Soziologie

Bachelor of Arts

Studiengangsbeschreibung

Soziologie befasst sich mit der sozialen Ordnung des menschlichen Zusammenlebens und den Institutionen, die dabei entstehen: Städte, Unternehmen, Organisationen, Universitäten, Ehen, Verwandtschaftsbeziehungen und Freundschaften. All diese sozialen Phänomene sind Untersuchungsgegenstände der Soziologie. Es wird nach ihrer gesellschaftlichen Konstruktion, ihrer Struktur, Funktion und Bedeutung sowie ihrem Veränderungspotenzial gefragt.

Die Soziologie stellt dafür einerseits verschiedene Instrumentarien und Methoden bereit, andererseits eine Vielzahl an Denkschulen, die verschiedene Blickwinkel und Interpretationen erlauben. Studierende lernen methodisch und methodenbewusst zu arbeiten. Sie bilden Fähigkeiten zum eigenständigen wissenschaftlichen Arbeiten sowie zur kritischen Reflexion gesellschaftlicher Zusammenhänge aus. Das Studium der Soziologie vermittelt Kompetenzen zur Analyse, Präsentation und Gestaltung sozialer Prozesse. Das Studium fokussiert die Methodiken des wissenschaftlichen Arbeitens, die Analyse und Diskussion von Theorien sowie das Erheben und die Auswertung von Daten.

Modulhandbuch

Vorlesungsverzeichnis

Institut Soziologie

Zum Vergrößern / Anzeigen des PDFs bitte auf das Bild klicken.
Abschluss Bachelor of Arts
Dauer 6 Semester
Sprache Deutsch
Praktikum Pflichtpraktikum über 12 CP: Das Praktikum soll als Blockpraktikum außerhalb der Vorlesungszeiten abgeleistet werden. Es hat eine minimale Dauer von 4 Wochen (in der Regel mit 40 Wochenstunden, max. 320 Arbeitsstunden). Siehe auch unter Praktikumsbörse.
Zulassung Allgemeine Hochschulreife, Fachhochschulreife, vergleichbare ausländische Zeugnisse; weitere Informationen
Verfahren Aufnahmebeschränkung; Verfahrensergebnisse (NC-Werte)
Bewerbungsfrist und Studienbeginn Bewerbungsfristen Bachelor-Studiengänge
Bewerbung Online-Bewerbung
Teilzeitstudium unter bestimmten Voraussetzungen möglich
Besonderheiten ---

Der Studiengang Bachelor of Arts Soziologie hat die Untersuchung gesellschaftlicher Strukturen zum Gegenstand. Als systematische Wissenschaft ist die Soziologie z.B. mit der Politikwissenschaft verwandt. Im Unterschied zu der Politikwissenschaft, deren Fokus primär auf dem Staat bzw. auf politischen Systemen liegt, untersucht die Soziologie sämtliche gesellschaftlichen Phänomene. Dabei werden sowohl makro- (z.B. Entstehung und Entwicklung gesamtgesellschaftlicher Strukturen) wie auch mikrosoziologische Fragen (z.B. Handlungsmuster in Kleingruppen), aber auch die Interaktion zwischen allen Ebenen betrachtet.

Da Systeme und Strukturen in der Regel komplex aufgebaut sind, muss die Soziologie grundsätzlich interdisziplinär angelegt sein und benachbarte Wissenschaften wie Geschichte, Recht, Wirtschaft, Politikwissenschaft, Philosophie usw. in ihr Fragen und Forschen einbeziehen.

Der Studiengang eignet sich also insbesondere für alle diejenigen, die verstehen möchten, wie die Gesellschaft funktioniert und welche Macht uns antreibt – die Politik, die Wirtschaft oder die Ideen. Unabdingbar ist die Bereitschaft, sich in die verschiedenen interdisziplinären Teilbereiche der Soziologie mit ihren fachspezifischen Methoden und Denkansätzen einzuarbeiten. Interesse für das gesellschaftliche Geschehen und für Politik bzw. Kultur im Allgemeinen ist eine zwar wichtige, allein jedoch nicht ausreichende Voraussetzung für das Studium.

Zusätzlich sind Kenntnisse der neueren und neuesten Geschichte hilfreich, da sich Gesellschaftsstrukturen nur aus ihrer historischen Entwicklung verstehen lassen.

Da die soziologische Forschung, insbesondere die quantitative Sozialforschung, auf Statistik und empirische Sozialforschung zurückgreift, sind weiterhin mathematische Kenntnisse nützlich.

Voraussetzung für ein erfolgreiches Studium der Soziologie ist zudem die sehr gute Beherrschung der deutschen Sprache in Wort und Schrift. Studierende müssen sich sprachlich gut ausdrücken können, um komplexe gesellschaftliche Phänomene differenziert beschreiben zu können. Zusätzlich erfordert das Studium ein hohes Lesepensum.

Auch bedarf es guter Englischkenntnisse. Das Lesen wissenschaftlicher Literatur in englischer Sprache ist wichtiger Bestandteil des Studiums.

Gut vorbereitet studiert es sich besser. Nutzen Sie insbesondere diese Möglichkeiten zur Vorbereitung auf das Studium:

hobit, TUDay

Online Self-Assessment

Orientierungswoche (OWO) zu Beginn des ersten Semesters.

Studieninteressierten ohne Allgemeine Hochschulreife (Abitur) wird empfohlen, sich rechtzeitig mit dem Niveau und den Inhalten von Abiturprüfungsaufgaben in den Fächern Mathematik, Physik und Chemie vertraut zu machen.

Allgemeiner Hinweis: Mit dem Bachelor of Arts erlangen die Studierenden einen ersten berufsqualifizierenden Abschluss. Allerdings gilt an der TU Darmstadt der Master of Arts als Regelabschluss. Das Absolvieren eines Master-Studiengangs wird daher empfohlen.

Bitte beachten Sie, dass die Zulassung zu einem Master-Studiengang an zusätzliche inhaltliche Anforderungen geknüpft sein kann. Dies gilt insbesondere für nicht-konsekutive Studienverläufe (also mit Bachelor-Abschluss in einem anderen Fachgebiet oder einer anderen Studienrichtung als dem gewünschten Master) bzw. für Bewerber von anderen Hochschulen. Bitte wenden Sie sich in Zweifelsfragen an die Fachstudienberatung des jeweiligen Fachbereiches.

Soziologie (M.A.)

Grundsätzlich sind die möglichen Tätigkeitsfelder für Sozialwissenschaftler/-innen breit gestreut. Für Absolventinnen und Absolventen des Instituts für Soziologie der TU Darmstadt stehen Tätigkeiten in den Personalabteilungen von Unternehmen, in Unternehmensberatungen, in Markt- und Meinungsforschungsinstituten und in der öffentlichen Verwaltung im Vordergrund. Daneben können sie beispielsweise in Schul- oder Fachbuchredaktionen, in Verlagen (z. B. im Lektorat), in Redaktionen von Hörfunk, Fernsehen und Zeitungen, in PR- und Werbeagenturen, in Bibliotheken und Archiven, bei internationalen Organisationen, im kulturellen Bereich oder in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit tätig werden.

Naheliegend ist für Soziologinnen und Soziologen auch die Arbeit in Forschung und Lehre an Hochschulen. Ferner können sie für Statistik-, Markt- und Meinungsforschungsinstitute, aber auch für Parteien, Verbände, internationale Organisationen oder in der öffentlichen Verwaltung tätig werden.

Wichtig ist es deshalb, neben dem Studium frühzeitig in einschlägigen Einrichtungen eigene praktische Erfahrungen zu sammeln, seine allgemeine Praxistauglichkeit unter Beweis zu stellen und Kontakte zu knüpfen. Die Aussicht auf eine gute Stellung wird durch die Bereitschaft zu beruflicher Mobilität, auch ins Ausland, erhöht. Insbesondere bei einer internationalen Ausrichtung sind sichere englische Sprachkenntnisse sehr zu empfehlen.

In diesem Sinn unterstützt insbesondere auch das Pflichtpraktikum des Studiengangs Bachelor of Arts Soziologie die Studierenden bei der Erkundung des geeigneten Berufsbezugs.

Ordnung des Studiengangs

Studienplan 2017

Allgemeine Prüfungsbestimmungen der TU Darmstadt

Ältere Studienordnungen finden Sie in den Satzungsbeilagen der TU Darmstadt oder auf den Webseiten Ihres Studienbüros.