmodellen. Beide erforschen das Potential von KI für Wirtschaft und Arbeit an der TU Darmstadt. lh

Neu an der TU: Professor Enno Giese

Professor Dr. Enno Giese

1. April 2021

Dr. Enno Giese ist seit April Professor für Theoretische Quantenoptik im Fachbereich Physik. Der 34-Jährige ist einer von rund zwei Dutzend neue Professorinnen und Professoren, die jedes Jahr an die TU Darmstadt berufen werden. Wir haben bei Professor Giese nachgefragt:

Was war Ihre vorherige wissenschaftliche Station?
Postdoc an der Universität Ulm

Und Ihre wichtigste?
University of Ottawa, Kanada

Warum sollten Studierende sich für Ihre Themen interessieren?
Weil Quantengase im Weltraum nicht nur eine technische Herausforderung sind, sondern auch einen neuen Blick auf fundamentale Physik in unserem Universum ermöglichen.

In welchen Fachbereich der TU würden Sie gerne mal einen Tag schnuppern? Warum?
In den Fachbereich Humanwissenschaften! Ein Einblick in das tägliche Geschäft der Forschung im Bereich der Psychologie fände ich unheimlich spannend.

Wenn ich heute Student wäre, würde ich …
… auf jeden Fall in eine eine WG ziehen, damit mir bei der Online-Lehre nicht die Decke auf den Kopf fällt.

cst

Drei frische „Hessen-Ideen-Stipendien“

1. April 2021

Drei Gründungsvorhaben der TU Darmstadt werden ab heute, 1. April, im Rahmen der sechsten Förderrunde des „Hessen-Ideen-Stipendiums“ unterstützt. Das Programm zielt auf innovative unternehmerische Pläne aus den hessischen Hochschulen. 15 Projekte kommen diesmal zum Zuge.

Das Team “NatFill” der TU Darmstadt will ein gravierendes Problem des Onlinehandels nicht länger hinnehmen, nämlich den umweltschädlichen Verpackungsmüll, der in Milliarden versendeter Pakete pro Jahr steckt. “NatFill“ hat ein nachhaltiges Konzept erarbeitet – Füllmaterial aus vollständig kompostierbaren Rohstoffen soll die Ware auf dem Weg zu den Kundinnen und Kunden vor Beschädigungen schützen.

Ebenfalls ein Stipendium erhält ein Team der TU Darmstadt, das einen Elektrolyten für Superkondensatoren entwickelt, der diesen Energiespeicher deutlich verbessert – der Elektrolyt ermöglicht hohe Kapazität und hohe Ladegeschwindigkeit in einem.

Eine dritte geförderte Idee aus der TU Darmstadt heißt „Textbasierte Marktforschungsplattform“: Das Team analysiert nutzergenerierte Inhalte für Unternehmen, damit sie „näher am Markt“ sind und ihre Produkte und Dienstleistungen erfolgreicher platzieren können. Auf der in der TU entwickelten Plattform können Unternehmen hochinnovative Nutzende identifizieren und diese in ihren eigenen Innovationsprozess einbinden.

„Als hessische Landesregierung wollen wir Ideen fördern, überregional bekannt machen und das Land Hessen als Innovationsstandort stärken“, sagte Hessens Wissenschaftsministerin Angela Dorn. „Die Hessen Ideen-Stipendiatinnen und -Stipendiaten starten in spannende sechs Monate, die geprägt sein werden von der Weiterentwicklung Ihrer unternehmerischen Idee hin zu einem überzeugenden Geschäftskonzept.“ feu

Mitwirkung in neuen DFG-Schwerpunktprogrammen

30. März 2021

Informatik-Professorin Mira Mezini, Leiterin der Fachgebiets Softwaretechnik an der TU Darmstadt, gehört dem Programmausschuss des neuen Schwerpunktprogramms „Disruptive Hauptspeichertechnologien“ an, das die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ab 2022 bewilligt hat. Koordiniert wird das Verbundprojekt an der Universität Osnabrück. Die gleiche Aufgabe nimmt Informatik-Professor Matthias Hollick, Leiter des TU-Fachgebiets Sichere mobile Netze, im ebenfalls neu eingerichteten Schwerpunktprogramm „Resilienz in vernetzten Welten – Beherrschen von Fehlern, Überlast, Angriffen und dem Unbekannten“ wahr. Die Koordination dieses Verbundes übernimmt die TU Berlin. feu

Medienschau: Quantencomputer und Künstliche Intelligenz

29. März 2021

In seinem aktuellen Gastbeitrag „Was wir nach dem Freudenrausch über den Quantenrausch brauchen“, zu lesen auf welt.de, beschäftigt Kristian Kersting, Professor für KI und maschinelles Lernen an der TU Darmstadt und Co-Direktor des hessischen Zentrums für KI (hessian.ai), sich mit dem Thema Quantencomputer und Künstliche Intelligenz. Zwar würden superschnelle Quantencomputer große Hoffnungen wecken und einen Geschwindigkeitsvorteil für Forschung und Wirtschaft versprechen, doch um an der KI-Weltspitze mitzuspielen, würden wir, so Kersting, mehr als das brauchen. pb

Darmstädter Energiepreis 2021 verliehen

28. März 2021

Der Beirat des TU Darmstadt Energy Center e.V. hat die Preisträgerinnen und Preisträger des diesjährigen Darmstädter Energiepreises bekannt gegeben. Prämiert wurden die besten Masterarbeiten und Dissertationen aus der Energieforschung der TU Darmstadt. Die Preisverleihung fand am 23. März als virtuelle Veranstaltung statt.

Den mit jeweils 800 Euro dotierten Preis für die beste Dissertation erhalten Andreas Taubel (Fachgebiet Functional Materials), Johannes Oltmanns (Fachgebiet Technische Thermodynamik) sowie Katharina Warncke (Fachgebiet Reaktive Strömungen und Messtechnik).

Der Preis für die beste Masterarbeit wird mit jeweils 400 Euro dotiert und geht dieses Jahr an Ariane Auernhammer (Fachgebiet Reaktive Strömungen und Messtechnik), Benedikt Beckmann (Fachgebiet Functional Materials) und Anna Melina Merkel (Fachgebiet Computational Electromagnetics) ausgezeichnet.

Der Beirat des TU Darmstadt Energy Center e.V. vergibt jährlich den Energie-Preis zu dem multidisziplinären Thema Energie. Die Arbeiten werden hinsichtlich ihrer Relevanz, Originalität, Kreativität und ihres Nutzenpotenzials bewertet. Ebenso fließen äußere Form, inhaltliche Nachvollziehbarkeit auch für fachfremde Leser sowie Vollständigkeit in Bezug auf die Zielsetzung der Arbeit in die Bewertung durch den Vorstand des Beirates des TU Darmstadt Energy Center e.V. ein. Keuth/cst

Ransomware-Angriff

28. März 2021

Auf die TU Darmstadt ist ein eng begrenzter IT-Cyberangriff verübt worden. Es handelt sich um eine sogenannte Ransomware-Attacke in erpresserischer Absicht. Ein kleiner Kreis eines Fachgebiets der Universität ist von Datenverlust betroffen. Das IT-Sicherheitsmanagement-Team der TU Darmstadt hat umfangreiche informationstechnische Vorkehrungen getroffen.

Die TU Darmstadt hat die Polizei eingeschaltet und Strafanzeige erstattet. Während der laufenden Ermittlungen gibt die Universität keine weiteren Auskünfte. feu

Preisverleihung TU Ideenwettbewerb 2020

26. März 2021

Bei der diesjährigen Ausgabe des TU-Ideenwettbewerbs wurde die Rekordanzahl von 144 Ideen eingereicht. In einem geschützten Rahmen und durch ausgewiesene Expertinnen und Experten aus Wirtschaft und Forschung wurden die eingereichten Ideen auf ihr Vermarktungs- und Innovationspotential getestet und die besten Ideen nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren prämiert. Gestern wurden die Gewinnerinnen und Gewinner gekürt.

Ausgezeichnet wurden in der Kategorie Wissenschaft:

1. Platz: CANNATEX (3.000 Euro)
2. Platz: 3D-Scanner der neusten Generation (2.000 Euro)
3. Platz: ORGAN-iser (1.000 Euro)

In der Kategorie Studierende gingen die Preise an:

1. Platz: Cure Curve Medical AI (Algorithmus zur Früherkennung koronarer Herzkrankheiten, 3.000 Euro)
2. Platz: AIMA – Artificial Intelligence Movement Analytics (2.000 Euro)
3. Platz: GreenBot Solutions – Autonome Straßenreinigung (1.000 Euro)

Mit dem Sonderpreis der Digitalstadt Darmstadt wurde die Entwicklung eines symbiotischen Beton-Mikrookösystems zur biogenen Erzeugung von Strom ausgezeichnet.

Der TU-Ideenwettbewerb bietet allen TU-Mitgliedern und -Beschäftigten, aber auch Absolventinnen und Absolventen die Chance, eigene innovative Produkt- oder Geschäftsideen oder auch Forschungsergebnisse mit Verwertungspotential voranzubringen. Der nächste TU Ideenwettbewerb 2021 startet am 10.06.2021, zum Start des Darmstädter Startup & Innovation Days 2021 – digital.

HIGHEST/cst

Darmstädter Modellschulprojekt zieht Zwischenbilanz

25. März 2021

Im November 2019 startete das gemeinsame Projekt „Bildung in der digitalen Welt. Darmstädter Modellschulen“ der TU Darmstadt und der Digitalstadt Darmstadt. Das Ziel: drei Schulen wissenschaftlich auf ihrem Weg zur souverän digital agierenden Schule zu begleiten. Der Zwischenbericht des Projekts wurde jetzt veröffentlicht.

„Schulen aktiv im digitalen Wandel zu unterstützen, ist von zentraler Bedeutung“ sagte Prof. Dr. Petra Grell, die das begleitende Forscherteam der TU leitet. „Das Ziel ist nicht, möglichst viele digitale Werkzeuge zu installieren. Das Ziel ist, alle Akteure in der Schule, von der Schulleitung über die Lehrkräfte bis zu den Schülerinnen und Schülern, zu befähigen, digital souverän handeln und mitgestalten zu können – heute und in der Zukunft.“

Zum Start ahnte niemand, dass nur wenige Wochen später eine Pandemie den Präsenzunterricht in der gewohnten Form unmöglich machen würde. Der Zwischenbericht des Modellprojekts schildert: Die Pandemie konfrontierte alle in einem nie dagewesenen Umfang mit Fragen der Digitalisierung. Wo man zuvor noch über den Sinn digitaler Kommunikations- und Organisationformen diskutierte, wurden sie plötzlich als alternativlos erkannt.

„Wie unter einem Brennglas wurden zentrale Hürden und Schwierigkeiten sichtbar, die sich auf einem Weg zu digital souverän agierenden Schulen aktuell stellen“, konstatiert der Zwischenbericht. Er schildert aber auch, wie die aktuelle Situation dem Modellprojekt eine besondere Dynamik verlieh, die Anpassung manches Projekt-Ansatzes an die neue Realität forderte und zum unverhofften Treiber bei der Entwicklung von Ideen wurde.  

Der Zwischenbericht ist über die Webseiten der TU Darmstadt (ULB) verfügbar.

Digitalstadt Darmstadt / pg

Professorin Hanson Mitglied des Energy Steering Panel des EASAC

25. März 2021

Professorin Dr.-Ing. Jutta Hanson, Leiterin des Fachgebiets Elektrische Energieversorgung unter Einsatz erneuerbarer Energien am Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik der TU Darmstadt, ist zum deutschen Mitglied des Energy Steering Panel des European Academies Science Advisory Council (EASAC) ernannt worden. Benannt wurde Hanson von der nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, dem Sitz der Geschäftsstelle des EASAC.

EASAC ist ein Zusammenschluss der Nationalen Akademien der Wissenschaften der EU-Mitgliedsstaaten plus Norwegen, Schweiz und seit dem 1. Januar dieses Jahres auch Großbritannien. Der EASAC berät die Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger in der EU, indem er wissenschaftsbasierte Empfehlungen zu gesellschaftsrelevanten Fragen abgibt. bjb

Professorin Thiele neue Vizepräsidentin des Deutschen Hochschulverbandes

24. März 2021

TU-Professorin Christina Thiele, Fachbereich Chemie der TU Darmstadt, ist zur Vizepräsidentin des Deutschen Hochschulverbandes (DHV) gewählt worden. Thiele ist damit neu ins Präsidium des Verbands eingetreten. Der Deutsche Hochschulverband ist Mitgestalter der Hochschul- und Bildungspolitik in Deutschland. Er vertritt die hochschulpolitischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Interessen der Hochschullehrerinnen und -lehrer gegenüber Staat und Gesellschaft und kümmert sich um das Thema wissenschaftlicher Nachwuchs. Zudem versteht er sich als umfassende Service- und Informationseinrichtung für die Lehrenden an deutschen Universitäten. sip

Medienschau: Prof. Lackner zur Ressource Abwasser

23. März 2021

Die Sendung „Planet Wissen“ der ARD widmet sich einem zukünftig nachhaltigeren Gang zur Toilette. Können wir es uns leisten, weiterhin nach dem „End of Pipe“-System das Abwasser in die Kläranlage einzuspeisen? „Am Ende nutzen wir für die Toilettenspülung Trinkwasser“, so Professorin Dr. Susanne Lackner, Leiterin des Fachgebiets Abwasserwirtschaft der TU, die in der Sendung zu Gast war. „Trinkwasser ist eine sehr endliche Ressource, obwohl wir das in Deutschland vielleicht noch gar nicht so bewusst merken.“ Dies und neue technologische Möglichkeiten und Anforderungen werden in der Sendung diskutiert.

Lackner äußert sich in „Planet Wissen“ zur Erforschung dezentraler Lösungen, der Ablösung alter Infrastrukturen und zur Notwendigkeit, Energie und begrenzt verfügbare Rohstoffe aus dem Toilettenabwasser zurückzugewinnen. Neue Formen der Energiegewinnung befänden sich in der Entwicklungsphase und es sei zukünftig möglich, dass Kläranlagen als energieautarke Stromerzeuger arbeiten. Abhängig von politischen Entscheidungen könnten in älteren Anlagen CO2-Einsparungen von 20 bis 30 Prozent erreicht werden.

ua

Medienschau: Liebesbriefe im Blick der Wissenschaft

22. März 2021

Mehr als 20.000 Liebesbriefe aus drei Jahrhunderten und vielen Ländern wertet zur Zeit das von der TU Darmstadt koordinierte Forschungsprojekt „Gruß und Kuss – Briefe digital. Bürger*innen erhalten Liebesbriefe“ aus. Im Verbund mit der Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt, der Hochschule Darmstadt und Universität Koblenz soll aus diesem Citizen-Science-Projekt ein digitales Liebesbriefarchiv entstehen. Der Hessische Rundfunk interviewte TU-Professorin Andrea Rapp, Instittut für Sprach- und Literaturwissenschaft, zum Projekt. Die Briefe dienen den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern als Zeugnis der Alltagssprache. Und sie zeigen, wie sich das Sprechen über Liebe im Laufe der Zeit verändert hat. Dabei tritt Witziges und Berührendes zutage. „Die Gefühle in den Briefen sind echt, und man kann sie gut nachempfinden“, so Rapp. sip

Projekt CyberTech für die Gestaltung Cyber-technischer Systeme gestartet

Produkte und Dienstleistungen sollen zukünftig gemeinsam angeboten werden.

22. März 2021

Wie entstehen die Produkte der Zukunft? Dies ist eine der zentralen Fragen, mit der sich das neue Forschungsprojekt „CyberTech – Advanced Systems Engineering für die Arbeitsgestaltung Cyber-technischer Systeme” am Fachgebiet Datenverarbeitung in der Konstruktion (DiK) auseinandersetzt.

„In Zukunft müssen Produkte und Services gemeinsam gedacht werden“, sagt der Leiter des DiK, Professor Dr.-Ing. Reiner Anderl. Ziel des Projekts CyberTech ist die Erarbeitung neuer Ansätze, bei denen bereits zu Beginn der Entwicklung eines Produkts dessen spätere Services für den Kunden und das Geschäftsmodell des Unternehmens berücksichtigt werden. Zudem sollen über den sogenannten Digitalen Zwilling Produktnutzungsdaten erfasst und zur Optimierung nachfolgender Produkte an die Entwicklung zurückgeführt werden. Dazu sollen neue Arbeits- und Organisationsformen und Kompetenzen bei den Mitarbeitenden entwickelt werden, um die Akzeptanz und Umsetzung im Unternehmen zu stärken. In einem ganzheitlichen Ansatz werden dabei ingenieurwissenschaftliche-, arbeitswissenschaftliche- und betriebswissenschaftlichen Ziele verknüpft.

Das ausführende Konsortium unter der Leitung der Firma engineering methods AG umfasst neben dem DiK das Institut für Arbeitswissenschaften (IAD) der TU Darmstadt sowie die Konsortialpartner Woco Industrietechnik GmbH, Mechatronic AG, ESI ITI und den assoziierten Partner Fresenius Medical Care Deutschland GmbH. Cybertech wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und verfolgt die Ziele der Hightech Strategie 2025 der Bundesregierung. Über die nächsten drei Jahre und mit einem Gesamtbudget von 6,2 Millionen Euro werden Themen zur Beherrschung komplexer Systeme und deren Auswirkung auf Menschen und die Organisation im Unternehmen erforscht. Tanja Steinbach/Benjamin Röhm/cst

Professor Jan Wörner wird Präsident von acatech

22. März 2021

Der ehemalige Präsident der TU Darmstadt, Professor Jan Wörner, wurde zum neuen Präsidenten der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) gewählt. Gemeinsam mit Karl-Heinz Streibich repräsentiert Wörner die Akademie nun in einer Doppelspitze. TU-Präsidentin Professorin Tanja Brühl beglückwünschte Wörner zu seiner Wahl und wünschte ihm für die neue Aufgabe viel Erfolg.

Ko-Präsident Streibich begrüßte Wörner, der als Bauingenieur und Wissenschaftsmanager die Technikwissenschaften und ihre fundamentale Bedeutung für unser Land verkörpere. „Er hat die Technische Universität Darmstadt als Ort der Exzellenz und Innovation ausgebaut, der Luft- und Raumfahrt in Deutschland und Europa neuen Schub gebracht und sich als Stimme der Wissenschaft in die öffentliche Diskussion eingebracht.“

Wörner war von 1995 bis 2007 Präsident der TU Darmstadt. In dieser Zeit überführte er die Universität als erste in Deutschland in einen autonomen Status mit weitgehenden Freiheitsrechten in der Selbstverwaltung. Im Anschluss leitete er das Deutsche Zentrum für Luft und Raumfahrt DLR und die European Space Agency ESA. cst

Prof. Kersting plädiert für massive Investitionen in KI

18. März 2021

In einem digitalen Briefing hat das Science Media Center das Thema „Künstliche Intelligenz – Stand der Forschung und Förderung in Deutschland“ beleuchtet. Als Teil des dreiköpfigen Expertenpanels äußerte sich TU-Professor Kristian Kersting zur Position der akademischen KI-Forschung in Deutschland und Europa im internationalen Vergleich. Kersting sieht die deutschen Forschenden international an der Spitze. Jedoch plädiert er für bessere Rahmenbedingungen: Bündelung und Koordinierung der Zuständigkeiten in der Bundespolitik nach hessischem Vorbild, Vernetzung und massive Unterstützung für den Aufbau von Infrastrukturen. „Wir haben tolle Leute in Deutschland, die müssen die Mittel bekommen, das auch umzusetzen.“

Der Zeitpunkt für Investitionen sei jetzt, so Kersting. „Gerade in der Krise müssen wir in KI investieren und KI stärker mitdenken.“ Nur so könne die Künstliche Intelligenz in Wirtschaft und Gesellschaft kommen und den Aufschwung zum Wohle aller befördern.

Kersting leitet das Fachgebiet Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen am Fachbereich Informatik der TU, ist Mitglied des Centre for Cognitive Science, der ELLIS Unit Darmstadt, Ko-Direktor des Hessian Center for Artificial Intelligence (hessian.ai) und Mitglied des Nationalen Forschungszentrums für angewandte Cybersicherheit ATHENE. Zudem ist er Träger des Deutschen KI-Preises. sip

Neue Webseite zu Chancengleichheit in Forschungsverbünden

17. März 2021

Am 15. März ist eine Homepage zur Chancengleichheit in den Forschungsverbünden der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) an der TU Darmstadt online gegangen und steht seitdem für gezielte Informationen zu Ansätzen zur Verwirklichung von Chancengleichheit in der Forschung an der TU bereit.

Die Seite dient als Sammelpunkt der verschiedenen Maßnahmen, Ideen und Aktionen rund um das Thema Chancengleichheit in der Forschung an der TU Darmstadt. Neben Kurzprofilen der beteiligten Verbünde können Besucherinnen und Besucher mehr erfahren zu Angeboten für Wissenschaftlerinnen und Studentinnen sowie etablierte Programme zur Rekrutierung von Frauen für die Wissenschaft und Best-Practice-Beispiele für die Umsetzung der Gleichstellung der Geschlechter kennenlernen.

Einzelne Verbünde werden abwechselnd in den Fokus genommen, angefangen mit dem Sonderforschungsbereich 805 „Beherrschung von lasttragenden Systemen des Maschinenbaus“, der 2020 nach zwölf Jahren ausgelaufen ist und in dieser Zeit eine Reihe von Veranstaltungen und vorbildhaften Maßnahmen zur Gleichstellung verwirklichen konnte.

Betreut wird die Seite von der Servicestelle Gender Consulting des Gleichstellungsbüros, finanziert wurde sie durch die beteiligten Verbünde. Gleichstellungsbüro / bjb

Professorin Knodt über Atomausstieg und Energiewende

16. März 2021

Vor zehn Jahren machte der Reaktorunfall im japanischen Fukushima eine ganze Region unbewohnbar und brachte das Aus für die Kernenergie in Deutschland. Doch lässt sich im Kampf gegen den Klimawandel der Ausstieg aus der Atomenergie überhaupt durchhalten oder gibt es ein Comeback der Technologie? Und wie ist die kurzfristige Entscheidung zum Ausstieg aus der Kernenergie 2011 politisch einzuordnen? Darüber spricht HR Info mit TU-Professorin Michèle Knodt, Institut für Politikwissenschaft. Knodt ist Expertin für Energiepolitik. sip

Professorin Behnke zu Föderalismus in der Pandemie

15. März 2021

Der deutsche Föderalismus steht während der Corona-Pandemie besonders im Fokus. Je nach Bundesland gibt es unterschiedliche Einschränkungen und Regelungen zur Bekämpfung der Pandemie. Im Videobeitrag „Die Macht der Bundesländer“ beschäftigt sich Zeit online mit den Fragen, wie die Machtverteilung in Deutschland während der Pandemie funktioniert hat und warum wir überhaupt ein föderales System haben. Nathalie Behnke, Professorin für Öffentliche Verwaltung und Public Policy am Institut für Politikwissenschaft der TU Darmstadt, erforscht seit 15 Jahren, wie der deutsche Föderalismus arbeitet, und erklärt im Beitrag ausführlich die Besonderheiten des deutschen Föderalismus, auch und gerade während der Corona-Pandemie. bjb

Medienschau: Professor Engels zur Maskenaffäre

11. März 2021

Professor Jens Ivo Engels ist Historiker am Institut für Geschichte der TU Darmstadt und forscht zur Geschichte der Korruption in Deutschland. Im Interview mit Die Zeit ordnet er die aktuelle Maskenaffäre zweier Politiker aus der Union in ihrem Ausmaß in diese Geschichte ein. Das Verständnis darüber, wie Demokratie zu schützen sei, habe sich stark verändert. Heute wolle man alles offenlegen und hart bekämpfen, „um auf diese Weise darzustellen, dass die Demokratie in der Lage ist, sich selbst zu reinigen“. mho

Medienschau: Professor Buxmann zu KI as a Service

9. März 2021

In einem Gastbeitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung schreibt TU-Professor Dr. Peter Buxmann über die Schlüsseltechnologie Künstliche Intelligenz und die entscheidende Rolle guter Daten. Auch Unternehmen nutzen immer häufiger KI für ihre Prozesse und Produkte. Buxmann geht ausführlich auf „KI-as-a-Service“-Angebote ein, bei denen Unternehmen die von Ihnen benötigten KI-Anwendungen nicht selbst programmieren, sondern auf die Entwicklungen anderer Hersteller zurückgreifen und sie für sich anpassen. Buxmann schreibt: „Die zentrale Herausforderung in der Implementierung von KI-Anwendungen besteht darin, eine große Menge qualitativ hochwertiger Trainingsdaten bereitzustellen.“ Mit Sorge sieht Buxmann die europäische Rolle auf dem KI-Markt: „Die Standards für den Zukunftsmarkt KI werden gerade gesetzt, aber kein europäischer Anbieter spielt hier eine nennenswerte Rolle. Hoffentlich bleibt das nicht so.“

Peter Buxmann ist Professor für Wirtschaftsinformatik an der TU Darmstadt und Mitglied des Hessischen Zentrums für Künstliche Intelligenz – hessian.AI. bjb

Dranbleiben: Projekt DiSenSu zieht positive Bilanz zum Frauentag

8. März 2021

Der 8. März ist der internationale Frauentag. Er wird seit mehr als 100 Jahren mit der Absicht begangen, Marginalisierungen und Diskriminierungen von Frauen in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Mit dem Projekt DiSenSu engagiert sich der Fachbereich Chemie der TU dafür, Mädchen den Weg in eine Karriere in einem MINT-Fach zu öffnen.

Frauen sind weltweit im Ingenieurwesen, Baugewerbe und technischen Energiesektor unterrepräsentiert. Dies gilt ebenso für einzelne Teildisziplinen wie die Technische Chemie. Gerade in diesen Bereichen finden derzeit jedoch zukunftsweisende ökologische und ökonomische Entwicklungen statt. Da Frauen daran noch deutlich zu wenig partizipieren, werden regelmäßig Angebote ausgebracht, die über Studiengänge und Karrieremöglichkeiten informieren. Vor allem die bundesweite Netzwerk-Initiative „Komm, mach MINT.“ hat hierzu in den letzten Jahren sehr viel geleistet.

Der Fachbereich Chemie der TU ist in diesem Netzwerk mit dem Projekt DiSenSu vertreten. Im Akronym ist der Hinweis auf die diversitätssensible Unterstützung von Mädchen mit einem Migrationshintergrund versteckt. Die Mädchen erhalten von erfahrenen Wissenschaftlerinnen ein einstündiges Coaching zur Berufsorientierung. Die Projektgruppe an der TU Darmstadt hat bislang 297 Coachings betreut. Die Rückmeldungen hierzu waren durchweg positiv. Insbesondere die individuelle Beratung wurde von den Mädchen sehr geschätzt. Das Projekt läuft in Kürze aus, aber das Team in der Chemie ist sich einig: An der Gleichstellung von Frauen müssen alle dranbleiben. FB Chemie/sip

QS-Ranking: Maschinenbau der TU weiter in den Top 100

5. März 2021

Im soeben erschienenen internationalen QS-Fächerranking zählt die TU Darmstadt im Fach Maschinenbau wieder zu den 100 weltweit führenden Universitäten – eine Platzierung, die das Fach schon seit mehreren Jahren behaupten kann. Platzierungen in den Top 150 erreichen erneut die Fächer Informatik, Materialwissenschaft und Physik.

Das jährlich erstellte Fächerranking gehört zum Ranking-Portfolio des britischen Unternehmens Quacquarelli Symonds (QS) und zählt zu den bekanntesten internationalen Hochschulrankings. Sie basieren mit je nach Fach unterschiedlicher Gewichtung auf Reputationsumfragen unter Forschenden und Unternehmensvertreterinnen und -vertretern sowie auf bibliometrischen Daten der Datenbank Scopus. Das Ranking umfasst in diesem Jahr 51 Fächer und 5 Fächergruppen. Birgitta Zielbauer/bjb

Medienschau: ARTE berichtet über „Bauen mit Papier“

4. März 2021

Die Sendereihe „Xenius“ auf ARTE beschäftigt sich in ihrer aktuellen Sendung mit den „Baustoffen der Zukunft“. Bislang wird in der Bauindustrie vor allem Beton und Stahl verwendet. Um künftig ökologischer und nachhaltiger bauen zu können, sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der Suche nach alternativen Baustoffen wie Pilzen, Popcorn und Pappe. Xenius besuchte den Fachbereich Architektur der TU Darmstadt und informierte sich bei Fabian Luttropp und Professor Ariel Auslender über das Forschungsvorhaben, Häuser aus Papier zu errichten, die umweltfreundlich ganz ohne zusätzliche Holzbeschichtungen und Schutzfolien auskommen.

Im Rahmen des Ende 2020 ausgelaufenen LOEWE-Schwerpunkts „Bauen mit Papier“ (BAMP!) haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der TU Darmstadt aus den Disziplinen Architektur, Bau- und Umweltingenieurwissenschaften, Maschinenbau und Chemie interdisziplinär die vielfältigen Vorteile des Werkstoffes Papier für das Bauwesen erforscht. pb

Medienschau: Prof. Sadeghi über Check-in-Plattform „Luca“

4. März 2021

Rapper Smudo und seine Band „Die Fantastischen Vier“ machten jüngst mit der App „Luca“ von sich reden, die sie gemeinsam mit einem Startup entwickelten. Sie soll die Kontaktverfolgung zum Beispiel von Besucherinnen und Besuchern von Restaurants und Kinos ermöglichen und private Treffen dokumentieren. Dabei ist sie nur eine von mehreren Check-in-Plattformen für Restaurants und Bars. Auf Spiegel Online äußert sich TU-Professor Ahmad-Reza Sadeghi, Leiter des System Security Labs im Fachbereich Informatik, zur App, zur Sicherheit von Daten auf Online-Gästelisten und zur Frage, ob der Staat eine offizielle Check-in-App zur Verfügung stellen sollte. „Wenn man das vernünftig plant, dann kann man so eine lokale digitale Infrastruktur in kurzer Zeit aufbauen. Auch für zukünftige Pandemien.“ Smudo versteht „Luca“ als Ergänzung zu den AHA+AL-Regeln und zur existierenden Corona-App. sip

Medienschau: Prof. Hasse und Prof. Dreizler bei hr-INFO

1. März 2021

Forschende der TU arbeiten daran, dass chemische Energiespeicher wie Wasserstoff und das bisher wenig beachtete Element Eisen ihren Beitrag zur Energiegewinnung leisten können. In einem Radio-Beitrag von hr-iNFO berichten Prof. Christian Hasse und Prof. Andreas Dreizler zu aktuellen Forschungsbemühungen und Perspektiven im Bereich chemischer Energiespeichersysteme. Der komplette Beitrag ist auf den Webseiten des Fachbereichs Maschinenbau zu hören. pg

Medienschau: Professor Peters zu „Go-Explore“

26. Februar 2021

Das neu vorgestellte KI-System „Go-Explore“ machte jüngst in einer Veröffentlichung der Fachzeitschrift „Nature“ von sich reden. Es erkundet seine Umgebung nicht rein zufällig, sondern merkt sich, welche Wege es in der Vergangenheit schon ausprobiert hat und ob diese es seinem Ziel nähergebracht haben. Die Entwickler schreiben, ihr System schneide auf diese Weise besser in den ikonischen Atari-Spielen, wie zum Beispiel „Montezuma’s Revenge“ oder „Pitfall“, ab als Menschen und andere Algorithmen. Diese Spiele seien für Algorithmen, die auf Reinforcement Learning basierten, schwierig zu bewältigen. Belohnungen, anhand derer die Algorithmen lernen könnten, seien hier selten und oft irreführend.

Professor Jan Peters, Leiter des Fachgebiets Intelligente Autonome Systeme am Fachbereich Informatik der TU, kommentiert die Ergebnisse als „methodisch inkrementell und doch ein Durchbruch: Menschliche Experten in so vielen Problemen zu schlagen, ist ein eindrucksvoller Erfolg!“ Große Impulse für die Entwicklung der Robotik erwartet Peters, anders als die Autoren der Studie, nicht. Er sieht das Potenzial des Systems in anderen Bereichen: „Wenn ‚Domain Knowledge‘ (das heißt: menschliches Vorwissen) einbezogen wird, kann ,Go-Explore‘ den menschlichen Weltrekord schlagen. Sollte diese Aussage sich als verallgemeinerbar herausstellen, dann kann dies ein Zeitenwechsel in der KI sein, wo die beiden KI-Familien der statistisch-neuronalen Verfahren und des ‚Domain Knowledge‘-Engineering sich endlich vereinen. Für viele KI-Forscher wäre dies ein fast 70 Jahre alter Traum! Persönlich vermute ich, dass eine derartige Kombination von statistisch-neuronalen Verfahren und des ‚Domain Knowledge‘-Engineering der KI den Durchbruch in der Medizin, im autonomen Fahren und in anderen sicherheitskritischen Anwendungen ermöglichen wird.

Peters ist einer von zwei Experten, die das Science Media Center dazu angehört hatte. Die vollständigen Experten-Statements sind auf der Webseite des Science Media Centers veröffentlicht. sip

Medienschau: „grüne“ Katalysatoren

25. Februar 2021

Katalysatoren sind unverzichtbare Helfer in der modernen Industriegesellschaft. Sie ermöglichen es, Rohstoffe selektiv in Wertprodukte umzuwandeln. Bislang kommen häufig Metalle als Katalysatoren zum Einsatz, deren Abbau oft unter umweltschädlichen und ethisch bedenklichen Bedingungen läuft. Eine Alternative können Kohlenstoffkatalysatoren sein. Eine Arbeitsgruppe am Fachbereich Chemie der TU Darmstadt forscht an einer vielversprechenden neuen Generation von Kohlenstoffkatalysatoren.

Rheinmaintv hat Professor Dr.-Ing. Bastian J. M. Etzold und den Doktoranden Felix Herold am Fachbereich Chemie der TU Darmstadt besucht und sich ihre Forschung erklären lassen (ab Minute 13:15). sip/bjb

Medienschau: ARD zeigt „Museums-Projekt“ des Fachgebiets Digitales Gestalten

Virtuelle Kamerafahrt des FG Digitiales Gestalten durch das mittelalterliche jüdische Viertel in Köln.

22. Februar 2021

Am vergangenen Sonntag (21. Februar) startete das Festjahr 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland. In der ARD wurde ein einstündiger Festakt ausgestrahlt, in dem auch die virtuelle Rekonstruktion des mittelalterlichen jüdischen Viertels in Köln gezeigt wurde – erstellt vom Fachgebiet Digitales Gestalten. Die Rekonstruktion ist Resultat einer mehrjährigen Forschungsarbeit mit dem Team des Museums MiQua und der Stadtarchäologie in Köln. Das Museum entsteht zurzeit direkt am Kölner Rathausplatz und beherbergt die archäologischen Reste von 2000 Jahre Stadtgeschichte, darunter auch der Statthalterpalast und das mittelalterliche jüdische Viertel mit Synagoge.

Auch die Tagesschau um 20 Uhr brachte einen Bericht mit den virtuellen Kamerafahrten der TU Darmstadt. Neben der Rekonstruktion wurde auch eine Simulation der zukünftigen Ausstellung im Museum MiQua gezeigt – eine gemeinsame Arbeit und der am Fachgebiet ansässigen Architectura Virtualis, Kooperationspartner der TU Darmstadt.

Marc Grellert/pb

Prof. Christian Hasse zum Combustion Institute Fellow ernannt

Prof. Dr.-Ing. Christian Hasse

19. Februar 2021

Das international tätige Combustion Institute hat kürzlich die in diesem Jahr ausgewählten Fellows bekannt gegeben. Herr Prof. Dr.-Ing. Christian Hasse, seit 2017 Leiter des Fachgebiets Simulation reaktiver Thermo-Fluid Systeme der TU Darmstadt, wurde für seine wissenschaftlich exzellenten Beiträge in der Simulation von Mehrphasenströmungen, der Modellierung turbulenter Verbrennungsprozesse und der Rußbildung ausgezeichnet. Damit wird die internationale Sichtbarkeit des Fachbereichs Maschinenbau in der Erforschung von sauberen CO2-neutralen und CO2-freien Energiewandlungsprozessen weiter gestärkt. ad/pg

TU Darmstadt würdigt Freiheitskämpfer Friedrich Ludwig Weidig

Kanzler Dr. Manfred Efinger enthüllt die Plakete, die zur Würdigung von Friedrich Ludwig Weidig am Saal angebracht ist.

19. Februar 2021

Am 15. Februar 2021 jährte sich der Geburtstag von Friedrich Ludwig Weidig zum 230. Mal. Dies nahm die TU Darmstadt zum Anlass, einen ihrer großen Besprechungsräume nach ihm zu benennen. Auch die Wahl des Raumes fiel nicht schwer: Er liegt in der Rundeturmstraße 10, dieser Ort ist eng mit Friedrich Ludwig Weidigs Geschichte verknüpft.

Weidig war im frühen 19. Jahrhundert ein Kämpfer für mehr Bürger- und Freiheitsrechte und für mehr Liberalität im damals sehr rückständigen Großherzogtum Hessen-Darmstadt. Zusammen mit Georg Büchner (1813-1837) verfasste, druckte und verbreitete er den „Hessischen Landboten“ im Großherzogtum Hessen-Darmstadt. Für seinen Kampf wurde Weidig verhaftet und im Juni 1835 ins Arresthaus nach Darmstadt verlegt. Während der Haft wurde er vom Untersuchungsrichter Konrad Georgi schwer misshandelt. Am 23. Februar 1837 nahm Weidig – vermutlich auch durch die Nachricht über den Tod seines Freundes Georg Büchner ausgelöst – sich das Leben.

Das zwischen 1832 und 1834 von Franz Heger beim „Runden Turm“ (das war das historisch ältere Gefängnis der Stadt) neu erbaute Arresthaus in Darmstadt befand sich auf dem Gelände, wo heute die Gebäude Rundeturmstraße 10 und 12 sowie das Fraunhofer IGD stehen. Teile des später erbauten Frauengefängnisses befanden sich an der Stelle, wo heute das Gebäude Rundeturmstrasse 10 steht. Direkt nebenan finden sich noch heute Reste der Gefängnismauer, welche die TU Darmstadt derzeit saniert und im Anschluss auch der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen möchte.

Eine Würdigung Friedrich Ludwig Weidigs an dieser Stelle ist übrigens nicht neu: Ein Teilabschnitt der heutigen Erich-Ollenhauer-Promenade hieß in den frühen 1960iger Jahren kurzzeitig Weidigweg. Sch/K/pb

Medienschau: Professor Hollick über Cybersicherheit

17. Februar 2021

Immer mehr Menschen leben weltweit in Städten und werden dabei immer abhängiger von digitalen Systemen. Wie können diese in Extremsituationen und Krisen aber geschützt werden? Matthias Hollick ist Professor am Fachbereich Informatik der TU Darmstadt und Sprecher des LOEWE-Zentrums emergenCITY. Als Experte für Cybersicherheit spricht er in der neuesten Ausgabe des „Hessen schafft Wissen“-Podcasts über die Resilienz digitaler Städte, also wie die Funktionsfähigkeit von Städten mit digital vernetzten Infrastrukturen in Extremsituationen, Krisen und Katastrophen sichergestellt werden kann. mho

Medienschau: Professorin Behnke verteidigt den Föderalismus

15. Februar 2021

Im Gespräch mit Liane von Billerbeck vom Deutschlandfunk verteidigt Professorin Nathalie Behnke vom Institut für Politikwissenschaft der TU Darmstadt den Föderalismus, der während der Corona-Pandemie immer mehr in die Kritik gerät. Der Föderalismus sei aus vielerlei Gründen gut, zum Beispiel für die Bürger, weil er deren individuelle Freiheit sichere, indem er politische Macht begrenze und Checks und Balances etabliere und weil der Föderalismus zum Policy-Lernen beitrage. Vor allem aber stelle der Föderalismus einen breiten gesellschaftlichen Konsens in Deutschland her, der dringend benötigt werde. Behnke postuliert außerdem: Komplexität erfordert komplexe Institutionen. mho

Medienschau: Professor Hofmann zum Chipmangel

15. Februar 2021

Professor Klaus Hofmann, Leiter vom Fachgebiet Integrierte Elektronische Systeme der TU Darmstadt, gibt bei hr-iNFO Netzwelt Antwort auf die Frage nach den Gründen des derzeit herrschenden Chipmangels. Ein Grund sei, dass es sich bei der Produktion von Chips um einen hoch komplizierten Prozess handele. Für diesen brauche es modernste Anlagen, sogenannte Fabs (Halbleiterwerke oder Chipfabriken) mit entsprechender Technologie, um für die Präzisionsarbeit die nötigen kleinen Strukturen bereitzustellen: Auf einem herkömmlichen Chip, wie man ihn in Mobiltelefonen oder Spielekonsolen nutzt, befinden sich 1 Milliarde Transistoren. Außerdem sind geschultes Personal, Reinräume und weitestgehend automatische Prozesse nötig, um die Siliziumscheiben abwechselnd chemischen, technischen und thermischen Behandlungen u.v.a.m. zu unterziehen. Dieser Prozesse dauere bei kleineren Chips etwa zwei bis drei, bei komplexeren Chips sogar zehn bis zwölf Wochen. mho

Kabinetts-Novelle autonomes Fahren

12. Februar 2021

Die Bundesregierung hat ein Gesetzespaket zum autonomen Fahren beschlossen. Darin wird unter anderem geregelt, wie der Betrieb autonomer Fahrzeuge erfolgen soll. So soll automatisches Fahren auf „festgelegten Betriebsbereichen“ unter „Technischer Aufsicht“ erlaubt werden. Außerdem sollen die Halter verpflichtet werden, die während der Fahrten im Fahrzeug anfallenden Daten zu speichern, um sie Forschenden zur Verfügung zu stellen.TU-Professor Hermann Winner vom Fachgebiet Fahrzeugtechnik (FZD) kommentiert das:

„Dieses Gesetz adressiert das autonome, fahrerlose Fahren für Anwendungsfälle wie Robo-Taxis oder Robo-Shuttles. Diese Ansätze werden schon seit vielen Jahren in Prototypen erprobt und gewinnen eine immer höhere technische Reife, sodass ein Regelbetrieb im öffentlichen Verkehr bald möglich erscheint. Allerdings wird dieser noch auf ausgesuchte Einsatzbereiche eingeschränkt bleiben, was dieser Gesetzentwurf als ‚festgelegte Betriebsbereiche‘ umschreibt, die von den Bundesländern zu genehmigen sind. Damit sind die Haupteinschränkungsmöglichkeiten festgelegt. Hiermit kann mit angemessener Vorsicht der Einsatz autonomer Fahrzeuge hochgefahren werden. Aber die Landeshoheit kann zu einem Öffnungswettbewerb führen, aber auch zu unsinnigen Beschränkungen an den Ländergrenzen.“

Winner gehörte zu einem Kreis von Experten, den das Science Media Center dazu angehört hatte. Die verschiedenen Experten-Statements sind auf der Webseite des Science Media Centers veröffentlicht. cst

Professor Hans Jürgen Prömel wird Präsident der TU Nürnberg

Bild: Katrin Binner

11. Februar 2021

Professor Hans Jürgen Prömel, von 2007 bis 2019 Präsident der TU Darmstadt, ist zum Gründungspräsidenten der im Aufbau befindlichen Technischen Universität Nürnberg berufen worden. Dies gab heute der bayerische Wissenschaftsminister Bernd Sibler bekannt. „Prof. Dr. Prömel bringt umfassende Erfahrungen mit, um eine internationale, interdisziplinäre und digitale Universität von Grund auf zu errichten.“

Die Präsidentin der TU Darmstadt, Professorin Tanja Brühl, gratulierte ihrem Amtsvorgänger herzlich zu der Berufung: „Sie haben eine spannende und außergewöhnliche Herausforderung angenommen. Ich freue mich auf das gemeinsame Wirken in der Hochschulrektorenkonferenz und anderen nationalen wie internationalen wissenschaftlichen und Netzwerken.“

Prömel (67) war von 1988 bis 1994 Professor für Diskrete Mathematik an der Universität Bonn, anschließend bis 2007 Professor für Theoretische Informatik an der Humboldt-Universität (HU) Berlin. Von 2000 bis 2007 amtierte er als hauptamtlicher Vizepräsident der IU, 2005 leitete er die HU kommissarisch.

Während seiner Amtszeit an der TU Darmstadt war Prömel zugleich vier Jahre lang (2008 bis 2012) Vizepräsident der Hochschulrektorenkonferenz sowie von 2014 bis 2017 Präsident der TU9, des Verbandes neun führender Technischer Universitäten in Deutschland. feu

„Start-up-Metropole“ Darmstadt

11. Februar 2021

Im Ranking der Berliner Plattform „Top-50-Start-ups“ wurden elf Start-ups aus Darmstadt ausgezeichnet. Alle elf ausgezeichneten Start-ups (Nova pace, Etalytics, Nakt, Core Sensing, Xelera, Magnotherm, Freemotion Systems, COMPREDICT, Quanticor, Wingcopter und Meshcloud) sind Ausgründungen aus der TU Darmstadt und wurden oder werden vom Innovations- und Gründungszentrum HIGHEST der TU begleitet.

Darmstadt rangiert damit hinter den Millionenstädten München, Berlin und Hamburg auf einem bemerkenswerten vierten Platz im Städteranking der Städte mit den meisten Top-50-Start-ups.

Mehr Informationen zum Ranking und zu den ausgezeichneten Start-ups auf der Webseite von HIGHEST.

Die TU Darmstadt ist als Gründerhochschule auch weiter erfolgreich: So steht sie mit sieben Bewilligungen unter den Top 3 bei der Vergabe von EXIST-Gründerstipendien des Bundeswirtschaftsministeriums im Jahr 2020. bjb

Digital die Welt der Elektrotechnik kennenlernen

09. Februar 2021

Mit den Schülerinnen-Projekttagen will der Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik der TU Darmstadt Mädchen frühzeitig für Ingenieursstudiengänge begeistern. Für dieses Engagement erhielt die Initiative 2020 den Franziska-Braun-Preis für innovative Gleichstellungsansätze durch die Carlo und Karin Giersch-Stiftung an der TU Darmstadt. Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie musste der Fachbereich in diesem Jahr neue Wege gehen und lud Schülerinnen der Klassenstufe sieben bis zehn zu virtuellen Workshops ein. Via Zoom bastelten die Mädchen Spektrometer, programmierten „Arduino Boards“, um damit LED-Lampen in einer bestimmten Reihenfolge zum Blinken zu bringen und bauten Elektromotoren. mho

Medienschau: Prof. Hanson über Blackout-Prävention

08. Februar 2021

Wie fein abgestimmt und wie sensibel das europäische Stromnetz ist, beleuchtet spektrum.de anhand eines Beinahe-Blackouts, der sich Anfang Januar dieses Jahres ereignete. Zu Wort kommt als Expertin auch TU-Professorin Jutta Hanson, die Leiterin des Fachgebiets Elektrische Energieversorgung unter Einsatz Erneuerbarer Energien am Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik. Zur Sicherung der Energieversorgung braucht es Kraftwerksreserven und Batterien. Doch auch die Netze selbst müssten erheblich erweitert werden, um mit der steigenden Zahl an Einspeisern und Verbrauchern mithalten zu können, so Hanson. „Vereinfacht gesagt: Es nützt nichts, wenn ich eine Solaranlage auf dem Dach habe, aber die Batterie beim Nachbarn steht, denn dann muss ich das Netz trotzdem belasten.“ Jedes Kabel könne nur eine bestimmte Menge an Energie transportieren, daher müsse ausgebaut werden – auf allen Ebenen, vom Höchstspannungsnetz bis zu den regionalen Verteilnetzen. sip

Medienschau: Abwasser als Corona-Frühwarnsystem

08. Februar 2021

Coronaviren lassen sich im Abwasser nachweisen. Forschungsteams aus mehreren Ländern haben dies im vergangenen Jahr untersucht und gezeigt, dass sich über das Monitoring von Abwasserproben schon frühzeitig das Infektionsgeschehen abbilden lässt. Dieser Zeitvorsprung vor den offiziell ermittelten Zahlen an Corona-Infizierten beträgt in etwa zehn Tage und könnte wesentlich dazu beitragen, das Infektionsgeschehen einzudämmen. An einem solchen Frühwarnsystem forscht TU-Professorin Susanne Lackner vom Fachgebiet Abwasserwirtschaft zusammen mit der Stadt Frankfurt. Ihr Ansatz wurde in mehreren Medien vorgestellt, unter anderem bei zdfheute und nano (ab Minute 22:00). cst

Medienschau: Professorin Rudolph-Cleff zu Wassernotstand

05. Februar 2021

Mit den steigenden Temperaturen des Klimawandels, der Urbanisierung und dem Wachstum der Weltbevölkerung wird Trinkwasser in vielen Regionen zu einem raren Gut – sogar in Deutschland. Wassernot ist das Thema der neuen Folge des Podcasts BDA-Denklabor des Bundes Deutscher Architekten. Zu Gast ist auch Annette Rudolph-Cleff, TU-Professorin für Entwerfen und Stadtentwicklung am Fachbereich Architektur. Sie spricht darüber, wie Städte ihren Umgang mit der Ressource Wasser ändern müssen. pb/bjb

TU-Alumnus erhält wichtigsten Promotionspreis für IT-Sicherheit

04. Februar 2021

Dr.-Ing. Daniel Demmler, ehemaliger Doktorand und Post-Doc der Cryptography and Privacy Engineering Group ENCRYPTO am Fachbereich Informatik der TU Darmstadt, wurde für seine Doktorarbeit „Towards Practical Privacy-Preserving Protocols“ mit dem CAST/GI Promotionspreis IT-Sicherheit 2020/21 ausgezeichnet. Der Preis gilt als wichtigster nationaler Preis für Promotionen im Bereich der IT-Sicherheit. Verliehen wurde er Anfang Februar bei einer virtuellen Veranstaltung im Rahmen des 17. Deutschen IT-Sicherheitskongresses.

Demmler befasste sich in seiner Dissertation mit Privatsphäre-schützenden Protokollen. Die mit Auszeichnung bestandene Arbeit schrieb er am Fachgebiet ENCRYPTO bei Professor Thomas Schneider, der auch Mitglied im Sonderforschungsbereich CROSSING ist. Seit November 2019 ist Daniel Demmler als Post-Doc an der Universität Hamburg in der Arbeitsgruppe „Security in Distributed Systems“ tätig. CROSSING/sip

Medienschau: Professorin Karentzos in Haar-Podcast

03. Februar 2021

Professorin Dr. phil. Alexandra Karentzos, Leiterin des Arbeitsbereichs Mode und Ästhetik an der TU Darmstadt, war zu Gast beim radioeins-Podcast „Robi, Volli und viele Freunde“. In der aktuellen Folge „Total haarig“ sprechen die rbb-Moderatoren Robert Skuppin und Volker Wieprecht mit ihren Gästen über die identitätsstiftende Kraft und kulturelle Bedeutung von Haaren und Frisur. Das Interview mir Professorin Karentzos beginnt in Minute 16:35. bjb

Medienschau: Professor Kersting zu falschen Vorstellungen von KI

01. Februar 2021

Im Gastbeitrag „Wie Etikettenschwindler unseren Fortschritt riskieren“, zu lesen auf welt.de, schreibt Kristian Kersting, Professor für KI und maschinelles Lernen an der TU Darmstadt und Co-Direktor des hessischen Zentrums für KI (hessian.ai), über die Problematik, dass viele falsche Vorstellungen über Künstliche Intelligenz im Umlauf sind. Im Artikel erläutert Kersting nachvollziehbar und leicht verständlich, was KI bedeutet und stellt die Frage, ob „KI-Experte“ und „KI-Expertin“ nicht geschützte Berufsbezeichnungen sein sollten, um den Wildwuchs unwissenschaftlicher Definitionen und Etiketten von KI einen Riegel vorzuschieben. bjb

Medienschau: TU-Professor unterstützt geflüchtete Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

28. Januar 2021

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) berichtet über die Arbeit von Professor Hussain Al Towaie, der geflüchtete Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einem Web-Seminar auf die Herausforderungen des deutschen Arbeitsmarktes vorbereitet. Er selbst flüchtete im Alter von 60 Jahren aus dem Jemen. Heute forscht und lehrt er im Fachgebiet Wasserversorgung und Grundwasserschutz an der TU Darmstadt und gehört damit zu den zwei Prozent der Geflüchteten, die auch nach der Flucht wieder eine Führungsposition einnehmen.

„CARe Online Talk Germany“ heißt das Web-Seminar, in dem Professor Hussain Al Towaie den Teilnehmenden praktische Ratschläge gibt: „Seien Sie pünktlich, gehen Sie planvoll vor und rechtfertigen Sie Misserfolge nicht vor sich selbst mit Ihren vielen Problemen, sondern machen Sie den nächsten Versuch.“

Mit insgesamt elf Web-Seminaren unterstützt der DAAD im Rahmen des Programms „Career Advancement for Refugee Researchers in Europe“ Geflüchtete mit akademischer Vorbildung auf der Suche nach einer Anstellung in Europa. mho

Medienschau: Forschung zu chemischen Energiespeichern

27. Januar 2021

Chemische Energiespeicher wie zum Beispiel Wasserstoff sind eine Schlüsseltechnologie bei der Verwirklichung der Energiewende. Die TU Darmstadt forscht führend auf diesem Gebiet und setzt zum Beispiel auf Eisen als Basis, um einen sauberen, CO2-freien Energiekreislauf zu realisieren. Über die Forschungsarbeiten berichtet HR Info in einem aktuellen Beitrag (ab Minute 6‘50‘‘). Die Maschinenbau-Professoren Christian Hasse (Fachgebiet Simulation reaktiver Thermo-Fluid Systeme) und Andreas Dreizler (Fachgebiet Reaktive Strömungen und Messtechnik) berichten über den Stand der Entwicklung, Herausforderungen und offene Forschungsfragen. „Unsere Aufgabe als Wissenschaftler ist es, Technologiepfade zu ermöglichen“, so Dreizler im Gespräch mit dem HR. Der Beitrag greift in diesem Zusammenhang auch ein einschlägiges Positionspapier (wird in neuem Tab geöffnet) auf, an dem Forschende der TU beteiligt sind. sip

Medienschau: 18 Millionen Euro für Wingcopter

25. Januar 2021

Mit Lieferdrohnen könnten auch entlegene Regionen der Welt mit Impfstoffen versorgt werden. Die TU-Ausgründung Wingcopter hat im Rahmen eines Pilotprojekts bereits Erfahrungen mit dem Medikamentenversand in schwer zugänglichen Gebieten in Malawi und im Südpazifik gesammelt. Genutzt wird dabei der Wingcopter, eine senkrecht startende Drohne mit Flügeln. Eine verbesserte Version des Fluggeräts soll nun industriell hergestellt werden. Dafür hat das Unternehmen rund 18 Millionen Euro Risikokapital eingesammelt. Das Thema wurde in vielen Medien aufgegriffen, unter anderem von Zeit online und dem Handelsblatt.

Das Startup Wingcopter wird von Highest betreut, dem Innovations- und Gründungszentrum der TU Darmstadt. cst

Medienschau: Projekt VERENA für chemisches Recycling

22. Januar 2021

Im Forschungsprojekt VERENA ((Vergasungsprozesse mit integrierter Überschussstromeinbindung zur flexiblen Stromerzeugung und Herstellung synthetischer Energieträger aus Reststoffen)) untersuchen unter der Leitung der TU Darmstadt 13 Partner, wie aus problematischen Reststoffen neue Grundstoffe für die chemische Industrie gewonnen werden können. In der Sendung „RheinMain im Blick“ von RheinMainTV (ab Minute 21:00) erklärt Professor Dr.-Ing. Bernd Epple, Leiter des Fachgebiets Energiesysteme und Energietechnik an der TU Darmstadt, wie nicht recycelbare Abfälle besser nutzbar gemacht werden können – ein weiterer Schritt in eine nachhaltige Zukunft, wie es im Beitrag heißt. bjb

Medienschau: Kalte Tresore für den Impfstoff

20. Januar 2021

FAZ.NET berichtet über die TU-Ausgründung Tec4med. Das Start-up entwickelt Behälter, die Medikamente und Impfseren mehrere Tage konstant gefroren halten können. Besonders gefragt ist das Unternehmen derzeit, weil dazu auch der Covid-19-Impfstoff von Biontech gehört. Für dessen Transport ist die „NelumBox“ besonders geeignet. Diese ist unkompliziert zu bedienen, mit 48-Stunden-Akkus ausgestattet und kann mithilfe von Software und Sensoren permanent überwacht werden. Neben Anfragen aus Landkreisen in Deutschland und mehreren europäischen Ländern, habe sogar die Weltgesundheitsorganisation WHO in den vergangenen Wochen Interesse an der Darmstädter Technik gezeigt.

Die Gründer Nico Höler, Martin Voigt und Julian Poths haben an der TU Darmstadt Maschinenbau und Informationssystemtechnik studiert und 2017 Tec4med gegründet. mho

Prof. Waidner neues Mitglied der acatech

19. Januar 2021

Professor Michael Waidner, Leiter des Fachgebiets Sicherheit in der Informationstechnik am Fachbereich Informatik der TU, ist als Ordentliches Mitglied in die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften (acatech) aufgenommen worden. Waidner ist zudem Leiter des Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie SIT und Direktor des Nationalen Forschungszentrums für angewandte Cybersicherheit ATHENE.

Die acatech erweiterte den Kreis ihrer Mitglieder jüngst um 36 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Mit der Wahl würdigt acatech deren wissenschaftliche Arbeit. Die Mitglieder aus Ingenieur-, Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften engagieren sich in interdisziplinären Arbeitsgruppen. Mit ihrer Expertise beraten sie Politik und Gesellschaft unabhängig in technikwissenschaftlichen und technologiepolitischen Zukunftsfragen. Außerdem unterstützen sie den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und fördern den technikwissenschaftlichen Nachwuchs.

Mit Waidner sind nunmehr 18 amtierende und emeritierte Professorinnen und Professoren der TU Darmstadt Mitglieder der acatech.sip

Medienschau: Transportapparatur für Antimaterie

18. Januar 2021

Dr. Frank Wienholtz, Mitarbeiter im Forschungsprojekt PUMA (antiProton Unstable Antimatter Annihilation) um Professor Alexandre Obertelli am Institut für Kernphysik der TU Darmstadt, berichtet in einem ausführlichen Artikel in der Frankfurter Rundschau davon, wie Antimaterie mithilfe der Darmstädter Forschung künftig von einer Forschungseinrichtung zur nächsten transportiert werden kann: „Antimaterie zu speichern, auch über viele Tage und Monate, geht schon lange und wird am CERN auch gemacht“, sagt Wienholtz. Die jetzige Herausforderung liege darin, eine große Anzahl von Antiprotonen zu transportieren.

PUMA basiert auf einer neuen Apparatur: ein transportabler supraleitender Magnet, in den nun an der TU Darmstadt eine Ionenfalle eingebaut wird. Der so präparierte Magnet kommt anschließend bei den eigentlichen Experimenten am CERN in Genf zum Einsatz. Erste Versuche sind dort für das Jahr 2022 geplant. PUMA wird vom Europäischen Forschungsrat (2018-2022) finanziert und von der Alexander von Humboldt-Stiftung unterstützt. bjb/cst

Jakob-Wilhelm-Mengler-Preise 2020 verliehen

15. Januar 2021

Die Mengler-Stiftung zeichnet jedes Jahr Arbeiten von Architektur-Studierenden der TU Darmstadt aus, „die sich durch ihre Anwendungsorientiertheit, die Durchgängigkeit der Lösung bis ins letzte Detail und ein eigenes Profil in besonderem Maße auszeichnen.“ Der Jury wurden in diesem Jahr 29 Arbeiten zur Begutachtung vorgelegt. Es wurden drei Preise sowie zwei Anerkennungen vergeben.

Preise gingen an Leonie Ott für den Entwurf „Gropius Stadt Wohnen“, die Studentinnen Carolina Richter, Nadja Rupp und Maren Schroeder für den Entwurf „STADTWILDNIS“ sowie an Katharina Sell für den Entwurf „Die Arche des Weines“. Eine Anerkennung erhielten Katja Heilingbrunner für ihre Entwurfsidee „Blättern unter Blättern“ und Jasmin Moor für den Entwurf „Max und Moritz“.

Die ausgezeichneten Arbeiten werden auch im Rahmen der Ausstellung „Sichten 24“ gezeigt, die von den Studierenden des Fachbereichs Architektur organisiert wird und in diesem Jahr zum ersten Mal online zu sehen ist.

Fachbereich Architektur/pb

Projektlaufzeit des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums verlängert

15. Januar 2021

Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum unterstützt mittelständische Unternehmen in Hessen bei der Digitalisierung. Das Projekt, das vom Bundeswirtschaftsministerium finanziert wird, wurde nun für sechs Monate bis August 2021 verlängert (wird in neuem Tab geöffnet).

„Die vergangenen Monate haben gezeigt, dass digital unterstützte Geschäftsprozesse in manchen Fällen den Unterschied zwischen komplettem Stillstand und einem erfolgreichen Geschäftsjahr ausmachen konnten. Wer in der Vergangenheit bereits den Ausbau digitaler Plattformen gerade im Vertrieb vorangetrieben hat, steht heute glänzend da“, sagt Professor Dr.-Ing. Joachim Metternich, Sprecher des Kompetenzzentrums und Leiter des Instituts für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen (PTW) der TU Darmstadt.

Im Kompetenzzentrum bündeln acht Partner aus Wissenschaft und Praxis ihr Digitalisierungs-Know-how. Vertreten sind vier Institute der Technischen Universität Darmstadt (PTW, PtU, DiK und IAD), zwei Fraunhofer Institute sowie die Industrie- und Handelskammer Darmstadt Rhein Main Neckar und die Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main. cst

Dr. Zieschang mit Promotionspreis der Familie Bottling-Stiftung ausgezeichnet

12. Januar 2021

Die Familie Bottling-Stiftung hat am 6. Januar 2021 den mit 3.500 Euro dotierten Preis für eine herausragende Doktorarbeit im Fachbereich Chemie der TU Darmstadt verliehen. Diesjährige Preisträgerin ist Dr.-Ing. Anne-Marie Zieschang, die im Fachgebiet Anorganische Chemie in der Arbeitsgruppe von TU-Vizepräsidentin Professorin Barbara Albert mit Auszeichnung promovierte.

Ihre Doktorarbeit mit dem Titel „Nanopartikuläre 3d-Übergangsmetallnitride aus flüssigem Ammoniak“ zeichnet sich durch den Einsatz anspruchsvoller präparativer Methoden für die Synthese von hochreinen nanoskaligen Übergangsmetallen, Übergangsmetallnitriden und –boriden aus, die eine Untersuchung insbesondere magnetischer Größeneffekte und katalytischer Eigenschaften dieser Stoffe ermöglichten.

Der Promotionspreis der Familie Bottling-Stiftung wird seit 2008 jährlich im Rahmen der traditionellen Absolventenfeier des Fachbereichs Chemie vergeben, zu der die Absolventinnen und Absolventen des letzten halben Jahres feierlich ihre Urkunde überreicht bekommen. Bedingt durch die Corona-Pandemie erfolgte die Preisverleihung dieses Mal nachträglich und ausnahmsweise in Form einer Videokonferenz.

FB Chemie/mho

UNITE!-Generalsekretär Andreas Winkler im Podcast

12. Januar 2021

Wie verändert die Zugehörigkeit zu einer Europäischen Hochschulallianz die beteiligten Partnerhochschulen – in Verwaltung, Lehre und Forschung? Welche konkreten Kooperationen und Projekte wurden angestoßen? Und was hat es mit dem Ausrufezeichen im Namen UNITE! auf sich? Diese und noch viele weitere Fragen beantwortet Dr. Andreas Winkler von der TU Darmstadt, Generalsekretär der europäischen Universitätsallianz UNITE!, in der aktuellen Folge des Podcasts Campus Europa des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD).

Zu UNITE! (University Network for Innovation, Technology and Engineering) gehören neben der TU Darmstadt als Koordinatorin die Aalto University (Finnland), das KTH Royal Institute of Technology (Schweden), Grenoble INP graduate school of engineering and management, University Grenoble Alpes (Frankreich), Poltecnico di Torino (Italien), Universitat Politecnica de Catalunya Barcelona Tech (Spanien) und die Universidade des Lisboa (Portugal). Die sieben Partner haben zusammen 167.000 Studierende und jährlich 36.700 Absolventinnen und Absolventen. In mehr als 80 EU-Projekten arbeiten sie bereits eng zusammen und haben in den vergangenen fünf Jahren über 2.000 Studierende ausgetauscht. bjb

Medienschau: TU-Präsidentin Brühl über Wissenschaft in Pandemiezeiten

12. Januar 2021

Professorin Dr. Tanja Brühl, TU-Präsidentin und Vorsitzende der Konferenz Hessischer Universitätspräsidien, spricht mit Pitt von Bebenburg von der Frankfurter Rundschau über die veränderte Aufmerksamkeit, die der Wissenschaft in Pandemiezeiten zuteil wird und wie sie damit umgehen sollte. Außerdem geht es im ausführlichen Interview unter anderem um internationale Kooperationen wie die europäische Universitätsallianz UNITE!, um Interdisziplinarität und den besonderen „TU-Darmstadt-Spirit“. bjb

Professorin Dr. Tanja Brühl

Forschungszentrum ATHENE stellt sich vor

11. Januar 2021

Das Nationale Forschungszentrum für angewandte Cybersicherheit ATHENE unterstützt mit seiner anwendungsorientierten Forschungs- und Entwicklungsarbeit die digitale Transformation von Zivilgesellschaft, Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung. Die TU Darmstadt ist mit mehr als 30 Fachgebieten aus acht Fachbereichen in ATHENE eingebunden, darunter Informatik, Elektro- und Informationstechnik, Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften, Biologie, Humanwissenschaften, Maschinenbau, sowie Rechts- und Wirtschaftswissenschaften.

Eine nun veröffentlichte Broschüre informiert über die spannenden Forschungsthemen von ATHENE, über die Notwendigkeit und Bedeutung von Cybersicherheitsforschung und über das besondere Forschungsumfeld in Darmstadt sowie die hervorragenden Bedingungen und Entwicklungschancen, die ATHENE gerade für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bietet.

ATHENE/pb

Medienschau: Prof. Sonnicksen zur Polarisierung in den USA

11. Januar 2021

In einem Interview mit zdfheute hat sich Professor Jared Sonnicksen zur derzeitigen zugespitzten Lage in den USA geäußert. Er legt dar, dass die Stürmung des Kapitols nur ein trauriger Höhepunkt einer Radikalisierung sei, die sich seit vielen Jahrzehnten in der Politik und der Gesellschaft abgezeichnet habe – mit Donald Trump als Extrembeispiel. Sonnicksen ist im Wintersemester 2020/21 Gastprofessor am Institut für Politikwissenschaft an der TU Darmstadt. cst

TU-Ideenwettbewerb: Rekord an Ideen-Einreichungen

8. Januar 2021

Für den aktuell laufenden TU-Ideenwettbewerb wurden 144 Ideen eingereicht – ein Rekord, denn in der vierzehnjährigen Geschichte des Wettbewerbs wurden noch nie so viele verschiedene Ideen vorgebracht.

Der TU-Ideenwettbewerb wird seit 2007 ausgerichtet und befördert seitdem außergewöhnliche Ideen der Universitätsmitglieder ans Tageslicht. Dieser vom Innovations- und Gründungszentrum HIGHEST organisierte Wettbewerb bietet Mitgliedern der TU Darmstadt die Chance, eigene innovative Produkt- oder Geschäftsideen oder auch Forschungsergebnisse mit Verwertungspotential zu präsentieren und voranzubringen. In einem geschützten Rahmen werden die Einreichungen auf ihr Vermarktungs- bzw. Innovationspotential von Expertinnen und Experten aus Wirtschaft und Forschung getestet. Nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren werden die besten Ideen prämiert und in einem entsprechenden Rahmen vor Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft und Politik präsentiert.

Die besten drei Ideen der Kategorien Studierende und Wissenschaftler*innen/Absolvent*innen/Mitarbeiter*innen werden am 25. März 2021 ausgezeichnet. Frist verpasst? Der nächste TU-Ideenwettbewerb 2021 startet am 10. Juni 2021. Jetzt vormerken!

bjb/HIGHEST

Energiespeicherung: TU liefert Expertise für KMU

5. Januar 2021

Das Institut für Mechatronische Systeme (IMS) am Fachbereich Maschinenbau der TU beteiligt sich als Wissenspartner an einem neuen, internationalen Business-Support-Programm für Unternehmen, die Energiespeicherlösungen entwickeln. In Zusammenarbeit mit dem House of Energy in Kassel wird das IMS kleine und mittlere Unternehmen (KMU) beraten. Schwerpunktmäßig geht es darum, den Reifegrad der jeweiligen Technologien durch Praxiserprobung zu erhöhen und sich mit potenziellen Endnutzern auszutauschen. Das Programm ist Teil des Projekts „Interreg North-West Europe Storage of Energy and Power Systems“ (STEPS), an dem Partner aus fünf Ländern beteiligt sind und das darauf abzielt, die Zusammenarbeit und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen in Nordwesteuropa zu stärken und sie zu führenden Innovatoren im Bereich Energiespeicherung zu machen.

Das STEPS-Programm unterstützt 40 Unternehmen und ermöglicht ihnen eine Beratung im Wert von 12.500 Euro durch führende Universitäten. Darüber hinaus erhalten 20 dieser Unternehmen Beratung und technische Unterstützung, um ihre Technologien bei regionalen Endnutzern zu demonstrieren. Ab dem 11. Januar können sich kleine und mittlere Unternehmen um die Teilnahme am Programm bewerben. sip

TU-IT-Sicherheitsforscherin Classen im Podcast „She Likes Tech“

4. Januar 2021

Sicherheitslücken in der Firmware von populären Tech-Produkten sind die Spezialität von Dr. Jiska Classen, IT-Sicherheitsforscherin im Secure Mobile Networking Lab am Fachbereich Informatik der TU. Fitbit-Fitnesstracker hat sie ebenso gehackt wie Samsungs Galaxy-Smartphones oder den Staubsaugerroboter von Vorwerk. In der aktuellen Folge des Technik-Podcasts „She Likes Tech“ von NDR Info und N-Joy erzählt Classen von ihrer Forschung, ihrer Motivation, davon, was eine gute Hackerin oder einen guten Hacker ausmacht – Geduld und die Bereitschaft, sich tief in alle Systemkomponenten einzuarbeiten – und über ihren Werdegang in einer noch überwiegend von Männern besetzten Disziplin. Ihre Arbeit stellte sie auch beim diesjährigen Jahrestreffen des Chaos Computer Clubs vor, der virtuell stattfindenden Remote Chaos Experience. sip